Catherina Rust Das Mädchen vom Amazonas

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen vom Amazonas“ von Catherina Rust

Als Kind lebte Catherina Rust in Mashipurimo, einem Urwalddorf am Amazonas. Während ihre Eltern, beide Deutsche, die Lebensweise der Aparai-Wajana-Indianer erforschten, wuchs sie wie eine Indianerin auf - fernab westlichen Komforts, doch aufgehoben in der Gemeinschaft eines Stammes, für den Besitz und Status nichts bedeuten. Harmonie dafür alles. Für ihre kleine Tochter hat Cathrina Rust jetzt ihre Geschichte aufgeschrieben: Sie erzählt, dass ihr Spielplatz der Urwald war, mit verschlungenen Pflanzen und turmhohen Bäumen. Dass sie an Lianen schaukelte und im lauwarmen, nach Holz duftenden Rio Paru, einem Seitenarm des Amazonas, schwimmen lernte. Dass sie an guten Tagen Affeneintopf aß und an schlechten Piranhas, und dass sie das Brüllen des Jaguars bis heute im Ohr hat. Sie erzählt von der Gemeinschaft der Aparai, die kein Wort für »Einsamkeit« kennen, von Geisterdörfern und Tamoko-Ungeheuern und davon, wie die Indianer von Mashipurimo zu ihrer Familie wurden und deren Lebensweise und Kultur zu ihrer eigenen.

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  • Rezension zu "Das Mädchen vom Amazonas" von Catherina Rust

    Das Mädchen vom Amazonas

    charlotte83

    08. March 2012 um 18:27

    Catharina Rust erzählt von ihrer Kindheit. Einer Kindheit, die sehr glücklich war und die augenscheinlich ganz verschieden war von dem, was ein europäisches Kind kennt. Leichtfüßig erzählt, mit dem naiv staunenden Blick eines Kindes. Und auch wenn diese Kindheitserinnerungen bisweilen anachronistisch anmuten, weil sie eine Kindheit darstellen, die in der westlichen Welt schwer realisierbar ist, so ist es doch ein Buch, das nachdenklich stimmt. Schlagworte unserer Gesellschaft wie Wachstumsstreben, Individualismus und Selbstverwirklichung werden kritisch hinterfragt und damit die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoll ist, Gesellschaftsstrukturen wie die bei den Aparai-Wajana zu erhalten, die auf Gleichberechtigung, Kommunikation und Gemeinschaftswesen basieren. „Das Mädchen vom Amazonas“ ist aus meiner Sicht anders als die anderen Bücher über Erfahrungen bei Naturvölkern. Im Gegensatz zur „Weißen Massai“ wird die naive Begeisterung für das Leben bei den Indianern überwunden und macht einem reflektierten Blick auf die Probleme der Indianer Platz. Der Einfluss der westlichen Welt, Umweltverschmutzung und Vertreibung werden von Catharina Rust nicht ausgeklammert, sondern bilden den Rahmen ihrer Erzählungen. Sie möchte aufmerksam machen auf die Zustände, unter denen die Vertrauten ihrer Kindheit nun leben müssen. Ein weiterer großer Unterschied zwischen diesem und anderen Büchern dieses Genres ist, dass Catharina Rust nicht als Tochter eines Missionars in das Dorf Mashipurimo kam. Ihre Eltern hatten keine Ambitionen, der Dorfbevölkerung eine christliche Lebensweise beizubringen und sie zu „zivilisieren“. So entsteht niemals das Gefühl, dass Catharina Rust von „den Wilden“ erzählt. Sie berichtet von dem, was sie erlebt hat, von einer Dorfgemeinschaft, von Freundschaften, vom Umgang mit der Natur, ohne dabei das Erlebte zu verurteilen. Ich sehe das Buch als einen Anstoß, sich aktiv mit irrsinnigen Projekten wie dem Staudamm Belo Monte auseinanderzusetzen oder sich zu fragen, ob nicht jeder durch bewussten und nachhaltigen Konsum etwas dazu beitragen kann, diese Kulturen zu schützen. Ein Buch für Menschen, die spannende Geschichten über eine aufregende Kindheit lesen möchten und für Menschen, die etwas lernen möchten, ohne belehrt zu werden.

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  • Rezension zu "Das Mädchen vom Amazonas" von Catherina Rust

    Das Mädchen vom Amazonas

    Tookalook

    28. December 2011 um 17:15

    “Das Mädchen vom Amazonas: Meine Kindheit bei den Aparai-Wajana-Indianern” von Catherina Rust ist ein sehr beeindruckendes und faszinierendes Werk. Als ich dieses Buch gelesen habe, konnte ich es kaum aus der Hand legen, so ergreifend und spannend ist es geschrieben. Stellt man sich dann noch vor, dass sämtliche Begebenheiten tatsächlich so geschehen sind, dann sorgt dieser Lesestoff garantiert für Gänsehaut! Catherina Rust erzählt in ihrem Buch von ihrer Kindheit in einem Urwalddorf am Amazonas. Geboren wurde sie in Deutschland, doch ihre Eltern waren Forscher und nahmen ihre Tochter mit nach Brasilien, wo Catherina bis zum 6. Lebensjahr wie eine Indianerin aufwuchs. Als sie sechs Jahre alt ist, kehren Catherina und ihre Eltern nach Deutschland zurück. Doch diese sechs Jahre haben Catherina Rust geprägt. Sehr bildhaft und wortgewandt erzählt sie in ihrem Buch über ihre Kindheit und das Leben in der Natur. Der Zusammenhalt der Indianer und die Geborgenheit, die Catherina Rust erfahren hat, werden sehr schön deutlich. Der Leser bekommt eindrucksvoll vermittelt, welche Werte wirklich zählen. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Aber das Buch ist nicht nur eindrucksvoll, es ist auch lehrreich und interessant! Kaum vorstellbar für mich, wie gut Affenfleisch und lebendige Larven schmecken sollen… Von den wilden Tieren im Regenwald mal ganz abgesehen. Catherina Rust beschreibt ihr Leben am Amazonas in einfachen und klaren Worten, so dass sich das Buch sehr flüssig lesen läßt. Hat man erst mal angefangen mit dem Lesen, mag man gar nicht mehr aufhören, da immer wieder etwas Neues und Aufregendes passiert. Außerdem wird das Buch bereichert durch viele wirklich interessante Fotos, die so manche Begebenheit, die im Buch erzählt wird, auch bildlich darstellt. Die Autorin schafft es zudem, dass nicht sie selbst im Vordergrund des Buches steht, obwohl sie ja von ihrer Kindheit erzählt, sondern vielmehr dass die Lebensweise der Aparai-Wajana-Indianer und die Liebe zur Natur viel mehr zur Geltung kommen. Aufgeschrieben hat Catherina Rust ihre Geschichte in erster Linie für ihre eigene Tochter. Doch ich freue mich sehr, dass sie auch mich an ihrer aussergewöhnlichen und eindrucksvollen Kindheit hat teilnehmen lassen. Dieses Buch hat wirklich mein Herz berühren können – selten kommt es vor, dass ich beim Lesen eines Buches weinen und lachen zugleich muss – doch hier ist es mir passiert. www.tookalook.de/literatur/das-maedchen-vom-amazonas-meine-kindheit-bei-den-aparai-wajana-indianern/

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  • Rezension zu "Das Mädchen vom Amazonas" von Catherina Rust

    Das Mädchen vom Amazonas

    michael_lehmann-pape

    26. November 2011 um 12:50

    Exotische Kindheit Nicht nur Sabine Kuegler, die vor kurzem ihre Erfahrungen eines Aufwachsens in einer ganz anderen, exotischen Umwelt veröffentlicht hat („Das Dschungelkind“), auch Catherina Rust hat in ebensolcher Erfahrungswelt eine Geschichte zu erzählen. Zunächst nicht in erster Linie dem Leser (das kam später), sondern ihre eigene Tochter fragt nach, wie das damals war in diesen ersten sechs Lebensjahren der Mutter, die Catherina Rust bei den Aparai-Wajana Indianern am Amazonas verbrachte. Im Rahmen eines völkerkundlichen Projektes war dort der Aufenthalts- und Arbeitsort ihrer Eltern und so ergab sich für Catherina Rust, von ihr natürlich gar nicht als „besonders“ oder „anders“ empfunden, dieses Spielen unter hohen Bäumen, schwingen an Lianen, umgeben von Flora und Fauna des Regenwaldes und inmitten einer einfachen, aber vielleicht gerade deswegen funktionierenden Dorfgemeinschaft der Indianer. Steigt man als Leser in dieses Buch zunächst nicht mit dem Text ein, sondern wendet sich sofort dem kleinen, aber feinen Bildtteil im Buch zu, entstehen umgehend Eindrücke dieses Lebens der faszinierenden Natur des Regenwaldes, der bunten Indianer mit ihren offenen Gesichtern, den einfachen Booten, der unverbauten, reinen Natur mit all ihren Schätzen, aber natürlich auch mit all ihren Gefahren für den Menschen. Schön gemacht im Buch ist, dass neben diesem konzentrierten, farbigen Bildteil immer wieder Fotografien den Text mit illustrieren und Eindrücke just der aktuelle beschriebenen Ereignisse vermitteln. Und ebenso gut ist es, dass es Caterina Rust tatsächlich gelingt, weniger ihre eigene Person in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen, sondern in vielen Hinsichten einfach nur Bericht zu erstatten über das Leben der Indianer, die ihre Familie letztlich waren. Mit Bild und Text entstehen so im Buch lebendige Eindrücke des Lebens im Regenwald (mitsamt mancher Leckereien, bei denen Catherina Rust zumindest damals das Wasser im Mund zusammenlief. Wobei das Verspeisen eines Klammeraffen vielleicht doch nicht jedermanns Sache werden wird....) Eine Festmahl, bei dem umgehend durch die Autorin eingeflochten wird, dass es im Ansehen des Jägers durchaus einen Unterschied macht, ob er das Tier mit einer schnöden Schrotkugel oder traditionell mit Pfeil und Bogen erlegt hat. Eine Welt auch voll Gefahren, dieser Teil fehlt ebenso nicht im Buch, geschildert aus den Augen eines Kindes. Natürlich finden sich Anakondas und Jaguare im Buch, das aber eine große Gefahr auch von einem Hornissenschwarm ausgehen kann, dass ist sicherlich nicht unbedingt auf der Hand liegend gewesen. Eine Szene übrigens auch, die viel über den sozialen Zusammenhalt und das Lebensverständnis der Indianer in sich trägt, denn die einzige, die nicht völlig zerstochen von der Bootsfahrt wiederkommt ist eben die kleine Catherina, da alle Erwachsenen sich schichtweise schützend über das Mädchen gelegt hatten. Dieses innere Bindung der Menschen untereinander, die durchaus hier und da auch mit Spannungen versehen ist und dennoch tragfähig das Leben maßgeblich kennzeichnet ist das Eigentliche, was während der Lektüre des Buches deutlich in den Raum tritt. Ein Zusammenalt, Werte einander und der Natur gegenüber, das Ziel eines kooperativen Miteinanders, das sind letztendlich fast ebenso (oder gar noch mehr in den Augen einer hoch individuell sich organisierenden Gesellschaft modernen Prägung) „exotische“ Eindrücke dieser Kindheit am Regenwald als Affen, Papageien, Anakondas, Piranhas. Flüssig zu lesen, in einfachen Worten erzählt, vermittelt Catherina Rust einen vielfältigen und lebendigen Eindruck von ihrem Aufwachsen in der „exotischen Fremde, die für sie die erste Heimat war. Interessant dabei ist durchaus dann auch ihr Blick nach der Rückkehr auf jene „exotische Fremde“, die man westliche Zivilisation nennt. Ein Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, die in der jungen Catharina Rust (und nicht nur in ihr) durchaus mehr kritische Anfragen an den „westlichen“ Lebensstil enthält, als an den der Indianer am Amazonas.

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