Catherine Banner Das Lied von Malonia

(64)

Lovelybooks Bewertung

  • 116 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 20 Rezensionen
(8)
(11)
(32)
(7)
(6)

Inhaltsangabe zu „Das Lied von Malonia“ von Catherine Banner

Eine fantastische Welt voll großer Gefühle. Ein skrupelloser Tyrann beherrscht das Reich Malonia, seit Prinz Ryan, der rechtmäßige Thronfolger, in die Verbannung geschickt wurde. Bis der junge Malonier Leo North ein geheimnisvolles Buch entdeckt, das ihm verrät, wohin es den Prinz verschlagen hat: an einen Ort namens England, der von Leos Heimat durch ein magisches Tor getrennt ist … Doch wird Prinz Ryan seinem Volk zu Hilfe eilen können – auch wenn er dafür die Frau verlassen muss, die er mehr liebt als das Leben?

Schöne, wirklich scheinende Geschichte mit etwas zu wenig Spannung

— Pergamentfalter

Sehr schönes Buch, doch Spannung kommt leider zu kurz :/

— diebuecherlady

Das erste Buch ist nun fast fertig gelesen, leider finde ich nirgends den 2. & 3. Band, weiß jemand mehr? Meine Tochter mag das Buch sehr ♥

— Büchernische

Stöbern in Fantasy

Die Magie der Lüge

Nicole Gozdek konnte sich noch einmal steigern und hat mich mit diesem Teil wirklich begeistert.

MartinaSuhr

Der Schwarze Thron - Die Königin

Leider in meinen Augen schwächer als Band 1, bin gespannt auf die nächsten Bücher und hoffe auf Antworten

weinlachgummi

Hot Mama

Feurig und mit viel Action

weinlachgummi

Coldworth City

Die Idee war wirklich super. Aber da die Geschichte so kurz ist, hat es einiges an Spannung und Tiefe eingebüßt. Schade.

Ywikiwi

Die magische Pforte der Anderwelt (Pan-Spin-off)

Eine schöne Geschichte, nur konnte sie mich nicht so ganz erreichen.

Lila-Buecherwelten

Riders - Schatten und Licht

Es hatte gute Ansätze & das Thema ist spannend. Jedoch fand ich es etwas langwierig, weil es mir repetitiv vorkam & manches übertrieben war

schokigirl

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia"

    Das Lied von Malonia

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 22:06

    Ein Leben kennt Höhen und Tiefen. Es gibt Zeiten, in denen man glaubt, alles verloren zu haben, und andere, in denen alles perfekt scheint. Das ist das Leben: Es kann nie gänzlich gut oder vollkommen schlecht sein. Ein Buch erzählt meist nur einen Abschnitt eines Lebens und das Ende ist gut oder schlecht. "Das Lied von Malonia" ist in diesem Punkt anders. Prinzipiell ist es die Geschichte von Leonard "Leo" North, dem Großneffen des berühmten Erleuchteten Aldebaran. Mit seiner Großmutter und seinem kleinen Bruder Stirling lebt er in einer winzigen Wohnung. Die Brüder gehen auf eine Militärschule. Dort sollen sie zu Soldaten ausgebildet werden, um später für König Lucien, der in Malonia eine Diktatur errichtet hat, in den Krieg zu ziehen. Leo hasst diese Schule. Eines Tages findet er ein schwarzes, in Leder gebundenes Buch. Die Seiten sind vollkommen leer, doch kurz darauf träumt er erstmals von dem sagenumwobenen Ort England und was er träumt, steht am nächsten Tag Wort für Wort in dem Buch. Die längste Zeit begleitet man als Leser Leo und seine Versuche, sich in der Welt und seinem Leben zurechtzufinden. Obgleich er kleine magische Tricks beherrscht, wirkt er wie der normale Junge von nebenan. Er versucht, klar zu kommen, weiterzumachen, egal, was das Leben für ihn bereit hält. Es ist das Leben eines fünfzehnjährigen Jungen, dem der Alltag immer wieder zu entgleiten droht, denn das Leben ist niemals einfach. Auf der anderen Seite erzählt das Buch von Aldebaran, Prinz Ryan und Anna, die ihr Leben in England führen. Verbannt aus Malonia warten sie auf ihre Rückkehr, doch allmählich beginnt Ryan, sein eigenes Leben in England zu führen und sich damit zu arrangieren und immer mehr stellt sich die Frage, ob er überhaupt eines Tages nach Malonia zurückkehren will... Diese Geschichte begeisterte mich nicht, weil sie enorm spannend ist oder weil die Welt so gänzlich anders ist. Faszinierend war für mich vielmehr die Beschreibung des Lebens, das normal sein sollte, in seiner Art jedoch trotzdem anders ist. Die Darstellung ist eindringlich und offenbart ein Leben mit all seinen schönen und schmerzlichen Facetten innerhalb eines Landes, das von Krieg und Diktatur gebeutelt ist. Die Welt an sich ist in ihren Grundzügen kaum anders als unsere. Nur die Geschichte dieses Reiches und seine Gegenwart sind gänzlich andere. So ist "Das Lied von Malonia" nicht nur eine Geschichte von Leo, Ryan und Aldebaran, sondern zeigt auch, wie fast gleiche Länder - England und Malonia - sich vollkommen unterschiedlich entwickeln konnten, nur weil die Menschen andere Entscheidungen trafen. Das Buch selbst ist in längere und kürzere Abschnitte unterteilt. Viele aus der Ich-Perspektive von Leo, andere aus der Erzählerperspektive über Aldebaran, Anna und Ryan. Und dann gibt es noch solche, die kursiv geschrieben sind und wie eine Rückblende wirken. Ihre Bedeutung erfährt man erst am Ende, wenn die Geschichte mehr und mehr einen vollständigen Sinn ergibt und man begreift, wie Leo manche Dinge bereits im Voraus wissen konnte oder warum es diese unterschiedlichen Perspektiven gibt. Das einzige, was ich nicht begriffen habe, ist der Titel der Geschichte, die nichts mit einem Lied zu tun hat. Sie könnte höchstens noch als Sage bezeichnet werden. Der Originaltitel "The Eyes of a King - Book 1" ergibt deutlich mehr Sinn und ich frage mich, warum dieser Titel nicht einfach - übersetzt? - übernommen wurde. Aber die Sache mit Titeln von Übersetzungen ist ja immer mal wieder ein Problem... FAZIT "Das Lied von Malonia" begeistert mit einer Geschichte, die im Bereich Fantasy selten lebensnaher dargestellt wurde. Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht, aber dank des wirklich guten Schreibstils der Autorin gab es keinen Moment, in dem die Geschichte einfach nur dahin plätscherte.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. March 2013 um 21:57

    Also ich war überrascht, und das im negativen Sinne. Als ich den text auf dem Buchrücken gelesen habe, dachte ich oh toll das klingt spannend. Und als die Story losging wars das auch. Aber ich hatte was anderes erwartet. Leo und der verbannte Prinz haben im Grunde garnichts mitteinander zu tun und treffen sich auch nicht. Leo erlebt nur die geschichte des Prinzen mit wärend dessen er sein eigenes Leben in seiner Heimat führt. Ein Leben das ich als unübersichtlich und unlogisch empfand. Zum Schluss des Buches als es gespräche zwischen dem Prinzen und seiner Geliebten gab, waren die Gespräche abgeschnitten und man konnte kaum folgen. Und das Ende war einfach katastophal. Also spart euch das Buch echt aus. es lohnt sich nicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Hanna86

    03. January 2013 um 14:19

    Inhalt: Alles beginnt mit einer Prophezeiung, in der besagt wird, dass der tyrannische König gestürzt wird und der tot geglaubte Prinz zurückkehren wird ... Der 15-jährige Leo North lebt in Malonia. Ein Land, in der die Diktatur herrscht und dies erlebt Leo tagein und tagaus immer wieder aufs Neue am eigenen Leib. Denn Leo muss eine Armee-Akademie besuchen, genauso wie sein jüngerer Bruder. Frauen dürfen keine schulischen Einrichtungen besuchen und müssen zu Hause bleiben und den Haushalt führen. Eigentlich hasst er seinen Militärdienst, doch kann er herzlich wenig dagegen etwas ausrichten. Seit seine Eltern auf der Flucht sind, lebt er mit seinem jüngeren Bruder bei seiner Großmutter. Das Verhältnis zwischen Leo und seiner Großmutter ist sehr angespannt. Sobald die beiden aufeinandertreffen, artet es meistens in einem Streit aus. Leo vermisst sein altes Leben vor der Diktatur. Da, als seine Eltern noch zugegen waren und ihnen Geschichten erzählten. Am liebsten mochte er aber die Bücher seines Vaters. Die, letztendlich verantwortlich für seine Flucht waren. Keiner weiß wirklich, ob er noch am Leben ist, genauso wie seine Mutter. Eines Tages entdeckt Leo ein Buch auf dem nach Hause weg. Zunächst kann Leo nichts auf den Seiten lesen, denn das Buch entpuppt sich als unbeschrieben. Bald darauf aber passiert etwas äußerst Merkwürdiges. Die Seiten beginnen von allein an, sich selbst zu füllen! Leo braucht nicht lange zu überlegen, was er da in der Hand hält. Es ist eindeutig ein magisches Buch und enthält wichtige Informationen über die angebliche Rückkehr des Prinzen! Ist die Prophezeiung doch kein Ammenmärchen? Obwohl Leo sehr gerne das Buch behalten möchte, muss er es los werden, sonst steht sein Leben auf dem Spiel. Den der Inhalt des Buches gehört zu den verbotenen Schriften und wird mit dem Tode bestraft. Anscheinend will das Buch sich nicht von ihm trennen und führt ein eigenes Leben. Wie oft, es auch Leo wegwirft, taucht es wieder plötzlich auf. Immer wieder stellt er sich die Frage, warum ausgerechnet er das Buch finden musste? Was bezweckt das Buch? Von wem stammt es? Unzählige Fragen, die er allesamt aufs Eis legen muss, als sein jüngerer Bruder erkrankt. Für Leo bricht eine Welt zusammen, in der er dem Abgrund sehr nahe kommt ... aber kurz zu vor entdeckt er seine erste große Liebe ... (Quelle: Eigene Zusammenfassung) Meine Meinung: Also das Buch ist sehr verwirrend geschrieben. Kurz erklärt, es bestehen zwei Welten parallel zueinander. Also die reale Welt, so wie wir sie kennen und die fantastische Welt von Malonia, die unsere eigentlich nicht ganz unähnlich ist. Nur mit einem Unterschied, dass sie magisch angehaucht ist, und sagen wir einmal, dass die Zeitbeschreibung eine Ähnlichkeit mit der Nazi-Zeit hat. Soweit verstanden? Gut! Weil ich ganz schön lange gebraucht habe, um das einzuschätzen und vorstellen zu können O.O Um ehrlich zu sein hab ich mich zu Beginn der Geschichte auch ein wenig gelangweilt, weil ich nicht so richtig mit der Handlung vorangekommen bin, T___T Es passiert nicht sehr viel und die Story dümpelt einfach nur so vor sich hin ... Ein Glück, das es sich ab der Hälfte geändert hat und da mehr Schwung reinkam. Kurz zur Hauptperson: Leo erlebt in seinem kurzem Leben sehr viel Verstörendes. Seine Eltern verschwinden. Er ist gezwungen, mit seinem jüngeren Bruder bei seiner Großmutter zu leben. Zu ihr führt er eine Art "Hassliebe" und kann ganz schlecht mit Gefühlen umgehen. Ansonsten kann man ihn als durchschnittlichen Jugendlichen bezeichnen, mit der Ausnahme, dass er eine Militärschule besuchen muss. Als das Geheimnis des Buches allmählich gelüftet wird, fügt sich Leo Position in der Handlung immer mehr in den Vordergrund. Man kann mit gutem Gewissen sagen, das er die Schlüsselfigur ist! Nebenbei spielt sich eine ganz andere Story in der realen Welt ab, die stark mit den Ereignissen in Malonia verbunden ist! Das Buch ist wirklich keine einfache Kost, weil zu viele Handlungsstränge miteinander verworren sind und man sehr auf viele kleine Details achten muss, sonst verliert man zu schnell den Überblick! Dennoch bin ich froh, dass ich es doch noch zu Ende gelesen habe, trotz Quälerei am Anfang :D Mein Fazit: "Das Lied von Malonia" ist eine sehr düstere und traurige Geschichte und diese Stimmung überträgt sich auch auf den Leser. Es könnte sein das Es nicht jedem gefällt. Mich aber würde es trotzdem interessieren, wie es mit dem zweiten Band weitergeht! Ja, ich weiß, ich bin schrecklich neugierig XD ... Obwohl es im letzten Drittel des Buches alles so rasant vonstattenging, O.O und ich kurzzeitig den Faden verloren habe, hat das Ende noch mal einen Schwung Spannung gekriegt und dann wurde es wieder interessant ^^ Fortsetzung: 1) Das Lied von Malonia 2) Die Kinder von Malonia

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    fireez

    28. August 2012 um 19:49

    In einem Satz: Eine eigentlich gute Geschichte mit einer interessanten Grundidee, aber leider auch etwas zu unausgereift und wirr. . Inhalt: Leo North aus Malonia erzählt seine Geschichte: Wie er mit seiner Großmutter und seinem kleinen Bruder Stirling in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, wie er ein geheimnisvolles Buch fand, dass sich selbst schrieb und wie er von dem sagenumwogenen Land "England" träumte. Inmitten von Krieg und Unruhen in Malonia bricht Leos Leben auseinander und weitab davon beginnt für einen jungen Prinzen in England ein neues. . Meine Meinung: "Das Lied von Malonia" ist an sich schon ein sehr klangvoller Titel und auch die Inhaltsangabe klang sehr gut, so dass ich voller Neugier mit dem Lesen begann. Anfangs wird die Geschichte von jemanden erzählt, der alles gerade selbst niedergeschrieben hat. Er spricht in der Gegenwart und tritt auch im Laufe der Geschichte immer wieder mit ein paar Zwischenworten in Erscheinung. Der eigentliche Handlungsstrang ist aber die Geschichte, die dieser vorerst Unbekannte zu erzählen hat. Es stellt sich schnell heraus, dass es seine eigene Geschichte ist und somit ist auch die Identität des anfänglich unbekannten geklärt. Nun erzählt aber auch er in seiner eigenen Vergangenheit noch eine Geschichte von anderen Leuten, indem er in einem gefundenen Buch liest - und auch die dort handelnden Personen erzählen ab und an noch einige wenige Geschichten. Verwirrt? Ja, ich auch - man muss wirklich aufpassen, wer gerade was erzählt, in welcher Zeit und an welcehem Ort, um am Ende noch alle Fäden in der Hand zu halten. . Die einzelnen Handlungsstränge sind dabei aber durchaus interessant, man muss halt nur aufmerksam bei der Sache bleiben. Mir hat die Geschichte um Leo gut gefallen, sein ganzes Schicksal, auch wenn die Ereignisse manchmal recht holprig aufeinander folgten und an anderen Stellen dafür zu weit ausgebreitet wurden. Am meisten hat mir aber die Geschichte gefallen, die von Leo gelesen oder erzählt wurde - also quasi die Geschichte in der Geschichte. Und die wiederum kam mir teilweise zu kurz. Aber in diesem Punkt setzt wohl jeder Leser andere Schwerpunkte und es ist eine nette Idee, dass man quasi eine Auswahl hat. Andererseits ist aber wohl auch genau das die größte Schwäche dieses Werkes: Die Autorin hat einfach zu viele Geschichten, Handlungsstränge und Sichtweisen hineingepackt, so dass es irgendwann doch ziemlich wirr wird und ich teilweise den Eindruck hatte, dass sie selbst irgendwann den Überblick verloren hat. . Nicht immer ist klar, worauf die Autorin eigentlich hinaus will und oft hätte ich mir sowohl für die Figuren als auch für die Umgebung, in der sie handeln mehr Beschreibungen und mehr Tiefe gewünscht. Gerade das fremde Land Malonia bleibt so blass, dass man es gar nicht so recht als solches wahr nimmt, sondern eher als ein Land von nebenan. Es scheint sich von unserer Welt so gut wie gar nicht zu unterscheiden - zumindest werden keine gravierenden Unterschiede erwähnt. . Leo hingegen wird recht gut beschrieben und er macht im Laufe des Romans eine ziemliche Wandlung durch, auch wenn ich nicht unbedingt sagen würde, dass er mit seinen Erlebnissen wächst. Sein Handeln macht nicht immer Sinn, aber das tut das wahre Leben oft auch nicht. Und ich muss gestehen, dass er mir teilweise ziemlich unsympatisch war. Aber ich fand es gut, dass man mal einen Hauptcharakter hat, der nicht nur von positiven Wesenszügen geprägt ist. In die restlichen Figuren konnte ich mich eher wenig hineindenken. Ich habe ihre Geschichte gelesen, aber selbst nicht so recht Stellung zu ihnen bezogen. Am Ende habe ich mich aber doch gefragt, wozu ich nun eigentlich so genauen Einblick in Leos Leben erhalten habe. Irgendwie ist er die Hauptperson, ohne für die Handlung wirklich wichtig zu sein, ganz so als wäre einfach der falche Blickwinkel für den Roman gewählt worden. Mit einem anderen Protagonisten wäre die Geschichte noch viel eregnisreicher und interessanter geworden, denke ich. Schade eigentlich, denn die Grundidee ist nicht schlecht. . Nachdem ich mich über die Autorin informiert habe, muss ich aber auch sagen, dass ich das Buch nun mit anderen Augen betrachte. Catherine Banner hat diesen Roman mit gerade einmal 14 Jahren in Angriff genommen. Dafür hat sie sich selbst einen ziemlichen Brocken aufgeladen, denn eine Geschichte in zwei Welten spielen zu lassen und dann auch noch mehrere Handlungsstränge aus verschiedenen Sichtweisen zu erzählen, ist sicher keine leichte Aufgabe. Vielleicht wäre etwas weniger da ganz gut gewesen. Das sie Talent zum schreiben und erzählen hat, ist unverkennbar, aber ebenso ist es auch unbestreitbar, dass man dem Roman das Alter der Autorin auch anmerkt, da die Geschichte doch etwas unausgereift ist, es hier und da an Tiefe mangelt und man manchmal den Eindruck hat, dass sich die Autorin gleich selbst verzetteln wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Ise

    04. March 2012 um 18:31

    Cover Das Cover ist wunderschön in einem dunklen rotbraun gehalten. In der Mitte ist ein Teilausschnitt eines Jungengesichtes. Ich vermute mal, dass es Leo oder aber auch Prinz Cassius zeigen soll. Beide habe ich mir allerdings anders vorgestellt. Der Titel sowie ein paar Verzierungen sind in gold gehalten, was ich als sehr stimmig empfinde. Auch der Buchrücken ist sehr schön gestaltet, so dass es auch im Regal eine gute Figur macht. Die Kapitel werden durch eine Art Medaille eingeläutet, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Meinung Eines vorweg, ich finde das der Klappentext auf dem Buch nicht wirklich die Geschichte des Buches erzählt. Zumindest nicht die Hauptgeschichte. Man würde vermuten, dass es sich um eine Liebesgeschichte im Wesentlichen handelt. Dies ist aber nicht der Fall. Die Fantasy Geschichte handelt in erste Linie um den 15jährigen Leonard North, der zusammen mit seinem 8 jährigen Bruder Stirling bei der Großmutter in dem Land Malonia lebt. Leo findet eines Tages ein Buch, welches nur aus leeren Seiten besteht. Doch irgendwann, fängt es an, sich scheinbar wie von selbst zu füllen. Das was Leo dort zu lesen bekommt, ist die Geschichte von Prinz Cassius, der einer Legende nach, in der Parallelwelt England verbannt worden ist. Doch nicht nur das. Leo hat schnell den Verdacht, dass ein weiterer Teil im Buch, das Leben seines als tot erklärten Onkels, Magier Aldebaran, erzählt. Leo und sein Bruder sind fasziniert von der Idee sowohl ihr Onkel als auch der Prinz könnten wirklich noch am Leben sein und Malonia aus den Fängen des Diktators Lucien befreien. Doch das Land ist geschüttelt von Kriegen, Armut und Krankheit und das Schicksal verschont auch Leo's Bruder Stirling nicht. Das Buch lässt mich im Nachinein etwas ratlos zurück und ich weiss nicht wirklich was ich davon halten soll.Die Kapitel sind extrem lang und können schon mal über 60 Seiten oder mehr gehen. Von Anfang an hatte ich starke Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, nicht zu letzt weil es aus mehreren Handlungsstränge besteht und das wechseln zwischen diesen, sehr abrupt und mittendrin geschieht. Die ersten 150 Seiten wußte ich nicht, was das Ziel des Buches ist. Es hat sich für meine Verhältnisse überhaupt kein Spannungsbogen aufgebaut und ich wußte nicht, worum es hier eigentlich geht. Doch dann erkrankt Leo's Bruder Stirling und zumindest dieser Handlungsstrang konnte mich fesseln. Es wurde spannend und ich wollte wissen, wie es weitergeht. Neben der Story mit Stirlings Erkrankung tauchte nun auch die Geschichte von Aldebaran auf, die ebenfalls meine Aufmerksamkeit wecken konnte. Die Geschichte nahm endlich an Fahrt an und ich war froh, es weitergelesen zu haben. Leider war das aber auch nur der mitlere Teil des Buches, denn dann machte der Hauptprotagonist Leo eine Wandlung durch, die dem Buch und dessen Stimmung nicht gut getan hat. An dieser Stelle kann ich leider nicht ins Detail gehen, weil ich sonst zu viel vorweg nehmen würde. Nur so viel: Dieser Teil war absolut nachvollziehbar und auch gut beschrieben, hat sich aber schon fast bis ins unerträgliche in die Länge gezogen. Die Autorin hat eine unglaubliche Gabe Gefühle zu beschreiben, dafür einen Pluspunkt. Allerdings hat sie es leider übertrieben und so wird Leo's Gefühlswelt bis in kleinste Detail auseinander genommen, was einen ab einem gewissen Punkt einfach anfängt zu langweilen und zu nerven. Die unterschiedlichen Handlungsstränge, die sich durch das komplette Buch ziehen, verlaufen am Ende zu einem zusammen und viele Fragen klären sich mit einem Schlag auf. Dadurch ist die Geschichte in sich abgeschlossen und lässt keine Fragen offen, obwohl "Das Lied von Malonia" der erste Teil einer Trilogie ist. Fazit Eine interessante Geschichte mit fehlendem Spannungsbogen und einer Autorin die sich leider in der Gefühlswelt des Protagonisten verrennt.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    annikki

    16. October 2011 um 13:11

    Kurzbeschreibung: Dieser Fund wird mein Leben verändern… Ein geheimnisvolles Buch verrät mir, wohin der Prinz von Malonia verbannt wurde: in ein Reich namens England, das durch eine magische Pforte von uns getrennt ist. Doch wird Prinz Ryan in der Stunde der Not zu seinem Volk zurückkehren – auch wenn er dafür die Frau verlassen muss, die er mehr liebt als das Leben? Ich heiße Leo North und dies ist mein Buch. Inhalt: Leo North ist 15 Jahre alt als er an einem Wintertag ein schwarzes Buch im Schnee findet, die Seiten dieses Buches sind leer und auch wenn Leo ein ungutes Gefühl hat so nimmt er das Buch doch mit nach Hause. Er lebt mit seiner Großmutter und seinem kleinen Bruder Stirling in einer kleinen Wohnung in einem herunter gekommenem Mietshaus, in seinem Heimatland Malonia. Nicht nur die Lebensbedingungen von Leo und seiner Familie sind schlecht, nein seitdem vor einigen Jahren der König gestürzt wurde, regiert der skrupellose Lucian Malonia mit eiserner Hand. Das Land befindet sich im Krieg und darum wurden Schulen geschlossen und Militärakademien errichtet, in so einer befindet sich Leo mit seinem kleinen Bruder. Als Leo daheim das Buch wieder aufschlägt entdeckt er das die Seiten beschrieben sind und ihm eine Geschichte erzählen, die Geschichte von Prinz Ryan, die Legende sagt das er verbannt wurde, doch daran glaubt schon lange keiner mehr – Prinz Ryan ist tot, gestorben bei der Machtergreifung Lucians. Doch das Buch scheint seine eigene Ansicht der Geschichte zu haben, hier lebt Prinz Ryan weiter in einem fernen Land namens England, hier lebt er und bereitet sich darauf vor seinen ihm zugedachten Platz als König einzunehmen. Aber nicht nur von Ryan berichtet das Buch, auch Anna wird erwähnt eine Mädchen das eine wichtige Rolle spielt in einer Geschichte zwischen den Welten. Doch all dies wird zu viel für Leo, die Welt um ihn herum ist im Wandel und warum sollte man so einem magischen Buch glauben schenken? Prinz Ryan ist tot, oder nicht?! Meine Meinung: Am Anfang war es wirklich schwer die Geschichte richtig zu verstehen, der Sprung zwischen den Welten Malonia und England geschieht nur Anhand von einem Buch oder Leos Träumen und das kann zu Beginn recht verwirrend sein. Doch nach den ersten 100 Seiten nimmt das Buch richtig Fahrt auf, die Geschichte wird komplexer und verständlicher und man wird langsam in die Welt von Malonia hineingezogen. Hier bei dieser Rezension tue ich mich aber trotzdem schwer, den schnell kann es passieren das man aus versehen zu viel verrät und das will ich ja nicht. Doch ich kann euch sagen das es wirklich ein wunderschöner Fantasy Roman ist mit leichter Gefahr zur Sucht, denn das Ende ist offen und man will sofort erfahren wie es wohl weiter geht. Zum Glück kann man dies seit dem 16. Mai 2011, denn da ist Band 2 “Die Kinder von Malonia” auf dem Buchmarkt erschienen. Die Autorin hat alles in allem eine wunderbare und vor allem zeitlose Welt erschaffen, denn man kann nur erahnen in welcher Zeit das Buch in England spielt und vor allem wie fortgeschritten, oder auch nicht die Technologie in Malonia ist. Für mich war dieses Buch also ein wirklicher Glücksgriff, zudem muss ich noch sagen das es mir gefällt das dieses Buch nicht zu sehr auf Liebe und Romantik ausgelegt ist sondern einfach nur eine gute Geschichte erzählen will.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Asaviel

    14. September 2011 um 11:51

    Ausstattung: Das Cover spricht mich persönlich sofort an. Ein sattes warmes Rot und dann der Ausschnitt eines geheimnisvollen Gesichts. Die Ornamente und der Titel sind golden und geprägt, das heißt mit den Fingern spürbar. Leider stellt sich nach der Lektüre die Frage, welchen Bezug das Cover zum Inhalt hat. Das Buch, das in der Geschichte eine Rolle spielt, ist schwarz und wer die bleiche Gestalt sein soll, kann ich leider auch nicht sagen. Aber es gibt ein Lesebändchen, was immer ein Pluspunkt für jedes Hardcover-Buch ist. Meine Meinung: Wider Erwarten hatte ich größere Probleme mich in die Geschichte einzufinden. Ich mag es grundsätzlich gerne, wenn verschiedene Handlungsstränge parallel laufen und erst im Laufe der Zeit miteinander direkt verbunden werden. Hier haben wir eine Handlung in der Fantasywelt Malonia und eine in England. Dabei ist die englische Geschichte deutlich spannender und interessanter. Dieser wird aber auch weniger Aufmerksamkeit gewidmet, was sich ab ungefähr der Hälfte des Buches noch verstärkt. Die Geschichte um Leo und seinen Bruder, die beide in Malonia leben ist sehr von Gefühlen geprägt. Sie wird aus der Ich-Perspektive von Leo selbst erzählt und so kann der Leser gut am Innenleben des Charakters teilnehmen. Dieses Innenleben ist aber oft deprimierend und von immer wieder von nur geringer Antriebskraft gezeichnet. Die Idee, die hinter der Handlung steht und das Magische oder auch die Verstrickung der Geschichten miteinander betrifft, ist faszinierend. Leider geht sie aber im Gefühlchaos des Jungen Leo unter. Etwas weniger Gefühle, dafür mehr Beschreibung der Außenwelt oder auch mehr wirklichte Geschehnisse wären hilfreich gewesen. Denn die Welt Malonia mit ihren Problemen, die restlichen Charaktere oder auch die Stadt, in der Leo lebt, bleiben blass und werden nur wenig beschrieben, sodass der Leser selbst mit ausgeprägter Fantasie Mühe hat, sich alles schön vorzustellen. Für den geübten Leser ist auch die Entwicklung, die die beiden Brüder gehen werden, schnell absehbar. So wird leider auch hier keine Spannung aufgebaut. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin mehr aus ihrer Idee gemacht hätte. Besonders das Buch, das Leo gleich zu Beginn findet, ist äußerst faszinierend und gerade hier hätte sich noch viel mehr Potenzial finden lassen. So ist es eine nette Geschichte, die mir nur in Teilen länger im Gedächtnis bleiben wird. Fazit: Eine ganz nette Geschichte, die sowohl ihr Stärken als auch ihre Schwächen hat. Wer gerne nachdenkliche Bücher mit etwas weniger Action liest, ist hier genau richtig. Ich vergebe 3 von 5 Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    gina1973de

    24. August 2011 um 11:48

    Kurzbeschreibung Ein skrupelloser Tyrann beherrscht das Reich Malonia, seit Prinz Ryan, der rechtmäßige Thronfolger, verschwunden ist, ohne eine Spur zu hinterlassen. Doch dann findet der junge Malonier Leo North ein geheimnisvolles Buch, das ihm verrät, wohin der Prinz verbannt wurde: in ein Reich namens England, das von seiner Heimat durch eine magische Pforte getrennt ist. Aber wird Prinz Ryan in der Stunde der Not zu seinem Volk zurückkehren – auch wenn er dafür die Frau verlassen muss, die er mehr liebt als das Leben? Mit meinen Worten Der 15 jährige Leo lebt, zusammen mit seinem 8 jährigen Bruder Stirling, bei seiner Großmutter. Sein Vater, ein bekannter Schriftsteller, musste mitsamt seiner Frau fliehen, da seine Werke von der Regierung verboten wurden. Die beiden Jungen blieben zurück und besuchten, eigentlich gegen ihren Willen, eine Militärschule. Eines Tages findet Leo ein seltsames Buch. Zu Beginn ist es leer doch, wie durch Zauberei, füllen sich nach und nach die Seiten. Es ist die Geschichte eines Prinzen. Cassius, dem Sohn des ermordeten Königs, der das Land Malonia befreien sollte. Aber auch Texte über Leos Onkel, dem Magier Aldebaran tauchen auf… der Onkel, der eine Prophezeiung über Prinz Cassius niedergeschrieben hatte. Und die Magie des Onkels hat sich in Leo weiter vererbt. Eine Legende sagt, dass Cassius nicht, wie allgemein verbreitet, ebenfalls getötet wurde, sondern in ein Land namens England verschleppt worden sei. Leo ist gefesselt von diesem Buch und der Idee, der Prinz könnte noch am Leben sein. Während in Malonia Krieg und Krankheit tobt, erleidet Leo einen erneuten Schicksalsschlag. Sein geliebter Bruder erkrankt am Fieber… Gleichzeitig wird aber von Beginn an, auch von einem kleinen Mädchen erzählt. Sie wiederum lebt und wächst in England auf... Meine Meinung Catherin Banners Auftakt zu ihrer Trilogie hat mich persönlich wirklich zweigeteilt. Einerseits hat die Autorin zum Beispiel Leos Gefühlsleben toll wiedergespiegelt, andererseits fehlte mir bei manchen Charakteren doch irgendwie die Lebendigkeit. Von Beginn an hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte rein zu finden. Dies lag wohl daran, dass die unterschiedlichen Handlungen anfangs kaum miteinander verbunden waren. Mir viel es schwer, die oft aprupt endenden Teile irgendwie sinnvoll miteinander zu verbinden. Ich muss sagen, dass ändert sich nach einer Weile schon, dennoch kam für mich nicht das Gefühl einer komplett zusammen hängenden Story auf, was das lesen recht schwierig und teilweise mühsam machte. Die Geschichte als solches ist wirklich sehr schön und, so ist meine Meinung dazu, auch wirklich wert, gelesen zu werden. Wie vermutlich auch erwünscht, ist „Das Lied von Malonia“ keine seichte wischiwaschi Fantasy sondern ein Roman, der zum nachdenken anregt. Mit 14 Jahren begann die, 1989 geborene, Autorin Catherin Banner bereits an diesem Debütroman zu schreiben. Auch wenn es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt, so ist der 1. Teil in sich abgeschlossen. Der 2. Teil „Die Kinder von Malonia“ erschien im Mai 2011.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Die_Buecherfresser

    07. July 2011 um 09:40

    "Nette Fantasygeschichte, mit Wandlung zum depressiven Hauptcharakter" Inhalt: In “Das Lied von Malonia” geht es um den fünzehnjährigen Leo North, der gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Großmutter in einem Armenviertel in Kalitzstadt lebt. Diese Stadt befindet sich in dem Land Malonia, das von dem Diktator Lucien beherrscht wird. Allerdings war vor einiger Zeit noch alles anders, als die königliche Familie über Malonia herrschte und alles dadurch besser noch war. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, sodass Leo kämpfen muss, um in dieser tyrannischen Welt zu überleben. Eines Tages findet Leo auf einmal ein schwarzes Buch, das magisch zu sein scheint. Es berichtet ihm von den Geschichten seines Großvaters, der in das Land England, weit weg von Malonia verbannt wurde, da er über starke magische Fähigkeiten verfügt und so auch North seine Geschichten erzählen kann. Aber alles ändert sich, als Leos kleiner Bruder stirbt und plötzlich scheint sein Glück vollkommen verloren zu gehen, zwischen Revolution, dem wahren König von Malonia und Leos ungezügelter Wut. Meinung: “Das Lied von Malonia” ist der Beginn einer Trilogie, die im englischen auch unter dem Titel “The Last Descendants” bekannt wurde. Es handelt sich um einen Fantasy Roman, bei dem die Geschichte teilweise in der fiktiven Welt Malonia spielt, aber auch in England. Obwohl dies der Beginn einer Reihe sein soll, schließt das Buch aber in sich ab, da die Fortsetzung erst Jahre später spielt. Die Hauptrolle gilt dem jungen Leo North, der in recht armen Verhältnissen lebt und dem nur noch sein kleiner Bruder und seine Großmutter geblieben sind. Als Leo eines Tages ein schwarzes Buch findet, indem unregelmäßig Geschichten erscheinen, ist ihm sofort klar, dass es sich um Zauberei handelt muss, denn diese liegt in seinen Genen. Zusammen mit seinem Bruder taucht er immer wieder in diese Geschichten ein, um dem grausigen Alltag in Malonia zu entfliehen, bis er merkt, dass er die Geschichte seines Großvaters liest, der gemeinsam mit dem rechtmäßigen Thronerben nach England verbannt wurde. Allerdings kann es sich nicht mehr nur auf diese Geschichte konzentrieren, die ihm mehr und mehr zeigt, dass eine sich weitere Revolution anbahnt, da er sich um seinen todkranken Bruder kümmern muss, der plötzlich am schleichenden stillen Fieber erkrankt. Mit Hilfe von Maria, einer guten Freundin und seiner Großmutter pflegte er ihn, bis er stirbt und Leos Welt völlig aus den Fugen gerät. In seinen Träumen landet er mehr und mehr in diesem seltsamen Land England und weiß nicht mehr wo er mit sich hin soll, gefangen zwischen unendlichem Kummer und einer zügellosen Wut. Diese Geschichte wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Leo erzählt, jedoch wechselt diese, sobald Leo erneut aus dem Buch liest oder über England und seinem Großvater träumt. Zwar bauen diese Wechsel Spannung auf, aber ebenso stiften diese Verwirrung, da zu Beginn diese Wechsel ständig geschehen, sodass man teilweise nicht mehr weiß, ob dies die Realität oder einer von Leos Träumen ist. Dazu kommt, dass die Geschichte, die in England spielt, um Längen spannender ist, als Leos Alltags Leben in Malonia und das, wo der Roman überwiegend in einer fiktiven Welt spielt. Die Geschichte wird zwar nett erzählt, ist meiner Meinung nach aber sehr vorhersehbar. Dabei hätte das Buch weitaus mehr Potenzial. Das schlimmste ist dann aber noch, dass das Buch ab der Stelle, bei der Leos Bruder stirbt, völlig aus den Fugen gerät. Wieso? Vorher waren beide Handlungsstränge ausgeglichen und ich dachte, dass die Geschichte sich auf die Revolution in Malonia hinarbeitet, aber sobald der kleine Bruder von Leo stirbt, erhält Leo 80% der Aufmerksamkeit der Autorin und dies nicht zu knapp, denn man erlebt den, noch zuvor sympathischen Hauptprotagonisten, nun von einer sehr traurigen Seite, was natürlich verständlich ist. Das Problem hierbei ist aber, dass der Hauptcharakter in diesem Loch stecken bleibt und dies dem Leser detailreich erläutert wird. Ich dachte immer wieder, jetzt muss sich Leo wieder aufrappeln, jetzt muss er merken, dass man weiter leben muss! Allerdings ähnelt Leo irgendwann eher einem geistig Verwirrtem mit seltsamen Wutausbrüchen, als einem magisch talentierten jungen Mann, der wieder zur Besinnung kommt. Dies ist auch der Grund wieso dieses Buch niemals 5 Sterne verdienen würde, es schweift einfach zu sehr ab. Die Geschichte um den König von Malonia, der den Diktator stürzt, gerät einfach völlig in den Hintergrund! Natürlich trauern Menschen um verlorene Verwandte, natürlich ist Trauer bei solchen Textpassagen unabdingbar, aber doch nicht das ganze Buch entlang. Jeder Mensch hat garantiert schon einmal jemanden verloren, der einem sehr nahe stand, aber jeder weiß auch, dass man sich irgendwie aufrappelt — die Autorin anscheinend nicht, denn diese lässt Leo durchweg leiden, bis er wild um sich schießt, sich erschießen will und dann irgendwann gar nicht mehr spricht. Das Ende ist dann natürlich sehr prompt, die Revolution klappt, der Prinz wird König von Malonia und Leos Großvater ist wieder zurück. Und Leo? Ja, Leo merkt endlich, dass er zwar nicht glücklich sein kann, jedoch weiter leben muss. Prima und sehr motivierendes Fazit für jüngere Leser. Zwar sind solche Gefühle realistisch, dennoch sollte man sich vorher Gedanken machen, was man da eigentlich schreibt. Einen Fantasyroman, oder doch eher eine Lektüre über das Problem mit dem Loslassen. Die weiteren Bücher werde ich mir wohl nicht mehr durchlesen, der erste Teil war mir demotivierend genug. Nette Fantasygeschichte, nette Charakter, aber die Wandlung zum depressiven Hautprotagonisten gibt dem Buch dann doch den Rest. Der Schreibstil ist nicht gerade der Renner. Zu Beginn holpert die Autorin ziemlich durch die Kapitel und es reiht sich ein Hauptsatz nach dem anderen an. Ebenso bieten die Dialoge meist wenig Abwechslung, sodass sich das triste Bild nicht nur bei der Handlung, sondern auch bei dem Schreibstil auftut. Außerdem sind einige Textpassagen wiederum in kursiv gedruckt (Briefform) und wechseln plötzlich in der Erzählperspektive, ohne das dies vorher dem Leser veranschaulicht wird. Das Cover finde ich persönlich extrem kitschig, mit dieser merkwürdigen Abbildung einer bleichen Figur. Das passt überhaupt nicht in mein Bild von Malonia, ebenso wenig wie das rote Buch, denn die Geschichte dreht sich die ganze Zeit um ein schwarzes. Allerdings gibt es von Blanvalet jetzt auch eine Taschenbuchausgabe, die mir dann doch besser gefällt. Fazit: Der Roman ist nicht schlecht, aber deprimierend. Die eigentlich spannende Handlung gerät zur Nebensache, da sich die Autorin einfach zu viel auf ihren deprimierten Hauptcharakter konzentriert. Somit geht auch der Fantasyfaktor um einiges flöten, weshalb ich diesen Roman nur bedingt weiterempfehlen würde, wenn man wirklich kein anderes Buch vorziehen mag, denn die Geschichte ist zwar interessant, ebenso wie das fiktive Land Malonia und dessen magische Geschichte, aber man hat zu oft das Gefühl, dass Leo zu geistlicher Verwirrung neigt.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Wir-Lesen

    17. June 2011 um 07:47

    Ein skrupelloser Tyrann beherrscht das Reich Malonia, seit Prinz Ryan, der rechtmäßige Thronfolger, verschwunden ist, ohne eine Spur zu hinterlassen. Doch dann findet der junge Malonier Leo North ein geheimnisvolles Buch, das ihm verrät, wohin der Prinz verbannt wurde: in ein Reich namens England, das von seiner Heimat durch eine magische Pforte getrennt ist … Aber wird Prinz Ryan in der Stunde der Not zu seinem Volk zurückkehren – auch wenn er dafür die Frau verlassen muss, die er mehr liebt als das Leben? Ich muss zugeben, dass ich einen schweren Einstieg in diese Geschichte hatte. Ich weiß nicht genau, woran es lag, doch ich vermute, daran dass man einfach in einer Welt landete, von der man gar nicht weiß, ob es die Welt der Menschen oder irgendwelcher anderen Wesen ist. Man erhält auch keine Beschreibung von Leo North, dem Protagonisten, der auch der Ich-Erzähler in dieser Geschichte ist und weiß nicht, ob es sich um einen normalen Jungen handelt oder eben nicht. Auch wusste man nicht, wie es in Malonia aussieht. Nicht unbedingt was die Umgebung angeht, sondern eher die Politik und die ganzen Umstände, warum die Stadt so ist, wie sie eben ist. Das erfährt man jedoch im Laufe der Geschichte. Was mich jedoch an diesem Buch gefesselt hat, war der Schreibstil der Autorin. Man braucht hier nicht mit großer Action rechnen, denn das wird man nicht bekommen. Eher geht es sehr oft um die Gefühle des Protagonisten, was meiner Meinung nach zum Teil allerdings etwas zu sehr ausschweifte. Trotzdem war die Geschichte durchaus interessant, dramatisch und außergewöhnlich. Wenn Catherine Banner vielleicht nicht ganz soviel Wert auf die Beschreibung der Gefühle von Leo gelegt hätte, dann hätte mich das Buch vielleicht auch mehr fesseln können. Wobei ich zugeben muss, dass ich ab einem gewissen Punkt das Buch doch beenden wollte, einfach um zu wissen, wie die Geschichte weiter geht. Gut hat mir gefallen, wie die Erzählung von Leo und die Geschichte aus dem Buch, welches Leo findet, irgendwann zusammenlaufen. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, nicht nur für Leo sondern auch für den Leser. Ich bin wirklich zwiegespalten, was man wahrscheinlich auch an meiner Rezension merkt, denn dieses Buch hat durchaus gute Seiten, aber leider eben auch schlechte. Eine außergewöhnliche Fantasy Story, die leider keinen richtigen Spannungsbogen aufbauen kann, da die Autorin sich meiner Meinung nach zu sehr in der Beschreibung von Gefühlen verliert. [joshi_82]

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    joshi_82

    16. June 2011 um 20:06

    Ich muss zugeben, dass ich einen schweren Einstieg in diese Geschichte hatte. Ich weiß nicht genau, woran es lag, doch ich vermute, daran dass man einfach in einer Welt landete, von der man gar nicht weiß, ob es die Welt der Menschen oder irgendwelcher anderen Wesen ist. Man erhält auch keine Beschreibung von Leo North, dem Protagonisten, der auch der Ich-Erzähler in dieser Geschichte ist und weiß nicht, ob es sich um einen normalen Jungen handelt oder eben nicht. Auch wusste man nicht, wie es in Malonia aussieht. Nicht unbedingt was die Umgebung angeht, sondern eher die Politik und die ganzen Umstände, warum die Stadt so ist, wie sie eben ist. Das erfährt man jedoch im Laufe der Geschichte. Was mich jedoch an diesem Buch gefesselt hat, war der Schreibstil der Autorin. Man braucht hier nicht mit großer Action rechnen, denn das wird man nicht bekommen. Eher geht es sehr oft um die Gefühle des Protagonisten, was meiner Meinung nach zum Teil allerdings etwas zu sehr ausschweifte. Trotzdem war die Geschichte durchaus interessant, dramatisch und außergewöhnlich. Wenn Catherine Banner vielleicht nicht ganz soviel Wert auf die Beschreibung der Gefühle von Leo gelegt hätte, dann hätte mich das Buch vielleicht auch mehr fesseln können. Wobei ich zugeben muss, dass ich ab einem gewissen Punkt das Buch doch beenden wollte, einfach um zu wissen, wie die Geschichte weiter geht. Gut hat mir gefallen, wie die Erzählung von Leo und die Geschichte aus dem Buch, welches Leo findet, irgendwann zusammenlaufen. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, nicht nur für Leo sondern auch für den Leser. Ich bin wirklich zwiegespalten, was man wahrscheinlich auch an meiner Rezension merkt, denn dieses Buch hat durchaus gute Seiten, aber leider eben auch schlechte. Fazit: Eine außergewöhnliche Fantasy Story, die leider keinen richtigen Spannungsbogen aufbauen kann, da die Autorin sich meiner Meinung nach zu sehr in der Beschreibung von Gefühlen verliert.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Charlousie

    26. October 2010 um 14:59

    Inhalt: Der Fantasy-Roman "Das Lied von Malonia" handelt von verschiedenen Personen, deren Schicksale in zwei unterschiedlichen Welten und zwar Malonia und England miteinander verwoben sind. So ist da einmal Leonard North, genannt Leo, der ein Buch findet, dass anders als andere Bücher zu sein scheint. Leo wohnt in Malonia, einem Land, indem sich der Herrscher und König Lucien durch einen Verrat und zahlreiche Morde an die Spitze katapultierte. Malonia ist ein leidendes Land, denn das Volk wird unterdrückt und die Kinder in Militärschulen für den Krieg ausgebildet. Das Buch, das Leo fand, füllt sich in unregelmäßigen Abständen mit einer Geschichte. Eine Geschichte, die in England stattfindet und die Leo bekannt vorkommt und deren weiteren Verlauf er zu träumen beginnt. In Malonia wurde einst eine Prophezeiung gesprochen, die besagt, dass die Königsfamilie ermordet, doch der Prinz unbeschadet in die Verbannung nach England geschickt worden ist. Dort wird er seine Liebe finden und sich zwischen seinem Volk oder ebendieser Liebe entscheiden müssen. In der Prophezeiung ist die Rede von dem England, dass Leo in seinem Buch als Handlungsort vorfindet. Welche Parallelen bestehen da genau? Die andere Person ist Ryan, der seit seiner Kindheit von Aldebran in England aufgezogen wird. Seine Erziehung vermittelt den Schwerpunkt des Herrschens und der allgemeinen Bildung aus Malonia, denn Leonard Norths Buch spricht die Wahrheit, der Prinz lebt und wartet auf seine Rückkehr. Dann erfüllt sich der letzte Schlüsselsatz der Prophezeiung und Ryan begegnet seiner großen und einzigen Liebe. Für wen oder was wird er sich entscheiden? Für sein Herz oder sein Volk, dass in Malonia unter dem Tyrann Lucien erhebliche Qualen zu leiden hat? Meine Meinung: Zugegeben, ich war am Anfang gar nicht so gefesselt von diesem Roman. Der Sprachstil kam mir etwas unbeholfen und stolperhaft vor. Außerdem fing die Geschichte recht verwirrend an, da man in den ersten Seiten mit sämtlichen Perspektiven konfrontiert wird, die dieses Buch zu bieten hat und das sind eine Menge. Als sich die Geschichte aber entwickelte und zunehmends spannender wurde, bot sie mir viel, viel mehr und besseres als das, was ich nach den ersten Seiten erwartet hatte. Zusammen mit der Spannung kam mir auch der Schreibstil wesentlich erwachsener, überlegter und ausgereifter vor, so dass ich letztlich doch noch ganz und gar in diesem Roman versinken konnte. Es hat mich verblüfft, mit welcher Leichtigkeit Catherine Banner diese ganzen Handlungsstränge zusammengefügt hat, denn anfangs sind diese ganzen losen Fäden recht verwirrend, weil alles neu und noch unübersichtlich ist. Mit der Zeit ergibt alles einen Sinn und die ganzen kleinen Randhandlungen erkämpfen sich immer größere, wichtigere und zusammenhängendere Schauplätze, die das gesamte Geschehen zu beeinflussen beginnen. Das hat mich aufs Tiefste fasziniert und beeindruckt. Dieses Werk überzeugt mit seiner Komplexibilität und nach einigen Anfangsschwierigkeiten auch mit einem herausragenden Schreibstil und glaubwürdigen Charakteren. Catherine Banner hat viele Schlüsselfiguren geschaffen, die erst später zum Tragen kommen und denen man vorher ihre tragende Rolle nicht anmerkte. Es ist wie im wahren Leben, bevor Jemand einen Anderen mit seinem Talent überrascht und es ihm zeigt, weiß man auch nicht, was er zu Leisten fähig ist. Als ich das Buch beendet hatte, las ich mir die Informationen zur Autorin Catherine Banner durch und war überrascht zu lesen, dass sie „Das Lied von Malonia" im Alter von 14 Jahren zu schreiben begann. Vielleicht erklärt das auch meine anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten in die Sprache und Schilderungen. Im Gesamteindruck kann ich nur sagen, dass Catherine Banner ein absolut reifes, erstaunliches und magisches Debüt geschaffen hat, dass man als Fantasy-Fan unbedingt gelesen haben sollte. Mein Fazit: „Das Lied von Malonia“ ist ein wahrlich toller Roman, der einige Überraschungen in der Hinterhand hält, total spannend aufgebaut und flüssig zu lesen ist. Für mich war das Lesen eine riesige Freude und ich bin richtig traurig gewesen, als die Geschichte so rasch zu Ende ging. Das einzige Manko ist die Wartezeit auf den zweiten Band, denn Catherine Banners Debüt ist als Trilogie angelegt, bei der die zwei Folgebände noch nicht erschienen sind. Allerdings erwartet einen hier kein Cliffhanger und kein abruptes Ende mitten im Geschehen, wenn es am Spannendsten ist. Sondern man hat hier durchaus eine abgeschlossene Handlung mit einem kleinen Happy End, was dennoch Spielraum für einige Folgebände lässt, indem die Geschichte einiger Personen, die jetzt noch keinen großen Auftritt hatten, weitererzählt wird. Auf jeden Fall die vollen fünf Sterne, nicht zuletzt dafür, dass mich dieses Debüt tief berührt hat und ein erschrocken ehrliches Ende nahm.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Shiku

    06. October 2010 um 15:32

    Leo ist fünfzehn und lebt mit seiner Großmutter und seinem achtjährigen Bruder allein. Sein Vater war einst ein bekannter Schriftsteller, doch er musste mitsamt seiner Frau fliehen, als die neue Regierung diese Texte verbieten ließ. Die Kinder blieben zurück. Inzwischen besuchen beide die Militärsakademie, um zu Soldaten ausgebildet zu werden, was keiner der beiden will. Da findet Leo eines Tages ein leeres Buch, das er – ohne genau zu wissen, warum – mit sich nimmt. Nach und nach tauchen dort Texte auf. Texte über den Sohn des ehemaligen und ermordeten Königs, der Malonia befreien soll. Texte über Leos Großonkel Aldebaran, ein Erleuchteter, der das beherrscht, was gemeinhin als Magie gilt. Während er noch über dieses Buch grübelt, geht das reale Leben weiter. Der Krieg mit dem Nachbarreich tobt weiter, das Stille Fieber zieht um und rafft einen nach dem anderen dahin – schließlich erkrankt auch Leos Bruder und sein Leben ändert sich schnell und schmerzhaft. Derweil fristet der Prinz sein Leben in der Verbannung, in England. Dort lernt er auch Anna kennen, in die er sich verliebt. Doch soll es ihm nicht vergönnt sein, mit ihr zu leben. Er muss zurück nach Malonia, um endlich den Thron zu besteigen und seinen rechtmäßigen Platz einzunehmen. „Das Lied von Malonia“ ist ein zugegebenermaßen schwieriges Buch: Es gibt einige Dinge, die dagegen sprechen, aber genauso Punkte, die absolut überzeugen. Beginnen wir also mit dem Anfang – bereits da fällt auf, dass der Stil der Autorin recht holprig ist. Hauptsatz trifft auf Hauptsatz. Und noch einer. Und noch einer. Und noch einer, vielleicht mal ein Nebensatz. Und wieder ein Hauptsatz. Dieses Aneinanderreihen kurzer Sätze ist auf Dauer anstrengend. Wenn man es gut meint, könnte man es auf die militärische Erziehung Leos schieben, der ja Erzähler der Geschichte ist, doch meist redet er nicht so und leiden kann er all das schon gar nicht. Der Schreibstil wirkt einfach unausgereift, was sich im Laufe des Textes zum Glück etwas ändert, so dass das Lesen leichter geht. Ein anderer Makel zieht sich leider durch das gesamte Buch: Stellenweise wirkt die Geschichte schlichtweg unlogisch und unklar. Das zeigt sich in vielem, zum Beispiel springen Leos Gedanken ab und an von einer Meinung zur anderen. War eine Geschichte für ihn in einem Moment noch wahr, so sagt er kurz darauf, dass alles erfunden sei. Beschließt er, ein Buch zu behalten, weil es mit Erinnerungen verbunden ist, so schmeißt er es kurz darauf weg. Angeblich ist es nun unwichtig, eine Aussage, die er zuvor selbst widerlegte. Leo beschließt ab einem gewissen Punkt, nie mehr zu sprechen – manchmal macht er es trotzdem, dann wieder meint er, er wolle nie mehr sprechen und schreibt die Dinge aber auf. Seltsamerweise verteufelte er kurz zuvor einen Mann, der nicht verstehen wollte, dass es Leo nicht nur ums Sprechen ging, sondern um die Kommunikation im allgemeinen ging. Aber warum schreibt er dann, warum spricht er doch, nur im nächsten Moment es wieder nicht zu tun, weil er angeblich nicht kann? Irgendwann wirkt er beziehungsweise seine Aktionen ein wenig unglaubwürdig. Es hat fast den Anschein, dass die Autorin teilweise vergessen hat, was sie zuvor schrieb. Es gibt noch ein paar Sachen mehr und gerade das ist es, was manchmal die Lust am Lesen nimmt. Trotzdem wird es nicht langweilig. „Das Lied von Malonia“ baut nicht direkt auf Spannung auf, es wird eben Leos Leben geschildert, in dem die politischen Ereignisse zweitrangig und somit die Pläne des Prinzen und die Zukunft Malonias eher hintergründig sind. Aber es ist sein Leben und je mehr man den Charakter Leo kennenlernt, desto mehr will man erfahren. Anfangs sind die Einschübe über das Leben Aldebarans in England noch interessanter, doch Leo entwickelt sich mehr und mehr zu einem Charakter mit Tiefe, aber auch mit einer Düsterkeit, die furchtbar faszinierend ist. Spätestens mit Beginn der Liebesgeschichte zwischen dem Prinzen, der 15 ist, und Anna, die er gerade mal ein paar Tage kennt, lässt die Neugierde bei diesem Part nach. Leos Geschichte macht dies zum Glück wieder wett, denn trotz aller Widersprüche und Logikfehler zieht Leos Schicksal den Leser unweigerlich in seinen Bann. Was genau dazu beiträgt, wäre an dieser Stelle schon ein bisschen zu viel verraten, aber eins sei gesagt: Trocken bleiben die Augen hier nicht. Im Gegensatz zur Geschichte des Prinzen, bleibt der Leser von Blümchen und kitschiger (und unglaubwürdiger) Liebe verschont, die triste und grausame Seite des Lebens wird gezeigt. Hut ab, dass die Autorin das bereits in jungen Jahren so eindringlich und mit bereits genannten Abstrichen auch glaubwürdig schildern konnte! Es ist wirklich schade, dass „Das Lied von Malonia“ zum Ende hin teils in eine Liebesgeschichte reinrutscht, die weder dem Alter, noch der Situation richtig angepasst zu sein scheint. An sich ist die Idee wunderbar – doch an der Umsetzung hapert es ganz schön. Womöglich irritieren auch die durch Cover und Klappentext hervorgerufenen Vorstellungen, die sich im Grunde überhaupt nicht mit dem decken wollen, was das Buch zu bieten hat. Malonia ist letztlich wie unsere Welt, nur weniger fortschrittlich. Es gibt bereits Schusswaffen, aber hätte man die nicht aus „unserer Welt“ nachgebaut, würde man noch mit Schwertern kämpfen. Das einzig Übernatürliche ist die „Magie“, die letztlich reine Willenskraft ist, aber dies könnte man auch in England antreffen. Außerdem geht der Fokus auf dem Prinzen verloren, eigentlich ist er nie präsent. Dies ist Leo Norths Geschichte. Und zwar nur seine. Für eine wirklich gute Bewertung ist das Buch schlichtweg zu durchwachsen. Trotzdem möchte ich sagen: Versucht es. Es kann anstrengend sein, aber inhaltlich ist es das durchaus wert.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Violet Baudelaire

    15. July 2010 um 19:49

    Der Thronfolger von Malonia wurde in die Verbannung geschickt und der Diktator Lucien beherrscht das Land. Leo North, Nachfahre eines Erleuchteten, lebt mit seinem Bruder Stirling und seiner Großmutter unter Luciens Herrschaft und kommt in den Besitz eins Buches, welches ihm über den Sturz der Königsfamilie und den Verrat einer Erleuchteten erzählt. Doch Leo glaubt, sowie viele andere Malonier, dass der Prinz tot ist. Doch warum füllen sich die Seiten von allein? Leo interessiert es nicht, jedoch zwingt ihn ein schreckliches Ereignis sich näher damit zu befassen.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

    Das Lied von Malonia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. May 2010 um 22:21

    Der eine Teil der Geschichte spielt im Königreich Malonia, dass von einem Tyrannen beherrscht wird. Doch Leo North findet ein Buch, welches ihm erzählt das sich der Prinz in England aufhält. Der Zweite Teil der Geschichte spielt eben in England und erzählt die Geschichte aus der Sicht von Prinz Ryan. Ryan lernt in England Anna kennen und verliebt sich in sie. Doch dann kommt der Tag an dem er nach Malonia zurück kehren muss. Mir hat das Buch eigentlich sehr gut gefallen. Man muss aber eindeutig zu lange auf die Fortsetzung warten. Das ist eine Trilogie! Himmel noch mal wo bleiben Teil 2 und 3

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks