Catherine Banner Die langen Tage von Castellamare

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Inhaltsangabe zu „Die langen Tage von Castellamare“ von Catherine Banner

Eine sizilianische Insel, drei Generationen, ein großes Familienepos Castellamare ist eine winzige Insel vor der Küste Siziliens. Als der Arzt Amedeo seine Stelle antritt, wird er zunächst misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten: Das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Der Skandal kostet Amedeo Ansehen und Position. Um auf Castellamare bleiben zu können, übernimmt er mit seiner Frau ein kleines Café. Es wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen, allen Veränderungen zum Trotz. Amedeo Esposito wächst als Waisenkind in Florenz auf. Schon immer hat er Geschichten geliebt und in seiner roten Kladde gesammelt. Als er ganz im Süden Italiens eine Stellung als Arzt antritt, fühlt er sich zum ersten Mal in seinem Leben zu Hause. Die Insel Castellamare mit ihrer verschworenen Gemeinschaft kann einem Arzt nicht viel bieten, einem Geschichtenliebhaber jedoch eine Fülle an Erzählungen und Geheimnissen. Zusammen mit seiner Frau, der schönen, klugen Pina, restauriert Amedeo ein altes Café. Direkt über dem Meer gelegen wird es ein beliebter Treffpunkt. Und für mehrere Generationen das Zuhause der Familie, die ein Jahrhundert der Veränderungen durchlebt: Freundschaften und Fehden, Kriege, Hochzeiten, Geburten und immer wieder die Liebe. Ein großer Familienroman über eine kleine Insel, berührend und äußerst unterhaltsam erzählt.

Wunderschöner Schreibstil und viele tolle Momente, doch leider sehr langatmig...

— Mary-and-Jocasta
Mary-and-Jocasta

Ein bewegendes, wunderschön geschriebenes und ruhiges Buch über eine sizilianische Familie.

— katharose
katharose

Schöne, italienische Familiengeschichte! Darin eingebetet die Veränderung der Gesellschaft im 20 Jh. !

— Mira20
Mira20

Umfangreiche interessante Freundschafts- und Familiengeschichte

— Schnuck59
Schnuck59

Wunderschöne Familiengeschichte

— brauneye29
brauneye29

Eine gute Gelegenheit sich nach Italien zu träumen

— Privee2801
Privee2801

Prima Geschichten, authentische Figuren. Ein Wohlfühlbuch, das frau gerne in langen Abenden bei guter Tasse Tee vor dem Kamin lesen kann.

— Wedma
Wedma

Sehr poetisch!

— MissJaneMarple
MissJaneMarple

Ein wunderbares Buch, atmosphärisch dicht bis zur letzten Seite, amüsant und nachdenklich,,,

— Angie*
Angie*

Anspruchsvolle Literatur, emotional und spannend, mit alten italienischen Märchen verwoben.

— DonnaVivi
DonnaVivi

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  • Das Haus am Rande der Nacht

    Die langen Tage von Castellamare
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    05. June 2017 um 13:49

    Seltsam, dass es auf dieser Insel, auf der einer über den anderen besser Bescheid wusste als dieser selbst, auf der die Witwen jedem Gebete aufbürdeten und die älteren Scopa-Spieler schimpften und die alten Fischer einen beim Namen kannten, noch ehe man geboren wurde, einem Menschen dennoch möglich war, so tief wie das Meer zu sein, so unbegreiflich wie die Dunkelheit jenseits der vier Wände in der Bar. Lena würde immer zurückkommen, um über dieselben Ziegenpfade zu gehen wie ihr Urgroßvater Amedeo mit seinem Arztkoffer in der Hand und einem Kopf voller Geschichten, Findelkind, Gründer, Trockenleger von Sümpfen, Heiler von Krankheiten, eingeschworener Beschützer dieses Ortes. Castellamare ist eine winzige Insel vor der Küste Siziliens. Als der Arzt Amedeo seine Stelle antritt, wird er zunächst misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten: Das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Der Skandal kostet Amedeo Ansehen und Position. Um auf Castellamare bleiben zu können, übernimmt er mit seiner Frau ein kleines Café. Es wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen, allen Veränderungen zum Trotz. Die langen Tage von Castellamare machen ihrem Namen tatsächlich alle Ehre. Fast fünf Wochen habe ich gebraucht, um das Buch endlich zu beenden und noch immer weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Aber von vorn… Der Roman erzählt eine Familiengeschichte, die sich von der Geburt des kleinen Amedeo Esposito bis ins Erwachsenenalter seiner Urenkelin Maddalena, also über mehr als hundert Jahre erstreckt. Im Grunde genommen ist die Geschichte dabei wirklich gut gemacht, denn sie vereint berührende Einzelschicksale mit der Geschichte der kleinen italienischen Insel. Der Schreibstil hat etwas sehr Poetisches und es gab durchaus nicht wenige Momente, die mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben. Besonders die Charaktere haben dazu ihren Teil beigetragen, denke ich. Ob Concetta oder Maria-Grazia – alle scheinen diesen unbeugsamen Willen und die Kampfbereitschaft zu haben, die sie schließlich zum Erfolg führt... Weiterlesen?

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  • Ein Jahrhundert Sizilien

    Die langen Tage von Castellamare
    katharose

    katharose

    21. March 2017 um 12:10

    Das ehemalige Findlingskind Amedeo Esposito erhält Anfang des 20. Jahrhunderts eine Stelle als Arzt auf einer kleinen Insel vor Sizilien namens Castellamare. Die kleine Gemeinde steht dort, wie zu dieser Zeit in Italien gar nicht mehr üblich, unter dem Befehl des Conte. So lebt sich Amedeo auf der in der zeit etwas ziürckgebliebenden Insel ein und schreibt in einer kleinen roten Kladde die Mythen und Sagen der Insel auf. Doch eines Tages geschieht etwas seltsames: in einer Nacht werden zwei Kinder geboren, sowohl das seiner Geliebten als auch seiner Frau Pina – und plötzlich gerät der junge Arzt in ein Schlamassel. Die Geschichte erzählt sich über ganze vier Generationen, von 1914 bis 2009, von Amedeo bis zu seiner Urenkelin Lena. Dabei erlebt die Insel viele Skandale, de facto Dorftrasch, geh durch Zeiten von Faschismus und Kommunismus, erlebt Modernisierungen, Krisen und zieht die verschiedensten Leute an. Mittelpunkt für die Espositos bleibt natürlich ihre Bar „Das Haus am Rande der Nacht“, die mal mehr, mal weniger von den Familienmitgliedern der Espositos geliebt wird.Ich war unglaublich fasziniert und gefesselt von den vielen bewegenden Schicksalen, die so glaubwürdig scheinen und nie überdramatisch oder ktischig wirken. Letztenendes kann ich nur sagen, ich wirklich  begeistert bin!Fazit: Ein bewegendes, wunderschön geschriebenes und ruhiges Buch über eine Familie eingebettet in ein ganzes Jahrhundert, welches mit seinen Beschreibungen auch Lust auf Italienurlaub macht.

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  • lange Geschichte ... für lange Tage

    Die langen Tage von Castellamare
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    31. December 2016 um 17:50

    Inhalt:Amedeo ist ein Findelkind. Nichts scheint ihn, in seinem erwachsenen Leben, zu befriedigen – außer seine Geschichten. Keiner weiß etwas mit ihm anzufangen, bis zu dem Tag, als ihn sein Ziehvater zum Arzt ausbildet und ihn dann auf die Insel Castellamare bringt. Dort scheint er seine Berufung gefunden zu haben, als Arzt und als Geschichtensammler …. Schreibstil:Leider konnte mich die Geschichte von Catherine Banner nicht berühren. Die Figuren bleiben blass und die Handlung plätschert so dahin. Es gab, trotz der theoretisch (teilweise) emotionalen Handlung nichts, wo ich mich berührt fühlte – mir war alles, was mit den Charakteren passierte egal. Ehrlich gesagt, war mir das Buch, für das was passierte, auch zu dick, zu aufgeblasen – 200 Seiten weniger hätten es auch getan. Charaktere:Wie oben bereits geschrieben konnte mich kein Charakter überzeugen. Trotz der tragischen Geschichte jedes einzelnen blieb keiner wirklich in meinem Kopf. Cover:Das Cover weckt einen ganz anderen Eindruck von der Handlung als das, was letztendlich in der Geschichte passiert. Fazit:Ein Buch, was nicht gelesen werden muss. Wenn man es macht, dann ist es aber gut und flüssig geschrieben. Mich konnten „Die langen Tage von Castellamare“ nicht überzeugen – sie machten mir meinen Tag nur länger – und daher vergebe ich nur drei Sterne.

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  • Italienische Familiengeschichte!

    Die langen Tage von Castellamare
    Igela

    Igela

    09. November 2016 um 13:16

    Amedeo Esposito ist ein Findelkind und wird in einem Heim gross.Sein grosser Wunsch , Arzt zu werden ,geht in Erfüllung und nach der Ausbildung verschlägt es ihn auf eine Insel, südöstlich von Sizilien. Auf Castellamare leben ca 1000 Einwohner ohne ärztliche Versorgung und Amedeo wird dort als Arzt angestellt. Auf dieser Insel lernt er auch seine Frau Pina kennen und die Beiden werden Eltern von 3 Jungen und einem Mädchen . Gleichzeitig mit der Geburt ihres ersten Kindes entbindet auch die Comtessa, die auch auf der Insel lebt ,einen kleinen Jungen...und Gerüchten zu folge soll Amedeo der Vater sein. Die Jahre vergehen, der Krieg , Armut und Erdbeben erschüttern die Insel und die Familie Esposito. Da ich Familiengeschichten liebe, habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Und ich muss sagen:Ich wurde im Grossen und Ganzen nicht enttäuscht. Die Beschreibung der Ereignisse auf der Insel und in der Familie Esposito über Jahrzehnte sind sehr eindrücklich und wunderbar beschrieben. Die Autorin hat einen speziellen Schreibstil, der die Figuren sofort ins Herz schliessen lässt. Sehr gute Recherchen hat man gespürt in Dingen wie z.b die rudimentären Mitteln bei damaligen Geburten , Krankheiten oder Behinderungen. Thematisiert werden ebenfalls Kriege und ihre Folgen in der eher ärmlichen Bevölkerung, Politik ,doch auch Familienzusammenhalt ,Liebe und Hass.Immer wieder ist auch der Glaube Thema...doch eher auf eine zurückhaltende und nicht alles überlagernde Art und Weise. Die Handlung beinhaltet nicht grosse Höhen und Tiefen,es wird die Geschichte der Familie Esposito erzählt. Punkt! Das ist zwar sehr unaufgeregt und authentisch,für mich haben jedoch ein paar grössere Überraschungen gefehlt , die die Langatmigkeit, die ich ab und zu gespürt habe beim Lesen etwas unterbrechen.

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    • 2
  • Sizilianische Familiengeschichte

    Die langen Tage von Castellamare
    Schnuck59

    Schnuck59

    16. October 2016 um 12:49

    In ihrem Roman „Die langen Tage von Castellamare“ schreibt Catherine Banner eine sizilianische Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg. Catherine Banner wurde 1989 in Cambridge geboren, begann mit vierzehn zu schreiben. Sie studierte englische Literaturwissenschaften und arbeitete als Lehrerin in Cambridgeshire, Essex und Stockton-on-Tees. Im Mittelpunkt dieser Geschichte, die auf einer winzigen Insel vor der Küste Siziliens spielt, stehen die Familie des Arztes Amedeo und die Geschichte der Insel über fast 100 Jahre. Der Schreibstil ist flüssig und stimmungsvoll. Die einzelnen Beschreibungen sind detailreich und aussagekräftig und die Atmosphäre auf der Insel und in der Bar „Das Haus am Rande der Nacht“ ist gut eingefangen. Die Gemeinschaft der Bewohner wird gut beschrieben. Auch der Glaube rund um die Heilige Santa Agatha wird dargestellt. Es gibt für den Geschichtensammler Amedeo viele Erzählungen, Geheimnisse und Märchen, die diesen Familienroman märchenhaft werden lassen. Mir hat der Schreibstil der noch jungen Autorin in dieser umfangreichen Geschichte imponiert.  

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  • Wunderschöne Familiengeschichte

    Die langen Tage von Castellamare
    brauneye29

    brauneye29

    15. October 2016 um 11:35

    Zum Inhalt:Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können, übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel, »Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum Trotz.Meine Meinung :Was für eine entzückende Geschichte über eine Famile, eine Insel, eine lange Zeitspanne. Das Buch ist sehr gut lesbar und die Geschichte hat einfach so viel Herz, dass es einfach schön ist, weiter und weiter zu lesen. Man wäre gerne mal auf der Insel, um sich all die beschriebenen Personen zu sehen. Man möchte in der Bar sitzen und die Atmosphäre einatmen und genießen. Ein rundum gelungenes Buch.Fazit:Einfach ein tolles Buch!

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    • 3
  • Ein wunderschönes Buch

    Die langen Tage von Castellamare
    Privee2801

    Privee2801

    10. October 2016 um 17:19

    Was für ein schönes Buch! Angefangen schon beim Deckblatt. Die zwei kleinen Mädchen, die man von hinten betrachtet und die ihre Köpfe zusammen stecken. Die schönen Blautöne auf dem Cover, die Lust auf Sommer, Sonne und Meer machen. Dann natürlich die Geschichte, die im Buch steckt. Es ist eine Familiengeschichte und spielt auf Castellamare, nicht weit weg von Sizilien. Zu erst lernt der Leser die Insel Castellamare etwas näher kennen und dann die Geschichte des Arztes Amedeo. Zuerst werden er und seine Vergangenheit vorgestellt, sein Leben als Findelkind und wie es dazu kam, dass er Arzt wurde. Danach wird von ihm und seiner Frau und dem Leben auf Castellamare erzählt. Das Buch ist in einem schönen Schreibstil verfasst. Die Seiten fliegen beim Lesen einfach so vorbei. Es enthällt eine Leichtigkeit in sich. Im Laufe des Buches lernen wir drei Generationen der Familie kennen und erleben mit ihnen den Lauf der Zeit. Ein wirklich lesenswertes Buch. Vor allem jetzt wenn die dunkle Jahreszeit kommt, kann man sich gut in das warme, sonnige Italien träumen.

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  • Ein guter, authentischer, eigenartiger Familienroman.

    Die langen Tage von Castellamare
    Wedma

    Wedma

    10. October 2016 um 13:17

    Der Klappentext gibt die Ausgangssituation treffend wieder: „Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können, übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel, »Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum Trotz.“ Auf 480 Seiten wird eine Familiengeschichte über 90 Jahre hinweg erzählt. Sie fängt kurz vor dem ersten Weltkrieg an und endet 2008 in der Finanzkrise mit einer netten Überraschung. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten gründet junger Arzt Amedeo aus Florenz eine Familie auf der Insel, bekommt Söhne und eine Tochter, die später mit viel Enthusiasmus und Hingabe die Aufgabe ihrer Eltern weiterführt und Dreh- und Angelpunkt der Insel bleibt. Sehr atmosphärisch und mit viel Liebe zum Detail ist das Leben der Familie Esposito und kleinen Inselgemeinschaft erzählt worden: all ihre Lebens- und Liebesgeschichten, Bräuche, Denk- und Lebensweise, Essensangewohnheiten, all die Sagen und Geschichten rund um die Insel und ihre Bewohner und ihre Schutzpatronin St. Agatha, die sich hin und wieder zu großen und kleinen Wundern hinreißen lässt. Man entflieht in eine ganz andere, faszinierende Welt und kann alles um sich vergessen. Die Handlung des Romans ist wunderbar in die Zeitgeschichte eingeflochten worden. Auch der Zweite Weltkrieg und später die Finanzkrise 2008 hinterlassen ihre Spuren auf der Insel. Familie Esposito ist davon keineswegs verschont geblieben. Dabei gibt es durchaus positive und weniger positive Erlebnisse. Aber mit etwas Chuzpe und gesundem Gottvertrauen findet alles seine Ordnung. Alle Figuren kamen mir authentisch und überlebensgroß vor. Da gab es keine Zweifel, dass alles so wie es im Buch steht, stattgefunden hat. Es war wie ein Film, der gleich am Anfang vorm inneren Auge startete und einen bis zum Schluss nicht losließ. Die Frage „und wie ging es da weiter?“ ließ die Pausen, insb. in der zweiten Hälfte, immer kürzer werden. Dabei ging es vielfach um Lebensgeschichten, Kinderkriegen, Kindererziehen, Familienleben, über die Heimat und ihre Anziehungskraft, auch die Anziehungskraft der Gemeinschaft, in der man aufgewachsen ist, aber auch um Machtverhältnisse auf der kleinen Insel, um ihre Wandlung und Traditionen, um den Unsinn des Krieges, um das liebe Geld, und um die Liebe, die doch alles besiegt und überdauert.   Ein kleiner Wermutstropfen: Die Art der Stoffdarbietung, die hier und dort hätte etwas gekonnter, elaborierter ausfallen können. Die daraus folgenden Längen, die die Spannung verflachten und öfter mal Pausen einlegen ließen, wären durchaus vermeidbar. Etwas Geduld war insb. in der ersten Hälfte angesagt.  Auch hatte ich anfangs den Eindruck, dass man doch mehr über Amadeo und seine Herkunft erfahren würde. Die Geschichte ist aber nach vorne erzählt worden, was an sich ganz gut ist, aber die Hoffnungen, die dann nicht erfüllt wurden, hätte man nicht wecken müssen. Fazit: „Die langen Tage von Castellamare“ ist ein gut gelungener, authentischer, eigenartiger im Sinne unverbrauchter Familienroman, den man nicht jeden Tag serviert bekommt. Es ist ein Wohlfühlbuch, das man/frau gerne in langen, kalten Abenden bei guter Tasse Tee vor dem Kamin vergnüglich durchschmökern kann.  Ich habe es gerne gelesen und kann es gut weiterempfehlen, insb. an die Leserinnen, die gerne Frauenromane und Familiengeschichten mögen.    

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  • Wie soll ich sagen?

    Die langen Tage von Castellamare
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    08. October 2016 um 21:04

    Inhalt:Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können, übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel, »Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum Trotz.Meinung:Wie soll ich sagen? Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, allerdings waren die Geschichte und ich wohl nicht für einander bestimmt.Der Schreibstil ist sehr poetisch und für mich auch etwas umständlich zu lesen. Ich habe sehr lange gebraucht um mich daran zu gewöhnen.Und auch mit der Handlung an sich, stand ich zunächst auf Kriegsfuß. Ich kam einfach nicht in die Geschichte rein, fand keinen Zugang zu den Charakteren.Dabei ist die Geschichte wirklich gut und ich mag es eigentlich, wenn über mehrere Jahre und Jahrzehnte hinweg erzählt wird, aber diesmal braucht ich fast 150 Seiten um endlich in Castellamare anzukommen. Die Beschreibungen der Ereignisse vor und während des zweiten Weltkrieges haben mich wirklich berührt. Auch dieses sehr konservative Leben und diese Einstellung konnten mich überzeugen, denn in den südlichen Teilen Italiens, war es bis vor einigen Jahrzehnten noch so.Die Autorin beschreibt die Insel so, als könnte man mit ihr darüberlaufen und eine Besichtigungstour machen. Ich konnte die Hitze förmlich auf der Haut spüren und die Zikaden zirpten direkt neben meiner Couch. Die Charaktere sind sehr speziell und entweder man mag sie, oder man mag sie nicht. Ein Dazwischen gibt es, meiner Meinung nach, nicht wirklich. Was die Charaktere ausmacht ist ihre Enwicklung in den vielen Jahren dieser Geschichte. Fazit:Ein toller Roman, der mir einiges an Geduld und Durchbeißen abverlangt hat, mich dafür aber mit einem tollen Familienepos belohnt hat.

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    • 5
  • DIe langen Tage von Castellamare

    Die langen Tage von Castellamare
    Kleine8310

    Kleine8310

    04. October 2016 um 22:08

    Die langen Tage von Castellamare" ist ein Roman der Autorin Catherine Banner. In diesem Buch geht es um den Protagonisten Amedeo Esposito. Amedeo arbeitet als Arzt und er kommt neu auf die winzige Insel Castellamare, die vor der Küste Siziliens liegt. Amedeo beginnt schnell seine neue Heimat zu lieben und er interessiert sich sehr für die alten Legenden der Insel.    Als eines Nachts zwei seiner Kinder das Licht der Welt erblicken, das mit seiner Frau und das mit seiner Geliebten, kostet der darauffolgende Skandal Amedeo seinen Arbeitsplatz. Da er aber gern auf Castellamare bleiben möchte eröffnet er gemeinsam mit seiner Frau eine kleine Bar. Es heißt, dass diese Bar ein Ort für Wunder sein soll und tatsächlich wird sie nicht nur zum Mittelpunkt der Familie, sondern auch der Inseleinwohner und das über mehrere Generationen hinweg ... Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr gut gelungen. Zu Beginn erlebt man als Leser/Leserin den Abend mit, an dem Amedeo's Kinder das Licht der Welt erblicken, um kurz darauf von der Autorin nocheinmal an die vorherigen Geschehnisse herangeführt zu werden. Der Schreibstil von Catherine Banner hat mir sehr gut gefallen, da sie wunderbar bildhaft schreibt und es ihr toll gelingt, das italienische Flair auf Castellamare rüberzubringen. Manchmal kam es mir vor wie ein kleiner Urlaub und so habe ich das lesen sehr genossen.    Die Handlung ist vielschichtig und besonders die verschiedenen Generationen, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt fand ich sehr interessant. Dadurch kam es auch zu einer Vielzahl an Charakteren, die aber zusammen ein stimmiges Bild abgeben. Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir ebenfalls gut gefallen, obwohl ich an manchen Stellen die Erläuterungen als ein bisschen zu abschweifend und langatmig empfunden habe.    Was mir bei diesem Roman ein bisschen zu wenig erschien war die Spannung. Es ist zwar eine durchaus interessante Geschichte, aber richtig mitgefiebert habe ich mit den Charakteren leider nicht. Da hätte es von den Geschehnissen her also durchaus noch ein bisschen Luft nach oben gegeben!   Positiv:  * schöner und bildhafter Schreibstil, der ein tolles Flair vermittelt * interessante Handlung * verschiedene Generationen machen die Geschichte abwechslungsreich   Negativ:  * die Charaktere wurden mir teilweise zu ausschweifend beschrieben, bzw die Handlungen * ich hätte mich gefreut, wenn es ein bisschen mehr Spannung gegeben hätte   "Die langen Tage von Castellamare" ist eine schöne Familiengeschichte über verschiedene Generationen, die mich gut unterhalten, aber leider nicht mit Spannung geglänzt hat!

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  • [Rezension] Die langen tage von Castellamare - Catherine Banner

    Die langen Tage von Castellamare
    LostHope2000

    LostHope2000

    03. October 2016 um 18:08

    Das Cover Zwei Mädchen aneinander gelehnt blicken auf das Meer raus. Sonst ist alles recht im Blau gehalten, was das Buch relativ schlicht erscheinen lässt. Mehr braucht dieses Buch aber auch gar nicht wenn ich jetzt so dran denke was alles im Buch geschieht. Worum es geht Es ist schwer in Worten zu beschreiben worum es in diesem Buch genau geht aber ich werde es dennoch versuchen. Es ist ein Familien Roman der über viele Generationen weiter geschrieben wird. Ein „Ziel“ gibt es da nicht. Der Roman könnte rein theoretisch immer und immer weiter geführt werden weil es da kein richtiges Ende gibt, die Familie gibt es ja immer. Ok soweit dazu aber den Inhalt habe ich ja immer noch nicht richtig beschrieben, weil es überhaupt nicht geht. Es beginnt mit dem Arzt Amedo, der auf die kleine Insel Castellamare geht, um dort seine Tätigkeit als Arzt auszuüben. Dort trift er Pina, wodurch die ganzen Verwicklungen anfingen. Es begannen Gerüchte, Intrigen, Hoffnung kam, Hoffnung ging, Trauer kam, Trauer ging... Klappentext Da ich euch das mit meinen eigenen Worten nicht genau wieder geben konnte gebe ich euch ausnahmsweise den Klappentext dazu: Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können, übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel, »Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum Trotz. (Quelle: Ullsteinbuchverlag) Meine Meinung Erst dachte ich das es relativ langweilig ist. Als ich dann angefangen hatte zu lesen, hat es mich schon von Anfang an ein wenig gefesselt. Auch wenn ich erst durch die lateinischen Wörter ziemlich durcheinander gekommen bin. Im Mittelteil, wenn immer mehr Namen dazu gekommen sind, musste ich doch manchmal wieder zurück blättern. Besonders weil es ja nun auch über mehrere Generationen ging. Aber ich bin noch nie gut darin gewesen, mir Namen zu merken^^ Was ich zudem gut fand war, das dieses Buch viele Überraschungen bereit gehalten hatte und man eigentlich nichts vorhersehen konnte. Immer kam etwas neues positives oder negatives dazu. Ein Buch mit sehr vielen Facetten! Fazit & Wertung Wenn es immer noch nicht rüber gekommen ist, das Buch ist einfach nur wundervoll! Ich könnte es immer und immer wieder lesen. Ein Familienroman für jedes Geschlecht und für jede Altersgruppe. Deswegen gibt es von mir 5/5 Punkten

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  • Inmitten von Limoncello, Pasteten und Reisbällchen,,,,

    Die langen Tage von Castellamare
    Angie*

    Angie*

    03. October 2016 um 13:11

    Ein wunderbares Buch, atmosphärisch dicht bis zur letzten Seite, amüsant und nachdenklich,,,das war mein persönliches Fazit nach diesem Buchgenuss. Die Geschichte einer kleinen vulkanischen Insel, in der Nähe Siziliens,  - beschrieben vom Jahr 1914 bis in heutige Zeiten samt Internet, Tourismus und Bankenkrise. Die Geschichte einer Familie - verwoben mit mystischen Geschehnissen und Legenden auf einer Sonneninsel- weitab vom Geschehen in Europa. Ein Findelkind aus dem Norden Italiens, vom  Schicksal begünstigt - darf Arzt werden und er begründet diese Familiendynastie, die sich immer inmitten der Bar , die seit Jahrhunderten im ältesten Haus der Insel existiert, abspielt,,,

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  • Bella storia!

    Die langen Tage von Castellamare
    92libero

    92libero

    01. October 2016 um 20:38

    Die Covergestaltung finde ich gut gelungen und passend zum Inhalt. Das Blau passend zum Meer, das Schwarz-Weiß Bild zu einer der beschriebenen Zeiten und die Schrift einen eleganten Charakterzug.Schon der Aspekt das dies Geschichte in Sizilien bzw. einer Sizilianischen Insel spielt, hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Ich liebe Sizilien - meine zweite Heimat. Das Meer, die Menschen, die Mentalität - einfach wunderbar.Kurz zum Inhalt:Es handelt von der Familie Esposito und der Insel Castellamare und deren Bürger. Hautcharakter ist Amedeo. Er arbeitet dort als Arzt. Er verliebt sich in die junge Pina und sie heiraten - aber er hat auch eine Affäre mit der Gemahlin des Conto. Neun Monate nach der Hochzeit bekommen sie ein Kind. Beide Frauen - beide von ihm..Catherine Banner hat alles sehr gut beschrieben und dargestellt. Da ich das Land und die Umgebung dort kenne, war es für mich noch einfacher und schöner, mich in die Szenarien hineinzuversetzen. Am liebsten lese ich solche Bücher direkt vor Ort. Nächstes Jahr - am Strand ;) Die Umliegenden Inseln Siziliens stehen noch auf meiner Reiseliste!Man erfährt und verfolgt die Geschichte der Familie und deren Generationen bis ins Jahr 2009 - mit vielen Ereignissen, Änderungen und Entwicklungen. Insgesamt ein wundervoller Roman mit einer eindrucksvollen und außergewöhnlichen Familiengeschichte. Sie wird ruhig und harmonisch erzählt, ist aber dennoch mitreißend, ergreifend und fesselnd. Das Buch müsst ihr selbst lesen.Eine schöne Reise nach Italien - Sizilien - Castellamare!       

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  • Die langen Tage von Castellamare

    Die langen Tage von Castellamare
    urmeli

    urmeli

    29. September 2016 um 19:32

    Als Findelkind findet Amedeo Esposito einen Mentor in dem Kinderarzt des Waisenhauses, der seine Intelligenz und Wissbegierde fördert und ihm bei seiner Ausbildung zum Arzt hilft. Doch der Makel des Waisenkindes haftet an Amedeo, eine Anstellung zu finden ist schwer. So freut er sich, dass er eine feste Stelle auf  Castellamare, einer kleinen Insel südlich Siziliens gelegen, erhält. Doch der Anfang ist nicht leicht, es gibt Familienfehden und Aberglauben, aber er findet dort auch die Liebe seines Lebens. Der Comte d'Isantu hält ihn für überflüssig, bis er ihn zur komplizierten Geburt seines Sohnes ruft. Doch ist es sein Sohn? Amedeo wird beschuldigt, der Vater dieses Kindes zu sein. Dieses Gerücht kommt auch seiner Frau Pina zu Ohren, die in der gleichen Nacht einen Sohn geboren hat. Diese Familienverstrickungen werden durch viele Generationen hindurch getragen, der Faschismus und der zweite Weltkrieg machen auch vor Castellamare nicht halt. Aber es gibt auch Hoffnung, junge Leute, die die Insel verließen, kommen zurück, der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfsbereitschaft machen Mut, und dann gibt es ja auch noch die Heilige Agata, die in Notsituationen immer zur Seite steht.Trotz der vielen Personen dieses Familienromans leicht lesbar, man fiebert und wünscht mit den Protagonisten mit und hofft, dass alles wieder gut wird. Ein Roman über schwere Arbeit und Schicksalsschläge und auch über die Leichtigkeit des Lebens im Süden.

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  • Italienische Familiensaga mit alten Märchen verwoben

    Die langen Tage von Castellamare
    DonnaVivi

    DonnaVivi

    28. September 2016 um 11:28

    Die Geschichte um Amedeo, den Dottore auf der süditalienischen Insel Castellamare, ist eine spannende Sammlung von Erzählungen, die gleichermaßen dramatische, romantische, märchenhafte und wundersame Elemente enthalten. Der Roman umfasst ein Jahrhundert aus dem Leben der Generationen der Familie Esposito. Die Zeitabschnitte werden von italienischen Volksmärchen eingeleitet. In den entsprechenden Kapiteln lassen diese Erzählungen mit den realen Erlebnissen der verschiedenen Romanfiguren gewisse Gemeinsamkeiten entdecken. Die tiefgläubigen und abergläubischen Süditaliener liefern zur ohnehin schon höchst emotionalen Geschichte ihren dramatischen Beitrag: Sie leben, lieben und leiden nach Herzenslust – so typisch italienisch, dass man sich fragt, ob die britische Autorin eventuell italienische Wurzeln haben könnte. Doch Catherine Banner lebt „lediglich“ in Italien. „Die langen Tage von Castellamare“ zeugt von Anfang an von großem Einfühlvermögen und von exzellenter Beobachtungsgabe der Autorin. Mit diesem Buch bekommt man anspruchsvolle Literatur, sprachlich ausgefeilt, dennoch klar und natürlich. Die Insel Castellamare ist übrigens nicht auf der Landkarte, sie ist frei erfunden und dient nur als Kulisse zu diesem geheimnisvollen und spannenden Roman. Doch scheint dieser Ort zu leben, die Bewohner lassen sich von Zeichen leiten, glauben an Wunder und tun wissenschaftliche Erklärungen als Geschwätz ab. Letztendlich bleibt nichts anderes übrig, als sich von den italienischen Märchen und den überwältigenden Ereignissen verzaubern zu lassen.

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