Catherine Catmull

 2.8 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Vogelherz.

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Vogelherz

Vogelherz

 (27)
Erschienen am 25.09.2014

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Buecherseele79s avatar

Rezension zu "Vogelherz" von Catherine Catmull

Poesie pur!
Buecherseele79vor 3 Monaten

Als Summer und Bird eines Morgens erwachen sind ihre Eltern sowie die Katze verschwunden... für beide ist dieses Verschwinden unbegreiflich und somit steht für sie fest- sie müssen ihre Eltern suchen.
Und somit beginnt für beide eine interessante aber auch aufwühlende Reise in das Herz der Vogelwelt, in der Mythen, Sagen und Märchen ihre Wirkung entfalten, wo Oben wie Unten ist.
Eine rätselhafte Puppenspielerin verfolgt ihre eigenen Interessen und braucht eine von den beiden Mädchen um selbst eine Königin zu werden, das Schwanengewand um die Königin der Vögel zu werden... hierfür ist sie bereit alles zu opfern...

Bei dem Titel und diesem Cover fiel es mir sehr schwer "Nein" zu sagen und ich bin froh dass ich dieses Buch gekauft und gelesen habe.
Zuerst ist das Buch allgemein wunderschön verarbeitet, mit soviel Liebe und Hingabe zum Detail, man hat oft das Gefühl man hält ein zauberhaftes Märchenbuch in der Hand.
Und eigentlich kann man sagen dass dem auch so ist denn die Autorin hat einen wunderschönen und so anderen Schreibstil dass einem das Herz aufgeht.
Sie versteht dem Leser eine bunte, gefühlvolle und bilderhafte Vogelwelt zu präsentieren mit Mythen, Sagen, Märchen und Kinderliedern, diese Mischung rundet das Buch im Allgemeinen gekonnt für mich ab.
Summer und Bird könnten selbst nicht unterschiedlicher sein.
Während Summer eher die Praktische ist die lieber nach Wissen und Wissenschaft geht, so scheint es dass Bird einen inneren Kompass besitzt der sie viele Dinge wahrnehmen lässt die für andere Menschen verborgen bleiben.
Ein sehr schönes und liebevolles Detail hat die Autorin hier für die Vogelwelt, sie beschreibt nicht nur welche Arten den beiden Mädchen begegnen sondern zeichnet weitere, liebevolle Details zu vielen Vogelarten hinzu, man hat als Leser das Gefühl, es flattert und singt ständig um einen herum, man nimmt die Umgebung viel schärfer war.
Etwas verwirrend war manchmal der Ablauf der Geschichte, mit einem Mal wurde mittendrin die Kennenlerngeschichte der Eltern erzählt, es hatte also nicht immer einen "geregelten" Ablauf und brachte mich kurz aus dem Konzept, auch denke ich dass es die ein oder andere Überlänge nicht gebraucht hätte, aber es war nie so dass ich mich gelangweilt fühlte.
Mit der Puppenspielerin ist der Autorin eine sehr bilderhafte und böse Gegenspielerin gelungen, allerdings waren ihre Gründe mir ein bisschen zu schleierhaft, zu wenig, zu unüberschaubar.
Die Geschichte der Schwanenkönigin, die nun verheiratet ist, lieber die Familie umsorgt und ihre Aufgaben als Königin gänzlich verliert wird hier wunderbar detailliert und liebevoll beschrieben.
Die zwei Kinder ändern sich im Laufe der Geschichte und für mich selbst fehlt so ein bisschen das Reine und das Vergeben bei beiden Mädchen, ich glaube dass Kinder in diesem Alter nicht so erwachsen und dann unnachgiebig sind wie Erwachsene, sie kamen mir irgendwann zu kalt, zu erwachsen, zu kontolliert vor.
Trotz dem ein oder anderen Minuspunkt ist es für mich eines der zauberhaftesten Bücher die ich je gelesen habe, mit einer Sprache und Ausdrucksweise die mich komplett einnehmen und einfangen konnte und wer hierfür ein Faible oder Gefühl hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!


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leselurchs avatar

Rezension zu "Vogelherz" von Catherine Catmull

Eine zauberhafte, wunderschöne Vogelwelt, die sich in ihrem eigenen Nest verheddert...
leselurchvor 4 Jahren

*Worum geht's?*
Als Summer und Bird eines Morgens aufwachen, ist plötzlich alles anders: Ihre Eltern sind spurlos verschwunden. Ein Bilderbrief ihrer Mutter führt die beiden Schwestern durch ein magisches Tor in eine fantastische Welt, die den Vögeln gehört. Bird, die schon immer eine ganz besondere Beziehung zu den Vögeln gehabt hat, fühlt sich in dieser Welt heimisch, während Summer verzweifelt versucht, einen Hinweis auf den Verbleib ihrer Eltern zu finden. Doch je tiefer die Schwestern in die Vogelwelt eindringen, desto stärker werden sie entzweit. Sie geraten in das machthungrige Spiel der gefährlichen Puppenspielerin, die um jeden Preis das magische Schwanengewand finden will, um zur Königin der Vögel zu werden. Jenes Gewand, das sich die Mutter der Schwestern an jenem schicksalhaften Morgen angezogen hat, um als Schwan in die Welt der Vögel zurückzukehren…

*Meine Meinung:*
Alles an „Vogelherz“ schreit nach einem modernen Märchen: das zauberhafte Cover, der faszinierende Klappentext, die magische Welt. Katherine Catmull hat es tatsächlich geschafft, dass ich mich noch vor der ersten Seite in ihr Buch verliebt habe. Schlichtweg alles an „Vogelherz“ klang so vielversprechend, so auf mich zugeschnitten, dass ich sofort mit dem Lesen beginnen musste, als ich das Buch in meine Hände bekam. Und tatsächlich schien es so, als würde „Vogelherz“ genau meinen Geschmack treffen, mein Herz so zum Rasen bringen können wie das eines kleinen Vogels.

Schon auf der ersten Seite besticht Katherine Catmull mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil. Die Autorin ist eine Wortkünstlerin, die ihre Geschichte einfach nicht schreibt, sondern mit ihren Worten malt. Sie schreibt sehr poetisch, sehr sanft, und erschafft damit eine ruhige und anmutige Atmosphäre, die stark an Märchen erinnert. Catmull zeichnet ihren Lesern wunderschöne Gemälde vor das innere Auge, illustriert ihre stimmungsvolle Geschichte damit auf ganz besondere Weise selbst.

Auch die Handlung konnte mich zu Beginn sehr in ihren Bann ziehen. Catmulls Idee, die Welt in ein „Oben“ und „Unten“, eine Menschen- und eine Vogelwelt zu teilen, hat mich absolut fasziniert. Ich habe mich in die Welt der Vögel verliebt, war von ihrer besonderen Magie und ihren Bewohnern fasziniert. Ebenso sehr haben mich die Vogelkönigin, die sich ohne ihr Schwanengewand in eine Frau verwandelt, ihre egozentrische Gegenspielerin, die Puppenmacherin, und die beiden jungen Protagonistinnen, die unterschiedlichen Schwestern Summer und Bird, bezaubert. „Vogelherz“ hat mir anfangs wirklich gut gefallen – leider liegt die Betonung hier jedoch auf „anfangs“.

Nach dem vielversprechenden Start gerät die Geschichte schnell in einen gewissen Trott. Die Handlung kommt nur mühselig voran, sodass kein Lesefluss aufkommen mag, der einen an die Seiten fesseln würde. Die Autorin fokussiert sich zu sehr auf die märchenhafte, behutsame Atmosphäre, scheint vor lauter Magie und Zauber den roten Faden ihrer eigenen Geschichte zu verlieren. Obwohl ich mich sonst sehr gerne von ruhigen Romanen faszinieren lasse, deren Welten sich in ihren eigenen Tagträumen verlieren, fiel es selbst mir in „Vogelherz“ sehr schwer, mich zum Weiterlesen zu animieren.

Durch die langatmigen und zu verworrenen Ereignisse verlor ich zunehmend den Bezug zu den einzelnen Charakteren. Summer und Bird vollziehen wirklich eine interessante Entwicklung in „Vogelherz“, doch mit der voranschreitenden Handlung fiel es mir schwerer und schwerer, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Zu meiner eigenen Enttäuschung erreichte ich in „Vogelherz“ irgendwann einen Punkt, an dem ich sogar den Bezug zu Catmulls wunderschöner Vogelwelt verlor. Obwohl ich las, nahm ich die Geschichte nicht wirklich wahr. Vielmehr krochen Charaktere und Handlung an mir vorbei, berührten mich nur nebensächlich. Ich musste mich stellenweise sogar zum Weiterlesen zwingen – und das, obwohl sich mein Herz zu Beginn absolut für das „Vogelherz“ schlug.

Im letzten Drittel wird „Vogelherz“ wieder erheblich besser. Die langatmigen Kapitel lichten sich, die verworrenen Handlungsstränge, die einen mehr frustriert als neugierig gemacht haben, klären sich, und es kommt sogar etwas Spannung in die Geschichte. Je näher die letzte Seite rückte, desto besser und mitreißender wurde der Roman. Leider gelang es Katherine Catmull nicht, meine anfängliche Begeisterung für „Vogelherz“ mit ihrem Abschluss erneut entfachen. Die Geschichte von Summer und Bird hat mir während der letzten Kapitel zwar wieder gut gefallen und auch das Ende mochte ich sehr gerne, aber ich kann nicht leugnen, dass ich schlussendlich ein wenig froh darüber war, „Vogelherz“ zuschlagen zu können.

*Fazit:*
„Vogelherz“ von Katherine Catmull schien für mich eines dieser Bücher zu sein, bei denen man das Gefühl hat, dass sie exakt auf den eigenen Lesegeschmack zugeschnitten sind. Dass sie quasi nur für das eigene Herz geschrieben wurde. Ich habe mich absolut in diesen Roman, seine einzigartige Welt, seine märchenhafte Atmosphäre und seine außergewöhnlichen Charaktere verliebt. „Vogelherz“ hätte nach diesem traumhaften, wenn auch sehr ruhigen Start wirklich das Zeug zu einem Herzensbuch gehabt. Leider verstrickt sich die Handlung in ihrem Verlauf in langatmigen Kapiteln und verworrenen Ereignissen, die einen mehr frustriert als neugierig zurücklassen. Dadurch verlor ich zu meiner eigenen Enttäuschung mehr und mehr den Bezug zu der Geschichte: erst zur Handlung, dann zu den Charakteren, schlussendlich sogar zu wunderschönen Vogelwelt. Im letzten Drittel erholt sich „Vogelherz“ zwar erheblich, aber meine anfängliche Begeisterung konnte Katherine Catmull leider nicht erneut entfachen. Obwohl mir Anfang und Ende insgesamt gut gefallen haben, hat mich der Mittelteil doch viel zu sehr enttäuscht. Deshalb vergebe ich für „Vogelherz“ von Katherine Catmull leider nur 2 Lurche.

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Nanashas avatar

Rezension zu "Vogelherz" von Catherine Catmull

Ein modernes Wintermärchen ♥
Nanashavor 4 Jahren

Vogelherz von Catherine Catmull - Top oder Flop? Als Damaris in Facebook einen Aufruf nach einem Rezensenten startete, hatte ich mich sofort gemeldet. Das Cover und der Klappentext hatten es mir schon früh angetan, aber ich hatte auch schon negative Meinungen gelesen. Kurzum: ich wollte mir mein eigenes Bild von dem Buch machen.

Das erste, das mir äußerst positiv auffällt, ist das Cover. Auch im englischen Original ist das Buch in das gleiche Gewand gekleidet, wie das Deutsche. Da hat sich der Verlag definitiv richtig entschieden und das Cover beibehalten. Auch die Namensänderung von "Summer and Bird" zu "Vogelherz" finde ich in Ordnung. Im Deutschen geht leider die Doppeldeutigkeit der Namen und der eigentlich Bedeutung der Wörter verloren. Der deutsche Titel fängt die Atmosphäre des Buches aber sehr schön auf :)

Ich hatte die deutsche Übersetzung vorliegen, habe aber interessehalber auch in die englische Version reingelesen. Von mir gibt es an dieser Stelle ein riesengroßes Lob an die Übersetzerin Katja Behrens. Sie schafft es die Wortgewalt einzufangen und dem Leser möglichst detailgetreu zu vermitteln. Hut ab, denn ich war häufig verwirrt, wann denn nun die kleine Bird gemeint war, wann der Vogel, oder wann sich ein Teilsatz auf was bezog. Im Deutschen bereits schwere Kost, ist das Buch im Englischen eine wahre Sprachgewalt für sich. Die Autorin spielt sehr häufig mit Wortbildern, malt Gefühle in die Luft und personalisiert alles, das nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bird spricht "Vogel" und ihre kreisenden Gedanken werden zu Schleppschiffgedanken. Wem mein gewähltes Zitat gefällt, der wird sich an dem Schreibstil erfreuen. Wer allerdings nüchterne Fakten bevorzugt, der sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Das Buch an sich ist ein Wunderwerk der Poesie. Nicht nur gespickt mit Neologismen und Wortmalereien, auch Märchen spezifische Elemente finden wir wieder. Die Autorin wird nicht müde, Anmerkungen in die Geschichte einzuflechten. Manche fühlen sich zwar in ihrer Vorstellungskraft und Fantasie eingeschränkt, doch ich sage: Es ist ein Märchen. Wenn die Autorin an einer Stelle einfließen lässt, dass "Bird diese Geschichte eine geraume Zeit später zu Ohren bekommen wird aber ihre falschen Schlüsse zieht", was soll daran nicht gut sein? Das bringt das Märchen Gefühl erst so richtig heraus. Das einzige, was mich ein klein wenig gestört hat, waren die Lieder, die eingeflochten wurden. Nicht immer konnte ich ein richtiges Reimschema erkennen, ganz zu schweigen von einer Hebung oder Ähnlichem. Das hat den Lesefluss ein wenig gestört.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Summer und ihrer kleineren Schwester Bird erzählt. Ein Geschwisterpaar, das unterschiedlicher nicht sein könnte, sich gegenseitig aber zu einem großen Ganzen ergänzt. Das mag komisch klingen, aber was soll ich sagen? Gegensätze ziehen sich nunmal an. Summer ist ein rationales Mädchen, das stets nach einer logischen Lösung sucht. Sie interessiert sich für das Lösen von Rätseln, die Wissenschaft und sie war Bird stets eine gute, große und wissende Schwester. In jeder Lebenslage einen Rat auf den Lippen. Dennoch wird ihr Herz mit der Zeit von Neid vergiftet, denn Bird, die kleine sonderbare und besondere Bird scheint von der Mutter stets bevorzugt zu werden. Bird ist impulsiv, unruhig und flatterhaft. Sie ist spontan und lässt sich von ihrem Herzen leiten. Das ist der Grund, weshalb sie kein Verständnis für Summer hat. Summer, die immer alles bekommt, auch wenn sie nichts riskiert. Summer, die die Vögel nicht versteht, kein Auge für die Schönheit hat, bekommt stets das, was Birds Herz begehrt. Hier wird die Rivalität zweier Geschwister aufgegriffen und selbst dem jüngsten Leser nahegebracht. Zum Teil hat man allerdings das Gefühl, dass Catherine Catmull es mit den beiden zu sehr auf die Spitze treibt. Gerade junge Herzen sind rein und frei. Verständnisvoll und vergeben nur zu gerne. Meiner Meinung nach werden die zwei Kinder ein wenig zu erwachsen und Bird zu verbittert dargestellt.

Auch mit der Geschichte der Schwanenkönigin und des Vaters der Kinder wird mehr als eine brisante Thematik aufgegriffen. Scheidung Trennung. Verlust. Enttäuschung. Wie gehen die Kleinen damit um? Wie wird das Leben verändert und was geht in den Eltern vor? Malerisch und poetisch umschreibt die Autorin in Vogelherz selbst das schlimmste Gefühl wunderschön. Ein modernes Wintermärchen, eine Neuinterpretation der "Erreichbaren Grenze" gepaart mit der "Schwanenprinzessin". Für mich definitiv das Highlight des Jahres! :)

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