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MelE

vor 2 Jahren

(13)

Leider habe ich erst sehr spät einen Zugang zu "Die Quelle" bekommen, da mir lediglich häppchenweise eine Story präsentiert wurde, mit der ich mich weder identifizieren konnte, bzw. anwesende Protagonisten meine Begeisterung hätten schüren können. Ruth gerät in den Sog einer Sekte will ich es nennen und reagiert / agiert absolut kopflos, was natürlich auch aufzeigt, wie schnell Menschen uns beeinflussen können. Ruth setzt alles aufs Spiel und verliert letztendlich alles. War die "Rose von Jericho" so bedeutsam für Ruth, sodass sie ihre Ehe, ihre Tochter und ihren Enkel verliert? Lange Zeit ließ die Autorin mich im Dunkeln tappen und führt mich meiner Meinung nach viel zu langsam in die Story ein.
Die Story setzt sich aus Gegenwart und Vergangenheit zusammen, was ich eigentlich recht gerne lesen mag, aber in "Die Quelle" war es mir zu viel drumherum, bis ich endlich eine Ahnung bekam, was wirklich geschah und Ruth somit in ihren persönlichen Alptraum schleudert. Ich bekam weder einen Zugang zur Story, noch zu den Protagonisten und war ehrlich gesagt froh, dass sich der Roman recht zügig lesen ließ, auch wenn mir mitunter die Begeisterung fehlte.
Anstatt sich im Paradies wiederzufinden, überschlagen sich durchs Ruth Blauäugigkeit irgendwann die Ereignisse und lassen eine verwirrte Frau zurück, die vor lauter Schuldgefühlen zusammenzubrechen scheint. Viele sind verdächtig und auch wenn es mir im Nachhinein logisch erscheint, frustrierte mich die Auflösung dennoch. 

Ich kann für "Die Quelle" leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, da mich die Story nicht so packen konnte wie erhofft.  Es erschien mir fast schon blass und oberflächlich, aber vielleicht habe ich den überspringenden Funken einfach nur verpasst? Die wundervolle Natur die sich präsentiert konnte leider nicht herausreißen, dass mir die Spannung fehlte und die ganzen Wirrungen und Erlebnisse in mancher Hinsicht zu viel oder eben auch zu wenig waren, um mich begeistern zu können.

Autor: Catherine Chanter
Buch: Die Quelle
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