Catherine Fisher Die vergessene Kammer

(25)

Lovelybooks Bewertung

  • 25 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(2)
(10)
(12)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die vergessene Kammer“ von Catherine Fisher

Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King`s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King`s Circus einbauen will um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?

Wenn man durchschaut hat,dass die Geschichte sich über mehrere Epochen erstreckt, fesselt sie ungemein. Lesenswert.

— Elfenblume
Elfenblume

Gut geschrieben, aber wenig Handlung. Irreführender Klappentext, da die Handlung in drei Epochen spielt, die aber schlüssig verbunden sind.

— marochol
marochol

Irreführender Klappentext, dennoch gute Stroy

— Abby90
Abby90

Jonathan Forrest ist ein berühmter Baumeister. Er hat einen wagemutigen Plan, nämlich eine spiralförmige Straße bauen. Dafür erntet er ...

— Splashbooks
Splashbooks

Ein durchaus interessanter Ansatz - leider hakte es an der Umsetzung, die zu viele Fragen offen ließ.

— Dahlia_von_Dohlenburg
Dahlia_von_Dohlenburg

3,5 Sterne - die Geschichte kam etwas langsam in Fahrt, der geschichtliche Hintergrund war interessant, es blieben aber einige Fragen offen

— Aleshanee
Aleshanee

3 Zeitebenen, gut miteinander verknüpft, ein Füllhorn an magischer Fantasie,spannend und lesenswert!

— SABO
SABO

Zwei "unabhängige" gute Geschichten, denen die Verbindung irgendwie fehlt

— N9erz
N9erz

Ein guter Roman, bei dem mir das gewisse Etwas fehlte, um ihn noch besser zu machen.

— LunasLeseecke
LunasLeseecke

Tolle Idee, toller Anfang, aber leider ein bisschen antiklimatisch am Ende.

— Yuyun
Yuyun

Stöbern in Fantasy

Das Erbe der Macht - Band 10: Ascheatem (Urban Fantasy)

was ist Traum, was ist Realität? wieder superspannend

janaka

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Verrückt, skurril und Interessant. Eine Reise nach Amygdala mit zwei komplett gegensätzlichen Protagonisten.

KayvanTee

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Spannend und geheimnisvoll

Lieschen87

Vier Farben der Magie

Einfach nur fantastisch! Wundervolle Charaktere, ein sehr interessantes World Building & jede Menge Spannung und Magie. Ich bin begeistert.

Jackl

Coldworth City

Kurzweiliger Lesespaß für X-Men Fans, der mich nicht zu 100% begeistern konnte, aber dennoch gut unterhalte hat :-)

MissSnorkfraeulein

Magica

Spaß, Spannung und Emotionen = gute Kombination

ViktoriaScarlett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Irreführender Klappentext, aber angenehm zu lesen

    Die vergessene Kammer
    marochol

    marochol

    17. February 2016 um 13:46

    Schon auf den ersten Seiten des Romans war ich sehr überrascht, da ich dort die Sicht von Bladud, dem Druidenkönig, vorfand und aufgrund des Klappentextes, der nur auf Zac, den Baumeister-Lehrling, eingeht, nicht wusste, wie dieser einzuordenen war. Anders als erwartet wird die Geschichte nämlich aus der Sicht von drei verschiedenen Personen erzählt, durch Bladud, dessen Kapitel sehr kurz sind und nur das wichtigste der Legende über ihn zusammenfassen, Zac und Sulis, die beide eine wichtigere Rolle spielen. Dementsprechend war der Start ins Buch etwas chaotisch, bis man die verschiedenen Personen dann schließlich einzuordnen wusste. Da ich erst mal mit den Personen warm werden musste, besonders aber mit Zac, der mir am Anfang sehr unsympathisch war, was allerdings wiederum zu seinem Charakter gepasst hat, war das Eintauchen in die Handlung für mich etwas schwierig. Die Figuren an sich habe ich als meist sehr flach und einseitig empfunden und keine wirkliche Charaktertiefe erkennen können. Jonathan Forrest war einer der wenigen Charaktere, die ich mir sehr gut vorstellen und auch in gewisser Weise nachvollziehen konnte, besonders in Sulis' Handlungsstrang bin ich mit den Auftretenden aber nicht wirklich warm geworden. Zac war auch einer der Charaktere, die meiner Meinung nach besonders ausgereift waren, da er als eine bemerkbare Entwicklung durchgemacht hat. Am Anfang war er sehr von sich selbst überzeugt, glaubte, dass die Welt ihm für das von seinem Vater verspielte Erbe etwas schuldet und hat auf seinen Lehrmeister aufgrund von dessen Faible für druidische Architektur herabgesehen, später erkennt er jedoch seine Fehler und wird etwas demütiger. Sulis hat durch ihre Auseinandersetzung mit dem Tod ihrer Kindheitsfreundin auch Veränderungen gezeigt, da sie durch Josh, einen Bekannten aus der Stadt, endlich mit den Bilder ihrer Vergangenheit, die sie seit dem Vorfall verfolgt hatten, abschließen und sich so vollkommen auf ein neues Leben einlassen kann. Dadurch bin ich erst zum Ende des Romanes wirklich mit ihr warm geworden, vorher kam mir ihr Charakter eher distanziert vor. In der ersten Hälfte des Buches hatte ich zudem das Gefühl, dass handlungstechnisch sehr wenig passiert. Durch den gut zu lesenden, sehr flüßigen Schreibstil, der zu den Figuren passt und auch an deren jeweilige Zeit gut angepasst ist, habe ich dennoch weiter gelesen, da durch diesen alles sehr anschaulich war und man sich das Geschehen gut vorstellen konnte. Neben den Figuren hat mich in Sulis's Sicht gestört, dass die Handlung dort eher auf psychischer Ebene stattfand, wodurch dieser Teil für mich im Vergleich zu den Anderen eher uninteressant war. Fesselnd finde ich die Tatsache, dass man, je weiter man mit dem Lesen fortschreitet, umso mehr Parallelen zwischen den einzelnen Zeiten und Figuren erkennen kann. Zuerst hatte ich nämlich das Gefühl, dass die einzige Gemeinsamkeit der drei Protagonisten deren Verbindung zu Aquae Sulis ist und deren Stränge nicht wirklich wichtig für einander sind. Diese Verbindungen den Roman eindeutig verbessert und einige Makel wieder gut machen können, da man schon wissen wollte, was aus den einzelnen Charakteren geworden ist und in wie weit das mit den anderen Figuren zusammenhängt. Allgemein finde ich den Klappentext des Buches, der nur von Zac erzählt, ziemlich irreführend. Dort ist nicht nur von einer geheimnisvollen Kammer im Inneren des King's Circus die Rede, die allerdings erst kurz vor dem Ende überhaupt erwähnt wird und deren Mysterium nie so wirklich gelüftet wird. Auf den letzten Seiten wird die Handlung überhaupt erst wirklich spannend, sonst plätschert das Geschehen eher vor sich hin. Auch die Beschreibung der sich in den Himmel schraubenden Straße in dem Klappentext ist in Kombination mit dem riesigen Turm auf dem Cover schlecht gewählt, da Forrests Bauwerk lediglich eine sich auf einem Berg befindende, kreisförmig angeordenete Häusersammlung ist, die allenfalls drei Stockwerke hoch ist. Außerdem habe ich die mysteriöse Kammer nicht als die Obsession des Baumeisters empfunden, der ganze Bau des an antike Steinkreise wie Stonehenge angelehnte King's Circus war sein Lebenswerk und diese Kammer sollte dies nur noch unterstreichen und die druidische Geschichte in den Vordergrund stellen. Aus diesen Gründen finde ich den großen Turm auf dem Cover nicht ganz passend, da ich aufgrund dessen eher eine an den Turmbau von Babel angelehnte Geschichte erwartet hätte. Die architektonischen Zeichnungen und Notizen oben auf dem Cover passen dafür ganz gut zu der Story, da in allen drei Abschnitten Architektur eine wichtige Rolle spielt. Da die im deutschen Titel erwähnte Kammer in dem Roman keine so große Rolle gespielt hat wie erwartet, finde ich den englischen Titel "Crown of Acorns", also "Krone aus Eicheln", um einiges besser. Diese Krone schmückt im Roman nämlich die Dächer des King's Circus und die Früchte sind zudem das Zeichen von Jonathan Forrest, der diese wiederum aufgrund ihrer Verbundenheit zu den Druiden gewählt hatte. Dadurch ist die Eichenkrone ein weiteres Zeichen, welches die drei Handlungsstränge miteinander verbindet, was den Roman nun mal ausmacht und so durch den englischen Titel die Reichweite dieser Verbindungen noch einmal in den Vordergrund gestellt wird. Fazit "Die vergessene Kammer" ist zwar sehr gut geschrieben, die Handlung ist jedoch ganz anders als man aufgrund des Äußeren des Buches erwarten würde. Die Idee drei Figuren aus verschiedensten Epochen zu verbinden ist gut umgesetzt, dennoch hapert es manchmal an Spannung. Für mich war einzig Zacs Handlungsstrang wirklich interessant, da in dessen historischen Setting der Großteil der Handlung stattfindet und man als Leser am meisten über die Hintergründe von Aquae Sulis und dem King's Circus erfahren kann. Deshalb war ich trotz der eher langsamen verlaufenden Handlung von dem Buch gefesselt und konnte ein wenig über manche Schwächen hinweg sehen, da ich doch wissen wollte, wie es schlussendlich ausging.

    Mehr
  • Keine Straße, die sich in den Himmel schraubt, sondern eine runde Straße..

    Die vergessene Kammer
    Abby90

    Abby90

    27. June 2015 um 15:17

    Meine Meinung: Mir fällt es gerade unglaublich schwer, zu diesem Buch etwas Zusammenfassendes zu schreiben, aber ich möchte es doch gern mal versuchen. Ich hab das Buch als Rezensions-Exemplar von Blanvalet erhalten und dafür bedanke ich mich schon einmal recht herzlich. So hab ich mich (ziemlich verspätet) auch ans Lesen gemacht und dabei festgestellt, dass ich kaum mehr aufhören konnte, denn es war unglaublich spannend geschrieben. Dennoch ist der Schreibstil einer, den man unbedingt aufmerksam verfolgen sollte, denn trotz allem, ließ es sich nicht so einfach weglesen. Eingeteilt wurde es in 3 Abschnitte, in denen es über den Entwurf, über den Bau bis hin zur Fertigstellung, alles über das Projekt des Baumeisters zu erfahren gab. Aber dennoch muss ich hier anmerken, dass der Klappentext sehr irreführend gewählt worden ist, denn es handelt sich nicht um eine Straße die sich in den Himmel schraubt, sondern eine Straße, die einem druidischen Steinkreis nachempfunden sein soll. Höher gelegt wurde sie aber dennoch. Dennoch war es nicht der Baumeister, der uns Lesern von seinem Projekt berichtet hat (was ich sehr schade finde), sondern sein Lehrling Zac. Er ist ein Bursche aus reichem Hause, der durch seine Lehre bei Jonathan Forrest und seine spätere Anstellung als Architekt, das Familienvermögen wiedererlangen soll. Zudem ist er in allen möglichen Facetten und Stadien der Griesgrämigkeit und Wut eingestellt, dass es fast ein wenig eintönig rüberkam. Als zweites haben wir Sulis. Sie ist der am meisten mysteriöseste Charakter in der Geschichte und begegnet einem mit großer Angst und einer gewissen Portion Hibbeligkeit, die sich allerdings erst Stück für Stück im Laufe des Buches zu wandeln beginnt. Dennoch finde ich sie sehr toll. Als drittes haben wir Bladud, einen Druidenkönig, dessen Geschichte wir in den kürzesten Kapiteln des Buches zu verfolgen wissen. Jedoch muss man bei allen Figuren besonders auf die jeweilige Zeit achten, in der sie auftreten, denn das ist mitunter recht verwirrend. Bladud selbst, hat als erstes gelebt und durch sein Vermächtnis wurde Jonathan Forrest inspiriert, was wir während der Erzählungen von Zac alles erfahren. Zudem wird während dieser Erzählungen das Projekt gerade erst gestaltet und begonnen. Sulis selbst lebt in der Zeit, als das Projekt schon lange fertiggestellt worden ist und bringt eine neue Geschichte ein. Dennoch müsst ihr die Geheimnisse der Geschichte selbst ergründen, denn mehr verrate ich euch nicht. Ich empfinde es dennoch als sehr tolle Lektüre, die man sich eher an einem verlängerten Wochenende vornehmen könnte, als eine Lektüre, die einen länger begleiten könnte. Dafür ließ es sich durch die geschickt eingewobenen wahren Begebenheiten und deren interessante Fakten viel zu leicht durchlesen. Jedoch hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt, weswegen ich hier für gute 6 Stöberkisten entscheide.

    Mehr
  • Die vergessene Kammer, rezensiert von Götz Piesbergen

    Die vergessene Kammer
    Splashbooks

    Splashbooks

    10. May 2015 um 09:27

    Der Blanvalet-Verlag sortiert Catherine Fishers "Die Vergessene Kammer" als Fantasy-Roman ein. Eine Sortierung, die, wenn man das Buch liest, nicht so ganz stimmt. Vielmehr wirkt es wie eine Jugendgeschichte, bei der einige Elemente phantastische Anklänge haben, es aber am Ende nicht wirklich sind. Die Autorin wurde in Newport, Wales geboren. Sie machte ihren Abschluss in Englisch an der Universität von Wales. Danach arbeitete sie als Erzieherin, in der Archäologie und lehrt aktuell Kreatives Schreiben an der Universität von Glamorgan. Sie ist eine bekannte Poetin und Autorin und viele ihrer Werke sind bereits in Deutschland erschienen. Für Sulis beginnt ein neues Leben, mal wieder. Dieses Mal hofft sie, dass alles gut verlaufen wird. Doch das hatte sie bereits schon früher gehofft. Doch dann freundet sie sich mit Josh, was für sie zunächst die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist. Allerdings sieht sie dann wieder ihn und hat das Gefühl, dass sie entdeckt wurde. Jonathan Forrest war ein berühmter Architekt. Allerdings war einer Anhänger der Mysterien der Druiden. Und er wollte sie unbedingt in ein mächtiges Bauwerk umsetzen. Nämlich einer Straße, die sich spiralförmig in den Himmel schraubt. Sein Plan stößt allerdings nicht auf Gegenliebe. Er hat viele Gegner, darunter auch seinen Lehrling Zac. Abgestoßen von dem, was in seinen Augen falsch und unrecht ist, beginnt dieser mit den Feinden seines Meisters zusammenzuarbeiten. Mit fatalen Konsequenzen. Das besondere an "Die Vergessene Kammer" ist, dass das Buch drei verschiedene Handlungsebenen hat. Drei verschiedene Plots, die jeder in ihrer eigenen Zeit stattfindet. Anfangen tut der Roman mit den Erinnerungen von Bladud, die in uralten Zeiten stattfinden. Danach wechselt die Geschichte zu Sulis, die in der Gegenwart lebt. Und zuletzt lernt man Zac und dem Plan von seinem Meister Jonathan Forrest kennen.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21801/die_vergessene_kammer

    Mehr
  • Ein Mustread für alle Fans der Historischen Architektur mit seinen Geheimnissen und einem Hauch Fant

    Die vergessene Kammer
    126sternchen

    126sternchen

    04. May 2015 um 20:19

    Schreibstil: Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr klar und flüssig. Details werden sehr ausführlich beschrieben, was dem Leser ermöglicht sich gerade auch diese architektonische Bauwerk vorzustellen. Aber trotz dieser Ausführlichkeit wirkt er nicht unnötig in die Länge gezogen. das Buch lässt sich wirklich gut und flüssig lesen. Fazit: Der Einstieg in das Buch hat mich doch etwas verwirrt, da ich mir anhand des Klappentextes etwas anderes vorgestellt habe. Trotzdem hatte die Geschichte etwas an sich, was mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der Aufbau der Geschichte ist der Autorin wirklich gut gelungen. Sie spielt in drei verschiedenen Zeitepochen, aber am selben Schauplatz. Dieses verleiht der Geschichte etwas Besonderes. Für mich war auch der Spannungsbogen sehr gut umgesetzt. Schauplätze und Protagonisten werden nach und nach immer ausführlicher beschrieben. Dadurch entdeckt man beim Lesen immer wieder neue Details, die die einzelnen Erzählstränge zusammen führen und ein Gesamtbild ergeben. Für mich war es wirklich spannend, am selben Ort in drei verschiedenen Zeiten zu sein und die Entwicklung dieses Ortes und seinem Ursprung zu erfahren. Irgendwie hat mich diese Art der Geschichte auch selber zum Nachdenken angeregt und ich habe mich des Öfteren dabei erwischt, das ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was ist damals alles an dem Ort passiert, wo ich jetzt lebe... Welche Geheimnisse verbergen sich hier. Catherine Fisher schafft es immer wieder die Spannung aufzubauen und den Leser mit Fragen zu hinterlassen, die einen neugierig auf mehr machen. Man versucht schnell Zusammenhänge zu finden und zieht so jedes einzelne Detail in sich auf. Sulis ist eine der Hauptprotagonisten in der neueren Zeit. Sie ist ein junges Mädchen, das ein Geheimnis in sich trägt, was sie selber nicht wahrhaben möchte. Sie wird von einem Mann verfolgt, der sie egal wohin sie flieht immer findet. Dadurch ist ihr Leben oft sehr schwer und sie kommt von einer Pflegefamilie zur nächsten, bis sie in einer Familie aufgenommen wird, die an diesem magischen King`s Circus wohnt.. Was hat es mit diesem Unbekannten auf sich?? Sie macht während der Geschichte eine große Entwicklung mit. Der Angst ins Gesicht zu schauen und nicht immer weg zu laufen. Für mich eine wichtige Botschaft, die diese Geschichte unteranderem ausstrahlt. Zac ist der Protagonist in der mittleren Zeit. Er war als Lehrling dabei, als dieser King`s Circus erbaut wurde. Ihn mochte ich nicht wirklich. Er die meiste Zeit auf seinen Vorteil bedacht und sehr egoistisch. Baldud ist der Protagonist aus der frühesten Epoche. Er ist eigentlich mit am Wichtigsten, kam aber meiner Meinung nach viel zu kurz. Ich hätte gerne viel mehr über ihn erfahren. Jeder Protagonist war für mich nachvollziehbar und authentisch beschrieben, so dass ich ohne Problem dem Wechsel der Zeiten folgen konnte. Für mich ist der Klappentext leider etwas irreführend. Man wartet in der Geschichte auf etwas ganz anderes. Die besagte Kammer, von der hier gesprochen wird hat meiner Meinung nach nur eine Nebenrolle. Ich habe zwar beim Lesen gemerkt, das sie in der Geschichte einen Mittelpunkt darstellt, trotzdem fand ich es Schade, das sie immer nur am Rande erwähnt wird. Dieses hat aber auf der anderen Seite der Geschichte nicht geschadet, da sie durch ihre Erzählweise in den drei Zeitepochen sehr faszinierend war. Die vergessene Kammer ist im Genre Fantasy angegeben. Dieses trifft für mich nicht ganz zu, da der Fantasyanteil eindeutig zu kurz kam. Für mich war es eher ein Historischer Roman rund um die Architektur mit einem Hauch von Fantasy. Für mich ist "Die vergessene Kammer" ein Buch, bei dem ich froh bin, es gelesen zu haben, auch wenn ich gestehen muss, das ich es wahrscheinlich nicht zur Hand genommen hätte, wenn ich vorher gewusst hätte, das es doch eher in die Historische Richtung geht. Doch ich bin trotz der anderen eingeschlagenen Richtung sehr überrascht über dieses Buch und für mich ist es auf jedenfall ein Mustread für alle Fans der Historischen Architektur und seinen Geheimnissen. Wer hier allerdings auf ein prallgefülltes Fantasybuch hofft, wird leider enttäuscht. Aufgrund das ich mit anderen Erwartungen in Bezug auf das Genre Fantasy an das Buch heran getreten bin, und für mich eine Irreführung des Klappentextes da ist, mich dieses Buch aber dennoch absolut überzeugen konnte, gibt es von mir hier 4 von 5 Federn.

    Mehr
  • Rezension zu "Die vergessene Kammer" von Catherine Fisher

    Die vergessene Kammer
    Dahlia_von_Dohlenburg

    Dahlia_von_Dohlenburg

    28. April 2015 um 16:16

    Klappentext Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?Wie es mir gefallen hat Es fällt mir sehr schwer, "Die vergessene Kammer" zu bewerten. Einige Knackpunkte sind hier für mich das Cover, der Klappentext und der Titel, die bei mir Erwartungen geweckt haben, die der Roman dann nicht erfüllen konnte. Denn es geht gar nicht um eine spiralförmige Straße - der King's Circus ist weder spiralförmig noch eine Straße, sondern besteht aus kreisrund angeordneten Häusern und wurde nach dem Vorbild von Stonehenge erbaut. Forrest scheitert auch nicht daran, denn schon im zweiten Kapitel - das in der Gegenwart spielt - erfährt man, dass King's Circus errichtet wurde und ein Wahrzeichen der Stadt Bath ist. "Die Vergessene Kammer" trifft es als Titel auch nur insofern, dass die Kammer auch von allen Handelnden vergessen scheint, erst irgendwann im letzten Drittel erwähnt wird und das Geheimnis, was sie verbergen soll, also die meiste Zeit gar keine Rolle spielt. Und ich bin mir bis jetzt auch nicht sicher, um welches Geheimnis es da überhaupt ging. Da ist der englische Titel "Crown of Acorns" was den Bezug zum Inhalt angeht schon viel stimmiger - auch wenn "Eichelkrone" auf deutsch schon etwas ... doof klingt und ich verstehen kann, dass man sich für einen anderen Titel entschieden hat. Aber jetzt zur eigentlichen Handlung und wie sie mir gefallen hat. Der Roman ist in drei Zeitebenen eingeteilt und aus der Sicht von drei Personen erzählt. Bladud, Druidenkönig, einige Hundert Jahre vor Christus, Ich-Erzähler, Sulis, ein Mädchen mit einem großen Geheimnis, Gegenwart, personaler Erzähler in der dritten Person, Zac, Lehrling beim Baumeister Forrest, 18. Jahrhundert, Ich-Erzähler König Bladuds Nacherzählung seines Lebens setzt das Thema, dass sich in gewissem Maße dann durch Sulis' und Zacs Geschichte zog. Bladud wurde als Aussätziger verstoßen, bis er von heißen Quellen geheilt wurde. Als Gründer der Stadt Aquae Sulis (der alte Name von Bath), dem Schauplatz der Geschichten, gab er dem Ganzen einen mystischen Rahmen. Zac arbeitet nach dem Bankrott seines Vaters eher widerwillig als Forrests Lehrjunge. Da er aus gehobenen Verhältnissen kommt, ist es für ihn unter aller Würde überhaupt zu arbeiten und er bemitleidet sich fleißig selbst. Die herablassende Art, wie er manchmal über seinen Lehrmeister dachte, hat mich sehr geärgert - und das, wo Forrest ein wirklich grundsympathischer Mann ist. Etwas kauzig und von seinen Druiden-Geschichten besessen, aber sehr gutmütig in seiner Art. Von allen Charakteren hat er mir am besten gefallen. Zac war mir lange Zeit einfach zu arrogant und hochnäsig, als dass ich wirklich mit ihm warm wurde. Seine Entwicklung - die es dann zum Glück gab - kam leider auch etwas zu kurz, da für mehr einfach der Raum fehlte. Mit Sulis konnte ich mich da schon eher anfreunden - sie hatte ihre Ecken und Kanten und konnte mit ihrer Paranoia manchmal nerven, aber wirkte im Hinblick auf ihre Hintergrundgeschichte doch sehr realistisch auf mich. Ihren richtigen Namen erfährt man nicht, aber als sie nach Bath zu einer neuen Pflegefamilie kommt, nimmt sie augenzwinkernd den alten Namen der Stadt als den ihren an. Die Umstände, die sie zu dieser Geheimhaltung zwingen und die Gründe für ihre Paranoia sind in ihrem Handlungsstrang die treibenden Kräfte: Sie fühlt sich von einem Mann verfolgt, der mit ihrer Vergangenheit in Verbindung steht, und nähert sich langsam seinem und ihrem Geheimnis. Dabei wird sie von ihrem neuen Kollegen Josh unterstützt, den ich gleich sehr sympathisch fand. Sulis Handlungsstrang fand ich recht spannend, aber er hat mich beim Lesen erst ziemlich irritiert - er las sich mehr wie ein Thriller und ich konnte ihn anfangs nur schwer ins Gesamtbild einordnen. Generell mag ich es, wenn es verschiedene Handlungsstränge in einer Geschichte gibt, hier hat es mich jedoch eher gestört, dass der doch eher kurze Roman gleich auf drei Zeitebenen spielte. Zwar ist Bladuds immer nur sehr knapp gehalten, aber dennoch blieben für Zacs und Sulis Geschichte jeweils nur noch knapp 150 Seiten Platz. Das war zu wenig, sie als Charaktere und ihre Geschichten wirklich zu entwickeln, so dass es alles eher oberflächlich und blass blieb. Ich habe auch lange Zeit darauf gewartet, dass die beiden Handlungsstränge, die vollkommen unabhängig voneinander waren, zusammen liefen. Aber bis zum Ende taten sie das nicht wirklich - bis auf winzige Einschübe, die keinen wirklichen Einfluss auf die andere Handlung hatten, berührten sie sich nicht. Und die wenigen Berührungspunkte, abseits des Settings, ließen mich dann oft eher stirnrunzelnd zurück. Die beiden Geschichten wären auch ohne die andere ausgekommen, ohne dass ich das Gefühl gehabt hätte, irgendetwas dabei zu vermissen. Im Gegenteil nahm mir Sulis' Geschichte einen Teil der Spannung aus Zacs Geschichte, da man als Leser bereits von Beginn an wusste, dass es gelingen würde, den King's Circus zu bauen und dass auch Forrests Name nicht in Vergessenheit geriet. Da fiel es mir schwer, mitzufiebern, wenn der Bau sabotiert wurde oder Intrigen gegen Forrest gesponnen wurden, da die Bemühungen des Antagonisten ja offensichtlich im Sande verlaufen würden. Das Ende insgesamt hat mich mit einigen großen Fragezeichen zurückgelassen, wo Geheimnisse, die angedeutet worden waren, nicht wirklich aufgeklärt wurden. Ein Buch muss am Ende nicht alles klären, aber hier blieben mir ein paar der großen Fragen doch zu offen oder wurden vielleicht nur so subtil beantwortet, dass es an mir vorbeigegangen ist. Was ich von der Auflösung von Sulis Handlungsstrang halten soll, bin ich mir auch noch nicht ganz sicher.Fazit "Die vergessene Kammer" konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Der Stil las sich angenehm, die Ausgangslage war interessant, aber in der Kürze der Geschichte fand ich es mit den verschiedenen Zeitebenen, die am Ende auch nicht wirklich gut ineinander griffen, zu überladen. Die Charaktere, die durchaus Potential hatten, blieben dadurch doch vergleichsweise eindimensional und blass. Zu Gute halten möchte ich hier noch, dass ich es dennoch ziemlich schnell und mühelos in einem Rutsch durchgelesen habe und es durchaus interessant war.

    Mehr
  • Die Wunder der Architektur - Die vergessene Kammer

    Die vergessene Kammer
    N9erz

    N9erz

    06. March 2015 um 20:24

    Zac ist Lehrling beim berühmtesten Baumeister seinr Zeit - Jonathan Forrest. Gemeinsam sind sie an der Arbeit der mächtigsten architketonischen Vision des Meisters - ein Circle Gebäude. Kreisrund und nur aus den hochwertigsten Materialien. Doch die Investoren verkaufen ihn für wahnsinnig. Doch Forrest bleibt bei seinem Entwurf, vielleicht nicht nur mit dem Hintergedanken eines Meisterwerkes. Sulis, ein beinahe volljähriges Mädchen, ist indessen bei der xten Pflegefamilie angelangt. Endlich soll es die letzte sein, nachdem sie zu ihrem eigenen Schutz aus ihrem wahren Umfeld gerissen wurde. Doch ihre Vergangenheit schein sie einzuholen. ----- Der Klappentext von "Die vergessene Kammer" bietet einen Einblick in die große mystische Geschichte der Architektur, die Story rund um Zac, Forrest und die ominöse Kammer. Was das Klappentext komplett verschweigt ist Sulis, das junge Mädchen und ihre Vergangenheit. Umso erfrischender und überraschender ist es dann, dass es zwei gleichgewichtete Geschichten gibt. Bei Zac darf man sich auf eine Geschichte voller Bauwerkskunst und Intrigen freuen. Die architektonischen Besonderheiten von Gebäuden liegen hier im Fokus und ziehen den Leser wirklich in den Bann. Bei Sulis hingegen wartet eine tragische Kindheitsgeschichte, beinahe traumatisch, auf ihre Überbrückung. Ein junges Mädchen auf der Flucht vor seiner Vergangenheit mit der es endlich abschließen sollte. Beide Geschichtszweige beeinhalten einen gewissen eigenen und speziellen Spannungsgrad, dass ich nicht sagen kann welche davon mich mehr beeindruckt hat. Ich fand beide Stränge wirklich gelungen. Man kann in beide Teile eintauchen und will mehr davon wissen. Allerdings bleiben die beiden eigentlich voneinander unberührt. Zumindest über sehr weiter Strecken des Buches. Trotzdem wartet man während des Lesen immer wieder auf eine Verstrickung. Irgendetwas müssen die beiden Geschichten doch gemeinsam haben (sonst würden sie wohl nicht zusammen in einem Buch stehen). Doch irgendwie blieb das aus. Erst ganz spät mag man die Gemeinsamkeiten erkennen und kleine Verzweigungen erkennen. Wirklich eine fassbare Verbindung fehlt allerdings. Die Connection die schlussendlich dann doch erstellt wird ist so mystisch und rätselhaft, dass sie zwar irgendetwas für sich hat aber der große Paukenschlag bleibt aus. Was mich zudem ein wenig gestört hat, dass Dinge die im Klappentext sehr eindeutig, verheißungsvoll und bedeutungsschwer erscheinen (eine Straße in den Himmel, eine Kammer mit einem unglaubliches Geheimnis) im gesamten Buch relativ tief gestapelt werden. Ohne den Klappentext hätte ich irgendwie nicht erfahren, dass es sich um eine Straße in den Himmel handeln soll - dauernd ist nur die Rede von einem Circle. Zudem ist die Kammer auch erst sehr sehr spät wirklich von Bedeutung und dann gefühlt auch nicht so von großer Bedeutung. Da wird im Klappentext ein bisschen viel versprochen, was die Geschichte gar nicht bietet. Das Lesen von "Die vergessen Kammer" ist trotzdem wirklich wundervoll leicht und entspannend Ein Schreibstil der nur so von der Leber weggeht. Wäre da nicht dauernd die Frage im Hintergrund wie die Storyzweige zusammen hängen. Jede Geschichte für sich ist gelungen und rund, allerdings fehlt trotz des Endes ein wenig die Verbindung. Darum muss ich leider ein bisschen was abziehen. Die Einzelgeschichten hätten sich jeweils wahrscheinlich einen Punkt mehr verdient. Gemeinsam im Konstrukt allerdings ein klein wenig zu frei schwebend und unabhängig.

    Mehr
  • Andere Erwartungen

    Die vergessene Kammer
    Spatzi79

    Spatzi79

    01. March 2015 um 21:18

    Sulis ist ein 17jähriges Mädchen, das seit Jahren von einer Pflegefamilie in die nächste weiterzieht. Es hat den Anschein, als wäre sie in einer Art Zeugenschutzprogramm, sie bekommt einen neuen Namen und soll niemandem von ihrer Vergangenheit erzählen. In Bath, bei ihren neuen Pflegeeltern, scheint sie sich zum ersten Mal seit langer Zeit wohl und sicher zu fühlen. Sie nimmt einen Ferienjob an und führt ein beinahe normales Leben. Doch dann hat sie wieder den Eindruck, dass sie jemand verfolgt. Ist wirklich jemand hinter ihr her oder bildet sie sich das ein? Was ist in ihrer Kindheit Schreckliches geschehen? Nach und nach vertraut sie sich ihrem Kollegen Josh an und begibt sich gemeinsam mit ihm auf die Reise in ihre Vergangenheit. Ich muss gestehen, ich hatte etwas anderes von dem Buch erwartet. Das Cover hat mich mehr in Richtung Fantasy denken lassen. So war ich zwar nicht direkt enttäuscht, musste aber einfach meine Erwartungen während des Lesens komplett umwerfen und mich auf die Geschichte, die hier erzählt wird, neu einlassen. Wobei es eigentlich drei Geschichten sind. Die von Sulis ist nur ein Teil der Handlung. Ein weiterer handelt von Bladud, dem sagenhaften König, der einst die heilsamen Quellen von Bath entdeckt haben soll. Seine Abschnitte sind die kürzesten im Buch, dabei hätte ich gerne mehr von ihm gelesen. Der dritte Handlungsstrang befasst sich mit dem Baumeister Jonathan Forrest und dessen Lehrling Zac. Forrest ist ein begnadeter Architekt und hat die Vision einer kreisförmigen Anlage mit Wohnhäusern um einen runden Mittelplatz herum. Doch die Geldgeber sind zunächst wenig angetan von seinen Plänen und selbst unter seinen eigenen Mitarbeitern ist er vor Sabotage nicht sicher. Das Bindeglied zwischen den drei Geschichten ist dieser King’s Circus, der schließlich doch gebaut wird und in einem der Häuser Sulis Jahrzehnte später lebt. Obwohl ich die Ansätze aller drei Geschichten interessant fand, konnte ich mit der Geschichte um Sulis wenig anfangen und Bladud kam mir, wie bereits erwähnt, zu kurz. Forrest und Zac waren spannend, aber einen historischen Roman hatte ich wirklich nicht erwartet und so fühlte ich mich beim Zuklappen des Buches einigermaßen ratlos.

    Mehr
  • Unterhaltsame Geschichte, bei der einige Fragen offen geblieben sind

    Die vergessene Kammer
    Aleshanee

    Aleshanee

    22. February 2015 um 11:55

    3,5 Sterne Klappentext Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein? Zum Inhalt Somerset, England, in der Gegenwart Sulis ist nicht ihr richtiger Name, doch die 17jährige flieht seit 10 Jahren vor einem schrecklichen Erlebnis ihrer Vergangenheit. Wechselnde Heimaufenthalte und Pflegefamilien haben sie zu Simon und Hannah gebracht. Hier hofft sie, endlich ohne Angst leben zu können. Somerset, England, 1740 n. Chr. Zac ist Assistent des Architekten Jonathan Forrester. Dessen Vision vom King´s Circle, einem monumentalen, kreisrunden Bauwerk schreibt Zac dessen Besessenheit von Stonehenge und uralten Mythen des Druidentums zu. Zacs Vater hat den Reichtum der Familie verloren und so muss sich Zac dem Studium der Architektur widmen, dem er mit Geringschätzung gegenübersteht und sich nur mit Widerwillen fügt. England, ca. 500 v. Chr. Von Bladud, dem Druidenkönig, erfährt man nur Fragmente aus seiner historischen Vergangenheit, seinem Exil - und seiner heilsamen Entdeckung. Meine Meinung Nach dem Klappentext hatte ich etwas völlig anderes erwartet und auch das Cover hat mich leicht in die Irre geführt. Wie ihr bei meiner Beschreibung des Inhalts sehen könnt, gibt es drei Zeitebenen, zwischen denen sich die Autorin abwechselt. Gekennzeichnet sind sie immer mit dem Namen des Protas und werden auch durch verschiedene Schriftbilder deutlich gemacht. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, nicht ausgefallen, aber flüssig und hat gut zur Handlung gepasst. Die Autorin beginnt nicht mit Zacs Geschichte, was mich anfangs etwas verwirrt hat, aber ich hab mich dann doch recht schnell in den verschiedenen Handlungssträngen zurecht gefunden. Man erkennt bald den Zusammenhang zwischen Bladuds heilsamen Quellen und dem Bauwerk des Architekten Forrester, dem King´s Circus. Forrester ist innerlich geradezu getrieben, dieses architektonische Wunder zu vollenden; nach dem Vorbild des Steinkreises von Stonehenge, dem Sinnbild der Harmonie. Zac jedoch kann die Besessenheit seines Meisters nicht nachvollziehen. Er bemitleidet sich selbst, weil er ohne Zutun in diese Lage des mittellosen Assistenten geraten ist und zeigt immer wieder ein eitles, hochmütiges und egoistisches Verhalten. Zacs Geschichte wurde in der Ich-Perspektive erzählt und so konnte man sehr gut seine inneren Zweifel und seine charakterliche Entwicklung verfolgen. Wirklich sympathisch war er mir erst gegen Ende. Sulis ist auch eine etwas ausgefallene Figur. Ihre Ängste wegen ihres Verfolgers wirken fast schon paranoid und lange Zeit wusste man nicht, was wirklich dahinter steckt. Josh, den sie bei der Arbeit kennenlernt, mochte ich dagegen sofort. Er ist neugierig und möchte wissen, was sich hinter Sulis Verhalten verbirgt und geht dabei aber sehr behutsam und beschützend vor. Durch den langsamen Aufbau und den Wechseln zwischen den Handlungssträngen konnte ich erst ab der Hälfte des Buches so richtig in das Geschehen eintauchen, dabei wurde es aber auch an manchen Stellen spannend und überraschend. Nach und nach kommen einige Parallelen zwischen den unabhängigen Erlebnissen ans Licht, trotzdem war mir das, was dahinter steckt, nicht so richtig greifbar. Der Sinn, den ich von einer Geschichte erwarte, hat sich mir hier nicht 100%ig erschlossen und es blieben noch einige Fragen offen. Vor allem im Hinblick auf den geschichtlichen Hintergrund war es sehr informativ, denn über die Sage um Bladud und die heilsamen Quellen, wie auch die Stadt Aquae Sulis und natürlich Stonehenge gibt es tatsächlich geschichtliche Wurzeln. Fazit Eine unterhaltsame, größtenteils historische Handlung in drei zeitlichen Ebenen, die leider etwas langsam in Fahrt kam. Die geschichtlichen Hintergründe waren allerdings sehr interessant und fließend in die fiktive Handlung eingebaut. Allerdings hat es mich mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen, welchen Sinn hinter dem ganzen gesteckt hat. © Aleshanee Weltenwanderer

    Mehr
  • Was verbirgt sich in der Kammer?

    Die vergessene Kammer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2015 um 22:16

    Zum Inhalt: Sulis, ein siebzehnjähriges Mädchen zieht zu seinen neuen Pflegeeltern in den King’s Circus, jenes Bauwerk, was einst der berühmte Baumeister Jonathan Forrest umsetzte, gemeinsam mit seinem Lehrling Zac. Zum Buch: In drei Ebenen erfahren wir, wie der King’s Circus entstanden ist. Diese drei Ebenen spielen sich in drei verschiedenen Epochen ab. Zwar heißt es, das Buch sei ein Fantasyroman, doch man könnte meinen, es sei keiner, doch die Fantasyelemente verstecken sich eher in der Geschichte des Buches. Die Figuren sind mir alle ins Herz gewachsen, jede der Protagonisten macht seine eigene Entwicklung durch und ist auf seine Art und Weise besonders. Besonders die zweite Zeitebene um Zac fand ich schön und interessant, weil mir die Leidenschaft der Figuren, was die Architektur und des Kings‘ Circus gefiel und der Hauch von Geschichte, Geheimnissen und Intrigen war hier besonders spürbar. Nur die Auflösung von Sulis Untertauchen fand ich etwas zu aufgesetzt, das hat bei mir einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Aber die Übergänge der Ebenen ist der Autorin sehr gut gelungen, es gab keine Stolpersteine. Der Stil ist auch recht flüssig, so dass man nicht ins Stocken kommt. Alles in allem ist es ein tolles Buch, das sicher noch ein paar Seiten mehr vertragen hätte.

    Mehr
  • Cathrine Fisher - "Die vergessene Kammer" - Blanvalet

    Die vergessene Kammer
    SABO

    SABO

    12. February 2015 um 22:50

    Cathrine Fisher - "Die vergessene Kammer" - Blanvalet König Bladud, gibt uns eine Einführung in die Geschichte und begleitet uns bis zum Schluss, er regierte ein altes Volk und musste es traurig verlassen, die Seuche hatte ihn gezeichnet, aber er begegnete einem Wunder und kehrte zurück, sein Ruf als Heiler und Druide gilt heute noch als legendär, sein Volk feiert ihn noch heute.. Eine andere Zeitebene erzählt von Forrest einem leidenschaftlichen Baumeister, der Stonehenge  und die Kraft des Kreises verehrt, dies führt zu einer architektonischen Vision, die nur er selbst versteht, eine unglaubliches Bauwerk soll entstehen, seine Pläne sind ebenso geheim, wie die Kammer, die das ganze perfektioniert und zu einem großen Mysterium macht. Zac, ein verarmter Gentleman aus gutem Hause, wird sein Lehrling, sein Assistent, seine Vergangenheit könnte das Unternehmen gefährden, aber sein Lehrherr glaubt an ihn. Forrest ist sehr großmütig, er nimmt auch eine junge Frau auf, die er von der "Straße" rettet. Nicht wenige halten ihn wegen seines Idealismus für verrückt, verschroben. In der Gegenwart gibt es ein Mädchen, das auf der Flucht vor einem Unbekannten ist, viele verschiedene Namen und Eltern hat die bald 18jährige Sulis schon gehabt, seit sie ein kleines Kind war, trägt sie ein Geheimnis mit sich herum..und immer noch, hat sie das Gefühl, das ein mysteriöser Schatten ihr folgt.. --- Alte Legenden, Geheimbünde und ein Mädchen, dem ein dunkler Schatten folgt, spannend erzählt und auf 3 Zeitebenen verknüpft, ein Füllhorn an Fantasie! Ach, was war das doch für ein schönes Buch, für mich hätte es ruhig etwas dicker sein können. Ich hoffe, man wird mehr von Cathrine Fisher hören!

    Mehr
  • Gut konstruierter Roman

    Die vergessene Kammer
    bieberbruda

    bieberbruda

    12. February 2015 um 20:44

    Wenn ich ehrlich bin, habe ich nach dem Klappentext und dem Cover etwas ganz anderes erwartet. Anfangs war ich etwas enttäuscht, aber dann hat das Buch doch noch die Kurve bekommen. Die Story: Die junge Sulis hat in ihrer Jugend einen schrecklichen Unfall aus nächster Nähe miterlebt und zieht nun von Pflegefamilie von Pflegefamilie - immer auf der Flucht vor dem unheimlichen Mann, der sie überallhin verfolgt. Als sie zur neuen Familie im englischen Bath zieht, möchte sie endlich ein normales Leben führen und wagt sich unter Menschen: Sie arbeitet im Circus und entdeckt dort einige Geheimnisse - auch die ihre eigenen Vergangenheit. In einem zweiten Handlungsstrang verfolgt man Zac, den Gehilfen des Baumeisters Jonathan Forrest, der im 18. Jahrhundert den Bau des Circus begleitet hat. Auch er erkundet die Geheimnisse des Circus - vor allem die der geheimen Kammer. Der dritte Handlungsstrang besteht aus kurzen Zwischenkapiteln. Man begleitet den Druiden-König Bladud und erfährt die Vorgeschichte der beiden anderen Protagonisten, sowie die Entstehung von Bath und natürlich das Geheimnis der vergessenen Kammer... Meine Meinung: Das Buch ist wirklich gut konstruiert, denn die Charaktere und die Geschichte werden immer nur häppchenweise beschrieben. Die drei Handlungsstränge wechseln sich ab und bilden erst nach einer Weile ein Gesamtbild. Aus diesem Grund bleibt man neugierig und möchte wissen, wie es weiter geht. Das erschwert einem aber auch den Einstieg und den Zugang zur Geschichte, denn die Kapitel sind manchmal recht kurz und man erfährt nur sehr wenig. Vor allem der Teil von Sulis und dem geheimnisvollen Unbekannten war spannend. Von Baldud hätte ich gerne mehr erfahren und auch am Ende dann doch einiges gefehlt. Erst ab der Mitte des Buches zeichnet sich ein Gesamtbild ab und es wurde teilweise wirklich spannend. Leider blieben letztendlich zu viele Fragen unbeantwortet. Das Buch hätte gerne etwas dicker sein dürfen. Für mich war es auch kein typischer Fantasy-Roman, sondern eher ein ausgefallener Thriller (Sulis) mit ein paar historischen und fantastischen Einflüssen (Zac und Bladud). Fazit: Ein gut konstruierter Roman, der einem den Einstieg etwas erschwert, aber dann doch ein rundes Gesamtbild abgibt. Ich vergebe 4 Sterne.

    Mehr
  • Der Kreis ist die älteste Magie

    Die vergessene Kammer
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    09. February 2015 um 12:19

    Die junge Sulis zieht zu ihrer neuen Pflegefamilie nach Bath, die in dem kreisrunden King's Circus wohnen, einem Bau, der seinerzeit von Jonathan Forrest erbaut wurde. Sulis trägt seit 10 Jahren ein düsteres Geheimnis mit sich und ist auf der Flucht vor einem unbekannten Mann, der sie auch in ihrem neuen Zuhause zu verfolgen scheint. Der junge Zac ist aufgrund von Spielschulden seines Vaters gezwungen, einen Beruf zu erlernen und geht bei dem Architekten Forrest in die Lehre. Da Forrest ein großer Anhänger der druidischen Mythologie und von König Bladud ist, ist die Erbauung des kreisrunden Circus sein größter Traum. Zufällig erfährt Zac, daß Forrest eine geheime Kammer in den Circus einbauen will. Es handelt sich bei diesem Buch um keinen fantastischen Roman, sondern es geht eher um alte Legenden rund um die Stadt Bath mit einem Hauch Mystik. Das Buch unterteilt sich in drei Handlungsebenen, die sich immer wieder abwechseln: die eine Ebene spielt in der Gegenwart und beleuchtet das Leben von Sulis in ihrer neuen Pflegefamilie sowie ihre Angst vor dem Verfolger aus der Vergangenheit. Die zweite Ebene spielt in der Vergangenheit und erzählt die Geschichte des Architekten Jonathan Forrest sowie seinem Assistenten Zac und dem Bau des King's Circus, in dem später Sulis neue Familie wohnen wird. Die dritte Ebene liegt weit in der Vergangenheit und erzählt die Legende von König Bladud und seiner Verbindung zu den heißen Quellen von Bath. Zu Beginn des Buches tauchen eine Menge Fragen auf, die im Laufe der Handlung Stück für Stück beantwortet werden. Auf den ersten Blick haben die drei Handlungsstränge eigentlich keine Auswirkung aufeinander, bei genauerem Hinsehen entdeckt man aber Ähnlichkeiten zwischen den Zeitebenen, die dennoch eigenständig blieben. Der Circus und die heißen Quellen sind die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Charaktere sind gelungen dargestellt, mit guten und schlechten Seiten, mit Ecken und Kanten. Sie haben ihre Geheimnisse und kämpfen gegen ihre inneren Dämonen und Eitelkeiten, die nur allzu menschlich sind. Nicht alle Fragen werden am Ende des Buches aufgelöst, dem Leser bleibt noch Platz für eigene Spekulationen, was ich aber für dieses eher ruhige Buch sehr passend finde.

    Mehr
  • Die vergessene Kammer

    Die vergessene Kammer
    LunasLeseecke

    LunasLeseecke

    08. February 2015 um 13:52

    Inhalt Sulis hat mit sieben den Tod ihrer Freundin erlebt, die von einem Dach gestoßen wurde. Seitdem fühlt sie sich verfolgt, denn der Täter konnte niemals gefasst werden. Mittlerweile ist sie 17, und hofft, in Bath, welches früher Aquae sulis genannt wurde, endlich ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, und mit einem neuen Namen ein neues Leben zu beginnen. Doch die Schatten der Vergangenheit reichen weit. Im Aquae Sulis der Vergangenheit kämpfen der Baumeister Forrest und sein Lehrling Zac dafür, ein einzigartiges Bauwerk zu errichten – den King‘s Circus, eine einzigartige, kreisrunde Häuserreihe, welche die Krönung von Forrests Arbeit darstellen soll. Doch auch andere wollen von Forrests einzigartigem Plan profitieren. Meine Meinung Das Buch wird auf drei Ebenen erzählt. Zum einen gibt es Sulis, die in Bath ein neues Leben beginnen will, dann gibt es noch Zac, aus dessen Perspektive die Ereignisse um Forrest und den Bau des Circus berichtet werden. Und als drittes gibt es immer wieder kurze Einschübe über Bladud, einen Druiden-König, der Jahrhunderte vor Forrest bereits die heilenden Quellen von Aquae Sulis entdeckte, und begann, dort eine Stadt zu errichten. Insgesamt steht aber bei Sulis und Zac immer der Circus im Vordergrund. Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen. Besonders der geniale und dabei sehr gutmütige Forrest war ein echter Sympathieträger. Er hat sich nicht im die Meinung der anderen geschehrt, sondern war einfach ein guter Mensch, und hat sich ganz seinem Traum, dem Bau des King’s Circus hingegeben. Und auch, dass er sowohl Zac, als auch Sylvia aufgenommen hat, war wirklich gut von ihm. An den anderen Charakteren hat mir vor allem gefallen, dass sie sich im Laufe des Buches sehr schön weiterentwickeln. Sulis wird von ihrer Vergangenheit sehr belastet, doch sie schafft es, sich ihr zu stellen, und so die Schatten zu besiegen. Gestört hat mich allerdings ihre Vertrauensseligkeit gegenüber ihrem Arbeitskollegen Josh, dass passte irgendwie nicht zu ihrer paranoiden Art. Und schließlich sollte von ihrer Vergangenheit ja niemand etwas erfahren. Auch Zac macht eine schöne Entwicklung durch, und erkennt, was wirklich wichtig ist. Die Story an sich hat eine sehr schöne Erzähl-Geschwindigkeit und eine klare Sprache, die leicht zu lesen ist. Insgesamt hat mir aber trotzdem irgendwas gefehlt, und obwohl das Ende den Kreis schön geschlossen hat, blieben für mich noch zu viele Fragen offen. Außerdem hatte ich vor allem bei der Geschichte von Bladud das Gefühl, das mir auch hier noch etwas gefehlt hat. Fazit “Die vergessene Kammer“ ist ein schöner Roman, der sich leicht lesen lässt, und tolle Charaktere zu bieten hat. Dennoch hat mir an der Geschichte am Ende irgendwas gefehlt und für meinen Geschmack waren noch zu viele Fragen offen. Ein großes Dankeschön an Blanvalet und literaturschock.de für das Rezensionsexemplar.

    Mehr
  • Neue Ideen

    Die vergessene Kammer
    Jari

    Jari

    07. February 2015 um 20:04

    Inhalt: Schon ihr ganzes Leben lang ist Sulis auf der Flucht. Auf der Flucht vor dem Mann, der ihre beste Freundin umgebracht hat. Zac's Vater hat sein ganzes Vermögen verspielt, sodass Zac nun beim Genie Jonathan Forrest in die Lehre gehen muss. Forrest hat Ideen, die revolutionär sind und mit dem King's Circus möchte er ein Gebäude erbauen, das für die Ewigkeit gedacht ist. Und dann ist da noch König Bladud... Meine Meinung: "Die vergessene Kammer" von Catherine Fisher wird teilweise dem Fantasy-Bereich zugeordnet, doch dies stimmt nur bedingt. Es gibt fantastische Elemente, aber im Zentrum der Geschichte steht ein eigenwilliges und wenig verbrauchtes Thema im Bereich Jugendbuch: Die Architektur. Obwohl Zac und Sulis die Hauptpersonen sind, dreht sich doch alles um den King's Circus. Diese Häuserzeile an einer runden Strasse ist es, die die ganze Geschichte in Fahrt bringt und Zacs und Sulis Zeitebene miteinander verbindet. Bladud, Zac und Sulis erzählen jeweils ihre Geschichten und fordern den Leser so heraus, Zusammenhänge zu finden, zu rätseln und Geheimnisse zu lüften. Von letzterem gibt es jede Menge, vor allem in Sulis' Kapiteln. Vieles wird aufgegriffen und angedeutet, schon dachte ich, dass die Autorin vieles unausgesprochen lässt und auf einen nächsten Band verschibt (ich schreibe aus Erfahrung). Dem ist aber nicht so! "Die vergessene Kammer" ist wundervoll in sich abgeschlossen und bietet ein rundes Ende, das einige Überraschungen bietet. Die letzten Kapitel des Buches haben mir dementsprechend auch am besten gefallen. Doch nicht nur mit dem Thema betritt Catherine Fisher neue Pfade. Als Beispiel möchte ich hier Zac anführen, der alles andere als sympathisch ist. Er ist ein ziemlicher Antiheld, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und verhält sich ganz und gar nicht normkonform. Aber er ist eine Hauptfigur. Mit Zac zeigt uns Fisher, dass nicht jeder Mensch einfach immer gut und mutig und heldenhaft ist. Ein Mensch hat Fehler, er kann egoistisch sein, uneinsichtig und zu sehr in der Vergangenheit verankert. Nein, Zac muss man nicht mögen, aber nur schon, dass er für das Buch so wichtig ist, finde ich grossartig. Es gefällt mir, wenn Autoren neue Wege gehen und es schaffen, für Überraschung zu sorgen. Fishers Figuren entwickeln sich alle sehr stark, auch Zac. Sulis, die Anfangs noch unter ihren Panikattacken leidet, lernt, ihrer Angst ins Gesicht zu blicken. Eine wichtige Botschaft des Buches. Auf diese Art und Weise lernt der Leser, dass es gut ist, sich seiner Angst zu stellen. Daran wächst man und das merkt man auch Sulis an. Die Sprache ist klar und schlicht gehalten, weswegen sich das Buch auch gut lesen lässt. Man stolpert kaum und doch schafft es Fisher, Tiefe herzustellen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Sulis ihrem Mitarbeiter Josh zu schnell vertraut. Meiner Ansicht nach passt dies nicht so ganz zum Konzept "Vertraue keinem, verrate niemandem, wer du bist". Fazit: Ein Buch, das sich flüssig lesen lässt und einige neue Ideen in die Welt der Jugendliteratur bringt. Der Fokus auf den Bau des Gebäudes und seine Bedeutung über mehrere Zeitebenen hinweg ist gelungen aufgebaut und nach anfänglicher Skepsis las ich die Geschichte sehr gerne. Meine Zweifel wurden zerstreut und Fisher beweist, dass sie eine gute Erzählerin ist. Vor allem die Charakterentwicklungen und die Wende zum Schluss sind sehr starke Pluspunkte die für "Die vergessene Kammer" sprechen.

    Mehr
  • Ein schönes Buch

    Die vergessene Kammer
    engelsmomente

    engelsmomente

    05. February 2015 um 09:34

    Es beginnt mit Bladud, einem Druiden, der seine Stadt verlassen musste, als er krank wurde. Er zog durchs Land und fand eine Heilquelle, dort wollte er seine Kreise errichten. In der Gegenwart begegnen wir Sulis. Einmal mehr musste sie umziehen und einmal mehr steht sie neuen Leuten und einer neuen Stadt gegenüber. Es war kein leichtes Leben, aber so lange er sie verfolgen würde, konnte sie nicht ruhig schaffen. Vielleicht wäre es diesmal anders. Mit Zac geht es ins 18. Jahrhundert. Sein Meister und er planen gerade das ungewöhnlichste Bauwerk überhaupt : eine runde Straße. Doch das Vorhaben wird nicht von allen Seiten gebilligt, sondern stößt eher auf Ablehnung. Doch Jonathan Forrest will das Projekt nicht aufgeben und finanziert es spontan selbst. Der Einstieg ins Buch ist ganz gut gewählt. Jede Person wird kurz eingeführt, der Leser hat eine ungefähre Ahnung, aber eigentlich keine Ahnung, was passieren wird. Das fand ich an sich nicht schlecht. Mir stellten sich viele Fragen, auf die ich nach und nach Antworten bekommen habe. Die Charaktere fand ich ganz okay. Sie sind individuell und an ihre jeweilige Zeit angepasst. Nur hatte ich Schwierigkeiten mich mit ihnen anzufreunden. Sulis ist in Gefahr. Vor Jahren war etwas passiert, dass sie immer noch verfolgt. Kaum ist die in der neuen Stadt, geht es schon wieder los und sie sieht ihn überall. Eigentlich will sie ein normales Leben führen, aber sie kann einfach nicht loslassen, solange er in der Nähe ist. Sie ist panisch und stößt die Leute auch gern mal von sich weg. Immerhin lässt sie später Josh an sich heran und erzählt ihm ihre Geschichte. Er versucht ihr zu helfen und steht ihr bei. Zac ist ein eingebildeter Schnösel, der sich viel zu viel auf sich einbildet. Seine Familie ist verarmt, sodass er nur bei Forrest unterkommen konnte. Allerdings schätzt er seinen Meister kaum. Oft schämt er sich für Forrest und unterstützt ihn auch nicht bei seinem Circus. Stattdessen verbündet er sich mit dem Gegner und will das Projekt sabotieren. Bladud nimmt nur ganz kurze Passagen im Buch ein, sodass man nicht allzu viel mit ihm erlebt. Dennoch kommt seine Obsession zu Kreisen zum Vorschein, der später auch Forrest erlegen ist. Zac fand ich erst gar nicht so böse, aber später habe ich über ihn nur noch den Kopf geschüttelt und er ging mir streckenweise richtig auf die Nerven. Bei Sulis hatte ich bald Probleme mit ihrer Paranoia. Ich wollte ich ja beistehen, aber es kam mir alles ein wenig komisch vor. Sie wurde von ihrer Panik richtiggehend aufgefressen. Dafür mochte ich Josh und Forrest richtig gern und hab mich immer über ihr Auftauchen gefreut. Der Stil ist wirklich gut. Die Abschnitte fliegen nur so dahin, selbst wenn die Sprache etwas an das 18. Jahrhundert angepasst wurden war. Es ist ziemlich spannend geschrieben. Auch wenn ich nicht alle Charaktere mochte, wollte ich dann doch wissen, was bei der jeweiligen Person passiert und wie es voran geht. Kleines Manko waren allerdings die Perpektivwechsel. Konsequent bekommt jede der Figuren nur ein Kapitel, dann wird gewechselt. Am Anfang hat mich das noch nicht so gestört, dadurch ging es ja gleichmäßig voran. Aber dann wurde es z.B. bei Forrest interessanter als bei Sulis und schwupp war das Kapitel vorbei... Das hat mich manchmal etwas deprimiert, dennoch Hut ab vor der Konsequenz. Die Idee hinter dem Buch hat sich mir zuerst nicht erschlossen. Ich habe nicht ganz verstanden, wieso die drei Perspektiven so gewählt wurden und was sie miteinander zu tun haben. Natürlich ist da die Vernarrtheit in Kreise, die Bladud und Forrest teilen. Dennoch passt Sulis mit ihrem Verfolger nicht recht ins Bild. Da habe ich zunächst lange grübeln müssen. Das Setting fand ich dafür aber richtig cool, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, mir eine runde Straße vorzustellen. Es war ganz witzig zu sehen, was sich Forrest so ausgedacht hat und es dann bei Sulis in Vollendung zu sehen. Das Ende war dann bei Sulis und Zac ziemlich gut gemacht, wenn auch ganz schön böse. Bei Sulis hatte ich es fast erwartet, aber Zac konnte mich dann doch noch überraschen. Vieles wird aufgeklärt und eigentlich erhält man auf jede Frage eine Antwort. Ich konnte das Buch also beruhigt und in gewisser Weise zufrieden zuklappen. Ein schönes abgeschlossenes Ende. Fazit: Ein Buch, dass interessante Geschichten erzählt und den Leser gut unterhält. Auch wenn ich hier und da meine Schwierigkeiten hatte, hat es mir insgesamt doch ganz gut gefallen! Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten!

    Mehr