Catherine Lacey Niemand verschwindet einfach so

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Inhaltsangabe zu „Niemand verschwindet einfach so“ von Catherine Lacey

»Da ist ein wildes Biest im Herzen dieses Romans, und Sie werden es treffen.« The New Yorker Sie hat geheiratet und versucht, ein normales Leben zu führen, eine normale Beziehung zu haben, sich wie ein normaler Mensch zu fühlen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, Ambitionen zu entwickeln. Doch es ist ihr nicht gelungen. Als sie verschwindet, hinterlässt sie keinen Abschiedsbrief und keine Erklärung. In Neuseeland angekommen, lässt sie sich blind treiben. Und gerät dabei immer weiter hinein ins Herz aus Finsternis. „Ich wusste genau, an welchem Tag ich wegzugehen beschlossen hatte, es war ein Dienstagnachmittag, und ich ging gerade den Broadway entlang - ich sah eine alte Frau auf einem Zebrastreifen, und da wusste ich es."

Schwierige Geschichte - konnte mich insgesamt leider nicht packen.

— Maren_Zurek

Die Geschichte braucht Aufmerksamkeit, es ist nicht einfach zu lesen, da es weniger um Handlung als mehr um Empfindungen, Gefühle geht

— vielleser18

Wunderschönes Cover, poetische Sprache, aber wenig Handlung: Der Protagonistin in ihre Depression zu folgen, war nicht mein Fall.

— Walli_Gabs

Versetzt einen ein wenig in eine depressive Stimmung, sprachlich durchaus eindrucksvoll, aber ich habe ein wenig das wilde Biest vermisst!

— Jennifer081991

Verloren, Ziellos, zu viele Gedanken, Erinnerungen dennen man nicht trauen kann, Emotional verkrüppelt Ab wann hört man auf zu fühlen?

— karinasophie

Kann man sein altes Leben einfach hinter sich lassen und weggehen? Einfach verschwinden?

— miss_mesmerized

Verstörend und wortgewaltig

— kruemelmonster798

Herzlich Willkommen in den Gedanken einer Frau, die von einem "wilden Biest" angetrieben wird - wirr und uneinsichtig.

— JudyLudi

Intensive und drückende Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Zwischendurch und zum Ende etwas langwierig und wenig progressiv.

— Haliax

Ein eintauchen in die Gedankenwelt der Protagonistin, nicht ganz einfach zu lesen, aber ein mitreisender Schreibstil

— isabellepf

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  • Aber ich weiß, dass meine Dunkelheit dunkler ist

    Niemand verschwindet einfach so

    MikkaG

    16. October 2017 um 23:01

    "Niemand verschwindet einfach so" ist eines dieser unbequemen Bücher, die es dem Leser nicht leicht machen, sondern ihn herausfordern und dadurch sicher auch polarisieren.Dabei ist die Geschichte weder brutal, noch schockierend oder auch nur polemisch. Tatsächlich passiert auf den ersten Blick viel, auf den zweiten erstaunlich wenig und auf den dritten dann wieder ganz viel – wenn man es denn zulässt.Eine junge Frau bringt sich um. Ihre Schwester heiratet den Mann, der es ihr möglich macht, darüber zu weinen, und verlässt ihn letztendlich wieder, als das nicht ausreicht. Sie reist durch die halbe Welt, trampt, schläft in fremder Leute Schuppen, quartiert sich bei Menschen ein, die sie nicht kennt und die ihr auch nichts bedeuten. Und dabei wird sie nicht überfallen, es entspinnt sich keine hollywoodreife Liebesgeschichte, niemand kämpft heldenhaft gegen den Krebs, und überhaupt erstreckt sich die Handlung zwar über mehrere Länder, spielt sich aber streng genommen doch hauptsächlich im Kopf der Protagonistin ab.Denn Elyria denkt. Und denkt. Und denkt. Und dort, in ihren Gedanken, verbirgt sich das wilde Biest, das kratzt, beißt und sticht. Im Verborgenen. Im Geheimen. In verqueren Bildern, in merkwürdigen Formulierungen, in ihrer Wahrnehmung der Welt als ein Grab aus Schatten. In endlosen Schachtelsätzen, die sich wieder und wieder im Kreise drehen.Die Sprache ist brillant, wird aber nicht jeden Leser überzeugen: eine literarische Stimme, die aufhorchen lässt, weil sie in ihrer Wucht so unverfroren anders ist und zugleich eine ungeheure Zerbrechlichkeit ausstrahlt, eine Art bodenlosen Weltschmerz. Anstrengend, ja, manchmal ein wenig zu bemüht, aber lohnend.Zitat:Wir haben alle etwas Dunkles in uns, würdest du sagen; aber ich weiß, dass meine Dunkelheit dunkler ist und dass sich eine Horde tollwütiger Biester darin verbirgt, ich bin nicht wie du, Ehemann, in meiner Dunkelheit gibt es keinen Lichtschalter, meine Dunkelheit ist eine Savanne in mondloser, sternloser Nacht, und alle meine wilden Biester rennen in vollem Tempo blind drauflos, aber das könnte ich beim besten Willen nicht zu dir sagen, denn wir haben im Grunde jahrelang nicht miteinander gesprochen, und deshalb habe ich eine Distanz aus Raum und Zeit zwischen uns geschaffen, damit unser Schweigen einen Sinn ergibt.Aber was bedeutet das alles? Wen oder was verkörpert das Biest? Elyrias Depressionen, ihren Zorn auf die Eltern, ihre Unfähigkeit, mit anderen Menschen gesunde Beziehungen einzugehen? Die Trauer um ihre Schwester? Jedenfalls keine nach außen gerichtete Aggression, auch wenn sich Elyria selber misstraut, was das betrifft. Verliert sie den Verstand?  Einfache Lösungen gibt es hier nicht. Elyria wird ohne Betriebsanleitung geliefert – oder vielleicht ist die auch nur in einer Sprache geschrieben, die Elyria selber nicht versteht. Und das ist in meinen Augen auch vollkommen in Ordnung. Die Geschichte hat einen unglaublichen Tiefgang, und ein erzwungenes Ende, das alles zu Tode erklärt, würde ihren Sog vielleicht sogar zerstören.  Ob man das Buch liebt oder hasst, hängt meines Erachtens zumindest zu einem großen Teil davon ab, inwieweit man sich einlassen kann auf Elyrias inneren Monolog, ohne Erklärungen zu erwarten. Und sie macht es dem Leser nicht einfach: sie trifft falsche Entscheidungen, sie erwartet zu viel von Fremden und zu wenig von sich selbst, aber sie ist auf ihre kompromisslose Art echt und authentisch und durchaus liebenswert. Die anderen Charaktere bleiben schwer greifbar, weil Elyria unfähig ist, wirklich auf sie zuzugehen. Fazit: Eine Frau will verschwinden. Vielleicht. Möglicherweise will sie sich auch selber finden oder ist auf der Flucht vor ihrem inneren Biest. So genau wissen das weder sie noch der Leser, jedenfalls reist sie durch die halbe Welt und kommt doch nirgendwo so richtig an.Kann ein Buch originell sein, das sich auf die klaustrophobisch beengte Gefühlswelt seiner Protagonistin beschränkt und dabei keine Lösungen bietet?Für mich zeigt Catherine Lacey ihr Talent gerade dadurch, dass sie innerhalb dieser engen Grenzen eine Geschichte erzählt, die ohne Rührseligkeit berührt und bewegt – dass sie Spannung aufbaut, obwohl diese Geschichte kein bestimmtes Ziel anstrebt. Ich konnte mich Elyria und ihrer düsteren Gedankenwelt nicht entziehen. 

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  • Schwierige Geschichte

    Niemand verschwindet einfach so

    Maren_Zurek

    08. October 2017 um 18:38

    Titel: Niemand verschwindet einfach so. Autoren: Catherine Lacey Verlag: Aufbau Verlag Seitenzahl: 265 Klappentext:  Eines Tages löst Elyria ein One-Way-Ticket nach Neuseeland und verschwindet spurlos. Während ihr Ehemann sie verzweifelt zu finden versucht, lässt sie sich auf Ihrer abenteuerlichen Reise immer mehr gehen. Dabei stellt sie fest, dass die eigentliche Reise eine Expedition in ihr eigenes Herz der Finsternis ist. Zum Cover: Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Ich mag die verwendeten Farbtöne und die Darstellung wie die Frau Stück für Stück verschwindet. Das hat meine Neugierde geweckt. Schreibstil: Mit dem Schreibstil bin ich nicht so richtig klar gekommen. Es viel mir schwer dran zu bleiben und den Gedanken der Protagonistin zu folgen. Immer wieder gab es Zeit- und Gedankensprünge, denen zu folgen mir sehr schwer viel. Wörtliche Rede wurde nur durch kursive Schreibweise gekennzeichnet und auch das hat mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert. Der Schreibstil spiegelt den labilen Zustand der Protagonistin sehr gut wieder, allerdings fand ich es insgesamt sehr zäh und schwierig zu Lesen für mich. Lieblingszitate: … aber ich konnte niemandem die Schuld für etwas geben, das in mir war, weil ich wie jeder Mensch vollständig von mir selbst bewohnt bin, … Niemand möchte, dass man ihn nicht wiedererkannt. Niemand möchte ein Fremder für jemanden sein, der kein Fremder für ihn ist. Er atmete ein, und seine Stimme schien auf der letzten stabilen Außenkante seines Ichs zu balancieren. Meine Meinung zum Buch: Obwohl mich der Klappentext gleich gepackt hatte, konnte ich dem Buch nicht so viel abgewinnen. Ich hatte Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen, was mir eher selten passiert. Ich gebe Büchern immer eine Chance bis zur letzten Seite, aber überzeugen konnte mich diese Geschichte dennoch nicht. Ich war insgesamt sehr verwirrt über weite Teile der Geschichte. Ich konnte teilweise nicht feststellen, was in der Protagonisten vorgeht und was tatsächlich passiert. Manches scheint mir im Nachhinein nur Einbildung gewesen zu sein, aber das verwirrt mich einfach nur noch mehr.  Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 2 von 5 Sterne.

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  • Suche nach Leben

    Niemand verschwindet einfach so

    vielleser18

    02. October 2017 um 07:34

    Elyria kommt aus einem schwierigen Elternhaus, Eltern getrennt, Mutter alkoholabhängig. Als die Stiefschwester, mit der sie sich zeitlebens nie richtig verstand, Selbstmord begeht, gerät ihre Welt aus den Fugen. Schon die Heirat mit demProfessor ihrer Stiefschwester ist wie eine Flucht nach vorne,  denn auch dieser hat s eine schwierige Vergangenheit und Elyria hofft auf eine Begründung für Rubys Tod. Doch Iigendwann erreicht Elyria den Punkt, an dem  sie für sich nur noch den Ausstieg als Ausweg sieht - sie will einfach verschwinden.  Sie kauft sich ein One-Way-Ticket nach Neuseeland . Doch kann man einfach so verschwinden ?Es ist ein Roman, der aus Sicht von Elyria geschrieben wurde. Es geht weniger um Handlung oder Spannung, sondern um Elyrias Gefühle und Empfindungen, ihre Gegenwart und ihre Vergangenheit. Sie ist an einem Punkt angelangt, an dem sie selber nicht mehr weiter weiß, die Welt, das Leben, sich selbst nicht mehr mag und versteht. Sie hat tausend Fragen, keine Antworten. Ihr innerer Monolog findet manchmal selber keinen Punkt, ellenlange, verschachtetelte Sätze, in denen die Protagonistin ihre Empfindungen bis ins kleinest auftröselt, immer weiter ausholt, immer engere Kreise zieht - spiegelt das wider.Darauf muss man sich als Leser einlassen können. Diese Sätze unterstreichen aber auch sehr gut den Zustand der Protagonistin, die sich viele Sinnfragen stellt, vieles in Frage stellt und versucht Antworten zu finden. Es ist eine Suche nach dem was Leben bedeutet und ausmacht, was von dem Einzelnen bleibt, ob man einfach so verschwinden kann, ohne Spuren zu hinterlassen. Fragen, die sich die Protagonistin stellt, die sie umtreibt - nicht nur innerlich, sondern auch auf ihrer ziellosen Wanderschaft. Immer mehr fängt sie an sich aufzulösen - ja, bis.... am Ende bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer.Ein Buch, das vielleicht beim Leser nicht lange nachhallt, den Leser etwas enttäuscht,  weil es keine Lösung am Ende gibt, vielleicht nur ein kleiner Hoffungsschimmer . Das lies mich etwas ratlos zurück, wenn ich auch zugeben muss, das es eine realistischeres Ende ist, als wenn sich die Protagonistin am Ende eine rapide Kehrtwendung gemacht hätte, was auch nicht gepasst hätte. Ich empfand beim Lesen sehr gut was Elyria empfunden hat. Ihre Gedanken, ihre Fragen. Das war nicht immer leicht, denn die Depression, in der sich die Protagonistin befindet, verlangt auch vom Leser viel ab. Dennoch sind es Fragen, mit denen sich Protagonistin auseinandersetzt, die die meisten Menschen im Laufe des Lebens auch sich selbst stellen. Nach dem Sinn des Lebens, den Spuren eines selbst, die bleiben oder auch nicht. Fazit:Keine leichte oder gar seichte Lektüre, eine auf die man sich einlassen muss, bei dem man das Gelesene auch nachspüren muss, bei der es weniger um Handlung als um Gefühle und Sinn-Fragen geht. Von mir eine Empfehlung für alle, die sich damit auseinandersetzen möchten, die dennoch aber bereit sind auf eine vorgesetzte Lösung zu verzichten.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1777
  • Catherine Lacey | NIEMAND VERSCHWINDET EINFACH SO

    Niemand verschwindet einfach so

    Bookster_HRO

    27. September 2017 um 08:11

    INHALT: Aus einem Impuls heraus verlässt Elyria (28) ihren Ehemann und fliegt ohne jede Erklärung oder auch nur ein Wort des Abschieds nach Neuseeland, um dort ein neues Leben zu beginnen. Wie denn genau dieser Restart vonstatten gehen soll, soweit kam sie mit ihren Plänen noch nicht, sie wusste nur: Sie musste weg. Dabei sah es um ihr Leben gar nicht so schlecht bestellt aus – Wohnung in der noblen Upper West Side, guter Job als Drehbuch-Autorin, ihr Mann: Professor für Mathematik – dennoch nagte etwas jahrelang an ihr, ein wildes Biest in den Tiefen ihres Herzens, das sich mit seinen Krallen einen Weg hinausgrub. In Neuseeland angekommen, hat Elyria viel Zeit, sich über ihr Leben und ihre Rolle darin klarzuwerden. Sie trampt, schläft in verlassenen Scheunen, arbeitet für wenig Geld, schließt Bekanntschaften und löst sie wieder. In all den Wochen und Monaten bohren sich die Gedanken immer tiefer und tiefer durch ihre Brust zu dem Biest in ihrem Innern. Woher kommt es? Hat jeder eines? Was machen die anderen, um es im Zaum zu halten? Die Erkenntnisse sind komplex und überwältigend. Alles ist eng mit ihrer Familie verwoben, mit ihrer alkoholabhängigen Mutter, die ihr stets nur Missachtung entgegenbrachte, und mit ihrer Adoptivschwester, die in jungen Jahren Selbstmord beging. Und vor allen Dingen: Ihr Neubeginn bedeutet nicht Freiheit, sondern Flucht, denn niemand verschwindet einfach so. Ein Unfall bringt die neuseeländischen Behörden auf den Plan, die schnell erkennen, dass Elyrias Visum längst abgelaufen und sie in New York längst als vermisst gemeldet ist. Elyria wird psychologisch behandelt, eine Sitzung, in der sie nochmals mit ihrem Biest konfrontiert wird. Dann wird sie nach Hause geschickt, wo sie sich ihrem Mann und ihrer Familie stellen muss – eine Aufgabe, der sie nicht gewachsen scheint. FORM: Catherine Lacey (*1985) ist mit ihrem Debütroman ein aufrichtiges Psychogramm gelungen, dass sehr tief in ihre Protagonistin blicken lässt. Und mit aufrichtig meine ich, dass es sich hier nicht um ein Herzschmerzbuch handelt, in der eine Spätpubertäre in romantischer Melancholie badet, sondern um eine genaue Analyse einer jungen Frau mit massiven Belastungs- und Empfindungsstörungen. Es ist ein Text, der sich mit den großen Fragen unserer Zeit beschäftigt: Mache ich alles richtig? Werde ich gebraucht? Wird man sich an mich erinnern? Das Besondere an Laceys Stil ist, dass sie die wirklich harten Gedanken, die echten Abgründe, die sich in jedem von uns auftun, gar nicht groß benennt. Was da alles zwischen den Zeilen brodelt und unter der Oberfläche köchelt, ist schwer zu ertragen. Manche Stellen reißen einen so dermaßen runter, sind so deprimierend, dass man das Buch erstmal zuklappen muss, um nicht völlig die Hoffnung aufzugeben. Die Sätze sind oft labyrinthisch und schlängeln sich assoziativ durch ein Gemisch aus Erlebtem und Gedachtem, ohne auf eine einfache Sprache zu verzichten, was mir sehr gut gefiel. Der einzige Kritikpunkt, der sich besonders zum Ende des Romans deutlich zeigt, ist die Eindimensionalität sowohl der Hauptfigur als auch der ganzen Geschichte. Sicher: Elyria hat Tiefe und erlangt auch Erkenntnisse, sie entwickelt sich aber trotzdem kaum und steht am Ende wieder dort, wo sie anfangs stand. Und die Geschichte drumherum ist trotz der vielen Nebencharaktere doch weitestgehend monothematisch – eine One-Woman-Show von Anfang bis zum Ende. Nach über 260 Seiten war mir das ein bisschen zu viel Elyria. FAZIT: Trotz der Einwände – Catherine Lacey kann schreiben, kein Zweifel. Und wenn ihr neuer Roman (OT: »The Answers«) erscheint, wäre ich der Lektüre nicht abgeneigt. Für NIEMAND VERSCHWINDET EINFACH SO vergebe ich vier Sterne plus Leseempfehlung … allerdings – und das meine ich keineswegs despektierlich – nur für Menschen, die nicht ohnehin schon mit Depressionen zu kämpfen haben. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Leserunde zu "Niemand verschwindet einfach so" von Catherine Lacey

    Niemand verschwindet einfach so

    aufbauverlag

    »Da ist ein wildes Biest im Herzen dieses Romans, und Sie werden es treffen.« The New Yorker International gefeiert als eines der eindrücklichsten Debüts der letzten Jahre: Niemand verschwindet einfach so beschreibt den gewagten Versuch einer Frau, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Elyria begibt sich in die Ferne, nur um festzustellen, dass man vor sich selbst niemals flüchten kann. Ein intimes Abenteuer – und die Geschichte einer Selbstfindung. »Als wir an jenem Abend nach Hause gingen, beide nach dem Bourbon riechend, der uns auf die Knie getröpfelt war, wusste ich, dass mein Mann ein Song war, dessen Text ich vergessen hatte, und ich ein verwackeltes Foto von jemandem, den er mal geliebt hatte.« Elyria löst ein One-Way-Ticket nach Neuseeland und verlässt ihren Mann, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. In Neuseeland angekommen, setzt sie sich immer riskanteren und surrealer werdenden Begegnungen mit den Einwohnern und der Tierwelt aus. Doch ihre eigentliche Reise ist die Reise in ihr eigenes Herz der Finsternis. Verfolgt vom Tod der Schwester, ausgestoßen von der Mutter, zermürbt von der Eintönigkeit ihrer Ehe, droht Elyria an ihren eigenen Gedanken verlorenzugehen. Auf fast hypnotische Weise beschreibt Catherine Lacey eine Frau, die verrückt wird, allein durch sich selbst. Doch niemand verschwindet einfach so, egal wie sehr er es versucht. Zur LeseprobeÜber Catherine LaceyCatherine Lacey wurde in Mississippi geboren und lebt in Chicago. Für ihren ersten Roman »Niemand verschwindet einfach so« wurde sie mit dem Whiting Award 2016 ausgezeichnet. Demnächst erscheint in den USA ihr zweiter Roman »The Answers«.Jetzt bewerben!Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!Euer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 364
  • Komplexes Seelenpanorama

    Niemand verschwindet einfach so

    Walli_Gabs

    22. September 2017 um 09:46

    Das Cover dieses Buches hat mich auf Anhieb angesprochen. Ich finde es außergewöhnlich schön und auch die Haptik des Schutzumschlags ist ganz besonders. Aber: Never judge a book by its cover … wobei das Cover gar keine falschen Erwartungen weckt. Es zeigt eine Frau, die erst noch entspannt im Wasser zu liegen scheint und dann langsam, sang- und klanglos untergeht.Und eine Art Untergang hat auch die 28-jährige Hauptfigur Elyria bereits hinter sich. Sie hat sich irgendwie verloren, findet keinen Anschluss mehr an ihr Leben und verlässt still und heimlich ihren Ehemann, in dem sie sich ohne irgendeine Art von Abschied davonstiehlt. Mit kleinem Gepäck und nur wenig Geld reist sie von New York nach Neuseeland, wo ihr eine Zufallsbekanntschaft ein Gästezimmer angeboten hat, falls sie mal in der Nähe sein sollte. Elyria will weg von ihrem alten Leben, in dem sie viele unschöne Erfahrungen gemacht hat, als Tochter einer alkoholkranken, egomanen Mutter und Schwester der adoptierten und hochbegabten Ruby, die sich im Alter von 22 Jahren umgebracht hat.Elyria ist auf ihrer Reise sehr in ihre eigene Seele versunken. Sie lässt sich treiben und nimmt die Wünsche und Bedürfnisse anderer kaum noch wahr. Die Kommunikation mit ihren Mitmenschen fällt ihr schwer, ihre Gedanken kreisen weniger um Konkretes, als um Alltagsbeobachtungen, die sie abdriften lassen. Man muss die Protagonistin wohl als depressiv bezeichnen und die sporadischen Enthüllungen aus ihrer Vergangenheit tragen dazu bei, dass sich dieses Bild verfestigt. Dennoch muss Elyria im Laufe ihres Roadtrips erkennen, dass sich die Vergangenheit nicht abschütteln lässt. Diese Erkenntnis hilft ihr jedoch nicht, sich ihrem alten Leben zu stellen.Elyrias Gedankengänge sind unkonkret, aber poetisch. Sprachlich ist „Niemand verschwindet einfach so“ sehr gelungen – wenn einem der karge Inhalt nichts ausmacht. Mir ist allerdings zu wenig passiert. Die Erlebnisse der Protagonistin rauschen nicht nur an ihr, sondern auch am Leser größtenteils spurenlos vorbei; sie haben keine Bedeutung. Das Buch besteht in erster Linie aus inneren Monologen, doch dieses Stilmittel wird nicht dazu genutzt, um eine Entwicklung der Figur aufzuzeigen. Und so las sich das Ganze für mich zunehmend zäh. Ich blieb unzufrieden zurück. Unzufrieden macht es mich nun auch, diesem Buch nur drei Sterne geben zu können, denn Sprache und Gedankengänge der Autorin Catherine Lacey sind durchaus kunstvoll. Ich hatte das Gefühl, mich einfach nicht genug auf den Roman einlassen zu können; mir blieben Elyria und ihr Handeln zu fremd. Dadurch haben mich ihre Gedankengänge wohl einfach kalt gelassen und meine Lust, ihren tristen Beobachtungen weiter zu folgen, hielt sich immer mehr in Grenzen. Ich kann verstehen, was man an diesem Buch mögen kann, aber in meinem Fall passten Buch und Leserin einfach nicht zusammen.

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  • [Rezension] Catherina Lacey: Niemand verschwindet einfach so

    Niemand verschwindet einfach so

    karinasophie

    21. September 2017 um 09:05

    Klappentext: >>Da ist ein wildes Biest im Herzen dieses Romans, und sie werden es treffen.<< The New YorkerEines Tages löst Elyria ein One-Way-Ticket nach Neuseeland und verschwindet spurlos. Während ihr Ehemann sie verzweifelt zu finden versucht, lässt sie sich auf ihrer abenteuerlichen Reise immer mehr gehen. Dabei stellt sie fest, dass die eigentliche Reise eine Expedition in ihr eigenes Herz der Finsternis ist.>>Als wir an jenem Abend nach Hause gingen, beide nach dem Bourbon richend, den ich verschüttet hatte, wusste ich, dass mein Mann ein Song war, dessen Text ich vergessen hatte, und ich ein verwackeltes Foto von jemandem, den er mal geliebt hatte.<Niemand verschwindet einfach so< wurde von Catherine Lacey, August 2017, im Aufbau - Verlag veröffentlicht. Als gebundene Ausgabe hat das Buch 266 Seiten, welche auf 40 Kapitel und eine Danksagung aufgeteilt sind. Der Neupreis für die gebundene Ausgabe liegt bei: 22€. Als E-Book gibt es das Buch für: 16,99€ zu kaufen.Rezension: Die Meinungen bei diesem Buch werden sich teilen, daher möchte ich am liebsten auch nicht über dieses Buch werten, denn einerseits gefällt mir das Buch in seiner Tiefgründigkeit sehr gut und andererseits habe ich keine Ahnung was ich darüber denken soll. Wahrscheinlich werde ich es öfters lesen, und es könnte vielleicht sogar eines meiner Lieblingsbücher werden/ sein, denn auch wenn nicht wirklich viel Handlung geschieht ist es dennoch sehr interessant und spannend. Bei einem solchen Klappentext ("eine Expedition in ihr eigenes Herz der Finsternis") könnte man sich schon sehr gut vorstellen, dass diese Geschichte tiefgründig ist und sich mit >dem Sinn< beschäftigt und trotzdem hat mich dieses Buch unheimlich überrascht. Diese Überraschung liegt zum einen an den langen mit Kommata gespickten Sätzen und zum anderen wie Gefühl - und Kraftvoll diese Geschichte von Catherine Lacey geschrieben ist.Elyria verschwindet, Elyria denkt nach, Elyria trampt, Elyria denkt nach, Elyria trampt wieder und denkt wieder nach. Dieses Buch besteht größenteils aus ihren Gedanken. Sie selbst denkt unter anderem einige male an ihr inneres >Biest< und erwähnt dieses, und auch >The New Yorker< hat geschrieben dass man dieses Biest in diesem Roman finden wird, aber ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich etwas von einem Biest gemerkt. Elyria ist zwar Verloren, Ziellos, macht sich zu viele Gedanken, weiß teilweise nicht ob sie ihren Erinnerungen trauen kann, ist mittlerweile ein Emotionaler-krüppel aber ein Biest ist sie, in meinen Augen, nicht. Ganz langsam und in Bruchstücke erfährt man etwas über ihre Vergangenheit, sei es über ihre Mutter, die vielleicht einiges an ihrem Verhalten ändern sollte, über ihre Schwester, die vielleicht gar nicht wirklich ihre Schwester ist, oder über ihren Mann, der vielleicht nicht der ruhige und liebe Mann ist der er selbst zu denken glaubt. Wirklich aufgeklärt wird in dieser Geschichte allerdings nichts. Fragen werden nicht beantwortet. >Niemand verschwindet einfach so< lässt einen genau so im Dunkeln wie Elyria selbst. So ist es eine komische und tolle Geschichte, mit einer komischen und tollen Handlung, mit komischen und "tollen" Gedanken, mit komischen und "tollen" Charakteren und einem komischen und passenden Ende. Wann ist die Anzahl von Erlebnissen erreicht die man verkraften kann? Bis wann kann man noch Hilfe annehmen? Und ab wann hört man auf zu fühlen?Mein Fazit: Ein tolles Buch welches noch ein wenig tiefgründiger ist als wie man ohnehin schon denkt. Gefühlsmäßig keine leichte Lektüre und man sollte sich auf unbeantwortete und unbeantwortbare Fragen einstellen.

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  • Catherine Lacey - Niemand verschwindet einfach so

    Niemand verschwindet einfach so

    miss_mesmerized

    18. September 2017 um 19:14

    Elyria tut das, wovon viele träumen, sich aber nie wagen in die Tat umzusetzen: sie verschwindet. Sie setzt sich in einen Flieger und reist von den USA nach Neuseeland. Sie weiß, wovor sie wegläuft, wohin sie will ist schon schwieriger. Zunächst einmal auf die Farm eines Mannes, den sie kennenlernte und der ihr leichtsinnigerweise anbot, bei ihm in der Abgeschiedenheit zu leben und arbeiten. Trampend bestreitet sie den Weg, Gelegenheitsjobs bringen immer wieder ein wenig Geld ein.- Was ihr Ehemann und ihre Mutter machen, interessiert sie nicht, das hat sie hinter sich gelassen. Was sie jedoch nicht zurücklassen kann, ist die Erinnerung, vor allem an ihre Stiefschwester, deren Tod sie nie überwunden hat. In der Ferne sucht sie nach etwas, sich selbst, und sie versucht ihrem alten Ich und all seinen Erinnerungen zu entkommen.Catherine Lacey hat einen ungewöhnlichen Roman geschrieben, der einem direkt packt und mitreißt. Zunächst ist man verwundert über den Mut der Protagonistin, einfach alle Zelte abzubauen und in eine ungewisse Zukunft zu reisen. Dann kommen Zweifel, ob ihr Handeln wirklich durchdacht ist – nein – ob die Suche nach ihrem Selbst so erfolgreich ist – zweifelhaft – ob sie einfach leichtsinnig oder gar verrückt ist – naheliegend. Die Reise ist viel weniger eine Suche denn ein Weglaufen. Sie stellt sich nicht den Dingen, die sie dringend besprechen und bearbeiten müsste. Jede Begegnung mit einem Menschen wird zur Qual, weil sie Fragen zu sich beantworten soll, dabei will sie nichts weniger sein als sie selbst. Aus der mutigen wird plötzlich eine eher feige Frau, die nicht den Schneid hat, ihrem Leben entgegenzutreten.Elyria muss dies im Laufe ihrer Reise erkennen. Hier liegen die besonderen Stärken des Romans. Die Handlung bewegt sich zwischen den Stationen in Neuseeland und den kurzen Episoden des Kontakts mit eigentlich fremden Menschen, zu denen Elyria nie eine Verbindung aufbauen kann, bleibt so recht überschaubar. Spannender und interessanter indes ihre psychische Entwicklung. Nach und nach reift jedoch in ihr die Erkenntnis, dass ihr Ziel verfehlt werden wird:„damals, als ich noch dachte ich hätte herausgefunden, wer ich war und warum ich anscheinend mit dem Leben nicht so gut umgehen konnte, wie andere Leute das taten“ (S. 148) und„Selbst wenn niemand mich je fände, wenn ich den Rest meines Lebens hier verbrächte und für immer verschwunden bliebe, von anderen für vermisst erklärt, könnte ich aus meinem eigenen Leben doch nie verschwinden; ich könnte nie den Verlauf meiner Geschichte löschen, sondern wüsste immer genau, wo ich war und gewesen war (...) das, was ich die ganze Zeit gewollt hatte, vollständig verschwinden, doch eben das würde mir nie gelingen – niemand verschwindet einfach so, niemand hat diesen Luxus je gehabt oder wird ihn je haben“ (S. 160)Sie muss zurückkehren in ihr altes Leben, sich diesem wieder stellen oder etwas ändern, denn weglaufen und verschwinden funktioniert nicht. 

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  • Catherine Lacey - Niemand verschwindet einfach so

    Niemand verschwindet einfach so

    miss_mesmerized

    18. September 2017 um 19:12

    Elyria tut das, wovon viele träumen, sich aber nie wagen in die Tat umzusetzen: sie verschwindet. Sie setzt sich in einen Flieger und reist von den USA nach Neuseeland. Sie weiß, wovor sie wegläuft, wohin sie will ist schon schwieriger. Zunächst einmal auf die Farm eines Mannes, den sie kennenlernte und der ihr leichtsinnigerweise anbot, bei ihm in der Abgeschiedenheit zu leben und arbeiten. Trampend bestreitet sie den Weg, Gelegenheitsjobs bringen immer wieder ein wenig Geld ein.- Was ihr Ehemann und ihre Mutter machen, interessiert sie nicht, das hat sie hinter sich gelassen. Was sie jedoch nicht zurücklassen kann, ist die Erinnerung, vor allem an ihre Stiefschwester, deren Tod sie nie überwunden hat. In der Ferne sucht sie nach etwas, sich selbst, und sie versucht ihrem alten Ich und all seinen Erinnerungen zu entkommen.Catherine Lacey hat einen ungewöhnlichen Roman geschrieben, der einem direkt packt und mitreißt. Zunächst ist man verwundert über den Mut der Protagonistin, einfach alle Zelte abzubauen und in eine ungewisse Zukunft zu reisen. Dann kommen Zweifel, ob ihr Handeln wirklich durchdacht ist – nein – ob die Suche nach ihrem Selbst so erfolgreich ist – zweifelhaft – ob sie einfach leichtsinnig oder gar verrückt ist – naheliegend. Die Reise ist viel weniger eine Suche denn ein Weglaufen. Sie stellt sich nicht den Dingen, die sie dringend besprechen und bearbeiten müsste. Jede Begegnung mit einem Menschen wird zur Qual, weil sie Fragen zu sich beantworten soll, dabei will sie nichts weniger sein als sie selbst. Aus der mutigen wird plötzlich eine eher feige Frau, die nicht den Schneid hat, ihrem Leben entgegenzutreten.Elyria muss dies im Laufe ihrer Reise erkennen. Hier liegen die besonderen Stärken des Romans. Die Handlung bewegt sich zwischen den Stationen in Neuseeland und den kurzen Episoden des Kontakts mit eigentlich fremden Menschen, zu denen Elyria nie eine Verbindung aufbauen kann, bleibt so recht überschaubar. Spannender und interessanter indes ihre psychische Entwicklung. Nach und nach reift jedoch in ihr die Erkenntnis, dass ihr Ziel verfehlt werden wird:„damals, als ich noch dachte ich hätte herausgefunden, wer ich war und warum ich anscheinend mit dem Leben nicht so gut umgehen konnte, wie andere Leute das taten“ (S. 148) und„Selbst wenn niemand mich je fände, wenn ich den Rest meines Lebens hier verbrächte und für immer verschwunden bliebe, von anderen für vermisst erklärt, könnte ich aus meinem eigenen Leben doch nie verschwinden; ich könnte nie den Verlauf meiner Geschichte löschen, sondern wüsste immer genau, wo ich war und gewesen war (...) das, was ich die ganze Zeit gewollt hatte, vollständig verschwinden, doch eben das würde mir nie gelingen – niemand verschwindet einfach so, niemand hat diesen Luxus je gehabt oder wird ihn je haben“ (S. 160)Sie muss zurückkehren in ihr altes Leben, sich diesem wieder stellen oder etwas ändern, denn weglaufen und verschwinden funktioniert nicht. 

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  • Anstrengend und verwirrend

    Niemand verschwindet einfach so

    himbeerbel

    16. September 2017 um 17:47

    Die 28jährige Elyria verlässt von jetzt auf gleich ihren Mann, ohne eine Nachricht zu hinterlassen und löst ein One-Way-Ticket nach Neuseeland. In Neuseeland angekommen, verliert sie immer mehr den Boden unter den Füßen und versumpft in ihrem ewig um die gleichen Themen kreisenden Gedankenstrudel um den tragischen Tod ihrer Adoptivschwester Ruby, ihre verkorkste Kindheit und die Eintönigkeit ihrer Ehe mit Charles.Catherine Lacy lässt den Leser Elyrias Odyssee in der Ich-Form durchleben und kommt ihm damit näher, als ihm gut tun kann. Die Geschichte selbst ist handlungsarm und wird in Form des nicht enden wollenden Bewusstseinsstroms der Protagonistin, ihren inneren Monologen und inneren Dialogen mit ihrem Mann erzählt. Dabei durchlebt man gemeinsam mit Elyria, wie sie geistig immer verwirrter wird, verwahrlost und immer weniger in der Lage ist, eigenverantwortlich zu handeln. Diese dunkle pessimistische Story lässt zwar tief in den verstörten Abgrund seiner Protagonistin schauen, belässt aber doch so vieles im Unklaren, dass man als Leser selbst eine gewisse Unsicherheit verspürt. Diese düstere depressive Geschichte schaffte es sogar, mich in eine eben solche Stimmung zu versetzen, so dass ich bereits nach kurzer Zeit nicht mehr zu dem Buch greifen mochte, obwohl ich mich normalerweise auch gerne in schwierige Charaktere und Handlungsstränge einlese.Auch der Schreibstil konnte mich nicht begeistern. Ein Bild reihte sich an das andere, so dass der eigentliche Sinn kaum noch durchscheinen konnte.  Außerdem gefielen mir die verwendeten Bilder größtenteils nicht. Da hatte Haut die Beschaffenheit von billigem Klopapier,  Tränen sammelten sich und sie fühlte sie dort blubbern und summen wie einen Teekessel, kurz bevor das Wasser kocht oder in einem anderen Fall fühlte sich die Protagonistin wie eine Dose Hundefutter.Die endlosen Bandwurmsätze kosten viel Konzentration, erschweren das Lesen und Verstehen und verleiteten mich irgendwann nur noch zum Überfliegen des Textes, weil mich die Bilder, Metaphern und die Schreibweise überstrapazierten. Dieses Buch verursacht nicht nur eine gedrückte Stimmung, es liest sich zudem außerst sperrig und lässt jede Freude beim Lesen vermissen. Beispielhaft möchte ich hier einen der Sätze zitieren, bei denen ich nur mit den Augen rollen konnte:„Ich wusste, dass er es nicht gewollt hatte, oder ich meine, es gewusst zu haben, oder es war besser zu meinen, dass er es nicht wollte, aber ich fragte mich, woher ich es mit Sicherheit wissen konnte und ob es nicht treffender gewesen wäre, zu sagen, ich glaubte er habe es nicht gewollt, aber wenn ich das tatsächlich glaubte, hätte ich ja auch ohne weiteres sagen können, ich wisse es, was aber offenbar nicht stimmte, weil ich ja den Rest der Nacht wach lag und darüber nachdachte, woher ich mit Sicherheit wissen konnte, dass er es nicht gewollt hatte, und was diese mangelnde Sicherheit darüber aussagte, wie sehr ich meinem Mann vertraute oder nicht vertraute und darüber, wie gut oder nicht gut unsere Ehe funktionierte, und ob es möglich war, dass wir einander ernsthaften Schaden zufügen wollten, und es war eine Tatsache, dass ich die Alpträume meines Mannes nur entschuldigen konnte, indem ich sie für vollkommen unabhängig von ihm erklärte, was aber wiederum extrem unwahrscheinlich, wenn nicht gar unmöglich war, weil mein Mann hauptsächlich aus seinem Kopf bestand und ich glaubte, dass es dieser Kopf war, der die Alpträume verursachte.“ (S. 118)Nichtsdestotrotz wird dieser Roman international gefeiert und als eines der eindrücklichsten Debüts der letzten Jahre bezeichnet. Obwohl ich mich bis zum Schluss des Buches durchgequält habe, kann ich das nicht nachvollziehen.Für gelungen halte ich hingegen das Cover, welches das immer tiefere Versinken der Protagonistin in ihre finstere Gedankenwelt gut verbildlicht. Auch ist es Catherine Lacey darüber hinaus gelungen die konfuse Gedankenwelt von Elyria glaubhaft zu Papier zu bringen, auch wenn mir die Art und Weise nicht gefallen hat. Wer so etwas lesen möchte, der könnte vielleicht an „Niemand verschwindet so einfach“ seine Freude haben. Ansonsten kann ich diesen Roman nicht weiterempfehlen.Catherine Lacey wurde in Mississippi geboren und lebt in Chicago. Für ihren ersten Roman »Niemand verschwindet einfach so« wurde sie mit dem Whiting Award 2016 ausgezeichnet. Bettina Abarbanell wurde für ihre Übersetzung dieses Romans ins Deutsche mit dem Brandenburger Kunstförderpreis ausgezeichnet.

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  • Depressionen hautnah erleben.

    Niemand verschwindet einfach so

    Haliax

    16. September 2017 um 16:11

    Elyria verschwindet aus ihrem Leben in New York und flieht nach Neuseeland. In Neuseeland hat sie ein klares Ziel vor Augen: .ihren alten Bekannten Werner aufsuchen und bei ihm für eine Weile einen Unterschlupf finden. Elyria macht einen Trip durch Neuseeland, der Erinnerungen an vergangene Zeiten hochkommen lässt und sie fast vollkommen einnehmen.„Niemand verschwindet einfach so“ von Catherine Lacey ist ein deprimierender und pessimistischer Roman. Man taucht in die Gedankenwelt der Protagonistin, die deutlich an Depressionen leidet, die ihr ganzes Leben in schwarze Farbe tauchen lassen. Im Buch wird ihre Reise durch Neuseeland beschrieben und ihre Erinnerungen an Ereignisse, die sie geprägt haben. Anfangs wird wenig preisgegeben, warum Elyria den radikalen Schritt unternommen hat. Man hat einen Grund am Buch dran zu bleiben, wenn man herausfinden möchte, was in Elyria´s Leben vorgefallen ist.Als ihr Fassade langsam zu bröckeln beginnt und man immer mehr in ihr früheres Leben eintaucht, erkennt man, warum ihr vergangenes Leben einfach zu viel wurde. Man kann es aber lediglich erahnen, denn die Autorin gibt keine genaue Auskunft.Der innere Konflikt von Elyria ist eine schwere Kost. Man möchte Elyria am liebsten packen und wach rütteln. Doch so einfach ist es bei einer Person mit Depressionen nicht. Ich finde, die Autorin gibt einen guten Einblick in eine depressive Person. Es ist oft verwirrend, widersprüchlich und undurchdringlich. Es ist die schwere depressive und drückende Stimmung, die sicher nicht leicht zu lesen ist und nicht für jedermann geeignet ist. Obwohl das Geschichte in nur 265 Seiten niedergeschrieben ist, kämpfte ich mit den letzten 50 Seiten, da es zu langwierig und wenig progressiv war.Der Schreibstil der Autorin konnte mich sofort einnehmen. Sie beschreibt Elyria´s Gefühle sehr deutlich, gibt eine genaue Gedankenwelt wieder und benutzt häufig Metaphern. Die Gespräche der Personen sind in diesem Buch nur kursiv dargestellt und nicht wie üblich in einer direkten Rede. In diesem Fall würde ich die Leseprobe empfehlen, um zu sehen, ob der Schreibstil und die Art der Rede zusagt.FazitDer Roman ist sicher nicht leicht zu lesen, aber dahinter verbirgt sich eine einzigartige Geschichte, die durch die depressive Stimme der Protagonistin lebt. Wer an dem Buch Interesse hat, sollte vorher die Leseprobe lesen, um zu sehen, ob das Buch den Vorstellungen entspricht. 

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  • Verstörend und wortgewaltig

    Niemand verschwindet einfach so

    kruemelmonster798

    15. September 2017 um 16:53

    "Doch ihre eigentliche Reise ist die Reise in ihr eigenes Herz der Finsternis. Verfolgt vom Tod der Schwester, ausgestoßen von der Mutter" Schon lange habe ich mich bei einer Rezension nicht mehr so schwergetan wie bei diesem Buch. In einer schönen Sprache, auch optisch fernab der gewöhnlichen Darstellung ( so wird die wörtliche Rede statt mit Anführungszeichen einfach kursiv dargestellt ), reisen wir mit Elyria nach Neuseeland. Die wahren Beweggründe der Reise erschließen sich erst nach und nach, wenn überhaupt. Elyria ist nicht unsympathisch, aber wirklich nachvollziehen kann ich die Art ihres Reisens nicht. Die Autorin schreibt oft in ellenlangen Schachtelsätzen, die mich aber hier nicht stören, sondern den verstörten Gemütszustand Elyrias gut transportieren. Der Klappentext spricht von "drohendem explodierenden Innenleben", das trifft es sehr gut. Optisch gefällt mir das Buch sehr gut, das Cover passt perfekt zur Handlung und die Aufmachung mit Lesebändchen ist hochwertig. Das Buch ist meines Erachtens nicht geeignet, um es am Stück durchzulesen. Es hatte zwischendurch für meine Geschmack auch deutliche Längen, weswegen ich zwischen drei und vier Sternen schwankte. Mein Fazit: keine leichte Lektüre, aber als solche wird das Buch ja auch nicht verkauft. Lesenswert!

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  • Wenn eine Flucht, der einzige Ausweg zu sein scheint

    Niemand verschwindet einfach so

    bookgirl

    15. September 2017 um 10:34

    Inhalt Elyria lässt ihr gesamtes Leben hinter sich und fliegt mit einem One-Way-Ticket nach Neuseeland. In Neuseeland angekommen, lässt sie sich treiben und begibt sich in manch riskante Situation, ohne so wirklich zu wissen, wie sie ihr weiteres Leben gestalten möchte. Die Reise ist jedoch auch eine Reise in ihre Vergangenheit und gleichzeitig eine Flucht vor dem Tod der Schwester, dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter und in ihrer Ehe. Doch niemand kann einfach so verschwinden, denn egal wohin die Flucht ihn trägt, er nimmt sich immer mit … Meine Meinung "Niemand verschwindet einfach so" ist die Geschichte von Elyria, die einfach nur noch weg möchte. Aus ihrem Leben, aus ihrer Ehe, aus dem was in der Vergangenheit geschehen ist. Aber sie wäre wohl der erste Mensch, dem es gelingt zu fliehen und alles hinter sich zu lassen. Egal wohin wir gehen, wir nehmen unsere Sorgen und Probleme mit und so ist nicht verwunderlich, dass Elyria mit diesen auch im Verlauf ihrer Reise zu kämpfen hat. Catherine Lacey hat ihre Protagonistin jedoch nicht ganz planlos in den Flieger steigen lassen. Nein, sie hat ein Ziel und möchte der Einladung von Werner folgen, der ihr die Anschrift seiner Farm auf einen Zettel gekritzelt hat, als er ihr in New York begegnet ist. Er hätte wohl nie gedacht, dass sie ihn besucht, lässt sie jedoch zunächst bei ihm wohnen, bis ihn ihre Traurigkeit förmlich erdrückt. Sie lässt sich danach ziellos treiben, lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, bei denen sie zeitweise Unterschlupf findet, aber auch immer wieder erkennen muss, dass sie sich nirgends zugehörig fühlt und fühlen möchte. Genau das ist es auch, was dazu führt, dass das Buch keine leichte Kost ist. Wir begleiten durch Elyria eine schwer depressive junge Frau, die in ihrem Leben an einen Punkt gekommen ist, wo sie nur noch weg will und so nach und nach erkennt, dass sie niemanden für ihre Traurigkeit verantwortlich machen kann. Sie erkennt dies zwar, aber ich hatte bis zum Ende nicht das Gefühl, dass sie begriffen hat, dass sie und nur sie etwas daran ändern kann. Es gibt kein Happy  End, noch nicht einmal einen Hauch von Hoffnung auf Besserung, was einerseits zu der Geschichte passt, andererseits hätte mir zumindest ein kleiner Lichtblick gut gefallen. Dennoch kann ich verstehen, dass Catherine Lacey für ihr Debüt preisgekrönt worden ist, da sie eine ganz eigene und fast schon hypnotisch wirkende Erzählstimme besitzt. Fazit "Niemand verschwindet einfach so" ist ein Buch, welches einen sehr guten Einblick in das Seelenleben einer depressiven Frau gibt, aber den Leser auch fordert. Keine leichte Kost und sicher nichts für jedermann, aber dennoch so intensiv und anspruchsvoll geschrieben, dass ich nicht umhin komme 4 Sterne zu vergeben.

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  • Ein Versuch die Vergangenheit zu vergessen.?!

    Niemand verschwindet einfach so

    JudyLudi

    15. September 2017 um 10:32

    Catherine Lacey nimmt die Leser in dem Roman "Niemand verschwindet einfach so" mit in die Gedanken von der Protagonistin Elyria. Elyria ist eine Frau, die sich für ihre Mitmenschen von heute auf morgen auf eine Reise nach Neuseeland begeben hat. Eine Reise, die den Versuch darstellt sich selbst zu finden und ihr altes, vertrautes Leben hinter sich zu lassen. Doch wie kann das Gelingen, wenn die Vergangenheit als stetiger Begleiter mit auf der Reise ist? Die Geschichte selbst sowie die weiteren erwähnten Personen (Ehemann, Mutter, Adoptivschwester, Bekanntschaften) bleiben in der Erzählung undeutlich, da der Kern auf Elyria, der Frau die gefangen von ihren Erinnerungen und negativen Gedanken, liegt. Die Gefahr bzw das implizite scheitern vor ihren Gefühlen und Erinnerungen davonzulaufen ist beschrieben in der stetigen Erwähnung der Gefahr des trampens in Neuseeland. EIm Besonderen werden die Männer in ein negatives und bedrohliches Licht gerrückt, da speziell diese Personengruppe zu Verletzungen der Frau führen. Es stellt sich die Frage, wie vielschichtig die Geschichte zu denken ist und darin angedeutet wird, dass in Elyrias Leben ihr Ehemann als zentraler Aspekt für ihre Unzufriedenheit, Veränderung und ihre kuriose Gedankenwelt ist. Immerhin ist ihr "Ehemann", jene Verbindung zwischen ihrer Schwester, die Selsbtmord begangen hat, und ihr. Impliziert das davonlaufen der Versuch, den Verlust und die erschreckende Tatsache des Suizids, zu vergessen anstatt aufzuarbeiten?! Catherine Lacey schreibt eine Gedankengeschichte, die zu vielen Überlegungen anregt. Ihr Schreibstil unterstützt den wirren Gedankengang und erfordert von dem Leser aufmerksam dem Fortgang zu folgen. Sicherlich kein Buch für jedermann - aber eine Erfahrung wert.

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