Catherine Lowell

 3.8 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor von Die Kapitel meines Herzens, The Madwoman Upstairs und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Catherine Lowell

Die Kapitel meines Herzens

Die Kapitel meines Herzens

 (51)
Erschienen am 16.08.2017
Die Kapitel meines Herzens

Die Kapitel meines Herzens

 (0)
Erschienen am 06.05.2019
The Madwoman Upstairs

The Madwoman Upstairs

 (1)
Erschienen am 01.03.2016

Neue Rezensionen zu Catherine Lowell

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evafls avatar

Rezension zu "Die Kapitel meines Herzens" von Catherine Lowell

Wenn die vermeintliche Schriftsteller-Verwandtschaft der große Aufhänger ist...
evaflvor 9 Monaten

Samantha ist die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Brontë-Geschwister, jedoch geht sie mit dieser Information nicht gerne hausieren. Sie studiert in Oxford selbst Literatur, ist dementsprechend noch recht jung und dennoch älter als Mitstudenten, da sie vom Vater eine lange Zeit selbst unterrichtet wurde. Mit ihrer klugen und frechen Art kommt sie jedoch auch bei ihrem Literaturprofessor erstmal nicht weiter, außerdem muss sie sich nach dem Tod ihres Vaters mit dem geheimnisvollen Erbe auseinander setzen und natürlich entsprechend auch mit ihrer Familiengeschichte.

Von den Brontë-Geschwistern hatte ich bis dato noch nichts gelesen, natürlich sagen mir die Namen etwas, jedoch nicht mehr, nicht weniger. Muss ja für dieses Buch nicht heißen, dass man sich hier zwingend auskennt um die Geschichte zu verstehen. Nun ja, irgendwie falsch gedacht. Aber mal langsam.

Die Geschichte ist für mich überhaupt nicht in Fluß gekommen, das heißt es war mehr so ein dahin-Geplätscher, so wirklich gut unterhalten wurde ich leider nicht. Es war eher so, dass ich mich gelangweilt habe, weil man auch nur alles sehr kryptisch erfährt, was man so erläutert bekommt. Da wäre es meiner Ansicht nach halt einfach schon mal schön gewesen, wenn man eine Info über die berühmten Brontë-Geschwister bekommen hätte, was aber nicht wirklich der Fall war. Ebenso die Auseinandersetzung mit verschiedener Literatur hat mich nicht begeistern können, die Gespräche vom Literaturprofessor mit Samantha waren einfach komisch und irgendwie ungelenk, zumindest habe ich das so für mich empfunden.

Vom Stil her ist es so, dass das Buch gut zu lesen ist, also kein komplizierter Satzbau, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe. Lediglich inhaltlich war es einfach lahm geschrieben, wie ich finde, da hat mir der Schwung gefehlt.

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht überzeugt bzw. bin ich generell nicht warm damit geworden. Die Geschichte könnte an und für sich interessant sein, in diesem speziellen Fall war es aber so, dass ich damit leider nichts anfangen konnte. Samantha erzählt immer wieder von den Brontë-Geschwistern ohne mal irgendwie weiter etwas zu erläutern (lediglich einmal, zumindest war das gefühlt mein Eindruck), das finde ich schade. Von mir gibt es lediglich einen von fünf Sternen und ich kann keine Empfehlung aussprechen. 

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4Mephistopheless avatar

Rezension zu "Die Kapitel meines Herzens" von Catherine Lowell

Literarische Schnitzeljagd mit missgestimmter Heldin
4Mephistophelesvor einem Jahr

Lieben Sie die Literatur? Interessieren Sie sich für die Brontë- Schwestern? Mögen Sie es, wenn in älteren Werken eine neue Bedeutungsebene aufgetan wird?

Wenn Sie alle diese Fragen mit "ja" beantwortet haben, dann werden Sie vielleicht zu diesem Buch greifen wollen, weil es im Grunde das verspricht. Dennoch muss ich Ihnen leider davon abraten, wenn Sie sich nicht genau so ärgern wollen, wie ich es in den letzten Stunden getan habe.

Die Handlung des Buches klingt vielversprechend: Samantha Whipple fängt an, in Oxford zu studieren, so wie ihr Vater, der berühmte Schriftsteller Tristan Whipple es für sie vorgesehen hatte. Ihr Vater unterrichtete sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr fast alleine auf ihrem Anwesen, bevor er bei einem Feuer ums Leben kam. Samantha erregt einiges an Aufsehen, als sie an der altehrwürdigen Universität anfängt, weil sie die letzte (indirekte) Nachfahrin der Brontë- Schwestern ist. (Sollten Sie, so wie ich, stutzen, weil die Schwestern bekanntlich keine Kinder hatten: Man geht hier den Umweg über die Verwandtschaft von Patrick Brontë, dem Vater der Schwestern.)

Merkwürdigerweise wird sie in dem ehemaligen Karzer der Universität untergebracht, einem rot getünchten fensterlosen Turm mit merkwürdigem Gemälde, in dem sie wohnen kann, aber einmal die Woche Marvin und eine Schar an Touristen reinlassen muss. Außerdem ist da dann noch Dr. James Orville III, der ihr Tutor ist, ebenso schnippisch und jovial wie Samantha, bei dem sie Einzelsitzungen zur Englischen Literatur hat. Mit ihm bespricht sie eine Reihe von Werken, interpretiert sie neu und stellt wieder und wieder fest, dass ihre berühmte Verwandtschaft sie nicht loslässt. Zumal dann plötzlich Bücher auftauchen, die aus der vermeintlich komplett zerstörten Bibliothek ihres Vaters stammen, sodass sie sich einmal neu mit den Werken der Brontë-Schwestern auseinander setzen muss.


Soweit klingt es noch mysteriös und spannend, nicht wahr? Dann lesen Sie besser hier nicht weiter, sondern bilden sich selbst eine Meinung, ab hier wird es verheerend.


Es wird schon schwer den Roman wegen des kitschigen Titels "Kapitel meines Herzens" zu mögen, der im Grunde nur eine seichte Liebesgeschichte evoziert. Der Klappentext auf dem Rücken verrät sogar schon den Schluss. Lieber Verlag, bei "Homo faber" war es Kunst, hier ist es Nonsens. Man errät es auch so.

Weiterhin ging mir Samantha Whipple als Protagonistin unsäglich auf die Nerven, weil sie permanent schlecht gelaunt ist: "Schätzen Sie denn gar keine Autoren?", fragte Orville. "Ich schätze Sie, aber ich mag sie eben nicht." (S. 19)  Sie hält sich bewusst abseits, einzige Kontaktpersonen in Oxford sind ihr Tutor Orville und Hans, ein schwedischer Student, der über sie in der örtlichen Zeitung berichtet. Dass sie allein lebt, mag Gewohnheit sein, aber ihre teenagerhafte Ablehnung jedweder Kultur, Literatur, Gesellschaft gegenüber zerrt an den Nerven. Verstörend finde ich außerdem die Tatsache, dass ihr Studium nur aus dem Tutorium zu bestehen scheint. Andere Kurse finden keine Erwähnung, über profane Literaturrecherchen, wissenschaftliche Arbeit, Fußnoten und dem Erlernen, wie man mit Datenbanken und Quellen unterschiedlicher Art umgeht, also mit allem was ein vernünftiges Literaturstudium ausmacht, scheint die Protagonistin erhaben.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass die literarischen Gespräche um die Art der Quellenrezeption gehen. Zunächst wird eine steile These aufgestellt, die auf eine Art beantwortet wird (ohne sich der vorhandenen Literatur zu bedienen oder sie zur Hilfe zu ziehen) um dann festzustellen, dass man verschiedene Literaturtheorie-Verfahren anwendet und daher zu verschiedenen Ergebnissen kommt. (Auch diese Literaturtheorieverfahren werden nicht benannt. Man muss schließlich unwissenschaftlich bleiben.) Die Ergebnisse sind interessant und werden an den Werken tatsächlich belegt. Diese verschiedenen Theorien haben mir dann doch Lust auf eine erneute Beschäftigung mit den Brontës gemacht.

Die unter mysteriösen Umständen zu Samantha gelangenen Bücher bilden einen Spannungsbogen, man will doch wissen, was das Erbe des Vaters an die Tochter ist. Dies wäre gelungen, jedoch war das Versteck des Erbes für mich schon sehr weit am Anfang klar, weil es offensichtlich ist.
Schade, dieser Spannungsbogen hätte Potenzial gehabt.


Bleibt nun das, was der Titel anlegt. "Die Kapitel meines Herzens". NATÜRLICH muss hier eine Liebesgeschichte angedeutet werden. Da Samantha in ihrer Einsiedelei lebt, gibt es ja nur zwei Figuren, mit denen sie früher oder später anbandeln kann. Und natürlich fällt die Wahl auf den Dozenten, um das endgültige Klischee nur noch zu betonen.


Es bleibt also zu konstatieren: Meiner Meinung nach bleibt der Roman durch die Anhäufung der Klischees weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Besonders wütend macht mich das Fehlen jeglicher wissenschaftlicher Grundsätze. Literatur zu studieren ist hier lediglich Mittel zum Zweck psychoanalytischer Aufarbeitung.
Immerhin empfand ich das Cover schön und ich habe mir die Lust auf die Werke der Brontë-Schwestern tatsächlich nicht nehmen lassen.
Und wie erging es Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser?

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vormis avatar

Rezension zu "Die Kapitel meines Herzens" von Catherine Lowell

Die Kapitel meines Lebens
vormivor einem Jahr

Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Zu Weihnachten schenkt er ihr eine Schnitzeljagd mit Zitaten aus der Weltliteratur. Sams Vater ist nicht nur Bestseller- Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie. Als er stirbt, ist Sam die letzte lebende Verwandte der Schriftsteller-Dynastie. Alles, was ihr Vater ihr hinterlassen zu haben scheint, ist ein abgegriffenes rotes Lesezeichen. Oder ist es ein Hinweis auf ein geheimes Erbe? Die Öffentlichkeit hat ihren Vater schon lange im Verdacht, wertvolle Gemälde, Briefe und Romanentwürfe der berühmten Schwestern zu verstecken. Antworten hofft Sam am Old College in Oxford zu finden. Dort hat Sam zwar nur Augen für Bücher, ihr Professor und ein attraktiver Mathe-Student lenken sie jedoch mehr ab, als sie es sich eingestehen möchte.
Inhaltsangabe auf amazon

Ich hatte mir aufgrund des Klappentextes irgendwie was anderes vorgestellt.
Ich bin jetzt schon über der Hälfte und habe bisher, wenn überhaupt, nur was zu den Bronte-Schwestern gelesen.
Vielleicht 2 Zitate aus der Weltliteratur. Den hübschen Mathe-Studenten gabe es in 1,5 Szenen und die sind schon sehr lange her.
Die Hauptprotagonistin ist sehr speziell, eigentlich mag sie gar nicht und findet alles doof. Besonders Bücher und ihre Autoren.

Ein echter Lichtblick sind die Dialoge mit ihrem Professor, aber auch die sind Geschmackssache, denn in den meisten Fällen reden die beiden aneinander vorbei.
Ich werde das Buch jetzt abbrechen, denn es reizt mich kaum noch und ich schaffe höchstens noch 40 Seiten am Tag. Die lese ich sonst in 1 Stunde.
Das ist doch wirklich ein klares Signal, dass mich dieses Buch nicht erreicht.

Trotzdem hat es auch gute Seiten.
Und besonders für Fans der 3 literarischen Schwestern ist es bestimmt ein Genuss.
Aber für alle, die nicht so sehr mit ihren Werken vertraut sind, ist es eher mit Vorsicht zu genießen

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Gespräche aus der Community

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AtlantikVerlags avatar
»Es war nicht immer klar, auch ihr selbst nicht, wo ihre Phantasie aufhörte und wo die Wirklichkeit begann.«

Dieser Roman begeistert alle, die Bücher lieben – und in Büchern vor allem Liebesgeschichten ... In dieser Leserunde zu Die Kapitel meines Herzens von Catherine Lowell habt ihr Chance, diese unwiderstehlich clevere Geschichte exklusiv vor Veröffentlichung zu lesen und diskutieren. Viel Glück!

Zum Buch

Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Zu Weihnachten schenkt er ihr eine Schnitzeljagd mit Zitaten aus der Weltliteratur. Sams Vater ist nicht nur Bestseller-Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie. Als er stirbt, ist Sam die letzte lebende Verwandte der Schriftsteller-Dynastie. Alles, was ihr Vater ihr hinterlassen zu haben scheint, ist ein abgegriffenes Lesezeichen. Oder ist es ein Hinweis auf ein geheimes Erbe?Die Öffentlichkeit hat ihren Vater schon lange im Verdacht, wertvolle Gemälde, Briefe und Romanentwürfe der berühmten Schwestern zu verstecken. Antworten hofft Sam am Old College in Oxford zu finden. Dort hat Sam zwar nur Augen für Bücher, ihr Professor und ein attraktiver Mathe-Student lenken sie jedoch mehr ab, als sie es sich eingestehen möchte.

Zur Autorin

Catherine Lowell lebt in New York. Sie studierte in Stanford und erhielt noch vor Studienabschluss zwei Stipendien, beide für die Realisierung eines Romans. So entstand Die Kapitel meines Herzens, Lowells Debütroman.

»"Die Kapitel meines Herzens" ist ein geistreicher Roman mit pointierten und frechen Dialogen, der sowohl klug, humorvoll als auch spannend ist. Volltreffer!" Melanie Rust, Buchhandlung Podszun in Marsberg

Wir möchten gemeinsam mit euch exklusiv vor der Veröffentlichung dieses Buch lesen und diskutieren. Dafür stellen wir euch 20 Exemplare zur Verfügung. Ihr könnt euch bewerben, in dem ihr uns in einem Kommentar folgende Frage beantwortet:

Zu zweit liest man weniger allein, oder? Mit wem tauscht ihr euch am liebsten über Bücher und Geschichten aus?

Eternitys avatar
Letzter Beitrag von  Eternityvor einem Jahr
Es tut mir leid, dass Ihr so lange auf meine Rezension warten musstet. Im folgenden Link findet Ihr sie nun endlich: https://www.lovelybooks.de/autor/Catherine-Lowell/Die-Kapitel-meines-Herzens-1440021607-w/rezension/1489568246/ Leider, muss ich gestehen, hat mir das Buch nicht so recht gefallen. Die Geschichte an sich war ganz nett, aber ich fand die Hauptperson so nervig, dass ich manchmal nur sehr ungern weiter gelesen habe. Schade :( Aber trotzdem vielen, vielen Dank für die Möglichkeit, das Buch zu lesen, und hier bei der Leserunde dabei sein zu dürfen!! :)
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