Catherine Lowell Die Kapitel meines Herzens

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Inhaltsangabe zu „Die Kapitel meines Herzens“ von Catherine Lowell

Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Zu Weihnachten schenkt er ihr eine Schnitzeljagd mit Zitaten aus der Weltliteratur. Sams Vater ist nicht nur Bestseller- Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie. Als er stirbt, ist Sam die letzte lebende Verwandte der Schriftsteller-Dynastie. Alles, was ihr Vater ihr hinterlassen zu haben scheint, ist ein abgegriffenes rotes Lesezeichen. Oder ist es ein Hinweis auf ein geheimes Erbe? Die Öffentlichkeit hat ihren Vater schon lange im Verdacht, wertvolle Gemälde, Briefe und Romanentwürfe der berühmten Schwestern zu verstecken. Antworten hofft Sam am Old College in Oxford zu finden. Dort hat Sam zwar nur Augen für Bücher, ihr Professor und ein attraktiver Mathe-Student lenken sie jedoch mehr ab, als sie es sich eingestehen möchte.

Fürchterliche missgestimmte Heldin auf Schnitzeljagd- aber mit tollen literarischen Exkursen

— 4Mephistopheles

Idee ist sicher toll, aber ich konnte mich mit den sehr skurrilen Charakteren nicht anfreunden und bin auch kein Bronté-Fan ...schade!

— SchwarzeFee

Dieses Buch macht richtig Lust auf die ganzen tollen Klassiker!

— Tigerkatzi

Gute Wahl, "Die Kapitel meines Herzens" ist kuschelige Wohlfühllektüre, aber durch literarische Bezüge nicht völlig platt.

— Alexandra_Luchs

Ein mitreißend verfasster Roman für bibliophile Zeitgenossen und Fans der Brontë-Epoche.Literarische Unterhaltung mit Niveau und viel Esprit

— seschat

Spezieller Hauptcharakter, zu dem ich leider keinen Zugang fand...

— Eternity

Tolles Buch mit großer Bronte-Liebe - Uneingeschränkt 5 Sterne!

— Isaopera

Einzigartig, anspruchsvoll und wunderschön!

— Larissa_Schira

Spannend, mystisch, arbeitet mit Verweisen und ist unterhaltsam geschrieben. Interessant für alle Brontë-Fans.

— hasirasi2

Nette Geschichte über eine junge Nachfahrin der Brontes und literarische Spurensuche.

— Hermione27

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  • Literarische Schnitzeljagd mit missgestimmter Heldin

    Die Kapitel meines Herzens

    4Mephistopheles

    27. October 2017 um 21:56

    Lieben Sie die Literatur? Interessieren Sie sich für die Brontë- Schwestern? Mögen Sie es, wenn in älteren Werken eine neue Bedeutungsebene aufgetan wird?Wenn Sie alle diese Fragen mit "ja" beantwortet haben, dann werden Sie vielleicht zu diesem Buch greifen wollen, weil es im Grunde das verspricht. Dennoch muss ich Ihnen leider davon abraten, wenn Sie sich nicht genau so ärgern wollen, wie ich es in den letzten Stunden getan habe.Die Handlung des Buches klingt vielversprechend: Samantha Whipple fängt an, in Oxford zu studieren, so wie ihr Vater, der berühmte Schriftsteller Tristan Whipple es für sie vorgesehen hatte. Ihr Vater unterrichtete sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr fast alleine auf ihrem Anwesen, bevor er bei einem Feuer ums Leben kam. Samantha erregt einiges an Aufsehen, als sie an der altehrwürdigen Universität anfängt, weil sie die letzte (indirekte) Nachfahrin der Brontë- Schwestern ist. (Sollten Sie, so wie ich, stutzen, weil die Schwestern bekanntlich keine Kinder hatten: Man geht hier den Umweg über die Verwandtschaft von Patrick Brontë, dem Vater der Schwestern.) Merkwürdigerweise wird sie in dem ehemaligen Karzer der Universität untergebracht, einem rot getünchten fensterlosen Turm mit merkwürdigem Gemälde, in dem sie wohnen kann, aber einmal die Woche Marvin und eine Schar an Touristen reinlassen muss. Außerdem ist da dann noch Dr. James Orville III, der ihr Tutor ist, ebenso schnippisch und jovial wie Samantha, bei dem sie Einzelsitzungen zur Englischen Literatur hat. Mit ihm bespricht sie eine Reihe von Werken, interpretiert sie neu und stellt wieder und wieder fest, dass ihre berühmte Verwandtschaft sie nicht loslässt. Zumal dann plötzlich Bücher auftauchen, die aus der vermeintlich komplett zerstörten Bibliothek ihres Vaters stammen, sodass sie sich einmal neu mit den Werken der Brontë-Schwestern auseinander setzen muss.Soweit klingt es noch mysteriös und spannend, nicht wahr? Dann lesen Sie besser hier nicht weiter, sondern bilden sich selbst eine Meinung, ab hier wird es verheerend.Es wird schon schwer den Roman wegen des kitschigen Titels "Kapitel meines Herzens" zu mögen, der im Grunde nur eine seichte Liebesgeschichte evoziert. Der Klappentext auf dem Rücken verrät sogar schon den Schluss. Lieber Verlag, bei "Homo faber" war es Kunst, hier ist es Nonsens. Man errät es auch so.Weiterhin ging mir Samantha Whipple als Protagonistin unsäglich auf die Nerven, weil sie permanent schlecht gelaunt ist: "Schätzen Sie denn gar keine Autoren?", fragte Orville. "Ich schätze Sie, aber ich mag sie eben nicht." (S. 19)  Sie hält sich bewusst abseits, einzige Kontaktpersonen in Oxford sind ihr Tutor Orville und Hans, ein schwedischer Student, der über sie in der örtlichen Zeitung berichtet. Dass sie allein lebt, mag Gewohnheit sein, aber ihre teenagerhafte Ablehnung jedweder Kultur, Literatur, Gesellschaft gegenüber zerrt an den Nerven. Verstörend finde ich außerdem die Tatsache, dass ihr Studium nur aus dem Tutorium zu bestehen scheint. Andere Kurse finden keine Erwähnung, über profane Literaturrecherchen, wissenschaftliche Arbeit, Fußnoten und dem Erlernen, wie man mit Datenbanken und Quellen unterschiedlicher Art umgeht, also mit allem was ein vernünftiges Literaturstudium ausmacht, scheint die Protagonistin erhaben.Und so ist es nicht verwunderlich, dass die literarischen Gespräche um die Art der Quellenrezeption gehen. Zunächst wird eine steile These aufgestellt, die auf eine Art beantwortet wird (ohne sich der vorhandenen Literatur zu bedienen oder sie zur Hilfe zu ziehen) um dann festzustellen, dass man verschiedene Literaturtheorie-Verfahren anwendet und daher zu verschiedenen Ergebnissen kommt. (Auch diese Literaturtheorieverfahren werden nicht benannt. Man muss schließlich unwissenschaftlich bleiben.) Die Ergebnisse sind interessant und werden an den Werken tatsächlich belegt. Diese verschiedenen Theorien haben mir dann doch Lust auf eine erneute Beschäftigung mit den Brontës gemacht.Die unter mysteriösen Umständen zu Samantha gelangenen Bücher bilden einen Spannungsbogen, man will doch wissen, was das Erbe des Vaters an die Tochter ist. Dies wäre gelungen, jedoch war das Versteck des Erbes für mich schon sehr weit am Anfang klar, weil es offensichtlich ist. Schade, dieser Spannungsbogen hätte Potenzial gehabt.Bleibt nun das, was der Titel anlegt. "Die Kapitel meines Herzens". NATÜRLICH muss hier eine Liebesgeschichte angedeutet werden. Da Samantha in ihrer Einsiedelei lebt, gibt es ja nur zwei Figuren, mit denen sie früher oder später anbandeln kann. Und natürlich fällt die Wahl auf den Dozenten, um das endgültige Klischee nur noch zu betonen. Es bleibt also zu konstatieren: Meiner Meinung nach bleibt der Roman durch die Anhäufung der Klischees weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Besonders wütend macht mich das Fehlen jeglicher wissenschaftlicher Grundsätze. Literatur zu studieren ist hier lediglich Mittel zum Zweck psychoanalytischer Aufarbeitung. Immerhin empfand ich das Cover schön und ich habe mir die Lust auf die Werke der Brontë-Schwestern tatsächlich nicht nehmen lassen. Und wie erging es Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser?

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  • Die Kapitel meines Lebens

    Die Kapitel meines Herzens

    vormi

    08. October 2017 um 23:05

    Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Zu Weihnachten schenkt er ihr eine Schnitzeljagd mit Zitaten aus der Weltliteratur. Sams Vater ist nicht nur Bestseller- Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie. Als er stirbt, ist Sam die letzte lebende Verwandte der Schriftsteller-Dynastie. Alles, was ihr Vater ihr hinterlassen zu haben scheint, ist ein abgegriffenes rotes Lesezeichen. Oder ist es ein Hinweis auf ein geheimes Erbe? Die Öffentlichkeit hat ihren Vater schon lange im Verdacht, wertvolle Gemälde, Briefe und Romanentwürfe der berühmten Schwestern zu verstecken. Antworten hofft Sam am Old College in Oxford zu finden. Dort hat Sam zwar nur Augen für Bücher, ihr Professor und ein attraktiver Mathe-Student lenken sie jedoch mehr ab, als sie es sich eingestehen möchte.Inhaltsangabe auf amazonIch hatte mir aufgrund des Klappentextes irgendwie was anderes vorgestellt.Ich bin jetzt schon über der Hälfte und habe bisher, wenn überhaupt, nur was zu den Bronte-Schwestern gelesen.Vielleicht 2 Zitate aus der Weltliteratur. Den hübschen Mathe-Studenten gabe es in 1,5 Szenen und die sind schon sehr lange her.Die Hauptprotagonistin ist sehr speziell, eigentlich mag sie gar nicht und findet alles doof. Besonders Bücher und ihre Autoren.Ein echter Lichtblick sind die Dialoge mit ihrem Professor, aber auch die sind Geschmackssache, denn in den meisten Fällen reden die beiden aneinander vorbei.Ich werde das Buch jetzt abbrechen, denn es reizt mich kaum noch und ich schaffe höchstens noch 40 Seiten am Tag. Die lese ich sonst in 1 Stunde.Das ist doch wirklich ein klares Signal, dass mich dieses Buch nicht erreicht.Trotzdem hat es auch gute Seiten.Und besonders für Fans der 3 literarischen Schwestern ist es bestimmt ein Genuss.Aber für alle, die nicht so sehr mit ihren Werken vertraut sind, ist es eher mit Vorsicht zu genießen

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  • Die Kapitel meines Herzens

    Die Kapitel meines Herzens

    Alexandra_Luchs

    07. October 2017 um 14:03

    Natürlich lese ich in der Regel keine Bücher, von denen ich glaube, dass sie mir überhaupt nicht gefallen werden. Und natürlich habe ich mich auch für “Die Kapitel meines Herzens” von Catherine Lowell wegen des literarischen Themas schon vorab ein bisschen begeistert. Trotzdem muss ich zugeben, dass meine Erwartungen nicht sonderlich hoch waren. Umso mehr freut es mich, dass sie mehrfach übertroffen wurden und mich dieses Buch so toll unterhalten hat. Es geht um Samantha, die letzte Nachfahrin der berühmten Brontë-Schwestern. Nach dem Tod ihres Vaters sieht sie sich mit einem seltsamen Nachlass konfrontiert und soll sich das erste Mal allein ihrer Familiengeschichte stellen. Dafür muss sie sich gleichzeitig mit der literarische Biografie der Brontës auseinandersetzen, für eine junge Literaturstudentin eigentlich die leichteste Übung? Das sollte es sein, aber ihr attraktiver Literaturprofessor und einige unangenehme Zeitgenossen aus der Vergangenheit ihres Vaters lenken Samantha doch gehörig ab. Ich weiß nicht genau in welche literarische Schublade ich “Die Kapitel meines Herzens” stopfen kann. Es ist einer dieser wirklich gemütlichen “Frauenromane”, aber ohne die üblichen Klischees zur weiblichen Hauptfigur: Samantha ist weder umwerfend schön, noch naiv und zart. Sie ist sozial etwas unbeholfen, aber nicht auf mädchenhaft-niedliche Art, sondern rüpelig und fast ein bisschen trampelig. Bei den Dialogen im Buch bekommt sie eine patzige und irgendwie nervige Stimme, wirkt aber auch charmant und liebenswert. Auch der Liebesroman-Faktor in diesem Buch ist angenehm niedrig. Ja, da gibt es eine kleine Romanze (und einen völlig überflüssigen zweiten Mann, der aus dem Roman entfernt werden könnte, ohne etwas Entscheidendes zu verändern) aber die ist nicht leidenschaftlich und knisternd, keiner hüpft auf rosa Wolken. Stattdessen wird viel über Literaturverständnis und speziell die Bücher der Brontës gesprochen. Es wird darüber gestritten, ob Romane metaphorisch oder wortwörtlich zu verstehen sind und woran man das wohl erkennt? Es geht außerdem darum, warum besonders Frauen sich mit Kunst und Literatur beschäftigten und welche Aspekte ihres Lebens darin verarbeitet wurden. Besonders diese Abschnitte über das Lesen und die Werke der Brontës haben mir unheimlich gut gefallen. “Lesen lehrt einen, Mut aufzubringen. Der Autor versucht, den Leser davon zu überzeugen, dass etwas Fiktives real ist. Es ist eine lächerliche Forderung, und sie stellt die geistige Gesundheit des Lesers in Frage.” Gerade durch die Bezüge zu den real existierenden Romanen der Brontës fiel es mir leicht, mich Hals über Kopf in diese Fiktion zu stürzen. Ich habe der Autorin gern meine geistige Gesundheit überantwortet. Das hängt aber auch damit zusammen, dass der Stil des Buches sich besonders bei den Abschnitten über die Literatur durch eine sehr farbige und irgendwie “kuschelige” Sprache auszeichnet. Alles ist mit ausreichend Details beschrieben, aber trotzdem nicht umständlich oder langatmig. “Die Kapitel meines Herzens” ist keine große Weltliteratur, aber ein Buch das doch viel mehr zu bieten hat, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Wohlfühllektüre für den Herbst, aber auch eine Verführung sich mit vielen großen Klassikern noch einmal neu zu beschäftigen.

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  • Ein Buch für Leseratten und Brontë-Fans

    Die Kapitel meines Herzens

    seschat

    26. September 2017 um 15:34

    Catherine Lowells Debütroman "Die Titel meines Herzens" hat mich bis zum Ende gefesselt und mich zudem tief in die Welt der berühmten Brontë-Schwestern eintauchen lassen. Ich kannte Anne, Charlotte und Emily Brontë bisher nur vom Hörensagen, habe auch noch keines ihrer Bücher gelesen, was für das Verständnis von Lowells Geschichte allerdings unproblematisch gewesen ist, da die Autorin kenntnisreich und leidenschaftlich aus dem Œuvre der Schriftstellerinnen zitiert.Im Zentrum von Lowells Erzählung steht Samantha Whipple, die letzte Nachfahrin der Familie Brontë. Aufgewachsen inmitten von Büchern und unterrichtet vom eigenen Vater, einem Literaten und Alkoholiker, versucht sie in Oxford sich vom Erbe und dem übergroßen Namen "Brontë freizuschwimmen; was ihr allerdings alles andere als gelingt. Denn in Oxford studiert sie, wie sollte es auch anders sein, Englische Literatur und beschäftigt sich eingehend mit dem Brontë-Werk. Hinzu kommt, dass der gut aussehende und scharfzüngige Literaturprofessor James Orville Samanthas Tutor wird und dieser sie ein ums andere verbal wie literarisch an ihre Grenzen bringt. Die wöchentlichen Besprechungen mit Orville eröffnen ihr nicht nur neue literarische wie interpretatorische Horizonte, sondern lassen sie auch emotional nicht kalt. So wird der junge Professor mit der dunklen und intellektuellen Aura mit der Zeit zu ihrem Vertrauten. Und seine Unterstützung hat sie auch bitter nötig, als immer mehr kommentierte Brontë-Bücher aus dem Besitz ihres Vaters auf geheimnisvolle Weise in ihrem verwaisten Wohnturm auftauchen.Samantha als Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist kein leicht durchschaubarer Charakter. So scheut sie im Auftrag der Literatur beispielsweise keinerlei Verrücktheiten und absurde Gedankengänge. Ihre unangepasste, neugierige wie direkte Art hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mal kindlich, mal allzu intellektuell fabulierend, so hat sie sich sofort in mein Leserherz gestohlen. Letzteres lag auch an ihrer Passion für Bücher und ihrer unverstellten, wenngleich manches Mal recht einfachen Sicht auf die Dinge. Ihren kongenialen Partner, nicht nur zum verbalen Schlagabtausch, hat sie in ihrem Betreuer Dr. Orville gefunden. Ihre niveauvollen bis ironisch-bissigen Dialoge rissen mit, weil sie von einer Belesenheit und Kennerschaft zeugten, die heutige junge Erwachsene oftmals vermissen lassen. Als Leser fühlte man sich dabei schnell in eine andere Zeit versetzt und wünschte sich bald auch einmal diesem exklusiven Debattierclub beiwohnen zu dürfen.Die personale Erzählweise passte perfekt zum Roman. Spannend war zudem, dass die Erzählzeit zwischen Jetztzeit und Vergangenheit (Samanthas Kindheit und Leben der Brontë-Schwestern) häufig wechselte. Die vielfältigen literarischen Bezugnahmen unterfütterten und ergänzten den Fließtext auf harmonische Weise. Mich hat besonders der eigenwillige, freie Erzählton von Samantha gefallen. Auch die plottechnischen Anlehnungen an Schauerromane aus viktorianischer Zeit wirkten alles andere als deplatziert und ließen den Spannungsbogen nie abreißen.FAZITEin mitreißend verfasster Roman für bibliophile Zeitgenossen und Fans der Brontë-Epoche. Literarische Unterhaltung mit Niveau und viel Esprit. Kurzum, dieses Buch sollte man gelesen haben.

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  • Spezieller Hauptcharakter, zu dem ich leider keinen Zugang fand...

    Die Kapitel meines Herzens

    Eternity

    19. September 2017 um 12:20

    So manche Geschichte und so manches Buch steht und fällt mit den Figuren und Charaktere. Wenn nicht sogar immer.Dabei muss gar nicht jede Figur absolut perfekt sein. Im Gegenteil, je perfekter sie sind, desto unrealistischer erscheinen sie ja. Auch muss man nicht mit jedem Charakter auf einer Wellenlänge sein. So ist es im echten Leben ja auch nicht. Aber ich finde, man muss die Handlungsweisen oder Denkstrukturen einer Figur verstehen können und sie für plausibel empfinden. Vielleicht denkt man das ein ums andere Mal, dass man anders gehandelt hätte, aber darum geht es ja nicht. Man soll immerhin verstehen, warum eine Figur handelt wie sie handelt. Dieses Gefühl hatte ich in diesem Buch hier leider nicht. Ich fand die Hauptfigurine leider unsympathisch, wo ich noch hätte drüber stehen können, aber ich empfand ihr Verhalten als nervig und übertrieben, teilweise grostesk und widersinnig. Vielleicht hatte ich mir auch etwas ganz andere von der Geschichte erwartet, ich kann es nicht recht sagen, aber mein Buch war es leider nicht...

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  • Uneingeschränkt 5 Sterne!

    Die Kapitel meines Herzens

    Isaopera

    17. September 2017 um 23:20

    "Die Kapitel meines Herzens" war für mich direkt ein Roman mit Lieblingsbuch-Potential. Ich liebe Bücher über Bücher und das Lesen und die Story klang ganz toll. Zudem bin ich ein riesiger Fan der Bronte-Romane und wurde nicht enttäuscht: hier konnte ich mich so richtig ausleben ;) Im Mittelpunkt steht Samantha, die in der Linie ihres Vaters die letzte lebende Bronte-Nachfahrin ist. Diese Geschichte ist natürlich fiktiv, aber wahr is, dass die Romane der Schwestern überall auf der Welt noch heute Leser(innen) begeistern und hier zum Leben erweckt werden. Die drei Autorinnen werden unglaublich detailliert beschrieben und auch ihre Werke werden sehr spannend aufgegriffen - ich bin zwar z.B. zu den Werken Anne Brontes völlig anderer Meinung, aber allein die intensive Auseinandersetzung mit den Geschichten hat mir unheimlichen Spaß gemacht. Ich bin etwas unsicher, ob man auch so viel Freunde an diesem Buch hat, wenn man die Romane der Brontes nicht (mindestens teilweise) schon gelesen ist. Das Problem ist, dass man über die Inhalte der Bücher sehr stark gespoilert wird und man schon ein gewisses Detailwissen haben sollte, um alles zu verstehen. Ich glaube aber, dass das Buch ansonsten auch Spaß macht und richtig Lust auf die englischen Klassiker wecken kann. Ich als Liebhaberin der genannten Bücher kam hier voll auf meine Kosten und werde dieses Buch nie aus der Hand geben - es hat im Regal neben den Bronte-Romanen seinen festen Platz gefunden. Ganz klar: 5 Liebhaber-Sterne!

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  • Einzigartiger, literarisch anspruchsvoller Roman

    Die Kapitel meines Herzens

    Larissa_Schira

    13. September 2017 um 14:19

    Samantha, die letzte lebende Nachfahrin der Bronte-Familie, beginnt nach dem Tod ihres Vaters ein Literaturstudium in England. Dort kommt sie dem Erbe näher, das ihr Vater ihr in rätselhafter Form hinterlassen hat, und stößt dabei auf einige Familiengeheimnisse. Außerdem verwirren sie die Gefühle, die sie für ihren Professor James Orville entwickelt, mit dem sie sich eigentlich nie einig ist und der Gefallen daran findet, ihre Theorien und Ideen schlechtzureden. Trotz aller Umstände entsteht eine besondere Verbindung zwischen ihnen und Orville hilft ihr heimlich, die Geheimnisse ihrer Familie aufzudecken...Sowohl die Grundidee als auch das Konzept dieses Romans waren für mich etwas völlig neues. Neben der wunderschönen und spannenden Geschichte dreht sich sehr viel um literarische Diskussionen zwischen Samantha und ihrem Professor. Hier werden vor allem die Bronte Werke bis ins Detail analysiert und dem Leser von einer ganz neuen Seite gezeigt. Dadurch entsteht eine durchaus anspruchsvolle, literarisch wertvolle Kompnente, die diesem Buch besondere Würze verlieht. Daran hat mich lediglich etwas gestört, dass auch vom Ende der Bücher erzählt wurde - wer die Romane der Brontes also noch nicht alle gelesen hat, wird gnadenlos gespoilert. Auch die Protagonisten dieses Buches hatten alle einen ganz besonderen, eigenen Charakter, der nicht vielen Beschreibungen bedurfte. Die Autorin zauberte allein durch Handlungen und Gesten sympathische, realistische Personen mit Ecken und Kanten, die man sofort zu kennen meint. So konnte ich mich von Anfang an gut in Samantha hineinversetzen und habe mich mit ihr zusammen ebenfalls in Orville verliebt.Auch Spannung und Schreibstil lassen für mich keinen Raum für Kritik. Nach den ersten Seiten zum Einstieg konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt und begeistert.Ich freue mich schon auf weitere Werke dieser Autorin und kann "Die Kapitel meines Herzens" jedem weiterempfehlen, der sich für Literatur und vor allem auch für die Brontes interessiert. Es war ein wahrer Genuss es zu lesen.

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  • „Bücher liefern keine Antworten, weil das Leben keinen Sinn hat“

    Die Kapitel meines Herzens

    hasirasi2

    10. September 2017 um 09:56

    Samantha ist neu am College in Oxford. Da das Wohnheim angeblich hoffnungslos überfüllt ist, wird sie allein in einem abgeschiedenen Turm von 1316 – einer ehemaligen Quarantänestation für Pestopfer – untergebracht. Ihr Zimmer ist unheimlich. Die Wandfarbe rot wie Blut und dann hängt da dieses schreckliche düstere und bedrückende Gemälde der „Gouvernante“. Andererseits ist ihr diese abgeschiedene Lage ganz recht, denn nach dem Tod ihres Vaters ist sie die letzte Nachfahrin der berühmten Brontë-Schwestern und die Presse sowie diverse Forscher sind hinter ihr her. Zu letzteren gehört der Intimfeind ihres Vaters, Sir John Booker, einer mehrfach ausgezeichneten Koryphäe auf dem Gebiet der Brontë-Forschung „Keiner konnte Sir John das Wasser reichen, nicht einmal er selbst.“ (S. 122)   Samantha, Sam, studiert Literaturwissenschaften. Ihr Tutor James Orville ist nur ca. 10 Jahre älter als sie und ihre Streitgespräche über den Unterrichtsstoff sind sehr explosiv. Sie erhofft sich von ihm das Studium der Werke der Brontës, um hinter das kryptische Erbe ihres Vaters zu kommen, aber er weißt dies kategorisch ab. Er mag die Brontës nicht besonders! Außerdem fühlt sich Sam von Beginn zu ihm hingezogen ...   Ich bin ehrlich, ich hatte etwas anderes erwartet. Eine Familiengeschichte, dunkle Geheimnisse, Rätsel, eine sich zart anbahnende Liebesgeschichte. Und der Beginn des Buches hat meine Erwartungen auch erfüllt. Sams Kindheit und Jugend mit ihrem Vater wird beleuchtet, ihre Rituale, die Bildung, die er ihr angedeihen lies, da er sie zu Hause unterrichtet hat. Aber dann kommt Sam in Oxford an und es wird stellenweise surreal. Orville ist ihr einziger Tutor. Sie studiert ausschließlich bei ihm und der Unterricht besteht aus genau einer Einzelstunde in der Woche, in der sie über die Hausaufgaben und Aufsätze der Vorwoche diskutieren. Ansonsten lebt sie zurückgezogen in ihrem Turm, scheint nur einmal im Monat in den gemeinsamen Ess-Saal der Studenten zu gehen. Orville ist ihr einziger sozialer Kontakt! Ist das glaubwürdig? Also mein Studium war damals vielfältiger. In ihrer Einsamkeit wird sie der Gouvernante auf dem Bild und der Figur aus „Jane Eyre“ immer ähnlicher: bleich, dünn, unverheiratet und Orvilles Schutzbefohlene ... Die Anspielungen an die Brontës finden sich immer wieder im Roman.   Und dann setzt sich Sam eben doch fast ausschließlich mit den Werken der Brontës und den Erinnerungen an ihren Vater auseinandersetzen – sind ihre Vorstellungen und ihr Wissen (die ja von ihm geprägt wurden) alle falsch? Wurde sie von ihm beeinflusst, manipuliert?! „Liebe hinterlässt immer Narben." (S. 27) An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, eine Interpretationshilfe für die Romane der Brontë-Schwestern zu lesen. Es war sehr wissenschaftlich und die Bücher wurden durch die immer wiederkehrenden Streitgespräche vielfältig hinsichtlich ihrer Deutung beleuchtet. Sam spielt hier m.E. nur eine Nebenrolle, um das Leben und Schaffen der Brontës zu beleuchten. Dabei gibt es viele Parallelen zu ihrem eigenen Leben.   Trotz meiner vorangegangen leichten Kritik ist das Buch spannend, mystisch, arbeitet mit Verweisen und ist unterhaltsam geschrieben. Ich denke, wer die Brontës mag, mag auf jeden Fall auch das Buch, beim normalen Leser bin ich da unsicher. Zumal ja der Klappentext nicht 100 % zum Inhalt passt und evtl. falsche Vorstellungen weckt.   4 Sterne für diese literarische Schatzsuche, auch wenn sie sicher nicht alle Leser begeistern wird.

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    • 5
  • Leseblockade ahoi!

    Die Kapitel meines Herzens

    dubh

    09. September 2017 um 22:19

    Samantha verliert ihren Vater Tristan Whipple auf tragische Weise und ist somit die letzte noch lebende Nachfahrin der Brontë-Schwestern. So beschließt die US-Amerikanerin am altehrwürdigen Old College in Oxford englische Literatur zu studieren - vielleicht eine ungewöhnliche Art und Weise, mit dem Erbe der literarischen Berühmtheiten umzugehen, denn bislang haben Sam und ihr Vater, der selbst ein bekannter Autor war, am Erbe zu tragen. Tristan Whipple machte es sich Zeit seines Lebens zur Aufgabe, die Rätsel der Brontë-Romane zu entschlüsseln - und nun schickt er seine Tochter sozusagen posthum auf Schnitzeljagd...Klingt nach einer interessanten Geschichte für LeserInnen, die Interesse an einem anderen Ansatz zu (englischer) Literatur haben? Ja, definitiv - aber leider hält dieser Roman in meinen Augen nicht, was er verspricht. Sam ist keine einfache Person; sie schwimmt im Selbstmitleid, weil ihr in Anbetracht ihrer Vorfahrinnen, auf die sie natürlich häufig angesprochen wird, offensichtlich jegliches schriftstellerische Talent vergönnt wurde. Aber warum studiert sie dann ausgerechnet englische Literatur, aus der die Brontës absolut nicht wegzudenken sind?Egal, kaum ist sie in einem spartanischen Zimmer am Old College einquartiert, scheitert sie beim ersten Kennenlernen mit ihrem Prof Orville beinahe. Doch kann ihr der unerbittliche Orville, mit dem sich Sam unter anderem über die Brontës streitet, helfen? Kann die frischgebackene Studentin mit Hilfe ihres Dozenten die alten Familienrätsel lösen, an denen sich schon ihr Vater versucht hat?Als erstes muss ich erwähnen, dass Catherine Lowell durchaus einige interessante Ansätze bezüglich der Brontës verfolgt. Dennoch ist das in meinen Augen nicht ausreichend, da der Roman für mich wirklich eine Qual war. Die Dialoge sind gestelzt, Samantha als Hauptfigur konnte mich nicht erreichen, sie blieb seltsam diffus in meinem Kopf und ich war zugegebenermaßen ziemlich genervt von ihr. Irgendwie findet sie alles uncool, kann sich auf niemanden so recht einlassen und agiert immer abstruser... Da nützt es auch nicht, dass die Autorin mit Begrifflichkeiten aus der Literaturwissenschaft um sich wirft - es formt sich daraus nur ein seltsamer Brei, der komplett unausgewogen und halbgar auf mich wirkt. Mir ist nicht klar, was die Catherine Lowell wollte - eine literarische Reminiszenz an die Brontë-Schwestern oder ein leichtgängiger Unterhaltungsroman mit literarischen Einschlag? Letztendlich ist es nichts von beidem. Ich glaube, dass Lowell erzählerisches Talent besitzt, aber ich denke, dass sie deutlich runder schreiben müsste. Ob ich allerdings noch einmal einen Roman von dieser Autorin lesen werde, wage ich nach "Die Kapitel meines Herzens" stark zu bezweifeln.

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  • Literarische Spurensuche

    Die Kapitel meines Herzens

    Hermione27

    09. September 2017 um 16:02

    Samantha ist die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Bronte-Schwestern. Ihr Vater, mit dem sie sich als Jugendliche sehr intensiv über Literatur, insbesondere die Bronte-Romane ausgetauscht hat, lebt nicht mehr. Die junge Samantha beginnt ein Studium in Oxford und macht sich gleichzeitig auf die Suche nach dem Vermächtnis ihres Vaters. Bei ihrem Literaturstudium mit ihrem Tutor James Orville findet sie nicht nur interessante "Spuren" in den Romanen der Brontes, die z.T. auch helfen, deren Biographie besser zu verstehen, sondern sie verändert auch ihre Art, wie sie das Geschriebene interpretiert und aufnimmt.Währenddessen passieren auf dem Campus immer wieder seltsame Dinge und ihr Vater scheint ihr Zeichen geben zu wollen. Der Roman behandelt ein sehr interessantes Thema auf ungewöhnliche Weise. Die Hauptfiguren Samantha und Orville gewinnt man nicht unbedingt lieb, aber man verfolgt mit Interesse, welche Entwicklung insbesondere Samantha durchmacht. Neben der ausführlichen Behandlung der Bronte-Romane sind besonders die mysteriösen Dinge, die auf dem Campus passiern, sehr spannend beschrieben.Bis zum Ende weiß man als Leser nicht, was es damit auf sich hat. Ich fand die Idee, wie das Thema aufgegriffen wird, wirklich sehr gelungen, allerdings hätte sich die Autorin vor allem am Ende etwas mehr Mühe mit der Umsetzung geben können. Das Ende des Romans war doch sehr kurz und recht lieblos erzählt. Aus der guten Idee hätte man in der Tat mehr machen können. Ein wirklich schöner Roman über ein interessantes literarisches Thema, das allerdings zum Ende hin noch etwas ausführlicher hätte behandelt werden können.

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  • Madwoman upstairs

    Die Kapitel meines Herzens

    SABO

    08. September 2017 um 16:01

    Cathrin Lowell - Die Kapitel meines Herzens - Atlantik"Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Sams Vater ist nicht nur Bestseller- Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie." Ca 165 Jahre ist es her, dass die Geschwister Brontë ihre Federn in nachtblaue Tinte tauchten und der Menschheit, die noch heute von ihnen fasziniert ist, ein literarisches Vermächtnis hinterließen."Sturmhöhe" und "Jane Eyre" dürfte jeder schon einmal im Fernsehen gesehen, oder sogar im Regal stehen haben..OxfordDie junge Samantha Whipple ist die letzte noch lebende Nachfahrin der Geschwister Brontë. Ihr Vater widmete einen Großteil seines Lebens einer Expedition in die Vergangenheit, seiner berühmten Verwandtschaft. Die Unterrichtsstunden mit seiner Tochter gestaltete er sehr lebendig. Er wollte, dass sie lernt, "richtig" zu lesen, das Rätsel zwischen den Zeilen zu finden und zu deuten.Tristan Whipple war ein ungewöhnlicher Lehrer, aber auch der beste Vater der Welt. Hätte er nur länger gelebt, hätten Vater und Tochter das Geheimnis der schreibenden "Gouvernanten", zusammen aufgedeckt. Innerlich zerrissen und einsam geht die mutige Amerikanerin nach Oxford und studiert Literatur. Sie wohnt in einem grusligen und zugigen altem Turm, der gleichzeitig zu einer wöchentlichen Touristenattraktion gehört. Da versteckt sich Samantha gerne schon mal in den Kleiderschrank, bis die zufriedengestellten Touris wieder abziehen und wäre es nicht ihr eigenes Quartier, könnte sie vielleicht darüber lachen.Alle Welt scheint auf Samanthas Erbe zu spekulieren.  Anlass dazu gäben die vielen kleinen, vermissten Brontë-Schätze, für die ein Sammler, eine große "Wertschätzung" entgegenbringen würde.Alles, was sie bekommt, ist eine kleine verblichene Schuhschachtel, mit der Auflage, dass sie ihr Erbe nur erhält, wenn sie am "Old College" studiert. Es enthält einen geheimnisvollen Hinweis ihres Vaters, der sie an die vielen literarischen Schnitzeljagden von Früher erinnert.Wie konnte ihr Vater wissen, dass sie nach Oxford gehen würde?Samantha nimmt die Fährte auf und bittet ihren Tutor, ihr dabei zu helfen.Eines Tages liegt ein Buch auf ihrem Kopfkissen, es ist "Jane Eyre", von Charlotte Brontë. Das angeblich verbrannte Exemplar ihres Vaters..Wie versprochen, ein unwiderstehlich, cleverer Roman. Wer zwischen den Zeilen liest, wird schnell der gleichen Meinung sein.Ein Roman, der individuell spannend ist und gleichzeitig entschleunigt.Man muss kein Fan der Brontës sein, interessant sind die Verwicklungen und Spekulationen dennoch. Eine ungewöhnliche Geschichte mit Sog. Ich würde gerne mehr von der Autorin lesen.Ich gebe zu, der Originaltitel, "The Madwoman upstairs", passt perfekt!

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  • Rezension: Die Kapitel meines Herzens

    Die Kapitel meines Herzens

    killmonotony

    07. September 2017 um 20:11

    Ein geheimes Erbe? Eine literarische Schnitzeljagd? Yeah! Oder? In „Die Kapitel meines Herzen” erzählt Catherine Lowell die Geschichte von Sam und ihrem Familienerbe. Das muss Sam doch jedoch erst einmal finden. Man sollte vielleicht noch anmerken, dass sie die letzte lebende Verbleibende der Brontë-Familie ist. Ihr Vater, der sein ganzes Leben der Analyse der Brontë-Bücher gewidmet hat, hinterlässt Sam nach seinem Tod eine kryptische Nachricht, die nach ihren ersten Vermutungen in einer literarischen Schnitzeljagd endet. Doch ist Sam nicht zuhause, sondern befindet sich aktuell am Oxford College, um ihren Abschluss in Literaturwissenschaften zu machen. Zu blöd, dass ihr Professor dann auch noch ein hinreißender Beau ist, der Sam an der Analyse der Nachricht hindert und sie mit fragwürdigen Lehrmethoden zum besseren Arbeiten anspornt. Und dann ist da noch ein gewisser Journalist, der Sam anscheinend hinterherspioniert und wilde Gerüchte über sie an die Öffentlichkeit bringt. Die Rede ist vom versteckten Brontë-Erbe, wertvollen Hinterlassenschaften und unveröffentlichten Romanen der drei Schwestern. Doch Sam weigert sich, diese Gerüchte an sich herankommen zu lassen, und versucht unbeirrbar, die Nachricht ihres Vaters zu entschlüsseln. „Du wärst fasziniert zu sehen, welch handfeste Dinge aus Träumen erwachsen können.“ — „So wie Sabber?“ Verlockend, nicht wahr? Das dachte ich mir auch. Zur Info: Ich habe keinen Roman der Brontës gelesen und mich bisher auch nicht sonderlich mit ihnen beschäftigt. Zum Glück! Sonst wäre dieses Buch womöglich zur Tortur geworden. Sams Leben bestand bisher ausschließlich aus einsamen Tagen mit Heimunterricht von ihrem Vater, der ebenfalls völlig von seinen Vorfahren fixiert war und diesen Wahnsinn vermutlich auf Sam übertragen hat. Kapitel um Kapitel werden Textstellen analysiert, verborgene Inhalte gesucht und Metaphern gedeutet, dass man teilweise nicht einmal mehr einen Roman vor sich vermutet, sondern ein Abhandlung über die Brontës, ihr Leben und ihr Schreiben. Catherine Lowell konzentriert sich mit ihrem Buch so sehr auf diesen Aspekt, dass überhaupt keine Zeit blieb, trotz 350 Seiten eine sympathische Protagonistin zu entwerfen. Diese bleibt das gesamte Buch über dem Leser unbegreifbar und ein bisschen merkwürdig. Aus dem Klappentext kann man entnehmen, dass sich zwischen Sam und ihrem Professor eine Romanze entspinnen wird. Wie die Autorin dies gehandhabt hat, finde ich sehr gut und teilweise auch authentisch, sogar das Ende hat mir diesbezüglich sehr gut gefallen. Doch das ganze Brontë-, Familienerbe- und Rätsel-Thema war mir ein bisschen zu viel. Sam versteift sich im Laufe des Buchs so sehr darauf, etwas Verborgenes zu entdecken, dass sie meiner Meinung nach völlig vergisst, zu leben. Sie atmet die Brontës ein und Analysen wieder aus. Dass das auf die Psyche geht, ist verständlich, und doch weigert sie sich, Vernunft anzunehmen und die Dinge ruhen zu lassen. Sams Leben erscheint mir völlig trostlos, einsam sitzt sie jeden Tag in ihrem Turm am Oxford College und liest wieder und wieder die Bücher der Brontës. Catherine Lowell hat es leider nicht geschafft, diese Einsamkeit für den Leser nachfühlbar zu gestalten, so dass man völlig teilnahmslos zuschaut. Der Sprachstil war ansonsten sehr gut lesbar, mir hat auch die Schreib- und Erzählweise gefallen und besonders die Rückblenden zu vergangenen Tagen mit ihrem Vater. Dennoch blieb nach der „Auflösung” ein Hohlraum zurück, der eigentlich mit einem tollen Leseerlebnis hätte gefüllt sein müssen. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Eine schöne Idee, aber leider nicht mein Buch.

    Die Kapitel meines Herzens

    Monika58097

    03. September 2017 um 17:15

    Samantha ist bei ihrem Vater groß geworden. Er, der Autor Tristan Whipple und direkter Nachfahre der Bronté-Familie. hat Sam sogar selbst unterrichtet. Sie lebt in seiner Welt der Bücher. Oft entdeckt Sam Bücher, in denen ihr Vater ein Lesezeichen für sie versteckt hat. Es sind kleine Hinweise für das Mädchen, Geschichten, die sie herausfinden soll.  Als Sams Vater stirbt, hinterlässt er ihr lediglich ein Lesezeichen. Was hat es mit diesem Lesezeichen auf sich? Ist es wieder mal ein Hinweis, dem sie nachgehen soll? Sam geht auf das Old College in Oxford, eine renommierte Schule. Hier wird ihr ein Zimmer in einem kalten Turm zugewiesen. Das Zimmer teilt sie mit der "Gouvernante", einer Frau, die von einem Bild zu ihr herunterschaut und die ihr irgendwie ähnlich zu sein scheint.  In dieser alt ehrwürdigen Schule versucht Sam, das Geheimnis des Lesezeichens zu erforschen, doch immer wieder wird sie abgelenkt, denn da dort gibt es ihren durchaus attraktiven Tutor und auch der smarte Schwede sucht immer ihre Nähe.  "Die Kapitel meines Herzens" - die Beschreibung des Buches hat in mir sofort den Wunsch aufkommen lassen, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen, aber jetzt habe ich es ausgelesen und bleibe etwas ratlos zurück. Der Titel mag so gar nicht passen und irgendwie dreht sich die ganze Geschichte immer und immer wieder um die drei Bronté-Schwestern. Natürlich, Sam soll mit Hilfe des Lesezeichens etwas herausfinden, aber wer wie ich die Geschichte der schriftstellerischen Schwestern nur oberflächlich kennt, fühlt sich oft versucht, einfach ein paar Absätze zu überspringen.  Sam geht auf das Old College. Vor meinen Augen sah ich eine Schule ähnlich der von Harry Potter, doch in Catherine Lowells Schule waren keine anderen Schüler, keine Lehrer. Ein großes altes Gebäude, aber quasi ohne Menschen. Vieles blieb beim Lesen undurchsichtig, leicht verworren.  Die Idee der Autorin finde ich wunderbar, doch mich persönlich konnte die Geschichte nicht erreichen. Ich konnte nicht eintauchen. Mir fehlten echte Persönlichkeiten, richtige Bilder.

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  • Eine super Abwechslung und mit kaum einem anderen Buch vergleichbar

    Die Kapitel meines Herzens

    Goldloeckchen

    02. September 2017 um 23:26

    Die Kapitel meines Herzens, ein Roman, ist von der amerikanischen Autorin Catherine Lowell geschrieben. Samantha, die Hauptperson im Buch, ist die Tochter von Tristan Whipple und gehört zu den letzten Vorfahren der Bronte-Schwestern. Sie entscheidet sich nach dem Tod von ihrem Vater in Oxford zu studieren. Dort wird sie immer wieder mit der Bronte-Familie konfrontiert und bekommt nach und nach Hinweise, die im Zusammenhang zu der Familie aber auch zum Vater stehen. Sie befasst sich daher immer mehr mit den Büchern und versucht dabei Geheimnisse zu lüften. Dabei lernt sie auch ihren Tutor James Orville besser kennen.Samantha fühlt sich mit der Zeit immer mehr durcheinander mit ihren Gefühlen und versucht herauszufinden, was sie wirklich will und weiß dabei selber nicht so richtig wonach sie sucht. Catherine Lowell hat eine sehr angenehme Art zu schreiben. Obwohl das Buch kein Krimi ist, ist das Buch bis zur letzten Seite sehr spannend geschrieben. Allein der Start ist dabei schon sehr humorvoll. Samantha kann in manchen Situationen sehr unbeholfen rüberkommen und agiert oft etwas schnippisch oder frech. In manchen Situationen kann man nicht nachvollziehen, warum sie sich in bestimmten Situationen so entscheidet, jedoch fiebert man trotzdem die ganze Zeit mit. Das Buch verknüpft gekonnt Literaturgeschichte, Familiendrama und Lovestory.In manchen Teilen wird mir allerdings etwas zu viel über die Bronte-Bücher geschrieben. Auch der Schluss wurde etwas rasant geschrieben, da ist mir dann doch etwas viel hintereinander passiert, was manchmal auch etwas unrealistisch war. Auch finde ich es seltsam, dass kaum Personen in Oxford beschrieben werden. Es scheint mir so als ob sie niemand weiteren kennenlernt bis auf sehr wenige Personen, die auch wirklich eine größere Rolle im Buch spielen. Gerade am Anfang hatte ich erwartet, dass der Anfang vom Studium auch aus der Perspektive etwas besser beschrieben wird. Es geht eigentlich ziemlich schnell in die Tiefe der Handlung. Dennoch kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Es ist insgesamt sehr rund geschrieben. Die Orte werden immer sehr authentisch von der Autorin wiedergegeben und bis zur letzten Seite spannend.

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  • Die Kapitel meines Herzens

    Die Kapitel meines Herzens

    CanYouSeeMe

    01. September 2017 um 19:14

    Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Zu Weihnachten schenkt er ihr eine Schnitzeljagd mit Zitaten aus der Weltliteratur. Sams Vater ist nicht nur Bestseller- Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie. Als er stirbt, ist Sam die letzte lebende Verwandte der Schriftsteller-Dynastie. Alles, was ihr Vater ihr hinterlassen zu haben scheint, ist ein abgegriffenes rotes Lesezeichen. Oder ist es ein Hinweis auf ein geheimes Erbe? Die Öffentlichkeit hat ihren Vater schon lange im Verdacht, wertvolle Gemälde, Briefe und Romanentwürfe der berühmten Schwestern zu verstecken. Antworten hofft Sam am Old College in Oxford zu finden. Dort hat Sam zwar nur Augen für Bücher, ihr Professor und ein attraktiver Mathe-Student lenken sie jedoch mehr ab, als sie es sich eingestehen möchte.‚Die Kapitel meines Herzens‘ ist der Debutroman der Autorin Catherine Lowell.  Der Schreibstil der Autorin ist durchaus ein wenig eigenwillig, zu Teilen ist er sehr abstrakt, strotzt nur so vor literarischen Fachbegriffen und andererseits ist er fast schon zu umgangssprachlich und leger. Es ist eine Mischung, die mich zu Beginn ein wenig aus dem Takt gebracht hat, ich bin es nicht gewohnt, dass der sprachliche Stil sich innerhalb eines Buches so arg ändert. Dennoch bin ich nach einer kurzen Gewöhnungsphase gut damit zurechtgekommen und hatte dein Eindruck, dass dies zum Charme des Buches beiträgt.Der Klappentext verspricht ein Buch voller Potential, eine interessante Protagonistin und eine literarische Umrahmung der Brontë-Familie. Der tatsächliche Inhalt konnte nur bedingt halten, was ich vorab erwartet habe. Protagonistin Samantha ist eine durch und durch sarkastische junge Frau, die zuhause unterrichtet worden ist und somit keinerlei Sozialkompetenz hat. Diese Grundidee ist soweit gut, leider kam mir die Schilderung von Sam zu bemüht und zu überspitzt vor. Die Darstellung wirkte enorm gewollt und dadurch leider wenig lebensnah und authentisch. Mit Sam bin ich daher nicht wirklich warm geworden, auch wenn ich die Idee hinter diesem Charakter sehr mag. Alle weiteren Figuren sind für mich nur als Nebenpersonen kenntlich gewesen, zu schemenhaft ist ihre Darstellung und zu vage ihre Charaktere. Schade.Die Handlung an sich hat mir jedoch gut gefallen, die Idee um die literarische Jagd nach dem Familienerbe ist gut und auch okay umgesetzt. Die Story lässt sich Zeit, um in Gang zu kommen, das Erzähltempo ist eher gemächlich, immer wieder gibt es Rückblenden in Sams Kindheit/Jugend. Diese Abwechslung hat mir gut gefallen, das abstrakte Familienleben der Whipples ist anschaulich dargestellt. Da die Handlung aus Sams Perspektive geschildert wird, ist nie so recht klar, ob die Dinge wirklich so sind/waren, wie sie beschrieben werden, da die Schilderungen ja eher subjektiv sind – aber auch das macht für mich den Reiz an dieser Geschichte aus. Das Erzähltempo steigert sich, je weniger Seiten dem Buch verbeiben, auf einmal geht alles ganz schnell … und Ende. Nicht ganz rund, dieses Ende.Die Auseinandersetzungen mit den Werken der Brontë-Schwestern haben mir jedoch sehr gut gefallen. Es waren interessante und außergewöhnliche Thesen, die mich die Werke in neuem Blick haben sehen lassen. Insgesamt hat mir ‚Die Kapitel meines Herzens‘ gut gefallen, es konnte nicht ganz halten, was ich im Vorfeld erwartet habe, aber konnte mir dennoch ein paar entspannte Lesestunden bieten. Ein Manko waren für mich die schlecht porträtierten Charaktere, die teils absurd komischen Dialoge und interessanten Blickwinkel auf die besprochenen Bücher konnten das für mich jedoch ausgleichen.

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