Catherine McKenzie Letzte Nacht

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Inhaltsangabe zu „Letzte Nacht“ von Catherine McKenzie

Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren
wird und stirbt, fällt das Leben seiner
Frau Claire in sich zusammen. Sie hat
keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn
auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit
wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen.
Dann reist auch noch Jeffs Bruder
an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch
auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht
von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine
Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil,
aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist,
das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich
wird Claire auf sie aufmerksam und
fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann
verbunden hat …

Dreiecksverhältnis eines verheirateten Mannes, Roman über versteckte Gefühle, aber sehr übersichtliche Handlung

— schnaeppchenjaegerin

Klang spannend, war dann aber doch sehr unübersichtlich und moralisch fragwürdig.

— alexreads

Emotionen pur

— angelsbooks

Leider hat mich das Buch nicht mitgerissen.

— JS6

Wie in einen Sog wurde ich immer mehr in die Dreiecksgeschichte gezogen. Sie hat mich nicht losgelassen.

— Buecherwurm1973

Eine gefühlvolle und komplexe Geschichte über Entscheidungen und deren Tragweite,

— buchstabentraeumerin

Überschlägt sich nicht vor Spannung, fesselt aber trotzdem bis zum Schluss.

— wunderliteratur

Ein Buch mit einem Überraschendem Ende

— Annabeth_Book

Für einen Toten war Jeff omnipräsent

— SimoneW

Es gibt bessere Dreiecksgeschichten

— SteffiWausL

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Leere Herzen

starker Anfang, nur das Ende konnte mich nicht mitreissen

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  • Roman über versteckte Gefühle, aber sehr übersichtlich Handlung

    Letzte Nacht

    schnaeppchenjaegerin

    25. January 2017 um 15:29

    Der 39-jährige Familienvater Jeff stirbt auf dem Weg von der Arbeit nach Hause bei einem Verkehrsunfall. Als Trauernde bleiben einerseits Ehefrau Claire und Sohn Seth und andererseits Arbeitskollegin Tish, mit der ihn offenbar mehr verband. Das Buch ist abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten geschrieben. Als Leser erhält man durch Erinnerungen Einblick in die gemeinsame Vergangenheit und begleitet die beiden Frauen durch ihre Trauer. Bis zu Jeffs Tod wusste Claire nicht viel über Tish, die meilenweit entfernt in einem anderen Springfield wohnt und in einer andern Niederlassung als Jeff arbeitet. Die beiden Frauen sind sich nur einmal bei einem Firmenevent begegnet. Tish, die in der Personalabteilung tätig ist, erscheint auf der Beerdigung, wo sie auffällig traurig ist. Darüber hinaus kommen Claire aufgrund eines Buches mit einer persönlichen Widmung von Tish, das ihr Sohn in einer Reisetasche seines Vaters findet, und mehrere SMS Zweifel, ob Jeff ihr treu war. Um Gewissheit zu bekommen, fliegt sie zu Tish, um sie mit ihrem Verdacht zu konfrontieren. "Letzte Nacht" handelt von einem Dreiecksverhältnis eines verheirateten Mannes, der sich in eine andere Frau verliebt, die er als seine Seelenverwandte empfindet, aber ebenfalls verheiratet und Mutter einer Tochter ist. Beide haben scheinbar Skrupel, ihr bisheriges Leben zu ändern, ihre Familien aufzugeben und Partner und Kind zu verletzen. Durch die drei unterschiedlichen Perspektiven kann sich der Leser in die Gefühlswelt aller drei Hauptpersonen hineindenken, weshalb es in diesem Roman kein klassisches Opfer als betrogener Ehepartner bzw. DEN bösen Ehebrecher gibt. Am Ende sind alle Opfer. Ich hatte Schwierigkeiten den Roman flüssig zu lesen, da es keine Kapitelüberschriften gibt, die darauf hinweisen, aus welcher Sicht es geschrieben ist. Eingangs muss man sich immer wieder aufs Neue rückbesinnen, in wessen Gedankenwelt man eintaucht, darüber hinaus passiert in dem Roman einfach wenig. "Letzte Nacht" (im Original: "Hidden") ist ein sehr gemächlicher, leiser Roman, der sich um die verbotenen (versteckten) Gefühle von Jeff und Tish und um die nagende Ungewissheit von Claire dreht, mir aber nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.  

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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    • 2535
  • Emotionen pur

    Letzte Nacht

    angelsbooks

    InhaltIn dem Buch „Letzte Nacht“ von Catherine McKenzie geht es um Jeff, Tish und Claire. Jeff stirbt mit 39 Jahren durch einen tragischen Unfall. Seine Frau Claire ist am Boden zerstört, muss aber trotzdem stark sein für ihren Sohn und die Beerdigung und alles weitere arrangieren. Aber nicht nur sie trauert. Auch Tish, eine Arbeitskollegin von Jeff, die ein ganz besonderes Geheimnis mit ihm teilte. MeinungMich hat das Buch sehr berührt und ich habe es sehr gerne gelesen. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Tish, Claire und Jeff erzählt. Gerade am Anfang muss man immer ein wenig rätseln von wem das Kapitel jetzt handelt, aber nach einer Zeit findet man sich ganz gut rein.Jeff erzählt uns wie er zuerst Claire kennen gelernt hat. Sie ist die Exfreundin seines Bruders, was die Beziehung nicht immer einfach macht. Und zudem erzählt er uns auch noch wie er Tish kennen gelernt hat.Claire erzählt uns wie sie die Zeit nach dem Tod ihres Ehemann erlebt und was sie alles erfährt. Sie scheint eine tolle Frau und eine liebende Mutter zu sein.Tish ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Von ihr Erfahren wir wie sie die Zeit nach Jeffs Tod erlebt. FazitLetzte Nacht ist ein wundervolles Buch voller Gefühle und Emotionen!Bewertung 5/5

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    • 2
  • Ein Mann stirbt, zwei Frauen trauern ...

    Letzte Nacht

    JS6

    10. May 2016 um 17:35

    https://lesenlieben.wordpress.com/2016/05/10/catherine-mckenzie-letzte-nacht/Der Leser wird von drei verschiedenen Personen jeweils aus der „Ich-Perspektive“ durch den Roman geführt. Jeff, seine Frau Claire und seine Kollegin Tish erzählen von ihrem bisherigen Leben und wie sie einander kennengelernt haben. Das Buch startet mit dem ersten Kapitel, welches aus der Sicht von Jeff erzählt wird. Der Leser erfährt, dass Jeff auf der Arbeit jemanden entlassen muss. Im nächsten Kapitel erhält Jeffs Frau die Nachricht, dass Jeff verunglückt ist. Dass das Buch aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird, hat mich zu beginn ziemlich irritiert, gerade da es auch aus der Sicht von Jeff erzählt wird. Jeff berichtetet zwar jeweils über die Vergangenheit, zum Beispiel erfährt der Leser wie Jeff seine Frau Claire kennengelernt hat, dennoch ist er zu Beginn des Buches gestorben. Da jedes Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt wird, aber jedes Mal von einem anderen Erzähler, muss man sich auf den ersten Seiten konzentrieren, um herauszufinden, wer jetzt gerade erzählt. Meiner Meinung nach kam auch die eigentliche Rolle und die „Beziehung“ zwischen Tish und Jeff etwas zu kurz in dem Roman. Es gab viele Längen, in denen Jeff oder Tish von ihrer Familie erzählten, von den Kindern, dem Beruf des Partners, Fehlgeburten und Ähnlichem. Leider hat mich das Buch nicht mitgerissen. Die Handlung war vorhersehbar und ohne Spannung. Durch die Längen schweift der Roman teilweise von der ursprünglichen Thematik ab. Ich hätte gerne mehr über die „Beziehung“ zwischen Tish und Jeff erfahren.

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  • sehr gefühlvoll

    Letzte Nacht

    CoffeeToGo

    12. January 2016 um 09:05

    Claire ist glücklich mit Jeff und ihrem Sohn Seth, bis Jeff eines Tages nach der Arbeit einen tödlichen Unfall erleidet. Als wäre das nicht schon schwer genug für Claire, taucht auf der Beerdigung auch noch Tish auf, eine Kollegin von Jeff. Diese scheint genauso am Boden zerstört wie Claire, doch warum? Ab diesem Zeitpunkt Keimen die ersten Zweifel in Claire. Hat sie Jeff wirklich so gut gekannt, wie sie glaubt? Catherine McKenzie schreibt aus der Sicht von gleich drei Personen und alle drei erzählen aus der Ich-Perspektive. Leider hat sie es hierbei nicht hinbekommen, die Sichten vom Schreibstil her unterschiedlich zu gestalten, d.h. man merkt immer erst nach ein paar mehr oder weniger Sätzen, wer im jeweiligen Kapitel erzählt. Diese Tatsache allein wertet das Buch jedoch nicht ab. Claire und Tish erzählen ihre Sicht in der Gegenwart, also in der Zeit nach Jeffs Tod. Zusätzlich erzählt Jeff (obwohl er tot ist), wie es zu dieser „Beziehung“ zu Tish kommen konnte. Dank der unterschiedlichen Sichtweisen geht man auch fast vollkommen unvoreingenommen an die Sache ran, was Tish sehr zugute kommt. Wer hier ein Buch voller Spannung und Intrigen erwartet, wird enttäuscht werden. Catherine McKenzie erzählt uns hier eine Geschichte, die das Leben schreibt. Genau so könnte es fast jedem von uns passieren. Hier findet nichts übernatürliches, oder unrealistisches statt. Wahrscheinlich hat mich das Ende auch deswegen so aufgewühlt. Obwohl das Buch relativ vorhersehbar ist, wird man von den vielen Gefühlen die es enthält gefesselt. Man fragt sich, wie viel Ehrlichkeit einem geliebten Menschen gut tut und ob es manchmal nicht sogar besser ist, unwissend zu bleiben. Trotz fehlender Spannung habe ich Claire, Tish und Jeff gerne begleitet und noch lange darüber nachdenken müssen, wie ich mich in Claires Situation verhalten hätte.

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  • Ein fesselnder Roman

    Letzte Nacht

    nana_fkb

    30. December 2015 um 18:46

    Klappentext: Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren wird und stirbt, fällt das Leben seiner Frau Claire in sich zusammen. Sie hat keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen. Dann reist auch noch Jeffs Bruder an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil, aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist, das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich wird Claire auf sie aufmerksam und fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann verbunden hat. Meine Meinung: Ich war von Anfang an vom Cover des Buches begeistert. Ich weiß nicht genau, warum, aber es hat mich direkt eingenommen. Und durch die Darstellung der verschwommenen Frau wird meiner Meinung nach auch das Rätsel um die Frau – Tish – deutlich. Auch sie ist für Jeffs Frau nicht richtig greifbar. Die Geschichte beginnt mit einem Beitrag aus Jeffs Sicht. Es handelt sich dabei um den Tag des Unfalls und man erfährt sehr viel über ihn und seine Persönlichkeit. Im Anschluss wechseln sich die Sichten ab. Es kommen sowohl Tish als auch Claire und Jeff abwechselnd zu Wort und geben dem Leser einen Eindruck in das verzwickte Leben dieser drei Personen. Denn es wird schnell klar: irgendetwas verbindet sie alle. Sei es eine persönliche Beziehung oder aber auch ein ähnliches Verhalten. Es ist total spannend zu sehen, wie sich die Beziehungen entwickelt haben. Das Buch greift nämlich auch viele vergangene Situationen auf, die zeigen, warum die Protagonisten sich verhalten, wie sie sich verhalten. McKenzie hat dabei einen sehr eingehenden Schreibstil gewählt. Man landet in der Geschichte, ohne viel Schnickschnack erzählt zu bekommen. Toll finde ich übrigens auch ihre Danksagung am Anfang des Buches: "In Gedenken an Rodrigo Contreras, der mir immer riet zu schreiben, was wahr ist, und nicht, was einfach ist." Hier wird deutlich, wie sehr sie auch als Autorin mit dem Thema gerungen hat. Denn es ist wirklich kein Einfaches. Ehebruch steht im Raum. Oder handelt es sich einfach nur um eine gute Freundschaft zwischen Jeff und seiner Kollegin Tish? Die Frage bleibt bis zum Schluss unbeantwortet und von Situation zu Situation ändert man als Leser seine eigene Meinung zum Thema. Eine Aufklärung gibt es dann erst am Ende. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Nur so viel: das Buch ist meiner Meinung nach ein Muss. Es ist mal ein ganz anderes Thema wie ich finde. Hier geht es nicht primär um die Liebe zwischen zwei Menschen, sondern eben auch um die Alltagsprobleme, denen man nach vielen (Ehe-)Jahren ausgesetzt ist. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und so ist es kein Wunder, dass ich es über die Weihnachtstage ausgelesen habe

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  • Ein berührendes und spannendes Buch

    Letzte Nacht

    Buecherwurm1973

    26. December 2015 um 21:51

    Jeff Manning läuft am Ende eines nervenauftreibenden Arbeitstages gedankenverloren auf die Strasse und wird überfahren. Für Sohn und Ehefrau bricht eine Welt zusammen. Mit letzter Kraft arrangieren sie ein Begräbnis.  Die Trauerzeit wird für Claire eine Zerreissprobe für ihre Nerven. Da ist ihr Schwager, der auch ihr Ex-Freund ist und da ist die fremde Frau am Begräbnis, die sich als Arbeitskollegin vorstellt. Doch Tish, so der Name der Kollegin, lässt Claire nicht mehr los. Irgendetwas verbindet Tish mit  Jeff. Claire will es herausfinden.   Abwechslungsweise kommen Jeff, Claire und Tish zu Wort und erzählen ihre Sicht der Geschehnisse. Anfangs dümpelt die Geschichte so vor sich hin. Es braucht eine Weile bis der Leser alle erforderlichen Fakten hat, um den Überblick  von den Beziehungs- und Familienkisten zu haben. Mit den Recherchen von Claire kam dann die Spannung. Ich konnte kaum mehr aufhören zu lesen. Zum einen wollte ich wissen, was  zwischen Jeff und Tish gelaufen ist. Zum anderen war ich gespannt, ob Claire die Wahrheit herausfindet und wie sie mit der umgeht. Ich wurde wie in einen Sog immer tiefer in die Geschichte gezogen.   Der Schreibstil ist flüssig. Trotzdem schafft es die Autorin die Gefühle und Atmosphäre auf den Leser zu übertragen. Man kann die Trauer der Frauen spüren. Aber auch die Liebe, die sie für Jeff empfinden.  Ein berührendes und spannendes Buch.

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  • Emotional, sanft aber mit Längen

    Letzte Nacht

    Franzis2110

    13. December 2015 um 15:22

    „Natürlich, jeder Mensch kennt Reue. Lose Enden. Dinge, die wir tun würden, wenn wir mehr Zeit hätten.“ (Rückseite des Buches) Jeff ist 39 Jahre und ein guter Familienvater. Er ist stolz auf seine langjährige Ehe. Bis er eines abends bei einem Unfall ums Leben kommt. Tish ist seine Kollegin. Für sie bricht eine Welt zusammen, als sie von seinem Tod erfährt. Denn erst kurz zuvor gaben sich die beiden ein Versprechen, das niemand außer ihnen kennt. Claire ist Jeffs Frau. Sie liebte ihn durch zahlreiche Höhen und Tiefen. Aber als eine unbekannte Frau auf der Beerdigung auftaucht, kommen ihr Zweifel. Hat sie Jeff vielleicht doch nie richtig gekannt? Und was hat ihn mit Tish verbunden? Meinung McKenzie überzeugt durch einen ruhigen, sanft dahinplätschernden Schreibstil. Sie verzichtet auf große Floskeln und viele Ausschmückungen und schafft es dennoch starke Emotionen zu transportieren. Mit „Letzte Nacht“ greift sie essentielle Fragen des Lebens auf. Wem soll man folgen, Kopf oder Herz? Ist es wichtiger, sich selbst treu zu sein oder seine Familie zu schützen? Soll man sich lieber selbst enttäuschen oder Frau und Kind? Mit all diesen Fragen sehen sich Jeff, Tish und Claire, die drei Protagonisten, konfrontiert. Jeff, Tish und Claire sind drei Protagonisten, die mich berührten und die ich leicht in mein Herz schließen konnte. Was auch daran lag, dass alle drei ihre eigenen Kapitel bekommen. Mckenzie lässt die Geschichte durch alle drei erzählen. So bekommt jeder der Charaktere viel Raum sich zu entfalten, gibt uns Einblicke in sein Innerstes. Einblicke zu Gefühlen, Ängsten, Zweifeln. Jeff ist ein liebevoller Vater und Ehemann. In jedem seiner Abschnitte spürte ich als Leser, wie sehr er seinen Sohn Seth liebt und seine Frau Claire. Wir erfahren viel über seine Beziehung zu den beiden und über die Vergangenheit von Claire und Jeff. Diese wird auch immer wieder durch Claire beleuchtet. Dadurch ermöglicht Mckenzie es mir als Leser, diese Vielschichtigkeit einer Beziehung zu erleben. Es gibt so viele Dinge, die man nicht über den anderen wissen kann und vielleicht auch nicht wissen muss oder sollte. Es zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden und wie wichtig Vertrauen ist. Auch von der Verbundenheit zwischen Jeff und Tish bekam ich viel zu spüren, ohne zu wissen, ob und was den nun zwischen den beiden gelaufen ist oder nicht. Wir erleben auch Tish mit ihrem Mann Brian und ihrer Tochter Joey und erhalten die selben, umfassenden und berührenden Einblicke wie auch bei Claire und Jeff. Dabei wartet die Geschichte kaum mit Spannungsmomenten auf und die Handlung plätschert auch meist eher vor sich hin. In Rückblicken erfahren wir, wie die Jeff und Claire, Tish und Brian und Brain und Tish zueinander fanden, wie sie leben und lieben und über gute und schlechte Entscheidungen. So stört die fehlende Spannung kaum, denn dieser ruhige Verlauft transportierte die Empfindungen der Protagonisten auf eindringende Art und Weise. Fazit „Letzte Nacht“ ist keine rasante Geschichte. Nichts mit überraschenden Wendungen oder viel Spannung. Aber das Buch ist eine Geschichte rund um tiefgehende Fragen im Leben. Der Alltag und das unspektakuläre Leben zweier Familien. Mit all ihren Problemen, Wünschen, Entscheidungen und der Frage, was wirklich zählt in einer Beziehung. Trotz ein paar Längen konnte mich McKenzie emotional mitnehmen und erschuf eine tiefe Verbundenheit zu den drei Protagonisten.

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  • [Rezension] “Letzte Nacht” von Catherine McKenzie

    Letzte Nacht

    buchstabentraeumerin

    24. November 2015 um 20:15

    Wir treffen doch alle mal die falschen Entscheidungen. Doch was ist eigentlich falsch: Ist es falsch, seinem Herzen zu folgen? Oder ist es falsch, auf die Vernunft zu hören? Ist es falsch, die Menschen, die einem nahe stehen zu enttäuschen? Oder ist es falsch, sich selbst zu enttäuschen? In “Letzte Nacht” geht es um diese Fragen und noch mehr, um Entscheidungen und Fehlentscheidungen und darum, wie diese das Leben der Protagonisten beeinflussen und lenken. Die Geschichte handelt von Jeff, seiner Frau Claire und seinem Sohn Seth. Und sie erzählt von Tish, ihrem Mann Brian und ihrer Tochter Beth. Jeff und Tish arbeiten in der gleichen Firma, jedoch in unterschiedlichen Städten. Als sie sich auf einer Veranstaltung kennen lernen, springt jedoch ein Funke über und seither halten sie Kontakt. Daher ist es auch Tish, die Jeff den Rücken stärkt, bevor er einem Teammitglied die Kündigung aussprechen muss. Danach verlässt Jeff das Büro, wird von einem Auto überfahren und stirbt. Für Claire und ihren Sohn ein Schock. Doch auch Tish trauert sehr und reist zur Beerdigung – was Claire natürlich misstrauisch macht. Waren Tish und Jeff wirklich nur Kollegen? Oder passierte etwas während eines gemeinsamen Arbeitsausfluges? Jeff, Claire und Tish kommen jeweils in der Ich-Perspektive zu Wort. Das ist anfangs recht verwirrend, da man nie weiß, wer nun gerade erzählt. Doch die Vorteile überwiegen meiner Ansicht nach schnell. Ich war gezwungen, mich intensiv mit den Charakteren und den jeweiligen Lebensumständen auseinanderzusetzen. Jeder Erzähler ergänzt ein Puzzlestück nach dem anderen, bis sich ganz zum Schluss ein vollständiges Bild ergibt. So entfaltet sich die Geschichte bedächtig und gefühlvoll, ganz ohne unnützes Drama. Als Leser weiß man von Anfang an bereits recht viel und wird dennoch immer wieder überrascht. Beispielsweise von der Tiefe der Charaktere und dem Detailgrad der Lebensumstände. “Letzte Nacht” ist mehr als nur ein Roman über eine möglicherweise stattgefundene Affäre. Die Autorin widmet  sich ihren Figuren mit viel Hingabe. Sie beschreibt, wie sie sich verlieben, heiraten und ein Kind kriegen. Wie sie ihre beruflichen Ziele verwirklichen oder aus den Augen verlieren, Träume aufgeben und wieder neu entdecken. Es geht um Entscheidungen und deren Tragweite. Ich hatte tatsächlich weniger vom Buch erwartet, hatte es mir einseitiger vorgestellt, simpler gestrickt. Umso mehr habe ich mich über die Komplexität, die Intensität und die Reife gefreut, die aus jeder Seite spricht.

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  • Eine ruhige und berührende Geschichte!

    Letzte Nacht

    PrinzessinAurora

    24. October 2015 um 12:41

    Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren wird und stirbt, fällt das Leben seiner Frau Claire in sich zusammen. Sie hat keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen. Dann reist auch noch Jeffs Bruder an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil, aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist, das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich wird Claire auf sie aufmerksam und fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann verbunden hat … (Quelle: Klappentext) In diesem Buch bekommen wir einen Einblick in das Leben dreier Menschen, aus deren Sicht erzählt wird: Jeff, seine Frau Claire und Tish. Es handelt sich hier um einen sehr ruhigen Roman, welcher sich mehr auf das Innenleben der einzelnen Figuren konzentrieren, als auf ein schnelles Vorantreiben der Handlung. Denn nach Jeffs Tod und dem Auftauchen seiner Kollegin Tish stellt sich Claire immer mehr die Frage, ob sie ihren Mann wirklich gekannt hat. Als Leser bekommen wir zum einen mit, wie sie ihr Leben auch ohne ihren Ehemann versucht weiterzuleben. In Rückblenden enthüllt sich aber auch nach und nach die Art der Beziehung der beiden. Und wie sich diese durch Tishs Auftauchen verändert, ohne dass Claire etwas davon mitbekommt. Auf eine ansprechende Art und Weise verknüpft die Autorin in ihrem Roman Vergangenheit und Gegenwart und zeigt dem Leser dabei, wieso das eine ohne das andere nicht existieren kann. Wie sehr beeinflusst unsere Vergangenheit unser gegenwärtiges Handeln? Und verändert sich die Sicht auf die Vergangenheit, wenn in der Gegenwart Neues ans Licht kommt? Mit solchen Fragen sieht sich auch Claire konfrontiert. Es ist wirklich sehr bewundernswert wie sie damit umgeht, während sie noch stark um Jeff trauert. Denn vor allem ihr Sohn braucht jetzt seine Mutter. Man muss wirklich sagen, dass die Charaktere dieses Buches wirklich durchgehend starke Persönlichkeiten sind. Ganz toll gemacht. Die drei straken Protagonisten werden dem Leser in einem eingänglichen und lockeren Schreibstil nahe gebracht. Diese Mischung macht diese Geschichte so berührend und ehrlich. Bis zum Schluss konnte mich "Letzte Nacht" für mich einnehmen. Dennoch muss ich auch erwähnen, dass es immer mal wieder Längen gab über die ich gerne hinweg gelesen hätte. Auch zum Ende hin gab es einige Dinge, die dann doch vorhersehbar waren. Für diesen berührenden Roman mit den ein oder anderen Schwächen vergebe ich drei von fünf Schmetterlingen:

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  • Letzte Nacht

    Letzte Nacht

    Annabeth_Book

    13. October 2015 um 14:09

    "Natürlich, jeder Mensch kennt Reue. Lose Enden. Dinge, die wir würden, wenn wir mehr Zeit hätten." Jeff, 39, ist ein guter Familienvater und stolz auf seine langjährige Ehe. Eines Abends stirbt er durch einen tragischen Unfall. Tish ist Jeffs Kollegin Als sie von seinem Tod erfährt, bricht sie zusammen. Erst kurz zuvor gaben sie sich ein Versprechen, von dem außer ihnen niemand weiß. Claire hat ihren Mann durch Höhen und Tiefen geliebt. Doch als die unbekannte Frau auf der Beerdigung auftaucht, kommen ihr plötzlich Zweifel. Hat sie Jeff nie richtig gekannt? Was hat ihn mit Tish verbunden? Autorin Catherine McKenzie lebt mit ihrem Ehemann im kanadischen Montreal. Sie studiert Geschichte und Jura und arbeitet heute als Anwältin. Inhalt Als Jeff stirbt bricht für Claire die Welt zusammen, doch nicht nur für sie sondern auch für Tish? Warum? Das will sie keinem sagen. Als sie dann auf der Beerdigung auftaucht, wird Claire misstrauisch und beginnt nachzuforschen. Meine Meinung Ich muss sagen ich bin enttäuscht oder war enttäuscht. Der Klappentext und auch der Titel hat mich total angesprochen und dann stolpere ich mehr oder weniger durch das Buch. Es gab drei Personen, die jeweils aus ihrer Sicht erzählte, klar das es immer mal wieder Sichtwechsel gibt, doch wer jetzt genau erzählt, was ein Ratespiel. So gegen Mitte weiß man dann mittlerweile die Reihenfolge wann die Personen kommen. Es ist auch verwirrend, wenn die Personen das Geschehene aus ihrer Sicht nochmals erzählen. Auch wird oft zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gewechselt. Aber das gute war, man konnte sich in die verschiedenen Personen hineinversetzten und lernte dadurch ihr Umfeld und auch ihren Charakter kennen was ich sehr gut finde. Auch den Schluss fand ich gut, er hatte was Überraschendes, womit man nicht gerechnet hat.

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  • Nicht was ich erwartet habe

    Letzte Nacht

    SimoneW

    14. September 2015 um 20:31

    Eigentlich mag ich Bücher aus der Ich-Perspektive nicht, wenn es dann noch aus drei Ich-Perspektiven erzählt wird, sollte man meinen, dass die Konfusion komplett ist. Während es einerseits sehr angenehm war die Geschichte  aus der Perspektive von Jeff, seiner Frau Claire und der Geliebten Tish zu erleben, war es nicht immer einfach auf Anhieb zu wissen, wer gerade erzählt. Es wäre schön, wenn die einzelnen Kapitel die Namen der Protagonisten angeführt hätten. Jeff hat sich in einer Firma hochgearbeitet und nachdem er einen Mitarbeiter kündigen muss, beschließt er zum Abschalten zu Fuß nach Hause zu gehen, dabei kommt es zu einem tragischen Unfall. Zu Hause warten seine Frau und der gemeinsame Sohn auf ihn, bis dann die Polizei kommt um die traurige Nachricht zu überbringen. In einem anderen Haushalt, wundert sich Tish, dass Jeff sich nicht bei ihr meldet, es macht sie wahnsinnig, nichts zu hören und spricht darüber mit ihrer Freundin. Tish`s Ehemann und die gemeinsame Tochter sind an diesem Wochenende auf einem Wettbewerb und bekommen nicht mit, wie zerrissen Tish ist. Erst am Montag erfährt Tish in der Firma, dass Jeff tödlich verunglückt ist. Im Laufe des Buches erfährt man, wie sich Jeff und Tish kennengelernt haben, auch Claire und Tish sind sich auf der gleichen Veranstaltung schon begegnet.Zur Beerdigung erscheint auch Tim, Jeffs älterer Bruder, mit dem Claire in jungen Jahren zusammen war. Tish verlässt die Kapelle als Jeffs Sohn ein Gedicht vorträgt, das ihre Tochter geschrieben hat. Vor dem Leichenschmaus raucht sie draußen nervös eine Zigarette, Claire gesellt sich zu ihr und bittet auch um eine Zigarette, sie musste aus dem Trubel mit all den Trauergästen raus. Beide Frauen stellen fest, dass sie sich schon einmal getroffen haben, zudem fährt die Polizei vor um Claire die Besitztümer ihres verstorbenen Mannes zu überreichen. Tish findet heraus, dass ihre Tochter während des Wettbewerbs zusammengebrochen ist und fliegt sofort heim, dort streitet sie sich mit ihrem Mann, weil ihr Handy aus war. Aus Jeffs Sicht wird berichtet, dass sich Claire nach der erlittenen Fehlgeburt immer mehr veränderte und förmlich verschwand, er beschreibt es als ein Aquarell das auf einer Leinwand immer mehr verblasst, bis man nur noch die Erinnerung an das Gemälde hat. Auch hat er Claire erwischt, wie sie und Tim sich küssen. Erst nach mehr als 2/3 des Buches wird Claire argwöhnisch und beginnt nachzuforschen. FAZIT: Jeff war das ganze Buch über präsent und erschien einem nicht tot, wirkliche Trauer konnte ich weder bei Claire, ihrem Sohn noch Trish erkennen. Ich habe das Buch schnell durchgelesen, weil ich immer dachte "Im nächsten Kapitel passiert was!" Das Buch ist nicht schlecht, aber das eigentliche Thema kommt viel zu kurz

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  • Ein vergiftender Verdacht

    Letzte Nacht

    SitataTirulala

    30. August 2015 um 11:08

    Alle wollen mich umarmen, doch das Gefühl von ihrer Haut auf meiner und die Worte, die sie mir ins Ohr flüstern, machen alles nur schlimmer. Claire ist wütend auf ihren Mann Jeff, der schon wieder Überstunden schiebt, statt zum Abendessen bei ihr und ihrem Sohn zu sein. Sein Handy ist aus, im Büro geht er nicht ran. Dann passiert plötzlich das, wovor sich jede Frau fürchtet: es steht ein Polizeiwagen vor ihrer Tür. Es tue den Beamten sehr Leid, aber Jeff habe einen Verkehrsunfall gehabt und sei gestorben. Claire fällt in ein Loch der Trauer, in dem sie sich trotzdem um ihren Sohn Seth kümmern muss, in dem sie mit ihrer überfürsorglichen Familie und wohlmeinenden Freunden umgehen und vor allen Dingen die Beerdigung arrangieren muss. Aber auch mit Jeffs Familie muss sie sich auseinandersetzen - sein Bruder Tim, ihr Ex-Freund, reist extra aus Australien an. Und dann ist da noch Tish Underhill, eine Arbeitskollegin von Jeff, die auf der Beerdigung völlig unverhältnismäßig aufgelöst und am Ende wirkt. Wer ist Tish und weshalb war ihr Jeff so wichtig? In Claire beginnt ein Verdacht aufzukeimen, der alle Erinnerungen an Jeff zu vergiften droht. Eine Frau verliert durch einen tragischen Unfall ihren Mann, den Vater ihres Sohnes. Schlimm genug. Aber wenn dann noch eine Arbeitskollegin, die ihres Wissens nach keinen besonders engen Kontakt zu ihrem Mann hatte, auf der Beerdigung übermäßig emotional bis zum Zusammenbruch reagiert... Der Klappentext spricht von einem Versprechen, das Tish und Jeff sich kurz vor seinem Tod gegeben haben. Aber was könnte dieses Versprechen gewesen sein? Die Thematik und dieses geheimnisvolle Versprechen haben mich gleich angezogen. Die Geschichte wird aus der Sicht aller drei Beteiligten dieses merkwürdigen Konstrukts erzählt. Es gibt Kapitel aus Claires Sicht, aus Tishs und auch aus Jeffs - was mich sehr überrascht hat, immerhin stirbt er quasi gleich zu Anfang. Aber nach und nach bringen diese drei Blickwinkel Licht in die Geschichte von Claire und Jeff. Wie sie sich kennen gelernt haben, wie sein Bruder Tim mit drin hängt, wann und wie er auf Tish getroffen ist. Auch ermöglichen diese unterschiedlichen Erzählperspektiven auch eine sehr schöne, tiefere Charakterisierung der einzelnen Figuren. Man lernt Tish und Jeff und auch Claire gut kennen und kann verstehen und nachfühlen was sie antreibt. Das ist Catherine Mckenzie wirklich gelungen. Außerdem merkt man, wie viele Gedanken sie sich um ihre Figuren und deren Geschichte und Zusammenhänge gemacht hat, allein schon daran, wie Jeffs Bruder Tim als Claires Ex-Freund ins Spiel kommt. Dennoch muss ich sagen, dass ich mich mit keinem der drei abschließend und vollständig hätte identifizieren können. Catherine Mckenzie schreibt schön und nachvollziehbar, aber so richtig unter die Haut gegangen ist die Geschichte bei mir nicht. Trotzdem war vor allen Dingen die Frage, was denn nun wirklich zwischen Tish und Jeff ist oder nicht ist, etwas gewesen, was mich das Buch immer wieder zur Hand nehmen, die Handlung immer weiter hat verfolgen lassen. Bis ganz zum Schluss bleibt es nämlich offen - und irgendwie will man als Leser dann doch wie Claire einfach Gewissheit haben. War da was oder war da nichts? Ich verrate natürlich nichts! Aber ich spreche durchaus eine Leseempfehlung aus. Leicht und flüssig zu lesen, trotz der schwierigen Thematik, aber nicht gerade das, was man an einem fröhlichen Tag mit an den Strand mit. Von mir gibt es insgesamt vier Blümchen für "Letzte Nacht". ---------- Rezension hier: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2015/07/br-catherine-mckenzie-letzte-nacht.html

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  • Rezension zu "Letzte Nacht"

    Letzte Nacht

    SteffiWausL

    25. August 2015 um 17:54

    Obwohl der Schreibstil flüssig ist, und sich das Buch angenehm lesen lässt, kam ich nicht so leicht in die Geschichte rein. Das lag daran, dass mir die Charaktere nicht besonders sympathisch waren. Die Liebesgeschichte zwischen Jeff und seiner Arbeitskollegin Tisch hat mich nicht überzeugt. Die Beschreibung der Ehe zwischen Jeff und Claire war ein wenig klischeebehaftet. Das Ende der Geschichte fand ich sogar enttäuschend! Wer Dreiecksgeschichten liebt, greift vielleicht lieber zu einem französischen Autor - die können das irgendwie immer besser ;-)

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  • Still, traurig und bedrückend

    Letzte Nacht

    MissRichardParker

    Jeff ist ein guter Ehemann und Vater. Als er ganz unerwartet bei einem Verkehrsunfall stirbt, bricht für Claire und ihren Sohn Seth eine Welt zusammen. Starr vor Trauer versuchen die beiden den Verlust zu verarbeiten. Doch nicht nur die beiden kämpfen mit Jeffs Tod. Tish, eine Arbeitskollegin von Jeff, kann es kaum fassen, dass Jeff gestorben ist. Als sie auf seiner Beerdigung auftaucht, wird Claire misstrauisch. Was hat Tish und Jeff verbunden? Dieses Traurige Buch hat mich vom ersten Moment an gepackt. Ich konnte kaum aufhören zu lesen. Verschiedene Personen erzählen diese Geschichte. Dadurch erfährt man Stück für Stück mehr über die Beziehungen und familiären Hintergründe der Figuren.  Auch wenn in diesem Buch nicht wirklich viel passiert, baut es eine ganz eigene Art von Spannung auf, die einem kaum los lässt.  Die Autorin schriebt sehr einfühlsam und ich konnte sehr gut mit den beiden Frauen mitfühlen.  Warum gebe ich dem Buch nur 3 Sterne? Auch wenn mich das Buch sehr ergriffen hat, war mir am Schluss klar, dass ich mehr erwartet habe. Es war für mich irgendwie ernüchternd als ich es zu Ende gelesen habe und es hat mich nicht so sehr bewegt wie andere beschreiben.  Trotz allem ist es ein empfehlenswertes Buch, wenn man keine Mühe hat mit traurigen Geschichten.

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