Catherine Palmer

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Die sanften Hügel von Darjeeling

Die sanften Hügel von Darjeeling

 (3)
Erschienen am 01.07.2008
The Courteous Cad

The Courteous Cad

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Erschienen am 16.04.2010
Wild Heather

Wild Heather

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Erschienen am 01.03.2004
Fatal Harvest

Fatal Harvest

 (0)
Erschienen am 01.06.2004
English Ivy

English Ivy

 (0)
Erschienen am 20.07.2004
The Maverick's Bride

The Maverick's Bride

 (0)
Erschienen am 01.01.2010
Love's Proof

Love's Proof

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Erschienen am 01.05.2004

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SiColliers avatar

Rezension zu "Die sanften Hügel von Darjeeling" von Catherine Palmer

Ein Roman mit unerwartetem Tiefgang
SiColliervor 4 Jahren

“Aber ich weiß nicht, was Gott mit alldem vorhat. Ich kann seinen Plan einfach nicht erkennen.“
„Das kann ich auch nicht,“ sagte Miles. „Aber das ist doch gerade das Schöne: letztlich bleibt uns nur der Glaube.“ 
(Seite 196)

Meine Meinung


Da ich derzeit sehr beansprucht bin, hatte ich das Bedürfnis nach einer nicht so anstrengenden Lektüre. Nachdem ich meist Tee aus Darjeeling trinke, sprang mir dieses Buch, in Verbindung mit dem Titelbild, förmlich ins Auge als das genau richtige. Leider hat es meine Erwartungen, zumindest was Darjeeling betrifft, nicht so ganz erfüllen können. Denn dort spielen nur zwei relativ kurze Szenen, ansonsten sind die Handlungsorte Texas, New York und London mit einem Abstecher nach Nairobi. Der Originaltitel „Leaves of Hope“ („Blätter der Hoffnung“) ist da doch eher zutreffend. Es wäre interessant zu erfahren, was man sich beim deutschen Verlag bei der Titelgebung gedacht hat, zumal ich den Himalaya nicht unbedingt als „sanfte Hügel“ bezeichnen würde.

Der Roman liest sich sehr flüssig, was sicher auch auf eine gute Übertragung zurückzuführen ist; an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, eine Übersetzung zu lesen. Ich konnte mich nur mit Unterbrechungen dem Buch widmen und hatte nie Schwierigkeiten, den Handlungsfaden wieder genau da aufzunehmen, an dem ich ihn verlassen hatte.

Die Geschichte selbst entwickelt sich sehr folgerichtig. Durch einen Zufall entdeckt Beth, daß ihr verstorbener Papa gar nicht ihr leiblicher Vater ist. Als sie ihre Mutter darüber befragt, weigert diese sich, darüber zu sprechen, womit sie Beths Neugier erst recht weckt. In der Folge gibt es Mißverständnisse, Streit und Einiges mehr. Das wäre an sich nichts Besonderes, wäre Beth nicht sehr religiös, wodurch man solche Wutausbrüche bei ihr eigentlich nicht in dem Maße erwarten würde.

Es ist Beths starke und immer wieder betonte und herausgekehrte Religiosität, die mich wieder und wieder stutzen ließ. Obwohl sie an einer Stelle sinngemäß sagt, daß es ihr weniger um Religion oder Kirche, sondern um den Glauben, die Nachfolge Christi gehe, hatte ich über etliche Kapitel hinweg das Gefühl, es sei zu viel. Ich habe mich gefragt, wie sie mit ihrer unbeirrbaren Einstellung ihren Job in New York und weltweit in allen möglichen Kulturkreisen so erfolgreich ausüben kann; genauer: wie sie es so weit gebracht hat.

Im Verlauf des Buches machte ihre Einstellung jedoch langsam, aber sicher auf mich den gleichen Eindruck wie auf die Figuren, denen sie begegnet, und ich begann, die Motivation der Autorin zu verstehen. Unweigerlich wird man gezwungen, über seine eigene Einstellung, seine eigene Denk- und Handlungsweise nachzusinnen. Am Ende war es dann gerade diese unbeirrbare und konsequente Ausrichtung, die den meisten Eindruck auf mich gemacht hat.

Im Roman nicht erwartet hätte ich etwa ein uneheliches Kind oder „nicht in die Kirche gehen“. Für meine Begriffe taucht das alles völlig normal, als ob es eben so sein muß, auf. Genau so wie die Themen Schuld und Vergebung, Umkehr, Lebensgestaltung bzw. Prioritäten im Leben. Hier hat mich die Autorin doch zum Nachdenken gebracht, zumal das Buch nicht vor unangenehmen Dingen halt macht und quasi nebenbei auf die realen Gefahren, die Christen auch heute noch drohen, hinweist. Gerade an diesen Stellen fand ich die Parallelen zur Situation der Urchristen beängstigend aktuell.

Von meiner Ausgangssituation aus betrachtet, erwies sich das Buch als gehaltvoller, als erwartet, jedoch gut und flüssig zu lesen. Schon nach wenigen Worten sprang das Kopfkino an, die Figuren nahmen Leben an und hatten durchaus ihre Ecken und Kanten. Das Zwischendurchgefühl des erwähnten „zuviel“ war verschwunden und es war schade, daß die Geschichte schon zu Ende war. Wobei, dies sei erwähnt, das Ende recht kurz ausfiel. Da hätten es ruhig ein oder zwei Seiten mehr sein dürfen, oder besser noch ein Epilog einige Zeit später; aber das ist ja leider in vielen so. Insgesamt jedoch habe ich das Buch gerne gelesen und werde sicher nach weiteren Werken der Autorin Ausschau halten.


Kurzfassung

Beths Suche nach den eigenen Wurzeln verläuft anders, als sie es sich vorgestellt hat. Ein Unterhaltungsroman, der zum Nachdenken anregen will.

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Klusis avatar

Rezension zu "Die sanften Hügel von Darjeeling" von Catherine Palmer

Die sanften Hügel von Darjeeling
Klusivor 5 Jahren

Während eines Besuchs bei ihrer Mutter entdeckt Beth Lowell eine Schachtel, in der sich Hinweise darauf befinden, dass der verstorbene Mann ihrer Mama nicht ihr wirklicher Vater war. Jana Lowell weigert sich strickt, ihrer Tochter über die Vergangenheit Auskunft zu geben, und so macht sich Beth alleine auf die Suche nach ihren Wurzeln. Der Zufall kommt ihr zur Hilfe, als sie Miles Wilson kennen lernt, denn er weiß etwas über Thomas Wood, ihren leiblichen Vater, und die Spur führt nach Indien.

Das Cover und der Titel dieses Buches haben mich gewaltig in die Irre geführt, denn von Darjeeling erfährt man im Roman leider nur sehr wenig. Eigentlich gibt es nur zwei kurze Aufenthalte dort, die auch sehr spärlich beschrieben sind und keinerlei Atmosphäre vermitteln.
Hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Beth Lowell, eine sehr gläubige junge Frau, die nach ihren Wurzeln sucht. Ihre christliche Einstellung macht es ihr schwer, zu akzeptieren, dass sie das Resultat einer „Jugendsünde“ ist. Ein Großteil des Romans dreht sich um die Suche nach Thomas Wood, Beths Vater und auch um die Reaktion ihrer Mutter zu der ganzen Angelegenheit. Es finden endlose Debatten statt, weil sich die Mutter weigert, mehr über die Vergangenheit zu offenbaren. Sie möchte auf jeden Fall verhindern, dass Beth Kontakt zu Thomas Wood aufnehmen könnte. Hat sie doch ihr Leben lang alles getan, um diese „peinliche“ Angelegenheit einer unehelichen Schwangerschaft zu vertuschen.
Romane dieser Art werden häufig unter der Kategorie „Inspirational Romance“ geführt, und ich habe auch schon einiges aus diesem Genre gelesen, was mir meist gut gefallen hat. Hier war mir aber der christliche Aspekt zu extrem vertreten. Beth macht für jede Kleinigkeit in ihrem Leben Gott verantwortlich und hat grundsätzlich eine Bibel bei sich, in der sie auch ausgiebig liest. Dass sie sogar während eines Aufenthalts in einem Pub betet und aus der Bibel zitiert, finde ich dann doch etwas fanatisch. Man hat ständig das Gefühl, dass sie alle um sich herum missionieren möchte und nur mit Menschen Umgang pflegen will, die ebenso gläubig sind wie sie selbst. An dieser Einstellung scheitert fast ihre sich gerade zart entwickelnde Liebe zu Miles, der natürlich auch erst bekehrt werden muss!
Die Gespräche zwischen Mutter und Tochter und auch die Gedankengänge der beiden Frauen zeigen, dass es ihnen letztendlich mehr darauf ankommt, was die Menschen ihrer Gemeinde von ihnen und ihren Handlungen denken könnten, als auf die eigenen Gefühle und Wünsche. Ihr Verhalten richten sie dementsprechend aus. Jana Lowell war mir besonders in ihrem Bestreben nach Sicherheit zu extrem und machte insgesamt einen wunderlichen, sehr inkonsequenten Eindruck auf mich, der sich erst im letzten Drittel etwas gebessert hat. Hierzu ein Beispiel: Einen Mann, der ihre Nähe sucht, lehnt sie ab, kann ihn angeblich nicht leiden, nimmt aber seine Hilfe im Garten und seine Fahrdienste in Anspruch und bringt ihm selbst gebackenem Kuchen vorbei. Dann wieder färbt sie sich die Haare im Dunkeln, damit er nicht merkt, dass sie zu Hause ist.
Alles in allem hat mich die Handlung weder unterhalten noch überzeugt. Für mein christliches Verständnis war vieles zu übertrieben und abgehoben, und ich hatte den deutlichen Eindruck, dass auch der Leser unbedingt missioniert werden soll, was ich in einem Unterhaltungsroman fehl am Platz finde.

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