Ich bleibe hier

von Catherine Ryan Hyde 
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Positiv (91):
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Absolut empfehlenswert und mittlerweile zu meiner Lieblingsautorin geworden.

Kritisch (3):
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Zu wenig Tiefgang - als Hörbuch auch weniger geeignet.

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Inhaltsangabe zu "Ich bleibe hier"

Der ehemalige Broadway-Tänzer Billy Shine leidet an Agoraphobie und hat seit fast einem Jahrzehnt keinen Fuß mehr vor die Tür seines Apartments gesetzt.
Doch dann sieht er das neunjährige Nachbarsmädchen Grace täglich stundenlang auf der Vordertreppe des Gebäudes
sitzen, in unmittelbarer Nähe zu seiner Veranda. Durch diese Änderung der natürlichen Ordnung beunruhigt, schafft Billy es weit genug heraus, um Grace zu fragen, warum sie nicht ins Haus geht, wo es sicherer ist. Ihre Antwort: 'Wenn ich drinnen bin, erfährt keiner, dass ich in Schwierigkeiten bin. Und dann kann mir niemand helfen.'
Diese Antwort ändert alles.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548288932
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:02.12.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.11.2014 bei Amazon EU S.à r.l. erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bewerticuss avatar
    Bewerticusvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert und mittlerweile zu meiner Lieblingsautorin geworden.
    Catherine Ryan Hyde. Mittleerweile eine meiner Lieblingsautorinnen

    Catherine Ryan Hyde habe ich bei Amazon durch Buchempfehlungen entdeckt. Eigentlich hat mich zuerst das Cover angesprochen, wenn ich ehrlich bin. Ich kaufte mir das eBook und begann zu lesen. Schon nach den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass da etwas Tolles auf mich wartet. Ich wurde nicht enttäuscht. Mittlerweile habe ich das dritte Buch dieser Autorin gelesen und muss sagen, dass sie so langsam zu meiner Lieblingsautorin wird. Gefühlvolle Geschichten mit Charakteren, die einem immer symphatisch sind und mit denen man sich identifizieren kann.
    Immer wieder werden Themen wie Freundschaft, Familie, Authismus und andere "besondere Menschen" in ihren Büchern eingebunden. Ich finde auch den schreibstil sehr gelungen. Für mich einfach eine tolle Autorin, die wunderbare Bücher schreibt. Bestimmt nicht mein letztes, was ich von ihr lesen werde.

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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor einem Jahr
    Thank you for beeing a friend

    Sie ist neun und wohnt in einem sozialen Brennpunkt. Ihre Mutter ist abhängig von Medikamenten und Grace ist oft sich selbst überlassen. Sie verbringt Tage vor dem Haus und weckt damit die Neugier des Nachbars Billy, der aufgrund einer Zwangsstörung seine Wohnung nicht verlassen kann. Bald schon hat Grace mit ihrer Art noch mehr Nachbarn umgarnt und schon bald werden aus Fremden Freunde. Sie lernt steppen, spanisch und Reikki. Verkuppelt einsame Herzen und bringt Sonnenschein in das Leben aller. Doch das Jugendamt, sähe sie lieber in einer Einrichtung, bis ihre Mutter clean ist. Mit Hilfe ihrer neugewonnenen Freunde können sie dies gerade noch verhindern.

     

    So putzig das Buch auch ist, so vorhersehbar ist es auch. Daher habe ich mich ab der Hälfte ein klein wenig beim Lesen gelangweilt. Die Charaktere waren für mich nicht greifbar. Billy der seiner Broadwaykarriere hinterhertrauert und Panikattacken erleidet, nur bei dem Gedanken vor die Tür zu gehen, spricht von sich in der dritten Person. Das ist gruselig, ein bisschen wie Gollum. Doch dann braucht es Grace und mir nichts dir nichts überwindet er seine Angst. Ein Nachbar erschießt sich und zwischen den Zeilen liest man, er sei pädophil gewesen, was er versucht hatte zu kaschieren in dem er es anderen Hausbewohnern vorwarf. Es scheint so als hätte Grace sein Herz erweicht, da er ihr Steppschuhe und eine Steppunterlage schenkt und sich dann weil er mit dem Begehren des kleinen Mädchens nicht klar wird, das Leben nimmt. Für mich ist das ein wenig zu viel Pathos, zumal der Umstand ja nie aufgeklärt wird. Grace‘ Mutter wird auch in letzter Sekunde bekehrt und wandelt sich vom Saulus zum Paulus und muss erkennen, wieviel die Bewohner Grace bedeuten, auch das war ein bisschen zu viel Märchen für meinen Geschmack. Ich verstehe, dass die Autorin aufzeigen will, dass ein Miteinander besser ist als ein Nebenher und das aus Nachbarn Freunde werden können, aber irgendwie kam es doch sehr plump bei mir an. Da war mir der mürrische Herr Ove lieber.

     

    Eine putzige Geschichte der ein wenig der Charme abhandengekommen ist, trotz mehrfacher Versuche liebenswerte Charaktere zu erschaffen.

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    pfirsichbluetenrots avatar
    pfirsichbluetenrotvor einem Jahr
    Kurzmeinung: zwischen den Zeilen viel mehr als auf den ersten Blick
    Rezension Ich bleibe hier von Catherine Ryan Hyde

    Die Geschichte von Grace, einem kleinen Mädchen, das einsam ist. Einsam, weil ihre Mutter drogenabhängig ist, sie ihr Kind nicht versorgen kann, sie ständig zugedröhnt ist und Grace nicht nur physisch, sondern auch emotional alleine lässt. Also sitzt Grace Tag für Tag auf den Stufen zu ihrer Wohnung, wartet, will nicht nach Hause, weil sie hofft, dass ihr jemand hilft. Ihre Stimme ist stets eine Spur zu laut, dennoch wird sie überhört und übersehen von ihrer Mutter und erst auch den Nachbarn. Sie sitzt einfach nur da, starrt in die Welt und wartet ab. Billy, ihr Nachbar, der an einer schweren Agoraphobie leidet, früher erfolgreicher Tänzer gewesen ist und Stück für Stück seinen Platz in der Welt verloren hat, wird aufmerksam auf Grace und beobachtet sie von der gegenüberliegenden Wohnung aus. Der Wohnung, an die er seit vielen Jahren gefesselt ist. Er nimmt Kontakt auf über den Balkon, nach und nach nehmen auch die anderen Protagonisten, allesamt Nachbarn, Kontakt zu Grace auf. Alle unterschiedlich, jeder für sich auf seine eigene Art besonders. Die Autorin zeichnet die Charaktere so exakt, dass jeder der Nachbarn eine bestimmte Aufgabe Grace gegenüber übernimmt mit dem großen Ziel, dass Gracies Mutter "wach" wird, clean bleibt, um sich endlich wieder um ihr Kind zu kümmern und auch um Grace davor zu schützen, dass sie in Obhut genommen wird. Und Grace? Sie liebt und braucht ihre Mutter, egal wie sehr sie sie verletzt hat. Was sie allesamt miteinander verbindet ist die Einsamkeit, das verloren gegangene Vertrauen in die Welt und Schicksalsschläge, die jeden von ihnen maßgeblich, genau wie jeden von uns, beeinflusst haben. Und so geschieht es, Stück für Stück, dass das Leben Einzug hält in den Apartmentblock, dass plötzlich niemand mehr allein zu sein scheint, dass sie sich gegenseitig helfen, Ängste überwinden und füreinander einstehen, ja -es entsteht eine Gemeinschaft. Nicht jeder kann dies ertragen, denn Nähe schmerzt auch. Grace blüht mehr und mehr auf, erfährt Trost, Zuspruch und Wärme, sie fasst Vertrauen und lernt, sich auf Ihr Gegenüber wieder verlassen zu können. Lest jedoch selbst! Fast die gesamte Geschichte spielt in diesem Apartmentblock, es gibt wenig drumherum, sie ist stark reduziert, die Sprache einfach, häufig bloß reine Gesprächspassagen. Die Kapitel sind abwechselnd aufgeteilt und handeln von Billy oder Grace. Mir war es manchmal etwas zu einfach, an anderen Stellen war Grace mir zu vorlaut und gedanklich zu "weit" für ein Kind. Manchmal zu vorhersehbar. Manchmal habe ich mich auch gefragt für was genau Grace stehen könnte, sie erinnerte mich gelegentlich an eine Art innere Stimme der anderen, oder eine Art von moralischer Instanz. Eben das was es braucht, um wieder ins Leben zu kommen. Zwischen den Zeilen jedoch, hat es mich überzeugt, so vermittelt es uns, wie wichtig Freundschaften sind und auch, dass wir immer die Chance haben, die Geschichte umzuschreiben, aber auch, dass wir dieses nicht alleine tun müssen!

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    emma_vandertheques avatar
    emma_vanderthequevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bedrückendes Thema in leichten Worten, wunderschön!
    Bedrückendes Thema in leichten Worten, wunderschön!

    Billy leidet an Agoraphobie und verlässt seit Jahren seine Wohnung nicht mehr. Damit kommt er, wie er sich einredet auch gut zurecht. Womit er nicht zurecht kommt ist Grace, das Nachbarmädchen, das seit Wochen auf den Stufen vor dem Haus sitzt - und damit das gewohnte Bild seiner Umgebung durcheinander bringt.

    Grace sitzt Tag dort, auf den Stufen vor dem "Sozialbau" und geht erst nach drinnen, wenn die Straßenlaternen angehen. Schließlich muss sie nach Hause, wenn es dunkel wird, sagt ihre Mutter. Aber die "schläft". Langsam wird die Nachbarschaft auf das Mädchen aufmerksam - und was zunächst Fremde waren, die kaum den Namen der anderen Bewohner kannten, wachsen an dieser Aufgabe zu einer Gemeinschaft.

    Eine wunderbar leicht geschriebene, berührende Geschichte, die nie schmalzig wird, obwohl sie soviel Potenzial dazu hätte!

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    Patricia1s avatar
    Patricia1vor einem Jahr
    Ein wunderbares Buch

    Caherine Ryan Hyde – Ich bleibe hier


    Inhalt
    Der ehemalige Broadway-Tänzer Billy Shine leidet an Agoraphobie und hat seit fast einem Jahrzehnt keinen Fuß mehr vor die Tür seines Apartments gesetzt. Doch dann sieht er das neunjährige Nachbarsmädchen Grace täglich stundenlang auf der Vordertreppe des Gebäudes sitzen, in unmittelbarer Nähe zu seiner Veranda. Durch diese Änderung der natürlichen Ordnung beunruhigt, schafft Billy es weit genug heraus, um Grace zu fragen, warum sie nicht ins Haus geht, wo es sicherer ist. Ihre Antwort: »Wenn ich drinnen bin, erfährt keiner, dass ich in Schwierigkeiten bin. Und dann kann mir niemand helfen.« Diese Antwort ändert alles.


    Eigene Meinung
    Dies ist bereits mein zweites Buch der Autorin, das ich ebenfalls mit sehr viel Freude gelesen habe. Ich finde den Schreibstil der Autorin sehr besonders und einzigartig. Die Geschichte wird so berührend und die Charaktere so liebevoll geschildert, sodass es mir schwer fiel, das Buch zuzuschlagen. Obwohl es in dem Buch um ernste und traurige Dinge geht, strahlt die Geschichte doch so viel Wärme aus. Was natürlich auch an dem Mädchen, Grace liegt, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Ich finde es bemerkenswert, wie dieses Kind einen Menschen teilweise aus seiner Angst befreien konnte und somit aber auch Menschen zusammenbrachte, die sich vorher nur flüchtig kannten. Auch Billy war mir von Anfang an sympathisch, trotz seiner meist seltsamen Gedanken oder Taten. All diese Personen, die in diesem Buch eine wesentliche Rolle spielen, werden unglaublich gut in ihrer jeweiligen Persönlichkeit dargestellt. Die Autorin hat es geschafft, dass ich von jeder Person ein klares Bild in meinem Kopf habe. Auch jetzt noch, einige Zeit nachdem ich das Buch beendet habe, geht mir die Geschichte nicht mehr aus dem Kopf. Und das, obwohl ich zuerst dachte, in dem Buch passiert nicht viel. Dabei geschehen in so kurzer Zeit so viele Dinge, mit denen eigentlich niemand gerechnet hätte. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen. Ganz klar eine Leseempfehlung!

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    sakuvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Liebe.
    Über Freundschaft und Liebe.

    Billy hat viele Probleme: Er war ein erfolgreicher Tänzer, tanzt aber nicht mehr, trägt seit Jahren seinen uralten Pyjama, war seit genau so vielen Jahren nicht mehr beim Friseur, hat keine Freunde, kaum Kontakte zur "Außenwelt", weil er seit Jahren unter Agoraphobie leidet und nicht mehr aus seiner Wohnung raus gegangen ist. Aber von seinem Fenster aus hat er Tage lang gesehen, dass ein junges Mädchen, Grace, vor dem Haus sitzt und wartet. Die Nachbarn haben sie schon angesprochen, aber nur Billy vertraut sie an, dass ihre Mutter Eillen ein riesiges Problem hat.

    Die Nachbarn haben eigentlich auch Probleme. Jeder ist allein in seiner Wohnung, auf sich konzentriert, misstrauisch oder unangenehm... Aber alle zusammen beschliessen, sich zusammen zu tun und Grace zu helfen. Alle werden  dadurch über sich hinaus wachsen. - Ein kleines Wort über Grace und das Cover: Am Anfang vom Buch steht, Grace sei pummelig. Wenn das kleine Mädchen auf dem Cover pummelig ist, dann bin ich ein Wal! OK, es ist süß und sieht total traurig aus, aber Grace habe ich mir total anders vorgestellt.

    Die Kapitel sind abwechselnd Grace und Billy gewidmet. Es gibt kein Ich-Erzähler, jedes Kapitel erzählt, was die Figur erlebt. Catherine Ryan Hyde hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der den Leser in ihren Bann zieht. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand lassen. Er ist ergreifend, aber nicht rührselig, und ich habe mit den Figuren gehofft, gefürchtet, geweint, gelächelt, gespürt und geliebt. Vor allem kann Catherine Ryan Hyde Bilder im Kopf entstehen lassen. Ich habe wirklich gesehen, wie Billy und Grace getanzt haben, die Wärme beim Reiki gespürt...

    "Ich bleibe hier" ist ein Buch über die Liebe: zwischen einer Mutter und ihrer Tochter, zwischen einem Mann und einer Frau, einfach zwischen zwei Menschen. Es ist einfach der Beweis, dass alles möglich ist, wenn die richtige Person in deinem Leben auftritt: Du wirst nicht gleich der beste Mensch auf Erde und du wirst nicht gleich alle deine Probleme lösen können, aber du weißt, dass du mit Hilfe dieser Person (und mit Wille und Mühe) es irgendwann schaffen wirst, und das ist das Wichtigste.

    Eine wunderschöne Geschichte, die einfach warm ums Herz macht. Zu empfehlen!

    Kommentare: 2
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    Mrs-Jasmines avatar
    Mrs-Jasminevor 2 Jahren
    Mit viel Gefühl...

    Ich habe laut gelacht und auch geweint! Ein Buch das mit berührt hat und Menschen mit denen ich mitfühlen konnte! Ein Buch über ein intelligentes und starkes Mädchen und einen liebenswerten agrophobischen Tänzer! Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt! Ich werd es sicher wieder lesen!

    Kommentare: 1
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    dieFlos avatar
    dieFlovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Leben ist nicht immer perfekt und es meint es nicht mit jeden gut - eine wunderbare Erzählung!
    Plötzlich ist sie da

    Billy war ein berühmter Tänzer, Billy stand auf den Bühnen der Welt - doch dann zog er sich zurück, er hatte Angst, Angst vor den Menschen, Angst vor dem Leben, seinem Leben ..... 10 Jahre sind vergangen. 10 Jahre in denen er in seiner Wohnung sitzt, das Essen und die Dinge des täglichen Lebens bestellt, 10 Jahre, die er im Schlafanzug verbringt und vorsichtig hinter der Gardine auf die Straße schaut. Plötzlich sitzt da ein Mädchen, er stutzt und als sie wieder da sitzt, beugt er sich zur Verandatür hinaus und fragt, warum sie denn da sitzt : "Wenn ich hier sitzt, weiß niemand, dass ich in Schwierigkeiten bin..." 

    Grace ist 9 und sie ist die erste, mit der Billy seit 10 Jahren spricht. Grace, dieses kleine, süße Mädchen, kann nicht verstehen, dass jemand nie vor die Tür geht. Grace will in die Schule, aber ihre Mama schläft immer ganz tief und fest und allein, nun ja allein kann sie den Weg nicht gehen.

    In diesem Haus leben auch andere Mieter und jede rlebt für sich allein. Keiner interessiert sich für das Schicksal des anderen, doch dann nimmt eine Nachbarin sich der kleinen Grace an und irgendwann braucht sie die Hilfe der anderen. Aber werden sie ihr helfen und was ist mit der Mutter des Mädchens?

    Es war so ein Zufall, dass dieses Ebook in meine Hände geriet, aber ich danke diesem Moment. Das Buch ist so flüssig geschrieben, es zeigt die Schwächen unserer Gesellschaft und die Oberflächlichkeit und es zeigt,was so ein kleines Mädchen alles ertragen kann und was es bereit ist zu geben! 

    Eine ganz klare Leseempfehlung!@dieflo

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    Schnapsis avatar
    Schnapsivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Menschliche Schwächen, Menschlichkeit und Freundschaft kommen hier ganz groß raus.
    Ein sehr gefühlvolles Buch über Stärken und Schwächen der Menschheit.

    Ein ganzes Haus voller Menschen verschiedener Herkunft und Altersklassen. Jeder dieser Menschen hat sein Päckchen Vergangenheit, dass er zu bewältigen oder verdrängen versucht.
    Eines Tages ändert sich das Schicksal dieser Menschen durch ein kleines Mädchen Namens Grace. Diese sitzt täglich stundenlang auf der Vordertreppe des Gebäudes und verändert somit die Ordnung eines unter Agoraphobie leidenden Nachbars.  

    Ein spannender, mitreißender Roman. Man ist überwältigt welche Kraft in Ängsten oder im eigenen Willen steckt.
    Man weiss nie wo einen das Buch hinführt. Es ist nichts vorhersehbar und dennoch nicht aus der Luft gegriffen. Zwischen Freundschaft, Liebe, Angst und Vernunft spielt dieses Buch einem ganz widersprüchliche Gefühle zu. Aber wenn man genau liest und den Aspekt der verschiedenen Seiten betrachtet. Haben alle Beteiligten großes geleistet.
    Ein wirklich sagenhaftes Buch über Liebe und Freundschaft.

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessanter Plot, aus dem man noch mehr hätte machen können. Einerseits etwas langatmig, andererseits aber auch nicht ausführlich genug.
    Interessanter Plot, aus dem man noch mehr hätte machen können.

    Grace ist ein neunjähriges Mädchen, das bei ihrer alleinerziehenden, drogenabhängigen Mutter wohnt. Das Jugendamt scheint zwar Kenntnis über die schwierige Situation zu haben, einer Fürsorgepflicht für Grace wird aber nicht nachgekommen, als klar ist, dass ihre Mutter wieder "voll drauf" ist und die Tage einfach verschläft. Um sich selbst zu helfen, setzt sich Grace nach der Schule auf die Stufen des Mehrparteienhauses, in der Hoffnung, dass Nachbarn auf sie aufmerksam werden.

    Ihr Plan geht auf, und die Hausgemeinschaft bestehend aus dem Einsiedler Billy, Latino Felipe, dem mürrischen Mr Lafferty, Kosmetikerin Rayleen und der alten Dame Mrs Hinman beginnt sich abwechselnd um Grace zu kümmern: Rayleen bringt sie zur Schule, Felipe holt sie ab, Billy übernimmt die Betreuung nachmittags und Rayleen im Anschluss. Grace hat nun einen geregelten Tagesablauf, erhält regelmäßige Mahlzeiten, einen ordentlichen Haarschnitt, lernt Stepptanzen und blüht regelrecht auf. Auch die Bewohner knüpfen mehr Kontakt zueinander und lernen sich besser kennen.

    Graces Mutter Eileen ist zunächst froh über das gratis Babysitting bis sie phasenweise aus ihrem Drogenrausch erwacht und Grace wieder zu sich holt. Zuvor hatten sich die Hausbewohner aber bereits gefragt, ob sie das Richtige mit ihrer Rundumbetreuung tun, schließlichwürde sich durch die bequeme Entlastung der Mutter nichts an der trotz allem unbefriedigenden Situation für Grace ändern, da ihre Mutter keine Veranlassung für einen endgültigen Entzug hätte.

    Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Grace und Billy geschrieben. Grace ist für ihr junges Alter und ihren sozialen Hintergrund erstaunlich vernünftig und fast schon altklug, während Billy als Erwachsener mit seinem Leben überfordert scheint und es nicht wagt, die eigenen vier Wände zu verlassen. Auch alle weiteren Hausbewohner scheinen ihre seelischen Probleme zu haben - das Buch bzw. das Mehrfamilienhaus vereint eine Ansammlung therapiedürftiger Menschen.

    Den Plot empfand ich als gute Idee: ein Mädchen, das sich durch die Flucht nach vorne beginnt selbst zu helfen und damit das Leben ihrer bislang unbekannten Hausbewohner durcheinander bringt und ein Stück weit besser macht - ein modernes Märchen, das nachdenklich macht und mit Sicherheit in seiner Geballtheit der Einzelschicksale keine realistische Haussituation darstellt. "Ich bleibe hier" veranschaulicht, wie wichtig es ist, nicht die Augen vor Problemen anderer zu verschließen und das man gemeinsamen mehr als allein erreichen kann.

    Was mir jedoch gefehlt hat, war mehr Hintergrund zu den Personen: Warum lebten sie bisher alle so zurückgezogen und lernten sich erst kennen, als sich Grace auf die Treppe setzte? Was war der Auslöser für Eileens Drogensucht? Wo ist der Vater von Grace? Was ist in Billys Leben vorgefallen, dass er sich nicht vor die Tür traut? Warum fühlt sich Felipe derart als Ausländer herabgesetzt und diskriminiert? Warum hatte Mr Lafferty keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern?

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