Catherine Simon

 3,6 Sterne bei 136 Bewertungen
Autorin von Bitterer Calvados, Kein Tag für Jakobsmuscheln und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Catherine Simon ist das Pseudonym von Sabine Grimkowski. Unter diesem veröffentlicht sie Kriminalromane, in denen sie ihrer Leidenschaft für die Normandie, durch den in Deauville-Trouville ansässigen Kommissar, Ausdruck verleiht. Sie studierte Germanistik und Romanistik in Hamburg und promovierte über die Identität bei Ingeborg Bachmann. Nach ihrer Tätigkeit als Lektorin und freie Journalistin, arbeitet sie seit 1999 als Redakteurin beim Südwestrundfunk in der Redaktion Literatur. Sabine Grimkowski lebt in Baden-Baden.

Alle Bücher von Catherine Simon

Cover des Buches Bitterer Calvados (ISBN: 9783442485406)

Bitterer Calvados

 (35)
Erschienen am 15.01.2017
Cover des Buches Kein Tag für Jakobsmuscheln (ISBN: 9783442481811)

Kein Tag für Jakobsmuscheln

 (35)
Erschienen am 15.03.2015
Cover des Buches Wintergäste in Trouville (ISBN: 9783442482221)

Wintergäste in Trouville

 (28)
Erschienen am 13.09.2015
Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)

Falsche Austern

 (23)
Erschienen am 18.02.2018
Cover des Buches Kalter Hummer (Leblanc 5) (ISBN: 9783442488780)

Kalter Hummer (Leblanc 5)

 (10)
Erschienen am 15.03.2020
Cover des Buches Kein Tag für Jakobsmuscheln (ISBN: B00T6FH5V2)

Kein Tag für Jakobsmuscheln

 (2)
Erschienen am 16.03.2015

Neue Rezensionen zu Catherine Simon

Cover des Buches Kalter Hummer (Leblanc 5) (ISBN: 9783442488780)
stephanus217s avatar

Rezension zu "Kalter Hummer (Leblanc 5)" von Catherine Simon

Etwas lieblos gestrickt
stephanus217vor 5 Monaten

Mit „Kalter Hummer“ legt Catherin Simon den 5. Fall um den zum Sonderermittler ernannten Commissaire Leblanc. Es handelt sich hier um den bislag letzten und auch schwächsten Band der Reihe.


Diesmal verschlägt es ihn auf die Kanalinseln. Der Inhaber einer namhaften Reederei mit Sitz auf Guernsey erhält seit einiger Zeit Drohbriefe und Leblanc soll auf persönlichen Wunsch seines Chefs, des Polizeipräfekten von Paris, undercover den Fall vor Ort aufklären.

Das Opfer, einer führenden französischen Unternehmerdynastien entstammend, hat seine Unternehmen gerade erst aus steuerlichen Gründen auf die Inseln verlagert und sich damit keine Freunde gemacht. Persönlich ist er arrogant, jähzornig und machtbesessen, ein Despot alter Prägung, der auch mal sprichwörtlich „über Leichen“ geht.


Als die Tarnung auffliegt, wird Commissaire Leblanc entführt und in einem unterirdischen Nazibunker gefangen gehalten; parallel wird der Reeder unter dubiosen Umständen tot aufgefunden. Mord?


Die Geschichte konnte mich diesmal nicht wirklich überzeugen. Das Buch ist zwar wie gewohnt flott geschrieben und er kommt auch durchaus Spannung auf – wenn da nicht die wirre, konzeptionslose und unzusammenhängend konstruierte Story. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen. Hier ist alles dabei: von Unternehmensverlagerungen in Steueroasen, Outsourcing von Unternehmensteilen, einen rabiaten Patriarchen mit zwei unterdrückten Söhnen, die ihren Vater eher früher als später loswollen werden, die sich aber untereinander überhaupt nichts gönnen. Dazu kommen unzählige Affären, eine verhärmte Ehefrau und plötzlich auch noch eine ménage á trois und zu guter Letzt auch noch ein Erbstreit.

Das war mir zu viel; eine durchschnittliche Wertung hat letztlich die völlig unerwartete Wendung auf den allerletzten Seiten gerettet, das war große Klasse.



Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)
black_snappers avatar

Rezension zu "Falsche Austern" von Catherine Simon

Idyllische Normandie
black_snappervor einem Jahr

Dies ist mein erster Leblanc-Krimi. 

Zunächst mutet er wie ein normaler Krimi an. Verbrechen, Ermittlungen, Aufklärung. Aber dann sind noch etliche Seiten übrig. Zwar gibt es einige Nebenschauplätze aus dem Privatleben des Kommissars, aber tatsächlich gibt es am Ende nochmal zwei unerwartete Wendungen.

Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)
L

Rezension zu "Falsche Austern" von Catherine Simon

Völlig abgerückt von den Ereignissen dieser Welt
lazHvor 3 Jahren

Wenn Journalisten Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist das peinlich. Wenn sie dazu noch Krimis schreiben, kommt man als Kritiker schon mal auf den Gedanken, den Verursacher des Übels den Hahn abdrehen zu wollen. Den Schreibhahn nämlich. Kommt dann noch mangelhafte Recherche dazu, ist es nicht nur ärgerlich, sondern bringt einen Berufsstand in Verruf.

Catherine Simon schafft beides in einem mit 251 Seiten recht dünnen und schnell geschriebenen Büchlein. „Falsche Austern – Der vierte Fall für Kommissar Leblanc“ ist mit Verlaub – runtergerotzt. Schlechter Stil, hölzerne Dialoge, oberflächliche Charaktere und dazu der Versuch, Terrorismus, Islam und Islamismus, Frankreichs koloniale Vergangenheit in Nordafrika, Integration von Flüchtlingen, Ehrenmord, Kunstfälschung, Bilderdiebstahl, Mord und Totschlag unter einen Chapeau zu zwingen. Das wirkt bemüht, zeitweise grotesk und häufig wie von Wikipedia abgeschrieben.

Vollkommen abgerückt von den Ereignissen dieser Welt scheint die Autorin, wenn sie darüber sinniert, ob eine muslimische Familie den Mord an ihrer Tochter beginge, weil diese mit ihrer westlichen Lebensweise angeblich die Ehre der Familie, von Brüdern und Eltern, deren Ansehen in ihrem gesellschaftlich-sozialen Umfeld durch Missachtung der dort geltenden Werte verletzt hat.

Unwahrscheinlich, lautet der Schluss von Catherine Simon. Die magere Begründung: „Würde jemand wegen eines Rachegedankens seine Existenz, Familie und Arbeit aufs Spiel setzen?“

Jetzt mal Butter bei die Fische, Frau Grimkowski! Wo haben Sie Ihren Job als Redakteurin gelernt? Bei einer Schülerzeitung? Noch nie von dem Ehrenmord an Hatun Aynur Sürücü gehört?! Die in Deutschland geborene 23 Jahre alte Frau wurde im Februar 2005 in Berlin von ihren Brüdern auf offener Straße gemeuchelt, weil sie nach westlicher Art lebte und dadurch die Familienehre besudelte. Tut mir leid, aber diese Familie setzte all das, was sie in der Bundesrepublik erworben hatte, wegen der vermeintlich geschändeten Familienehre aufs Spiel und entfachte eine bundesweite Diskussion, in die sich auch der damalige Bundespräsident Horst Köhler einmischte: „Ein falsches Verständnis von Toleranz, Harmoniestreben oder mangelnde Courage dürfen nicht dazu führen, dass grundlegende Regeln des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft außer Kraft gesetzt werden“. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_Sürücü). Nur zur Quellenlage: Als Polizeireporter in Berlin recherchierte ich seinerzeit selbst intensiv im Sumpf der Ehrenmorde unserer kurdischen Mitbewohner.

Dass Autorin Catherine Simon, das Pseudonym für Sabine Grimkowski, laut Vita auf dem hinteren Klappentext als Redakteurin für den Südwestrundfunk arbeitete, macht eigentlich alles viel schlimmer. Denn sie hat es nicht für nötig befunden, das ihr zur Verfügung stehende journalistische Handwerkszeug ihrer Profession einzusetzen. Daneben hapert es an den Kleinigkeiten in ihrer Handlung: Wenn Polizeitaucher mit Sauerstoffflaschen tauchen, dreht sich jedem Sporttaucher das Mundstück um. Die Atemflaschen enthalten komprimierte, also zusammengepresste, Luft, weshalb die Tanks auch als Pressluftflaschen bezeichnet werden. Keinem Taucher, auch keinem Berufstaucher der Polizei, fiele es ein, mit Sauerstoff zu tauchen. Schließlich ist er ja nicht lebensmüde.

Dazu kommen massive sprachliche Mängel. Als Redakteur mit 40 Jahren Berufserfahrung weiß ich inzwischen, dass ein deutscher Satz aus Subjekt, Prädikat, Objekt besteht. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Bis zum Südwestfunk scheint sich das nicht herumgesprochen zu haben. Wie sonst käme ein Satz wie „Ein labbriges Sandwich mit wässrigem Schinken aus der Polizeikantine in Le Havre hatte Leblanc zu sich genommen“ ins 15. Kapitel?

Eigentlich müsste das Sandwich wegen Gefräßigkeit und versuchten Polizistenmords verurteilt und Autorin samt Korrektor zu Nachhilfe im deutschen Satzbau auf Lebenszeit verurteilt werden. Dies ist nicht die einzige Stelle im Buch, aber mit Sicherheit eine der skurrilsten.

Schon der dritte Satz im Buch ließ mich aufmerken: „Wie ein ständig sich abspulender Film tauchte eine Szene in Endlosschleife in seinem Kopf auf.“ Von da an las ich zunehmend kritischer, unwillig auch nur Kleinigkeiten unberücksichtigt zu lassen. Wem’s nicht auffallen sollte – der Satz ist ein weißer Schimmel. Ein sich „ständig abspulender Film“ ist eine „Endlosschleife“; so wie ein Schimmel gemeinhin mit der Farbe weiß assoziiert wird. Die Zeitenfolge der deutschen Sprache scheint für Frau Grimkowski ebenfalls ein ungelöstes Rätsel zu sein. Zwei Mal Plusquamperfekt in einem Satz ist genau einmal zuviel. Ebenso wie der Preis. Mit zehn Euro ist diese Lektüre deutlich überteuert.

Wer nun meint, ich kaprizierte mich auf unwichtige Kleinigkeiten, der mag das meinen. Für den ist dieses Buch sicherlich nette Sommerunterhaltung. Allerdings bedeutet es für den Kritiker auch, nach dem zu schauen, was ein Buch dem Leser vermittelt. Und in diesem speziellen Fall lehrt es mal wieder, dass die deutsche Sprache nach Belieben verhunzt werden darf. Mit dem Ergebnis, dass sich viele wundern, wenn immer weniger Menschen korrekt schreiben können. Bei solchen Vorbildern eigentlich kein Wunder.

Der triviale Plot ist in drei Sätzen erzählt, und mehr hätte es für dieses Buch auch nicht gebraucht. Der Direktor eines Museums in Honfleur bei Deauville in der Normandie wird eines Sonntags hinterrücks erschossen. Bei seinen Ermittlungen stößt Kommissar Leblanc nicht nur auf einen Bilderdiebstahl, sondern seine Assistentin Nadine hintergeht ihn auch wegen eines Kollegen aus Le Havre, mit dem Leblanc auf Anweisung seiner vorgesetzten Dienststelle kooperieren muss.

Ein Museumswärter gesteht Diebstahl und Mord, aber Leblanc ist zumindest von dem Mordgeständnis nicht überzeugt und ermittelt auf eigene Faust und gegen die dienstliche Anweisung seines Vorgesetzten weiter, wobei er sich nicht zu schade ist, auch seinen erst 13 Jahre alten Stiefbruder undercover an die Front zu schicken.

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