Catherine Simon

 3,6 Sterne bei 126 Bewertungen
Autorin von Bitterer Calvados, Kein Tag für Jakobsmuscheln und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Catherine Simon

Catherine Simon ist das Pseudonym von Sabine Grimkowski. Unter diesem veröffentlicht sie Kriminalromane, in denen sie ihrer Leidenschaft für die Normandie, durch den in Deauville-Trouville ansässigen Kommissar, Ausdruck verleiht. Sie studierte Germanistik und Romanistik in Hamburg und promovierte über die Identität bei Ingeborg Bachmann. Nach ihrer Tätigkeit als Lektorin und freie Journalistin, arbeitet sie seit 1999 als Redakteurin beim Südwestrundfunk in der Redaktion Literatur. Sabine Grimkowski lebt in Baden-Baden.

Alle Bücher von Catherine Simon

Cover des Buches Bitterer Calvados (ISBN: 9783442485406)

Bitterer Calvados

 (33)
Erschienen am 16.01.2017
Cover des Buches Kein Tag für Jakobsmuscheln (ISBN: 9783442481811)

Kein Tag für Jakobsmuscheln

 (33)
Erschienen am 16.03.2015
Cover des Buches Wintergäste in Trouville (ISBN: 9783442482221)

Wintergäste in Trouville

 (27)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)

Falsche Austern

 (21)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Kalter Hummer (Leblanc 5) (ISBN: 9783442488780)

Kalter Hummer (Leblanc 5)

 (7)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Kein Tag für Jakobsmuscheln (ISBN: 9783844517057)

Kein Tag für Jakobsmuscheln

 (2)
Erschienen am 16.03.2015

Neue Rezensionen zu Catherine Simon

Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)L

Rezension zu "Falsche Austern" von Catherine Simon

Völlig abgerückt von den Ereignissen dieser Welt
lazHvor 4 Monaten

Wenn Journalisten Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist das peinlich. Wenn sie dazu noch Krimis schreiben, kommt man als Kritiker schon mal auf den Gedanken, den Verursacher des Übels den Hahn abdrehen zu wollen. Den Schreibhahn nämlich. Kommt dann noch mangelhafte Recherche dazu, ist es nicht nur ärgerlich, sondern bringt einen Berufsstand in Verruf.

Catherine Simon schafft beides in einem mit 251 Seiten recht dünnen und schnell geschriebenen Büchlein. „Falsche Austern – Der vierte Fall für Kommissar Leblanc“ ist mit Verlaub – runtergerotzt. Schlechter Stil, hölzerne Dialoge, oberflächliche Charaktere und dazu der Versuch, Terrorismus, Islam und Islamismus, Frankreichs koloniale Vergangenheit in Nordafrika, Integration von Flüchtlingen, Ehrenmord, Kunstfälschung, Bilderdiebstahl, Mord und Totschlag unter einen Chapeau zu zwingen. Das wirkt bemüht, zeitweise grotesk und häufig wie von Wikipedia abgeschrieben.

Vollkommen abgerückt von den Ereignissen dieser Welt scheint die Autorin, wenn sie darüber sinniert, ob eine muslimische Familie den Mord an ihrer Tochter beginge, weil diese mit ihrer westlichen Lebensweise angeblich die Ehre der Familie, von Brüdern und Eltern, deren Ansehen in ihrem gesellschaftlich-sozialen Umfeld durch Missachtung der dort geltenden Werte verletzt hat.

Unwahrscheinlich, lautet der Schluss von Catherine Simon. Die magere Begründung: „Würde jemand wegen eines Rachegedankens seine Existenz, Familie und Arbeit aufs Spiel setzen?“

Jetzt mal Butter bei die Fische, Frau Grimkowski! Wo haben Sie Ihren Job als Redakteurin gelernt? Bei einer Schülerzeitung? Noch nie von dem Ehrenmord an Hatun Aynur Sürücü gehört?! Die in Deutschland geborene 23 Jahre alte Frau wurde im Februar 2005 in Berlin von ihren Brüdern auf offener Straße gemeuchelt, weil sie nach westlicher Art lebte und dadurch die Familienehre besudelte. Tut mir leid, aber diese Familie setzte all das, was sie in der Bundesrepublik erworben hatte, wegen der vermeintlich geschändeten Familienehre aufs Spiel und entfachte eine bundesweite Diskussion, in die sich auch der damalige Bundespräsident Horst Köhler einmischte: „Ein falsches Verständnis von Toleranz, Harmoniestreben oder mangelnde Courage dürfen nicht dazu führen, dass grundlegende Regeln des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft außer Kraft gesetzt werden“. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_Sürücü). Nur zur Quellenlage: Als Polizeireporter in Berlin recherchierte ich seinerzeit selbst intensiv im Sumpf der Ehrenmorde unserer kurdischen Mitbewohner.

Dass Autorin Catherine Simon, das Pseudonym für Sabine Grimkowski, laut Vita auf dem hinteren Klappentext als Redakteurin für den Südwestrundfunk arbeitete, macht eigentlich alles viel schlimmer. Denn sie hat es nicht für nötig befunden, das ihr zur Verfügung stehende journalistische Handwerkszeug ihrer Profession einzusetzen. Daneben hapert es an den Kleinigkeiten in ihrer Handlung: Wenn Polizeitaucher mit Sauerstoffflaschen tauchen, dreht sich jedem Sporttaucher das Mundstück um. Die Atemflaschen enthalten komprimierte, also zusammengepresste, Luft, weshalb die Tanks auch als Pressluftflaschen bezeichnet werden. Keinem Taucher, auch keinem Berufstaucher der Polizei, fiele es ein, mit Sauerstoff zu tauchen. Schließlich ist er ja nicht lebensmüde.

Dazu kommen massive sprachliche Mängel. Als Redakteur mit 40 Jahren Berufserfahrung weiß ich inzwischen, dass ein deutscher Satz aus Subjekt, Prädikat, Objekt besteht. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Bis zum Südwestfunk scheint sich das nicht herumgesprochen zu haben. Wie sonst käme ein Satz wie „Ein labbriges Sandwich mit wässrigem Schinken aus der Polizeikantine in Le Havre hatte Leblanc zu sich genommen“ ins 15. Kapitel?

Eigentlich müsste das Sandwich wegen Gefräßigkeit und versuchten Polizistenmords verurteilt und Autorin samt Korrektor zu Nachhilfe im deutschen Satzbau auf Lebenszeit verurteilt werden. Dies ist nicht die einzige Stelle im Buch, aber mit Sicherheit eine der skurrilsten.

Schon der dritte Satz im Buch ließ mich aufmerken: „Wie ein ständig sich abspulender Film tauchte eine Szene in Endlosschleife in seinem Kopf auf.“ Von da an las ich zunehmend kritischer, unwillig auch nur Kleinigkeiten unberücksichtigt zu lassen. Wem’s nicht auffallen sollte – der Satz ist ein weißer Schimmel. Ein sich „ständig abspulender Film“ ist eine „Endlosschleife“; so wie ein Schimmel gemeinhin mit der Farbe weiß assoziiert wird. Die Zeitenfolge der deutschen Sprache scheint für Frau Grimkowski ebenfalls ein ungelöstes Rätsel zu sein. Zwei Mal Plusquamperfekt in einem Satz ist genau einmal zuviel. Ebenso wie der Preis. Mit zehn Euro ist diese Lektüre deutlich überteuert.

Wer nun meint, ich kaprizierte mich auf unwichtige Kleinigkeiten, der mag das meinen. Für den ist dieses Buch sicherlich nette Sommerunterhaltung. Allerdings bedeutet es für den Kritiker auch, nach dem zu schauen, was ein Buch dem Leser vermittelt. Und in diesem speziellen Fall lehrt es mal wieder, dass die deutsche Sprache nach Belieben verhunzt werden darf. Mit dem Ergebnis, dass sich viele wundern, wenn immer weniger Menschen korrekt schreiben können. Bei solchen Vorbildern eigentlich kein Wunder.

Der triviale Plot ist in drei Sätzen erzählt, und mehr hätte es für dieses Buch auch nicht gebraucht. Der Direktor eines Museums in Honfleur bei Deauville in der Normandie wird eines Sonntags hinterrücks erschossen. Bei seinen Ermittlungen stößt Kommissar Leblanc nicht nur auf einen Bilderdiebstahl, sondern seine Assistentin Nadine hintergeht ihn auch wegen eines Kollegen aus Le Havre, mit dem Leblanc auf Anweisung seiner vorgesetzten Dienststelle kooperieren muss.

Ein Museumswärter gesteht Diebstahl und Mord, aber Leblanc ist zumindest von dem Mordgeständnis nicht überzeugt und ermittelt auf eigene Faust und gegen die dienstliche Anweisung seines Vorgesetzten weiter, wobei er sich nicht zu schade ist, auch seinen erst 13 Jahre alten Stiefbruder undercover an die Front zu schicken.

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Cover des Buches Bitterer Calvados (ISBN: 9783442485406)U

Rezension zu "Bitterer Calvados" von Catherine Simon

Für zwischendurch ist dieser Krimi genau richtig
UlrikesBuecherschrankvor 5 Monaten

In Deauville beginnt das Krimi-Festival"Mord am Meer" das schon vier Mal ausgetragen wurde.Auch Bestsellerautor Jean-Paul Picard mit dabei. Am nächsten Tag wird er tot aufgefunden.Kommissar Leblanc beginnt zu ermitteln und stellt bald fest dass er mit einem Calvados vergiftet wurde.War es ein neidischer Autor?Oder sogar ein Verleger?Aber Picard hatte auch etliche Geliebte...

Ich bin sehr gut in das Buch hinein gekommen weil der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen ist.Die Protagonisten, besonders,Leblanc sind sympathisch und authentisch dargestellt.Der Spannungsbogen umfasst dabei das ganze Buch und steigert sich dadurch allmählich. 

Fazit:Der Krimi spielt in der Normandie und da gibt es gleich zu Beginn eine Landkarte.Leblanc's Privatleben kommt nicht kurz.Ich finde das ist ein guter Kontrast zu den Ermittlungen. Es sind praktisch zwei Handlungsstränge die sich zwar langsam annähern aber sich doch nicht verweben.Bereiche aus dem Privatleben kommen den Befragungen zugute.Die Kapitel sind nicht allzu lang so dass die Story für mich kurzweilig zu lesen war.Der Krimi wird nach der Hälfte des Buches etwas komplexer.Ab einer gewissen Stelle war es für mich fast schon absehbar wer der Mörder sein könnte.Diese Geschichte hat einige Wendungen so dass ich sogar einiges über Gold erfuhr.Für zwischendurch ist dieser eher leichte Krimi genau richtig.Vielleicht sogar mir einem Glas Calvados als Erfrischung? Es ist der dritte Band einer dreiteiligen Reihe. Das Buch ist in sich abgeschlossen. Der Leser braucht nicht unbedingt die Vorgängerbücher zu kennen.

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Cover des Buches Kalter Hummer (Leblanc 5) (ISBN: 9783442488780)C

Rezension zu "Kalter Hummer (Leblanc 5)" von Catherine Simon

Sonderermittler Leblanc
ChrischiDvor einem Jahr

Ein nicht ganz offizieller Spezialauftrag führt Sonderermittler Leblanc nach Guernsey. Eigentlich soll er nur einen französischen Reeder im Auge behalten, der an ihn adressierte Drohbriefe nicht ernst nimmt. Doch kaum dass er sich versieht, schwebt Leblanc selbst in größter Gefahr. Es herrscht eine unangenehme, fast seltsame Atmosphäre auf der Kanalinsel, die sich mit zunehmendem Einblick in die Ermittlungsergebnisse noch verdichtet.

Mit dem Umbruch nach der Auflösung des Kommissariats, Leblancs einstiger Wirkungsstätte, hin zu seinem Status als Sonderermittler, ist der Autorin ein wahrlich guter Schachzug gelungen. Leblanc wirkt zufriedener und gelöster als noch im vorangegangenen Fall. Natürlich mag dies auch daran liegen, dass inzwischen eine gewisse Zeit ins Land gegangen ist und er sich an die neue Situation gewöhnen konnte, nichtsdestotrotz wirkt es auch für den Leser einerseits wie ein Neuanfang, andererseits wie etwas Altbekanntes.

So begibt man sich bereitwillig mit ihm nach Guernsey, obwohl die Bedrohung unterschwellig bereits spürbar ist. Auch Marie, Leblancs Lebensgefährtin, ist besorgt, hat eine Vorahnung und bittet ihn zumindest äußerste Vorsicht walten zu lassen. Zwangsläufig kommt es dennoch zu gefährlichen Ereignissen, die sich teilweise über einen längeren Zeitraum ankündigen, teilweise aber auch vollkommen überraschend auftauchen. Obwohl die Handlung zeitweilig ins Stocken gerät, nicht zuletzt auf Grund der mitunter stagnierenden Ermittlungen, bleibt die Spannungskurve weitestgehend erhalten, so dass zumindest die Langeweile keine Chance hat vom Leser Besitz zu ergreifen.

Immer wieder bastelt der Leser an den unterschiedlichsten Theorien den Fall beziehungsweise seine Lösung betreffend. Und immer wieder müssen zumindest Teile davon verworfen und neu zusammengesetzt werden. Dennoch will es nicht so recht passen. Schlussendlich ist man nicht sicher was man von dem entscheidenden Aspekt nun wirklich halten soll – genialer Kniff oder zu weit hergeholt?

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Gespräche aus der Community

Liebe Lovelybooker,

bei diesem buchstäblichen Gänsehaut-Wetter wollen wir euch dazu einladen, es euch mit einem richtig guten Normandie-Krimi auf der Couch gemütlich zu machen! 


Catherine Simon entführt uns mit ihrem dritten Fall um ihren commissaire und Lebemann Leblanc in die Welt der Literatur: „Bitterer Calvados“ ist heute erschienen, und wir freuen uns auf viele Spürnasen und Detektive, die Lust haben, einen Mord im schönen Deauville aufzuklären.

Bereits zum fünften Mal lockt Deauville mit seinem Krimi-Festival Mord am Meer die Besucher an. Diesmal ist es den Organisatoren sogar gelungen, den berühmten Bestsellerautor Jean-Paul Picard für eine Lesung zu engagieren. Der Autorenabend ist ein voller Erfolg. Doch am nächsten Morgen liegt Picard tot in seiner Hotelsuite. Das Letzte, was er zu sich genommen hatte, war ein Calvados – und der hatte es in sich: Picard wurde vergiftet. Bei seinen Ermittlungen trifft Kommissar Leblanc auf missgünstige Autoren, gierige Verleger und weibliche Fans, die es faustdick hinter den Ohren haben...

Was reizt euch ganz besonders an Krimis mit Lokalkolorit und warum wollt ihr an der Leserunde teilnehmen?

Unter allen Teilnehmern verlosen wir bis Sonntag, 22. Januar 2017, 20 Exemplare des Romans.

Autorin Sabine Grimkowski alias Catherine Simone freut sich mit euch zu diskutieren und beantwortet gerne alle Fragen rund um ihre Frankreich-Krimis.

Mehr über das Buch und die Autorin erfahrt ihr auf unserer Homepage unter www.goldmann-verlag.de.  


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