Catherine Tarley

 3 Sterne bei 71 Bewertungen
Autorin von Die Plantage.

Lebenslauf

Catherine Tarley wurde 1957 geboren. Sie hat nach ihrem Studium als Dramaturgin für einen US-amerikanischen Filmsender gearbeitet. 2001 zog sie dann nach Deutschland, um als Produktmanagerin einem süddeutschen Buchverlag zu arbeiten. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrer Familie in München. 2012 erschien ihr erster Roman "Die Plantage".

Alle Bücher von Catherine Tarley

Cover des Buches Die Plantage (ISBN: 9783423219297)

Die Plantage

(71)
Erschienen am 19.06.2020

Neue Rezensionen zu Catherine Tarley

Cover des Buches Die Plantage (ISBN: 9783423219297)
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Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley

nati51
Die Plantage

Das Buch ist der Debütroman von Catherine Tarley und beginnt im Jahre 1781. Es spielt in den Südstaaten zum Ende des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.

 Antonia Lorimer muss jetzt stark sein. Ihre Plantage Legacy ist durch einen Anschlag britischer Truppen fast unbewohnbar geworden. Durch Misswirtschaft hatte ihr Mann Henry die Plantage an den Rand des Ruins geführt. Doch nun ist ihr Mann tot und die meisten Anbauflächen liegen schon seit Jahren brach. Die Bank will ihren Kredit nicht verlängern. Bekannte wollen sie zum Verkauf der Plantage überreden, doch Antonia will Legacy behalten und kehrt zurück. Hier stößt sie nachts in ihren Stallungen auf den schwerverwundeten britischen Soldaten William Marshall. Vor Schreck schlägt sie ihn nieder und versucht dann mit Hilfe einer indianischen Heilerin ihn gesund zu pflegen. Nach dem er sich langsam erholt hat, hilft er beim Aufbau der Plantage. Antonia verliebt sich in ihn ohne zu ahnen, dass William ein Geheimnis hat.

 Der Erzählstil von Catherine Tarley ist sehr flüssig und detailliert ohne zu ausschweifend zu werden. Durch die bildhafte Sprache lief bei mir ein schönes Kopfkino ab. Die Protagonisten sind gut beschrieben und wirken sehr authentisch, sie geben daher ein gutes Bild der damaligen Zeit wieder. Dieses Buch hat mir den Unabhängigkeitskrieg der USA näher gebracht und die Verwicklungen mit England. Auch die Romantik kam nicht zu kurz ohne kitschig zu wirken. Bis zum Schluss stellte ich mir die Frage, gibt es ein Happyend oder nicht. Obwohl das Buch ein paar Längen hat, fühlte ich mich gut unterhalten.

 

Cover des Buches Die Plantage (ISBN: 9783423415897)
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Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley

lanzelot
Die Plantage

Die Plantage ist ein wundervoller Roman aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In diesem Krieg waren auch die Britten einbezogen, da sie hier Kolonialgebiete hatten.
Antonia eine Plantagenbesitzerin hat ihren Mann in diesem unseligen Bruderkrieg verloren und muß nun unter den schwierigsten Bedingungen versuchen die durch den Krieg zerstörte Plantage wieder aufzubauen und ertragreich zu machen. Ein schier aussichtloser Kampf, es gibt keine billigen Arbeitskräfte die Sklaven mehr und auch die finanziellen Mittel fehlen. Auch erwacht die Liebe wieder in ihr, bei der Pflege eines britischen Soldatens, den sie im Pferdestall findet. Eine aussergewöhnliche Geschichte beginnt, das Geheimnis...... gerade dieser Mann hat ihren Ehemann im Krieg erschossen.
Etwas verwirrend war nur die im Roman eingebettete Geschichte der Indianerin und Voodoo-Priesterin, die aber wiederum dem Roman etwas Mystisches gibt.
Fazit: Ein toller Roman den besonders Fans von der Verfilmung Fackeln im Sturm ansprechen werden. Schöner Schreibstil, gut recherchiert und trotz der fast 900 Seiten die das Buch hat, kam nie Langeweile auf.

Cover des Buches Die Plantage (ISBN: 9783423219297)
Annis-Buecherstapels avatar

Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley

Annis-Buecherstapel
Sehr interessanter historischer Roman, aber auch sehr grausam… (keine romantische Liebesgeschichte)

Der historische Roman „Die Plantage“ von Catherine Marley ist am 25. Dezember 2014 im dtv Verlag erschienen und spielt meist in Charles Town bzw. in der Umgebung von Charles Town, South Carolina.

Antonia Lorimer ist seit Kurzem Witwe und muss sich nun allein um ihre Plantage „Legency“ kümmern, die durch den Krieg einigen Schaden genommen hat. Aber sie hat den festen Willen, wieder alles aufzubauen. Dann taucht plötzlich ein schwer verletzter britischer Colonel auf, den Antonia wieder gesund pflegt und der ihr zum Dank hilft, alles wieder in Schwung zu bringen. Sie verliebt sich in ihn, nicht ahnend, dass er ein Geheimnis hat, das ihr jetziges Schicksal begründet hat. Vor Antonia liegt eine anstrengende Zeit, die geprägt ist von vielen Widrigkeiten, Rückschlägen und Angst und ihrem inneren Konflikt, ob sie sich auf den Colonel William Marshall, also den Feind einlassen soll und ihm vertrauen kann.

Drei Abende habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich insgesamt schockiert, aufgewühlt und am Ende aber auch ein bisschen enttäuscht zurücklässt.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen und ich finde es passt auch prima zur Geschichte und zum Genre.

Der Klappentext hatte mich sofort. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt eine erste Leseatmosphäre. Am Ende musste ich aber leider feststellen, dass er bei mir falsche Erwartungen geweckt hatte.

Antonia Lorimer ist eine junge Frau, die frisch verwitwet ist. Doch sie lässt sich nicht entmutigen und auch von der Männerwelt nicht unterkriegen. Zwar weiß sie um den Stand der Frau, sucht aber auch Lösungen, wie sie mit dieser Situation in ihrem Sinne umgehen kann. Das hat mir sehr gut gefallen und es dürfte zur vorherrschenden Zeit auch eine Ausnahme gewesen sein. Nur auf William Marshall reagiert Antonia etwas befremdlich. Durch ihn gerät sie schnell in das tradierte Frauenmuster und lässt sich dort auch parken. Das fand ich ein wenig schade, denn ansonsten ist Antonia wirklich eine sehr starke, mutige Frau. Sie nimmt alle Hürden, die sich ihr in den Weg stellen und sie ist sehr aktiv. Antonia macht auch eine Entwicklung durch, die für meine Geschmack hätte ruhig noch etwas deutlicher sein können, nur warum sie den Psychopathen nicht verraten hat, das konnte ich echt nicht nachvollziehen, auch wenn es erklärt wurde. Antonia ist eine sehr sympathische Hauptfigur und ich fand sie sehr authentisch.

Mit William Marshall habe ich mich etwas schwerer getan. Man lernt ihn als Bösewicht kennen, der nochmal Glück hatte. Während Antonia ihn wieder gesund pflegt, wurde er mir immer sympathischer, doch dann geschehen Dinge, die mir überhaupt nicht zugesagt haben, vor allem, wie er mit Frauen umgeht und wie er sie sich nimmt. Das hat schon etwas Frauenverachtendes und das konnte ich ihm auch nicht verzeihen. Dafür ist er aber meines Erachtens auch sehr authentisch, betrachtet man die vorherrschende Zeit und die Konventionen. William macht auch eine Entwicklung durch, nur war die nicht immer nachvollziehbar für mich. In London wird ihm etwas klar. Deshalb geht er zurück nach Charles Town. Doch dann kommt plötzlich wieder alles ganz anders. Ich mochte William nicht so und konnte ihn als Figur auch nicht richtig fassen.

Alle anderen Figuren fand ich insgesamt gelungen, d.h. alle hatten ein eigenes Ziel eine eigene Motivation und haben die Haupthandlung prima ergänzt. Es gibt aber eben sehr viele spezielle Charaktere. Insbesondere die Geschichte um Oliver Roscoe und Algernoon Reed hat mir zu viel Platz eingenommen und war mir persönlich auch zu grausam und zu brutal. Da bewegt man sich meines Erachtens stellenweise im Psychothriller-Bereich. Es wird bestialisch gefoltert, gemordet und missbraucht. Und ich war eigentlich davon ausgegangen, dass es eine schöne Liebesgeschichte ist. Und nein, das ist sie definitiv nicht!

Die Handlung hat mir insgesamt trotzdem gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleinen und großen Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Ich musste immer weiterlesen, weil ich eben wissen wollte, wie es ausgeht. Die verschiedenen Themen wurden gut bearbeitet, nur bei einem Thema war ich völlig raus. Dass alle den Psychopathen schützen, obwohl sie wissen, wie bestialisch er vorgeht, das hat sich mir bis jetzt nicht erklärt. Und es tut mir jetzt schon leid, wie ich es gleich formuliere, aber was war das denn bitte für ein Ende? Ich war total enttäuscht und das hat mich echt unzufrieden gestimmt. Es war dann doch so, als hätte keine Figur mit der Zeit dazugelernt. Schade!

Aber wie liest sich das Buch nun?

Es sind insgesamt 50 längere Kapitel, unterteilt in 10 Leseabschnitte, in denen man vor allem die Schicksale/Geschichten der einzelnen Figuren nachvollziehen kann. Geschrieben ist das Buch in der 3. Person Singular im Präteritum in der personalen Erzählform. Das hat mir gut gefallen, weil so die Figuren in ihrem Denken und Handeln gut nachvollziehen konnte.

Den Schreibstil fand ich wunderbar. Alles liest sich sehr flüssig. Der Ausdruck passt sehr gut zur Geschichte und zum Genre. Die Dialoge sind individuell und sehr authentisch. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen fand ich sehr gelungen und ich hatte zu jeder Zeit ein Bild vor meinem inneren Auge. Und es war auch sehr detailliert beschrieben, eben auch die Brutalität und die Grausamkeiten. Das war mir persönlich zu viel. Dafür fand ich die emotionale Ebene wieder super gelungen und auch nachvollziehbar dargestellt. Wirklich toll!

Mein Fazit nach 880 Seiten:

„Die Plantage“ zeigt sehr ehrlich, wie das Leben am Ende des 18. Jahrhunderts im Süden der USA tatsächlich und wie brutal und grausam der Umgang miteinander zum Teil war, vor allem den Sklaven und Feinden gegenüber.

Wer einen historischen Roman sucht, der am Ende des 18. Jahrhunderts in South Carolina spielt und die Themen „Sklaverei“, „Krieg“, „Misshandlung und Missbrauch“ und „Vertrauen“ verarbeitet und der sehr detailliert verschiedene Grausamkeiten beschreibt, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein. Es ist keine romantische Liebesgeschichte!

Von mir erhält dieses Buch eine Kaufempfehlung (4/5 Sternen), weil ich Antonia sehr stark und mutig fand, weil die Geschichte durchweg spannend war und der Schreibstil großartig ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab, weil meine Erwartung nach dem Klappentext eine andere war. Ich ging von einer schönen Liebesgeschichte aus und bekam einen halben Psychothriller. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich ab für die Geschichte um Algernoon Reed und Oliver Roscoe. Die hat mir einfach zu viel Platz eingenommen und war mir persönlich einfach zu krass (eben bei diesem Klappentext).

Trotzdem ist es ein sehr gelungener Roman, den ich weiterempfehlen kann.

Vielen Dank an Catherine Tarley und den dtv-Verlag für diese Geschichte.


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