Catherine Tarley Die Plantage

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Inhaltsangabe zu „Die Plantage“ von Catherine Tarley

Das Jahr der Freiheit

South Carolina, 1781. Die junge Witwe Antonia Lorimer lebt allein auf ihrer vom Krieg zerstörten Plantage Legacy. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Anwesen wieder aufzubauen und einen verwundeten britischen Soldaten gesund zu pflegen: William Marshall. Dass ausgerechnet er in den Kriegswirren ihren Mann Henry erschossen hat, weiß sie nicht. Und so lässt sie sich immer mehr in den Bann dieses außergewöhnlichen Mannes ziehen.
Ein Epos aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Menschen sind verwundet an Körper und Seele, das Leben ist geprägt von Verlust und roher Gewalt, aber auch von einer unerschöpflichen Aufbruchstimmung und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ich fand das Buch langweilig

— LoveRomane

Dass dieses Buch in der Werbung "Vom Winde verweht" an die Seite gestellt wurde, kommt für mich einer Unverschämtheit nahe. Mit Margaret Mitchells unsterblichem Roman hat dieses Machwerk hier gerade mal gemeinsam, dass es zeitweilig auf einer Plantage spielt und die in Amerika liegt. Auch die Zeit stimmt nicht, hier ist es der Unabhängigkeitskrieg (gegen England), während Rhett und Scarlett im Bürgerkrieg l(i)ebten. Abgesehen davon ist das Verhalten von Frau Tarleys Protagonistin so gut wie nie auch nur im Entferntesten nachvollziehbar und weite Teile der Geschichte spielen zudem in England. Abgestoßen haben mich Szenen mit ausführlichster Beschreibung von sexueller Gewalt, einige sogar an Kindern!

— RobinBook

ein tolles Buch,da tun sich mal wieder die Abgründe der Menschen auf!

— Goldammer

Umfangreich, aber gut.

— Probe

Stimmungsvoller historischer Roman, der an seinen unsympathischen Figuren scheitert.

— marcelloD

Sehr unglaubwürdiges Ende. Handlung macht eine 180 Grad Wendung in den letzten paar Seiten und hat ein offenes Ende. Gute Story mit Schwäche

— WishIhadWings

Misslungene Geschichte mit stereotypischen Charakteren und unglaubwürdiger Handlung

— lesestunden

Nach der Leseprobe war meine Erwartung groß, doch leider wurde ich am Ende enttäuscht. Guter Ansatz mit recht langatmiger Umsetzung.

— pandora

Wer ein Südstaatenepos à la "Fackeln im Sturm" erwartet, dürfte schwer enttäuscht sein.

— Legeia

Puh, bin bei den vielen ernüchternden Reviwes froh, das Buch nicht gekauft zu haben!

— kornmuhme

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  • Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley

    Die Plantage

    tragalibros

    Die junge Witwe Antonia Lorimer findet auf ihrem Anwesen den schwer verletzten Kriegsveteranen William Spencer. Nicht ahnend, welches dunkles Geheimnis er vor ihr verbirgt, pflegt sie ihn gesund. Nach seiner Genesung, hilft Spencer der jungen Frau ihre zerstörte Plantage aufzubauen. Antonia lässt sich immer mehr in den Bann des Soldaten schlagen, doch dann beschließt Spencer Amerika zu verlassen... Catherine Tarley hat einen Roman geschrieben, der ganz anders war als erwartet. Es ist ohne viel Kitsch und Romantik geschrieben und stellt trotzdem eine schöne Liebesgeschichte dar. Intrigen, Verrat und die Liebe kommen nicht zu kurz! Das Buch ist in mehrere große Kapitel eingeteilt. In jedem davon geht sie auf einen Charakter aus der Geschichte näher ein und bringt einem die Hintergründe näher, warum jede Person ist, wie sie ist. Dies mach die Handlung spannender und lässt einen die Seites förmlich verschlingen. Wer allerdings eine Geschichte a'la "Fackeln im Sturm" erwartet hat, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein. In dem Roman sind weder übertriebene Dramatik noch gestelzte langatmige Reden zu finden.   Meine Bewertung daher: fünf Sterne!

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    • 2

    AmberStClair

    12. January 2016 um 16:03
  • Die Plantage

    Die Plantage

    AnjaIris

    24. November 2015 um 20:41

    Antonia Lorimer hat im Unabhängigkeitskrieg fast alles verloren. Ihr Mann Henry wurde erschossen, ihre Plantage verwüstet. Antonia konnte nach Charles Town zu ihrer Schwester fliehen. Nach Kriegsende will sie die Plantage, die ihr Mann finanziell ruiniert hat wieder aufbauen. Doch ihr Schwager, den sie einst abgewiesen hat, legt ihr Steine in den Weg, wo er nur kann. Antonia hatte ihre Sklaven freigelassen, aber nach ihrer Rückkehr nach Legacy kommen viele zurück, um als freie Arbeiter für sie zu arbeiten.Die ersten sind die Köchin Charlene und ihr Sohn Joshua. Joshua ist Antonias Halbbruder. Ihr Vater hatte nach dem Tod ihrer Mutter eine Beziehung mit Charlene. Nach ein paar Tagen entdeckt Antonia im Stall einen schwer verletzten englischen Soldaten und sein Pferd. Sie beschließt, den Mann zu verstecken, und ihn mit Hilfe der indianischen Heilerin Vier Federn gesund zu pflegen. Das ist eine Menge Arbeit, denn der Mann hat nicht nur Kriegsverletzungen, er ist auch gefoltert worden, und hat dadurch schreckliche Wunden. Vier Federn und Joshua helfen Antonia, obwohl sie wissen, daß der Engländer ihren Mann erschossen hat. Antonia ahnt nichts davon. Nachdem er sich erholt hat, arbeitet William Marshall aus Dankbarkeit als Verwalter für Antonia. Sie geben ihn offiziell als Amerikaner aus. Er holt die beschlagnahmten Pferde von der Armee zurück, und organisiert Arrbeiter. Sogar die Börsenzulassung, und den Bankkredit bekommt er wieder. Unter seiner Führung geht es mit Legacy langsam bergauf. William und Antonia verlieben sich ineinander, und beginnen eine leidenschaftliche Romanze. Nach einer Weile will William nach London reisen, um seine Angelegenheiten zu regeln. Er reist ab, obwohl Antonia schwanger ist. Seinen schwarzen Diener nimmt er mit. Sein zweites Ziel ist es, Rache an den beiden Männern zu nehmen, die ihn gefoltert haben. Er ahnt nicht, daß Algernon Reed Antonias Nachbar ist, und das dessen Freund Roscoe sich in London aufhält. Nach seiner Abreise machen Reed und der Bankier Tyler Antonia den Hof. William trifft in London auf Roscoe. Bei dem Zusammentreffen kommt Williams Diener ums Leben. Roscoe kann mit einem Schiff, das nach Amerika fährt fliehen. Das Schiff sinkt bei einem Sturm, und alle halten Roscoe für tot. Aber er hat überlebt, und landet zufällig auf dem Schiff, mit dem William zurück nach Amerika fahren will. William gewinnt beim Kartenspiel Roscoes Indentur, und will ihn als Zeitsklave mitnehmen. Aber Roscoe kann fliehen. Inzwischen ist in der Nähe von Charles Town eine verstümmelte Frauenleiche gefunden worden. Dem Arzt fällt auf, daß er solche Verletzungen bei zwei früheren Leichenfunden auch schon gesehen hat. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen! Durch einen Zufall kann Antonias Schwager den Verdacht auf die Anhänger eines Voodoo-Kults, und deren Priesterin Rvena lenken, die er los sein will. Rovena ist Joshuas Frau. Roscoe ist wieder bei seinem Freund Algernon Reed angekommen. Zusammen mit seinem Armeekameraden Gabriel Quinn will er Reed beschützen. Denn dieser ist geisteskrank, und hat die Morde begangen. Als William bei Reed ankommt, um sich zu rächen, hat Roscoe ihn gerade erschossen. Er konnte Reeds Wahnsinn nicht mehr länger kontrollieren. William nimmt Roscoe mit nach Legacy. Dort kommt es zu einem leidenschaftlichen Wiedersehen mit Antonia. Am nächsten Tag reitet er mit Roscoe zu seiner neuen Plantage. Kurz darauf setzen bei Antonia die Wehen ein. Hier findet das Buch ein unerwartetes Ende. Anstatt ihn hinter William her zu schicken, schickt Antonia Joshua zu Bankier Tyler. Und damit ist das Buch zu Ende. Schade eigentlich. Ich hätte gern gewußt, ob Antonia einen Jungen, oder ein Mädchen bekommt. Und wie sie das Kind nennt. Und ein eindeutiges Happy End mit William wär mir auch Lieber gewesen. Schließlich liebt sie ihn, und nicht diesen Tyler. Bis auf den Schluß ist das Buch super spannend gewesen. Ich kann es deshalb trotzdem weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley

    Die Plantage

    Lese_gerne

    Unabhängigkeitskrieg (1775 - 1783) Catherine Tarley entführt uns nach South Carolina zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges. Die Witwe Antonia Lorimer bewohnt ihre Plantage Legay. Eines Nachts findet sie in ihren Stallungen einen schwerverwundeten britischen Soldaten. Was Antonia nicht weiß: Dieser Mann hat das Leben ihres Ehemannes Henry auf dem Gewissen. Ab da tritt der britische Soldat William Spencer in ihr Leben, der sich zuerst als William Marshall ausgibt. William wird im Buch als unangenehme Person dargestellt. Er ist launisch, egoistisch, rastlos, kann keine Gefühle zeigen und erst recht nicht sesshaft werden. Wer hat aus diesem ehemals jungen dynamischen Menschen so ein Ekel gemacht? Der zerstörische Krieg. William hat selber im Krieg schon skrupellos Menschen getötet und wurde selber auf übelste Weise misshandelt. Manchmal denke ich mir, was muss in einem Menschen vorgehen, dass er im Krieg schlimmer als ein Raubtier ist? Wie können Menschen plötzlich zu solchen Taten fähig sein? Diesen Charakterzug, der vielen Kriegsinvaliden anhaftet, hat die Autorin überzeugend rübergebracht. Ebenso als Antonias indianische Ziehmutter "Vier Federn" vom Überfall auf ihr Heimatdorf erzählt, bei dem alle ihre Familienmitglieder getötet wurden, könnte man gleich in Tränen ausbrechen. Wie können Menschen nur sowas Zustande bringen und anderen so ein Leid bringen? Wie "Vier Federn" sagt. Mit so einem Schicksalsschlag muss man weiterleben. Man steht auf, man isst, man schläft. Tag für Tag, Jahr für Jahr. So muss das Leben ohne die geliebten Menschen weitergehen. Das Buch ist in elf Teile unterteilt, die teilweise aus der Sicht der Person geschrieben ist, der dieser Teil gerade gewitmet ist. z. B. gibt es einen Abschnitt, der aus der Sicht von Henry Lorimer oder von William geschrieben ist. Eine Person, nämlich Antonias Verehrer Algernon Reed möchte ich noch erwähnen. Er hatte eine schlechte Kindheit und hat irgendwann im Laufe seines Erwachsenwerden eine gespaltene Persönlichkeit entwickelt. Auf der einen Seite ist er gutaussehend, höflich und betucht. Alles eben, was ein Traummann in dieser Zeit haben sollte. Aber seine dunkle Seite kennt die feine Gesellschaft von South Carolina nicht. Er selber kann sich nicht einmal daran erinnern zu was er alles fähig ist. Auch das hat die Autorin sehr gut dargestellt. Im Buch kommen einige Frendwörter, z.B. aus dem Vodoo oder aus der amerikanischen Umgangssprache vor, die aber im Glossar ganz hinten im Buch erklärt werden. Für mich ein gelungenes Buch und für Fans von historischen Geschichten ein Augenschmaus.

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    • 2

    AmberStClair

    21. November 2015 um 16:36
  • Die Plantage

    Die Plantage

    RobinBook

    01. September 2015 um 18:44

    Dass dieses Buch in der Werbung "Vom Winde verweht" an die Seite gestellt wurde, kommt für mich einer Unverschämtheit nahe. Mit Margaret Mitchells unsterblichem Roman hat dieses Machwerk hier gerade mal gemeinsam, dass es zeitweilig auf einer Plantage spielt und die in Amerika liegt. Auch die Zeit stimmt nicht, hier ist es der Unabhängigkeitskrieg (gegen England), während Rhett und Scarlett im Bürgerkrieg l(i)ebten. Abgesehen davon ist das  Verhalten von Frau Tarleys Protagonistin so gut wie nie auch nur im Entferntesten nachvollziehbar und weite Teile der Geschichte spielen zudem in England. Abgestoßen haben mich Szenen mit ausführlichster Beschreibung von sexueller Gewalt, einige sogar an Kindern! 

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  • {Rezension} Die Plantage

    Die Plantage

    Probe

    27. June 2015 um 15:21

    Worum geht´s? South Carolina, 1781. Die junge Witwe Antonia Lorimer lebt allein auf ihrer vom Krieg zerstörten Plantage Legacy. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Anwesen wieder aufzubauen und einen verwundeten britischen Soldaten gesund zu pflegen: William Marshall. Dass ausgerechnet er in den Kriegswirren ihren Mann Henry erschossen hat, weiß sie nicht. Und so lässt sie sich immer mehr in den Bann dieses außergewöhnlichen Mannes ziehen. Ein Epos aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Menschen sind verwundet an Körper und Seele, das Leben ist geprägt von Verlust und roher Gewalt, aber auch von einer unerschöpflichen Aufbruchsstimmung und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wie finde ich´s? Dieser wirkliche umfangreiche Roman überzeugt durch geschichtliche Hintergrundinfos und einen angenehmen Schreibstil, wenngleich manchmal zu genau beschrieben wurde. Schade fand ich, dass das Thema Sklaverei im Gegensatz etwas zu kurz kam und nicht viel darauf eingegangen wurde und dass die Liebesgeschichte so früh begann und dann soo viele Probleme hatte. Schön fand ich aber die unterschiedlichen Perspektiven, wodurch man alle Charaktere etwas kennenlernen durfte und konnte. Ich vergebe 4/5 Sternchen!

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  • Enttäuschende Protagonisten

    Die Plantage

    marcelloD

    27. May 2015 um 19:03

    „Die Plantage“ spielt während des Unabhängigkeitskrieges in South Carolina. Die junge Antonia Lorimer kämpft nach dem Tod ihres Mannes um die Existenz ihrer Plantage und um das Leben des schwer verletzten William Marshall Spencer. Dieser stellt sich als britischer Offizier heraus und ist darüber hinaus auch der Mörder von Antonias Mann. Diese Begebenheit sorgt für einige Spannungen auf der Legacy-Plantage, da es seine Identität zu verheimlichen gilt, gleichzeitig aber schwört Colonel Spencer den Männern, die ihm seine Verletzungen zugefügt haben, Rache. Von der Leseprobe von „Die Plantage“ war ich sehr begeistert. Man bekam einen Einblick in das Leben von Antonia Lorimer, die sich als selbstständige, kämpferische und intelligente Frau präsentierte. Antonia steht vor den Trümmern, die der Krieg hinterlassen hat. Ihr Mann ist tot und ihre Plantage steht kurz vor dem Ruin. Eines Nachts begegnet sie einem Pferd, auf dessen Rücken ein schwer verletzter Mann liegt. Trotz der Tatsache, dass er der britischen Armee angehört, kann sie ihn nicht einfach sterben lassen und pflegt ihn mit einer Indianerin und ihrem dunkelhäutigen Bruder gesund. Diese Anfangsepisode mit einer starken Frauenfigur machte richtig Lust auf mehr, was letztlich auf über 800 Seiten bei rum kam, war dann eher eine Enttäuschung. Relativ schnell widmete sich die Erzählung William Spencer, der, nachdem er seine Verletzungen auskuriert hat, den Namen William Marshall (der Geburtsname seiner Mutter) annimmt, da er in South Carolina als brutaler Offizier bekannt ist. Selbstverständlich übernimmt er die Leitung der Plantage und übernimmt auch Antonia als seine Gefährtin. Dass die Geschichte irgendwann zwangsläufig auf eine Beziehung der beiden herausläuft, war anzunehmen, wie es letztlich realisiert wurde, war doch sehr enttäuschend. Vollkommen lieblos wurden die beiden zusammengeführt. Marshall, ganz Mann, nimmt sich einfach, was er begehrt und Antonia lässt das, beeindruckt von seiner Männlichkeit, einfach geschehen. Da war es also hin mit der selbständigen und kämpferischen Antonia. Ab da war sie nur noch schmückendes Beiwerk und auch als Marshall sie dann irgendwann verlässt, erlebt man dennoch nicht, wie sie um ihren Besitz kämpft. Dies überlasst sie ihrem Halbbruder Joshua und dem Bankier Andy Tyler. Sie selbst leidet einfach nur vor sich hin. Aber auch mit William Marshall, dem, nachdem er Legacy verlassen hat, um in seine Heimat England zurück zu kehren, ein ganzer Teil gewidmet wird, wurde ich einfach nicht warm. Schon alleine, wie er in South Carolina alles in Besitz nimmt, einschließlich einer Frau, war mir zutiefst zuwider. Dann lässt er diese Frau schwanger sitzen, um gleich zurück in der Heimat eine Frau, mit der er vor dem Krieg eine Beziehung hatte, zu vergewaltigen. Da hilft es dann auch nicht sonderlich, wenn er zwischendurch um seinen Diener trauert, um den er aufopferungsvoll zuvor gekämpft hat. Insgesamt ist Marshall einfach viel zu egoistisch, viel zu sehr auf seine Ehre bedacht. Mit Algernon Reed und Oliver Roscoe gibt es noch zwei Männer, die einige dunkle Wesenszüge vorzuweisen haben. Über diese beiden erfährt man, im Gegensatz zu Marshall, aber auch vieles aus der Vergangenheit, das die Begebenheiten nachvollziehbar macht. Roscoe wurde als Kind sexuell missbraucht und Reed leidet offensichtlich unter Schizophrenie, eine Krankheit, die im 18. Jahrhundert noch ziemlich unbekannt ist. Stattdessen wird die dunklere Hälfte als Zwilling oder Dämon bezeichnet. Gerade für Forscher dieser Zeit war es daher spannend diese Menschen wie Tiere in Käfige zu sperren und ihre Verhaltensweisen zu studieren. Obwohl die beiden natürlich keine liebenswerten Charaktere sind, habe ich mich dabei erwischt, mehr mit ihnen und ihrem Werdegang mitzufiebern, denn sie waren letztlich charakterlich detaillierter und stimmiger gezeichnet. Mein Fazit von „Die Plantage“ ist also, dass die Leseprobe, die Erwartungen, die ich anschließend hatte, nicht erfüllen konnte. Der Plot entwickelt sich einfach in eine ganz andere Richtung, als man zunächst vermuten konnte. Am Schreibstil an sich ist überhaupt nichts auszusetzen, aber wenn man den Anfang so gestaltet, dass Antonia und William als das Hauptpaar präsentiert wird, dann sollte man das nicht so lieblos in den Sand setzen. Wenigstens war das Ende dann von der Autorin dazu stimmig gestaltet, alles andere wäre eine totale Farce gewesen. Wer hier also eine Liebesgeschichte mit schönem und interessantem historischen Hintergrund erwartet, den muss ich enttäuschen. Im Endeffekt ist diese Geschichte gar nichts oder vielmehr von allem etwas. Wäre der Anfang auch nicht so gestaltet worden, dann wäre das auch ein ganz netter Roman mit vielen verschiedenen Charakteren geworden. So überwiegt also die Enttäuschung über nicht erfüllte Erwartungen. Ich vergebe 2,5 Sterne, aufgerundet also noch 3.

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  • unterhaltsam

    Die Plantage

    gagamaus

    27. May 2015 um 17:08

    Am Anfang habe ich mich selbst etwas verwirrt, weil ich nicht erkannt habe, dass es um den Unabhängigkeitskrieg und nicht um den Bürgerkrieg ging. Deshalb war ich auch verwirrt von all den Engländern, die durch das Buch sausen. Vor allem natürlich von William, der sich schwer verletzt auf eine Plantage rettet und dort von der Besitzerin gefunden und gepflegt wird. Verdient hat er das ja nicht. Zum einen - was sie nicht weiß - hat er ihren Mann getötet und ihre Plantage verwüstet und angezündet - und zum anderen ist er sehr unfreundlich und abweisend ihr gegenüber. Warum die beiden schließlich tatsächlich ein Liebespaar werden ist mir eher zu schnell gegangen und ich konnte es nicht ganz nachvollziehen. Aber er hilft ihr beim Aufbau von Legacy und verlässt sie erst, als die nächste Ernte angebaut werden kann. Antonia muss alleine weiterkämpfen und er weiß auch nicht, dass sie schwanger ist. Zu viel sollte man nicht verraten, das nimmt dem Buch sonst die Spannung. Man erfährt viel über den damaligen Krieg und die politischen Verwicklungen nicht nur in Amerika, sondern auch in England. Also durchaus geschichtliche Infos, die ich noch nicht wusste. Dennoch fehlte mir etwas der Tiefgang. Und fürs schnell mal zwischendurch lesen ist das Buch ja eindeutig zu dick. Auch über das Leben der Sklaven erfährt man zu wenig und die Befreiung derselben findet ja eigentlich erst 100 Jahre später statt - warum Antonia die ihren schon freilässt finde ich seltsam. Am Schluss wird es nochmal richtig spannend und der Erzählstil hat mir gut gefallen.

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  • Wie Fackeln im Sturm

    Die Plantage

    wusl

    03. January 2015 um 18:28

    Eigentlich habe ich genau bekommen, was ich mir von der Leseprobe und der Kurzbeschreibung schon erwartet hatte. Es ist ein dicker Südstaatenschmöker - so eine Mischung zwischen "Vom Winde verweht" und "Fackeln im Sturm". Das Buch hat ein sehr schönes Cover und ist auch innen mit dunkelblau und Leselasche durchaus anspruchsvoll für ein Taschenbuch. Erzählt wird die Geschichte der jungen Witwe Antonia, die ihren Mann im Unabhängigkeitskampf verloren hat und schließlich auf ihre Plantage Lecacy zurückkehrt, um das zerstörte Haus wieder aufzubauen und die Plantage in Betrieb zu nehmen. Für die damalige Zeit ist sie eine sehr energische und fortschrittliche Frau. U.a. hat sie all ihre Sklaven entlassen und deshalb auch Probleme, die Farm zu reparieren. Eines nachts findet sie im Stall einen verletzten Engländer und pflegt ihn trotz aller Gefahren gesund. Wie soll es anders sein, sie entwickelt Gefühle für den Mann, der zwar eher unterkühlt und ablehnend ist sie aber dann doch nicht von der Bettkante stößt. In dem Augenblick, als sie erfährt, dass sie schwanger ist, verlässt er sie - ohne davon zu wissen. Antonia hat aber schon einige Feinde, die ihre Plantage haben wollen. Der Plot ist nach gewohntem Muster und hat das Potenzial zur Schmonzette. Man muss der Autorin zu Gute halten, dass sietapfer versucht, diese Hürde zu umschiffen. Sie versucht, ihre Charakter nicht eindimensional zu zeichnen. Dies gelingt ihnen aber nur bei den Guten - und die werden dadurch eher unsymphatisch. William ist ein richtiger Macho und will sich ewig nicht eingestehen, wie wichtig Antonia für ihn ist. Man hat das Gefühl, er liebt sie nicht wirklich,sondern sie ist nur ein Notnagel. Antonia weiß, dass William ihren Mann ermordet hat und hat nur wenig Gewissensbisse. Sehr unglaubwürdig. Joshua hasst William und ist super freundlich zu ihm. Irgendwie waren alle so bipolar. :-) Nur die Bösen. Die waren einfach nur fies und zum hassen gedacht. Dennoch - der Schreibstil an sich ist durchaus ansprechend und es gibt kaum Schmelz und Schmalz. Das Tempo wird durch Rückblenden und das Ändern der Erzählperspektive leider ziemlich gedrosselt, was bei so vielen Seiten eher schlecht ist. Hier hätte ein stafferes Lektorat sicher geholfen. Es war also alles ein bisschen wie Fackeln im Sturm, nur ist mir das Liebespaar nicht richtg ans Herz gewachsen. Das Ende verrate ich nicht - das muss jeder sich selber erarbeiten.

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  • Misslungene Geschichte mit stereotypischen Charakteren und unglaubwürdiger Handlung

    Die Plantage

    lesestunden

    29. December 2014 um 20:11

    Dieses Buch war definitiv ein Fehlkauf. Wegen einiger spannenden Passagen, dem gelungen Anfang der ersten dreihundert Seiten und einer ganz schönen Beschreibung der Natur bekommt das Buch dennoch zwei von fünf Sternen. Trotzdem rate ich jeden von einem Kauf ab.

    Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2014/12/die-plantage-catherine-tarley/

  • Ein tolles Buch, sehr Umfangreich

    Die Plantage

    leseratte69

    30. December 2013 um 19:46

    "South Carolina 1781" Zwischen den amerikanischen Kolonien und dem britischen Empire herrscht Krieg, um die Unabhängigkeit Amerikas. Das Land ist verwüstet, die Menschen sich erschöpft und sehnen sich nach Frieden und einem Leben in Freiheit. Die junge Witwe Antonia Lorimer, hat in dem unerbittlichen Krieg, nicht nur ihren Mann Henry verloren. Sie steht auch kurz vor dem Ruin, da ihre Plantage "Legacy" durch den Krieg, zerstört wurde. Aber die junge Frau, ist trotz aller Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt werden, fest entschlossen, "Legacy" wieder aufzubauen und der Plantage ihren alten Ruhm wieder zurück zu geben. Als sie eines Nachts, in ihren Stallungen, den schwer verletzten, britischen Offizier, William Marshall findet, beschließt Antonia, diesen gesund zu pflegen. Zu diesem Zeitpunkt ahnt die junge Frau noch nicht, dass sie William schon bald in ihr Herz schließt und er eine größere Rolle in ihrem Leben annehmen wird. Sobald William wieder einigermaßen auf den Beinen ist, hilft er Antonia, bei dem Aufbau der Plantage, wo es nur geht. Antonia ernennt ihn schließlich zum neuen Verwalter von Legacy und sieht, wie die Plantage wieder auf blüht. Noch ahnt die junge Frau nicht, das William ein schreckliches Geheimnis hütet und welche Begebenheit, sie wirklich miteinander verbindet. Meine Meinung Ich habe lange überlegt, mir dieses Buch anzuschaffen, da ich die gespaltenen Meinungen darüber gelesen habe.Zum Glück habe ich es dann doch gelesen und bin im Nachhinein sehr froh darüber.Denn es handelt sich um einen sehr schönen Südstaatenepos, der aber seinen ganz eigenen Schreibstil hat und nicht mit anderen bekannten Werken, wie zum Beispiel " Fackeln im Sturm" zu vergleichen ist. Cathrine Tarley erzählt die Geschichte aus den verschiedenen Sichten der Protagonisten, sowohl den Guten als auch der Bösen.. Was vielleicht nicht jedem Leser gefällt, der einen durchgehenden Handlungsstrang erwartet hat.Mir persönlich hat es gut gefallen, es war mal etwas ganz anderes und hat dem Buch aber nicht die Spannung genommen, von der genug vorhanden ist. Der Leser bekommt eine Liebesgeschichte geboten, die nicht gerade unkompliziert verläuft.Gleichzeitig werden im ganzen Buch Intrigen gesponnen.Es gibt einen schrecklichen Frauenmörder, der mit Jack the Ripper zu vergleichen wäre und man erfährt viel über den Krieg und den Wiederaufbau der Südstaaten. Auch das Thema Sklavenhandel und Versklavung, kommen in dem Buch nicht zu kurz.Alls in allem eine gute Mischung. Mein Fazit Die Plantage ist ein wirklich gutes Buch, das dem Leser einige gute Lesestunden beschert. Mir hat es wirklich gut gefallen.Vieleicht hätten es auch 200 Seiten weniger sein können, da einiges im Buch schon recht Umfangreich beschrieben wurde. Der Schreibstil der Autorin war für mich leicht zu lesen und die Protagonisten kamen wirklich sehr gut rüber.Deswegen bekommt das Buch von mir vier von fünf Sterne

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  • Catherine Tarley - "Die Plantage"

    Die Plantage

    Porcelaine87

    19. December 2013 um 12:31

    Wir finden uns im Jahre 1781 auf der Plantage Legacy in South Carolina wieder. Der Bürgerkrieg fordert ihre Opfer und darunter ist auch Henry Lorimer, der Besitzer von Legacy. Den Kriegswirren ausgesetzt beschließt seine Frau Antonia, die Plantage alleine zu bewirtschaften und sieht sich dabei zahlreichen Hürden und Widersachern entgegen, die mit allen Mitteln nach dem Erwerb des Anwesens lechzen. Doch eines Tages scheint das Schicksal eine neue Aufgabe für sie zu haben, findest sie in ihrem Pferdestall einen englischen Offizier. Getrieben von Mitleid und mit der Hilfe der Indianerin „Vier Federn“ unternimmt die junge Frau alles, um den Sterbenden zu retten und somit beginnt für sie ein neues Abenteuer. Der Roman „Die Plantage“ von Catherine Tarley ist Langeweile auf über 800 Seiten. Ich kann nicht behaupten, dass mir das Lesen Vergnügen bereitet hat, waren die Dialoge meist sehr abgedroschen und platt, die Charaktere so oberflächlich gezeichnet, dass sie mir nahezu fremd und meine einzige Gefühlsregung dazu Antipathie war und die Geschichte im Ganzen als nicht besonders fesselnd sowie an vielen Stellen vorhersehbar einzustufen ist. Der Schreibstil hat es leider nicht geschafft, mich zu packen, war ich einerseits von einigen Druckfehlern irritiert und andererseits bieten die enorm kurzen Sätze alles andere als ein Lesevergnügen. Es müssen keine hochkomplizierten Schachtelsätze sein, aber von sprachlichen Geschick würde ich an dieser Stelle nicht sprechen wollen.Erschwerend zu den sehr einfach gebauten Sätzen kommt der verkrampfte Versuch der Autorin hinzu, Wortgewandtheit zu suggerieren und Begriffe zu nutzen, die mit Sicherheit sehr schön und nobel erscheinen, aber im Gesamtbild des Romans absolut fehl am Platz sind. Letztlich kann ich resümieren, dass ich froh über das Erreichen des Endes bin und hoffe, dass sich die Autorin in Zukunft verbessern wird. Denn Platz nach oben ist in diesem Fall mit Sicherheit gegeben. Leider nur 2 Punkte.

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  • Eher Psycho-Story als Liebesgeschichte!

    Die Plantage

    BikerSophie

    01. July 2013 um 13:24

    In dem Buch "Die Plantage" geht es um die junge Frau Antonia, die alleine versucht ihre vom Krieg zerstörte Plantage wieder aufzubauen, da ihr Mann im Krieg gefallen ist. Als sie in ihrem Stall einen schwer verletzten Soldaten findet, entschließt sie sich ihn gesund zu pflegen. Dabei ahnt sie nicht, dass genau er ihren Mann erschossen hat. Dafür, dass ich mich riesig darauf gefreut habe, das Buch zu lesen, wurde ich leider enttäuscht. Ich erwartete eine fesselnde Liebesgeschichte, die ihre Tragik durch die Probleme mit der Plantage bekommt und nicht durch psychisch gestörte Mörder und Verbrecher. Am Anfang hat mir das Buch noch ganz gut gefallen obwohl ich mich schon gefragt habe, was man über eine Liebesgeschichte 880 Seiten lang schreiben soll. Jetzt weiß ich's. Die Story ist zwar gut recherchiert, jedoch wird mit der Zeit in dem Buch alles zu viel. In den einzelnen Abschnitten des Buches wird aus verschiedene Perspektiven erzählt und man erfährt viel über diese Personen, jedoch ging es mir eigentlich um die emanzipierte junge Frau, die dann aber leider eher in den Hintergrund rückte. Der geistig gestörte Reed war dann eher die Hauptperson, was mich gar nicht überzeugte. Ich konnte mich mit keiner Person wirklich anfreunden, alle haben irgendwelche Dinge getan die für mich absolut nicht nachvollziehbar waren, genau wie das Ende des Buches. Man erfährt meiner Meinung nach nicht wirklich was über den Krieg und die Liebesgeschichte die ich erwartet hatte, war komplett nicht vorhanden. In der Halbzeit des Buches wollte ich nur noch, dass es endlich fertig ist, weil es sich extremst zieht. Leider deshalb von mir für die eigentlich gute Idee und das schöne Cover des Buches nur 2 Sterne...

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  • Enttäuschend

    Die Plantage

    Athene

    19. May 2013 um 21:25

    INHALT: Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges findet die Witwe Antonia auf ihrer Plantage den verletzten britischen Offizier William. Sie entschließt sich ihn gesund zu pflegen, obwohl sie um den Erhalt ihrer Plantage bangen muss. Doch William ist gefangen in Hass, Wut und Heimweh und stiftet Unruhe. FAZIT: Das Buch habe ich vor einiger Zeit bei vorablesen gewonnen. Hier und auch im Buchladen wurde es als historische Liebesgeschichte verkauft, so dass ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe. Auch das Cover fand ich sehr schön. Als ich anfing zu lesen (über das Probekapitel hinaus), musste ich das Buch wieder weglegen. Antonia und William wurden mir von Seite zu Seite unsympathischer: Antonia weinerlich und schwach: obwohl sie anfänglich einen starken Eindruck machte. William egoistisch, gewalttätig, unfreundlich. Wie daraus eine Liebesgeschichte werden sollte, war mir schleierhaft und ich wollte es auch gar nicht richtig wissen. Vor Kurzem nahm ich das Buch wieder zur Hand und las. Das Thema Südstaaten fand ich sehr interessant und ich zwang mich zum Weiterlesen. Und es war Zwang! 880 Seiten und am Ende musste ich sagen, warum nennt man ein Buch "Die Plantage", wenn ein Großteil der Handlung dort gar nicht spielt und auch nicht unbedingt Dreh- und Angelpunkt des Buches ist? Dies ist nämlich eher die indianische Sage, dass der Krieger einen schwachen Mann tötet und aufgrund des Gebetes der Witwe seinen Platz einnehmen muss. Am Ende war ich etwas irritiert, denn für eine Liebesgeschichte waren die letzten 10 Seiten nicht wie erwartet geschrieben. Ich meine damit nicht, ob oder dass es ein Happy End geben muss oder gibt. Nein, hier wird kaum etwas über Gefühle oder Beweggründe der Personen untereinander geschrieben. Es war eher eine Abfolge von logischen Konsequenzen. Auch der monotone Schreibstil führte zu einer empfundenen Gefühlskälte der Protagonisten. Eigenartig fand ich auch, dass die Personen kaum beschrieben wurden. Dies führte dazu, dass ich auch bei Ende des Buches kaum eine Vorstellung vom Aussehen von William und Antonia habe. Die Beschreibung von Land, Umgebung und Kleidung war ausführlicher. Das Buch enthält einige Kapitel, die sich auf bestimmte Charaktere konzentrieren, was den Leser auf das Aufeinandertreffen der Figuren vorbereitet. Historisch war dieses Buch jedoch sehr interessant und man hat auch während des Lesens die Blattverweise und Erläuterungen nicht gebraucht, so dass ich 2 von 5 Punkten vergebe. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/05/catherine-tarley-die-plantage-von-sonja.html

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  • Die Plantage

    Die Plantage

    HeikeM

    22. April 2013 um 10:03

    Catherine Tarley nimmt den Leser mit auf die Plantage Legacy in South Carolina. Schon nach wenigen Seiten ist man in die Handlung eingetaucht, die von einem mystisch angehauchten Prolog eingeleitet wird. Die Südstaatenatmosphäre ist an sich recht schnell präsent und damit auch die Probleme der damaligen Zeit. Die Folgen des Krieges lasteten schwer auf den Plantagen. Sklaven sind geflüchtet, damit fehlte es an Arbeitskräften. Legacy selbst war durch Antonias Ehemann vor dessen Tod schon an den Rand des wirtschaftlichen Ruins getrieben worden. Die Autorin versteht es sehr anschaulich diese Schwierigkeiten in Szene zu setzen und den Leser von der Härte der Situation zu überzeugen. Die vier Hauptpersonen des Romans, Antonia Lorimer, William Marshal, Andrew Tyler, Banker in Charles Town und Algernon Reed, reichster Farmer der Umgebung, werden von der Autorin gut eingeführt, charakterisiert und in ihren Beziehungen durch die Handlungsfäden gut miteinander verflochten. Antonia stößt in dem Roman immer wieder an Grenzen, sie schwankt zwischen der Naivität der gut situierten Farmerstochter und der aufgeklärten, gebildeten jungen Frau. Das macht sie in einigen Situationen unglaubwürdig. Das naive "Weibchen" konnte ich eher abnehmen als die toughe Frau, weil sie in vielen Situationen wahrlich hilflos war. Die am besten charakterisierte Person ist jedoch Algernon Reed. Der reiche und erfolgreiche Farmer wird immer wieder von den Dämonen seiner psychischen Krankheit heimgesucht. Hervorragend hat Catherine Tarley diese beiden Seiten des Mannes entwickelt. Alle anderen Figuren erschienen mir jedoch sehr schablonenhaft und farblos. Die wechselnde Erzählperspektive in den elf Teilen entwirft ein umfassendes Bild des Lebens in der damaligen Zeit. Durch die verschiedenen Blickwinkel kommt man als Leser den Romanfiguren näher und kann ihr Denken und Handeln besser nachvollziehen. So lernt der Leser auch die Personen ein wenig besser kennen, die scheinbar nicht im unmittelbar im Fokus der Handlung standen. Allerdings kommt dadurch und durch die zeitlichen Sprünge eine gewisse Unruhe auf, die mich ein wenig störte. Sehr gut gewählt fand ich den zeitlichen Rahmen der Handlung, der Unabhängigkeitskrieg wird meinem Empfinden nach deutlich seltener als der Bürgerkrieg behandelt. Ebenso hat mir gefallen, dass dieser Krieg nicht allgegenwärtig thematisiert wurde, aber sehr deutlich wurde, wie er die Entscheidungen, die Gedanken und das Tun der Personen beeinflusste. In einem Anhang ist dem Roman ein Glossar beigefügt. Die verwendete Karte ist leider nur dekoratives Beiwerk, wirklich nützlich ist sie ob des gewählten Maßstabes nicht. "Die Plantage" ist ein recht dialoglastiger Roman und obwohl die Autorin durch das Verwenden von vielen Fremdwörtern versucht hat, ihm einen höheren Anspruch zu verleihen, war er trotz der 880 Seiten schnell zu lesen. Es ist ein netter Südstaatenschmöker, in dem die Romantik nicht zu kurz kam, aber auch nicht überstrapaziert wurde.

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  • Die Plantage

    Die Plantage

    Maerchenfee

    19. April 2013 um 19:28

    Gleich zu Beginn wird von einer Legende des Otter-Stammes erzählt. Hierbei hat ein Krieger einen schwächeren Mann getötet und somit das Gleichgewicht der Erde zerstört. Die Götter wollten den Krieger bestrafen, doch die Frau des getöteten hatte Mitleid und bat die Götter um Gnade. Zur Sühne sollte der Krieger die Aufgaben des schwächeren erfüllen und die Frau zur Gattin nehmen. Auf diese Legende baut dieser Roman auf. Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Aber es geht nicht nur um diese Legende, es wird auch das Thema "Psychopath", Männerbeziehung, Voodoo-Zauber behandelt. Der Roman ist insgesamt sehr vielschichtig, sodaß die Seiten nur so dahinfliegen. Ich kann dem Roman aber nicht die volle Punktzahl geben, denn trotz des tollen Schreibstils konnten mich persönlich die Charaktere nicht erreichen. Keine der Protagonisten hat sich in mein Herz geschlichen. Ich kann gar nicht genau erklären, warum das so ist, vielleicht war doch zuviel Thematik vorhanden. Aber dennoch vergebe ich 4 von 5 Sternen und würde das Buch jederzeit weiter empfehlen.

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