Cathi Unsworth Opfer: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)

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Inhaltsangabe zu „Opfer: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)“ von Cathi Unsworth

Gute Idee aber ohne Spannung und zu langatmig!

— Ayda
Ayda
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    Opfer: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
    lord-byron

    lord-byron

    19. April 2013 um 17:26

    Corrine und Debbie sind Freundinnen, doch dann taucht Samantha auf und versucht sich dazwischenzudrängen. Ständig imitiert sie Debbies Stil, Frisur und ihre Kleidung. aber immer so geschickt, dass es aussieht, als hätte Debbie Samantha kopiert. Als Corinne von Sam eingeladen wird, zu ihrer Oma nach Hause zu kommen , passierte dort etwas so schreckliches, das Sie es nicht mal ihrer Freundin Debbie erzählen kann. Von diesem Zeitpunkt an, hatt sie große Angst vor Sam. Doch dann geschieht ein Mord und Corrine wird am Tatort aufgegriffen. Was dann folgt, ist die reinste Hexenverfolgung. Corrine wird schuldig gesprochen und wandert in die Nervenheilanstalt. 20 Jahre später macht sich der frühere Polizist Sean Ward, der jetzt als Privatdetektiv arbeitet, auf nach Ernemouth um herauszufinden was damals wirklich geschah. Gehörte Corrine wirklich zu einem Satanskult? Hat sie überhaupt den Mord begangen? Und wenn nicht, wer war es dann? Warum sollte sie getötet haben? Alles Fragen die nie wirklich richtig geklärt wurden. Doch Sean stößt auf Misstrauen und Feindseligkeit, auf Lügen und Intrigen. Kann er wirklich Licht in die Sache bringen? Als das Buch "Opfer" bei Amazon Vine als Rezensionsexemplar angeboten wurde, hatte ich mich wahnsinnig gefreut, denn das Buch stand schon längere Zeit auf meiner Wunschliste. Aber meine Erwartungen waren wohl zu groß, denn sie konnten nicht erfüllt werden. Die Passagen der Vergangenheit aus den Jahren 1983/84 waren wirklich sehr interessant und ließen sich schnell weglesen. Dagegen fand ich die Kapitel von 2003, die immer im Wechsel folgten, teilweise ziemlich langatmig und oft mit unwichtigen Details vollgestopft, die nicht wirklich etwas mit der Geschichte zu tun hatten. Außerdem war ziemlich schnell klar, wie das Buch endet. So gut wie keine überraschenden Wendungen ließen die Geschichte auch nicht spannender werden. Der Rückentext spricht von einer Hohepriesterin eines Satanskults, doch woraus sie das schlossen, war einfach nur lächerlich. Falls jeder Satanist ist der schwarze Klamotten und verrückte Frisuren trägt, tja, dann war ich das wohl auch jahrelang. Die Geschichte war ganz o.k. aber absolut nix besonderes. Ich vergebe 3 von 5 Punkten für das Buch, weil der Schreibstil angenehm und gut zu lesen war. Dafür hielt sich die Spannung leider in Grenzen. Aber ich fand die Beschreibung des Ortes Ernemouth super, mit seinem Vergnügungspark, direkt auf dem Pier. Das strahlte schon eine tolle Atmosphäre aus. © Beate Senft

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  • Spannende Story - Fantastisch gut erzählt!

    Opfer: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
    c-bird

    c-bird

    01. April 2013 um 16:50

    In den Achtzigerjahren wird das kleine Küstenstädtchen Ernemouth von einem grausamen Ritualmord erschüttert. Voller Blut findet man am Tatort eine junge Frau vor: Corinne Woodrow, eine Anhängerin der Schwarzen Magie. Der Fall scheint eindeutig zu sein und sehr schnell wird Corinne zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwanzig Jahr später erscheint der Privatdetektiv Sean Ward in Ernemouth und will den alten Fall wieder aufrollen. Neue Ermittlungsmethoden in der DNA-Analyse haben den Beweis geliefert, dass sich noch mindestens eine zweite Person sich am Tatort befunden haben muss. Sitzt Corinne etwa schon zwanzig Jahre unschuldig hinter Gittern? Doch das Herumstochern in dem alten Fall behagt nicht jedem Einwohner Ernemouths. Viele wollen die alte Geschichte lieber ruhen lassen. Sean bekommt zwar Unterstützung bei seinen Ermittlungen, aber darf er wirklich jedem trauen? Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal die Jahre 1983/84 und zwanzig Jahre später, als Sean seine Ermittlungen aufnimmt. Die relativ kurzen Kapitel wechseln ständig zwischen diesen beiden Zeiten. Auf äußerst spannende Weise erfährt man so nach und nach um die wahren Begebenheiten und was damals wirklich geschah. Besonders gelungen fand ich auch wie die Autorin die Atmosphäre und den Zeitgeist der damaligen Jugend in den Achtzigern eingefangen hat. Die Beschreibungen sind sehr gelungen, man kann sich ein sehr gutes Bild machen. Und wer die Achtziger selbst miterlebt hat, der kann umso mehr in die Geschichte eintauchen und erinnert sich an so manch vergessenen Song oder Band. Doch die Autorin lässt auch in Abgründe so mancher Seele blicken und zeigt wie verletzlich die Verflechtungen von Macht, Geld und Amtsmissbrauch sein können. Der Erzählstil ist etwas anders, aber sehr angenehm zu lesen und durchaus fesselnd.  Herausgekommen ist jedenfalls ein wirklich starkes Buch, das auch ohne viel Blutvergießen einen hohen Spannungsfaktor hat.

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