Cathy Lamb Blau wie Schokolade

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Inhaltsangabe zu „Blau wie Schokolade“ von Cathy Lamb

»Die meisten Frauen sehen völlig unschuldig aus. Einige sind es vielleicht auch. Viele jedoch nicht. Viele haben Geheimnisse. Sogar ziemlich große, wenn ich das sagen darf.« Die PR-Managerin Jeanne Stewart flüchtet aus Chicago, nachdem sie sich auf kreative Weise mit Hilfe von Erdnussöl an ihrem untreuen Freund gerächt und außerdem Hals über Kopf ihren Job aufgegeben hat. Der Ex verklagt sie umgehend. Auf dem Weg zu ihrem Bruder bleibt Jeanne in einem kleinen Ort in Oregon hängen. Hier findet sie in ihrer Pensionswirtin und den anderen Bewohnern ebenso liebenswerte wie exzentrische Freunde. Auf Anordnung des Gerichts nimmt sie an einem Aggressionsbewältigungskurs teil. Als sie bei einer Übung, einer Art Mutprobe, nackt am Fluss entlangläuft, stolpert sie und landet in den Armen eines hilfsbereiten Fremden ... Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die zeigt, dass man manchmal von seinem Weg abkommen muss, um sich selbst zu finden.

Sehr humorvoller, mit sehr vielen Ereignissen gespickter, leichter Roman. Lebendig erzählt, jedoch ohne wiklichen Tiefgang.

— Rabbitfan
Rabbitfan

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  • Sehr humorvolle Erzählung einer Frau, die ihren Weg findet

    Blau wie Schokolade
    Rabbitfan

    Rabbitfan

    10. July 2016 um 21:13

    Der Roman „Blau wie Schokolade“ von Cathy Lamb erschien am 21.06.2012 mit seinen 448 Seiten im Fischer Taschenbuchverlag. Ein sehr humorvoller, von vielen Ereignissen voll gepackter Roman, bei dem es dem Leser nicht unbedingt langweilig wird. Er berichtet über viele verschiedene Probleme sowie Ereignisse und wie man diese eventuell bewältigen kann, allerdings alles an der Oberfläche und ohne richtigen Tiefgang, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Wenn einem diese Art leichte Lektüre gefällt, kann man der Hauptprotagonistin mit viel Witz auf dem Weg ihrer emotionalen Achterbahn gut folgen und sich selbst Hoffnung schenken, so manch einen Schicksalsschlag bewältigen zu können. Jeanne Stewart wird mit Ende dreißig durch den Tod ihrer Mutter und die Erkenntnis, dass sie in ihrer zweijährigen Beziehung die ganze Zeit mehrfach betrogen wurde, völlig aus der Bahn geworfen. Nachdem sie sich bei ihrem Ex-Freund mit Hilfe von Erdnussöl, gegen welches er allergisch ist, auf ungewöhnliche Art rächt und daher eine Aggressionsbewältigungstherapie verordnet bekommt, erleidet sie schließlich einen Nervenzusammenbruch, welcher sich bei einer Präsentation vor 834 Werbefachleuten ereignet. Sie schmeißt daraufhin ihren Job und beschließt, Richtung Pazifikküste zu flüchten, wo ihr geliebter Bruder mit seiner Familie, die aus Ehefrau und vier Kindern besteht, lebt. Ob sie wirklich die glückliche Familie, welche sie auf Grund weiterer privaten Problemen, welche im Roman aufgedeckt werden, bis dato immer gemieden hatte, besuchen wird oder doch lieber nur ihren röhrenden Bronco in der Westküste versenken möchte, überlegt sie zunächst noch. Auf ihrem Weg will Jeanne eigentlich nur einen kurzen Stop in der Kleinstadt Weltana machen, und kehrt im „The Opera Man`s Café“ ein, wo es die besten Pfannenkuchen gibt. Hier in dieser idyllischen Kleinstadt lernt Jeanne nach und nach sowohl nette, wie auch weniger nette Bewohner, als auch ihre Mitpatienten aus der Aggressions-Therapie kennen und teilweise lieben. Auch der Leser lernt die verschiedensten Probleme dieser Leute sowie ihre Lösungsvorschläge, und auf welche Art sie mehr oder weniger gut gelingen, zu verstehen. Hier sind als Beispiel das Alkoholproblem von Jeanne, das Drogenproblem von Becky, oder die Gewaltprobleme von Bradon oder Soman als nur ein paar Beispiele genannt. Natürlich lernt unsere Hauptprotagonistin in diesem Buch auch einen sehr interessanten Mann kennen, welchem dieses Buch seinen Titel verdienen mag, da er „blaue Schokoladenaugen“ besitzt. Allen Liebhabern von leichten Frauenromanen sei dieser Roman empfohlen, da er allein schon durch seine durchweg humorvolle Schreibweise niemandem Langeweile bescheren mag. Dieses Buch beschreibt auf leichte Weise, dass auch, wenn man manche Verluste nie verwinden können wird, trotzdem zu neuem Glück finden kann. Ich empfand es als nette Unterhaltung, Jeanne auf ihrem steinigen Weg zum Glück begleiten zu dürfen, jedoch erschien ihre Geschichte auf Grund der geballten Fülle an Ereignissen in dieser kurzen Zeit etwas unglaubwürdig und daher vergebe ich dem Buch nur vier Sterne anstatt fünf.

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  • Rezension zu "Blau wie Schokolade" von Cathy Lamb

    Blau wie Schokolade
    tatjanajo

    tatjanajo

    22. January 2013 um 18:35

    Jeanne Stewart ist Alkoholikerin und Workaholicerin. Vor kurzem hat sie erfahren, das ihr Freund, mit dem sie 2 Jahre lang zusammen war sie mehrmals betrogen hat. Sie beschloss sich zu rächen, in dem sie ihm Erdnussöl in die Kondome gegeben hat und die Packung wieder mit einer Heißklebepistole zugeklebt hat. "Schlappschwanz" (so nennt Jeanne ihren Ex) ist allergisch gegen Erdnüsse und so rächt sich Jeanne an ihm. "Schlappschwanz" verklagt sie auf Schadenersatz. Er verlangt von ihr als Entschädigung, eine sehr hohe Summe, doch Jeanne lässt sich da nicht drauf ein, sie will vor Gericht gehen!! Auf keinen Fall will sie ihm was von ihrem Geld geben. Jeanne kündigt ihren Job, verkauft ihr Haus und ihr Auto um Chicago zu verlassen, und ihren Bruder zu besuchen. Doch in Oregon legt sie eine Pause ein und geht in ein Pfannkuchenhaus, um was zu essen. In Waltana gefällt es ihr so gut, dass sie sich dazu entscheidet ein wenig Zeit dort zu verbringen. Dort lernt sie neue Leute kennen und freundet sich mit denen an. Jeanne wurde vom Gericht angeordnet, einen Agressionsbewältigungskurs zu besuchen, an dem sie teilnimmt und noch mehr verrückte Menschen kennen lernt, die ihr alle ins Herz wachsen werden. Beim Nacht-Joggen lernt Jeanne auch einen Mann kennen, in den sie sich direkt verliebt. Was sie nicht weiß ist, das es der Gouverneur ist und ihr zukünftiger Chef.... Fazit: Ich war gefühlte 150 mal kurz davor, dieses Buch abzubrechen, weil es die ersten ca. 100 Seiten so langweilig war und ich somit gar keine Lust hatte es weiterzulesen. Doch nachdem ich mir die Bewertungen bei Amazon angesehen hatte, habe ich mich zusammengerissen und es doch noch weiter gelesen. Jeanne hat mir einerseits total leid getan, doch dann ging sie mir wieder mächtig auf die Nerven. Gegen Ende des Buches, gab es eine heftige Wendung, und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Doch im großen und ganzen, hat es mich doch ziemlich gelangweilt. Weiterempfehlen kann ich "Blau wie Schokolade" leider nicht.

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  • Rezension zu "Blau wie Schokolade" von Cathy Lamb

    Blau wie Schokolade
    Ellynyn

    Ellynyn

    19. January 2013 um 10:15

    Hals über Kopf verlässt die PR-Managerin Jeanne Stewart Chicago und macht sich auf die Reise zu ihrem Bruder, der in Oregon lebt und arbeitet. Mit im Gepäck hat Jeanne eine kaputte Beziehung, eine Klage ihres Ex wegen Körperverletzung, ihre Alkoholkrankeit und der Tod ihrer geliebten Mutter macht der Enddreissigerin auch noch zu schaffen. Ausserdem gibt es da noch einen Verlust in Jeannes Vergangenheit, den sie nie bewältigt hat. Ganz schön viel Stoff und Katastrophen, die Jeanne da in sich trägt. Sie ist körperlich, wie mental am Ende und erleidet – nachdem sie vom Betrug ihres Ex’ erfahren und sich ziemlich obskur an ihm gerächt hat – einen ziemlich spektakulären Nervenzusammenbruch. Als Jeanne flieht, macht sie einen radikalen Schnitt. Tauscht ihr schnittiges Auto gegen eine heruntergekommene Schüssel ein und lässt ihr Haus und ihre Habseligkeiten verkaufen. In einem kleinen Kaff in Oregon endet ihre Reise jedoch überraschend. Irgendwie gerät sie in die ‘Fänge’ von Donovan, einem alten Opernsänger, und Rosvita, die eine schnuckelige Pension betreibt. Rosvitia, ein absoluter Putzteufel und Spezialistin für Keime, Krankheiten und Baktieren aller Art, nimmt sich Jeannes an. In ihrer Pension kommt Jeanne langsam zur Ruhe, auch wenn sie sich Abend für Abend die Kante gibt und wie ein Loch säuft. Während sich Jeanne also einrichtet, erkundet sie die Gegend und absolviert auch ein Anti-Aggressionstraining in Oregon. Das soll ihr später helfen, wenn es zum Prozess gegen Jared kommt. Dort trifft Jeanne auf Soman, Becky und Bradon und die Theapeuthin Emmaline. Ausserdem gibt Jeanne dem Drängen ihres Bruders nach und bewirbt sich um eine Stelle im Wahlkampfteam des Gouverneurs Jay. Obwohl die Progatonistin soviel erlebt, durchgemacht und erlitten hat, liest sich der Roman sehr leicht und ist stellenweise so witzig geschrieben, dass ich laut lachen musste. Allerdings ist das Buch auch ziemlich überladen. Mit Problemen und Nebenprotagonisten, die ich hier gar nicht aufgeführt habe. Das ist ein Schwachpunkt des Buches. Und auch, dass man in weiterer Folge so wenig vom neuen Mann in Jeannes Leben erfährt. Auch die Sache mit der Leiche fand ich nicht ganz in Ordnung. Neugierig geworden? Dann bitte lesen, es lohnt sich dennoch dieses Buch zu lesen und mit Jeanne zu lachen, aber auch zu weinen.

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  • Leserkommentare zu Blau wie Schokolade von Cathy Lamb

    Blau wie Schokolade
    elvira steil

    elvira steil

    via eBook 'Blau wie Schokolade'

    sehr erfrischend.manchmal traurig eben wie im richtigen leben.absolut empfehlenswert

    • 2
    MaikiBumPaiki

    MaikiBumPaiki

    10. September 2012 um 15:37
  • Rezension zu "Blau wie Schokolade" von Cathy Lamb

    Blau wie Schokolade
    Marcuria

    Marcuria

    05. September 2010 um 12:55

    "Sometimes it takes losing your way to find yourself" . Dieser Satz, der das Cover der englischen Originalfassung "The last time I was me" gepaart mit über dem Wasser baumelnden Füßen schmückt, beschreibt den Inhalt dieses Buches besser, als es die deutsche Version jemals könnte. Aufgrund einer Metapher, die die Protagonistin dreimal im Buch verwendet und die keine tiefergehende Bedeutung hat, trägt es im Deutschen nämlich den Titel "Blau wie Schokolade" und erweckt so, zusammen mit der Zusammenfassung auf dem Buchrücken und der Gestaltung des Covers, den Eindruck, es handle sich um eine dieser typisch-schnulzigen Sommerlektüren für Frauen. Nicht, dass ich da prinzipiell etwas dagegen hätte, doch es ist schlichtweg irreführend, aber dazu später mehr. . Jeanne Steward ist 37 und erleidet bei einer Präsentation vor 834 Mitarbeitern der Werbebranche einen nervösen Zusammenbruch, in dem sie ihre Zuhörer in ihrer gewohnt offenen und provozierenden Art über die Oberflächlichkeit und Sinnlosigkeit ihrer Arbeit aufklärt, woraufhin sie ihren Job verliert. Zuvor arbeitete sie 60-80 Stunden pro Woche und versuchte, sich durch die Flucht in den Alkohol irgendwie über Wasser zu halten. Als dann aber ihre Mutter stirbt und sie auch noch erfährt, dass ihr langjähriger Freund sie mit unzähligen anderen Frauen betrogen hat, sprudelt der angestaute Stress aus ihr heraus. Er entläd sich sowohl bei der Präsentation als auch in einer Handlung, die ein Kondom und Erdnussöl beinhaltet, ihrem Ex-Freund, den sie nur noch liebevoll "Schlappschwanz" nennt, erhebliche Schmerzen zufügt und für die sie sich vor Gericht verantworten muss. Zurvor möchte sie allerdings zur Pazifikküste fahren, ein paar schöne Tage erleben und sich schließlich zusammen mit ihrem Bronco im Wasser versenken. Dieser Plan löst sich in Luft auf, als sie in dem kleinen Örtchen Weltana in einem Bed & Breakfast Halt macht und dort nach und nach auf interessante Menschen, ihr Traumhaus, neue Aufgaben, Freude, Rückschläge und ihren Lebenssinn stößt. . Ich glaube, ich hätte dieses Buch wirklich genießen können, wenn mir nicht so viele Stellen aufgefallen wären, die grottig übersetzt sind. Während der Spitzname "Jeannie Beanie" für Jeanne einfach übernommen wurde, heißt der "Schlappschwanz" in der Originalfassung eigentlich "Slick Dick", wobei "slick" sowohl für clever/aalglatt/professionell als auch für "Ölfleck" stehen kann und dem Ganzen so mehr Relevanz im inhaltlichen Zusammenhang verleiht. Solche Übersetzungs-Hürden wurden im gesamten Buch einfach ignoriert und umgerannt, wodurch der (ohnehin schon teilweise nervige, wiederholungsgeprägte) Stil der Autorin bis zur Sinnlosigkeit abgewandelt wurde. Natürlich lässt sich nicht alles sinngemäß und wohlklingend übersetzen, aber ist es wirklich so schwierig, eine Anmerkung hinzuzufügen? . Davon abgesehen macht das Buch einfach gute Laune, zeigt neue Möglichkeiten und hat eine, abgesehen von ihrem übertrieben klischeehaft ausgeprägten Schuhtick, intelligente Protagonistin, die man am liebsten aus dem Buch herausziehen würde, um das Ganze gemeinsam mit ihr zu erleben. . Wer also eine etwas andere Frauenlektüre sucht, die gerade deshalb fröhlich stimmt, weil sie eben nicht zu abgehoben und positiv, sondern in ihren Problematiken meist realistisch und nachvollziehbar ist, der sollte sich dieses Buch zulegen, sich selbst allerdings einen Gefallen tun und die englische Fassung erstehen.

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  • Rezension zu "Blau wie Schokolade" von Cathy Lamb

    Blau wie Schokolade
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 12:27

    A149 Blau wie Schokolade von Cathy Lamb Kategorie: Allgemein Gebundene Ausgabe: 445 Seiten Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (4. Mai 2010) ISBN-10: 3810512931 ISBN-13: 978-3810512932 Originaltitel: The Last Time I Was Me Klappentext: “Die meisten Frauen sehen völlig unschuldig aus. Einige sind es vielleicht auch. Viele jedoch nicht. Viele haben Geheimnisse. Sogar ziemlich große, wenn ich das sagen darf.“ – Als Jeanne Stewart vor einem Cafe in Weltana, Oregon, anhält, um zum ersten Mal seit zwölf Jahren Pfannkuchen zu essen, hat sie noch keine Ahnung, dass sie dabei ist, sich ein ganz neues Leben zu bestellen. Schließlich ist es noch keine Woche her, dass sie ihren Job als Kreativdirektorin einer großen Agentur in Chicago hinschmiss. Und sich in ihr Auto setzte, um Richtung Pazifik davonzubrausen. Dieses Buch war bereits nach wenigen Seiten auf dem besten Weg, zu einem meiner Lieblingsbücher zu werden. Ich habe es genossen! Jeanne, eine PR-Managerin, die viele Schicksalsschläge (den Verlust u.a. ihres Liebsten) verschmerzen musste, hatte sich die letzten Jahre in die Arbeit gestürzt, einen neuen Freund gesucht und einfach versucht, zu überleben. Als ihr Freund – jetzt Exfreund; sie nennt ihn durchweg „Schlappschwanz“ – schließlich fremdgeht, sieht sie sich zu einem Racheakt getrieben, der ihr eine Anzeige und einen gerichtlich verordneten Aggressionsbewältigungskurs einbringt. (Da ich den inneren Klappentext nicht gelesen hatte, ging ich - ausgehend von den dürftigen Beschreibungen in den anfänglichen Kapiteln - die ganze Zeit davon aus, dass sie mit Heißklebepistole die Hoden ihres Exfreundes an dessen Bein festgeklebt hatte; was mich allerdings nicht davon abhielt, weiterzulesen.) Nachdem Jeanne auch noch ihren Job schmeißt, begibt sie sich auf den Weg zu ihren Bruder nach Oregon und bleibt in Waltana hängen. Im Aggressionsbewältigungskurs, den sie in der Nähe ihrer neuen Wahlheimat macht, gibt sie das Versprechen, zur Ausleitung ihres Zornes bei Nacht nackt am Fluss entlang zu joggen; es kommt, was kommen muss: sie stolpert und landet in den Armen eines fremden Mannes (erwähnte ich, dass sie nackt war?). Eine Achterbahn der Gefühle beginnt, die zeigt, dass man manchmal von seinem Weg abkommen muss, um sich selbst zu finden… Ich habe gelacht; die ganze Zeit – naja, die meiste Zeit, da es ein paar durchaus tragische Szenen gab; aber überwiegend habe ich gelacht. Habe mich teilweise wiedergefunden (nicht, dass ich Männern mit Heißklebepistole den Hoden am Bein festkleben würde… darüber nachdenken: ja. Es tun: nein.) – in der Verzweiflung, die einen manchmal überfallen und beinahe schachmatt setzen kann; in der Freude, wenn man es schafft, sich wieder zu motivieren und neu anzufangen; in der Leidenschaft für eine Sache; in der Freundschaft, die Menschen auf immer verbindet. Das Buch hat mich so gut unterhalten, wie schon lange keines mehr und ich danke Cathy Lamb für diesen Roman! Schulnote 1,3

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  • Rezension zu "Blau wie Schokolade" von Cathy Lamb

    Blau wie Schokolade
    Tine76

    Tine76

    18. June 2010 um 20:45

    Ein Buch zum Lachen und Weinen. Wut und Freude wechseln sich hier in verschiedenen Abständen auf. Es ist eine Geschichte über eine Frau, die mehrere schwere Schicksalsschläge zu verarbeiten hat. Eine Frau, die nach ihrem Nervenzusammenbruch vor mehreren hundert Menschen, den Weg ins Leben zurück sucht. Trauer, Tränen, Alkohol bestimmen ihre Tage, doch nach und nach schleichen sich, nicht nur neue Menschen in ihr Leben, sondern auch andere Gefühle wie Glück wieder mit hinein. Der Weg raus aus den Trümmern ist nicht leicht, aber trotz allem ist es kein durchgehend trauriges Buch. Eher eines was Hoffnung macht. Und uns zeigt, wie wichtig das richtige Paar Schuhe ist :-) Cathy Lamb versteht es mit ihrem, doch sehr eigenen Schreibstil uns Jeannes Sichtweise miterleben zu lassen. Nicht nur das traurige, sondern auch das schöne des Lebens, das lustige und humorvolle. Mit immer wieder kleinen vorausschauenden Sequenzen wird alles noch interessanter gestaltet. Es liest sich alles sehr flüssig und als ob Jeanne selber ihre Geschichte erzählen würde. Mit eindrucksvollen Charakteren und verschiedenen Persönlichkeiten, gemischt mit detaillierten liebevollen Nebensächlichkeiten und Nebenschauplätzen wurde ein Roman für Frauen, über Frauen und ihre Geheimnisse geschrieben. Alles in allem ergibt jeder einzelne kleine und große Punkt für sich ein abgerundetes Gesamtbild, welches sich sehen lassen kann. Wenn man das Buch am Ende wieder zuklappt ist es, als ob man liebgewonnene Freundinnen zurücklassen würde. Was absolut zu erwähnen wäre, ist das das Cover mit dem Inhalt des Romanes einfach wunderbar zusammenpasst. Und ja, auch der Titel ist genau der richtige für dieses besondere Buch.

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