Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung

von Catrin Barnsteiner 
3,5 Sterne bei47 Bewertungen
Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (26):
rainbowlys avatar

Sehr süße Liebesgeschichte mit original schwäbischem Humor

Kritisch (7):
PrinzessinMs avatar

Leider abgebrochen. War so gar nicht meins.

Alle 47 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung"

'Was Fred da in Händen hielt, war, ganz ohne Zweifel, eine gefälschte Steuererklärung - und eine echte Liebeserklärung.'

Fred Eisenbogen ist so korrekt, dass er Tipp-Ex pinkelt. Doch dann sieht er Sandra Schläpple in Sommerkleid und Gummistiefeln mit ihrer Steuererklärung im erdverschmierten Kuvert vor der geschlossenen Spätpost stehen. Sie verdreht ihm so heftig den Kopf, dass er nicht mehr weiß, wo sein Beamtenscheitel sitzt: Sandra, die verträumte Gärtnerin, liebt Unkraut und Chaos und kommt aus einer Familie, die sonntags bei Kaffee und Kuchen immer neue Pläne schmiedet, das Finanzamt auszutricksen. Fred dagegen ist der beste Prüfer im Finanzamt Böblingen - er ist nur noch nicht dazu gekommen, ihr das zu beichten. Doch dann landet ihre haarsträubende Steuererklärung zur strengen Prüfung ausgerechnet auf seinem Tisch. Und Fred erscheint es aussichtslos, jemals Sandras Herz zu gewinnen.

- 'Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung' ist mit Sicherheit eine der wundervollsten und schönsten romantischen Komödien unserer Zeit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783827011510
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Berlin Verlag
Erscheinungsdatum:13.08.2013

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne9
  • 4 Sterne17
  • 3 Sterne14
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern3
  • Sortieren:
    rainbowlys avatar
    rainbowlyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr süße Liebesgeschichte mit original schwäbischem Humor
    Ein schwäbisches Liebesmärchen

    Fakten

    Autor: Catrin Barnsteiner

    Verlag: Berlin Verlag

    Erscheinungsdatum: 13.08.2013

    Genre: Liebesroman

    Seiten: 224

     

    Inhalt

    Fred Eisenbogen ist mit Leib und Seele Finanzbeamter bis die völlig chaotische Sandra Schläpple sein Leben auf den Kopf stellt.

     

    Gestaltung

    Das Cover gefällt mir ja gar nicht, aber der Titel ist so herrlich, dass ich das Buch gerne lesen wollte.

     

    Sprache

    Es macht Spaß die Geschichte zu lesen. Gut, die Liebesgeschichte ist vorhersehbar - es gibt die konträren Charaktere, die sich trotzdem verlieben und das unerlässliche Missverständnis, dass sich zu einer dicken Lüge mausert. Aber sie ist auch lustig und zuckersüß! Und der Humor in diesem Buch ist einfach herrlich - wohl vor allem für Schwaben oder alle die den schwäbischen Humor mögen.

     

    Charaktere

    Fred Eisenbogen ist penibel, völlig durchstrukturiert, verhält sich immer regelkonform und liebt Formulare, Listen und Papierkram.

    Das genaue Gegenteil ist Sandra Schläpple. Sie liebt es sich dreckig zu machen, Ordnung oder Buchhaltung sind ein Fremdwort für sie - sie ist das absolute Chaos.

    Trotzdem sind beide total liebenswert in ihrer Schrulligkeit.

     

    Fazit

    Eine sehr lustige Geschichte über das schwäbische Völkchen und eine nette Liebesgeschichte.


    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Sookie70s avatar
    Sookie70vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Pedantischer Finanzbeamter versucht sich an den Büchern einer chaotischen Gärtnerin... Etwas flache Liebesgeschichte aus dem Schwabenland.
    Die Geschichte zündet nicht recht...

    Vielleicht liegt es daran, dass die Hauptprotagonistin den etwas unglücklichen Namen Schläpple trägt: Man kann die Sindelfinger Gärtnerin nicht ganz ernst nehmen, ebensowenig wie den stereotypen Böblinger Finanzbeamten Eisenbogen. Dass ausgerechnet eine Betriebsprüfung zwischen den beiden steht, die es irgendwie zu überstehen gilt, ist zwar ungewöhnlich - aber doch ist die Geschichte ziemlich absehbar. Die Charaktere konnten mich nicht recht überzeugen, der Plot ist ein wenig flach - insgesamt eine nette Idee, aber der Funken sprang nicht über. Schade!

    Kommentieren0
    98
    Teilen
    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich gar nicht überzeugen können
    Für Liebe gibt es kein Formular

    Fred Eisenbogen ist Steuerbeamter durch und durch! Er liebt seine Arbeit, die Formulare, die Regeln und richtet sein ganzes Leben an diesem engen Korsett aus. Sandra Schläpple dagegen ist eine Chaotin und Steuerbetrug ein Sonntagnachmittagssport in ihrer Familie. Sie selbst versteht von den Zahlen nichts. Als diese beiden unterschiedlichen Charaktere aufeinandertreffen sprühen die Funken. Zum ersten Mal weicht Fred von all seinen Regeln ab und wird zum Held seiner geliebten Actionfilme und Sandra fragt sich, welchen Traum sie eigentlich gerade lebt. Dann legt Freds Chef ihm eine Akte auf den Tisch. Steuerfahndung bei Familie Schläpple.

    Ich habe mir eine unterhaltsame, witzige Liebesgeschichte versprochen, doch der Witz wurde schnell nervtötend und die Geschichte abstrus. Schließlich machte sie mich mit ihren selbstgerechten Nebencharakteren nur noch aggressiv. Fred war wirklich süß und vielversprechend – er entwickelt sich auch großartig und Sandras Charakter ist ebenfalls gut gelungen. Lange hab ich geschwankt, was ich von dem Buch halten soll, doch dann wurde es mir wirklich zu viel. Schade, die Geschichte hatte wirklich Potential, aber an meinem Geschmack voll vorbei. Die Nebencharaktere haben alles verdorben. Ein Satz mit X.

    Kommentieren0
    23
    Teilen
    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor 4 Jahren
    Das liebe Geld und die Liebe...

    Fred Eisenbogen ist Finanzbeamter und so korrekt, dass er laut seiner Ex-Freundin "Tipp-Ex pinkelt". Er kennt alle Vorschriften auswendig und liebt seinen Job, für mehr ist da kein Platz. Oder doch? Als er im Stuttgarter Spätpostamt Sandra Schläpple entdeckt, die mit ihrem dicken, schmutzigen Umschlag vor der geschlossenen Tür steht, passiert etwas in ihm.

     

    Er macht es möglich, dass der Umschlag noch am selben Tag abgestempelt wird, nichtsahnend, dass es Sandras Steuererklärung ist. Und schon hat er sich hoffnungslos verguckt. Dumm nur, dass für Sandra das Finanzamt sozusagen Satan persönlich ist und Fred den richtigen Zeitpunkt verpasst, ihr zu sagen, wo genau er arbeitet...

     

    Ich bin froh, dass ich hier die erste Durststrecke ausgehalten habe, denn ich empfand den ersten Teil das Buches als irgendwie "haschtig nognudelt" - für Nicht-Schwaben sozusagen lieblos runtergeschrieben. Denn wie schon Sandras Nachname andeutet, das Buch spielt im Süden der Republik. Und  nimmt natürlich diverse schwäbische Eigenheiten wie Genauigkeit und Prinzipientreue auf die Schippe.

     

    Der erste Teil ist wirklich ziemlich hastig erzählt, die kurzen Kapitel geben diesem atemlosen Stil zusätzlich Feuer - und das passt einfach nicht zur Geschichte. Erst als im zweiten Teil ein wenig Ruhe einkehrt, man so langsam einen roten Faden in der Geschichte erkennt und das etwas überdrehte Klischeefeuerwerk abgeebbt ist, läuft die nette Story zur Hochform auf. Die Charaktere werden "greifbarer", menschlicher, zum Teil sogar liebenswert. Das fehlte in der ersten Hälfte total.

     

    wie in jeder Verwechslungskomödie weiß der Leser eigentlich schon vorher, was passiert, und im Prinzip auch, wie die Geschichte ausgeht. Der Weg dahin ist aber dank des unsicheren Fred und der selbstbewussten Sandra wirklich oft zum Lachen und Schmunzeln, das Buch macht einfach Spaß und rettet sich durch den mehr als gelungenen zweiten Teil doch noch auf sehr gute vier Sterne!

    Kommentieren0
    22
    Teilen
    Klusis avatar
    Klusivor 5 Jahren
    Die gravierenden Unterschiede zwischen einer Steuer- und einer Liebeserklärung ;-)

    Fred Eisenbogen und Sandra Schläpple sind so grundverschieden wie Feuer und Wasser. Als sie sich das erste Mal begegnen, hat man den Eindruck, das kann nie zusammenpassen! Fred, der überkorrekte Steuerprüfer, Beamter mit Leib und Seele und im krassen Gegensatz dazu Sandra Schläpple, eine lebenslustige, unkonventionelle und ein wenig chaotische junge Frau. Aber irgendwie funkt es zwischen den beiden, und Fred kennt sich selbst nicht wieder. In seinem bisher so wohlgeordneten Beamtenleben geht es plötzlich drunter und drüber. Er tut Dinge, die bis vor kurzem für ihn gar nicht zur Debatte standen, und er gerät in Situationen, die nicht nur seinen glatten Beamtenscheitel und den frisch gebügelten Anzug durcheinander bringen. Auch Sandra entdeckt ganz neue Seiten an sich und überdenkt ihr bisheriges Leben.

    Mit viel Herz und Humor und äußerst erfrischend wird hier die Geschichte dieses ungleichen Paares erzählt. Klar, vieles ist ein wenig, manches sogar ziemlich stark übertrieben dargestellt, aber das haben Komödien nun mal so an sich. Während man Fred bei der Klärung dieses ganz besonderen Steuerfalls über die Schulter schaut, kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus.
    Ziel dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte ist in erster Linie, gut zu unterhalten, und das tut sie auf jeden Fall.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Jetztkochtsies avatar
    Jetztkochtsievor 5 Jahren
    Nö! Muß man nicht lesen..

    Das Buch erinnert mich ein wenig an "Das Glücksbüro" von Andreas Izquierdo, konnte mich dieses Buch damals begeistern, schafft es das hier leider überhaupt nicht. Die Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen, die Grundlage für alles ist die Steuererklärung von Sandra Schläpple, die dann von Fred geprüft werden soll, weil sie so abenteuerlich daher kommt. Keine Ahnung woher die Autorin ihr Steuerwissen bezieht, aber so funktioniert das definitiv nicht, auch die Geschehnisse in der Amtsstube muten recht klamaukig an, das mag der ein oder andere unterhaltsam finden, ich fühlte mich veralbert. Die Figuren sind alle samt zwar recht kreativ gezeichnet, dabei aber so extrem überzeichnet, daß es für mich sogar schon nicht mehr lustig war. Die Liebesgeschichte konnte mich jetzt auch nicht so recht überzeugen und wie gesagt, das ganze fußt auf der verfuschten Steuererklärung, die so verfuscht gar nicht sein kann, weil Sandras Vater schließlich selbst Finanzbeamter war und diese Erklärung aufgesetzt hat. Kopfschüttelnd turnte ich von Seite zu Seite, keineswegs gut unterhalten, noch nicht belustigt, eher gelangweilt und irritiert, wer so einen Quatsch verlegt.

    Das war leider aus meiner Sicht überhaupt nichts. Nein.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    IraWiras avatar
    IraWiravor 5 Jahren
    Locker und leicht, nett geschrieben

    Ein nettes kurzweiliges Buch zum Zwischendurchlesen, das mir durchaus gefallen hat, auch wenn es mich jetzt nicht unbedingt nachhaltig beeindruckt hat.

    Gut und flüssig geschrieben, mit ausgesprochen sympathischen und besonderen Charakteren, lässt sich das Buch locker und leicht lesen wie eine schöne Sommerlektüre.

    Als Fred Eisenbogen und Sandra Schläpple aufeinandertreffen, ahnen sie noch nicht, dass ihre Beziehung sich so turbulent und ungewöhnlich weiter entwickeln wird, wie sie angefangen hat. Ich meine, wieviele Leute lernen sich schon in so einer Weise auf dem Spätpostamt kennen, genauer auf und vor dem Spätpostamt, immerhin hat Sandra es ja noch nicht einmal pünktlich hinein geschafft, damit fing das ganze Dilemma ja an....
    Aber da sie es trotzdem geschafft hat, Fred kennenzulernen, ohne zu ahnen, dass er ausgerechnet Finanzbeamter ist, geht das Ganze seinen chaotischen und liebenswerten Lauf. Und als Fred dann noch von seinem Chef dazu verdonnert wird, bei Sandra eine Steuerprüfung zu machen, ...nun ja... das sollte man wohl lieber selber lesen!

    Eine nette Idee, sympathische Charaktere und ein flüssiger Schreibstil,  aber der Funke sprang dennoch nicht ganz über. Das Buch war durchaus amüsant und ich habe es gerne gelesen, weil ich Fred und Sandra auch einfach mochte, aber es ist nichts, was mich jetzt über die Seiten hinaus in irgendeiner Weise weiter beschäftigen wird. Als lockere Lektüre zum Wohlfühlen, ist es aber durchaus gut geeignet.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    lord-byrons avatar
    lord-byronvor 5 Jahren
    Herrlich schräge Charaktere

    Fred Eisenbogen ist Finanzbeamter. Und dieser Beruf passt perfekt zu ihm, denn er lebt sein ganzes Leben streng nach Regeln und Paragraphen. Doch dann lernt er auf der Spätpost die herrlich schräge Gärtnerin Sandra Schläpple kennen und verstößt das erste Mal in seinem Leben gegen eine Regel. Und er fühlt er sich gut dabei. Da er aber Angst hat Sandra könnte ihn für einen richtigen Langweiler halten, wenn er ihr sagt, dass er Finanzbeamter ist, belügt er sie und gibt sich als Archäologe aus. Und dann soll er ausgerechnet bei Sandra eine Steuerprüfung durchführen. Das führt zu allerlei irrwitziger Situationen und Fred wächst schließlich über sich selbst hinaus.

    Ich fand Buchtitel und Klappentext so herrlich skurril, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte und ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch lebt durch seine herrlich schrägen Protagonisten. Allen voran Fred Eisenbogen. Der Mann ist so herrlich verklemmt, wenn man dem ein Stück Kohle in den Hintern steckt, hat man nach einer Stunde einen Diamanten. Dazu ist er ein echter Paragraphenreiter, der sich immer nur hinter Regeln und Gesetzen versteckt, damit er nichts selbst entscheiden muss. Eben ein absolut korrekter Typ.

    Sandra Schläpple ist das genaue Gegenteil. Sie ist total chaotisch, verlegt einfach alles, verpasst Termine und lebt ganz für ihre kleine mobile Gärtnerei, die ihr so viel Freude macht. Sie lebt mir ihrem Freund und ihrem Hund Fiskus in der Einliegerwohnung ihrer Eltern.

    Ihr Vater Rolf Schläpple hat mich am Meisten zum Lachen gebracht. Er arbeitete früher selbst beim Finanzamt, bis er pensioniert wurde und hat die Paragraphen so gebeugt und gedehnt wie es nur ging. Immer zu Gunsten der Steuerzahler natürlich.Er liebt es Beamtenwitze zu erzählen und sammelt Rechnungen um sie dem Finanzamt unterzuschieben.

    Die Mutter Erika hat immer nur Angst was die Nachbarn von ihnen denken könnten und richtet ihr ganzes Leben danach aus. Lieber sitzt sie im eigenen Garten direkt neben dem Komposthaufen, als dass sie sich auf der schönen Terrasse von den Nachbarn beobachten lässt. Sie ist irgendwo in den 70er Jahren hängen geblieben und schrecklich spießig.

    Wenn diese unterschiedlichen Menschen aufeinander treffen, bleibt natürlich kein Auge trocken. Der Schreibstil ist wunderbar locker und liest sich schnell und einfach. Aber trotz allem gibt es auch ein wenig Romantik in der Geschichte. Genau so viel dass es nicht schnulzig wird. "Fräulein Schläpples fabelhafte Steuerklärung" ist das perfekte Buch für einen verregneten Nachmittag auf der Couch. Ich vergebe dafür 4 von 5 Punkten und kann es nur jedem empfehlen, der mal wieder schmunzeln möchte. Eine herrlich verrückte Geschichte.

    © Beate Senft

    Kommentare: 10
    31
    Teilen
    kubines avatar
    kubinevor 5 Jahren
    Fabelhaft ist anders

    Eigentlich wollte Fred Eisenbogen nur eine selbstgeschriebene Geburtstagskarte verschicken. Für viele ist das nichts aufregendes, für Fred die Herausforderung seines Lebens. Denn Fred ist Perfektionist und eigentlich sind vorgedruckte Karten für ihn genau das richtige. Aber in diesem Fall geht das nicht und so verbringt er verzweifelt Zeit auf dem Spätpostamt in Stuttgart. Als die Schalterbeamtin die Türen schließt und die letzten Kunden im Postamt abfertigt, trifft Fred auf Sandra Schläpple, die verzweifelt versucht, noch eine Sendung aufzugeben. Doch die Postbeamtin ist hartnäckig - Öffnungszeiten sind Öffnungszeiten und Sandra ist zu spät. Mittels eines Tricks gelingt es Fred, Sandra zu helfen. Dankbar bietet sie ihm an, ihn nach Hause zu fahren. Fred ist hin und weg. Doch etwas macht ihn stutzig - Sandra scheint nicht gerade gut auf das Finanzamt zu sprechen zu sein. Dabei ist Fred doch Finanzbeamter, aber das kann er ihr unmöglich sagen - oder? Als ihre Steuererklärung bei ihm ein paar Tage später auf dem Tisch landet und sein Vorgesetzter ihn mit dem Fall beauftragt, weiß Fred nicht, wie er damit umgehen soll. Denn während Fred sich immer mehr in Sandra verliebt, möchte sein Chef an der Familie Schläpple ein Exempel statuieren...

    Pingeliger Nerd trifft auf schusslige Chaotin - daraus hätte man was machen können. Zumal die Chaotin aus einer Familie von Steuerbeschönigern trifft, die mit allen Tricks arbeiten, um das Finanzamt auszutricksen. Und beim Finanzamt arbeitet jener Nerd, der auch noch die Steuererklärung der Chaotin prüfen soll. Statt seiner Arbeit gewissenhaft nachzugehen verliebt er sich aber. Daraus ergeben sich logischerweise schöne Komplikationen, die aber weitestgehend ignoriert werden.

    Stattdessen findet der Leser eine Liebesgeschichte, die eher flach ausfällt. Fred, nicht Manns genug seiner Angebeteten zu gestehen, das er fürs Finanzamt arbeitet, verstrickt sich in eine Lügengeschichte, aus der es immer schwerer wird, raus zu kommen. Sandra, hin und her gerissen zwischen ihrem Verlobten und den gemeinsamen Zukunftsplänen, und dem vermeintlichen "Archäologen" (Fred), der ihre Kindheitsträume war zu machen verspricht. Hin und wieder hat das ganze etwas von "er will - sie nicht" bzw. andersrum, Wüsste man nicht, das beide (beinahe) fest im Leben stehen, man könnte meinen, hier von einer Teenagerliebe zu lesen.

    Die Figuren bleiben weitestgehend etwas flach. Da das ganze sich eigentlich nur um Fred und Sandra dreht, hätte man manche Figuren auch weglassen können. Sie haben nicht wirklich etwas zu Story beigetragen, so wie z.b Gerry, Sandras Verlobter mit seiner Idolisierung seines Professors. Oder die übereifrige Praktikantin, die den Stein der Betriebsprüfung, vor der Fred sich drücken wollte, in Rollen bringt, aber ansonsten völlig überflüssig war. Den Grund, warum Freds Vorgestzeter so auf die Schläpples fixiert ist, lässt sich auch eher zwischen den Zeilen rauslesen. Gerade hier hätte eine Konfrontation etwas Spannung erzeugt.

    Von der "fabelhaften" Steuererklärung erfährt der Leser auch recht wenig. Vater Schläpple, der sich als eine Art Robin Hood sieht und dessen Lebensaufgabe es zu sein scheint, das Finanzamt wann immer möglich auszutricksen, hat die Steuererklärung erstellt. Das Leseprobe-Video der Autorin lässt da so einiges vermuten. Aber das ist auch schon so ziemlich die einzige lustige Stelle im Buch. Was genau in dieser Erklärung drin steht, bleibt geheim. Schade, denn hier hätte man sich doch super austoben können.

    Stattdessen wird versucht, mit Klischees zu spielen. Die Handlung ist im schwäbischen Landkreis Böblingen angesetzt, irgendwo muss sich das ganze ja abspielen. Aber hier hätte ein anderer Handlungsort oder eine gründlichere Recherche dem Roman gutgetan. Eine Fehde zwischen Sindelfingen und Böblingen? Davon ist heute kaum noch was zu merken. Neugierige Nachbarn, ein sich ständiges Übertrumpfen wollen und die Sorge um den guten Ruf? Gibt es anderswo auch. Ein "le" an Wörter zu hängen und hin und wieder mal das Wort "schaffen"(=arbeiten) einzubauen, reicht ebenfalls nicht aus, um dem schwäbischen gerecht zu werden. Zumal die Protagonisten sonst hochdeutsch reden, was ja auch nicht passt, denn "Schwaben können alles außer hochdeutsch". Als Sandra sich eine neue Wohnung sucht, sucht sie auch nur in den größeren Städten um Stuttgart. Kleinere Orte werden ignoriert, vielleicht weil man sich nur per Landkarte an den Handlungsorten orientierte?

    Schade, die Idee war gut, die Umsetzung aber mangelhaft. Daher gibt es von mir keine Leseempfehlung.

    Kommentare: 1
    37
    Teilen
    Ritjas avatar
    Ritjavor 5 Jahren
    Liebevolle Geschichte über wunderbare Klischees ;-)

    Schon der Klapptext hat mich zum Schmunzeln gebracht und so freute ich mich auf ein Buch voller schöner Klischees und dazu vielleicht noch eine hübsche Liebesgeschichte. Beide Wünsche hat die Autorin auch erfüllt. So packt sie ihren Finanzbeamten in ein starres Korsett und schnürrt ihn ein ziemlich haarsträubendes Steuerpaket, mit dem er sich nun durch die Geschichte kämpfen muss. Ganz oben drauf bekommt er Fräulein Schläpples und so beginnt für Fred Eisenbogen eine abenteuerliche Reise durch das ihm unbekannte Gefilde der Liebe. Fräulein Schläpples ist herrlich chaotisch und manchmal etwas tollpatschig. Obwohl hier Sandra Schläpples im Mittelpunkt stehen sollte, war für mich Papa Schläpples ein Highlight. Er treibt es besonders bunt mit seinen Spitzfindigkeiten und schafft so manche unangenehme und verwirrende Situation für Fred und Sandra, denn die Probleme entstehen aufgrund Papa Schläpples Vergangenheit. Auch Fred Eisenbogens Kollege auf dem Finanzamt hat erheblich zur Unterhaltung beigetragen.
    Jede Menge Klischees werden in diesem Buch verbraucht, Ironie und Augenzwinkern sind ebenfalls stark vertreten. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Jedoch hat das Buch auch manchmal an Tempo verloren und zog sich etwas. Aber insgesamt ist es eine schöne einfache Liebesgeschichte mit kleinen Verwirrungen, die Spaß macht und entspannt.

    Kommentieren0
    7
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Berlin_Verlags avatar
    Fred Eisenbogen ist so korrekt, dass er Tipp-Ex pinkelt. Doch dann sieht er Sandra Schläpple in Sommerkleid und Gummistiefeln und mit ihrer Steuererklärung im erdverschmierten Kuvert vor der geschlossenen Spätpost stehen. Für sie wagt er die erste Regelabweichung seines Lebens. Leider verpasst er dabei, ihr zu sagen, was er beruflich so macht. Aber wie denn auch! Kein Mann erzählt einer tollen Frau einfach so, dass er Finanzbeamter ist ...
    Als Sandra Schläpple ins Leben von Fred Eisenbogen stolpert, verdreht sie ihm so heftig den Kopf, dass er nicht mehr weiß, wo sein Beamtenscheitel sitzt: Sandra, die verträumte Gärtnerin, liebt Unkraut und Chaos und kommt aus einer Familie, die sonntags bei Kaffee und Kuchen immer neue Pläne schmiedet, das Finanzamt auszutricksen. Fred dagegen ist der beste Prüfer im Finanzamt Böblingen — er ist nur noch nicht dazu gekommen, es Sandra zu beichten. Doch dann landet ihre haarsträubende Steuererklärung zur strengen Prüfung ausgerechnet auf seinem Tisch. Und Fred erscheint es aussichtslos, jemals Sandras Herz zu gewinnen.


    Catrin Barnsteiner wird an der Leserunde teilnehmen.


    Leseprobe

    Wir verlosen 20 Exemplare von FRÄULEIN SCHLÄPPLES FABELHAFTE STEUERERKLÄRUNG unter allen Bewerbern, die folgende Frage der Autorin beantworten: 

    Ist die große Liebe möglich zwischen zwei Menschen, die auf den ersten (und zweiten und dritten ... ) Blick überhaupt nichts gemeinsam haben?
    Anteks avatar
    Letzter Beitrag von  Antekvor 5 Jahren
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks