Cay Rademacher Der Fälscher

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Inhaltsangabe zu „Der Fälscher“ von Cay Rademacher

Kommissar Staves dritter Fall Hamburg: Bei einem Routineeinsatz wird Oberinspektor Frank Stave niedergeschossen. Er kommt davon, aber wechselt von der Mordkommission zum Chefamt S, das den Schwarzmarkt bekämpft. Dort wird Stave gleich mit einem rätselhaften Fall konfrontiert: Trümmerfrauen haben in den Ruinen eines Kontorhauses Kunstwerke aus der Weimarer Zeit gefunden – gleich neben einer Leiche, deren Identität der Kollege von der Mordkommission offenbar gar nicht aufklären will. Kurz darauf vertraut ihm Lieutenant MacDonald ein weiteres Problem an: Auf dem Schwarzmarkt sind rätselhafte Geldscheine aufgetaucht, deren Existenz die geheimen Pläne der Alliierten stört. Der Oberinspektor entdeckt bald seltsame Parallelen zwischen den beiden Fällen. Als der Tag X gekommen ist – die Einführung einer neuen Währung, über die schon seit Wochen in der Stadt gemunkelt wird –, scheint Stave kurz vor der Lösung zu stehen. Doch die Wahrheit ist gefährlich, und nicht nur für ihn allein …

Ein guter historischer Roman, der authentisch wirkt und lesenswert ist.

— NiWa

Wer verteilt vor dem Tag X gefälschte Pfennig-Banknoten?

— Bellis-Perennis

Würdiger Schluss der Stave-Trilogie. Bravo Hr. Rademacher!

— BerniGunther

Auch der dritte Hamburger Kriminalroman ist einfach klasse gewesen!

— RalfHH

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Bruderlüge

Die Wendungen waren unvorhersehbar &spannend, es war auch toll geschrieben, aber es wirkte leider alles sehr konstruiert & unwahrscheinlich.

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  • Schwere Zeiten im Hamburg der Nachkriegszeit ...

    Der Fälscher

    engineerwife

    12. June 2017 um 14:16

    Alles in allem hat mir die Trilogie um Oberinspektor Frank Stave sehr gut gefallen. Mit viel Liebe zum Detail hat Cay Rademacher recherchiert und seine Recherchen in spannenden Kriminalfällen, die gleich nach dem zweiten Weltkrieg in Hamburg passierten, zu Papier gebracht. Leider fand ich diesen dritten und letzten Band der Reihe am schwächsten. Die Spannung, mit der ich die Fälle in den ersten beiden Bänden verfolgte, fehlte mir hier doch sehr. Mir erschien alles ein bisschen zusammenhanglos und die Aufklärung am Ende etwas konstruiert. Gefreut habe ich mich aber darüber, allen wichtigen Charakteren nochmal „begegnen“ zu dürfen. Zum einen Erna, seine ehemalige Sekretärin mit ihrem englischen Lieutenant, zum anderen seinen Sohn Karl und allen voran natürlich auch Anna. Ich habe mit Frank Stave im kältesten Winter gefroren, im heißesten Sommer geschwitzt, habe gedanklich mit ihm gehungert und bin sehr dankbar, dass mir diese harten Jahre erspart blieben.

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  • Oberinspektor Staves 3. Fall

    Der Fälscher

    NiWa

    13. May 2017 um 20:02

    Hamburg 1948. Die Nachkriegswehen erstrecken sich weiterhin über das Land. Die Menschen sind ausgezehrt, die braunen Flecken machen zu schaffen und der Schwarzmarkt ist oft die einzige Möglichkeit, um einigermaßen durch’s Leben zu kommen. Inmitten dieser Tristesse lässt sich Oberinspektor Stave von der Mordkommission ins Chefamt S versetzen, wo er ab sofort Schmuggelware im Visier hat. Allerdings haben Trümmerfrauen in einer Ruine nicht nur herrenlose Kunstwerke sondern auch eine Leiche entdeckt …Es handelt sich hierbei um den dritten Fall von Oberinspektor Frank Stave, der im gebeutelten Nachkriegsdeutschland seine Ermittlungen in Hamburg angeht. Weniger die kriminalistischen Züge sondern eher die eindrucksvolle Kulisse von Hamburg nach dem 2. Weltkrieg zeichnet nicht nur diesen Band, sondern die gesamte Reihe aus.Bei Staves 3. Fall geht es um Kunstwerke und eine Leiche, die in den Trümmern einer Brandruine gefunden werden. Gewissenhaft geht der erprobte Inspektor die Ermittlungen an, kümmert sich um kleinste Hinweise und Widersprüche, und trotzt manch rauem Wind, der ihm in den eigenen Reihen entgegen schlägt.Der Fall an sich ist sehr bescheiden angelegt und die Ermittlungen empfand ich als eingestreut, damit doch noch von einem Krimi die Rede sein kann.Eindrucksvoll erlebt man mit Frank Stave wie sich Deutschland langsam aus den Trümmern hebt. Bald soll neues Geld eingeführt werden, wodurch sich Hoffnung und Angst gleichermaßen ausbreiten. Die Menschen sind an Entbehrungen gewöhnt, wissen sich im Alltag dennoch zu helfen und holen trotzdem noch immer das Beste aus ihren Möglichkeiten, weil es irgendwie weitergehen muss.Ich mag den Blick, den Cay Rademacher dem Leser auf diese Zeit schenkt. Bei allen Teilen der Reihe hatte ich das Gefühl, aus erster Hand von diesen entbehrungsreichen Zeiten erzählt zu bekommen, von Zeitzeugen zu erfahren, wie sie sich aus den Trümmern ihrer Stadt, des Krieges und einer Gesellschaft erheben, dabei ängstlich und hoffnungsvoll zugleich einer ungewissen Zukunft entgegen blicken. Frank Stave ist ein außerordentlich sympathischer Charakter. Er ist ein ruhiger Mann, der sich auf seinen Beruf versteht, gleichzeitig mit seiner eigenen Rolle im Dritten Reich zu kämpfen hat und sich gerade deshalb hartnäckig an seine Ermittlungstätigkeit hält. Durch ihn erlebt man die Sorgen und Nöte dieser Zeit, hat den Geschmack von Ersatzkaffee im Mund, fragt sich, wie man an neue Schuhe kommen soll, oder spaziert quer durch die Stadt, weil es kein anderes Beförderungsmittel gibt.Gleichzeitig sind bei „Der Fälscher“ der Abschied vom Grauen und der Anfang einer neuen Ära absehbar. Man merkt, dass die Stadt langsam auf die Beine kommt und sich die Alliierten zurückziehen. Dabei wird auf gesellschaftliche Veränderungen und neue Sichtweisen eingegangen. Es zeigt, wie sich die Menschen letztendlich von Deutschland wie es war verabschieden und die Verbrechen verarbeiten, die sie begangen haben.Obwohl die ersten beiden Teile unabhängig voneinander gelesen werden können, sollte man bei diesem Band doch die Vorgänger kennen, weil man ansonsten die Entwicklungen zwischen den Figuren nicht ganz versteht.Ich habe „Der Fälscher“ als schwächsten Teil der Reihe empfunden, weil der Fall an sich eher beiläufig abgehandelt wird. Meiner Meinung nach handelt es sich dennoch um einen guten historischen Roman, der authentisch wirkt und lesenswert ist. Bisher erschienen:1) Der Trümmermörder2) Der Schieber3) Der Fälscher

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    • 10
  • Staves letzter Fall

    Der Fälscher

    PaulTemple

    19. January 2017 um 22:39

    Der finale Band der Krimireihe um um den Hamburger Kommissar Stave beleuchtet die Zeit der Währungsreform im Juni 1948. Durch eine Schussverletzung der Mordkommission überdrüssig, wechselt Stave ins vermeintlich ruhige Amt S, welches vornehmlich den Schwarzmarkt bekämpft. Als bei einem Kunstwerkfund in einer Bombenruine auch eine Leiche gefunden wird, beginnt Stave heimlich eigene Ermittlungen.Wieder einmal herrlich gelungen ist die atmosphärische Beschreibung der damals verängstigten und misstrauischen Hamburger. Wann kommt die neue Währung? Was ist sie wert? Und wird sie mich aus der Armut befreien? Diese zugespitzte Stimmung kann man als Leser sehr gut nachvollziehen. Leider ziemlich misslungen ist meiner Ansicht der Krimiaspekt des Romans. Der Fall entwickelt sich gähnend langsam und dümpelt mehr vor sich hin, als dass es konkrete Spannungsmomente oder Fortschritte gibt.So ergibt sich insgesamt ein etwas durchwachsenes Bild, dennoch für Historynerds empfehlenswert.

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  • Die Währungsreform in Hamburg

    Der Fälscher

    Pongokater

    31. December 2016 um 17:34

    Der letzte Fall für Oberinspektor Stave im Hamburg der Nachkriegszeit. Leider. Denn auch dieser letzte Teil der Stave-Trilogie zeichnet sich durch seine präzise und anschauliche Schilderung der historischen Alltagsumstände aus. Und auch, wenn Stave dieses Mal offiziell Wirtschaftsdelikte verfolgt, geht es doch um einen Mord und dessen Hintergründe in den Zeiten der NS-Herrschaft. Nebenbei wird noch klar gemacht, wie es gelang, dem Schwarzmarkt durch die neue Währung ein Ende zu machen.

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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    • 779

    Bellis-Perennis

    08. February 2016 um 07:25
  • Entartete Kunst, ein Toter und gefälschte Banknoten - Stave und MacDonald ermitteln wieder...

    Der Fälscher

    Bellis-Perennis

    Hamburg, Juni 1948. Oberinspektor Stave ist, nach einer für ihn beinahe tödlichen Schussverletzung, vom Morddezernat in die Abteilung „Chefamt S“ gewechselt. Dafür, dass er sich freiwillig zur Bekämpfung des Schwarzmarktes meldet, erntet er nur Häme und Kopfschütteln seiner Kollegen. Geht doch seit längerem das Gerücht, dass Deutschland eine neue Währung bekommt, die den Schwarzmarkt obsolet machen sollte. Codename „Tag X“ – alle fiebern diesem Tag entgegen. Die Dinge des täglichen Bedarfs werden nochmals teurer. Gleich am ersten Tag in der neuen Dienststelle ist er wieder mit seinem ehemaligen Kollegen Dönnecke konfrontiert. Dönnecke, ein echter Wendehals, der schon mehrere Regierungen kommen und gehen sah und jedes Mal auf die Butterseite fiel, hat das eine oder andere finstere Geheimnis. Der aktuelle Fall: Trümmerfrauen haben im Kontor Reimershof einen Toten und Skulpturen, die der „entarteten Kunst“ zuzurechnen sind, gefunden. Dönnecke kümmert nur oberflächlich um den Toten. Noch während Stave wegen der Kunstwerke recherchiert, tritt Lt. MacDonald wieder an ihn heran. Es seien gefälschte 5- und 10-Pfennig Banknoten aufgetaucht, die es offiziell gar nicht geben darf. Die Britische Militärregierung ist hochgradig nervös. Gemeinsam greifen die beiden wieder zu unkonventionellen Ermittlungsmethoden. Langsam kehrt auch in Staves Privatleben wieder Ruhe ein. Mit Sohn Karl führt er erste, behutsame Gespräche und Anna, ja auch hier tut sich was …. Stave und MacDonald ermitteln in alle Richtungen. Manche anfänglich heißt Spur erkaltet schnell und erweist sich schließlich als Sackgasse. Wird er herausfinden, wer der unbeachtete Tote war? Und, was es mit den Skulpturen auf sich hat? Wird das ungewöhnliche Ermittlerduo die Herkunft der gefälschten Banknoten aufklären können? Eine spannend gestaltete Story vor dem Hintergrund der Währungsreform. Der Krimi ist detailreich geschrieben. Der Autor hat sich außerordentliche Mühe mit den Recherchen gegeben. Aber das sind die Leser Cay Rademachers ja gewöhnt, zumal er auch Sachbuchautor ist. Ich finde den dritten Teil der Krimi-Reihe rund um Frank Stave und Lt. James MacDonald sehr gut gelungen und ansprechend. Die Trilogie wäre auch eine gute Ergänzung zum Geschichtsunterricht in unseren Schulen. Ganz unaufdringlich bringt uns Rademacher das Leben im Nachkriegsdeutschland näher. Ich wünsche mir eine Fortsetzung. Dass nämlich Dönnecke so gänzlich ungestraft wegkommt, gefällt mir gar nicht. Fazit: wieder fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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    • 2
  • Der Tag X

    Der Fälscher

    walli007

    28. March 2015 um 09:01

    Kurz vor einer Verhaftung wird Kommissar Frank Stave angeschossen. Wochenlang ringt er in der Eppendorfer Klinik mit dem Tod. Langsam wieder genesen steht sein Entschluss fest: Er wird das Morddezernat verlassen und zum Chefamt S wechseln, dass für den Schwarzmarkt zuständig ist.  Im Juni 1948 stellt er sich damit in den Augen der Kollegen auf das berufliche Abstellgleis. Die Gerüchte einer Währungsreform und dem Ende des Schwarzmarkts verdichten sich. Dennoch gibt es einen Fall für Stave, in einem zerbombten Haus haben einige Trümmerfrauen neben einem Toten auch ein paar Skulpturen gefunden, die vermutlich von den Nazi-Schergen als entartete Kunst eingestuft dort versteckt waren. In seinem dritten Fall ermittelt Kommissar Frank Stave in einem anderen Milieu und gerät von Jagdfieber gepackt doch wieder in eine Mordermittlung. Denn so scheint es der Ex-Kollege von der Mordkommission verschleppt eine Nachforschungen fast so als solle der Fall im Sande verlaufen. So etwas kann Stave einfach nicht geschehen lassen zumal zwischen den beiden Fällen eine Verbindung zu bestehen scheint. Gleichzeitig tauchen auf dem Schwarzmarkt gefälschte Geldscheine auf, was Staves Freund Lieutenant James MacDonald auf den Plan ruft. Dieser hat bereits seine Abkommandierung in der Tasche und es wird die vorerst letzte Zusammenarbeit der Beiden in Hamburg. Die Nachkriegszeit, die Zeit um die Währungsreform - in einen packenden Fall gekleidet schildert der Autor das Leben der Menschen in diesen Wendewochen. Verbrechen gibt es zu jeder Zeit, also auch in dieser des Aufbruchs. Und so wird Oberinspektor Stave nicht arbeitslos. Doch ist der Ruck, der mit der Ausgabe des neuen Geldes, durch die Menschen und auch durch die Wirtschaft ging, in den Zeilen deutlich zu spüren. Das karge Leben, die im geheimen gehorteten Waren, die plötzlich in den Schaufenstern lagen, das Staunen der Menschen, der Glaube an das gute Geld, die regulierende Wirkung von Angebot und Nachfrage. Doch auch die Naziverbrechen, die kaum geahndet werden, da kaum jemand seine Schuld anerkennt, die meisten sich als bloße Befehlsempfänger bezeichnen und ihnen bedauerlicherweise in den seltensten Fällen das Gegenteil bewiesen werden kann. Eintauchen kann man in diesen fesselnden Krimi, der packt und gleichzeitig gemahnt, nicht zu vergessen. Wie können Täter so leicht davonkommen, die Opfer sind für immer tot. Eine ausgesprochen gelungene Krimireihe für zeitgeschichtlich Interessierte, die  lebensechte Charaktere und intelligent konstruierte Fälle zu schätzen wissen. 4,5 Sterne

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  • Sehr unterhaltsam

    Der Fälscher

    minori

    24. March 2015 um 17:12

    Hamburg am Vorabend der Währungsreform: Oberinspektor Stave lässt sich nachdem er angeschossen wurde von der Mordkommission zum Chefamt S versetzten und ist von nun an mit der Bekämpfung des Schwarzmarktes beschäftigt. Gleich sein erster Fall hat es in sich: Neben einer männlichen Leiche wird von Trümmerfrauen ein sexpressionistische Kunstwerk gefunden. Niemand vermisst die Statue, niemand hat Interesse an der Identität des Toten. Stave bildet die Ausnahme und mischt sich in den Fall seines Kollegen von der Mordkommission ein, nebenbei muss er sich um Falschgeld kümmern. Cay Rademacher entführt den Leser in eine Zeit, die mir nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen bekannt ist. Der Autor schildert die Zeit im Nachkriegsdeutschland sehr unterhaltsam und spannend, nebenbei auch noch sehr lehrreich. Die Schilderungen sind sehr detailliert, sodass ich mich ein ums andere Mal in die Vergangenheit zurückversetzt fühlte. Egal ob Hunger, Entbehrung oder dann den Beginn des Wirtschaftswunders – ich erlebte alles hautnah mit. Der Kriminalfall ist auch spannend und in sich schlüssig, alle losen Enden werden miteinander verknüpft und aufgelöst. Also eine klare Leseempfehlung an alle, die gerne historische Krimis lesen und nebenbei noch etwas lernen wollen.

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  • Spannend und atmosphärisch fesselnd

    Der Fälscher

    CLM0808

    28. February 2015 um 16:28

    Cay Rademacher legt wieder einen wirklich beeindruckenden Roman vor, der im Nachkriegs-Hamburg spielt. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, weil es eine Zeit wieder erstehen lässt, die uns heute so weit weg erscheint. So lernt man ganz nebenbei unheimlich viel über die Jahre in den Trümmern, über die Entstehung der DM und wie sich unsere Eltern und/oder Großeltern damals über die Runden gebracht haben.

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  • Deutsche Geschichte spannend erzählt : Der Fälscher

    Der Fälscher

    Golondrina

    10. March 2014 um 19:53

    Cay Rademacher habe ich von zahlreichen spannenden Tatsachenberichten aus der GEO in guter Erinnerung und so habe ich mittlerweile alle seine bisher erschienenen Krimis um den Hamburger Hauptkommissar Frank Stave gelesen. In diesem bisher letzten Band verabschiedet sich der Kommissar aus der Mordkommission und wechselt zum Chefamt S, das den Schwarzmarkt bekämpfen soll. In den letzten Zügen, denn die Handlung spielt kurz vor dem Tag X, an dem die neue Währung in den westlichen Besatzungszonen eingeführt werden soll. Rademacher kann auch in diesem Buch die Atmosphäre der Nachkriegszeit bewegend und nachvollziehbar dem Leser vermitteln und ich hoffe, hoffe, dass Herr Stave einen weiteren Auftritt hinlegt.

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  • Brillanter historischer Krimi mit markanten Figuren

    Der Fälscher

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. January 2014 um 11:18

    Schon der erste Band der Hamburg-Krimireihe von Cay Rademacher hat meine Begeisterung für Oberinspektor Frank Stave und seine Geschichte entfacht. Das Besondere dieses dritten Bandes ist nun, dass der Protagonist wieder Kontakt zu sich selbst findet und die schwelenden privaten Konflikte lösen kann. Das ist zum einen die Beziehung zu seinem Sohn Karl, der in Band zwei aus Russland zurückgekommen ist, zum anderen die zu Anna von Veckinhausen, in die er sich bereits in Band eins verliebt hat. Auslöser der Wandlung ist eine schwere Verletzung, die Stave zu Beginn des dritten Bandes widerfährt und die ihn dazu bringt, sein bisheriges Leben zu überdenken. So wird aus einem kühlen, rationalen Kriminaler ein Mann mit Gefühlen, der sogar Gnade vor Recht ergehen lassen kann. Eigentlich ist die Entwicklung die einzig logische, wenn die Figur nicht an ihrem Schicksal zerbrechen soll. Sprache, Stil, Dramaturgie, Personenzeichnung und das historische Setting haben mich auch in diesem dritten Band voll und ganz überzeugt. Das ist anschaulicher Geschichtsunterricht, der die Zeit um die Währungsreform von 1948 lebendig werden lässt. Mein Fazit: brillanter historischer Krimi mit markanten Figuren. Absolut lesenwert!

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  • Macht die Nachkriegszeit lebendig

    Der Fälscher

    Gospelsinger

    29. October 2013 um 01:20

    Hamburg 1948. Nachdem er im Dienst angeschossen wurde, bringt Oberinspektor Frank Stave es nicht mehr über sich, in der Mordkommission zu arbeiten, zumal er seinen Kollegen Dönnecke nicht mehr ertragen kann. Dass Stave ausgerechnet in das Chefamt S wechseln will, das den Schwarzmarkt bekämpft, wird belächelt. Denn die Gerüchte über die Einführung einer neuen Währung, die den Schwarzmarkt augenblicklich obsolet machen würde, werden immer stärker. Aber Stave denkt schon weiter, er ist sich sicher, dass es immer Wirtschaftskriminalität geben wird, auch mit der neuen Währung. Und dann sitzt er genau an der richtigen Stelle. Kurz nach seinem Wechsel ins Chefamt S hat Stave seinen ersten Fall. Trümmerfrauen haben in den Trümmern eines Kontorhauses Kunstwerke und eine Leiche gefunden. Letzteres bedeutet, dass Stave leider doch wieder mit Dönnecke zusammenarbeiten muss. Und auch sein Freund Lieutenant MacDonald hat einen Fall für Stave: Auf dem Schwarzmarkt sind mysteriöse Geldscheine aufgetaucht. MacDonald befürchtet, dass durch diese Fälschungen das Vertrauen in die neue Währung gefährdet wird. Es gibt Hinweise, dass die beiden Fälle zusammenhängen, und für Stave werden die Ermittlungen brandgefährlich. Dabei sieht sein Privatleben auch nicht gerade rosig aus. Auch der dritte Band dieser Reihe hat mich wieder begeistert. Erneut ist die damalige Zeit so lebendig eingefangen, dass man eine Ahnung davon bekommt, wie schwierig damals der Alltag zu meistern war. Wohnraum? Irgendein Plätzchen in den Ruinen. Fließendes Wasser? Glückssache. Heizung? Fehlanzeige. Öffentlicher Nahverkehr? Kaum vorhanden. Lebensmittel? Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Kleidung? Völlig überteuert auf dem Schwarzmarkt. Medikamente? Nur auf dem Schwarzmarkt, und dann meistens gefährliche Fälschungen. Die Vorgänge um die Einführung der neuen Währung sind ebenso detailgetreu beschrieben wie die Art und Weise, wie alte Nazis in der neuen Gesellschaft wieder an die Spitze geraten. Erneut wird eine ungewöhnliche Geschichte kompetent und spannend erzählt, und der Protagonist ist mir mit seinem ethischen Handeln noch mehr ans Herz gewachsen. Auch das Nachwort, in dem noch genauer auf die Hintergründe eingegangen wird, ist interessant. Ich hoffe sehr, dass diese Reihe nicht als Trilogie gedacht war, denn ich würde gern noch weitere Bände lesen.

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  • Fälscher 1948

    Der Fälscher

    fwieflorian

    27. October 2013 um 22:32

    Ein Kriminalbeamter, ein ganz gewöhnlicher, kein Held oder Supermann, bearbeitet ein paar kleinere Fälle in Hamburg. Er ist nach einer Schussverletzung noch nicht wieder voll auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit, aber zäh und unbeugsam. Eigentlich nicht der Stoff für einen Thriller. Dennoch ist das Buch ‚Der Fälscher‘ von Cay Rademacher ein ganz außergewöhnlicher Kriminalroman. Neben allem anderen ein Dokument der Zeitgeschichte. Rademacher beschreibt das Leben der Menschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Hamburg. Allein die Schilderung der Umgebung, in der die Menschen hausen und ums Überleben kämpfen, ist großartig. Wer alt genug ist, die Trümmerwüsten, in die so viele deutsche Städte verwandelt wurden, noch gesehen zu haben, muss fasziniert sein von dem, was er beschreibt. Die Ruinen, die durch Schuttberge verengten Straßen, die Löcher, in denen die Leute hausten, der Schwarzmarkt und die Schwierigkeiten, satt zu werden, all das schildert er glaubhaft und – ich weiß das aus eigener Erfahrung – authentisch. Auch die Fälle die das eigentliche Thema des Buches sind, konnten nur in dieser Zeit und in dieser Umgebung spielen. Ein kleiner Geldfälscher, der eigentlich keiner ist, sondern ein Dieb, der unmittelbar vor der Währungsreform ein paar Geldscheine zu 5 und 10 Pfennigen klaut und versucht, sie auf dem Schwarzmarkt zu ‚verschanzen‘, ein guter und hilfsbereiter Bankier, der einen Toten auf dem Gewissen hat und ein Kriminalinspektor, der eine ganz üble Nazivergangenheit in Vergessenheit geraten lassen möchte. Dazu ein Besatzungssoldat, ein englicher Leutnant, dem es Spaß macht, einem deutschen ‚Krimsche‘ zu helfen. All das in einer geschliffenen Sprache erzählt, ergibt einen Roman, den man jedem nur empfehlen kann. Den Alten, weil sie damit ihre Erinnerungen beleben und den Jungen, weil sie ohne Pathos und ohne Jammern von einer Zeit erfahren, die sie sich nur schwer vorstellen können, weil sie schon zur Vergangenheit geworden ist.  

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  • Schwarzmarkt und Währungsreform

    Der Fälscher

    allegra

    18. October 2013 um 13:42

    Inhalt  Oberinspektor Frank Stave von der Kriminalpolizei Hamburg liegt nach einem Arbeitsunfall im Krankenhaus und denkt über sein Leben und seine Situation bei der Kriminalpolizei nach. Da er schon in einem vergangenen Fall viel mit Schmuggel und Handel auf dem Schwarzmarkt zu tun hatte, beschließt er, sich auf das Chefamt S. (für Schwarzhandel) versetzen zu lassen.  Wir sind in diesem Band im Jahr 1948 kurz vor dem Tag X, an dem die neue Währung ausgegeben wird, auf der so große Hoffnungen liegen. Der Schwarzmarkt boomt, das Angebot in den Geschäften wird immer knapper. Eines Tages tauchen seltsame Pfennig Scheine auf. Stave ermittelt im Geldfälschermilieu. In einem anderen Fall finden Trümmerfrauen in der Ruine eines Handelkontors Reste von Skulpturen. Bald wird klar, dass es sich um entartete Kunst handelt, die von Hitlers Schergen zerstört oder auf eigene Rechnung ins Ausland verkauft wurde. Wenig davon wurde erfolgreich versteckt und ist erhalten geblieben. Da kommt Staves Freundin Anna zum Zuge, die in den Trümmern nach alten Bildern, Schmuck und anderen Wertsachen stöbert, um diese zu restaurieren und dadurch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie waren früher ein Liebespaar, haben sich dann aber getrennt, weil ihre unausgesprochene Vergangenheit zwischen ihnen stand.  Staves neuzehnjähriger Sohn Karl, der im letzen Band aus einem russischen Gefangenenlager in Sibirien frei gekommen ist, lebt in einem Schrebergartenhäuschen, wo der den Garten für einen Freund bewacht und Tabak für den Verkauf kultiviert. Er pflegt ein recht freundschaftliches Verhältnis zu seinem Vater, beide haben aber noch immer Mühe damit, Worte für einander zu finden.   Meine Meinung  Dieser dritte Teil schließt in der Geschichte um Polizeioberinspektor Stave praktisch nahtlos an den zweiten Teil an, erzählt aber eine in sich geschlossene Handlung, so dass das Buch auch isoliert gelesen und verstanden werden kann. Da die Qualität der Stave-Krimis aber sehr stark geprägt sind durch die innere wie äußere Entwicklung von Stave und den anderen Hauptfiguren, empfehle ich die Lektüre in der vorgesehenen Reihenfolge.  Man merkt, dass Cay Rademacher die Jahre 1945 bis 1948 in Hamburg sehr ausführlich recherchiert hat. Zwischen den Zeilen spürt man viele Gespräche mit Zeitzeugen und stundenlanges Studium von historischem Quellenmaterial durchblitzen. So ist der Krimi nicht nur von den menschlichen Entwicklungen und der spannenden Aufklärung der Kriminalfälle ein Gewinn sondern ist auch historisch wirklich gehaltvoll.  Während im letzten Band vor allem die Situation von Kindern im Nachkriegsdeutschland beleuchtet wurde, steht diesmal die wirtschaftliche Entwicklung, die Währungsreform und der Kunsthandel im dritten Reich und nach dem Krieg im Mittelpunkt. Die Lösung zweier miteinander verschlungener Kriminalfälle wird spannend und gut nachvollziehbar dargestellt. Man gewinnt eine gute Vorstellung vom entbehrungsreichen Leben unter der Besatzung der Alliierten. Obwohl das Leben nach wie vor sehr schwierig ist, stößt man immer häufiger auf einen Funken Hoffnung. Die heilende Wirkung der Normalität wirkt sich auf die überlebenden Menschen aus, was mich auch als Leser zuversichtlich und tröstend gestimmt hat. Für mich sind die Stave-Krimis Trümmerliteratur vom Feinsten.    

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  • Inspektor Stave ermittelt wieder …

    Der Fälscher

    odenwaldcollies

    10. October 2013 um 13:55

    Hamburg 1948: Oberinspektor Stave wird bei einem Einsatz schwer verletzt. Nach seiner Genesung läßt er sich von der Mordkommission zum Chefamt S, der Abteilung zur Bekämpfung des Schwarzmarktes, versetzen. Sein erster Fall ist der Fund von Kunstgegenständen in einem ehemaligen Kontorhaus, das bereits in den Kriegsjahren abgebrannt ist – neben den Kunstgegenständen findet sich ein Skelett, um das sich jedoch der ungeliebte Kollege Dönnecke von der Mordkommission kümmert. Da dieser jedoch seine Ermittlungen ziemlich schlampig durchführt, erwacht Staves Jagdfieber und er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Der dritte Band um Oberinspektor Stave ist ein würdiger Nachfolger für die Bücher „Der Trümmermörder“ und „Der Schieber“. Wieder schafft es der Autor mühelos, einen spannenden Kriminalfall mit den historischen Fakten von 1948 zu verflechten. Zeitlich ist die Handlung diesmal um den Juni 1948 eingebettet, in dem die Deutsche Mark eingeführt wurde. Der Leser bekommt hautnah die Hoffnungen und Zweifel der Menschen mit, die mit der Währungreform und dem neuen Geld einhergehen. Die Kunstgegenstände und das Skelett, das im Reimershof gefunden werden, führen Stave zurück in die Zeit des Nazi-Regimes; dabei wird er mit der Tatsache konfrontiert, daß sich ehemalige Mitläufer immer mehr als Opfer des Regimes darstellen, um auch weiterhin ein bequemes Leben führen zu können. Außerdem wird auch die Thematik von untergetauchten Nazigrößen in Südamerika angesprochen. Unterstützt wird er wieder von James MacDonald, dem britischen Offizier und Staatsanwalt Ehrlich. Sehr gut gefallen hat mir, daß der Leser in diesem Band die Vergangenheit von Anna von Veckinhausen, Staves Freundin, erfährt. Auch in der Beziehung zu seinem Sohn Karl gibt es neue Entwicklungen. Die Auflösung des Falles ist spannend und berührend – und ohne etwas verraten zu wollen, finde ich, daß Stave zum Schluß eine richtige Entscheidung getroffen hat. Ich hoffe, daß es in Zukunft noch weitere Bücher um Frank Stave geben wird, da mir die ausgewogene Mischung aus Krimi und Historie sehr gut gefällt.

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