Tödliche Camargue

von Cay Rademacher 
4,0 Sterne bei55 Bewertungen
Tödliche Camargue
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Positiv (44):
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Capitaine Roger Blanc ermittelt in seinem 2. Fall in der Provence!

Kritisch (2):
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Leider nichts für mich..

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Inhaltsangabe zu "Tödliche Camargue"

Dunkle Geheimnisse in der Camargue - Capitaine Roger Blancs zweiter Fall

August, die Luft über der Provence flirrt in drückender Hitze. Capitaine Roger Blanc und sein Kollege Marius Tonon werden in die Camargue gerufen: Ein schwarzer Kampfstier ist ausgebrochen und hat einen Fahrradfahrer mit den Hörnern aufgespießt. Ein bizarrer Unfall, so sieht es zunächst aus. Bis Blanc ein Indiz dafür entdeckt, dass jemand das Gatter absichtlich geöffnet hat.
Der Tote ist Albert Cohen, Reporter eines Politmagazins, Modeintellektueller aus Paris und Fernsehberühmtheit. Er war in der Camargue, um einen großen Artikel über Vincent van Gogh zu schreiben. Doch was kann das mit dem Anschlag zu tun haben? Während ein fröhlicher Bautrupp das alte Dach von seiner halb verfallenen Ölmühle abträgt, aber kein neues eindeckt, stößt Blanc bei seinen Ermittlungen auf Cohens unvollendete Reportage, die gar nicht so harmlos ist, wie sie zunächst aussieht – und auf eine alte Geschichte, die jeder, aber auch wirklich jeder vergessen will. Mit seinem zweiten Fall kommt Blanc seiner neuen Heimat ein Stück näher. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch.

Mord in der Provence - Capitaine Roger Blanc ermittelt:

Band 1: Mörderischer Mistral
Band 2: Tödliche Camargue
Band 3: Brennender Midi
Band 4: Gefährliche Côte Bleue
Band 5: Dunkles Arles

Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832163624
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:30.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Mary2s avatar
    Mary2vor 5 Monaten
    Kunstraub und Kampfstier vor phantastischer sommerlicher Kulisse

    Hier liegt der zweite Band der Provence-Krimireihe aus der Feder von Cay Rademacher vor.

    Protagonisten sind Capitaine Roger Blanc – strafversetzt aus Paris in den Süden – sowie seine Kollegen Marius Tonon und Fabienne Souillard. Außerdem spielen die Landschaft, regionale Besonderheiten und die Menschen der Provence eine wichtige Rolle.

     

    Der Kriminalfall, der am Anfang noch wie ein Unfall aussieht, ist bizarr: Ein Fahrradfahrer wird auf einer Landstraße von einem freigelassenen Kampfstier auf die Hörner genommen und tödlich verletzt. Das Opfer ist ein prominenter Journalist aus Paris – war es ein gezielter Anschlag auf sein Leben und gibt es hier einen beruflichen Hintergrund für seinen Tod?

     

    Im sommerlich heißen Midi ermittelt Capitaine Blanc in alle Richtungen und verbeißt sich regelrecht in seine Theorien. Kollegen und Vorgesetzte muss er von seinem Vorhaben erst überzeugen.

     

    Mit Blanc fährt der Leser durch die Camargue, besichtigt bekannte Städte und Kulturdenkmäler der Region und lernt die Geschichte des Malers Vincent van Gogh neu kennen. Zu dem tödlichen Vorkommnis mit einem Kampfstier entwickelt sich eine Story um einen lange zurückliegenden Kunstraub.

     

    Mich überzeugt hier vor allem die gelungene Darstellung der Region. Beim Lesern gelingt es mühelos, sich in die Provence zu versetzen. Ich höre und rieche gewissermaßen den Midi. Dass der Autor sich auskennt, ist offensichtlich.

     

    Die Polizisten sind allesamt ganz menschliche Charaktere mit ihren eigenen Stärken und noch größeren Schwächen. Das Privatleben der Beteiligten kommt ebenfalls nicht zu kurz. Die Ausbreitung dieser Geschichten führt zu einem recht ruhigen Erzähltempo.

     

    Mir hat das gefallen, auch wenn die Aufklärung der Geschichte zwischenzeitlich kaum vorankommt. Fast bis zum Schluss bleibt es dann aber spannend. Die Auflösung ist jedoch nicht auf ganzer Linie befriedigend.

    Da der Autor die (Kunst-)Geschichte nicht neu erfunden hat (was lobenswert ist), können nicht alle losen Fäden zusammengeführt werden.

     

    Sprachlich rundum gelungen ist dieser Regionalkrimi und hervorragend für einen literarischen Kurzurlaub geeignet.

    Ich empfehle ihn allen Liebhabern der Provence und allen Freunden des Regionalkrimis.

    Es wird für mich nicht das letzte Buch des Autors gewesen sein, ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe und vergebe hier 4 Sterne für eine unterhaltsames Lesevergnügen.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Kampfstier tötet Journalist - Teil 2 für Capitaine Blanc
    Kampfstier tötet Journalist - Teil 2 für Capitaine Blanc

    (Inhalt, übernommen)
    Dunkle Geheimnisse in der Camargue - Capitaine Roger Blancs zweiter Fall

    August, die Luft über der Provence flirrt in drückender Hitze. Capitaine Roger Blanc und sein Kollege Marius Tonon werden in die Camargue gerufen: Ein schwarzer Kampfstier ist ausgebrochen und hat einen Fahrradfahrer mit den Hörnern aufgespießt. Ein bizarrer Unfall, so sieht es zunächst aus. Bis Blanc ein Indiz dafür entdeckt, dass jemand das Gatter absichtlich geöffnet hat.
    Der Tote ist Albert Cohen, Reporter eines Politmagazins, Modeintellektueller aus Paris und Fernsehberühmtheit. Er war in der Camargue, um einen großen Artikel über Vincent van Gogh zu schreiben. Doch was kann das mit dem Anschlag zu tun haben? Während ein fröhlicher Bautrupp das alte Dach von seiner halb verfallenen Ölmühle abträgt, aber kein neues eindeckt, stößt Blanc bei seinen Ermittlungen auf Cohens unvollendete Reportage, die gar nicht so harmlos ist, wie sie zunächst aussieht – und auf eine alte Geschichte, die jeder, aber auch wirklich jeder vergessen will. Mit seinem zweiten Fall kommt Blanc seiner neuen Heimat ein Stück näher. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch.

    Über den Autor:
    Cay Rademacher wurde 1965 in Flensburg geboren und studierte in Köln und Washington D.C. Anglo-Amerikanischer Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie.
    Neben seiner Tätigkeit als Autor, arbeitet er außerdem als freier Journalist. Er veröffentlichte Artikel unter anderem in Der Zeit und im SZ-Magazin, bei der Zeitschrift GEO arbeitet er seit 1999 als fester Redakteur.
    Neben Sachbüchern schreibt er außerdem Romane, die oftmals auf einem historischen Hintergrund basieren.
    "Mord im Praetorium" ist ein historischer Köln-Krimi, der die Stadt, in der er studiert hat, in neuem Licht erscheinen lässt.
    Mittlerweile lebt der Autor mit seiner Familie in der Provence, die auch Schauplatz für seine Provence-Krimireihe geworden ist.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an LB für diesen Buchgewinn, der etwas länger brauchte, um rezensiert zu werden. Dies ist Teil 2 eines Provence-Krimis.

    Der Journalist Albert Cohen wird in der Provence auf einer Landstrasse von einem Kampfstier getötet.
    Ist es ein Unfall oder steckt mehr dahinter?
    Capitaine Roger Blanc und sein Kollege Marius Tonson sind mit dem Fall beschäftigt, während Tonson einen Unfall vermutet, entdeckt Blanc ein Indiz...

    Die Ermittlungen und Beweise gestalten sich als schwierig.
    Bis zum Schluss weiss der Leser nicht, was da genau passiert ist, so dass das Ende als Überraschung bleibt.
    Eine spannender Krimi deshalb, weil immer wieder neue Spuren sich auftun.
    Auch über Land und Leute konnte der Leser viel erfahren, ebenso über die Charaktere der Protagonisten, die man kannte.

    Ich habe den Provence-Krimi Teil 2 wirklich mit Begeisterung gelesen, überzeugt Euch selbst!

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    Equidas avatar
    Equidavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider etwas enttäuschend spannungsarm
    Etwas enttäuschend

                                                      
    Das Buch "Tödliche Camargue " von Cay  Rademacher erschien 2015 im Dumont Verlag und ist der zweite Band um Capitaine Roger Blanc.
    In diesem Buch untersucht Roger Blanc den etwas skurillen Mord an einem Journalisten. Bei dem Toten handelt es sich um Albert Cohen einem Politik-Journalisten mit Drogenvergangenheit,der während einer Fahrradtour durch die Camargue von einem Kampfstier attakiert und aufgeschlitzt wurde.Obwohl alles nach einem tragischen Unfall aussieht wittert Blanc einen Mord und beginnt zu ermitteln.
    Dieses Buch hat mich leider etwas enttäuscht.Die Story dümpelt so vor sich hin und es wollte sich bei mir keine rechte Spannungeinstellen.Blanc , Tonon und Fabienne kämpfen wieder gegen Windmühlen und die Obrigkeit.Auch Blanc's unglückselige Affäre mit Aveline nimmt weiter ihren Lauf.Das Buch liest sich zwar sehr flüssig und die detaillierten Beschreibungen des Autors haben sofort mein Fernweh geweckt,aber von einem guten Krimi erwarte ich dann doch etwas mehr.Nichts desto trotz war es eine kurzweilige Sommerabendlektüre,die 3 Sterne von mir bekommt.

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    andheus avatar
    andheuvor einem Jahr
    Kurzmeinung: https://andheu.com/2017/06/02/toedliche-camargue/
    Tödliche Camargue

    https://andheu.com/2017/06/02/toedliche-camargue/

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    Ayleen256s avatar
    Ayleen256vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schwacher Fall, aber eine schöne Provence und eine gute Fortsetzung von Blancs Privatleben
    Schwacher Fall, aber eine schöne Provence und eine gute Fortsetzung von Blancs Privatleben

    In seinem zweiten Fall wird  Roger Blanc mit einem etwas kuriosen Fall betreut: In der heißen Provence wird ein Fahrradfahrer von einem Kampfstier mit den Hörnern aufgespießt. Was die Allgemeinheit als bizarren Unfall abtut, ergibt für Blanc ein Mordfall, als er ein Indiz dafür findet, dass das Gatter absichtlich geöffnet wurde. Ist der Tote - ein Reporter eines Politmagazines, für welches er gerade eine umfangreichen Artikel über Vincent van Gogh schrieb - ein Zufallsopfer oder handelt es sich um einen konkreten Anschlag? Blancs Suche führt ihn zur der unvollendeten Reportage des Getöteten, die sich nicht als so harmlos erweist, wie anfangs angenommen. Währenddessen muss sich Blanc mit seinem Haus abmühen, dessen Dach von einem Bautrupp entfernt wurde. Und auch das Eingliedern in die neue Heimat kann sich  schwieriger als ein Mordfall erweisen...

    "Tödliche Camargue" ist der zweite Band der Roger Blanc Reihe. Im Vergleich zum ersten Teil fand ich diesen etwas langatmig, da im gesamten Mittelteil die Handlung recht stagnierend ist. Zumal auch das zentrale Thema des Kunstdiebstahls und Stierkampfes mich eher wenig bis gar nicht interessierte. Die Beschreibung der Provence ist hingegen sehr gelungen. Die Weiterführung von Blancs Privatleben war sehr stimmig und die Nebencharaktere, wie sein fauler Kollege Marius Tolon, der eher dem Wein hingegeben ist, oder seine Kollegen Fabienne Souilliard, die neben Technik noch einen Faible für ihre Zukünftige hat,  werden noch präsenter.

    Cay Rademacher widmet sich wirklich liebevoll den einzelnen Figuren und zeichnet ein gründliches Bild von ihnen. Es ist wie ein kleiner Abstecher nach Frankreich, fast kann man die flirrende Wärme über dem Asphalt sehen. Die Renovierung von Blancs Hütte strapazieren seine Nerven währenddessen ungemein, was Blanc aber sehr sympathisch macht. Seine Affäre mit der Frau des Mannes, der ihn einst in die Provence verfrachtete, ist fragwürdig, bringt aber genug Spannungspotential.

    Ein eher schwacher Fall, ansonsten eine gelungene Weiterführung von Blancs Versuch, sich in der neuen Heimat einzufinden. Ich vergebe nur 3 Sterne, weil mich das Geschehen größtenteils nicht fesseln konnte, bin aber trotzdem auf den dritten Teil gespannt.

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    Anni84s avatar
    Anni84vor 2 Jahren
    Spannend

    Also beim zweite Buch von Herrn Rademacher habe ich schneller reingefunden. Es war spannend und rätselhaft :-) Das Ende hat mich dennoch überrascht. Das schreit nach einer Fortsetzung :-)

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    SophieNdms avatar
    SophieNdmvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mittelmäßiger Krimi, war ganz nett aber gibt bessere.
    Tödliche Camargue von Cay Rademacher

    Inhalt:

    Dunkle Geheimnisse in der Camargue - Capitaine Roger Blancs zweiter Fall

    August, die Luft über der Provence flirrt in drückender Hitze.
     
    Capitaine Roger Blanc und sein Kollege Marius Tonon werden in die Camargue gerufen: Ein schwarzer Kampfstier ist ausgebrochen und hat einen Fahrradfahrer mit den Hörnern aufgespießt. 
    Ein bizarrer Unfall, so sieht es zunächst aus. 
    Bis Blanc ein Indiz dafür entdeckt, dass jemand das Gatter absichtlich geöffnet hat.

    Der Tote ist Albert Cohen, Reporter eines Politmagazins, Modeintellektueller aus Paris und Fernsehberühmtheit. 
    Er war in der Camargue, um einen großen Artikel über Vincent van Gogh zu schreiben. Doch was kann das mit dem Anschlag zu tun haben? 
    Während ein fröhlicher Bautrupp das alte Dach von seiner halb verfallenen Ölmühle abträgt, aber kein neues eindeckt, stößt Blanc bei seinen Ermittlungen auf Cohens unvollendete Reportage, die gar nicht so harmlos ist, wie sie zunächst aussieht – und auf eine alte Geschichte, die jeder, aber auch wirklich jeder vergessen will. 

    Mit seinem zweiten Fall kommt Blanc seiner neuen Heimat ein Stück näher. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch.

    Meine Meinung:
    "Tödliche Casmargue" ist nach "Mörderischer Mistral" der zweite Band in der Reihe um Roger Blanc. Meiner Meinung nach muss man aber das erste Buch nicht gelesen haben um der Geschichte im zweiten Teil folgen zu können.
    Beide Fälle sind in sich abgeschlossen und es gibt auch einige Rückblicke.

    Wie auch schon "Mörderischer Mistral" war dieses Buch leider etwas langatmig, obwohl es nur knapp 300 Seiten hat.

    Die Beschreibung der Provence bzw. der Camargue ist wie auch im ersten Band sehr gut gelungen. 
    Man fühlt sich beim Lesen absolut in diese wunderschöne französische Landschaft hineinversetzt.

    Roger Blanc und sein Kollege Marius empfand ich hier wieder als sehr liebevoll und sympathisch gestaltet. Ihre Konversationen sind meist sehr lustig und Marius Alkoholeskapaden haben mich auch des öfteren zum Schmunzeln gebracht.

    Auch Blancs gejammere über seine Exfrau ist hier deutlich erträglicher und weniger geworden als in Teil eins. Dennoch stört mich seine plötzlich so innige Beziehung zu Aveline etwas aber das ist sicher Geschmackssache.

    Den Fall an sich fand ich eher weniger Interessant. Stierkämpfe und Kunstdiebstahl zählen einfach nicht zu den Dingen die ich spannend finde.

    Es kommt erst gegen Ende ein wenig Spannung auf aber eigentlich ist die ganze Zeit schon klar, wer der Mörder war.

    Fazit:
    Alles in allem ein ganz netter Krimi für zwischendurch, der zwar tolle Umschreibungen der Provence aber dafür eher weniger Spannung zu bieten hat.
    Band 3 werde ich wohl eher nicht lesen.

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    walli007s avatar
    walli007vor 2 Jahren
    Wilder Stier

    Der Sommer ist heiß in der Camargue. Viele sind im Urlaub, Capitaine Roger Blanc schiebt Dienst auf der Wache. Da er eh nichts Besseres zu tun hat, macht er das nicht ganz ungern. Als er dann zu einem Unfall gerufen wird, bei dem ein wilder Stier beteiligt gewesen sein soll, vermutet er keinen besonderen Einsatz. In der Einöde der Camargue angekommen stellt sich der Unfall doch etwas seltsam dar. Offenbar war das Tier ausgebrochen und hat einem zufällig vorbeifahrenden Radfahrer den Bauch aufgeschlitzt. Allerdings wirkt der Verschluss des Gatters unbeschädigt und ein Zeuge sagt aus, ein weißes Auto sei davon gebraust. Bei genauerer Betrachtung der Leiche, erkennt Blanc den Toten. Es handelt sich um einen bekannten Reporter.


    Verglichen mit dem furiosen Beginn gestalten sich die Ermittlungen in diesem zweiten Fall des Capitaine Roger Blanc relativ ruhig. Doch beharrlich und kontinuierlich verfolgen Blanc und seine Kollegen Tonon und Souillard jede noch so kleine Spur. Etwas deutet darauf hin, dass das Tor absichtlich geöffnet wurde. Und es gibt Hinweise, dass der Journalist für einen brisanten Artikel über Vincent van Gogh recherchierte. 


    Geschickt verknüpft Cay Rademacher die kleinen Hinweise und Spuren zu einem vielschichtigen Fall. Gleichzeitig bringt er dem Leser die karge Landschaft und den Sport des französischen Stierkampfs nahe. Auch wenn man noch nicht persönlich dort gewesen ist, fühlt man sich doch als wäre man selbst über die Straßen gefahren, hätte den Stier wild schnauben und auf sein Opfer zu stieben sehen. Roger Blanc, wieder etwas gebeutelt durch seine ererbte Ruine, deren Renovierung zwangsweise voranschreitet und das Bankkonto des wackeren Polizisten arg strapaziert, ermittelt akribisch und mit sicherem Händchen für die richtige Spur. Zwar müssen er und seine Mannen auch so manchen Rückschlag hinnehmen, sei es dienstlich oder privat, doch nie verlieren sie ihre Intuition, nach der es noch etwas zu erforschen gibt. Mit ihnen begibt man sich auf den Weg zur Lösung eines verwickelten Falles, schließlich zufrieden und um einige Erkenntnisse reicher.

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    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wieder sehr unterhaltsam, aber etwas schwächer als Teil 1. Trotzdem lesenswert - und ein kleiner Urlaub in der Camargue tut immer gut!
    Hitzige Gemüter und kühler Rosé ...

    Die Geschichte:
    Im zweiten Teil der Reihe verbeißt sich Capitaine Roger Blanc wieder in einen schier aussichtslosen Fall, der eigentlich gar kein Fall zu sein scheint, sondern nur ein schlichter Unfall. Ein Reporter radelt durch die wunderschöne Camargue und wird von einem Kampfstier aufgeschlitzt, der kurz zuvor aus seinem Gehege entwischt ist. Blanc kommt das komisch vor, denn irgendjemand muss das Tor der Weide geöffnet haben. Doch wer hätte ein Motiv?
    Seine Suche wird nicht nur durch eine anhaltende Hitzewelle erschwert, sondern auch durch wenig aussagefreudige Zeugen. Doch so langsam kommt er einer alten Geschichte auf die Spur, die ihn nicht nur mit Terrorismus, sondern auch mit der Kunstszene der Provence konfrontiert – und mit einem Kriminalfall aus dem Jahr 1888.

    Meine Meinung:
    So langsam lebt sich Roger in der Provence ein, er weiß nun einen guten Tropfen Wein zu schätzen und kann auch mal etwas abschalten. Aber meistens steht er immer noch unter Hochspannung, wenn er wieder einer seiner berühmten Spuren folgt, die außer ihm zunächst niemand erkennt – oder erkennen will.

    Auf das Wiedersehen mit den vielen schon liebgewonnenen Charakteren habe ich mich sehr gefreut. Nicht nur Roger, sondern auch seine Kollegen Fabienne und Marius sind mir sehr sympathisch. Und natürlich auch einige von Rogers neuen Nachbarn, die ebenfalls wieder mit von der Partie sind. Cay Rademacher zeichnet seine Figuren mit sehr viel Liebe zum Detail und mit einem hohen Maß an Authentizität.

    Natürlich dürfen wir uns auch wieder an vielen tollen Beschreibungen der Schauplätze erfreuen. Für mich war das wieder besonders interessant, denn in der Camargue haben wir auch schon Urlaub gemacht und einige der erwähnten Orte besucht. Der Autor wohnt ja selbst in der Provence und das merkt man einfach an der Art, wie er Land und Leute beschreibt.

    Der Kriminalfall (oder die Fälle) sind wieder sehr verworren und werden erst so nach und nach schlüssig aufgeklärt.
    Verglichen mit dem ersten Teil fand ich dieses Buch hier ein wenig schwächer, denn die Ermittlungen zogen sich irgendwie gefühlt sehr in die Länge. Ich hatte oft den Gedanken, dass nicht wirklich etwas vorwärts geht und man sich eher im Kreis dreht. Für meinen Geschmack war es etwas zu wenig Action und auch das Ende war nicht ganz befriedigend, aber dafür umso realistischer.

    Jetzt freue ich mich auf den dritten Teil der Reihe, der dem Titel nach wieder sehr heiß wird, obwohl den Leuten schon in dieser Story die permanente Hitze schwer aufs Gemüt schlug.

    Fazit:
    Ein unterhaltsamer Ausflug in die Camargue mit gefährlichen Stieren und noch gefährlicheren Menschen.

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    Wedmas avatar
    Wedmavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für all diejenigen, die etwas für Kunst, Geschichte und Politik übrig und nichts gegen eine Reise in die Provence und Camargue haben.
    Ein solider, unterhaltsamer Krimi aus der Provence

    Die Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, Spieldauer: 10 Stunden und 23 Minuten, gelesen von Oliver Siebeck.

    Es ist ein solider, gekonnt aufgebauter Krimi mit spannenden Figuren, einem recht ausgeprägten Bezug zur Kunst und Politik, in der Vergangenheit wie in der Gegenwart. Gute, intelligente Unterhaltung.

    In der sengenden Augusthitze untersuchen Roger Blank, ein aus Paris in die Provence versetzte Capitaine und seine Kollegen den Tod von Albert Cohen. Er war ein Reporter eines Politmagazins, TV-Star, von dem man nicht gleich vermuten würde, dass er durch die Camargue mit dem Rad unterwegs ist. Sein Tod ist schon recht skurril: ein Kampfstier hat ihn aufgeschlitzt. Vordergründig sieht es nach einem Unfall aus. Roger Blank will aber das Ganze nicht dabei bewenden lassen und ermittelt zunächst, als ob es ein Mord gewesen wäre. Es stellt sich heraus, dass Albert Cohen im Haus seines Verlegers wohnte und einen Artikel über Vincent van Gogh für sein Magazin schreiben wollte. Aber wie und warum es zu Cohens Tod kam, ob wegen seiner Recherchen zu van Gogh oder aus einem anderen Grund, das will Captaine Blank genauer unter die Lupe nehmen.

    Dieser Fall hört sich fast wie eine Gesellschaftsstudie an: Der Bezug zur Politik ist schon recht präsent, ob heute, egal, dass Provence weiter weg vom Paris liegt, die Strippen werden immer noch dort gezogen, oder vor paar Jahrzehnten, als eine terroristische Gruppierung einige Morde auch im Süden verübt hatte. Die Probleme von Blancs Kollegin, die vor der Hochzeit mit ihrer Lebensgefährtin vom Bürgermeister die Steine in den Weg gelegt bekommt, kommen hier und dort zur Sprache. Die hohen Politiker in Paris und die jungen Leute in der Provence, die Drogen als festen Bestandteil des Lebens erachten, etc. all diese Dinge lassen an eine kritische Analyse der heutigen franz. Gesellschaft denken. Zugleich ist es eine Art Kunststudie, die Geschichte ungemein bereichert: Der Bezug zur Kunst durch die Untersuchungen zu van Gogh erlaubt einige ungewöhnliche Einblicke in sein Leben und die Wahrnehmung seiner Künstlerperson und ihrer Bedeutung heute. Die Morduntersuchung an sich ist der Motor der Handlung und hält alle Stränge zusammen, obschon ich einen guten Tipp gleich zu Anfang hätte, wer der Mörder ist. Aber das ist vor dem reichhaltigen Hintergrund nicht weiter von Bedeutung.

    Die Figuren sind spannend, haben alle ihre eigenen Geschichten und auch die Mordmotive. Die Begegnung mit ihnen hat für unterhaltsame Stunden gesorgt. Etwas zum legendären roten Reis aus der Camargue erfährt man auch so ganz nebenbei. Das heimische Werkeln fiel damit wesentlich leichter aus. Ich war so von diesem Krimi begeistert, dass ich gleich den ersten Fall mit Roger Blanc als Hörbuch geholt habe.

    Oliver Siebeck hat wunderbar gelesen. Auch Frauenfiguren gelingen ihm sehr gut. Seine Stimme passt zu der Geschichte und ihrem südfranzösischen Flair. Danach geht einem fast so, als ob man in der Provence Urlaub gemacht hätte.

    Fazit: Für all diejenigen, die etwas für Kunst, Geschichte und Politik übrig und nichts gegen eine Reise in die Provence, bzw. Camargue, wie ein Glas Rosé einzuwenden haben. Dafür gibt es vier hell leuchtende Sterne und eine Hörempfehlung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LaMargaritas avatar

    Kommt mit in die tödliche Provence!

    Es geht in die Provence! Capitaine Roger Blanc wird versetzt und muss feststellen, dass hinter der Idylle der Provence gleich mehrere finstere Gewalten lauern. Was ihn dort zwischen blühenden Lavendelfeldern und wildem Wein erwartet erfahrt ihr in den beiden Provence-Krimis „Mörderischer Mistral“ und „Tödliche Camargue“ von Cay Rademacher. Hier habt ihr die großartige Chance dem Autor all die Fragen zu stellen, die euch auf der Zunge brennen und dafür auch noch Bücher zu gewinnen!

    Mehr zum Inhalt:
    „Mörderischer Mistral“
    Von der Frau verlassen und in die Provinz versetzt: Capitaine Roger Blanc steht vor den Trümmern seines Lebens. Bis vor Kurzem war er erfolgreicher Korruptionsermittler in Paris, doch dabei ist er mächtigen Leuten auf die Füße getreten. Und so findet er sich bald allein in seiner neuen Behausung in der Provence wieder, einer verfallenen Ölmühle, die ihm vor Jahren ein Onkel vermacht hatte. Aber bevor Blanc sich im kleinen Ort Gadet nur ein wenig zurechtfinden kann, wird ihm ein Mordfall zugewiesen. Unversehens verfängt sich der Capitaine in einer Intrige, die ihn tiefer in die Strukturen seiner neuen Heimat führt, als ihm lieb ist. Und auch an seine neuen Kollegen muss er sich erst gewöhnen: an seinen Partner Marius, der sich mehr für Rosé interessiert als für die Arbeit. An die temperamentvolle Computerspezialistin Fabienne, die überall hinzugehören scheint, nur nicht in dieses verschlafene Städtchen. Und an die so gefürchtete wie attraktive Untersuchungsrichterin Aveline Vialaron-Allègre, die ausgerechnet mit ebenjenem Politiker verheiratet ist, der Blancs Karriere ruiniert hat. Da geschieht ein zweiter Mord – und es kommt zum Showdown in den Pinienwäldern, die der Mistral gerade in ein wütendes Flammenmeer verwandelt …  
    Leseprobe

    Tödliche Camargue“
    August, die Luft über der Provence flirrt in drückender Hitze. Capitaine Roger Blanc und sein Kollege Marius Tonon werden in die Camargue gerufen: Ein schwarzer Kampfstier ist ausgebrochen und hat einen Fahrradfahrer mit den Hörnern aufgespießt. Ein bizarrer Unfall, so sieht es zunächst aus. Bis Blanc ein Indiz dafür entdeckt, dass jemand das Gatter absichtlich geöffnet hat. Der Tote ist Albert Cohen, Reporter eines Politmagazins, Modeintellektueller aus Paris, Fernsehberühmtheit. Er war in der Camargue, um einen großen Artikel über Vincent van Gogh zu schreiben. Doch was sollte das mit dem Anschlag zu tun haben? Während ein fröhlicher Bautrupp das alte Dach von seiner halb verfallenen Ölmühle abträgt, aber kein neues eindeckt, stößt Blanc bei seinen Ermittlungen auf Cohens unvollendete Reportage, die gar nicht so harmlos ist, wie sie zunächst aussieht – und auf eine alte, tödliche Geschichte, die jeder, aber auch wirklich jeder vergessen will. Mit seinem zweiten Fall kommt Blanc seiner neuen Heimat ein Stück näher. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch.
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    Der Autor
    Cay Rademacher, geboren 1965, ist Redakteur bei GEO Epoche. Bei DuMont erschienen seine Kriminalromane ›Der Trümmerm.rder‹ (2011), ›Der Schieber‹ (2012) und ›Der Fälscher‹ (2013) sowie ›Mörderischer Mistral‹ (2014) und ›Brennender Midi‹ (2016), der erste und der dritte Fall für Capitaine Roger Blanc. Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de-Provence in Frankreich.

    Zusammen mit dem DuMont Verlag werden 10 Buchpakete mit den beiden provenzalischen Krimis „Mörderisches Mistral“ und „Tödliche Camargue“ verlost. Seid ihr bereit euch auf die Schattenseite der Provence zu begeben? Dann bewerbt euch gleich über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und stellt Cay Rademacher eure Frage!

    Viel Glück!

    * Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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