Die Königin des Himmelreichs

von Cecile Barton 
3,0 Sterne bei5 Bewertungen
Die Königin des Himmelreichs
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Aus dieser Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, hätte man auf jeden Fall mehr herausholen können.

Moni2506s avatar

Unterhaltsamer historischer Roman mit interessanter Thematik, der mich aber nicht komplett überzeugen konnte.

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Inhaltsangabe zu "Die Königin des Himmelreichs"

Ein Frauenschicksal zwischen Orient und Okzident: das bewegte Leben der schönen Königin Melisende inmitten von Liebe, Leidenschaft, Kampf und Verrat.

Jerusalem, zwölftes Jahrhundert: In der heiligen Stadt herrscht König Balduin II. über die Kreuzfahrerstaaten, ein gefährlicher Balanceakt zwischen verschiedenen Religionen und Bevölkerungsgruppen. Als er seine kluge Tochter Melisende zu seiner Nachfolgerin bestimmt, müssen seine Barone unwillig der jungen Königin die Treue schwören – einer Frau mit einem Geheimnis: Ihre Liebe gehört dem muslimischen Assassinen Rashid. Wie ein schützender Schatten ist der geschulte Kämpfer immer an der Seite der schönen Christin. Jedoch kann auch er nicht verhindern, dass Melisende einen anderen Mann heiratet und dieser gegen sie intrigiert. Als nach Jahren bewegter Regentschaft ausgerechnet Melisendes Sohn sie vom Thron stoßen will, schlägt Rashids und Melisendes gemeinsame Stunde …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781503900301
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:414 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:09.01.2018

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 8 Monaten
    Melisandes Regentschaft

    12. Jh. Die Stadt Jerusalem sowie die umliegenden Kreuzfahrerstaaten, in denen sämtliche große Religionsgemeinschaften und viele verschiedenen Kulturen friedlich zusammen leben, werden von König Balduin II. regiert. Ihm zur Seite steht Tochter Melisende, die ihren Vater nicht nur unterstützt, sondern gleichzeitig von ihm lernt, wie man ein Volk führen muss. Allerdings sind die Berater des Königs sowie ihm unterstellte Adlige nicht gerade begeistert davon, dass er so wichtige Dinge seiner Tochter anvertraut, denn sie werden niemals eine Frau als seine Nachfolgerin akzeptieren. Selbst ihr eigener Ehemann Fulko von Anjou steht seiner Ehefrau nicht bei Als es dann wirklich dazu kommt, dass König Balduin II. den Thron an seine Tochter abtritt, sieht sich Melisende neben vielen gefährlichen Intrigen auch Missgunst und Neid ausgesetzt. Sie weiß nicht, wer ihr Freund und wer ihr Unterstützer ist. Einzig und allein der Assasine Rashid steht ihr bei und kämpft für ihr Recht auf die Regentschaft. Aber mit Assasine verbindet Melisende noch mehr…

    Cecile Barton hat mit ihrem Roman „Die Königin des Himmelreichs“ einen sehr opulenten historischen Roman vorgelegt, der auf wahren Begebenheiten fusst. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, leider auch oftmals etwas langatmig und detailverliebt, was den Lesefluss etwas erlahmen lässt. Die Handlung wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt, die eine lässt Melisande in der Ich-Form zu Wort kommen und so den Leser hautnah an ihren Eindrücken, ihren Rückblenden in die Vergangenheit sowie ihre Erlebnisse als Königin teilhaben. Die andere schildert aus der dritten Person heraus das Zusammenspiel von Rashid, Melisande und Fulko. Die Autorin hat viel recherchiert und sich sowohl mit den politischen als auch gesellschaftlichen und religiösen historischen Hintergründen beschäftigt. Ebenso hat sie viel Wert auf die damaligen Sitten und Gebräuche der Menschen gelegt, die sie gut mit ihrer Geschichte verflochten hat. Das Nachwort für den Leser zur Erklärung ist allerdings ein wenig zu kurz gekommen, um hier mehr zusätzliche Informationen zu liefern.

    Die Charaktere sind differenziert ausgestaltet, bleiben aber im Großen und Ganzen leider blass und eher eindimensional. Es fehlt ihnen durchweg an Wärme und Lebendigkeit, vielmehr ist es eher so, als wenn man ein Geschichtsbuch aufschlägt und über die damaligen Menschen liest – sie bleiben leider Fremde. Melisende wurde privilegiert geboren und von ihrem Vater gleichberechtigt behandelt. Sie ist eine kluge, gebildete und interessierte Frau, die sich die Wünsche ihres Vaters zu Herzen nimmt und sein Vertrauen nicht enttäuschen möchte. Sie ist mutig und besitzt eine innere Stärke, die ihr dabei hilft, sich ihrem Ehemann offen zu widersetzen. Fulko von Anjou ist ein unbarmherziger Mann, der nur seine eigenen Vorstellungen gelten lässt und keine Empathie für Andersgläubige besitzt. Rashid ist ein Mann, der sich für die Belange der Menschen einsetzt. Gleichzeitig ist er recht fortschrittlich, denn er unterstützt eine Frau als Regentin, was zur damaligen Zeit eher ungewöhnlich und eher eine Männerdomäne war.

    „Die Königin des Himmelreichs“ ist ein historischer Roman, der sich zum einen der Persönlichkeit einer mutigen Frau widmet, zum anderen aufzeigt, dass es durchaus Zeiten gegeben hat, in der die großen Religionen meist friedlich in Jerusalem zusammengelebt haben. Ein Buch für alle, die gerne eher Geschichtsbücher lesen und sich keinen gefühlvollen Roman erwarten. Eingeschränkte Leseempfehlung!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Aus dieser Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, hätte man auf jeden Fall mehr herausholen können.
    Spannender Inhalt, lahmer Schreibstil

    Kurz vorab: Man merkt, dass das Buch vorwiegend als E-Book publiziert werden soll. Ich habe die Printausgabe gelesen und es fällt zwar beim Lesen nicht auseinander, aber es ist recht schwer und steif im Umgang und nicht so einfach in der Handhabung, wie man das von Taschenbüchern im Allgemeinen gewöhnt ist. Deswegen mein Tipp: Lest es lieber als E-Book. Ich werde zukünftig bei dem amazon-Verlag "Tinte und Feder" auch darauf achten. ;)

    Der Plot der Geschichte ist spannend - ein Land, in dem drei verschiedene Religion mehr oder weniger im Frieden nebeneinander und miteinander leben und das im 12. Jahrhundert sogar von einer Frau regiert wird. Dann die eher nebensächliche Liebesgeschichte mit dem Assassinen Rashid und die spannenden Einblicke in das Leben der Assassinen, toll! Das spannende Thema ließ mich das Buch auch interessiert zu Ende lesen, doch es hat sich in keinem Moment ein Lesesog eingestellt. Dafür waren die Figuren zu schwach gezeichnet und ich hatte eher das Gefühl einen Tatsachenbericht als einen Roman zu lesen. Wir bekommen wenig von den Protagonisten mit - auch die Liebesgeschichte in dem Roman verdient diesen Namen nicht. Beschreibungen von Szenen und von Gefühlen sucht man in diesem Roman leider vergeblich.

    Im Allgemeinen ist der Schreibstil schlicht. Hauptsatz und ein Nebensatz oder eine Aneinanderreihung von Hauptsätzen, viel mehr findet sich da nicht. Besonders auffällig ist das in den ersten Kapiteln eines Teiles, wenn die Geschichte von Melisende in der Ich-Form erzählt wird. Es bedarf schon ein wenig Schreibgeschick, um nicht einfältig die Ich-Form zu verwenden. Gott sei Dank, sind die Ich-Kapitel nicht häufig, so dass man die immer schnell hinter sich bringt. Die Kapitellänge sind eh recht kurz gehalten. Sie schwanken zwischen zwei und zehn Seiten. So ist man gerade in einer Szene angekommen und schon muss man sich wieder verabschieden.

    Also aus dieser Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, hätte man auf jeden Fall mehr herausholen können. Dennoch wird hier die Geschichte einer starken Frau erzählt, die sich in einer Männer dominierten Welt durchzusetzen weiß, so dass der Inhalt immerhin noch überzeugen konnte.

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    Moni2506s avatar
    Moni2506vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer historischer Roman mit interessanter Thematik, der mich aber nicht komplett überzeugen konnte.
    Rezension „Die Königin des Himmelreichs“ von Cecile Barton

    Cecile Barton entführt uns in „Die Königin des Himmelreichs“ ins Jerusalem des 12. Jahrhunderts. Erzählt wird die Geschichte von Königin Melisende von Jerusalem. Erschienen ist der Roman bei Amazon Publishing im Januar 2018.

    Jerusalem, 12. Jahrhunderts: König Balduin II. herrscht über Jerusalem und die Kreuzfahrerstaaten. Ein schwieriges Unterfangen, da an diesem Ort alle großen Weltreligionen und verschiedene Menschengruppen aufeinandertreffen. Seiner Tochter Melisende bringt er alles bei, was sie an Wissen zum Regieren benötigt, doch nicht alle seine Barone sind mit der Entscheidung zufrieden und wollen keine Frau auf dem Thron Jerusalems akzeptieren, allen voran der Ehemann den Melisende später heiraten wird. Als König Balduin II sich immer mehr zurückzieht und das Regieren seiner Tochter überlässt, kommt es zu Intrigen und Spannungen, die es zu meistern gilt. Immer an ihrer Seite in diesem Kampf ist der Assasine Rashid.

    Mit diesem historischem Roman habe ich mal einen nicht so typischen Ort besucht: Jerusalem, das im 12. Jahrhundert von Christen regiert wurde. Es war eine Reise in eine andere Welt und an einen Ort, in dem die drei monotheistischen Religionen (Christentum, Judentum, Islam) aufeinandertreffen.
    Der Fokus liegt zwar definitiv auf dem Leben von Melisende von Jerusalem, aber auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam wurden beleuchtet. Man erfährt ein bisschen etwas über Bräuche und Gepflogenheiten und auch Konflikte innerhalb des Islams werden nicht außer acht gelassen. Natürlich wird auch dem Konflikt zwischen Christen und Muslimen ein Platz eingeräumt, denn mit Fulko von Anjou kommt ein König an die Macht, der keine Ungläubigen in seinem Reich dulden möchte.
    Mit Melisende als Ehefrau hat er aber eine mächtige und kluge Gegnerin gefunden. Diese wurde schon von Kindheit an von ihrem Vater zu einer zukünftigen Herrscherin ausgebildet und sieht zudem Jerusalem und die übrigen Kreuzfahrerstaaten als ihre Heimat an. Sie hat die verschiedenen Kulturen kennen gelernt und weiß dieses Wissen für sich zu nutzen.
    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: 1152, am Ende ihrer Macht und im Konflikt mit ihrem Sohn, und die andere Zeitebene erzählt ihre Kindheit sowie ihre Regierungszeit als Königin. Die meisten Kapitel, die 1152 spielen, sind aus ihrer Sicht geschrieben und geben so noch einen tieferen Einblick in ihre Persönlichkeit. In allen anderen Kapitel bewegen wir uns an der Seite von Melisende, Fulko oder dem Assasinen Rashid. Diese Kapitel sind allerdings nicht in der Ich-Form geschrieben.
    Der Schreibstil hat mir den gesamten Roman über gut gefallen und ich konnte mir alles gut vorstellen, allerdings ist der totale Funke zur Begeisterung nicht übergesprungen. Ich fand die Geschichte interessant und habe die Ereignisse gerne verfolgt, auch wenn es mir teilweise fast ein wenig zu viel Intrigen und Politik war.
    Die Assassinen nehmen in diesem Roman auch eine größere Rolle ein. Da über sie nicht wirklich viel bekannt ist, muss man diesen Teil eher als fiktiv ansehen, es gab aber tatsächlich zur Zeit Balduins und Melisendes Verbindungen zu dieser Gruppierung. Insgesamt ist mir das Nachwort in diesem Roman für meinen Geschmack deutlich zu kurz ausgefallen. Ich hätte gerne noch mehr zu den Quellen gewusst oder welche Teile der Geschichte nun erfunden sind und welche nicht. Es gibt lediglich ein Beispiel für die dramaturgische und künstlerische Freiheit, die sich die Autorin genommen hat.
    Abgerundet wird der Roman durch Kartenmaterial am Anfang des Buches und einem Glossar am Ende des Buches. Ein Personenverzeichnis fehlt leider. Von meinem Gefühl her sind die meisten Personen in diesem Buch allerdings historisch belegt.

    Fazit: Ein unterhaltsamer historischer Roman, der von der Thematik her interessant war, mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Eine Leseempfehlung geht an alle, die sich für die Geschichte der Kreuzfahrer und Jerusalems interessieren, auch wenn ich diesen Roman aufgrund des kurzen Nachwortes nicht ganz so gut einschätzen kann.

    Es sind für mich 3,5 Sterne, die allerdings näher an der 3 als an der 4 sind.

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    Helene2014s avatar
    Helene2014vor 3 Monaten
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    Kellerkatzevor 8 Monaten

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