Cecilia Ekbäck

 4 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Schwarzer Winter, Im Schatten der Mitternachtssonne und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Cecilia Ekbäck

Cecilia EkbäckSchwarzer Winter
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Schwarzer Winter
Schwarzer Winter
 (25)
Erschienen am 01.09.2016
Cecilia EkbäckIm Schatten der Mitternachtssonne
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Im Schatten der Mitternachtssonne
Im Schatten der Mitternachtssonne
 (1)
Erschienen am 01.06.2017
Cecilia EkbäckIn the Month of the Midnight Sun
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In the Month of the Midnight Sun
In the Month of the Midnight Sun
 (0)
Erschienen am 13.07.2017
Cecilia EkbäckWolf Winter
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Wolf Winter
Wolf Winter
 (0)
Erschienen am 12.02.2015

Neue Rezensionen zu Cecilia Ekbäck

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Rezension zu "Schwarzer Winter" von Cecilia Ekbäck

Ein schwarzer Winter leider auch für den Leser
tinationvor 2 Jahren

Das Buch: Es ist das Jahr 1717. Frederika zieht mit ihrer Familie in die Einsamkeit der Berge Lapplands. Doch kaum ist sie dort, findet sie einen Nachbarn ermordet im Wald. Zusammen mit ihrer Mutter und dem Dorfpfarrer begibt sie sich auf Spurensuche. Auch zu den mystischen Lappen…

 

Fazit: 1717. Dieses Jahr sollte man sich unbedingt vom Buchrücken merken. Denn sonst würde man nicht wissen, dass diese Zahl einen wichtigen Aspekt zum Schluss bildet. Denn bis dorthin ist es ein langer Weg und die Story um Frederika könnte auch Anfang des 19. Jahrhunderts stattgefunden haben. Genauso ist der Ort (Schweden) sehr, sehr austauschbar. Es hätte genauso gut in den USA spielen. Man weiß es nicht. Zu keinem Zeitpunkt konnte man sich in die Umgebung hineinversetzen. Denn auf die Umgebung und die Umstände legt Ekbäck hier keinen Wert.

 

Gleich zu Beginn wird ohne Umschweife die Leiche gefunden. Und nicht Frederika sucht den Mörder. Nein, eigentlich ihre Mutter Maija sucht die Zusammenhänge zwischen den Lappen und den Dorfbewohnern. Zusammen mit einem neugierigen Pfarrer ermittelt diese munter herum und bringt sich und die Kinder auch noch in Gefahr eines Schneesturmes. Warum sie das macht? Keine Ahnung. Auch Frederika muss mit ermitteln. Aber eher zwangsweise. Denn hier kommt der absolute Knackpunkt der Geschichte: Frederika sieht Geister. Oder eher die Toten können mit Frederika reden und sie auch verletzen. Die Geister sind in ständen Interaktionen mit der Tochter. Und das macht dieses Buch zu einem bunten Potpourri aus Kriminalroman, ländliches Leben, Intrigen und Fantasy.

 

Das ist leider viel zu viel des Guten. Geschrieben ist es anständig. Kurze Kapitel schwenken immer zwischen Frederika, Maija und dem Pfarrer hin und her. Langweilig wird es nicht. Aber die aktiven Geister verderben das schnöde Landleben – oder ich hatte einfach etwas ganz anderes erwartet.

 

Zusammenfassend ist dieses Buch für Krimifans geeignet, die nicht vor übersinnlichen Geschehnissen zurückschrecken. Daher leider nur sehr bedingt zu empfehlen.

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tragalibross avatar

Rezension zu "Schwarzer Winter" von Cecilia Ekbäck

Rezension zu "Schwarzer Winter" von Cecilia Ekbäck
tragalibrosvor 2 Jahren

1717, Lappland: Mitten in der Wildnis, nahe eines abgelegenen Siedlerdörfchens, finden zwei Schwestern die Leiche ihres Nachbarn. Ein Mann, der viele Geheimnisse kannte.
Als der Winter kommt und der Mord noch immer nicht aufgeklärt ist, beginnt Misstrauen die Herzen der Menschen zu vergiften...

Der Debütroman "Schwarzer Winter" beinhaltet eine spannende Geschichte, die in der unerbittlichen Natur Lapplands spielt. Die Autorin hat einige interessante Charaktere kreiert, deren eigene Geschichte zum Ende hin allerdings sehr vernachlässigt wird.
Als Beispiel hierfür, möchte ich eine der Protagonistinnen, Frederika, erwähnen. Zu Beginn und im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, das Frederika besondere Fähigkeiten hat, Gefühle der Menschen lesen kann und sehr naturverbunden ist. Sie scheint bis kurz vor Ende des Romans eine Schlüsselrolle innezuhaben, doch am Schluss, wird sie vollkommen außer Acht gelassen und sie scheint, meiner Meinung nach, überhaupt keinen Einfluss mehr auf die Handlung zu haben.

Auch den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Er war nicht schlecht, ist mir so allerdings noch nicht untergekommen. Die Autorin schreibt in knappen, aber aussagekräftigen Sätzen. Trotzdem fand ich den Lesefluss zum Teil sehr stockend und abgehackt.
Aber dank dieser Eigenart des Ausdrucks, hatte ich den Eindruck, dass die Kälte und raue Natur Lappland besonders gut zu Geltung kam. Denn: die Sätze sind wie die beschriebene Natur - kantig, kühl und nüchtern.

Fazit:
Bei diesem Buch bin ich leider ein bisschen hin- und hergerissen. Zwar ist die Handlung und der Inhalt des Romans spannend, aber mir gefiel nicht, dass interessante Personen irgendwann einfach keine Rolle mehr spielten. Auch mit dem Schreibstil der Autorin konnte ich mich nicht 100%ig anfreunden. Zwar hat er besonders die Landschaftsbeschreibungen hervorgehoben, aber der Lesefluss hat etwas darunter gelitten.

Weil sich dies alles aber die Waage hält, vergebe ich 3 Sterne und damit ein durchschnittliches "Gut".

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Kaisus avatar

Rezension zu "Schwarzer Winter" von Cecilia Ekbäck

"Schwarzer Winter"
Kaisuvor 4 Jahren


Wir schreiben das Jahr 1717. Maija und ihr Mann Paavo haben ihr neues Domizil in dem kleinen Dorf Blackasen zusammen mit ihren Töchtern bezogen. Das Haus wurde ihnen quasi vererbt und so bestreiten sie nun zum ersten Mal einen Winter in Lappland anstatt im geliebten Finnland. Emsig machen sie sich ans Werk, um sich für die nahenden Wintermonate zu rüsten.
Viel Holz muss gesammelt werden, damit sie nicht erfrieren.
Auf einem ihrer Streifzüge durch die Landschaft, entdecken dann die beiden Mädchen Frederika und Dorotea plötzlich eine Leiche. Schnell ist klar: Das ist eindeutig der unbeliebte Nachbar Eriksson, der etwas außerhalb lebt. Ihn hat wohl ein wildes Tier überrascht und sein Leben kurzerhand beendet. Was sollte ihn sonst getötet haben?

Der tote Eriksson löst eine Kettenreaktion aus, die nicht nur das Leben von Maija und ihrer Familie beeinflusst, sondern dass, der ganzen Gemeinschaft Blackasens. Es beginnt mit der Frage nach der Wahrheit. Warum behaupten alle, es wäre ein Bär gewesen? Tiere zerfetzen ihre Leiche und gehen nicht fein säuberlich vor. Wer will die Wahrheit vertuschen und aus welchen Grund? Die Auswahl an potenziellen Tätern ist begrenzt. Es könnte quasi jeder aus der kleinen Siedlung sein. Somit wächst das Misstrauen und die Skepsis in das Unermessliche. Während man sich gleichzeitig für die eiskalten Tage rüsten muss, in dem jede Nachbarshilfe lebensnotwendig ist.

Laut Verlag ist das Buch keinem bestimmten Genre zugeordnet. Doch wenn man die ersten Seiten gelesen hat, steckt man es unweigerlich in die Krimi-Schublade. Der Mord alleine ist nicht der Grund. Es ist dieses Rätselraten nach der Wahrheit, was einem beim schmökern, die kriminalistische Ader pochen lässt. Allerdings geht es auch leicht ins Mystische hinein, was bei der Zeitepoche eigentlich keine große Überraschung ist. Damals wurde noch an Geister und Hexen geglaubt. Die junge Frederika darf hier am eigenen Leib spüren, wie es ist, einen Verstorbenen zu sehen. Das geht ihr so nahe, dass sie Angst hat und Verbündete sucht. Doch die Hilfe ist fern. Schließlich ist ihre Mutter mit ihren Anschuldigungen, bei der Suche nach dem Mörder, in ein Wespennetz getreten. Wem soll das Mädchen also trauen? Dem Pfarrer? Der eigenen Mutter? Den Nachbarn? 

Cecilia Ekbäck  hat einen sehr feinen Schreibstil, der das Buch - trotz seiner grausamen Thematiken - seicht und leicht erscheinen lässt. Man kann die Ruhe Lapplands spüren. Riecht die klare Luft und hört die kommenden Schneefronten sich dem Dorf nähern. Sie legt dabei eine klare Struktur an den Tag, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Es gibt keine Ausschweifungen, die nicht von Bedeutungen wären. Alles hat einen Grund und eine Verbindung zu Blackasen, dessen Geheimnissen und Stillschweigen. 
Während somit die Geschichte immer weiter voranschreitet, bündeln sich die verschiedenen Ansätze langsam zu einem dicken Strang. Man beginnt zu verstehen und ahnt, wer hinter allem steckt. Trotzdem wird man in einem Punkt überrascht, was ich positiv fand. Sind doch die meisten Fälle rasch durchschaubar, sobald man wichtige Eckdaten gesammelt hat.

Das Buch berichtet im Grunde aus drei Hauptansichten seine Ereignisse. Da wäre Maija, eine liebevolle Mutter und Frau, die als Heilerin gilt. Sie muss sich ohne ihren Mann durch den Wolfswinter kämpfen und tritt dabei dem ein oder anderen derbe auf die Füße. 
Frederika, die ältere Tochter von Maija, bekommt ebenfalls eine Rolle zugedacht. Sie hat Begegnungen mit der Geisterwelt und zeigt dem Leser auf kindliche Art, wie das harte Leben in Lappland vonstatten geht und wie stark der Aberglaube in den Köpfen der Menschen verankert ist. Zu guter letzt kommt der Pfarrer Blackasens zu Wort. Hier merkt man schnell, dass er wohlhabender ist. Dass er sich keinen Schnee auftauen muss um Wasser zu haben und auch keinen großen Hunger leiden muss. Entsprechend ist auch sein Blickwinkel. Aber auch er hat mit den Schattenseiten des Lebens zu kämpfen.

Alles in allem hat mich "Schwarzer Winter" positiv überrascht. Die Ruhe, die das Buch ausstrahlt, geht auch auf einen selbst über. Somit würde ich Lesern, die nach Action und Drama lechzen abraten hier hineinzulesen, denn das wird einem hier nicht geboten. Es geht vielmehr im Familienzusammenhalt, um Lebenseinstellungen und natürlich den Keim des Misstrauens, der in jedem lauert.
Ich kann das Buch ruhigen Gewissens jedem empfehlen, der die Natur Skandinaviens mag und wer diese zusammen mit ein wenig Historie einmal in Form eines leichten Krimis genießen möchte.

9 von 10 Punkten

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