Cecilie Enger

 3.8 Sterne bei 21 Bewertungen

Alle Bücher von Cecilie Enger

Die Geschenke meiner Mutter

Die Geschenke meiner Mutter

 (20)
Erschienen am 11.10.2016
De kunst van het geven / druk 1

De kunst van het geven / druk 1

 (0)
Erschienen am 15.11.2014

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xmariereadss avatar

Rezension zu "Die Geschenke meiner Mutter" von Cecilie Enger

Rezension: Die Geschenke meiner Mutter
xmariereadsvor einem Jahr

Der Schreibstil von Cecilie Enger ist sehr angenehm und ich kam sehr schnell und gut damit zurecht. Jedoch war für meinen Geschmack der Übergang zwischen den Geschenken und den Geschichten über die einzelnen Personen dazu nicht immer bestens gelöst. Oft wirkte der Übergang etwas holprig und nicht komplett flüssig.

Ich finde es eine sehr außergewöhnliche Art die Geschichte anhand der Geschenkeliste aufzubauen und dadurch die Familiengeschichte dazustellen. Ich habe es auf so eine Weise noch nie irgendwo gelesen. Es ist eine gute Möglichkeit, um sowohl auf noch lebende als auch auf schon verstorbene Familienmitglieder einzugehen. Die Familienmitglieder, so wie die Protagonistin selbst, wirkten alle sehr sympathisch und liebevoll auf mich. Es war spannend zu verfolgen, wie sich die Geschenke über die Jahre verändert haben. Auch der Teil der Geschichte, in der es um die aktuelle Situation mit der Krankheit von Cecilies Mutter geht, ist sehr berührend dargestellt. Meiner Meinung nach trifft es das Krankheitsbild einer an Demenz erkrankten Person sehr gut und ist realistisch.

Leider musste ich feststellen, dass sich mehrere Szenen sehr dem Roman „Saturday“ von Ian McEwan ähneln und teilweise Textpassagen Wort für Wort übersetzt und übernommen wurden. Es handelt sich hierbei um Textstellen, in denen Cecilie ihre Mutter im Pflegeheim besucht. Durch diese Übernahme von fremden Textpassagen, ohne dass diese als übernommen gekennzeichnet wurden, muss ich leider in meiner Bewertung Punkte für das Buch abziehen.

An sich hat mich die Geschichte, vor allem die Krankheit ihrer Mutter, sehr berührt und mitgenommen. Es handelt sich bei Demenz um ein aktuelles Thema, was auch immer mehr in Romanen behandelt wird. Durch die besondere Handlung mit den Geschenken gibt es dem Buch zusätzlich noch einen besonderen Touch und ich habe es wirklich gerne gelesen. Durch die übernommenen Textpassagen und Ideen kann ich dem Buch aber leider nur 2 von 5 Sterne geben.

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LeseKatzes avatar

Rezension zu "Die Geschenke meiner Mutter" von Cecilie Enger

Eine tiefgründige Story
LeseKatzevor 2 Jahren

Inhalt:

Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter muss in ein Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet sie in einer Schublade Zettel, auf denen die Mutter über vier Jahrzehnte hinweg gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. Mit den Gaben werden Erinnerungen an geliebte Menschen wach, an Familiendramen, Schicksalsschläge, aber auch große Momente des Glücks.

Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die das Schenken bereitet.


Meine Meinung:
Das Buchcover finde ich an sich total schön es hat mich sofort angesprochen und auch der Inhalt des Buches, das ich es einfach lesen musste. ich bin wirklich ohne große Erwartungen an die Story heran gegangen, und wurde auch nicht enttäuscht sondern wurde überrascht. Die Autorin hat es geschafft mich als Leserin zu begeistern der Schreibstil war leicht und flüssig zu Lesen ich habe an einigen Stellen sogar richtig mit gefühlt  eine herzerwärmende Geschichte mir haben die Anekdoten haben mir an und für sich gut gefallen .
Gerade die Szenen in der Cecilie ihre an Alzheimer erkrankte Mutter besuchte waren für mich eben doch berührend und interessant den Verlauf der Krankheit ein wenig zu verfolgen. Gute Tage mit zu erleben aber auch die ganz schlechten.
Große Emotionen sind hier zu spüren da die Mutter Dinge sagt die verletzen und die tief ins Mark gehen und dann ist da die Wut und Verzweiflung der Mutter, die einfach sehr greifbar zu spüren ist. Außerdem ist es so belastend, dass man weiß, dass es kein Happy End geben wird, weil die Krankheit es einfach nicht zulässt, das war schon sehr traurig. Aus dem Licht der Vergangenheit treten Gestalten und Orte hervor und verzaubern noch einmal mit ihrer Originalität und Lebendigkeit den Leser, der angeregt von diesen Aufzeichnungen auf die eigene Lebensgeschichte stößt.
Ich fand alle Charaktere richtig sympatisch sie wirkten lebendig und glaubwürdig.

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Kamimas avatar

Rezension zu "Die Geschenke meiner Mutter" von Cecilie Enger

Eine Geschichte mit Tiefgang und Schwere
Kamimavor 2 Jahren

Was würdet ihr machen, wenn ihr in der Schublade eine Liste eurer Mutter findet, in welche sie Jahr um Jahr die Weihnachtsgeschenke aufgeschrieben hat? Wegwerfen oder aufheben? Cecile, die älteste Tochter nimmt diese Liste mit, als sie zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihrer jüngeren Schwester das Haus der Mutter entrümpeln und für den Verkauf leerräumen.


So beginnt eine wunderbare, aber auch eigenartige und manchmal schwer zu lesende Geschichte rund um eine norwegische Familie. Ceciles Mutter wird in ein Pflegeheim, welches in Norwegen – wie ich finde viel schöner – Wohn- und Fürsorgeheim genannt wird, gebracht, da sie zunehmend stärker an Alzheimer erkrankt und die Familie die Vollzeitpflege nicht mehr aufbringen kann. So trifft sich die Verwandschaft nun in Hon, dem Haus der Mutter und räumt das Haus aus, damit dieses verkauft werden kann. Man kann aufgrund der stimmungsvollen Sprache, verbunden mit der feinfühligen Übersetzung fast miterleben, wie es den Angehörigen geht, wenn sie Altbekanntes in die Hände nehmen und sich dann Geschichten erzählen „Weißt du noch...?“. Eine gewisse Schwere liegt in den Seiten, die auch lustige Anektoden meiner Meinung nach nicht komplett verschwinden lassen können.


Cecile nimmt nun die 40 losen Blätter, die Weihnachtsgeschenkeliste, mit nach Hause und im Laufe des Buches werden wir Jahr für Jahr in ihre Erinnerungen rund um die Eltern, Großeltern, Familie, Freunde mitgenommen. Manches ist sehr bildhaft geschrieben, als würde man gemeinsam ein altes Fotoalbum anschauen. Anderes wirkt fast ein wenig wirr und ich habe trotz mehrfachem Lesen irgendwie das Gefühl, dann den Faden verloren zu haben.


Zwischen den Erinnerungen gibt es dann die Besuche der Tochter bei der kranken Mutter im Pflegeheim, deren gesundheitliche Situation sich im Laufe des Buches weiter verschlechtert. Hier bleibt das Buch – ich möchte eigentlich gar nicht von einem Roman sprechen, weil mir das zu fiktiv erscheint – sehr nahe an der Realität, die jeder kennt, der selbst an Alzheimer erkrankte Familienmitglieder hat. Manchmal gelingt einem ein Schmunzeln, manchmal verdrückt man beim Lesen eine Träne... dann hilft es sehr, das Buch einfach mal beiseite zu legen. Beim Weiterlesen kommen dann auch wieder in die spannenden Erinnerungen Ceciles hervor – z.B. wenn sie von ihrem Interview mit der Großmutter spricht, welches sie auf zwei Kassetten aufgenommen hat oder wenn sie ihre Tochter mit ins Fürsorgeheim nimmt.


Es ist im Buchverlauf auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen – mal erlebt man einen Wutausbruch Ceciles bei dem Besuch ihrer Mutter mit, bei dem man als Außenstehender schnell sagt: meine Güte, warum hat sie so überreagiert? Ja, das Buch ist wirklich eindrücklich, bedrückend – aber zwischendurch auch erheiternd, motivierend und voll schöner Erinnerungen... man darf keinen alltäglichen (Familien-) Roman erwarten und sollte sich beim Lesen etwas Zeit nehmen, dann erkennt man, welch ein Schatz dieser Roman in sich birgt und daher mag ich euch dieses Buch wirklich sehr ans Herz legen.

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