Cecilie Enger Die Geschenke meiner Mutter

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Inhaltsangabe zu „Die Geschenke meiner Mutter“ von Cecilie Enger

Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter muss in ein Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet sie in einer Schublade Zettel, auf denen die Mutter über vier Jahrzehnte hinweg gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. Mit den Gaben werden Erinnerungen an geliebte Menschen wach, an Familiendramen, Schicksalsschläge, aber auch große Momente des Glücks. Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die das Schenken bereitet.

Eine Geschichte mit Tiefgang und Schwere

— Kamima

Ein sehr platter Schreibstil

— Sunangel

Eine rührende Biografie!

— buecher_bewertungen1

Tränen und Lächeln garantiert ....

— wortgeflumselkritzelkram

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  • Rezension: Die Geschenke meiner Mutter

    Die Geschenke meiner Mutter

    xmariereads

    04. July 2017 um 15:31

    Der Schreibstil von Cecilie Enger ist sehr angenehm und ich kam sehr schnell und gut damit zurecht. Jedoch war für meinen Geschmack der Übergang zwischen den Geschenken und den Geschichten über die einzelnen Personen dazu nicht immer bestens gelöst. Oft wirkte der Übergang etwas holprig und nicht komplett flüssig. Ich finde es eine sehr außergewöhnliche Art die Geschichte anhand der Geschenkeliste aufzubauen und dadurch die Familiengeschichte dazustellen. Ich habe es auf so eine Weise noch nie irgendwo gelesen. Es ist eine gute Möglichkeit, um sowohl auf noch lebende als auch auf schon verstorbene Familienmitglieder einzugehen. Die Familienmitglieder, so wie die Protagonistin selbst, wirkten alle sehr sympathisch und liebevoll auf mich. Es war spannend zu verfolgen, wie sich die Geschenke über die Jahre verändert haben. Auch der Teil der Geschichte, in der es um die aktuelle Situation mit der Krankheit von Cecilies Mutter geht, ist sehr berührend dargestellt. Meiner Meinung nach trifft es das Krankheitsbild einer an Demenz erkrankten Person sehr gut und ist realistisch. Leider musste ich feststellen, dass sich mehrere Szenen sehr dem Roman „Saturday“ von Ian McEwan ähneln und teilweise Textpassagen Wort für Wort übersetzt und übernommen wurden. Es handelt sich hierbei um Textstellen, in denen Cecilie ihre Mutter im Pflegeheim besucht. Durch diese Übernahme von fremden Textpassagen, ohne dass diese als übernommen gekennzeichnet wurden, muss ich leider in meiner Bewertung Punkte für das Buch abziehen. An sich hat mich die Geschichte, vor allem die Krankheit ihrer Mutter, sehr berührt und mitgenommen. Es handelt sich bei Demenz um ein aktuelles Thema, was auch immer mehr in Romanen behandelt wird. Durch die besondere Handlung mit den Geschenken gibt es dem Buch zusätzlich noch einen besonderen Touch und ich habe es wirklich gerne gelesen. Durch die übernommenen Textpassagen und Ideen kann ich dem Buch aber leider nur 2 von 5 Sterne geben.

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  • Eine tiefgründige Story

    Die Geschenke meiner Mutter

    LeseKatze

    27. January 2017 um 17:13

    Inhalt: Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter muss in ein Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet sie in einer Schublade Zettel, auf denen die Mutter über vier Jahrzehnte hinweg gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. Mit den Gaben werden Erinnerungen an geliebte Menschen wach, an Familiendramen, Schicksalsschläge, aber auch große Momente des Glücks.Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die das Schenken bereitet.Meine Meinung: Das Buchcover finde ich an sich total schön es hat mich sofort angesprochen und auch der Inhalt des Buches, das ich es einfach lesen musste. ich bin wirklich ohne große Erwartungen an die Story heran gegangen, und wurde auch nicht enttäuscht sondern wurde überrascht. Die Autorin hat es geschafft mich als Leserin zu begeistern der Schreibstil war leicht und flüssig zu Lesen ich habe an einigen Stellen sogar richtig mit gefühlt  eine herzerwärmende Geschichte mir haben die Anekdoten haben mir an und für sich gut gefallen .Gerade die Szenen in der Cecilie ihre an Alzheimer erkrankte Mutter besuchte waren für mich eben doch berührend und interessant den Verlauf der Krankheit ein wenig zu verfolgen. Gute Tage mit zu erleben aber auch die ganz schlechten.Große Emotionen sind hier zu spüren da die Mutter Dinge sagt die verletzen und die tief ins Mark gehen und dann ist da die Wut und Verzweiflung der Mutter, die einfach sehr greifbar zu spüren ist. Außerdem ist es so belastend, dass man weiß, dass es kein Happy End geben wird, weil die Krankheit es einfach nicht zulässt, das war schon sehr traurig. Aus dem Licht der Vergangenheit treten Gestalten und Orte hervor und verzaubern noch einmal mit ihrer Originalität und Lebendigkeit den Leser, der angeregt von diesen Aufzeichnungen auf die eigene Lebensgeschichte stößt. Ich fand alle Charaktere richtig sympatisch sie wirkten lebendig und glaubwürdig.

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  • Eine Geschichte mit Tiefgang und Schwere

    Die Geschenke meiner Mutter

    Kamima

    09. January 2017 um 16:40

    Was würdet ihr machen, wenn ihr in der Schublade eine Liste eurer Mutter findet, in welche sie Jahr um Jahr die Weihnachtsgeschenke aufgeschrieben hat? Wegwerfen oder aufheben? Cecile, die älteste Tochter nimmt diese Liste mit, als sie zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihrer jüngeren Schwester das Haus der Mutter entrümpeln und für den Verkauf leerräumen. So beginnt eine wunderbare, aber auch eigenartige und manchmal schwer zu lesende Geschichte rund um eine norwegische Familie. Ceciles Mutter wird in ein Pflegeheim, welches in Norwegen – wie ich finde viel schöner – Wohn- und Fürsorgeheim genannt wird, gebracht, da sie zunehmend stärker an Alzheimer erkrankt und die Familie die Vollzeitpflege nicht mehr aufbringen kann. So trifft sich die Verwandschaft nun in Hon, dem Haus der Mutter und räumt das Haus aus, damit dieses verkauft werden kann. Man kann aufgrund der stimmungsvollen Sprache, verbunden mit der feinfühligen Übersetzung fast miterleben, wie es den Angehörigen geht, wenn sie Altbekanntes in die Hände nehmen und sich dann Geschichten erzählen „Weißt du noch...?“. Eine gewisse Schwere liegt in den Seiten, die auch lustige Anektoden meiner Meinung nach nicht komplett verschwinden lassen können. Cecile nimmt nun die 40 losen Blätter, die Weihnachtsgeschenkeliste, mit nach Hause und im Laufe des Buches werden wir Jahr für Jahr in ihre Erinnerungen rund um die Eltern, Großeltern, Familie, Freunde mitgenommen. Manches ist sehr bildhaft geschrieben, als würde man gemeinsam ein altes Fotoalbum anschauen. Anderes wirkt fast ein wenig wirr und ich habe trotz mehrfachem Lesen irgendwie das Gefühl, dann den Faden verloren zu haben. Zwischen den Erinnerungen gibt es dann die Besuche der Tochter bei der kranken Mutter im Pflegeheim, deren gesundheitliche Situation sich im Laufe des Buches weiter verschlechtert. Hier bleibt das Buch – ich möchte eigentlich gar nicht von einem Roman sprechen, weil mir das zu fiktiv erscheint – sehr nahe an der Realität, die jeder kennt, der selbst an Alzheimer erkrankte Familienmitglieder hat. Manchmal gelingt einem ein Schmunzeln, manchmal verdrückt man beim Lesen eine Träne... dann hilft es sehr, das Buch einfach mal beiseite zu legen. Beim Weiterlesen kommen dann auch wieder in die spannenden Erinnerungen Ceciles hervor – z.B. wenn sie von ihrem Interview mit der Großmutter spricht, welches sie auf zwei Kassetten aufgenommen hat oder wenn sie ihre Tochter mit ins Fürsorgeheim nimmt. Es ist im Buchverlauf auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen – mal erlebt man einen Wutausbruch Ceciles bei dem Besuch ihrer Mutter mit, bei dem man als Außenstehender schnell sagt: meine Güte, warum hat sie so überreagiert? Ja, das Buch ist wirklich eindrücklich, bedrückend – aber zwischendurch auch erheiternd, motivierend und voll schöner Erinnerungen... man darf keinen alltäglichen (Familien-) Roman erwarten und sollte sich beim Lesen etwas Zeit nehmen, dann erkennt man, welch ein Schatz dieser Roman in sich birgt und daher mag ich euch dieses Buch wirklich sehr ans Herz legen.

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  • Konnte mich nicht überzeugen

    Die Geschenke meiner Mutter

    Sunangel

    21. December 2016 um 10:46

    Ein Buch voller Erinnerungen und liebevoll ausgearbeiteten Protagonisten. Cecilie erzählt von ihrem Leben und wie sie damit umgeht, dass ihre Mutter an Alzheimer erkrankt ist. Ich finde sie geht hervorragend damit um, auch wenn sie sich erst dran gewöhnen musste. Die Bedürfnisse ihrer Mutter sind ihr nicht egal und mir hat wirklich gut gefallen, wie liebevoll sie von ihr erzählt. Sie ist eher eine ruhige Frau, die ihre Lage so hin nimmt, weil sie eh nichts dran ändern kann. An sich ist die Geschichte emotional und tiefgründig. Ich mag es wenn von der Vergangenheit erzählt wird, denn gerade alte Menschen faszinieren mich. Ich fand es schön wie bedacht die Geschenke ausgewählt worden sind. Am besten hat mir gefallen, wenn von der Mutter selber erzählt wurde. Wie es ihr gerade geht oder was sie für Gedanken hat. Sie ist eine herzensgute Frau und ich habe großen Respekt vor ihr. Der Schreibstil war mir persönlich zu platt und langatmig. Manchmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil ich keine große Lust hatte weiter zu lesen. Die Geschichte plätschert sehr vor sich hin und mich hat es einfach nicht gepackt. Es war detaillreich ausgearbeitet und die Autorin hat sich wirklich Mühe gegeben. Zum Teil haben mich auch die vielen Nebenprotagonisten verwirrt, von denen erzählt wurde, was sie z. B. zu Weihnachten bekommen haben. Es wurde oft nicht erklärt wer derjenige ist und so macht es dann keinen großen Spaß davon zu lesen. Die Umgebungsbeschreibungen waren im Vergleich zu dem Roman selber authentisch und gut ausgearbeitet. Ich konnte mir alles vorstellen und war selber in Gedanken an den verschiedenen Orten. Fazit:Ein nettes Buch über das Thema Alzheimer, das mich leider nicht fesseln konnte und ich es auch nur unter Vorbehalt weiter empfehlen kann.

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  • Eine rührende Biografie!

    Die Geschenke meiner Mutter

    buecher_bewertungen1

    13. December 2016 um 14:24

    ZusammenfassungAutobiografisch gefärbter Roman – eine Tochter über die Vergänglichkeit, die Kraft der Familie und die Liebe zu ihrer Mutter Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: ihre an Alzheimer erkrankte Mutter kommt nicht mehr allein zurecht und muss ins Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet die Tochter in einer Schublade ein Bündel Zettel, auf denen die Mutter über vierzig Jahre gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. An diese umsichtig ausgewählten Gaben sind Cecilies Erinnerungen an geliebte Menschen geknüpft, deren Leben aus der Vergangenheit auftauchen – und so erzählt der Roman die wechselvolle Geschichte einer bürgerlichen Familie über ein Jahrhundert.Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die Schenken bereitet. CoverDie Gestaltung vom Cover hat mich erst auf das Buch aufmerksam gemacht. Es ist zwar nicht spektakulär gestaltet aber genau das hat mich angezogen. Nicht umsonst sagt man, oft ist weniger mehr. Ich wollte unbedingt wissen, was dahinter steckt und als ich mir den Klappentext dazu durchgelesen habe, musste ich da Buch haben. Kathas MeinungWie oben schon geschildert, bin ich auf dieses Buch aufgrund des Covers aufmerksam geworden. Eigentlich aber eher rein zufällig beim stöbern im Bloggerportal. Und da mich auch der Titel angesprochen hat, musste ich es lesen. Bin ja selbst so ein Mama-Kind und Mama ist für mich die wichtigste Person in meinem Leben. Ich wüsste gar nicht, was ich machen würde, wenn sich meine Mama nicht mehr an mich oder unsere gemeinsame Zeit erinnern könnte und ich zuschauen muss, wie es meiner Mama aufgrund der Krankheit immer schlechter geht. Für mich persönlich wäre das der größte Albtraum.Der Titel und der Klappentext versprach also eine rührende Geschichte, allein schon der Satz "....über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter..." lies bei mir Tränen runter kullern.Eigentlich bin ich ohne große Erwartungen an das Buch rangegangen, und ich war überrascht, denn ich habe erwartet, dass hier viel mehr auf die Alzheimer-Erkrankung der Mutter eingegangen wird. Natürlich werden hier die Ängste der Angehörigen aufgrund der Erkrankung thematisiert, jedoch liegt hier nicht der Fokus. Ich muss auch zugeben, dass es bei mir eine Zeit dauerte, bis ich völlig erkannt habe, dass es sich hier um eine autobiografische Lebensgeschichte handelt.Als die Krankheit immer mehr voranschreitet, so dass sich ihre Mama nicht mehr selbstständig versorgen kann, muss sie in einem Pflegeheim leben. Cecilie sieht es als ihre Pflicht, das Elternhaus auszuräumen und findet dabei ganz hinten in einer Schublade versteckt, einen Packen Papiere, die alle sorgfältig sortiert und mit der Handschrift ihrer Mutter beschriftet sind. Es stellt sich raus, dass ihre Mama, ohne das Wissen anderer, über einen Zeitraum von 40 Jahren alle Weihnachtsgeschenke die in der Familie untereinander ausgetauscht wurden, notiert hat. Leider kann Cecilie sich darüber nicht mehr mit ihrer Mama austauschen, denn diese erkennt sie nicht mehr. So bleibt Cecilie nur die Möglichkeit sich alleine intensiver mit den Weihnachtsaufzeichnungen ihrer Mama zu beschäftigen, die ihr dabei helfen, die Krankheit und den Abschied zu ihrer Mama erträglicher zu machen.Für mich eine sehr schön aber auch rührende Familiengeschichte die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Deswegen vergebe ich 4/5 Sternen.

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  • Tränen und Lächeln garantiert ...

    Die Geschenke meiner Mutter

    wortgeflumselkritzelkram

    07. November 2016 um 08:17

    Das Buch "Die Geschenke meiner Mutter" ist 2016 im Penguin Verlag erschienen.Zum Inhalt: Die Mutter der Autorin, die an Alzheimer erkrankt ist, muss ins Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet Cecilie Zettel, auf denen die Mutter über viele Jahrzehnte alle Weihnachtsgeschenke aufgelistet hat, die gegeben und genommen wurden. Damit werden bei Cecilie teilweise lang vergessene Erinnerungen ausgelöst: Erinnerungen an geliebte Menschen, Schicksalsschläge, Glücksmomente. Schon nach dem ersten Kapitel hat mich dieses autobiografisch angelegte Buch gepackt. Zunächst muss ich ja sagen, dass das irgendwie mein Albtraum ist! Mal abgesehen von einer möglichen Alzheimer-Erkrankung denke ich nur mit Schrecken an den Zeitpunkt, wenn der Große, der Nachzügler und ich einmal die Häuser oder Wohnungen unserer Eltern leer räumen müssen. Und es ist so, wie Enger schreibt: "Es ist, wie Seiten aus einem Tagebuch zu reißen. Es ist nicht nur ein Leben, das weggeworfen oder aufgeteilt wird, sondern mehrere." Die Listen, die Cecilie findet, lassen sie in Erinnerungen eintauchen. Und die Geschenke, die auf den Listen aufgeführt sind, stehen quasi als Synonym dafür, wie reich man im Leben beschenkt wird. Und auch Cecilie bekommt durch diese Listen so viel geschenkt - nicht nur die Erinnerungen ihrer Mutter, sondern auch ihre eigenen kommen wieder hoch. Und dadurch schafft sie es, sich auch mit der Krankheit ihrer Mutter zu versöhnen. "Als könnte sie ihre Sehnsucht berühren", beschreibt sie ihr Gefühl, wenn sie die Listen liest. Sehnsucht nach Wissen, Vergangenem, unwiderruflich verlorenem. Aber eben auch Aussöhnung. Wissen, was man hatte und hat. Das lässt mich im positiven Sinne fassungslos mit durchnässten Taschentüchern zurück. "Alle wissen, dass es eines Tages passieren wird. Es ist natürlich, den Tod unserer Eltern zu erleben. Aber wenn es so weit ist, ist es doch ganz anders als das, worauf man sich vorbereitet hat. Es ist eine leere Trauer, man fühlt sich wie ein verlassenes Kind und ist doch erwachsen. Es ist die Wehmut über eine verlorene Zeit, die Reue darüber, was gesagt und nicht gesagt wurde und die Dankbarkeit über alles, was schön war!" Eine absolute Leseempfehlung!

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Die Geschenke meiner Mutter

    Die Geschenke meiner Mutter

    Kleine8310

    29. January 2015 um 10:50

    "Die Geschenke meiner Mutter" ist ein Buch von Cecilie Enger. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Cecilie Enger deren Mutter an Alzheimer erkrankt und in ein Pflegeheim kommt. Für Cecilie ist es sehr schwer mit der Erkrankung ihrer Mutter und den dazugehörigen Veränderrungen umzugehen. Nachdem ihre Mutter nicht mehr zuhause lebt kümmert sich Cecilie um den Verkauf des Hauses und sortiert auch die Erinnerungsstücke aus. Dabei findet sie eine Liste ihrer Mutter, auf der alle Geschenke notiert sind, die je in der Familie gemacht worden sind. Mit dieser Liste beginnt für Cecilie eine emotionale Reise in die Vergangenheit ihrer Familie und ihrer eigenen...   Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen und es war auch der Grund, warum ich überhaupt erst den Klappentext gelesen habe. Das Buch beschreibt das Leben der Familie Enger über Jahrzehnte hinweg und es werden Anekdoten über Geschenke und Familienmitglieder erzählt. Durch diese Themen bekommt man als Leser auch einen guten Eindruck von den Beziehungen der Familienmitglieder untereinander, was interessant ist, mich aber nicht gefesselt hat.  Bei dieser Geschichte hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht, denn das Potenzial war durchaus dafür gegeben. Die Momente in denen die Emotionen durchkamen waren mir leider viel zu selten.  "Die Geschenke meiner Mutter" ist ein autobiografisch gefärbtes Buch, mit einer netten Familiengeschichte, aber für mich mit zu wenig Emotionen. 

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  • Der autobiografisch gefärbte Roman ist interessant und lesenswert geschrieben

    Die Geschenke meiner Mutter

    Lesegenuss

    21. January 2015 um 11:40

    „Ich war schon lange darauf vorbereitet, dass der Tag kommen würde, aber nur als ein Tag in ferner Zukunft.“  Mit diesem Satz beginnt das Buch der Autorin Cecilie Enger „Die Geschenke meiner Mutter“. Geschrieben in der Ich-Perspektive von Cecilie, die vor der schweren Aufgabe steht, das Elternhaus auszuräumen. Es wird verkauft, da die Mutter an Alzheimer erkrankt, nicht mehr allein darin leben kann und nunmehr in einem Pflegeheim untergebracht ist. Der Inneneinband zeigt handgeschriebene Zettelchen, Fotos von früher und vermittelt schon den ersten Eindruck, worum es in der Geschichte geht. In einer Schublade findet Cecilie die sorgsam aufbewahrten Zettel mit der Handschrift ihrer Mutter. Über einen Zeitraum von 40 Jahren hatte sie jedes Jahr zu Weihnachten Notizen über die Geschenke der Familie aufgeschrieben. All diese Zettel rufen längst Vergessenes in Cecilie wach, die Erinnerungen an vergangene Weihnachten. Auch wenn diese Notizen allesamt von Weihnachten handeln, ist „Die Geschenke meiner Mutter“ kein Buch, was nur zu dieser Jahreszeit gelesen werden kann/sollte. Hier wird die Familiengeschichte auf eine ganz besondere Art erzählt. Für alle, die sich in einer ähnlichen familiären Situation befinden, auch eine Art Trost und Hilfe mit dieser Krankheit umzugehen. Ein Mensch hinterlässt immer irgendwelche Spuren. Man muss nur die Augen öffnen, um sie zu sehen. Der autobiografisch gefärbte Roman „Die Geschenke meiner Mutter“ ist interessant und lesenswert geschrieben, teils auch melancholisch. Nah am Leser dran, mit lebendigen Charaktere, sollte man auf die eigene Spurensuche seines Lebens gehen. Licht und Schatten liegen dicht beieinander und das Schicksal von Cecilies Mutter zeigt, wie vergänglich doch das Leben ist.

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  • Ein nachdenkliches, wirklich schönes Buch, das sicherlich sehr vielen Menschen Mut macht...

    Die Geschenke meiner Mutter

    olivia

    21. November 2014 um 21:50

    Alzheimer.... Eine Krankheit, vor der man sich wirklich fürchten muss. Das kommt auch in dieser Geschichte wieder einmal ganz klar zum Ausdruck! Schon vor längerem hatte ich irgendwo gelesen, dass die an Alzheimer Erkrankten oft das Gefühl haben, etwas oder jemanden zu kennen, ohne ihn erkennen zu können. Das muss oft eine sehr schwierige und sehr anstrengende Angelegenheit sein, wenn man das Gefühl hat, sich an etwas erinnern zu wollen, ohne es zu können. Und genau das geht auch aus der Geschichte Cecilie Engers hervor. Denn die Mutter Cecilies hat teils lichte Momente, meistens jedoch erkennt sie ihre Tochter nicht wirklich. Was für eine schreckliche Krankheit! "Eine Ärztin hat uns bei einem Angehörigengespräch gesagt, dass Mutter aller Wahrscheinlichkeit nach bei Begegnungen mit Menschen, die sie gut gekannt hat, traurig wird, weil sie dabei auf eine vage und verwirrende Weise daran erinnert wird, was sie verloren hat." Ich muss zugeben, dass es bei mir einige Zeit dauerte, bis ich völlig realisiert hatte, dass die Lebensgeschichte autobiographisch ist. Zuerst dachte ich, würde es sich hier ausschließlich um diese Listen handeln, die die Mutter jedes Jahr zu Weihnachten erstellte. Und auf denen akribisch genau festgehalten wurde, wer welches Geschenk erhielt. Dass man anhand dieser Geschenkübersichten auf viele (Lebens-)Geschichten kam, die im direkten Zusammenhang mit dem Beschenkten standen, war ein wirklich guter Einfall. Oder auch einfach nur Realität, denn so wird es sicherlich eher gewesen sein. Dass nämlich Cecilie beim Durchblättern dieser Übersichten, die übrigens auf den Innenseiten des Buches abgedruckt sind, auf viele kleine Begebenheiten stieß, die ihr so wieder ins Bewusstsein kamen. Eine kleine Beeinträchtigung des Buches besteht für mich darin, dass nicht alles in chronologischer Reihenfolge aufgeführt ist; kleine zeitliche Sprünge erfolgen, die mich immer mal wieder ein wenig verwirrten. Ebenso die große Menge an Personen, die in Spiel gebracht und über die einige Situationen geschildert werden, bewirkten, dass ich manchmal leicht den Überblick verlor, um wen es denn nun gerade ging und in welcher Relation diese Person denn nun eigentlich zur Autorin steht. Aber das kann selbstverständlich auch nur bei mir so gewirkt haben, ich bin gespannt, wie andere das in ihren Rezensionen schildern werden. In Engers Buch "Die Geschichte meiner Mutter" wird meiner Meinung nach auch Sinn und Zweck des Schenkens erneut ins rechte Licht gerückt. Und dass es sich hier eben nicht immer ausschließlich um neue, ultramoderne Sachen handeln muss, sondern - sicherlich auch aus Geldmangel heraus - durchaus schon einmal um "gebrauchte" Dinge, die aber gerne und mit viel Freude weitergereicht werden! Und so sollte ein Geschenk ja schließlich auch sein oder? Alles in allem aber eine wunderschöne Familiengeschichte - die anhand von Listen wunderbar aufgebaut ist. Und nicht jeder hat das Glück, so viele Informationen aus seinem direkten Umfeld erhalten zu können, wie es bei Cecilie Enger der Fall war! Mein Fazit Eine berührende Lebens- und Familiengeschichte, die sicherlich vielen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, sehr viel Mut macht. Vor allem dadurch, dass man sich nicht völlig alleine mit seinem Problem fühlt....

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  • Ein wunderbarer Roman

    Die Geschenke meiner Mutter

    WinfriedStanzick

    08. October 2014 um 08:57

      In Deutschland relativ unbekannt, ist die 1963 geborene Schriftstellerin Cecilie Enger in ihrem Heimatland Norwegen nicht nur eine bekannte Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen, sondern auch eine erfolgreiche und mit vielen Preisen ausgezeichnete Romanautorin.   In ihrem hier von Gabriele Haefs aus dem Norwegischen übersetzten siebten Buch nähert sie sich, stark autobiographisch gefärbt, der Geschichte ihrer Mutter und ihrer Familie. Als die Mutter Cecilies nämlich irgendwann wegen ihrer fortschreitenden Alzheimer-Krankheit nicht mehr selbständig zu Hause bleiben kann und fortan in einem Pflegeheim leben muss, sieht sich Cecilie vor die Aufgabe gestellt, das Elternhaus auszuräumen.   Dabei findet sie tief hinten in einer Schublade versteckt einen Packen Papiere, sauber geordnet, eng beschrieben mit der Handschrift der Mutter. Es stellt sich heraus, dass die Mutter ohne Wissen der anderen Familienmitglieder über einen Zeitraum von nahezu vierzig Jahren jedes Jahr alle Weihnachtsgeschenke vermerkt hat, die in der Familie gegenseitig ausgetauscht wurden.   Bei den Besuchen, die sie ihrer Mutter im Heim abstattet, kann  sie mit ihr darüber nicht reden. Die Mutter erkennt ihre Tochter nicht mehr und diese muss sich mit wenigen Lichtblitzen des verbliebenen Langzeitgedächtnisses der Mutter zufrieden geben.   Umso intensiver beschäftigt sie sich fortan mit den Weihnachtsaufzeichnungen der Mutter. Sie geht dabei chronologisch vor und lässt sich von den dort aufgeführten Namen und Jahreszahlen und den gemachten Präsenten forttreiben in eine Welle von Erinnerungen an Menschen, nahe und geliebte und ferne, fremd gebliebene. All diese Szenen helfen Cecilie, die schwierige Situation eines Abschieds zu Lebzeiten zu verkraften. Da beschreibt sie regelrechte Familiendramen, erlebt tiefe Glücksmomente wieder und wärmt sich an Geschichten, die das Leben in ihrer Familie schrieb.   Einer Familie mit einem einflussreichem bürgerlichen Hintergrund, in der die Literatur eine große Rolle spielte. Die Mutter ist eine politisch sehr engagierte Frau, die insbesondere 1971 vor der endgültigen Abstimmung über die EG-Mitgliedschaft Norwegens durch ihre Aktivitäten sich immer mehr von ihrem Mann, der schon bald eine führende Position in einem großen Konzern innehat, entfremdet. Irgendwann zieht der Vater aus.   Die „Geschenke meiner Mutter“ auf der sich über vier Jahrzehnte hinziehenden Liste lassen Cecilie in die Geschichte ihrer Beziehungen zu ihrer Mutter fallen, eine Beziehung, die geprägt war von enger Verbundenheit einerseits und heftigem Widerspruchsgeist andererseits.   Sie schöpft unendlich viel Kraft und Trost daraus. Sie denkt nach über Liebe und Vergänglichkeit, über die unbeschreibliche Kraft, die eine Familie für ihre Mitglieder darstellen kann und wie das so ist mit der Freude am Schenken.   Wohl dem, so dachte ich oft beim Lesen, der auf eine solche reiche und vor allen Dingen gut dokumentierte Familiengeschichte blicken kann, in ihr lebt und webt und das, was sie getragen hat, vielleicht auch an die eigenen Kinder weitergeben kann.   „Die Geschenke meiner Mutter“ ist ein wunderbarer Roman, der hierzulande bislang aber leider noch zu wenig Beachtung findet.

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