Cees Nooteboom

 3.7 Sterne bei 364 Bewertungen
Autor von Allerseelen, Rituale und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Cees Nooteboom

Cees Nooteboom wurde als Cornelis Johannes Jacobus Maria Nooteboom am 31. Juli 1933 in Den Haag, Niederlande geboren. Er besuchte mehrere katholische Schulen und beendete seine Sekundarausbildung an einer Abendschule in Utrecht. Nach seinem Berufseinstieg bei einer Bank in Hilversum, reiste er durch ganz Europa. Seine Reiseberichte, die weniger Reportagen sondern vielmehr genaue Beobachtungen sind, festigten seinen Ruf als Reiseschriftsteller. Sein Debüt »Philip en de anderen« erschien 1955, drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel »Das Paradies« und wurde in seinem Heimatland mit dem »Anne-Frank-Preis« ausgezeichnet. In Deutschland erlangte der Autor seinen Durchbruch 1991 mit seiner Novelle »Die folgende Geschichte«. 1980 veröffentlichte er seinen ersten Roman »Rituale« welcher auch verfilm wurde. Neben einer Vielzahl an nationalen und interantionalen Auszeichnungen wurde ihm 2006 die Ehrendoktorwürde der Radboud Universität und 2008 der Freien Universität Berlin verliehen. Nooteboom ist mit Simone Sassen verheiratet und lebt in Amsterdam und auf Menorca.

Alle Bücher von Cees Nooteboom

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Allerseelen

Allerseelen

 (67)
Erschienen am 23.10.2000
Rituale

Rituale

 (54)
Erschienen am 14.08.2010
Die folgende Geschichte

Die folgende Geschichte

 (51)
Erschienen am 19.12.1995
Philip und die anderen

Philip und die anderen

 (28)
Erschienen am 20.12.2004
Paradies verloren

Paradies verloren

 (27)
Erschienen am 30.10.2006
Mokusei!

Mokusei!

 (18)
Erschienen am 21.06.1993
Ein Lied von Schein und Sein

Ein Lied von Schein und Sein

 (12)
Erschienen am 24.03.1997
Rituale: Roman (suhrkamp taschenbuch)

Rituale: Roman (suhrkamp taschenbuch)

 (7)
Erschienen am 04.08.2013

Neue Rezensionen zu Cees Nooteboom

Neu
thiefladyXmysteriousKathas avatar

Rezension zu "Die folgende Geschichte" von Cees Nooteboom

Gute Nacht in Amsterdam -guten Morgen in Lissabon!
thiefladyXmysteriousKathavor 10 Monaten

Die folgende Geschichte

„Meine Wohnung ist voll von Büchern, die mir erlauben zwischen Ihnen zu leben.“ Ein Buch mit solch einem tollen Satz muss man doch einfach lieben oder? Cees Nooteboom hat mich mit seiner Novelle rund um Herman Mussert wirklich begeistert und ich werde sicherlich mehr von diesem grandiosen Autor lesen!


Inhalt:

Der Anfang dieser Geschichte ist rätselhaft: Wieso wacht Herman Mussert in Lissabon in einem ihm vertrauten Zimmer auf, obwohl er in Amsterdam wohnt und sich dort auch am Abend zuvor zum Schlafen niedergelegt hat? Und ist der folgende Gang durch Lissabon nur eine Reise in der Erinnerung, also eine Reise in der Zeit - in der gleichen Weise, wie die der Voyager-Sonde, deren Bilder Mussert in Amsterdam vor dem Einschlafen betrachtete, eine Reise in den Raum ist? Im zweiten Teil der Erzählung bricht Mussert zusammen mit sechs anderen Personen von Lissabon zu einer Schiffsreise nach Brasilien auf. Sie erzählen sich die Geschichten ihres Lebens. Die Geschichte, die Herman Mussert als letzter erzählt, scheint alle Rätsel zu lösen und alle Fragen des Lesers zu beantworten. Er gibt ihr den Titel Die folgende Geschichte.


Meinung

Was für eine Geschichte! Und wie meisterhaft erzählt sie ist! Ich weiß gar nicht, wie ich das genau in Worte fassen soll. Diese Geschichte muss man einfach lesen – am besten ohne sich vorab viel damit zu beschäftigen – einfach in den tollen Stil fallen lassen. Die Geschichte ist von der ersten Seite an spannend, denn man fragt sich ununterbrochen: Wieso wacht Herman Mussert In Lissabon auf, wenn er sich doch in Amsterdam schlafen gelegt hat? Es beginnt eine Reise durch Lissabon und wir begleiten ihn dabei, wie er sich an vergangene Ereignisse in Lissabon erinnert. Er berichtet viel von seiner Zeit als Lehrer, Lateinübersetzter und Liebhaber einer ganz besonderen Frau. Mich hat absolut fasziniert, wie sehr er die lateinische Sprache und die antike Mythologie liebte und wie Cees Nooteboom überall auch kleine Anspielungen auf jene Mythologie miteinwebt. Der zweite Teil der Geschichte ist fast noch rätselhafter, doch das Ende klärt fast alles auf (auch wenn man einiges selbst interpretieren muss) und ist, wenn möglich, auf den letzten Seiten noch grandioser. Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne und ich werde mir sicherlich noch ganz viel Lesestoff aus Nootebooms Feder besorgen und lesen!

Kommentare: 1
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MimoxRobbys avatar

Rezension zu "Philip und die anderen" von Cees Nooteboom

wunderschöne, fassbare Bilder und doch unfassbar
MimoxRobbyvor einem Jahr

Dieses Buch begegnete mir zufällig auf einer Reise mit Freunden und da ich meinen geplanten Lesestoff vergessen hatte, wurde mir dieses von einem Freund als Leihgabe empfohlen.

Es sollte mir eigentlich als Einschlafhilfe dienen - doch riss es mich völlig aus meiner Müdigkeit und aus der mich damals umgebenden Welt, sodass ich nachdenklich-verträumt mit Philip auf eine Reise ging und es für mich aus den von Cees Nooteboom wunderschön gemalten, echten Bildern über das Leben keinen Ausweg mehr gab. Bis heute.

Ich habe dieses Buch bisher sicher an die 30 Mal gelesen, es verschenkt, weiterempfohlen, verliehen und vergessen und mittlerweile auch schon etwa 12 Mal neu gekauft.
Und ich werde damit so schnell nicht wieder aufhören.

Die feinspürende, neugierige und jugendlich-naive Art die einen aus dem Alltag entführt und es schafft einen an sein junges Selbst zu erinnern und schwelgen zu lassen, macht einfach nur unfassbar zufrieden und im Wandel des eigenen Empfindens ändert sich für mich mit jedem Lebensabschnitt auch die Sicht auf dieses Buch und dennoch ist es jedes Mal wie ein Heimkommen.

"Dieser Roman wurde mein persönliches Kultbuch, und jedes Mal, wenn ich mich neu verliebte, wurde daraus vorgelesen", schreibt Rüdiger Safranski im Nachwort. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Edith_Hornauers avatar

Rezension zu "»Ich hatte ja tausend Leben«" von Cees Nooteboom

... ein Wanderer
Edith_Hornauervor 2 Jahren

Cees Nooteboom ist für mich eine Art Weltenbummler, der einen mit zieht durch Geschichten, Gedichte usw. Ich nehme ihn immer wieder
aus dem Regal, weil mich seine Schreibweise fasziniert. Ich mag seine Sprache sehr, er lädt zum Verinnerlichen ein und schenkt eine wunderbare Sichtweise auf die Dinge, die er gerade beschreibt.

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Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag (Niederlande) geboren.

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