Cees Nooteboom Die folgende Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Die folgende Geschichte“ von Cees Nooteboom

Es handelt sich hier um ein kunstvolles Geflecht aus erzählender Handlung, philosophischer Reflexion und überraschendem Inbeziehungsetzen anscheinend beziehungsloser Ereignisse, das Rätsel aufgibt und zugleich fesselt.

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  • Rezension zu "Die folgende Geschichte" von Cees Nooteboom

    Die folgende Geschichte
    Flauschi

    Flauschi

    26. January 2012 um 18:31

    1991 als Buchwochengeschenk erschienen ist Cees Nootebooms "het volgende verhaal"( auf Deutsch "Die folgende Geschichte") eine Geschichte über das Sterben, die Liebe zur Philosophie sowie ein Sinnbild des Leides. Der Protagonist ein ehemaliger Lehrer nun Reiseführerschreiber bemitleidet sich im ganzen Buch selbst, das er Tod ist, nur einmal geliebt hat, so hässlich ist usw usw usw. Ihm macht nichts mehr Spaß als das Lesen und Lehrern von Altlateinischen Sprachen, Platon, Ovid und co Dann gibt es da seine einzige Liebe die Biologielehrerein Maria Zeinstra, ihr Mann Arend Herfst, Niederländisch und Sportlehrer sowie selbstverliebter Poet. Dann natürlich noch Lisa d'India. Musterschülerin, Hochbegabte und junge Frau in die alle Lehrer (mit Ausnahme Musserts) verliebt sind. Was folgt sind eine Lehrer-Schüler-Affäre, die Rache der Zeinstra mit einem Seitensprung Mosserts, eine Prügelei, 2 Verweise, ein jammernder Philosoph sowie die ewige Frage "Lebe ich noch? Bin ich schon tot? Ich weiß nicht ich gehörte noch nie zu den Menschen, die sich um jeden Preis mit niedergeschriebenen Problemen anderer herumschlagen. Wäre es nicht für ein Seminar an der Uni gewesen, dieses Buch hätte niemals den Weg in meine Hand gefunden. Auch wenn das "literarische Quartett" es damals lobte und dieses Buch von einigen Buchkritikern in höchsten Tönen gelobt wird... Ich mag halt lieber "Schrottliteratur" sowie gut geschriebene Fantasy

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  • Rezension zu "Die folgende Geschichte" von Cees Nooteboom

    Die folgende Geschichte
    Ulf_Borkowski

    Ulf_Borkowski

    23. February 2011 um 14:41

    „Meine eigene Person hat mich nie sonderlich interessiert, doch das hieß nicht, dass ich auf Wunsch einfach hätte aufhören können, über mich nachzudenken — leider nicht. Und an jenem Morgen hatte ich etwas zum Nachdenken, soviel ist sicher.“ Mit diesen Sätzen beginnt Cees Nootebooms poetische Erzählung „Die folgende Geschichte“. Der Altphilologe Herman Mussert, der seit seiner Suspension als Studienrat als Dr. Strabo Reiseführer schreibt, wacht in einem Hotelzimmer in Lissabon auf, obwohl er sich am vorherigen Abend in seiner Amsterdamer Wohnung schlafen gelegt hat. An diesen kafkaesken Einstieg schließen sich scheinbar unzusammenhängende Sequenzen aus Realität und Traum, Vergangenheit und Gegenwart des Protagonisten. Das Zimmer kennt er aus seiner Vergangenheit, als er vor 20 Jahren eine Affäre mit seiner Lehrerkollegin Maria Zeinstra hatte. Im ersten Teil der Erzählung reflektiert der Ich-Erzähler, der ob seines Aussehens und seiner Profession von seinen Schülern auch Sokrates genannt wird, diese Episode seines Lebens um die Vierecks-Beziehung zwischen ihm selbst, seiner Geliebten, deren Ehemann, den Sportlehrer Arend Herfst, der wiederum eine Affäre mit der von Herman Mussert verehrten, hochbegabten Schülerin Lisa d’India hat. In den Reflexionen des Protagonisten geht es immer wieder um die Themenkomplexe Tod, Reisen und natürlich um antike Mythologie und Philosophie. Der erste Teil der Erzählung zeichnet die verpasste Chance des Altphilologen aus seiner Welt antiker Sprachen, Philosophie und Mythologie zu entkommen und das Scheitern dieser Gelegenheit. Geschickt werden Passagen aus Ovids „Metamorphosen“mit der Lebensgeschichte des Protagonisten verwoben . Ohne alle Zusammenhänge aufzudecken beginnt unvermittelt der zweite Teil der Erzählung. Auf einer Schifffahrt vom portugiesischenBelém nach Belém in Brasilien trifft Herman Mussert auf sechs unterschiedliche Charaktere. Während der – einer Todesfahrt gleichen – Reise erzählen sie Bruchstücke ihres Lebens einer gesichtslosen Frau. Alle Geschichten befassen sich mit dem Tod. Jeder Erzähler scheint auf eigene Art seine Erfüllung zu finden, wenn er der Frau ins Gesicht blickt, was den anderen verborgen bleibt. Die Erzähler verschwinden unmittelbar nach ihrer Geschichte. Herman Mussert ist als letzter dran. Wiederum erinnert er sich an die Ereignisse vor 20 Jahren, als er in einer Unterrichtsstunde die Todesszene des Sokrates rezitiert, wobei er sich in die Rolle des Sokrates und seine Lieblingsschülerin Lisa d’India in die Rolle von Sokrates’ SchülerKriton versetzt. Im Anschluss daran löst sich die tragische Geschichte in einem Kampf mit dem eifersüchtigen Ehemann von Herman Musserts Geliebter Maria Zeinstra und den sich daran anschließenden Unfalltod seiner Lieblingsschülerin auf. Als Mussert der gesichtslosen Frau ins Gesicht blickt hat sie das Gesicht von Lisa d’India und erzählt ihr „Die folgende Geschichte“, die damit kreisförmig endet. „Die folgende Geschichte“ ist eine kunstvolle, poetische Erzählung, die mit vielen antiken Zitaten und Versatzstücken aufwartet und reichlich Raum zur Interpretation lässt. Die einzelnen Sequenzen sind so ineinander verschachtelt, dass es dem Leser – vermutlich gewollt – schwer fällt zwischen Traum und Wirklichkeit, Gegenwart und Retrospektive zu unterscheiden. Ein Hauptthema des Buches ist zweifelsohne der Widerstreit zwischen Antike und Moderne, der sich einerseits in dem Altphilologen Mussert und andererseits in seinem natürlichen Widersacher, dem moderne Gedichte schreibenden Niederländisch- und Sportlehrer Arend Herfst, der zudem der Ehemann von Musserts Affäre Maria Zeinstra ist, widerspiegelt. Aber auch den Naturwissenschaften seiner Geliebten ist der völlig in der Antike verhaftete, stetig Ovid zitierende und die Präzision des Latein verklärende Altphilologe nicht gerade zugetan. Ein weiteres zentrales Motiv der Erzählung ist die Liebe, die sich in den beiden Antipoden Lisa d’India und Maria Zeinstra wiederspiegelt. Auf der einen Seite die platonische Liebe zu der begabten, an Musserts Leidenschaft zur Antike anteilnehmende, Schülerin, auf der anderen Seite die rationale Naturwissenschaftlerin, zu der er sich körperlich hingezogen fühlt. Ferner zieht sich das Thema Reise wie ein roter Faden durch die gesamte Novelle. Nicht nur, dass der Protagonist sich selber als Reiseschriftsteller unter dem Pseudonym Dr. Strabo verdingt, auch die Erzählung an sich und vor allem deren zweiter Teil fassen das ganze Leben unter steter Bezugnahme auf die griechische Mythologieals Reise auf. Der geneigte Leser wird in dieser poetischen Erzählung sicher noch diverse andere Themata finden, wie die immer wieder auftauchenden Motive des Zeitverlaufs, der Metamorphose oder des Todes, auf den letztlich alles und auch „Die folgende Geschichte“ hinausläuft. Das Buch ist ein kleines sprachliches und poetisches Meisterwerk, das sicher erst nach mehrmaliger Lektüre gänzlich erschlossen werden kann, wenn dies überhaupt möglich ist oder vielleicht auch gar nicht gewollt ist. So meinte Nooteboom in einem Interview selbst: „Jedem sei seine eigene Interpretation gestattet, für mich aber ist es eine Geschichte über den Tod, ganz einfach. Ein Mann stirbt in Amsterdam und sieht sein ganzes Leben in wenigen Sekunden an sich vorüberziehen. Das ist der Grundgedanke.“

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  • Rezension zu "Die folgende Geschichte" von Cees Nooteboom

    Die folgende Geschichte
    Zobel

    Zobel

    12. April 2008 um 18:03

    Habs wohl nicht verstanden. Fing gut an und hat niergendwo hin geführt. Hab das Buch nach der letzten Seite zugemacht und ein Fragezeichen im GEsicht gehabt!