Celeste Jones

 4.2 Sterne bei 13 Bewertungen

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Celeste JonesNicht ohne meine Schwestern
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Nicht ohne meine Schwestern
Nicht ohne meine Schwestern
 (11)
Erschienen am 17.02.2012
Celeste JonesNot without My Sister
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Not without My Sister
Not without My Sister
 (2)
Erschienen am 28.11.2008

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TanteGhosts avatar

Rezension zu "Nicht ohne meine Schwestern" von Celeste Jones

Ein ehrlicher Tatsachen Bericht über eine Sekte und wie man da raus kommen könnte.
TanteGhostvor 9 Monaten

Ich war fasziniert und geschockt und einfach nur krank vor Sorge um das Seelenheil der Kinder.

Inhalt:
Celest Ihre Eltern gehören einer Sekte an, die sich die Familie nennt. Celest wird in diese Welt hinein geboren und ihr wird von Anfang an klar gemacht, dass sie etwas Besonderes ist. Dass Gott einzig die Mitglieder der Familie bei einem Weltuntergang überleben lässt.
Doch Celest macht eine noch weitaus Schlimmeres Martyrium durch. Sie wird im Namen des Glaubens von zahlreichen Männern auf die verschiedensten Weisen missbraucht.
Uhr Vater verlässt die Familie (also seine Familie, nicht die Sekte), weil Gott ihm das angeblich befohlen hat. Er zeugt mit mehreren Frauen noch Kinder verschiedener Nationalitäten und kümmert sich dann stellenweise nicht mehr darum.
Celest schafft nicht als erste der Familie den Absprung. Doch sie schafft ihn und baut sich in Freiheit ein neues Leben auf.
Und das ist nur ein Schicksal von vielen Menschen, die in Sekten gefangen sind.

Der erste Satz:
"IM JANUAR 2005 starb unsere Schwester Davida an einer Überdosis Drogen."

Der letzte Satz:
"Eine Zukunft, die wir nie für möglich gehalten hätten."

Fazit:
Celest berichtet schonungslos und ehrlich über ihr Schicksal. Dazu zählt auch, dass sie die Sekte am Anfang toll fand. Sie hat es als große Familie gesehen. Sie fand es toll, so viel aus der Bibel zu lernen und zu wissen. Doch das blieb nicht so. Als sie von ihren ersten Erkenntnissen berichtet hat, habe ich ein Lesen die Zweifel förmlich selber gefühlt, die da in ihr gleich kamen. Emotionen hat mich das Buch förmlich mit gerissen.
Kopfkino hatte ich nicht durchgängig. Aber bei einigen Szenen dann schon. Zum Beispiel als die Missbräuche beschrieben wurden. Oder auch wenn Celest oder ihre Geschwister von verschiedenen Geschehnissen und Erlebnissen berichtet haben. Dann habe ich alles mit ihnen gefühlt.
Nach wie vor unklar ist mir, wie Eltern so verblendet durchs Leben gehen. Da ist ein Mensch, der sich als Oberguru aufspielt und freien Sex für alle Predigt. Und die Leute machen das auch noch. Tauschen die Frauen untereinander oder überlassen ihre Kinder. Ich kann das einfach nicht verstehen.
Mein Wunder, dass mich das Buch komplett gefesselt hat. Ich konnte kaum davon lassen und musste einfach wissen, wie das für einige Personen aus geht. Und dabei habe ich mit den Kindern mit gelitten.
Eine aufrüttelnde Lektüre. Das war es auf jeden Fall. So krasse Ansichten, so verblendet.... Ganz ehrlich, die Leute, die den Absprung geschafft haben, haben damit eine großartige Leistung vollbracht. - Wobei ich diese Schilderungen jetzt gar nicht so dramatisch fand. Ich mein, klar, die Leute waren eingeschüchtert wegen dem, was ihnen die ganze Zeit erzählt worden ist, aber da war jetzt keine Rede von Verfolgern, die den Aussteigern ans Leben wollten. Ich meine, die sind sogar an die Öffentlichkeit, mit dem, was da so alles vor sich gegangen ist.

Oh man, das war mal ehrlich kranker Scheiß, der in der Sekte da abgegangen ist. Und ich kann alle Aussteiger nur zu ihrem Schritt gratulieren.
Auf jeden Fall rüttelt das Buch auf. Es liefert Insiderinformationen, wie man sie selten bis gar nicht bekommt. Deswegen gibt es hier auch eine ganz klare Leseempfehlung. Tut euch dieses Buch an!

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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Herbstroses avatar

Rezension zu "Nicht ohne meine Schwestern" von Celeste Jones

… und alles geschieht im Namen Gottes …
Herbstrosevor einem Jahr


Celeste, Kristina und Juliana wachsen als 2. Generation in der Sekte „Children of God“ auf, welche Ende der sechziger Jahre in Kalifornien von David Berg gegründet wurde. Anfang der siebziger Jahre trat der Vater der Mädchen der Sekte bei und bald wurde auch Celeste, die Älteste, geboren. Insgesamt zeugte Vater Jones mindestens 14 Kinder mit 7 verschiedenen Frauen. Die Kinder wuchsen nicht gemeinsam auf, sondern wurden zu Pflegefamilien oder in „Internate“ der Gemeinschaft gegeben, die sich an den verschiedensten Orten in Europa, Afrika und Asien befanden. Dort erwartete sie eine strenge Erziehung, harte Arbeit, Sex und Missbrauch. Die Sekte nannte sich inzwischen „Family of Love“ und handelte auch danach: Sie sollten möglichst viel Sex haben, auch mit Kindern, denn das sei der größte Ausdruck von Liebe. Fragwürdige Erziehungsmethoden, brutale Züchtigung und Prügel erwartete die Kinder, wenn sie ihre Meinung kundtaten oder nicht zu Willen waren. Da die Behörden mittlerweile auf das Treiben der Sekte aufmerksam wurden, wurden ständig Namen und Aufenthaltsorte und somit auch die Bezugspersonen gewechselt. Erst im Erwachsenenalter gelingt es den Schwestern, sich unabhängig voneinander aus den Zwängen der Sekte zu befreien …

„Nicht ohne meine Schwestern“ ist ein erschütternder Tatsachenbericht, der meine Vorstellungskraft, die ich bisher über Sekten hatte, bei weitem übertrifft. Die drei Autorinnen Celeste Jones, Kristina Jones und Juliana Buhring widmeten das Buch ihrer Schwester Davida, die an ihren Erlebnissen zerbrach und an einer Überdosis Heroin starb. In je einem Kapitel erzählen die Frauen zunächst von ihrer eigenen Kindheit und Jugend, die unabhängig voneinander doch ähnlich verlief. Da sie sich ab und zu trafen ist es nicht verwunderlich, dass einzelne Passagen ähnlich klingen und manche Ereignisse sich wiederholen. Ängste und Verluste, harte Arbeit und Gewalt, Züchtigungen, Gebete und Sex bestimmen die ersten Jahre der Mädchen, die der Willkür der Erwachsenen hilflos ausgeliefert sind. Um Geld zu beschaffen mussten sie singen, tanzen und betteln – das war ganz normal, sie kannten ja nichts anderes.

Im vierten Teil kommen die Schwestern abwechselnd zu Wort. Jede erzählt von ihren Gefühlen und von ihren ersten zaghaften Gedanken, die „Familie“, wie sich die Sekte nun nennt, zu verlassen. Doch wie sollten sie sich im „System“, wie die Welt außerhalb der Gemeinschaft genannt wurde, zurecht finden? Wie sollten sie sich von der eingetrichterten Ideologie befreien, wo doch draußen eine feindliche Welt auf sie lauert? Obwohl vor jedem Kapitel steht, welches der Mädchen gerade seine Geschichte erzählt, ist dieser Teil des Buches nicht ganz leicht zu lesen. Zeitangaben und Zeitspannen überschneiden sich und neue Namen von Bezugspersonen, von Halb- und Stiefgeschwistern tauchen auf, die man bald nicht mehr zuordnen kann. Man verliert leicht den Überblick darüber, in welchem Alter das jeweilige Mädchen gerade war, als sie von diesem oder jenem Erlebnis berichtet. Dennoch gebührt ihnen größten Respekt dafür, dass sie es geschafft haben, sich aus den Klauen der Sekte zu befreien und für ihren Mut, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.


Zur Information:

Es handelt sich hier um ein beeindruckendes Dokument über die Praktiken der Sekte „Kinder Gottes“ und ihres sexbesessenen perversen Anführers David Berg. Nach seinem Tod 1994 übernahm seine Frau, die sich Maria nennt, die Führung. Die Praktiken der Prostitution zur Gewinnung neuer Mitglieder und der geduldete Kindesmissbrauch haben sie angeblich aufgegeben. Die Sekte besteht heute noch, auch in Deutschland, und nennt sich nun „The Family International“. Über die aktuelle Anzahl der Mitglieder herrscht Stillschweigen – 1984 waren es weltweit ca. 10.000, davon 4.500 Erwachsene und 5.500 Kinder.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-61822088.html

http://www.agpf.de/Mamay97.htm

http://www.sekten-sachsen.de/die-familie-kinder-gottes.htm

https://diefamilie.org/








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Ponybuchfees avatar

Rezension zu "Nicht ohne meine Schwestern" von Celeste Jones

Erschreckende Einblicke in eine Sekte
Ponybuchfeevor 2 Jahren

Die drei Schwestern reden von ihrer Vergangenheit in einer Sekte. Es ist interessand und erschreckend, aber sehr lesenswert.

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