Celeste Jones Nicht ohne meine Schwestern

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(7)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Nicht ohne meine Schwestern“ von Celeste Jones

Kristinas, Celestes und Julianas Familie ist die Sekte "Kinder Gottes", in der sie den Misshandlungen und dem Missbrauch durch erwachsene Sektenmitglieder hilflos ausgesetzt sind. Die Schwestern werden schon früh voneinander getrennt und leben in verschiedenen Missionsstationen der Gemeinschaft. Sie träumen von einem Wiedersehen, fürchten aber den Zorn Gottes, wenn sie sich dem Willen der "Familie" widersetzen. Schonunglos offen erzählen die Schwestern von den seelischen Grausamkeiten und der Gewalt unter dem Deckmantel des Glaubens. Ihre Geschichte ist voller schmerzlicher Erinnerungen, aber auch das Zeugnis einer mutigen Befreiung, die den Weg in eine neues Leben eröffnet.

erschreckend zu was Eltern fähig sind und mit ihren Kindern anstellen. wie können Erwachsene sich so manipulieren lassen?

— Myriam-Cecchetti
Myriam-Cecchetti

Einfach nur WOW, was diese Grausamkeit angeht! Die Schwestern haben ihr Leben in der Sekte offen und ehrlich niedergeschrieben. Top!!!!

— WriteReadPassion
WriteReadPassion

Ich war fasziniert und geschockt und einfach nur krank vor Sorge um das Seelenheil der Kinder.

— TanteGhost
TanteGhost

Stöbern in Biografie

Max

Ein wirklich intensiver Roman, aus dessen Sätzen einem die Leidenschaft für Kunst, Liebe und Sein förmlich entgegenspringt... LESENSWERT!

SomeBody

Slawa und seine Frauen

Autobiographisches Debüt. Nett zu lesen, aber wenige Highlights einer deutsch-ukrainischen Familienzusammenführung.

AnTheia

Gegen alle Regeln

biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

Buchmagie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • … und alles geschieht im Namen Gottes …

    Nicht ohne meine Schwestern
    Herbstrose

    Herbstrose

    11. July 2017 um 19:39

    Celeste, Kristina und Juliana wachsen als 2. Generation in der Sekte „Children of God“ auf, welche Ende der sechziger Jahre in Kalifornien von David Berg gegründet wurde. Anfang der siebziger Jahre trat der Vater der Mädchen der Sekte bei und bald wurde auch Celeste, die Älteste, geboren. Insgesamt zeugte Vater Jones mindestens 14 Kinder mit 7 verschiedenen Frauen. Die Kinder wuchsen nicht gemeinsam auf, sondern wurden zu Pflegefamilien oder in „Internate“ der Gemeinschaft gegeben, die sich an den verschiedensten Orten in Europa, Afrika und Asien befanden. Dort erwartete sie eine strenge Erziehung, harte Arbeit, Sex und Missbrauch. Die Sekte nannte sich inzwischen „Family of Love“ und handelte auch danach: Sie sollten möglichst viel Sex haben, auch mit Kindern, denn das sei der größte Ausdruck von Liebe. Fragwürdige Erziehungsmethoden, brutale Züchtigung und Prügel erwartete die Kinder, wenn sie ihre Meinung kundtaten oder nicht zu Willen waren. Da die Behörden mittlerweile auf das Treiben der Sekte aufmerksam wurden, wurden ständig Namen und Aufenthaltsorte und somit auch die Bezugspersonen gewechselt. Erst im Erwachsenenalter gelingt es den Schwestern, sich unabhängig voneinander aus den Zwängen der Sekte zu befreien … „Nicht ohne meine Schwestern“ ist ein erschütternder Tatsachenbericht, der meine Vorstellungskraft, die ich bisher über Sekten hatte, bei weitem übertrifft. Die drei Autorinnen Celeste Jones, Kristina Jones und Juliana Buhring widmeten das Buch ihrer Schwester Davida, die an ihren Erlebnissen zerbrach und an einer Überdosis Heroin starb. In je einem Kapitel erzählen die Frauen zunächst von ihrer eigenen Kindheit und Jugend, die unabhängig voneinander doch ähnlich verlief. Da sie sich ab und zu trafen ist es nicht verwunderlich, dass einzelne Passagen ähnlich klingen und manche Ereignisse sich wiederholen. Ängste und Verluste, harte Arbeit und Gewalt, Züchtigungen, Gebete und Sex bestimmen die ersten Jahre der Mädchen, die der Willkür der Erwachsenen hilflos ausgeliefert sind. Um Geld zu beschaffen mussten sie singen, tanzen und betteln – das war ganz normal, sie kannten ja nichts anderes. Im vierten Teil kommen die Schwestern abwechselnd zu Wort. Jede erzählt von ihren Gefühlen und von ihren ersten zaghaften Gedanken, die „Familie“, wie sich die Sekte nun nennt, zu verlassen. Doch wie sollten sie sich im „System“, wie die Welt außerhalb der Gemeinschaft genannt wurde, zurecht finden? Wie sollten sie sich von der eingetrichterten Ideologie befreien, wo doch draußen eine feindliche Welt auf sie lauert? Obwohl vor jedem Kapitel steht, welches der Mädchen gerade seine Geschichte erzählt, ist dieser Teil des Buches nicht ganz leicht zu lesen. Zeitangaben und Zeitspannen überschneiden sich und neue Namen von Bezugspersonen, von Halb- und Stiefgeschwistern tauchen auf, die man bald nicht mehr zuordnen kann. Man verliert leicht den Überblick darüber, in welchem Alter das jeweilige Mädchen gerade war, als sie von diesem oder jenem Erlebnis berichtet. Dennoch gebührt ihnen größten Respekt dafür, dass sie es geschafft haben, sich aus den Klauen der Sekte zu befreien und für ihren Mut, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Zur Information: Es handelt sich hier um ein beeindruckendes Dokument über die Praktiken der Sekte „Kinder Gottes“ und ihres sexbesessenen perversen Anführers David Berg. Nach seinem Tod 1994 übernahm seine Frau, die sich Maria nennt, die Führung. Die Praktiken der Prostitution zur Gewinnung neuer Mitglieder und der geduldete Kindesmissbrauch haben sie angeblich aufgegeben. Die Sekte besteht heute noch, auch in Deutschland, und nennt sich nun „The Family International“. Über die aktuelle Anzahl der Mitglieder herrscht Stillschweigen – 1984 waren es weltweit ca. 10.000, davon 4.500 Erwachsene und 5.500 Kinder. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-61822088.html http://www.agpf.de/Mamay97.htm http://www.sekten-sachsen.de/die-familie-kinder-gottes.htm https://diefamilie.org/

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Spring in eine Pfütze" von Viktoria Sarina

    Spring in eine Pfütze
    Knorke

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".  Monatsgenre "Biografie und Sachbuch" Zu Beginn soll das hier einfach ein kleiner Test sein und wir schauen mal, wie es uns gefällt oder was uns noch fehlt. Auf jeden Fall hoffe ich, dass wir ins Gespräch kommen über unsere Bücher, aber gerne auch über andere Dinge. Und falls sich eine Leserunde bildet, ist das natürlich auch sehr schön :)(Und da ich das hier nicht am Handy erstelle, verzichte ich auf schöne Emoticons und Symbole :D)

    Mehr
    • 100
  • Erschreckende Einblicke in eine Sekte

    Nicht ohne meine Schwestern
    Ponybuchfee

    Ponybuchfee

    07. August 2016 um 15:31

    Die drei Schwestern reden von ihrer Vergangenheit in einer Sekte. Es ist interessand und erschreckend, aber sehr lesenswert.