Celia Friedman

 4,3 Sterne bei 82 Bewertungen
Autor*in von Die Seelenjägerin, Die Seelenzauberin und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Celia Friedman arbeitete zwanzig Jahre lang als Kostümdesignerin, bevor sie den Beruf an den Nagel hängte, um nur noch zu schreiben. Ihre Dark-Fantasy-Romane wurden mit zahlreichen Publikumspreisen ausgezeichnet. Celia Friedman lebt mit mehreren Katzen im nördlichen Virginia.Nach »Die Seelenjägerin« und »Die Seelenzauberin« liegt nun »Die Seelenkriegerin«, der dritte Band der Serie, bei Piper vor.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Celia Friedman

Cover des Buches Die Seelenjägerin (ISBN: 9783492267748)

Die Seelenjägerin

(48)
Erschienen am 03.11.2010
Cover des Buches Die Seelenzauberin (ISBN: 9783492268608)

Die Seelenzauberin

(21)
Erschienen am 10.11.2011
Cover des Buches Die Seelenkriegerin (ISBN: 9783492269544)

Die Seelenkriegerin

(10)
Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Die Seelenkriegerin (ISBN: 9783492980463)

Die Seelenkriegerin

(1)
Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Die Seelenjägerin (ISBN: 9783492980067)

Die Seelenjägerin

(1)
Erschienen am 10.12.2013
Cover des Buches Die Seelenzauberin (ISBN: 9783492980357)

Die Seelenzauberin

(1)
Erschienen am 14.01.2014

Neue Rezensionen zu Celia Friedman

Cover des Buches Die Seelenjägerin (ISBN: 9783492267748)
phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Die Seelenjägerin" von Celia Friedman

phantastische_fluchten
Eine Einzelgängerin, die verbotene Wege geht

Niemand weiß, dass sich Zauberer vom Seelenfeuer eines Menschen ernähren. Während Hexer und Hexen ihre Lebenszeit hergeben, um einen Menschen zu heilen oder Hexerei zu wirken und somit weit vor ihrer Zeit sterben, schmarotzen die Magister von den Menschen und verlängern dadurch ihr Leben. Zauberei ist ausschließlich Männern vorbehalten und die Magister achten eifersüchtig darauf, dass niemand hinter das Geheimnis ihrer Macht kommt.

Kamala  akzeptiert diese Grenzen nicht. Sie findet einen Magier, der sie ausbildet und in das Geheimnis der Magister einweiht. Aber niemand darf erfahren, dass sie mehr als eine Hexe ist und das Geheimnis der Zauberer kennt. Das wäre ihr Tod. 

Auch als Magister akzeptiert Kamala keine Grenzen und keine Gesetze. Sie möchte wissen, wem sie das Seelenfeuer entzieht, welcher Mensch es ihr ermöglicht, Zauberei zu wirken.

Während Kamala noch lernt, mit ihren neuen Kräften umzugehen, geht das Gerücht um, dass die Seelenfresser zurückgekehrt sind. Wesen aus einem anderen Zeitalter, von denen man hoffte, dass sie aus der Welt verbannt wären. Da die Zauberer untereinander zerstritten und zu keiner gemeinsamen Handlung fähig sind, müssen sich die Menschen der neuen Gefahr stellen. 

 Kommentar:

Das Buch ist von 2007 und ich habe es im Rahmen der sub senioren challenge gelesen. Manchmal frage ich mich, warum manche Bücher so lange ungelesen bei mir im Regal stehen. Die Trilogie ist durchweg spannend und die Idee des Seelenfeuers wirklich innovativ.

Kamala ist eine starke junge Frau. Sie hat ein elendes Leben in Armut hinter sich. Sie war eine Diebin und Hure, spürte aber immer einen unbändigen Willen ihr Leben zu ändern. Eines Tages steht sie vor der Tür des Zauberers Aethanus, eines Einsiedlers. Der alte Mann hat sich aus dem höfischen Leben zurückgezogen, weil er es nicht mehr ertragen konnte, dass das Lebensfeuer eines Menschen für Prunk und Protz verschwendet wird. Zauberer binden sich oft an Monarchen, um am  Weltgeschehen mitwirken und es beeinflussen zu können. Die Menschen wissen nicht, dass die Macht der  Zauberer durch einen menschlichen Konjukt gespeist wird. Je mehr Zauber gewirkt werden, desto schneller schwindet das Seelenfeuer des Konjukts dahin. Die Krankheit wird von den Menschen Schwundsucht genannt und sie ist unheilbar. Würden die Menschen erfahren, dass die Zauberer hinter der Krankheit stecken, käme es zu einem Aufstand.

Auch Prinz Andovan leidet an der Krankheit. Er möchte wissen, wer oder was es ist, das ihm alle Kraft entzieht und ihn immer wieder schwach und hilflos zurücklässt. Er begibt sich auf die Suche nach einer rothaarigen Frau, die ihm immer wieder in seinen Träumen erscheint. Er ist sich sicher, dass diese Frau für seinen Zustand verantwortlich ist. Und auch Kamala unternimmt das Undenkbare. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Konjunkt. Aethanus rät ihr davon ab. Einen Menschen aus der Entfernung zu töten ist etwas anderes, als ihm dabei in die Augen zu sehen. Sollte Kamala jemals an dem Zweifeln, was sie tut, wird sie sterben.

Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen. Es handelt sich um eine mittelalterliche Welt, die der unseren nicht unähnlich ist. Der kalte Norden und der warme Süden haben wenig gemeinsam, immer wieder kommt es zu Grenzstreitigkeiten und Scharmützeln. Die ersten Gerüchte über Seelenfresser kommen aus dem Norden, doch niemand nimmt diese Gerüchte ernst. Insgesamt wirkt alles etwas düster.

Währenddessen verweist König Danton alle Zauberer des Landes, weil sie seinen Sohn nicht heilen können. Er nimmt sich einen neuen Berater und ahnt er nicht, wen er sich mit Kostas an den Hof geholt hat. Seine Frau, Königin Gwynofar, hasst Kostas vom ersten Moment an. Sie sagt, sein Gestank durchziehe den ganzen Palast. König Danton gerät immer mehr unter den Einfluss dieses unheimliches Mannes und er beginnt, Entscheidungen zu treffen, die nicht zum Wohle des Königreiches sind. 

Bei den Beschreibungen der Seelenfresser habe ich oft gedacht, dass die Magister doch eigentlich nichts anderes sind, als menschliche Seelenfresser. Mittlerweile bin ich bei Band zwei und die Entwicklung der Geschichte ist absolut gelungen. Prinz Andovan ist eine sehr sympathische Figur. Ein Mann in der Blüte seiner Jahre, der nicht versteht, was mit ihm passiert. Die Anfälle von Schwundsucht kommen schubweise, oft im ungünstigsten Moment. Je öfter er unter einem Anfall leidet, desto länger dauert es, sich davon zu erholen. Er lässt sich jedoch nicht unterkriegen und versucht alles, hinter das Geheimnis der Krankheit zu kommen.

Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den Hauptcharakteren, dieser stetige Wechsel sorgt für eine kontinuierliche Spannung.

Leider fehlt es im Buch an einer Karte,  einem Personenregister und einem Glossar.  Und sehr traurig finde ich es, dass der Klappentext nicht korrekt ist und ein falscher Name genannt wird.

 

Fazit:

Eine spannende und unterhaltsame high fantasy Geschichte mit einem starken Charakter. Kamala lässt sich in keine Schublade stecken. Ihre Erlebnisse aus der Kindheit haben sie geprägt und sie zur einer Einzelgängerin gemacht. Nichtsdestotrotz lassen sie die Ereignisse nicht unberührt. 

Cover des Buches Die Seelenjägerin (ISBN: 9783492267748)
Vivi300s avatar

Rezension zu "Die Seelenjägerin" von Celia Friedman

Vivi300
Vielschichtige Geschichte

*** Band 1 ***

🌒 Klappentext

In einer Welt voller Gefahren hat Magie einen schrecklichen Preis – den eigenen Tod. Jeder Zauber entzieht der menschlichen Seele Feuer. Doch die dunklen Magister haben andere Wege ersonnen: Sie nähren sich von der Lebensenergie hilfloser Opfer. Die Novizin Kamala ist anders. Sie ist nicht nur die einzige Frau unter den Zauberern, sondern verfolgt auch ihre eigenen Ziele. Ihr Weg führt sie an den Hof des Königs; der Thronfolger ist von einer geheimnisvollen Krankheit befallen. Und der zwielichtige neue Berater am Hof steht mit Feinden im Bunde, die gefährlicher sind als jeder Magister.

🌒 Gesamteindruck

Das Buch liegt schon seit zwölf Jahren auf meinem SUB. Warum eigentlich? Es ist soooo gut! Aber ich habe trotzdem eine Antwort darauf, warum es so lange bei mir herumlag. Mit 16 Jahren habe ich das Buch angefangen und da war es mir einfach zu viel, zu düster, zu komplex. Da habe ich es zur Seite gelegt, weil ich einfach weder mit der Welt noch mit den Figuren warm wurde. Und ja, die Welt ist sehr komplex und düster, die Figuren und ihre Motivationen bleiben oft im Verborgenen und das verhindert zwar die Nahbarkeit, macht es aber umso spannender zu rätseln. So bleibt es durchgehend spannend und unvorhersehbar. Dennoch nimmt sich die Autorin viel Zeit, die Welt sehr detailliert zu beschreiben und die Figuren darin zu platzieren. Dies ergibt ein erstaunlich kohärentes Gefüge an Perspektiven, Motivationen und Beziehungen. 

Was mir besonders gut gefallen hat: Die Kompromisslosigkeit und die knallharten Konsequenzen, die das Buch so düster wirken lassen sowie die Protagonistin Kamala. Hier wird wirklich mal gezeigt, wie eine ordentliche Frauenfigur in einer gefühlskalten, finsteren Welt ihren eigenen Weg geht. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin sich mit einer Frau zusammen gearbeitet hat, die aus dem Prostitutionsgewerbe kommt und damit noch besser Erfahrungen und Verhaltensmuster - auch im Geschlechterverhältnis der Welt - nachgezeichnet und erlebbar gemacht hat.

🌒 Fazit

Es ist knallhart, traurig, spannend, unvorhersehbar, schockierend und düster. Die Figuren sind unergründlich und niemand wird geschont. Für mich persönlich ein ganz besonderes Buch, so detailverliebt mit spannendem Magiesystem und komplexer Welt. Ich lieb‘s.

Cover des Buches Die Seelenjägerin (ISBN: 9783492267748)
Chibi-Chans avatar

Rezension zu "Die Seelenjägerin" von Celia Friedman

Chibi-Chan
Eine spannende neue Idee. Jedoch sehr düster

Meine Meinung
Allgemein

Die Autorin bietet mit diesem Buch eine Fantasy Geschichte der anderen Art. Es handelt sich um ein Konzept, dass ich vor erscheinen des Buches noch nicht gelesen habe und auch Jahre danach es mir in keinem anderen Buch wirklich begegnet ist. Und zwar geht es um die Macht des Seelenfeuers, welches einem die Möglichkeit gibt zu Hexen bzw zu zaubern. Der Unterschied? Hier wird in alte frauenfeindliche Muster verfallen, denn Frauen sind nicht willensstark genug, um die Zauberei zu lernen. Sie hexen nur und benutzen dafür ihr eigenes Seelenfeuer. Pro Zauber erlischt ein Stück dieses Feuers und folgt irgendwann verfrüht in den Tod. Zauberer nehmen sich einfach die Seelenfeuer fremder Menschen. Dabei können sie ihr Ziel nicht selbst auswählen. Es wird durch Zufall an den Magister geknüpft. Diese Oberhand der Männer gefiel mir aber sehr gut, da es einem ungefähr ein Zeitalter angeben kann. Persönlich verbinde ich Magie eher mit alten, als mit modernen Zeiten.
Doch Kamala ist anders. Sie ist willensstark und somit führt ihr Weg zu einem alten Magister, der sie tatsächlich aufnimmt und ihr die Zauberei beibringt. Mit dem frisch gelernten Wissen begibt sie sich in die große Welt und richtet unbeabsichtigt viel Schaden an. Somit kam immer wieder Spannung auf und ich konnte das Buch von da an sehr schnell weiterlesen. Der Anfang dümpelt eher vor sich hin und pendelt sehr langsam die Geschichte ein.
Aus einer anderen Sicht bekommt man aus einer Burg zu lesen. Dort liegt ein Königssohn schwer krank im Bett und sämtliche Magister versuchen ihm zu helfen. Doch jeder weiß, dass es zwecklos ist. Sein Seelenfeuer ist an einen Magister gebunden, doch niemand weiß, an wen. Mir war an dieser Stelle relativ schnell klar, worin das alles enden wird.
Doch dann tauchen plötzlich noch fremde Wesen auf und alte Mythen und ab da war ich kaum noch vom Buch wegzukriegen. Die Autorin erfand für ihre Welt neue Wesen, die mir bislang nicht geläufig waren. Sowas empfinde ich oft als sehr positiv. Einfach, weil man sich dadurch viel besser in eine fremde Welt denken kann. Nicht so viele parallelen zur historischen Welt, wie wir sie kennen.
Auch das Ende konnte mich durchaus fesseln. Allerdings hätte die Autorin mehr Balance in den Todesfällen bringen können. Nicht in der Anzahl, sondern in den Personen. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es mit Kamala und den männlichen Magistern weitergeht!
Was mir zudem aufgefallen ist, dass das Buch anscheinend gegliedert ist. Ich empfand es so, dass eine bestimmte Situation passiert und darauf folgen einige Kapitel, welche sich um diese drehen. Doch dann kommt plötzlich ein neues Kapitel, wo man das Gefühl bekommt, jetzt fängt eine andere wichtige Situation an. Die Situationen verlaufen nicht so flüssig, man merkt sie Sprünge.

Charaktere

Man kann nicht gerade behaupten, dass dieses Buch wenige Charaktere mit sich bringt. Auch Sichtweisen gab es enorm viele. Doch alle Charaktere waren eher düster gezeichnet. Alle ernst, niemand hat wirklich die Lebensfreude. Die Magister sind gefühllos und leben alle nach einem Kodex. Rausgestochen sind für mich nur der Königssohn, durch seinen eisernen Willen, und Colivar, der doch mehr Gefühle zu bergen scheint, als ihm selbst noch bewusst ist.
Selbst die Protagonistin war für mich einen Tick zu sehr mit dem Hass verbunden. Sie lässt sich fast ausnahmslos von diesem Gefühl leiten.
Auch die Liebesszene, die sich im Buch anbahnt, hat nicht wirklich dorthin gepasst. Die Charaktere wirken einfach nicht, als ob sie zu sowas fähig wären und somit verfliegt die Magie ein wenig.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist in einer etwas veralteten Schreibform geschrieben. Wozu man sagen muss, dass ich dieses Buch sechs Jahre nach erscheinen lese. Trotzdem bereitete es mir keine Schwierigkeiten mehr, nachdem einige Seiten gelesen waren. Nur über seltene Stellen bin ich noch gestolpert.
Es wird eine Menge beschrieben, welches dem Buch auch eine gewissen Länge gibt, doch es bleibt alles im angenehmen Rahmen und wird nicht ausschweifend.
Sichtweisen möchte ich hier nur die Wichtigsten nennen. Das wären für mich Kamala, Magister Colivar, Großkönigin Gwynofar und der Königssohn Andovan.

Cover & Titel

Das Cover zeigt einen Magister in rotem Mantel. Natürlich würde man zuerst auf Kamala tippen, doch im ganzen Buch trägt sie lieber Alltagskleidung, als den Magisterumhang. Schließlich muss sie unentdeckt bleiben. Es ist so düster gestaltet, wie auch der Inhalt ist. Nur das gelb mit den alten Buchstaben hellt das Cover ein wenig auf und weist auf die Magie im Buch hin.
Auch den Titel finde ich etwas fragwürdig. Man könnte ihn auf zwei Weisen verstehen. Kamala investiert eine Menge Seelenfeuer anderer, dass sie eine Seele nach der anderen aufbraucht oder das sie die Seele sucht, dessen Energie sie entzieht. Zweiteres wird öfter mal im Buch angesprochen, aber wirklich auf die Suche geht Kamal nie.

Zitat
"Magister sind im Grunde ihres Herzens grausam, und nichts fördert die Grausamkeit schneller zutage als der Anblick eines hilflosen Rivalen." - Position 1040
Fazit
Ein gelungener Auftakt, der viel Spannung mit sich bringt. Zwar zieht er sich am Anfang ein wenig, doch am  Ende weiß man, dass man hier in eine komplett neue Welt abgetaucht ist.

Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Schreibt auch als: C. S. Friedman

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