Celia Martin

 3.9 Sterne bei 26 Bewertungen
Autorenbild von Celia Martin (©privat)

Lebenslauf von Celia Martin

Celia Martin hat österreichische und deutsche Wurzeln. Sie schreibt Romane, Krimis und Kurzgeschichten um lesbische Liebe, Lebenslust und Leidenschaft.

Alle Bücher von Celia Martin

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Lesbisch für Anfängerinnen9783940611536

Lesbisch für Anfängerinnen

 (3)
Erschienen am 02.08.2016
Cover des Buches Lesbisch für Anfängerinnen: Damenwahl9783940611390

Lesbisch für Anfängerinnen: Damenwahl

 (3)
Erschienen am 27.06.2014
Cover des Buches Lesbisch für Anfängerinnen 39783940611413

Lesbisch für Anfängerinnen 3

 (0)
Erschienen am 24.07.2014
Cover des Buches Lesbisch für Anfängerinnen9783940611215

Lesbisch für Anfängerinnen

 (0)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Von Liebe und Tod: Lesbischer Krimi NoirB01JJ3A616

Von Liebe und Tod: Lesbischer Krimi Noir

 (0)
Erschienen am 17.08.2016

Neue Rezensionen zu Celia Martin

Neu

Rezension zu "Lesbisch für Anfängerinnen: Willkommen in der WG!" von Celia Martin

Leider sehr stereotypisch und pauschalisierend
Tensiarvor 10 Monaten

Inhalt

Der Titel stellt schon unmissverständlich klar, dass sich der Roman vornehmlich mit einer lesbischen Thematik befasst. In Zentrum steht hierbei Tina. Heterosexuell und erst kürzlich von ihrem untreuen Lebensabschnittsgefährten getrennt, gerät sie auf ihrer spontanen Wohnungssuche schnell an die Frauen-WG, in der sie sich Hals über Kopf niederlässt. Was sie nicht weiß, die Frauen, die dort leben, sind alle lesbisch. Gleichzeitig ahnen die Frauen nicht, dass das auf Tina nicht zutrifft. Die Geschichte entspinnt sich aus dem anfänglichen Missverständnis, das völlig unterschiedliche Lebenswelten zusammenführt.

Rezension

Vorab ist zu sagen, dass das Buch für mich aus diversen Gründen ernüchternd, teilweise sogar problematisch ist. Bevor ich dazu komme, möchte ich aber darauf hinweisen, dass das möglicherweise auch an dem zeitlichen Kontext liegt, in dem das Buch eingebettet ist. Leider konnte ich nicht herausfinden, wie alt die Autorin ist. Das Buch jedoch wurde 2010 veröffentlicht, was ungefähr den Zeitraum umfasst, in dem ich mich selbst voll im Outing befunden habe. Tatsächlich habe ich diese Zeit und die gesellschaftlichen Umstände aber völlig anders wahrgenommen als in diesem Buch beschrieben. Dementsprechend ist möglicherweise das Phänomen Generationskonflikt schuld, dass mir das Buch jetzt, 15 Jahre nach seiner Veröffentlichung, überhaupt nicht gefallen hat. Warum das so ist, dazu komme ich jetzt.

Ich freue mich immer für mich neue, lesbische Literatur zu entdecken, habe leider aber Vorbehalte gegenüber deutschen Geschichten. Grund dafür ist so banal wie albern: die Namen. Hier wurden meine Vorurteile bestätigt. Das ist wahrscheinlich sehr subjektiv, aber ich stoße mich an Namen wie „Olga“, „Käthe“ oder „Astrid“, weil ich dabei – warum auch immer – alte Damen im Kopf habe und keine lesbischen Frauen in ihren Zwanzigern. Damit hätte ich mich allerdings noch arrangieren können, wären die Charaktere nicht derart stereotypisch gewesen. Begriffe wie Butch oder Kampflesbe, werden in diesem Buch nicht nur selbstverständlich genutzt, sondern auch ihrem Klischee entsprechend dargestellt. Vielleicht liegt es daran, dass ich einer Zeit aufwachse, in der man sich von diesem Schubladendenken distanzieren möchte, weil es zu Diskriminierung und Vorurteilen in der eigenen Community führt, aber dadurch haben mir die meisten Charakterkonzepte missfallen.

Dabei finde ich die Idee einen Perspektivwechsel zu erschaffen, in dem sich die Protagonistin als heterosexuelle Cis-Frau als Außenseiterin sind und sich unwohl damit fühlt, sich als heterosexuell zu outen, wahnsinnig gut. Leider scheitert es an der Umsetzung. Die Dialoge sind meistens flach und die feminisierte Sprache hat mich einfach nicht abgeholt. Auch Tinas inneres Erleben und ihre eigene sexuelle Selbstfindung gingen mir meistens mehr auf die Nerven, als dass ich mich damit hätte identifizieren können. Es gab genau einen Charakter, Lilly, die mir sympathisch war und in ihren Schilderungen und Verhalten authentisch gewirkt hat.

Ansonsten versucht der Roman eben auch gewollt witzig zu sein, erlangt dabei aber nur das „auf einer Banane ausrutschen“ Niveau, was mir persönlich zu stumpf ist.

Der wahrscheinlich größte Kritikpunkt bildet für mich aber die Pauschalisierung von Männern. Tinas Ex ist selbstverständlich der patriarchische Macho vom Dienst, der über die Dörfer geht und in Konflikten aufbrausend und teilweise übergriffig reagiert. Tina hingegen ist zu Anfang nur wenig emanzipiert und hinterfragt dieses Verhalten erst gar nicht. Dafür ist erst eine Gruppe Frauen nötig, die sich mit Phrasen wie „du verhältst dich wie ein Kerl“ stets abfällig über das andere Geschlecht äußert und ihre WG zur männerfreien Zone erklärt hat. Damit kann ich persönlich überhaupt nichts anfangen und meiner Meinung nach impliziert es auch ein völlig falsches Bild von lesbischen Frauen. Denn es steht im krassen Kontrast zu en Forderungen nach gesellschaftlicher Akzeptanz und Gleichberechtigung, wenn man die selbst nicht erbringen kann.

Mal abgesehen davon, dass Bisexualität nur am Rande eine Erwähnung findet, während Transsexualität völlig ignoriert wird und schwule Männer auch nur sehr stereotypisch behandelt werden.

Fazit

Möglicherweise ist das Buch einfach nicht mehr zeitgemäß, aber auch vor dem Hintergrund des zeitlichen Kontextes empfinde ich das Buch als schwierig, weswegen ich es niemandem empfehlen würde, der mit seiner Sexualität hadert oder einfach neugierig ist. Wenn man eine leichte Lektüre sucht, ist es vielleicht ein nettes Buch für zwischendurch, mehr aber auch nicht.  

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Lesbisch für Anfängerinnen" von Celia Martin

Tolle Idee - Geschichte Geschmackssache
Korikovor 3 Jahren

Story:
Tina, ihre Stiefschwester Julia und ihre Freundinnen aus der WG fiebern dem Weihnachtsfest entgegen. Da in der heißen Vorweihnachtsphase die Heizung in der WG ausfällt beschließen die Frauen kurzerhand die Feierlichkeiten in eine Skihütte in den Bergen zu verlegen. Tina und Julia wollen später nachkommen, da zunächst Weihnachten mit der neuen Familie ansteht – zumindest dachten sie das, denn kurz vor dem Heiligabend werden all ihre Pläne über den Haufen geworfen. Ihre Eltern beschließen eine Überraschungsreise und Julia und Tina können doch schon früher zu ihren WG-Freundinnen stoßen. Allerdings geht bei der Reise in die Berge alles schief, was schief gehen kann …

Eigene Meinung:
Das Adventsbüchlein „Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ erschien im November 2016 im Butze Verlag und ist eine schöne Alternative zum üblichen Adventskalender. Das vollfarbige Büchlein ist eine sehr schöne Idee, die auf jeden Fall kurzweiliges Vergnügen schenkt. Aufgebaut ist das Buch wie ein Adventskalender – auf dem bunten Cover findet man die Zahlen neben jedem weihnachtlichen Element – mit dem die 24 kurzen Kapitel gekennzeichnet sind. Daher muss man erst das passende Symbolbild im Buch finden, bevor man weiterlesen kann. So toll die Idee ist, es hapert ein wenig an der Ausführung, denn die Zahlen sind mitunter nur schwer lesbar (man hätte sie nicht hinter die Bilder setzen sollen) und einige Symbole einander zu ähnlich. Dennoch kommt man mit der Zeit mit dem ungewöhnlichen Adventskalender zurecht.

Die Geschichte wiederum ist Geschmackssache – man muss die Trilogie „Lesbisch für Anfängerinnen“ schon kennen, um sich wirklich in der Handlung zurecht zu finden. Gerade die vielen Figuren machen es dem Leser ansonsten schwer den Überblick zu behalten, ebenso wenn es darum geht herauszufinden, wer mit wem liiert ist. Daher ist das Büchlein eine schöne Ergänzung für Fans der Reihe. Ansonsten wirkt die Geschichte an einigen Stellen stark an den Haaren herbeigezogen – sei es die Sache mit dem Zug (welcher Zugbegleiter lässt zwei Frauen mitten in der Nacht in der Kälte zurück?) oder auch der Banküberfall, der Tina und Julia in Schwierigkeiten bringt. So witzig einige der Dinge sind, die den beiden Frauen auf ihrer Reise widerfahren, sie sind doch reichlich übertrieben. So ganz ernst kann man die chaotische Weihnachtsreise daher nicht nehmen, aber irgendwie musste die Autorin ja 24 kurze Kapitel inkl. Cliffhanger füllen.

Die Figuren lernt man anhand der kurzen Adventsgeschichte kaum kennen – dafür muss man dann doch die Trilogie gelesen haben. Allerdings verhalten sich Tina und Julia an einigen Stellen reichlich unlogisch und unbedarft, gerade als sie nach einer wahren Odyssee endlich in Salzburg ankommen und weiterhin an ihrer Überraschung festhalten – jeder andere hätte wahrscheinlich zum Handy gegriffen und sich von seinen Freunden einsammeln lassen.

Stilistisch ist „Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ sehr lockerleicht geschrieben. Celia Martin hat einen eingängigen Stil, der mitunter ein wenig zu alltäglich daherkommt und nicht jedermanns Geschmack ist. Wer Gefallen an der „Lesbisch für Anfängerinnen“- Trilogie gefunden hat, dem wird gewiss auch dieses kleine Büchlein gefallen, alle anderen sollten im Vorfeld den ersten Band der Reihe anlesen, um herauszufinden, ob die Autorin den jeweiligen Geschmack trifft. Insgesamt sollte man sowieso die Reihe kennen, bevor man sich an diesen ungewöhnlichen Adventskalender wagt.

Fazit:
„Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ bietet kurzweilige Unterhaltung, für die man jedoch die Reihe von Celia Martin kennen sollte. Inhaltlich wirkt die Geschichte an vielen Stellen arg überzogen und unlogisch, auch die Figuren kann man nur schwer auseinander halten, wenn man ihnen zum ersten Mal begegnet. Die Grundidee wiederum ist toll – ein Adventskalender in der Form ist wirklich eine tolle Sache, wenngleich man noch ein wenig an der optischen Ausfertigung feilen kann. Wer lockerleichte, lesbische Geschichten mag und nach einem passenden vorweihnachtlichen Buch ist, sollte „Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ einen Chance geben – gerade wenn man die Frauen der WG kennt und liebgewonnen hat. Alle anderen sollten vorab die Trilogie lesen …


Insgesamt vergebe ich 4 Sterne für die Idee und 2 Sterne für den Inhalt bzw. die Geschichte, was im Mittel drei Sternchen ergibt.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Lesbisch für Anfängerinnen: Cappuccino-Küsse" von Celia Martin

Humorvoll und kurzweilig
Cobe68vor 4 Jahren


Das erste Band dieser Trilogie "Lesbisch für Anfängerinnen - Willkommen in der WG" hat mir schon gut gefallen. Allerdings hat es trotzdem eine Weile gedauert, bis ich die Fortsetzungen in die Hand genommen habe. Aber beide Bände habe ich jetzt innerhalb von - für mich - kürzester Zeit durchgelesen.

Cappuccino-Küsse beginnt da, wo die meisten (Liebes)-Romane aufhören. Wie geht es weiter, wenn man sich gefunden hat.

Tina und Astrid sind total verliebt ineinander, doch durch ein Missverständnis, ausgelöst durch die Ex von Astrid, wird die Beziehung schon sehr früh auf eine harte Probe gestellt.
Aber nicht nur durch Liebeskummer gerät Tinas Welt in Bewegung.: Sie lernt die interessante Henriette von Lojewski, Inhaberin eines Cateringservice, nicht nur kennen sondern führt für sie auch kleine Aufträge aus (Cappuccino-Küsse), ihre Mutter steht mit gepackten Koffern vor der Tür und dann zieht auch noch eine Privatdetektivin in ihr Haus ein - und mit der verbindet Tina auch bald eine ganze Menge.


Fazit:
Mir gefällt das zweite Band eigentlich noch besser, als Band 1. Ich finde, dass die "alten" Charaktere wunderbar ausgebaut wurden und die neuen Figuren mehr als gelungen sind. Die Mutter (herrliche, oft humorvolle Dialoge), Henriette (zunächst etwas zwiespältig, dann immer sympathischer) und vor allem hat sich auch Tina weiterentwickelt.
Ein kurzweiliges, humorvolles Lesevergnügen - natürlich auch deshalb gelungen, weil die Autorin einen tollen Schreibstil hat.

Ich habe danach gleich zum 3. Band gegriffen  - und diese Rezension folgt.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 26 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks