Celia Rees Der Narr und das Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Der Narr und das Mädchen“ von Celia Rees

Als William Shakespeare Violetta und ihrem Narren Feste das erste Mal begegnet, ist er fasziniert: Sie kommen aus dem fernen Land Illyrien und wurden nach der Eroberung durch die Venezianer aus ihrer Heimat vertrieben. Augenblicklich ahnt er, was für ein dramatischer Stoff sich ihm bietet - und verstrickt sich immer tiefer in die gefährliche Geschichte der beiden. Der verräterische Priester Malvolio hat ihrem Land den heiligen Schatz entwendet, und nur mit ihm kann Violetta rechtmäßigen Anspruch auf den Thron erheben. In "Der Narr und das Mädchen" erweckt Celia Rees nicht nur William Shakespeare, sondern auch eines seiner Stücke zum Leben: Für ihren neuen Roman schrieb sie Shakespeares Drama "Was ihr wollt" weiter - und gewährt gleichzeitig einen faszinierenden Einblick in die Zeit und glamouröse Theaterwelt William Shakespeares.

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  • "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    Jacynthe

    07. March 2016 um 16:51

    Inhalt Violetta wurde von ihrem herrschsüchtigen Onkel aus ihrer Heimat vertrieben und sucht nun gemeinsam mit dem Narr Feste nach einer Möglichkeit, ihren Platz als Herrscherin zurückzuerobern. William Shakespeare soll ihnen dabei helfen. Meine Meinung Celia Rees schreibt im Nachwort, dass "Was ihr wollt" ihr Lieblingsstück von Shakespeare ist sie und ein Buch darüber schreiben wollte, wie die Geschichte weitergehen könnte. Dieses Buch ist daraus geworden. Die Geschichte, die Shakespeare in "Was ihr wollt" erzählt, ist dabei die von Violettas Mutter Viola, und sie weiß selbst nicht genau, wie viel Wahrheit in den Erzählungen steckt. Ich habe das Original nie gelesen und kenne nur die Inhaltsangabe aus Wikipedia. Das war jedoch nicht weiter tragisch, da Violetta die Geschichte zu Beginn des Romans zusammenfasst und der Schwerpunkt auf den Ereignissen danach liegt. Die junge Violetta ist die Hauptperson des Romans. Gemeinsam mit dem Narr Feste musst sie aus ihrer Heimat Illyrien fliehen und sucht nun die Hilfe von William Shakespeare, da sie hofft, durch eine List ihren angestammten Platz als Herrscherin über ihr Volk zurück zu erlangen. Shakespeare ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht berühmt, dafür immer auf der Suche nach einer guten Story, weshalb Violetta ihn sehr inspiriert. Er beschließt, dem Mädchen zu helfen. Mir persönlich hat sich irgendwie nicht so ganz erschlossen, warum gerade Shakespeare die erste Wahl Violettas sein sollte. Ich an ihrer Stelle hätte mich nach einer einflussreicheren Person umgesehen, doch natürlich hätte dann die ganze Geschichte nicht so funktioniert, wie sie sollte. Der Roman gibt Einblick in das Leben einer Theatertruppe in der damaligen Zeit und trumpft mit einigem historischen Wissen darüber auf. Die unterschiedlichsten Figuren kommen darin vor, manche ziemlich skurril wie der Narr Feste, der als kleines mageres Männchen beschrieben wird, und aus dem ich nie so recht schlau wurde. Violetta blieb mir, obwohl sie die Hauptperson ist, immer ein wenig fern und ich konnte mich nicht wirklich mit ihr identifizieren. Das gelang mir eigentlich bei keiner der Personen. Die Geschichte kam meiner Meinung nach einfach nicht in Gang. Der Anfang, in dem von Violettas Vergangenheit erzählt wird, war noch sehr interessant, und vor allem die Seiten, auf denen es um den Angriff auf ihre Stadt geht, unerwartet unverblümt. Doch dann zog sich die Geschichte in die Länge. Ich dachte lange, der Coup, mit dem Violetta ihr angeborenes Recht einfordern will, sehr Kern des Romans. Stattdessen näherte sich das Buch langsam dem Ende zu, bevor überhaupt etwas in die Richtung geschah - und das wurde dann nur kurz abgehandelt. Spannung kam nur selten auf und wurde meist schnell wieder aufgelöst. Der einzige Punkt, dessen man sich bis zum Schluss nicht sicher sein konnte, war die Rolle von Violettas Freund aus Kindertagen, den die einen für einen Betrüger halten, sie selbst aber für ehrbar und noch dazu ihre große Liebe. Um ehrlich zu sein: das Buch langweilte mich ein wenig, was vielleicht aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich keine große Shakespeare-Kennerin oder -Liebhaberin bin. Rees, deren Verehrung für ihn man auf jeder Seite spürt, scheint hier möglichst viel über ihn verarbeiten zu wollen (ich glaube auch, eine Anspielung auf den Sommernachtstraum erkannt zu haben), und an sich fand ich es auch interessant, über Shakespeare vor seiner Berühmtheit zu lesen. Andererseits hielt sich Rees bei seiner Figur nicht ganz an die historischen Vorgaben, was das Buch als historisches Zeugnis wieder ein wenig abwertet. Glücklicherweise ist der Roman insgesamt leicht zu lesen und an sich auch gut geschrieben, sodass ich ihn dennoch innerhalb weniger Tage gelesen hatte. Ich vergebe 3 von 5 Wolken, weil ich ihn ganz nett fand, er mich jedoch darüber hinaus nicht wirklich reizen konnte.

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  • Traumhaft

    Der Narr und das Mädchen

    Mondregenbogen

    10. September 2014 um 22:00

    Ich war von der ersten Seite an verzaubert und habe das Buch wirklich gerne gelesen. Celia Rees hat eine wunderbare Art mit Worten zu spielen und Dinge zu beschreiben, wodurch man sich sehr leicht in die Handlung und in gewisse Szenen hineinversetzen kann. Genauso gut konnte man auch mit den Charakteren mitfühlen, die allesamt einen schönen, tiefgründigen Charakter besaßen. Zumal Celia auch Shakespeare in die Geschichte mit einbringt und man auch seinen Charakter gut nachempfinden kann. Trotzdem fehlte mir an gewissen Stellen der richtige Tiefgang und Spannung gab es in der Geschichte auch nicht wirklich, da man sich jedes Mal denken konnte, was wohl auf den nächsten Seiten passieren würde. Doch alles in Allem lohnt es sich, diese schöne Geschichte zu lesen.

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  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    SitataTirulala

    11. December 2012 um 12:42

    Inhalt: Violetta, Tochter des Herzogs von Illyrien, muss miterleben, wie ihre Heimat von Piraten überfallen und von ihrem bösen Onkel Sebastian übernommen wird, der nicht nur ihren Vater tötet, sondern sich selbst zum Herzog aufschwingt. In die Sklaverei verkauft kann sie schließlich mit Hilfe des Narren Feste fliehen und sich auf die Suche nach der heiligen Reliquie Illyriens machen. Malvolio, einst gedemütigt durch ihre Familie, hat sie gestohlen und nach England gebracht. So führen auch Violettas und Festes Wege nach London, wo sie niemand geringeren als William Shakespeare um Hilfe ersuchen. Denn nur mit der Reliquie kann und will Violetta in ihre Heimat zurückkehren, um ihren Onkel zu vertreiben. Was für Master Shakespeare anfangs nur nach einer guten Geschichte für ein neues Stück riecht, nimmt bald ganz andere Dimensionen an... ---------- Zum Buch: Angezogen hat mich vor allen Dingen eines: Das wirklich wirklich schöne Cover dieses historischen Jugendromans. Das dunkelhaarige Mädchen mit dem verträumten Blick hat es mir einfach angetan, und auch den Titel fand ich sehr hübsch. Dazu kam dann noch, dass der Klappentext mit William Shakespeare versprochen hat. Was konnte denn da noch schief gehen? Eine Menge, leider. Zuerst dachte ich es läge vielleicht daran, dass das Buch einfach langsam anläuft - manche Bücher brauchen ja eine Weile, um in Fahrt zu kommen, und deswegen gebe ich eigentlich jedem Roman per se schon mal ~100 Seiten, um mich gefangen zu nehmen. Hier passierte das nicht auf Seite 100, nicht auf Seite 200 und nicht einmal auf Seite 300. Die grundlegende Idee der Geschichte, der vertriebenen Herzogstochter, die alles daran setzt, den Schatz ihrer Heimat und ihre Herrschaft zurückzuerlangen, ist durchaus interessant und war auch eines der Dinge, die mich an diesem Buch geködert haben. Leider wird sie auf dem Rücken von reichlich eindimensionalen Charakteren ausgetragen, deren Motivationen mir oft mehr als fragwürdig erschienen. Die "Bösen", Violettas Onkel Sebastian und Malvolio (ein höchst unauffälliger Name, wer hätte schon erwartet, dass der Mann nichts Gutes im Schilde führt?), sind einfach böse, weil sie böse sind. Zwar reicht die Autorin einen Beweggrund ein, warum beispielsweise Malvolio es so sehr auf Violetta abgesehen hat. Aber dieser erscheint eher fadenscheinig, so wie so ziemlich alles, was die Charaktere in diesem Roman bewegt. Ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, warum Violetta ausgerechnet Shakespeare für ihre Pläne braucht. Das war einfach allumfassend an den Haaren herbei gezogen, als wäre es der Autorin darum gegangen, Shakespeare auf Biegen und Brechen in diesen Roman zu integrieren, komme was da wolle. Violetta will um jeden Preis ihre Reliquie und ihr Land zurück, dann plötzlich scheint ihr größter Lebensinhalt zu sein als vielleicht einzige Frau auf William Shakespeares Bühne aufzutreten, nur damit sie sich dann zwei Seiten später doch überlegt, lieber Herzogin sein zu wollen. Man könnte annehmen, dass ein 16-jähriges Mädchen nun mal ein wenig sprunghaft ist, aber hier lässt sich stellenweise überhaupt nicht nachvollziehen, was die Figuren bewegt bzw. durch die mangelnde Charaktertiefe identifiziert man sich einfach nicht mit ihnen, weder mit Violetta, noch mit Feste oder William Shakespeare. Die Handlung ist nicht nur vorhersehbar, sondern hat mich auch an keiner Stelle in irgendeiner Form berührt. Die Charaktere waren mir schlicht und ergreifend egal und damit war es auch die Handlung. Das Liebeswirrwahr, das um Violetta entsteht, war aus denselben Gründen einfach völlig uninteressant. Das einzig positive neben dem tollen Cover war für mich, dass ich mich nicht durch dieses Buch durchquälen musste. Celia Rees schreibt einfach, leicht verständlich und flüssig. Es gab zwar zu keinem Zeitpunkt den Anreiz "Ich muss jetzt unbedingt wissen wie es weitergeht", aber es gab auch kein "Oh mein Gott, jetzt muss ich schon wieder weiterlesen"-Gefühl. ---------- Fazit: Ich hatte relativ hohe Erwartungen an Celia Rees Roman, die allerdings bitterlich enttäuscht wurden. Ein hübsches Cover gleicht eben noch keine dahin plätschernde Story aus, die schlicht und ergreifend nicht einmal den Ansatz eines Eindrucks hinterlassen hat. Das Buch wird zurück in die Bücherei wandern und in einem halben Jahr kann ich mich vermutlich schon nicht mehr daran erinnern, es gelesen zu haben. Schade wäre es nicht, denn viel zu vergessen gab es ohnehin nicht. Zwei Sterne sind das höchste der Gefühle, was ich dafür geben kann - eine Leseempfehlung kriegt "Der Narr und das Mädchen" jedenfalls nicht. ---------- Rezension zu finden auf: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2012/12/br-celia-rees-der-narr-und-das-madchen.html

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  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    Ferrante

    18. October 2012 um 21:09

    Ein zauberhaftes Jugendbuch für Jung und Alt! Über die Handlung haben sich ja die anderen Rezensenten bereits ausgelassen, deshalb nur ein kurzer Überblick: Celia Rees erzählt die Hintergrundgeschichte von Shakespeares "Was ihrwollt". Prinzessin Violetta und ihr Narr Feste sind aus dem eroberten Illyrien geflohen und bitten niemand anderen als William Shakespeare, Violetta zu helfen, als rechtmäßige Herzogin zurückzukehren. Doch durchtriebene Jesuitenpriester wie argwöhnische Minister haben ihre Hand im Spiel ... Von der ersten Seite an fesselt dieses Buch. Rees schafft das Kunststück, sehr temporeich und spannend, aber gleichzeitig mit Tiefe und poetisch zu erzählen. Die scharf gezeichneten Figuren, die gängigen Klischees zuwiderlaufen, werden einem bald vertraut und wachsen ans Herz. Bis zu den Nebenfiguren hat jeder Mitspieler Charakter und Profil. Wie schon Shakespeares Originalstück strahlt der Roman auch eine ungewöhnliche Note zwischen Freude, Zuversicht und eleganter Melancholie aus. Ganz nebenbei wird noch die Frage aufgerollt, wie Kunst entsteht und was ihre Natur ist - besonders natürlich von Theaterstücken. Ein Buch, das Celia Rees bescheinigt, zu Recht eine von der Kritik sehr geschätzte Jugendbuchautorin zu sein, und Lust auf mehr von ihr macht!

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  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    VanaVanille

    09. June 2011 um 11:08

    Das Konzept hinter Der Narr und das Mädchen war wirklich brillant und gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Rees erzählte in ihrem Buch Shakespeares Stück Was ihr wollt weiter und ließ ihn selbst darin auftreten. Dabei lernte er die junge Violetta und ihren ständigen Begleiter Feste (einen Narren) kennen und freundete sich mit ihnen an. Die beiden ließen ihn Teil ihrer Geschichte werden und versuchten danach gemeinsam mit ihm ein wichtiges Artefakt des Königreiches Illyrien zurück zu erlangen. Man kann also sagen, dass die Autorin den Werdegang des Stückes wiedergibt und die Geschichte danach mit ihren eigenen Ideen weiterspinnt. Natürlich bedient sie sich dabei der Figuren Shakespeares und wird dem ein oder anderen Theaterliebhaber sicherlich eine Freude bereiten. Was aber ist mit den Lesern, die keine Shakespearefanatiker sind und auf einen guten historischen Jugendroman hoffen? Wie sehr sich Rees auch Mühe gibt, sie schafft es einfach nicht eine fesselnde oder spannende Atmosphäre zu schaffen. Zwar geschehen eigentlich eine Menge Dinge, aber sie haben es an keiner Stelle geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Es gab weder überraschende Wendungen, noch sympathische Charaktere (wenn wir einmal von Feste absehen). Ich wusste die meiste Zeit nicht einmal, ob sich das Buch mehr mit Violetta oder Shakespeare beschäftigte, weil beide nicht wirklich das Zeug zu einem guten Protagonisten hatten. Violetta blieb für mich ein hübsches, durchschnittlich intelligentes Mädchen, was aber nichts Besonderes vorweisen konnte, außer ihren adligen Stand. Auch wenn ihre ganze Lebensgeschichte gekürzt wiedergegeben wurde, bekam man als Leser doch keinen Einblick in ihre Gefühle oder Gedanken, was sie eher belanglos erscheinen ließ und kein großes Interesse in mir wecken konnte. Selbst der große Shakespeare, den ich mir doch temperamentvoll und charakterstark vorgestellt hatte, blieb eine flache Persönlichkeit, die mehr durch den Roman führte, aber selbst nicht viel dazu beitrug. Einziger Lichtblick war der Narr Feste, der mir als Nebenrolle recht gut gefiel. Leider waren seine Auftritte, meiner Meinung nach, viel zu kurz. So muss ich zugeben, dass ich mich mehr durch den Roman kämpfen musste, als ihn wirklich zu genießen. Sehr viele Dialoge langweilten mich, die Autorin hielt sich an detailreichen, unwichtigen Beschreibungen auf und auch die Handlung hatte nichts Atemberaubendes an sich. Wer einen historischen Jugendroman schreibt, sollte auch das Talent haben selbst junge Leser zu fesseln und neugierig zu machen. Davon habe ich bei Rees leider kein einziges Mal etwas gespürt. Sie erschafft zwar ein Netz voller Intrigen, produziert dadurch aber nicht die gewünschte Wirkung und lässt einen eher enttäuschten Leser (mich) zurück. Mein Urteil: Begeisterte Shakespeareanhänger und Fans von historischen Jugendbüchern könnte dieser Roman wahrlich gefallen, für alle anderen hält Der Narr und das Mädchen leider nichts Besonderes bereit. Wieder einmal der traurige Fall: geniales Konzept, mangelhafte Umsetzung. Diese Rezension findet ihr auch auf: http://collectionofbookmarks.blogspot.com

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  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    leselurch

    21. April 2011 um 16:46

    Worum geht's? Violetta, rechtmäßige Erbin des Throns von Illyrien, und ihr treuer Narr Feste werden aus ihrer Heimat vertrieben, nachdem die Venezianer das Land eroberten. Zudem hat der selbstsüchtige Priester Malvolio eine heilige Reliquie gestohlen, mit der Violetta Illyrien wieder zu Recht, Ordnung und Frieden führen könnte. Fest entschlossen, die Reliquie zurückzugewinnen, treffen Violetta und Feste in London auf den jungen Schauspieler und Dichter William Shakespeare. Als Will die tragische Geschichte hört, entschließt er sich, den beiden zu helfen, und verstrickt sich damit unabwendbar in eine dramatische, blutige Familienfehde. . Kaufgrund: Ich liebe historische Jugendromane. Angefangen hat dies mit Mary Hoopers Büchern. Beim weiteren Durchstöbern des Genres bin ich auf Celia Rees gestoßen, und ihr neuestes Buch, "Der Narr und das Mädchen" hat mich thematisch am meisten angesprochen. . Meine Meinung: Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Einmal gibt es die Hauptgeschichte, die im Jahre 1601 spielt und die drei Protagonisten William Shakespeare, Violetta und Feste auf der Suche nach der heiligen Reliquie begleitet. Zudem wird die Vergangenheit Illyriens rückblickend in die Hauptgeschichte eingebunden, indem Violetta und Feste Will von ihrer alten Heimat erzählen. Fast Kapitelweise wechselt also die Erzählperspektive zwischen einem außenstehenden Erzähler und den subjektiven Berichten von Violetta und Feste. . "Der Narr und das Mädchen" beginnt sehr abrupt. Ohne Erklärungen oder Erläuterungen wird der Leser augenblicklich Violettas und Festes Flucht aus Illyrien geworfen. Anschließend befindet sich das Geschehen im London des Jahres 1601 und die drei Protagonisten treffen sich zum ersten Mal. Dieses ständige Hin und Her ist anfangs sehr verwirrend und es hat lange gebraucht, bis ich den kompletten Überblick über die Ereignisse besaß. Leider wurde dadurch der Lesefluss extrem gestört. Kaum kommt die Geschichte richtig in Fahrt, wird sie immer wieder durch Vorhersehbarkeit und unnötige Nebenereignisse, die die Handlung nicht voran bringen, abgebremst. Höhen und Tiefen des Buches wechseln sich quasi ab, wobei die positiven Momente nur knapp überwiegen. . Der Roman endet letztendlich so, wie man es sich während des Lesens gedacht hat. Es gibt keine unerwarteten Wendungen oder Überraschungen, die der Handlung noch das gewisse Etwas verleihen würde. Schade, denn das Konzept der Geschichte, also die fiktive Entstehungsgeschichte von Shakespeares "Was ihr wollt", ist mehr als nur interessant. . Die Charaktere sind die großen Stärken des Romans. Zumindest die drei Protagonisten, denn die Nebenfiguren des Romans gehen durch fehlende Tiefe in ihrer Fülle beinahe unter und man erfährt sehr wenig von ihnen. Im Gegensatz dazu stehen die Hauptcharaktere. William Shakespeare, genannt Will, ist zu Beginn des Romans ein kleiner, relativ unbekannter Dichter und Schauspieler, und mausert sich im Laufe des Geschehens zu einem königlichen Schriftsteller. Wahre Hintergrundinformationen, wie etwa sein Familienstand, wurden gut in die Geschichte eingebunden und hinterlassen niemals den Eindruck, als wolle die Autorin mit aller Macht realitätsnah bleiben. Auch das eingespielte Illyrien-Duo ist sehr schön gestaltet worden. Während Violetta sich den Leser mit ihrer emotionalen Art zum Freund macht, überzeugt Feste allein durch seinen geheimnisvollen Narren-Charakter, von dem man unbedingt mehr erfahren will. Er besitzt mit Abstand am meisten Tiefsinn und versteht trotz seines Narrendaseins nur selten Spaß; nämlich dann, wenn es um seinen Beruf geht, und der kommt dank des Abenteuers zu kurz. . Mit ihrem Schreibstil kann die Autorin sehr viele Pluspunkte herausschlagen. Sie beschreibt die Charaktere, die Handlungen und die Umgebungen sehr bildhaft und detailliert, sodass man sich während des Lesens gerne einmal zurücklehnt und sich die Szenen vor dem inneren Auge erneut vorstellt. Besonders die Naturbeschreibungen laden zum Träumen ein. . Cover: Auch wenn mir Mädchengesichter auf Covern noch immer nicht gefallen - wann gibt es endlich einen neuen Covertrend? -, so muss ich diesmal doch zugeben, dass zumindest das Model ausgesprochen gut gewählt wurde und sie Protagonistin Violetta so darstellt, wie ich sie mir selbst vorgestellt hätte. Die Verzierungen sind sehr hübsch anzusehen und passen super zum Rest des Covers. . Fazit: "Der Narr und das Mädchen" ist ein interessanter Roman mit einigen Schwächen. Die Geschichte war mir an vielen Stellen zu langatmig, die Spannung fehlte und insgesamt gab es keine verblüffenden Überraschung. Die Handlung hat zwar viele Tiefen, aber glücklicherweise ein wenig mehr Höhen. Die Charaktere hingegen haben mir alle sehr gut gefallen! Es war toll, eine andere Seite von Shakespeare kennenzulernen, wenn auch nur eine fiktive. Kann man lesen, muss man nicht! Insgesamt vergebe ich 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    michael_lehmann-pape

    14. April 2011 um 16:10

    Shakespeare und Gefahr Von Beginn an setzt Celia Reese den Leser mitten hinein in ihre Geschichte, die zwar in erster Linie auf jugendliche Leser hin zielt, durchaus aber den Vergleich mit „erwachsenen“ Historienromanen nicht unbedingt scheuen muss. Drei Hauptpersonen tragen die Geschichte. Violetta, die junge Fürstin aus dem fernen Illyrien, die miterlebt, wie ihre Stadt überfallen und geplündert wird, die flieht, die in London anlangt, die aber nicht aufhören wird, zum einen den geraubten, wertvollsten Besitz ihres Volkes zu suchen und zum anderen ihren Anspruch auf die Herrschaft im Lande Illyrien als Herzogin nicht aufgeben wird. Feste ist ein Narr, doch nicht närrisch. Auf Geheiß des Herzogs rettet er Violletta aus dem Getümmel des Überfalls durch Venezier und Piraten. Mit knapper Not entkommt er mit der Herzogstochter. Gemeinsam nun sucht er mit Violetta Wege zur Rückkehr. Vor allem aber versucht er, Schaden von der jungen Fürstin fernzuhalten. Der junge William Shakespeare. „Dichter, Schauspieler und manchmal auch Magier“ ist zunächst schlechter Laune ob einer missglückten Aufführung, trifft aber dann auf Londons Straßen auf Feste, der auf offener Straße auftritt, um Geld zu verdienen. Shakespeare erkennt einen Meister der Schauspielkunst in Feste, man kommt ins Gespräch, Violetta tritt hinzu und erzählt ihre Geschichte. „Wie, Freunde, heißt dies Land?“ „Das ist Illyrien, mein Fräulein“. Aus dieser Geschichte der Vorgänge in Illyrien und ihrem weiteren Verlauf, an dem Shakespeare aktiv beteiligt sein wird, kreiert der Meister des Theaters der elisabethanischen Zeit sein bis heute bekanntes Stück „Was ihr wollt“. Mithin also bildet der Roman die (fiktive) Entstehungsgeschichte des Shakespeare Stückes ab und verlegt die Entstehung des Stückes in die Realität der Geschichte Violettas, die auszieht, das Heiligtum ihres Volkes dem Dieb wieder zu entreißen und ihren Thron ebenso wieder zu besteigen. Ein buntes Bild entwirft Celia Reese mit Stärken, vor allem in der Gestaltung der Personen, besonders Shakespeare erhält Fleisch und Blut im Buch und tritt so durchaus nahe, Stärken auch in der durchaus trefflich eingefangenen Atmosphäre Londons jener Zeit, aber auch mit Schwächen. Zu realitätsfern wirkt die Geschichte, zu sehr konstruiert und damit beständig vorhersehbar. Überraschungen finden sich kaum auf dem Weg des Lesens, letztlich ist jeder das, als was er scheint und sowohl das Finden der Liebe als auch der Weg zurück nach Illyrien liegen im Buch ohne große Spannungsmomente vor. So bleibt vor allem das Vergnügen, einer Ausgestaltung Shakespears zu begegnen, die dem realen Abenteuer nicht abgeneigt ist und einige ebenso anregend gestaltete Einblicke in die Leidenschaft des Theaters aus einer Zeit, als das Theater moderner Art erfunden wurde. Eingebunden in eine nicht sonderlich aufregende, aber immerhin in sich schlüssige Abenteuergeschichte. Für die gedachte Zielgruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden sicher kein schlechtes Buch. Ein wenig Shakespeare hat noch nie geschadet und ist hier mit Hintergrund durchaus versehen.

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  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    Freigeist00

    13. March 2011 um 09:26

    EIN MUTIGES MÄDCHEN, EINE BLUTIGE FEHDE, EIN FASZINIERENDES THEATERSTÜCK
    Bestseller- Autorin Celia Rees entführt uns in das London Shakespeares, wo das Mädchen Violetta um ihre Liebe und ihr Leben kämpft. Wird es ihr gelingen, die gefährlichen Feinde ihres Landes zu besiegen und als rechtmäßige Herrscherin in ihr Heimatland zurückzukehren?

  • Rezension zu "Der Narr und das Mädchen" von Celia Rees

    Der Narr und das Mädchen

    Rabenfrau

    16. February 2011 um 10:36

    Als William Shakespeare der jungen Violetta und ihrem Narren Feste das erste Mal begegnet, ist er sogleich fasziniert. Die beiden kommen aus dem fernen Land Illyrien und wurden nach der Eroberung durch die Venezianer aus ihrer Heimat vertrieben. Augenblicklich erahnt seine Dichterseele, was für ein dramatischer Stoff sich ihm hier bietet. Während Will zum einen immer mehr von der Vergangenheit des Mädchens, und der Begegnung ihrer Mutter Viola mit dem Herzog Orsino erfährt, verstrickt er sich gleichzeitig immer tiefer in die gefährliche Geschichte. Denn der verräterische Priester Malvolio hat ihrem Land den heiligsten Schatz entwendet, den es je bessesen hat – ein Gefäß mit Myrrhe, das einer der Weisen dem Jesukind als Geschenk überreichte. Violetta ist fest entschlossen, diese Reliquie nach Illyrien zurückzuholen und den Titel in Anspruch zu nehmen, der ihr von Geburt an zusteht. Doch ihre Feinde trachten ihr nach dem Leben und sie ist gezwungen zu fliehen. Und während sie immer noch an ihrem Plan festhält kann sie sich bald schon nicht mehr sicher sein, wem sie noch trauen kann… In „Der Narr und das Mädchen“ schafft Celia Rees eine Geschichte, die auf Shakespeare’s Werk „Was ihr wollt“ aufbaut. Bereits auf der ersten Seite wird der Leser in das Buch hineingezogen, mitten in den Angriff der Venezianer auf Illyrien. Ein Sog, der bis zum Ende des Buches anhält. Shakespeare ist einer meiner liebsten Dichter, und „Was ihr wollt“ gehört abslout zu meinen Lieblingsstücken. Doch nicht nur aus diesem Grund hat mich das Buch begeistert. Rees gelingt es auf wunderbare Weise, die Handlung des Stückes weiterzuführen, schafft Charaktere mit Persönlichkeit. Der Narr Feste ist eine besonders außergewöhnliche Figur, schwer zu durchschauen, manchmal auch schwer greifbar, jedoch Violetta treu ergeben. Violetta, obwohl noch jung, hält an ihrem Zielen fest, lässt sich von nichts beirren, und bleibt trotzdem glaubhaft und wirkt keinesfalls überzogen. Eine historisch belegte Person in einem Roman auftreten zu lassen, birgt zwar immer Schwierigkeiten, allerdings ist über Shakespeare selbst ja recht wenig tatsächlich belegt. Ich fand die Art und Weise wie Rees Will darstellte glaubhaft und fernab des Bildes, das dem ein oder anderen vielleicht durch den Film „Shakespeare in Love“ im Kopf herumschwirrt – bei dem übrigens auch eine Möglichkeit der Entstehung des Stückes „Was ihr wollt“ gegeben wird. Die Geschichte ist durchweg spannend, und die Autorin hat einen wirklich sehr fesselnden, angenehmen Schreibstil, der es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. „Der Narr und das Mädchen“ entführt in die Welt der Theater, der Intrigen und des Verrates, und begeistert mit wunderbar glaubhaften Charakteren und einer fesselnden Geschichte. Absolut empfehlenswert, auch für Leser die sonst mit dem Genre des historischen Romans nicht allzu viel anfangen können. Ein wahrer Buchschatz, und aufgrund der wunderschönen Umschlaggestaltung ein wahres Schmuckstück für jedes Regal.

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