Celil Oker Lass mich leben, Istanbul

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Inhaltsangabe zu „Lass mich leben, Istanbul“ von Celil Oker

Remzi Ünal, Istanbuls einsamer Privatdetektiv, nikotinsüchtig und Kaffeeliebhaber, hat schon bessere Zeiten gesehen. Da taucht im Café Kaktüs Dr. Kemal Arsan, der smarte Internist einer Privatklinik, auf. Er vermisst seit vier Tagen seine Freundin, eine Krankenschwester derselben Klinik. Remzi Ünal übernimmt und scheint in ein Wespennest zu stechen: Ein toter junger Arzt liegt in der Wohnung einer Pflegerin, ein Kleinkrimineller geht mit dem Skalpell auf Remzi los und eine ominöse Klinik behandelt mit zweifelhaften Methoden rätselhafte Fälle. Die Ermittlung läuft aus dem Ruder.
Schöne, kluge Krankenschwestern, lügende Ärzte und eine verwirrte alte Frau halten Remzi Ünal im verkehrsverstopften Istanbul ganz schön auf Trab. Wer gehört hier zu wem und wer hat was zu verbergen? Remzi Ünal hat als Erster eine Ahnung.

Istanbul tüchtigster Privatdetektiv ist wieder unterwegs - Remzis hervorragendes Gedächtnis ist einzigartig. Guter, packender Krimi!

— talisha

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  • Taxifahren mit Remzi Ünal

    Lass mich leben, Istanbul

    talisha

    17. October 2016 um 20:59

    Remzi Ünal hat sich rar gemacht in den letzten Jahren. Doch als ihn in seinem Stammcafé plötzlich jemand anspricht und als tüchtigsten Privatdetektiv Istanbuls bezeichnet, ist es schnell um ihn geschehen - ein bisschen Abwechslung und Kohle auf dem Konto, ja, das könnte ihm gut tun. Eine Frau ist schuld an seiner Misere und eine andere Frau soll er nun ausfindig machen. Mit einem hervorragendem Gedächtnis ausgestattet, gelingt es ihm schnell erste Erfolge zu verzeichnen. Remzi wäre aber nicht Remzi wenn er einfach nur seinen Auftrag erledigt. All die neuen Fragen und Spuren, die mit der Auffindung von Begüm aufgekommen sind, will er geklärt wissen und so gehts weiter bis er definitiv am Ziel ist. Nicht jedem passt dies, deshalb gerät Remzi in manch brenzlige Situation.Die türkische Originalausgabe stammt von 2013, da war Istanbuls Welt noch einigermassen in Ordnung. Nach all den politischen Ereignissen in diesem Jahr tut es gut vom "alten" Istanbul zu lesen. Istanbul ist wenigstens bei Celil Oker immer noch dasselbe. Der Autor nimmt uns mit quer durch die Stadt, auch an Orte, die man lieber nicht sehen möchte. Und alles per Taxi. Ich glaube, ich kenne keinen anderen Detektiv der so oft Taxi fährt. Der Leser lernt somit viele unterschiedliche Taxifahrer kennen, die charakterlich überzeugen und prägnant dargestellt werden. Die Szenen erinnern mich an meine eigenen Erfahrungen mit Istanbuler Taxifahrer. Im vorliegenden Band freundet Remzi sich sogar mit einigen Taxifahrern an. Ich hoffe sehr, dass die bei allfälligen weiteren Büchern nochmals in Erscheinung treten. Remzi liebt Kaffee und Zigaretten und überzeugt durch eine einzigartige Ermittlerarbeit und grandioser Merkfähigkeit. So schreibt Remzi sich nichts auf, auch keine Telefonnummern und überrascht dadurch sein Umfeld wie auch die Leser. Er kann auch mindestens so gut lügen wie alle anderen, mit denen er zu tun hat. Ein toller Typ, der Remzi - harte Schale und weicher Kern. Wie schon in den vorherigen Büchern ist der Schreibstil dialogstark und oft herrlich ironisch. Die Ermittlungen scheinen kein Ende zu nehmen, was den Spannungsbogen weit über die Mitte hinaus hochhält, aber auf den letzten Seiten hatte ich langsam genug von all den Ablenkungen und Zwischenfällen und hätte mir gewünscht Remzi würde nicht so eine Show abziehen. Dabei macht er nicht mal viel, aber sein Auftreten allein genügt für einen Domino-Effekt. Aber alles in allem war es wieder ein packender Fall, so wie man es sich Remzi Ünal gewohnt ist. Fazit: Aferin Remzi, gut gemacht! 4 Punkte.Bisher erschienen:Band 1: Schnee am Bosporus Band 2: Foul am Bosporus Band 3: Letzter Akt am Bosporus Band 4: Dunkle Geschäfte am Bosporus Band 5: Lass mich leben, Istanbul

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