Cem Gülay Türken-Sam

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Inhaltsangabe zu „Türken-Sam“ von Cem Gülay

Erste Auflage erschienen im November 2009 (mittlerweile neue ISBN). Junge Deutschtürken der dritten Generation sprechen plötzlich kein Deutsch mehr. Eine Passantin stirbt, weil sie durch eine verirrte Kugel aus einem deutschtürkischen Bandenkrieg getroffen wird. Drei jugendliche Migranten versuchen Polizisten in einen Hinterhalt zu locken, um sie zu erschießen. Was geht da vor? Cem Gülay ist intelligent, sieht gut aus, hat Abitur. Doch in der Schule wie beim Fußball gab man ihm immer wieder zu verstehen: Du gehörst nicht dazu. Er entschied sich für eine Gangsterkarriere und bewegte sich unter den Good Fellas des Milieus wie ein Fisch im Wasser. Erst als der legendäre Hamburger Pate M. ihm zuredete, beschloss er auszusteigen. Die Chance hatte er. Viele junge Migranten sehen für sich keine Chance, es sei denn, als »Soldat« in einer Mafiastruktur. Gewalt wird zum einzigen Mittel, um sich Ansehen zu verschaffen. Das endet oft mit Knast oder Tod. Cem Gülay kennt die Ursachen und Hintergründe dieser fatalen Entwicklung aus eigener Erfahrung. Wenn nichts getan wird, warnt er, wird die Gewalt explodieren - nicht in den Vorstädten wie anderswo, sondern in den Innenstädten, wo die Migranten leben.

sehr beeindrucken und erschreckend - gut als Lektüre im Lesekurs in der Schule zu lesen.

— Ann_cki
Ann_cki

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  • Rezension zu "Türken-Sam" von Cem Gülay

    Türken-Sam
    sarahkolumbus

    sarahkolumbus

    07. February 2010 um 16:00

    Cem Gülay, geboren in Deutschland, Sohn eines Gastarbeiters fühlt sich in der deutschen Gesellschaft nicht zugehörig, nicht akzeptiert. Er fühlt sich in der Schule, beim Fußball aufgrund seiner Abstammung benachteiligt und schämt sich in seiner Jugend Türke zu sein. Nach seinem Abitur, als nach einer Diskriminierung beim Fußball, auch sein Vater ihn nicht mehr unterstützen will, entscheidet sich Cem Gangster zu werden. Auch wenn genau dieser Aspekt, seine Erklärung zur Entscheidung Gangster zu werden etwas schwammig wirkt und man nicht sicher ist, ob er versucht seinen Fehler anderen zu zuzuschieben, scheint der Rest der Autobiografie schockierend authentisch. Drastisch schildert Gülay in Zusammenarbeit mit Helmut Kuhn die Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und Türken auf dem Kiez; er erzählt von Schlägereien, Schießereien und verbaler Demütigung, aber er ist nicht stolz darauf. Ganz im Stil der Goodfellas wendet sich Gülay an seinen Onkel Can und bittet darum, in die "Gesellschaft" eingeführt zu werden. Und im großen Stil der Goodfellas schafft Cem Gülay den Einstieg ins Warentermingeschäft der Betrüger, die anstatt tatsächlich mit dem Geld an der Börse zu spekulieren, nur Scheingeschäfte machen und den Großteil des Geldes selbst in die Tasche stecken. Ungeschönt schildert er den dekadenten Lebensstil rund um Clubs, Koks, Autos und teure Markenprodukte. Nur das Beste vom Besten. Nach und nach werden die Scheinfirmen hochgenommen und als Cem Gülay schon seinen Ausstieg aus dem Business geplant hat, wird er von Zeugenaussagen belastet und zu 50.000 Euro Strafe und einer Bewährungsstrafe verurteilt- aber er ist nicht verbittert, sondern sieht darin eine neue Chance für sich. Durch dieses Buch nimmt er die Chance wahr und versucht jüngere Generationen durch seine Fehler zu belehren. Die Integration müsse auf zweierlei Wegen erfolgen, sowohl auf Seiten der türkischstämmigen Migranten als auch auf Seiten, der jungen vorurteilgetränkten Deutschen und vor allem durch den Staat gefördert werden. Cem Gülay schreibt mit diesem Buch ein Buch, das dringend notwendig war, denn er beleuchtet die deutsche Gesellschaft aus dem Blickwinkel der Migranten und erklärt deren Wut sowie deren Auslöser und Motive. - Eine angenehme Verflechtung von spannenden Gangsteranekdoten (obwohl traurig wahr) mit analytischer Illustration der Gesellschaft und der Parallelgesellschaft sowie ein Aufzeigen der mangelhaften Integrationsbemühungen der Regierung.

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