Chögyam Trungpa

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Aktive Meditation, Der Angst ein Lächeln schenken und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Chögyam Trungpa

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Chögyam TrungpaDer Angst ein Lächeln schenken
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Der Angst ein Lächeln schenken
Der Angst ein Lächeln schenken
 (1)
Erschienen am 01.07.2011
Chögyam TrungpaAktive Meditation
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Aktive Meditation
Aktive Meditation
 (1)
Erschienen am 01.07.2011
Chögyam TrungpaDer Mythos Freiheit und der Weg der Meditation
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Der Mythos Freiheit und der Weg der Meditation
Chögyam TrungpaSpirituellen Materialismus durchschneiden
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Spirituellen Materialismus durchschneiden
Spirituellen Materialismus durchschneiden
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Erschienen am 22.06.2015
Chögyam TrungpaGroße Östliche Sonne
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Große Östliche Sonne
Große Östliche Sonne
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Erschienen am 15.05.2004
Chögyam TrungpaÜber Kunst
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Über Kunst
Über Kunst
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Erschienen am 01.04.2012
Chögyam TrungpaErziehung des Herzens
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Erziehung des Herzens
Erziehung des Herzens
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Erschienen am 15.05.2000
Chögyam TrungpaDas Jetzt im Strom der Zeit
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Das Jetzt im Strom der Zeit
Das Jetzt im Strom der Zeit
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Erschienen am 02.03.2015

Neue Rezensionen zu Chögyam Trungpa

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Der Angst ein Lächeln schenken" von Chögyam Trungpa

"Der Weg der Furchtlosigkeit hat mit unserem Handeln jetzt im Augenblick zu tun."
R_Mantheyvor 3 Jahren

Kürzlich sah ich zufällig einen Bericht über eine Studie mit Münchner Schulklassen, bei der man herausfinden möchte, ob Achtsamkeitsmeditationen Verhaltensänderungen herbeiführen. Ohne dass bereits ein endgültiges Ergebnis vorliegt, sprachen die meisten Schüler nach der mehrwöchigen Erfahrung davon, dass sie sich nun besser konzentrieren können und weniger Angst verspüren würden.

Jede Zeit hat ihre Ängste. Unsere ist wohl von grassierenden Versagensängsten gekennzeichnet. Chögyam Trungpa rät uns in seinem Buch, dass wir der Angst ein Lächeln schenken sollten. Das ist ein typisch buddhistischer Satz, der nicht so recht in unsere Kultur passen will, die eher dazu raten würde, die Angst zu besiegen.

Aber Ängste kann man nicht besiegen. Warum das nicht geht, kann man aus diesem Buch lernen. Leider besitzt Chögyam Trungpas Werk jedoch kaum eine praktische Seite, sieht man einmal von seinem immer wiederkehrenden Hinweisen auf die buddhistische Meditation ab, zu der wir allerdings unbedingt einen Lehrer hinzuziehen sollten.

Chögyam Trungpa erläutert zunächst, dass Angst aus unserer Unfähigkeit entsteht, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Wir würden uns vor uns selbst fürchten, uns nicht gerne ins Auge sehen. Vielmehr streben wir stattdessen nach Ablenkung, die auch durchaus spiritueller Natur sein kann. Doch wir können uns nicht ausweichen, wollen wir furchtlos sein. Das ist eine der fundamentalsten Aussagen des Buddhismus, die auch in diesem Buch erklärt wird.

Ohne dass wir es merken, schweifen wir im Alltag bereits nach wenigen Sekunden aus der Gegenwart in irgendeine Scheinwelt unserer Gedanken ab. Begeben wir uns auf eine nicht kommentierende und nicht wertende Beobachterposition, dann können wir dies leicht bemerken. Buddhistische Lehrer raten uns, unsere Emotionen auf diese Weise zu beobachten. Das ist gewiss nicht leicht, denn gewöhnlich sind wir in sich selbst bestätigenden Schleifen gefangen. Angst macht uns noch ängstlicher, Wut noch wütender. Dann fällt es schwer, aus sich herauszutreten. Aber genau darum geht es in diesem Buch.

Wir erzeugen unsere Ängste selber. Sie sind Teil von uns, und allein schon deswegen können wir ihnen nicht entfliehen. Nur wenn wir uns stellen und uns mit unseren Dämonen konfrontieren, werden wir uns von ihnen befreien können. Das steht irgendwie auch in diesem Buch. Doch leider nicht in dieser Deutlichkeit.

Der Autor ist zwar der Urheber der hier zusammengefassten Texte, er hat sie jedoch nicht als Buch niedergeschrieben. Sie wurden von der Herausgeberin aus den verschiedensten Beiträgen zusammengestellt. In für europäische Geister recht blumiger Sprache erläutert Chögyam Trungpa die verschiedensten Konzepte des tibetischen Buddhismus. Im Grunde läuft dies alles auf eine Erklärung der Folgen einer disziplinierten buddhistischen Meditation hinaus.

Durch eine solche Meditation lernt man vor allem Achtsamkeit, also das Bleiben in der Gegenwart des Augenblicks. Man bekommt die Fähigkeit, eigene Ängste oder andere Emotionen kommentarlos zu beobachten und als Teil von sich zu akzeptieren. Das verändert alles. So sehr sich Chögyam Trungpa auch bemüht, dies zu erläutern, so wenig hat er eine echte Chance dazu, denn da ist nichts zu beschreiben. Man muss es einfach tun. Doch dazu steht nichts in diesem Buch, außer der Empfehlung, sich mit Disziplin diesen Übungen hinzugeben.

Fazit.
Wer etwas über die Konzepte des tibetischen Buddhismus lernen möchte, kann dieses Buch mit Gewinn lesen. Nach einer Problembeschreibung erhält der Leser die Empfehlung, diszipliniert die buddhistische Meditation unter Anleitung eines Lehrers durchzuführen. Anschließend beschreibt der Autor, was dann mit uns passiert und wie Ängste langsam ihren dominierenden Einfluss verlieren. Die buddhistische Meditation selbst wird (weil wir einen Lehrer brauchen) nicht erklärt.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Aktive Meditation" von Chögyam Trungpa

Über das Wesen der buddhistischen Meditation
R_Mantheyvor 3 Jahren

Eigentlich gibt es nichts zu übermitteln, und doch werden immer wieder viele Seiten vollgeschrieben, um eine ganz einfache Sache zu erläutern. Das ist wiederum nicht verwunderlich, denn der westliche Mensch sehnt sich nach intellektuellem Verständnis. Bevor er sich einer Sache hingibt, möchte er ihren Sinn und Zweck verstehen. Wenn er jedoch diese Herangehensweise an die buddhistische Meditation wählt, ist sein Scheitern vorbestimmt.

Der leider sehr früh verstorbene Chögyam Trungpa versucht dies in diesem dünnen Büchlein zu erläutern. Er geht dabei allerdings seinen im westlichen Denken gefangenen Schülern sehr weit entgegen und entwickelt die verschiedensten Konzepte zum und über den Buddhismus. Doch der eigentliche Kern der buddhistischen Lehre ist die reine Praxis. Und die ist völlig konzeptfrei.

Auch in diesem Buch steht eine Reihe von Fragen an den Meister, die im Grunde nur davon zeugen, dass die Fragenden für sich etwas erreichen wollen. Vielleicht möchten sie bessere Menschen werden oder zu einem höheren Bewusstseinzustand gelangen. Ohne es zu merken, sind sie damit in die Falle ihres Verstandes getappt.

Ganz am Ende des Buches kann man Folgendes lesen:

"Meditation muss direkt, ohne Erwartung, ohne Beurteilung, ohne irgendwelche Gedanken an die Zukunft praktiziert werden. Lasse dich einfach darauf ein, springe und schaue dabei nicht zurück. Beginne mit der Technik, ohne weiter darüber nachzudenken."

Mehr ist eigentlich auch nicht zu sagen. Doch auch Chögyam Trungpa braucht mehr als hundert Seiten, um zu dieser Aussage zu gelangen und um sich anschließend auch noch dafür zu entschuldigen, dass bei dieser Meditation eventuell Langeweile auftreten könne.

Vorher erzählt er Buddhas Geschichte, berichtet über buddhistische Übertragungsriten, und philosophiert über Großzügigkeit, Geduld, Disziplin und Weisheit sowie über eine andere als die buddhistische Meditation. Das befriedigt unseren Verstand. Es ändert jedoch nichts an der Essenz der buddhistischen Meditation, die oben so einfach beschrieben wurde.

In Wirklichkeit gibt es nichts zu übermitteln, auch wenn man dies in der westlichen Tradition einfach nicht glauben will.

Fazit.
Nachdem Chögyam Trungpa einen recht langen Anlauf genommen hat, kommt er am Ende seines Texts zur Essenz der buddhistischen Meditation. Er erklärt, dass es bei ihr ausschließlich darum geht, zu erkennen, was ist. Es gibt nichts zu lernen, keine Geheimnisse zu entdecken, sondern nur das wahrzunehmen, was jetzt geschieht, anstatt sich in Gedanken zu verfangen, die genau davon ablenken. Daraus ergibt sich alles andere.

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