Chögyam Trungpa Der Angst ein Lächeln schenken

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Inhaltsangabe zu „Der Angst ein Lächeln schenken“ von Chögyam Trungpa

Die meisten von uns werden, ohne dass sie es sich klarmachen, von Ängsten bestimmt. Manche Ängste sind uns bewusst, wie in der Öffentlichkeit zu sprechen, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten oder einen geliebten Menschen zu verlieren. In diesem Buch jedoch weist uns der Meditationslehrer Chögyam Trungpa auf eine alles durchdringende Angst hin: die Angst vor uns selbst. Es beschämt uns und macht uns verlegen, unsere Gefühle anzuschauen oder uns unsere Denk- und Handlungsweisen einzugestehen. Der Realität jeder einzelnen Erfahrung möchten wir gar nicht ins Auge blicken. Und das ist genau diese Angst, die uns in den Kreisläufen von Leid, Verzweiflung und Stress gefangen hält.

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  • "Der Weg der Furchtlosigkeit hat mit unserem Handeln jetzt im Augenblick zu tun."

    Der Angst ein Lächeln schenken
    R_Manthey

    R_Manthey

    03. July 2015 um 15:06

    Kürzlich sah ich zufällig einen Bericht über eine Studie mit Münchner Schulklassen, bei der man herausfinden möchte, ob Achtsamkeitsmeditationen Verhaltensänderungen herbeiführen. Ohne dass bereits ein endgültiges Ergebnis vorliegt, sprachen die meisten Schüler nach der mehrwöchigen Erfahrung davon, dass sie sich nun besser konzentrieren können und weniger Angst verspüren würden. Jede Zeit hat ihre Ängste. Unsere ist wohl von grassierenden Versagensängsten gekennzeichnet. Chögyam Trungpa rät uns in seinem Buch, dass wir der Angst ein Lächeln schenken sollten. Das ist ein typisch buddhistischer Satz, der nicht so recht in unsere Kultur passen will, die eher dazu raten würde, die Angst zu besiegen. Aber Ängste kann man nicht besiegen. Warum das nicht geht, kann man aus diesem Buch lernen. Leider besitzt Chögyam Trungpas Werk jedoch kaum eine praktische Seite, sieht man einmal von seinem immer wiederkehrenden Hinweisen auf die buddhistische Meditation ab, zu der wir allerdings unbedingt einen Lehrer hinzuziehen sollten. Chögyam Trungpa erläutert zunächst, dass Angst aus unserer Unfähigkeit entsteht, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Wir würden uns vor uns selbst fürchten, uns nicht gerne ins Auge sehen. Vielmehr streben wir stattdessen nach Ablenkung, die auch durchaus spiritueller Natur sein kann. Doch wir können uns nicht ausweichen, wollen wir furchtlos sein. Das ist eine der fundamentalsten Aussagen des Buddhismus, die auch in diesem Buch erklärt wird. Ohne dass wir es merken, schweifen wir im Alltag bereits nach wenigen Sekunden aus der Gegenwart in irgendeine Scheinwelt unserer Gedanken ab. Begeben wir uns auf eine nicht kommentierende und nicht wertende Beobachterposition, dann können wir dies leicht bemerken. Buddhistische Lehrer raten uns, unsere Emotionen auf diese Weise zu beobachten. Das ist gewiss nicht leicht, denn gewöhnlich sind wir in sich selbst bestätigenden Schleifen gefangen. Angst macht uns noch ängstlicher, Wut noch wütender. Dann fällt es schwer, aus sich herauszutreten. Aber genau darum geht es in diesem Buch. Wir erzeugen unsere Ängste selber. Sie sind Teil von uns, und allein schon deswegen können wir ihnen nicht entfliehen. Nur wenn wir uns stellen und uns mit unseren Dämonen konfrontieren, werden wir uns von ihnen befreien können. Das steht irgendwie auch in diesem Buch. Doch leider nicht in dieser Deutlichkeit. Der Autor ist zwar der Urheber der hier zusammengefassten Texte, er hat sie jedoch nicht als Buch niedergeschrieben. Sie wurden von der Herausgeberin aus den verschiedensten Beiträgen zusammengestellt. In für europäische Geister recht blumiger Sprache erläutert Chögyam Trungpa die verschiedensten Konzepte des tibetischen Buddhismus. Im Grunde läuft dies alles auf eine Erklärung der Folgen einer disziplinierten buddhistischen Meditation hinaus. Durch eine solche Meditation lernt man vor allem Achtsamkeit, also das Bleiben in der Gegenwart des Augenblicks. Man bekommt die Fähigkeit, eigene Ängste oder andere Emotionen kommentarlos zu beobachten und als Teil von sich zu akzeptieren. Das verändert alles. So sehr sich Chögyam Trungpa auch bemüht, dies zu erläutern, so wenig hat er eine echte Chance dazu, denn da ist nichts zu beschreiben. Man muss es einfach tun. Doch dazu steht nichts in diesem Buch, außer der Empfehlung, sich mit Disziplin diesen Übungen hinzugeben. Fazit. Wer etwas über die Konzepte des tibetischen Buddhismus lernen möchte, kann dieses Buch mit Gewinn lesen. Nach einer Problembeschreibung erhält der Leser die Empfehlung, diszipliniert die buddhistische Meditation unter Anleitung eines Lehrers durchzuführen. Anschließend beschreibt der Autor, was dann mit uns passiert und wie Ängste langsam ihren dominierenden Einfluss verlieren. Die buddhistische Meditation selbst wird (weil wir einen Lehrer brauchen) nicht erklärt.

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