Chahdortt Djavann Die Stumme

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Inhaltsangabe zu „Die Stumme“ von Chahdortt Djavann

Fesselnd, schockierend, ergreifend! Eine Geschichte, die unter die Haut geht Fatemeh ist fünfzehn Jahre alt. Sie sitzt in einem Iraner Gefängnis. Und sie wartet auf ihre Hinrichtung. Die verbleibende Zeit nutzt sie, um in ihrem Tagebuch Zeugnis abzulegen von ihrem Schicksal – und dem ihrer Tante, die von allen „Die Stumme“ genannt wurde. Voller Bewunderung erinnert sich Fatemeh an diese freiheitsliebende Frau, die zeitlebens gegen die strikten Regeln ihrer Umgebung rebelliert hat – bis sie eines Tages eine Verkettung von tragischen Ereignissen auslöst, die schließlich auch Fatemehs Los besiegeln.

Ein topaktuelles, kleines, berührendes Buch über zwei Frauen, die Opfer der islamistischen Diktatur werden.

— Barbara62
Barbara62

Was für ein furchtbares, brutales Schicksal!

— efell
efell

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  • Opfer des islamistischen Terrors

    Die Stumme
    Barbara62

    Barbara62

    In einer iranischen Todeszelle verfasst die 15-jährige Fatemeh einen Bericht über ihr Schicksal und das ihrer Tante. Diese war durch ein Trauma mit zehn Jahren verstummt und lebte im Hause ihres Bruders nach eigenen Gesetzen: ohne Kopftuch, barfuß, bunt gekleidet. Fatemeh liebte die Tante mehr als die Mutter, die ihre Schwägerin zunehmend hasste und beide ins Verderben stürzt. Die Exiliranerin und Islam-Expertin Djavann hat ein kleines, berührendes Buch über zwei Frauen geschrieben, die Opfer der islamistischen Diktatur und ihrer Helfer werden. Topaktuell!

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    • 3
  • Dieses Buch berührt ohne viel Worte

    Die Stumme
    Queenelyza

    Queenelyza

    24. May 2015 um 20:43

    Fatemeh ist 15 Jahre und sitzt im Gefängnis. Dort wartet sie auf ihre Hinrichtung. Während sie wartet, schreibt sie Tagebuch, und so erfährt der Leser auf ein wenig mehr als gerade mal hundert Seiten, wie es dazu kam und welche Rolle "Die Stumme", Fatemehs Tante, in diesem Drama spielt. Als ich das Buch seinerzeit zum ersten Mal in Händen hielt, habe ich mich gefragt, wie die Geschichte wohl auf so wenigen Seiten erzählt werden soll. Doch ich war wirklich erstaunt, denn es funktioniert, in dieser Knappheit den Charakteren und der Atmosphäre Leben einzuhauchen. Und wie. Jedes neue Kapitel tut weh, man kann gar nicht fassen, was man liest - und man liest dennoch weiter, denn man möchte wissen, wie diese Geschichte endet. Warum Fatemeh in dieser Situation ist, wird natürlich erst ganz zum Schluss gelüftet, aber die ganze Geschichte ist so unglaublich traurig, unfassbar und bewegend, dass man gar nicht anders kann als weiterzulesen. Dabei erstaunt mich besonders, dass diese Geschichte ohne ein überflüssiges Wort Gefühle weckt, einen zu Tränen rührt und einen extrem wütend macht aufgrund der schrecklichen Umstände. Um eine solche Wirkung zu erzielen, braucht so mancher Autor mehrere hundert Seiten mehr... Und als ich im Nachwort gelesen hatte, dass der Autorin dieses Tagebuch während einer Auslandsreportage vor Ort zugespielt wurde, von jemandem, der dafür wohl sein Leben riskiert hat, war ich noch bewegter. Mehr mag ich gar nicht dazu sagen, außer, dass es wirklich jeder gelesen haben sollte, der sich auch nur ansatzweise für fremde Kulturen interessiert. Das Buch selbst spricht für sich.

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  • Anderssein im Iran

    Die Stumme
    efell

    efell

    14. May 2015 um 22:58

    Was für ein furchtbares, brutales Schicksal! Ein Frau, die ihren eigenen Weg gehen will und sich verliebt und deshalb gesteinigt werden soll! Solch ein Ende ist in vielen Ländern noch immer keine Seltenheit!
    Sehr schön, eindrucksvoll geschrieben, werde ich nicht so schnell vergessen!

  • Erschütternde Unmenschlichkeit

    Die Stumme
    Fluse

    Fluse

    Fatemeh ist 15 Jahre alt und wartet in einem Iraner Gefängnis auf ihre Hinrichtung. Sie nutzt die Zeit, um über ihr Leben zu schreiben. Sie hat nur wenige Tage Zeit, die sie unter Schmerzen nutzt. Sie hat nur ein Heft und einen Stift, mehr bleibt nicht, um das zu hinterlassen, was sie sagen will. Ein großartiges Buch. Ehrlich und ungeschminkt wird der Leser in die Welt der Fatemeh geschickt. Das Buch gibt nicht nur wider, wie die Zustände im Iran auf der zwischenmenschlichen Ebene sind, sondern auch, welche Härte dort gerade unter Menschen, die sich nahestehen, von denen man Menschlichkeit erwartet, gelebt wird. Unfassbar mutig lehnt sich Fatemeh gegen ihr Schicksal auf, gibt sich nicht auf und hat dennoch ein ums andere Mal hierzu Anlass. Diese Geschichte zeigt, dass die Liebe stark ist, dass sie Hindernisse umwinden, aber niemals bezwingen kann.

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    • 2
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    19. March 2015 um 18:58
  • Eine Geschichte aus dem Iran!

    Die Stumme
    Arun

    Arun

    Die Stumme von Chadortt Djavann Ein Buch nach einer wahren Begebenheit. Es ist der Bericht eines­ 15 jährigen Mädchens, welches im Gefängnis in der Todeszelle sitzt und auf seine Hinrichtung durch den Strang wartet. Dieses Mädchen erzählt und die Geschichte ihrer Familie. Es stammt aus einem Stadtviertel, indem die weniger Betuchten inmitten von Armut, Rauschgiftsüchtigen, Gewalt und einer verbohrten Religion der Mullahs und Religionswächter leben. Außer ihr leben im Haus noch die Eltern und ihre Tante, die Schwester des Vaters, die „Stumme“ genannt. Diese hat als 10 jährige durch häusliche Gewalt das Sprechen eingestellt und verhält sich auch ansonsten etwas wunderlich. Die Mutter der Erzählerin wird als sehr fromm aber auch sehr dumm beschrieben, diese stürzt durch ihr Verhalten die komplette Familie in den Abgrund. Eine eindringliche und zugleich bestürzende Geschichte aus dem Iran die auf wenigen Seiten (110) ein grausiges Bild der Gesellschaft zeichnet.

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    • 13
  • Fesseln

    Die Stumme
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 18:13

    Die Art und Weise wie dieses 15 jährige Mädchen schildert wie es schlussendlich zu ihrer Hinrichtung kommt, ist ergreifend und gibt Einblick in eine, aus gesellschaftlicher Sicht teils unverständliche Traditionsgesellschaft und mehr oder minder alte iranische Verhältnisse. Liebe ist in einer Sozialform, die zwangsheirat unterstützt eben alles andere als einfach.

  • Rezension zu "Die Stumme" von Chahdortt Djavann

    Die Stumme
    sabatayn76

    sabatayn76

    22. February 2012 um 16:55

    Leben und Sterben im Iran Inhalt: Die 15-jährige Fatemeh sitzt in einem Gefängnis im Iran und wartet auf ihre Hinrichtung. Sie hat von einem Gefängniswärter ein Heft und einen Stift erhalten und berichtet nun von ihrem Leben und von ihrer Familie, vor allem von ihrer geliebten Tante, die seit ihrer Kindheit nicht mehr spricht und von allen 'die Stumme' genannt wird. Mein Eindruck: 'Die Stumme' ist ein bewegendes Buch, das sich aufgrund der wenigen Seiten, der relativ großen Schrift, der kurzen Kapitel und der einfachen Sprache schnell lesen lässt, das dem Leser wegen seines tragischen Inhalts aber noch länger in Erinnerung bleiben wird. Die Ich-Erzählerin berichtet sachlich und nüchtern von ihrer bevorstehenden Hinrichtung, erzählt von Drogen, Armut, Gewalt, Frauenverachtung und der erbarmungslosen Anwendung der Scharia. Mein Resümee: Ein bewegendes Buch, das für meine Begriffe jedoch ein wenig zu knapp geraten ist, um den Leser vollends mitreißen zu können.

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  • Rezension zu "Die Stumme" von Chahdortt Djavann

    Die Stumme
    Bluueemchen

    Bluueemchen

    08. February 2011 um 18:22

    Dieses Buch hat nur wenige Seiten (ca. 100), da es von einem Mädchen im Gefängnis geschrieben wurde. Sie hatte nur ein kleines Heft und einen Stift zur Verfügung. Sie ist 15 und soll gehängt werden. In diesem kleinen Heft schreibt sie Tag für Tag im Gefängnis die Geschichte von ihrer Tante (die Stumme) auf und somit auch einen Teil ihrer Geschichte und warum sie im Gefängnis auf die Todesstrafe warten muss. Sie ist erst 15 Jahre und wird gehängt! Das Heft wurde später einer Journalistin überreicht, wahrscheinlich damit es an die Öffentlichkeit gelangt. Sie hat es übersetzen lassen. Es geht unter die Haut. Schlimm!

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  • Rezension zu "Die Stumme" von Chahdortt Djavann

    Die Stumme
    serpent

    serpent

    28. June 2010 um 20:20

    Fremde Länder, fremde Kulturen. Über den Iran wissen die meisten Menschen hier nur wenig bis gar nichts – und wenn, dann im Zusammenhang mit den strengen Regeln, die die Religion dort den Menschen auferlegt. „Die Stumme“ von Chahdortt Djavann erzählt die Geschichte der 15-jährgen Fatemeh. Das iranische Mädchen sitzt im Gefängnis und wartet auf ihre Hinrichtung. Als letzter Akt der Rebellion beschließt sie ihre Geschichte und die Geschichte ihrer schönen, aufmüpfigen Tante, der „Stummen“, zu erzählen. Gerade einmal ein Heft hat sie um alles zu berichten, was in den letzten Monaten passierte und schildert mit trockener, einfacher Sprache wie es dazu kam, dass sie auf ihre Hinrichtung wartet. Wie ein Tatsachenbericht beginnt das Buch damit, dass eine Frau das geschriebene Manuskript Fatemehs erhält und veröffentlicht. Ohne große Einleitung wird der Leser direkt in die Welt der 15-jährigen Iranerin geworfen und erfährt auf leise, aufwühlende Art, wie schwer das Leben für Frauen im streng religiösen Iran ist. Die „Stumme“ ist Fatemehs Tante väterlicherseits und spricht seit einem schlimmen Ereignis in ihrer Kindheit nicht mehr. Das Schweigen verschafft ihr Freiheiten, von denen andere Frauen nur träumen können: als taubstumm oder geistig verwirrt abgestempelt, kann sie auf ein Kopftuch verzichten und hat nicht viel mit der Religion am Hut. Dass sie dennoch nie richtig frei sein kann und ihr Leben von den Regeln der Religion bestimmt wird, erfährt man auf tragische und grausame Weise als sie sich in den Bruder der Frau ihres Bruders verliebt. Fatemeh ist zunächst weniger rebellisch obwohl sie zu ihrer Tante ein weitaus engeres Verhältnis hat als zu ihren Eltern. Besonders ihre Mutter macht ihr mit ihren strengreligiösen Ansichten immer wieder zu schaffen, aber alle Konventionen erscheinen ihr zunächst eher wie ein unausweichliches Ärgernis als ein Gefängnis. Ihre Meinung ändert sich aber radikal als ihre geliebte Tante für ihr Verhalten bestraft wird und auch Fatemeh zu einem Leben gezwungen wird, welches sie sich nie gewünscht hat… Mit gerade einmal 110 sehr groß bedruckten Seiten, empfand ich „Die Stumme“ weniger als ein Buch, als viel mehr eine Kurzgeschichte. Dennoch ist der Bericht, der von der ersten bis zur letzten Seite scheinbar auf wahren Begebenheiten beruht, verstörend und fesselnd. Als Leser erfährt man auf tragische Weise über das Schicksal der zwei Frauen in einem Land, das noch an Regeln und Riten festhält, die für uns heute unmöglich erscheinen. Es ist anrührend Fatemehs Geschichte zu lauschen obwohl – oder gerade weil – alles so kurz und schlicht berichtet wird. Wirklich unter die Haut geht das Schicksal der beiden Frauen, die auf ihre unterschiedliche Weise versuchen sich in dieser Welt zu Recht zu finden und eigentlich nur Frieden und Freiheit wollen. Sich verlieben dürfen, in wen man will. Zur Schule gehen. Westliche Kinofilme schauen. Alles was uns normal erscheint, ist für Fatemeh und ihre Tante unerreichbar und etwas, für das sie verbissen kämpfen müssen – nur, um letztendlich daran zu scheitern. Chahdortt Djavann ist selber Iranerin und musste 1993 nach Frankreich fliehen. Seitdem beschäftigt sie sich eingehend mit den Gefahren des Islamismus und hat bereits mehrere Essays und Sachbücher, sowie fiktive Geschichten veröffentlicht. Mit diesem Buch ist es ihr gelungen einen Einblick in den Islamismus zu geben, der schockiert und berührt. Auf jeden Fall hinterlässt die Lektüre des Buches ein ungutes Gefühl und man möchte verantwortliche schütteln und rütteln, bis sie begreifen, was sie den Frauen dort antun. Empfehlen kann ich „Die Stumme“ allen, die sich für die Religion, das Land oder Frauenrechte interessieren. Gerade, da das Buch so dünn ist, darf man keine ausgefeilte, sprachlich und stilistisch wertvolle Geschichte erwarten, aber wie gesagt: die Schlichtheit, die hier an den Tag gelegt wird, hat seine Reize und unterstreicht die Glaubwürdigkeit des Berichts, wenn man bedenkt das Fatemeh erst 15 Jahre alt war. Ein Buch voller Traurigkeit, den Willen zu Kämpfen und dem Wunsch frei zu sein. Ich selber gebe dennoch nur 3/5 Sternen weil mir das Buch zu kurzweilig war. Die Seiten flogen nur so dahin und innerhalb knapp einer Stunde hatte ich die Geschichte zu Ende gelesen. Erst mit ein paar Tagen Abstand kann ich noch mal darüber nachdenken und finde, dass Chahdortt Djavann ein durchaus imposanter Bericht gelungen ist – der jedoch direkt nach dem Lesen noch etwas nichtssagend wirkt. Auch die 15€ für ein so dünnes Buch halte ich für übertrieben.

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  • Rezension zu "Die Stumme" von Chahdortt Djavann

    Die Stumme
    anushka

    anushka

    20. June 2010 um 18:45

    Fatemeh hat Träume. Sie ist 15 und würde gern zu Universität gehen. Statt dessen sitzt sie geschunden in einem iranischen Gefängnis - mit gebrochenen Rippen, geschwollenem Gesicht, Verbrennungen - und wartet auf ihre Hinrichtung. In ihrer Zelle schreibt Fatemeh die Geschichte der Stummen, ihrer Tante, auf, während ihr der Wärter immer wieder Opium gegen die Schmerzen zusteckt. Die Stumme spielt in Fatemehs Leben eine zentrale Rolle, ersetzt ihr sogar die Mutter, die zwar da ist, aber mit der Fatemeh keine herzliche Beziehung verbindet. Doch Missgunst und Neid zerstören schließlich die Familie und ziehen die Entwicklungen nach sich, die Fatemeh ins Gefängnis bringen. Auch wenn die Stumme unter den Repressionen als Frau leidet und schließlich durch die frauenfeindlichen Konventionen zerstört wird, die wir auch aus anderen Romanen und Berichten kennen, so ist Fatemehs Situation doch teilweise selbstverschuldet. Dieser Roman liefert also eine Handlung, die nicht pauschal Mitleid heischen soll, sondern durchaus differenziert betrachtet werden kann. Und doch ist Fatemeh schlußendlich Opfer der Fügungen und der Rechtlosigkeit als Frau. In überraschender Kürze - lediglich 111 Seiten hat dieses Büchlein - kommt eine äußerst komplexe Geschichte daher. Nach einer Leseprobe der ersten Seiten hatte ich wesentlich mehr Umfang erwartet. Doch die Autorin bannt dieses komplexe Geschehen auf wenige Seiten, welches auch die Authentizität fördert: denn Fatemeh schreibt ihre Geschichte in ein kleines Schulheft, eng beschrieben und teilweise unzusammenhängend. Die Kapitel sind kurz und eröffnen meist mit Fatemehs aktueller Situation und ihrem Erleben. Völlig ohne Übergang widmet sie sich dann wieder Episoden aus ihrer Familie, deren Zusammenhang zunächst nicht, danach aber sehr schnell klar wird. Fatemeh wurde in einem Umfeld groß, in dem es viel Armut gab und es kein Grund zur Freude war, wenn man zur Frau wird. Die Autorin hält sich auch nicht mit poetischer Sprache auf, was den Realismus weiter fördert, denn Fatemeh ist 15 und kommt aus einem eher ungebildeten Haushalt. Ihr einziger Wunsch ist es, die Geschichte der Stummen und ihre eigene festzuhalten und mitzuteilen. Sachlich erzählt sie, wie alles soweit kommen konnte. Dabei hat die Autorin auch die Emotionalität nicht übertrieben, sodass die Geschichte zwar traurig und teilweise schockierend ist, dies aber auf einem hohen und nicht von Klischees oder Vorurteilen dominierten Niveau erreicht. Sie wirkt tatsächlich, wie mitten aus dem wahren Leben gegriffen, was noch dadurch verstärkt wird, dass es ein Vorwort und Nachwort einer Journalistin sowie einer Übersetzerin gibt. Diese ließen mich schließlich mit Zweifeln zurück, ob es sich hier tatsächlich um einen Roman oder doch eher um einen Tatsachenbericht handelt. Wahrscheinlich kann diese Geschichte - selbst wenn fiktiv - beispielhaft für viele wahre Schicksale stehen. Dieses Buch hat mein Herz berührt, und erfreulicherweise nicht in übertriebener Weise. Es konnte mir die Zustände im Iran wesentlich näher bringen als so manch anderes, umfangreicheres Buch und wird noch lange nachklingen. Auch wenn es kein literarisches Kunstwerk ist, hat es mich gerade in seiner Einfachheit sehr berührt.

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