Chaim Noll

 4,4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Feuer, Kolja und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Chaim Noll

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schriftsteller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israelische Staatsbürgerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Chaim Noll

Cover des Buches Feuer (ISBN: 9783940426642)

Feuer

 (2)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Der goldene Löffel (ISBN: 9783940426215)

Der goldene Löffel

 (1)
Erschienen am 01.03.2009
Cover des Buches Der Kitharaspieler (ISBN: 9783940426116)

Der Kitharaspieler

 (1)
Erschienen am 18.08.2008
Cover des Buches Kolja (ISBN: 9783943167122)

Kolja

 (1)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Der Rufer aus der Wüste (ISBN: 9783982277110)

Der Rufer aus der Wüste

 (0)
Erschienen am 21.11.2021
Cover des Buches Die Synagoge (ISBN: 9783943167771)

Die Synagoge

 (0)
Erschienen am 01.02.2014
Cover des Buches Die Wüste (ISBN: 9783374063574)

Die Wüste

 (0)
Erschienen am 01.03.2020
Cover des Buches Meine Sprache wohnt woanders (ISBN: 9783502150237)

Meine Sprache wohnt woanders

 (0)
Erschienen am 27.01.2006

Neue Rezensionen zu Chaim Noll

Cover des Buches Kolja (ISBN: 9783943167122)R

Rezension zu "Kolja" von Chaim Noll

Rezension zu "Kolja" von Chaim Noll
Ruth_liestvor 10 Jahren

Chaim Noll hat unter dem Titel "Kolja" 37 wunderbare Erzählungen geschrieben. Mit dem russischen Einwanderer Kolja, dem palästinensischen "Gastarbeiter" oder der indischen Postbotin gelingt es ihm, die Bandbreite der israelischen Gesellschaft zu beleuchten. Warmherzig und wertschätzend beschreibt er die Lebensumstände und Schicksale seiner Protagonisten. Für alle, die in ihrer geistigen Farbpalette nicht nur Schwarz und Weiß nutzen wollen, eine empfehlenswerte Lektüre.

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Cover des Buches Der goldene Löffel (ISBN: 9783940426215)T

Rezension zu "Der goldene Löffel" von Chaim Noll

Rezension zu "Der goldene Löffel" von Chaim Noll
thomas_gatzemeiervor 12 Jahren

Ja, auch auf dieser Seite, die sich mit Literatur beschäftigt, gibt es große, tiefe, dunkle Löcher. Der goldene Löffel von CHAIM NOLL ist ein solches. Zuweilen habe ich das Gefühl, das Literatur die sich mit der letzten Diktatur auf deutschen Boden beschäftigt den Leser im güldenen Westen nichts angeht. Keine Angst! Anhand solcher Themen werden auch nur Menschen beschrieben. Menschen, wie es sie überall auf der Welt gibt und die sich in unterschiedlichen Gesellschaftsformen unterschiedlich verhalten. Nur kurz – so zum Nachdenken. Wenn der Russen von Westen gekommen währe wie hätten sich dann die Menschen westlich der Elbe benommen?
Das buch ist sehr gut geschrieben und changiert zwischen Komik und Erschrecken.

Kurzbeschreibung
Ein junger Mann in der DDR in den Siebziger Jahren. Sein Vater ist Funktionär, es geht ihm überdurchschnittlich gut, dass die Ehe der Eltern bröckelt, interessiert ihn kaum. Er verbringt die Tage im Haus der Künstlerfamilie seiner Freundin, die Mutter zieht Strippen von Ost nach West. Alle haben sich eingerichtet. Doch bald kommt dem jungen Mann die Liebe dazwischen, und Fragen stellen sich ihm, die ihn zu etwas ganz anderem werden lassen als einem hoffnungsvollen und begeisterten Kandidaten der Partei... Chaim Noll zeichnet in diesem erstmals 1989 erschienenen Roman ein schauriges Panorama der untergehenden DDR. Er erzählt von den Vergünstigungen der Parteifunktionäre, aber auch von ihren Ängsten, Beklemmungen und dem Willen, sich zu widersetzen. Von den Mechanismen, die Menschen zerstören, sie in Paranoia, in den Alkohol, ins Mittläufertum drängen nicht nur in der DDR.

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