Chaim Noll Der goldene Löffel

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Inhaltsangabe zu „Der goldene Löffel“ von Chaim Noll

Ein junger Mann in der DDR in den Siebziger Jahren. Sein Vater ist Funktionär, es geht ihm überdurchschnittlich gut, dass die Ehe der Eltern bröckelt, interessiert ihn kaum. Er verbringt die Tage im Haus der Künstlerfamilie seiner Freundin, die Mutter zieht Strippen von Ost nach West. Alle haben sich eingerichtet. Doch bald kommt dem jungen Mann die Liebe dazwischen, und Fragen stellen sich ihm, die ihn zu etwas ganz anderem werden lassen als einem hoffnungsvollen und begeisterten Kandidaten der Partei. Chaim Noll zeichnet in diesem erstmals 1989 erschienenen Roman ein schauriges Panorama der untergehenden DDR. Er erzählt von den Vergünstigungen der Parteifunktionäre, aber auch von ihren Ängsten, Beklemmungen und dem Willen, sich zu widersetzen. Von den Mechanismen, die Menschen zerstören, sie in Paranoia, in den Alkohol, ins Mittläufertum drängen – nicht nur in der DDR.

Sofort lesen sonst ausverkauft!

— thomas_gatzemeier

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  • Rezension zu "Der goldene Löffel" von Chaim Noll

    Der goldene Löffel

    thomas_gatzemeier

    22. November 2010 um 14:32

    Ja, auch auf dieser Seite, die sich mit Literatur beschäftigt, gibt es große, tiefe, dunkle Löcher. Der goldene Löffel von CHAIM NOLL ist ein solches. Zuweilen habe ich das Gefühl, das Literatur die sich mit der letzten Diktatur auf deutschen Boden beschäftigt den Leser im güldenen Westen nichts angeht. Keine Angst! Anhand solcher Themen werden auch nur Menschen beschrieben. Menschen, wie es sie überall auf der Welt gibt und die sich in unterschiedlichen Gesellschaftsformen unterschiedlich verhalten. Nur kurz – so zum Nachdenken. Wenn der Russen von Westen gekommen währe wie hätten sich dann die Menschen westlich der Elbe benommen? Das buch ist sehr gut geschrieben und changiert zwischen Komik und Erschrecken. Kurzbeschreibung Ein junger Mann in der DDR in den Siebziger Jahren. Sein Vater ist Funktionär, es geht ihm überdurchschnittlich gut, dass die Ehe der Eltern bröckelt, interessiert ihn kaum. Er verbringt die Tage im Haus der Künstlerfamilie seiner Freundin, die Mutter zieht Strippen von Ost nach West. Alle haben sich eingerichtet. Doch bald kommt dem jungen Mann die Liebe dazwischen, und Fragen stellen sich ihm, die ihn zu etwas ganz anderem werden lassen als einem hoffnungsvollen und begeisterten Kandidaten der Partei... Chaim Noll zeichnet in diesem erstmals 1989 erschienenen Roman ein schauriges Panorama der untergehenden DDR. Er erzählt von den Vergünstigungen der Parteifunktionäre, aber auch von ihren Ängsten, Beklemmungen und dem Willen, sich zu widersetzen. Von den Mechanismen, die Menschen zerstören, sie in Paranoia, in den Alkohol, ins Mittläufertum drängen nicht nur in der DDR.

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