Chandrahas Choudhury Der kleine König von Bombay

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der kleine König von Bombay“ von Chandrahas Choudhury

Arzee lebt in Bombay, ist Filmvorführer in dem legendären Filmtheater "Noor", er ist mutig, tüchtig, gutaussehend und klein - sehr klein. Seine Mutter hatte alles daran gesetzt ihn stark zu machen, wenn sie ihn schon nicht groß machen konnte. Denn schon als Kind musste er lernen Rückschläge einzustecken und sich von nichts beirren zu lassen. Arzee träumt davon im Kino an die erste Stelle zu rücken, wenn der alte Filmvorführer Phiroz in Ruhestand geht, und er träumt von einer Frau, die ihn liebt. Doch dann soll das Kino geschlossen werden und Arzee bleibt nichts anderes als seine Entschlossenheit und seine Hoffnung. Dietmar Wunder spricht diese Geschichte eindringlich und sehr einfühlsam. Eine starke Stimme für einen starken Charakter. Das gleichnamige Buch ist im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen.

Stöbern in Romane

Zartbitter ist das Glück

Eine tiefgründige und zartbittere Geschichte um fünf Frauen, die den Mut aufbringen nochmals neu anzufangen

tinstamp

Kukolka

Erschütternd, schockierend, berührend und grandios erzählt. Ein gelungenes Debüt und ein Lesehightligh 2017!

Seehase1977

Palast der Finsternis

Klaustrophobisch, düster, spannend - trotz kleiner Schwächen ein besonderes Leseerlebnis!

book_lover01301

Karolinas Töchter

Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag - für all die, die sich nicht scheuen, über den Holocaust zu lesen. Top!

pixi17

Ich, Eleanor Oliphant

Unerwartet erschreckend. Lässt mich nachdenklich zurück

herzzwischenseiten

Im Herzen der Gewalt

Ein wirklich tiefgreifend, feinsinniges und flüssig spannend zu lesendes Buch, welches mich nachhaltig beeindruckt hat.

HEIDIZ

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der kleine König von Bombay" von Chandrahas Choudhury

    Der kleine König von Bombay
    Carriecat

    Carriecat

    30. May 2012 um 13:06

    Inhalt: Arzee lebt mit Mutter und kleinem Bruder in Bombay. Sie schlagen sich gerade so durch, aber Arzees Familie gehört noch zu den Bessergestellten: Arzee hat einen festen Job als Filmvorführer im alten Liechtspielhaus "Noor". Doch das verfällt langsam. Die Originale die dort arbeiten sterben aus, das Haus ist schon lange nicht mehr respektabel und auch der alte "Babur"-Projektor hat so seine Mucken. Da passt die kaputte Leuchtreklame "No" schon viel besser, der Name als Programm? Arzees Welt bricht zusammen, als er nicht etwa die Beförderung bekommt, sondern die Nachricht erhält, dass das Noor geschlossen wird. Alles aus! Kein Geld, keine Ehefrau, dafür Schulden und dabei ist er sowieso schon mit seiner Kleinwüchsigkeit gebeutelt genug... Stil: Arzee ist die unangefochtene Hauptperson, die Geschichte wird aus keinem anderen Blickwinkel erzählt. Doch der Leser/ Hörer lernt die Welt so besonders gut mit Arzees Augen kennen. Trifft auf Philosophen und Kriminelle, doch Originale sind sie alle. Jeder auf seine Art. Die anderen Personen werden zwar gut beschrieben, doch durch diese Erzählperspektive bleiben sie auch oberflächlich, manchmal nur wie eine Karikatur. Einzig Arzees Innenleben, seine Zweifel, seine Träume, seine Gefühle werden offen gelegt. Besonders gut gelungen sind die Beschreibungen des alten Kinos, da kann man sich richtig gut an diesen Ort hineinversetzen. Die zweite Hauptrolle des Buches wirkt lebensecht mit all seinen Besonderheiten, seiner Vergangenheit, seinem Flair. Sprecher: Die Erzählstimme war angenehm, gut betont und hat die innere Zerrissenheit des Protagonisten schön hervorgehoben. Allerdings nie so schrill, dass man immer gut zuhören und dem Geschehen folgen konnte. Ich hatte eher den Eindruck, als ob er beim Lesen des Textes selbst auch darüber nachdenken würde. Manche Pausen, nach einem Gedankengang z. B., geben auch dem Hörer die Gelegenheit seinen Gedanken über die gerade eben gehörte Aussage nachzuhängen. Fazit: Arzee lebt in einer fremden Welt, nicht nur geographisch, sondern auch durch seine Körpergröße. Alles muss er sich erkämpfen und immer läuft er Gefahr zum verbitterten Zyniker zu werden. Das er es immer wieder schafft das Gute zu sehen und den Menschen zu vergeben, ist eine Hommage an die Freundschaft, die Liebe und die Familie.

    Mehr