Chantal Louis

 4.8 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Chantal Louis

Ommas Glück

Ommas Glück

 (7)
Erschienen am 26.01.2017
Monika Hauser - Nicht aufhören anzufangen

Monika Hauser - Nicht aufhören anzufangen

 (2)
Erschienen am 10.10.2008
Monika Hauser

Monika Hauser

 (0)
Erschienen am 23.08.2010
Ommas Glück

Ommas Glück

 (0)
Erschienen am 05.03.2015

Neue Rezensionen zu Chantal Louis

Neu
MissRichardParkers avatar

Rezension zu "Ommas Glück" von Chantal Louis

Das Demenz-WG-Leben
MissRichardParkervor 2 Jahren

Die Omma der Autorin Chantal Louis ist Dement. Im Altersheim und Krankenhaus kann man sich nicht gut genug um Sie kümmern. Da hört Chantal von einer Demenz-WG und die Omma kann dort ihr eigenes Zimmer haben mit einer einzigartigen Betreuung. Was Sie dort erlebt und wie sich Freundschaften bilden ist wunderschön zu lesen. 
Die Ruhrpottgeschichte die da auch zum Zug kommt hat dem Buch einen zusätzlichen Zauber und Charme gegeben.

Ich fand das Buch sehr berührend, sehr amüsant trotz des schweren Themas. Eine absolut gelungene Mischung und mal eine andere Art mit diesem Thema konfrontiert zu werden. 


Ich hoffe dass es viele solcher WGs gibt damit sich demente Menschen trotzdem noch normal und geborgen fühlen können.


Sehr sehr lesenswert, vor allem für Betroffene.

Kommentieren0
10
Teilen
Flohs avatar

Rezension zu "Ommas Glück" von Chantal Louis

Von einem Leben in einer Demenz-WG, all die besonderen Momente hautnah. Einzigartig berührend!
Flohvor 4 Jahren

Das Thema Pflege, Demenz, Alzheimer, Pflegeheim, Altern, Sterben... gerne verschließen wir uns davor, doch hier in diesem bezaubernden Roman „Ommas Glück – Das Leben meiner Großmutter in einer Demenz-WG“ von der Autorin Chantal Louis erleben wir, wie das Altern auch ganz anders funktionieren kann, eine außergewöhnliche Wohnform, die für Glück, Zusammenhalt, Hoffnung und Stärke spricht. Hier spricht eine wahr Geschichte, und diese einfühlsamen Erlebnisse und Erzählungen öffnen die Augen, bieten einen Blickwinkel und regen zum Umdenken an. Autorin Chantal Louis berichtet nicht nur von ihren Erlebnissen mit Omma, nein, sie zeigt ein ganz neues Leben, welches im Alter erblühen kann und neben schwierigen Situationen auch die herzlichsten Ereignisse zu Tage führt. Sie hat es sich in ihrem bezaubernden und erklärenden Buch "Ommas Glück – Das Leben meiner Großmutter in einer Demenz-WG" mit ihren gesammelten Eindrücken, Erfahrungen und Berichten zur Aufgabe gemacht zu informieren, aufzuklären, Hoffnung zu schenken und ein Anreiz für weitere solche Projekte zu geben.
Ein lohnendes Buch, welches mit viel Herz, Humor, Lachern, Wissen, Hintergründen, Offenheit und Wahrheit trumpft!
Erschienen im KiWi Verlag (http://www.kiwi-verlag.de/)


Inhalt / Beschreibung:
"Ein charmantes Plädoyer für eine Wohnform, die Menschen mit Demenz gerecht wird und ihnen ein maximal selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Und ein kleines Denkmal für Omma, deren Erlebnisse in ihrer WG immer auch eine hochkomische und rührende Seite haben.
»Wenn man Omma erzählt hätte, dass sie eines Tages in einer WG leben würde, hätte sie mit großer Wahrscheinlichkeit Zeter und Mordio respektive Sodom und Gomorrha geschrien. Wir, meine Mutter und ich, konnten sie nicht mehr fragen. Wir haben es für sie entschieden. Und ich bin ziemlich sicher, dass es eine gute Entscheidung war. Eigentlich sogar eine ausgesprochen gute.« Nach einer bedrückenden Episode im Altersheim zieht Edeltraut Karczewski mit 83 in ihre erste Wohngemeinschaft. Ihre sechs MitbewohnerInnen sind, wie sie, dement. Kann das funktionieren? Oh ja. Ihre Enkelin, die Journalistin Chantal Louis, erzählt aus dem Leben ihrer Großmutter, sprich: Omma, in der Wanne-Eickeler Demenz-WG. Von Walzern im Wohnzimmer und immer neuem Kennenlernen am Küchentisch. Von einfühlsamen BetreuerInnen und dem erstaunlichen Personalschlüssel von eins zu drei. Von Angehörigen, die tags beim Kochen helfen und am Wochenende die WG-Wände streichen. Und von der Entstehung der Demenz-Wohngemeinschaften generell, von denen es in Deutschland inzwischen einige Hundert gibt – und von deren Existenz trotzdem die wenigsten wissen. Das sollte sich ändern."

Schreibstil:
Besonders beeindruckend empfinde ich das sprühende Leben, welches hier aus den Zeilen dringt. Da die Autorin eigene Erfahrungen mit ihrer dementen Omma, ihrer Großmutter Edeltraut, in diesem Buch niederschreibt, bekommt es unheimlich viel Tiefe und Nähe. In Romanform werden hier schwierigen und durch Behörden geprägten Momente mit dem Umgang der Erkrankung Demenz in einer Familie dargelegt und neben all den Hindernissen und Alltagsproblemen werden aber auch all die Hoffnungen und Bereicherungen beschrieben. Die Autorin zeigt durch ihren lockeren Ton, ihrer manchmal flapsigen Mundart, ihren Gedanken und Entscheidungen, dass ein Leben mit erkrankten Angehörigen KEIN Dahinsiechen ist. Es ist Dank des ehrlichen, emotionalen und optimistischen Schreibstils ein Unterhaltungsroman entstanden, den man liebend gerne als Film erleben möchte. Humorvolle Momente, Dialoge zum Schmunzeln, Anekdoten, Erlebnisse und aber auch Wege und Hilfestellung. Der Schreibstil der Autorin Chantal Louise macht aus diesem Buch, aus dieser Geschichte, einen Unterhaltungsroman, den man gerne ein weiteres Mal liest und sich immer wieder in die Atmosphäre dieser besonderen 6er-Demenz-WG einleben lässt.
Neben all den humorvollen Momenten, zeigt die Autorin jedoch auch tragische und rührende Ereignisse und findet auch hier durch ihre Erzählweise genau den treffenden Tonus um jeweilige Passagen an den Leser zu bringen und ihn mitzunehmen. Ganz großartige Umsetzung. Ich assoziiere stetig mit dem Kinohit „Honig im Kopf“ von Till Schweiger.

Meinung:
Dieses Buch zeigt uns, dass es auch anders geht. Der Umgang mit Demenz muss nicht zwangsläufig hoffnungslos und belastend sein. Zwar werden auch Fakten genannt, die schonungslos den Ist-Zustand unserer Ressourcen und die Schwierigkeiten mit dem Umgang des Sterbens und Alterns und der behördlichen und pflegerischen Wege aufzeigen, aber es gibt Lichtblicke, wenn man auch außergewöhnliche Wege gehen will. Hier berichtet die Autorin Ch. Louis von ihrer Großmutter Edeltraut, von ihren Erfahrungen und Kenntnissen, aber sie berichtet nicht allein, denn Autorin Chantal Louis lässt die Protagonisten, die Betroffenen, die Omma Edeltraut sprechen. Sehr sehr bewegende und auch mutmachende Geschichten werden hier verarbeitet, die aus dem wahren Leben stammen und die den Umgang mit dem Verfall, dem Tod und das Warten auf den Tod zunächst in einem Pflegeheim darstellen und später all die Lebensfreude in der sonderbaren WG aufzeigen. Das Gelesene geht nahe, bewegt und informiert. Man wird Omma ins Herz schließen, trotz oder gerade wegen ihrer gravierenden Eigenarten. Zum Nachdenken und Umdenken anregend, offen, ehrlich und fundiert erläutert die Autorin neben ihrem Unterhaltungsroman mit der einprägsamen Geschichte auch die Fakten, den Ist-Zustand, die Moral und die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, Versäumnisse und Tücken der Regierung und der Lobby. Der Autorin durchkämmt das gesamte Spektrum, welches das Thema mit sich bringt und zeigt Erfahrung und Wissen und vereint alles gekonnt und stimmig in einem Roman, der unvergessen bleibt. Der Leser hat die Möglichkeit zu verstehen, und seinen Blickwinkel zu verstellen. Pluspunkt ist, dass Chantal Louis nicht in üblicher Sachbuchmanier informiert, sondern überwiegend die Menschen und die Geschichte der Handlung sprechen lässt. Somit erreicht sie die Leser und weckt eine Spirale aus Gedanken und Hoffnung und Tatendrang gepaart mit einem wundervollen Roman und einzigartigen Protagonisten.

Großes Lob geht aber an die Idee, die Sicht aus den Augen der Betroffenen darzustellen und diese Geschichte aus dem wahren Leben in einem Roman zu Papier zu bringen. Ich bin sehr bewegt und wurde sehr intensiv mit dem Thema vertraut gemacht. Ein Umdenken und eine neue Sicht der Dinge werden dem Leser hier geschenkt.

Die Autorin:
"Chantal Louis, geboren 1969 in Gelsenkirchen, hat an der Universität Dortmund Journalistik und Politikwissenschaften studiert. Nach einem Volontariat bei den Ruhr-Nachrichten arbeitete sie als freie Mitarbeiterin des WDR-Landesstudio Dortmund. Seit 1994 ist sie Redakteurin bei der Zeitschrift Emma in Köln. Nach einem Auslandsstipendium im westafrikanischen Benin arbeitet Chantal Louis außerdem als freie Journalistin für Print und Hörfunk, u. a. für WDR und Deutschlandfunk. 2010 erhielt sie für eine Reportage über die Bergmannsiedlung, in der sie aufgewachsen ist, den Internationalen Journalistenpreis der Ruhr 2010. Buchveröffentlichungen u. a.: »Damenwahl: Vom Kampf um das Frauenwahlrecht bis zur ersten Kanzlerin«, zusammen mit Tissy Bruns, hg. von Alice Schwarzer (2008); »Monika Hauser: Eine Ärztin im Einsatz für kriegstraumatisierte Frauen« (2010)."

Fazit:
Kenntnisreich, informativ und sehr facettenreich dargestellt. Ein erfrischender, humoriger und hoffnungsvoller Roman mit Herz und Seele und vielen bezaubernden Momenten bei einer ernsten Thematik. Eine absolute Leseempfehlung für die, die sich mit dem Thema befassen möchten, betroffen sind, oder einen Blick hinter die Kulissen der Pflegeheime und des Alterns werfen möchten und auch andere Lösungen finden mögen. Für Romanliebhaber und Leser herzerfrischender Geschichten a la „Honig im Kopf“!

Kommentare: 2
121
Teilen
Buchperlentauchers avatar

Rezension zu "Monika Hauser - Nicht aufhören anzufangen" von Chantal Louis

Hilfe für kriegstraumatisierte Frauen
Buchperlentauchervor 4 Jahren

 Monika Hauser eckt schon während ihrer Ausbildungszeit an.
Wenn sie etwas feststellt, dass man verbessern könnte, dann spricht sie Klartext. Als Aerztin erkennt sie rasch, dass überall wo Kriegshandlungen auftreten, immer auch unschuldige Frauen die Opfer sind. Das Leiden dieser kriegstraumatisierten Menschen findet kaum Beachtung. Darauf gründet Monika Hauser die Organisation Medica Mondiale.  

Kommentieren0
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 16 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks