Charles Brockden Brown Edgar Huntly or Memoirs of a Sleep-Walker

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Inhaltsangabe zu „Edgar Huntly or Memoirs of a Sleep-Walker“ von Charles Brockden Brown

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  • Rezension zu "Edgar Huntly or Memoirs of a Sleep-Walker" von Charles Brockden Brown

    Edgar Huntly or Memoirs of a Sleep-Walker
    Rainbow

    Rainbow

    16. January 2012 um 22:21

    Kurz nach dem Mord an seinem Freund Waldegrave begegnet Edgar Huntly nachts einem Schlafwandler, der etwas unter der Ulme vergräbt. Von Neugier gepackt, findet er den Mann und lässt sich seine Geschichte erzählen. Diese beeinflusst Edgar derart, dass er ebenfalls zu schlafwandeln beginnt und sich eines Nachts mitten in der Wildnis wiederfindet und nicht nur der Natur trotzen muss, sondern auch den Feinseligkeiten von Indianern. Charles Brockden Brown schrieb „Edgar Huntly“ 1799 und erschuf damit einen der ersten großen Gothic Novel amerikanischer Literatur und mit Edgar Huntly als Figur ein Beispiel für das unkontrollierbare Unterbewusstsein eines Menschens, das zur Gefahr für sich selbst und andere werden kann. Dabei setzt er sich mit der neuen Unabhängigkeit der Staaten auseinander und einer der großen Gründungstraumata der neuen Nation: die Indianerkriege. Norman Grabo führt den unerfahrenen Leser von Gothic Novels in der Introduction auf diese Spur – trotzdem ist es aber auch möglich, „Edgar Huntly“ einfach als eine Geschichte aus dem 18. Jahrhundert zu lesen. Erzählt wird diese von Edgar selbst in Form eines Briefes an die Schwester seines toten Freundes. Dementsprechend wird häufig nicht nur die Handlung vorangebracht, sondern Edgar ergeht sich in Mutmaßungen und Überlegungen oder „psychologisiert herum“, was den Handlungsverlauf eher verzögert und die aufgebaute Spannung zunichte macht. Dabei charakterisiert sich der Erzähler sehr gut selbst, auch wenn seine eigentliche Geschichte erst später erzählt wird. Auffällig ist, dass seine Erzählung immer wieder von langen Geschichten anderer Charaktere unterbrochen wird, sodass er erst etwa bei der Hälfte des Buches anfängt zu schlafwandeln und endlich etwas passiert. Abgesehen von Edgar und den Personen, deren Geschichte in großen Abschnitten erzählt wird, bleiben die meisten Charaktere blass und erfüllen lediglich eine Statistenrolle. Die eigentliche Geschichte ist spannend, aber recht wirr und wirft dementsprechend viele Fragen auf. Mir persönlich waren es am Ende zu viele lose Enden, die im letzten Kapitel eben schnell aufgeklärt werden, sodass es wirkt, als hätte der Autor zu viele Ideen gehabt. Viele Episoden wirken aneinandergereiht und häufig auch unwahrscheinlich (z.B. dass ein relativ unerfahrener junger Mann unter diesen Bedingungen in der Wildnis überlebt). Die Indianer werden als feindselig und undifferenziert dargestellt, was aber der Zeit geschuldet ist und teilweise das gothic element der Geschichte ausmacht. Die Sprache ist dem Alter des Buches entsprechend, jedoch gut verständlich, wenn man ab und an was Englisches liest und sich etwas eingelesen hat. Schwierig fand ich, dass die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet ist und der Leser durch Einschübe von Edgars Gedanken immer wieder aus dem Fluss der Geschichte gebracht wird. Nichtsdestotrotz liest sich die Geschichte gut weg, sobald man sich mit dem Stil arrangiert hat und klar ist, an wen Edgar eigentlich schreibt. Fazit: Eine interessante Idee, ungewöhnlich erzählt und zu recht auch heute noch gelesen, auch wenn die Geschichte wirr ist und Längen hat, die den Lesegenuss etwas schmälern.

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