Charles Bukowski Hollywood

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Inhaltsangabe zu „Hollywood“ von Charles Bukowski

Für viel Geld läßt der alt und melancholisch gewordene Schriftsteller Hank Chinaki sich überreden, nach Hollywood zu kommen und ein Drehbuch für den Film "Barfly" (Barhocker) zu schreiben. Er zeichnet seine eigene Geschichte auf, die des jungen versoffenen Autors und seiner Freundin Jane. Während der völlig chaotischen Dreharbeiten erlebt Hank sich auf der Leinwand noch einmal als jungen Mann.

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    Hollywood
    Makollatur

    Makollatur

    05. April 2016 um 12:23

    Der Schriftsteller und Alkoholiker Hank Chinaski wird eines Tages von einem Regisseur um die Anfertigung eines Drehbuchs gebeten. Eigentlich ist Chinaski ein absoluter Gegner der Maschinerie um die Traumfabrik Hollywood. So tut er sich auch erst schwer mit dem Stoff, dem der Film zugrunde liegen soll. Letztlich entschließt er sich, Begebenheiten aus seinem eigenen Leben zu schildern, das reich ist an Geschichten rund um die Themen Alkohol, sozialer Niedergang und der Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Doch ist die Geschichte des Drehbuchs nur ein Teil in der eigentlichen Story, die sich mit den kleinen und großen Schwierigkeiten, wichtigen und unwichtigen Passagen und Personen im Kontext der Herstellung eines Films beschäftigt. Chinaski ist hierbei der Beobachter, der zwar die Grundlage liefert, an der letztendlichen Fertigstellung so gut wie keinen Anteil hat. Einfach, weil Hollywood ein in sich geschlossener, für Fremde hermetisch abgeriegelter Ort ist, in dessen Räderwerk einfach jeder geraten kann, unabhängig seiner Qualifikation oder persönlichen Charakteristik. Hollywood erscheint als Tigerkäfig, als Haifischbecken oder Stierarena, als Ort, der nichts gutes in sich birgt und, wie mehr als einmal thematisiert, für Chinaski in Form schlechter Filme auch nichts gutes herausbringt. Daneben erscheint sein eigenes Leben in einer beinahe biederen Form, auch wenn sich der Protagonist fern jeder gesellschaftlichen Konvention befindet. Für ihn bilden der reichliche Alkoholkonsum, die Schriftstellerei und die Pferderennbahn den Mittelpunkt seines Lebens, das Interesse an anderen Menschen ist nur rudimentär vorhanden. Lediglich eine Handvoll Figuren lässt Hank näher an sich heran, auch wenn die Begegnungen immer auf der Grundlage exzessiver Trinkgelage erfolgen, während Abstinenzler keinen Platz im Ranking Chinaskis besitzen. Insofern kann hier durchaus eine Parallele gezogen werden zwischen Hollywood und dem Protagonisten, da in beiden Fällen die oberflächliche Betrachtung von Personen und eine Abschottung nach innen den Kern der Handlungsmotivation bilden. Auch wenn also kaum ein gutes Haar an der Filmindustrie gelassen wird, stellt sich heraus, dass auch die Schriftstellerei nicht das gelobte Land bedeutet. Vielmehr befindet sich Chinaski in einer Grauzone, in der er eigentlich alles ablehnt, was ihn in Kontakt mit Menschen bringen würde, während er andererseits leicht beleidigt reagiert, wenn er feststellt, dass beispielsweise sein Gesprächspartner keines seiner Bücher gelesen hat. Misanthropie wechselt mit Eitelkeit, immer kalt serviert und mit reichlich Prozenten vermischt. Bukowski, der hier nichts anderes als sein eigenes Leben schildert, mag mehr erlebt haben, als es einem normalen Menschen gut tun würde. Und auch schöpft sich das Interesse am Text vielleicht mehr an den persönlichen Eskapaden des Protagonisten als an den Schilderungen der Filmindustrie, die bereits mehrfach vorher Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen war. Chinaski ist der eigentliche Star des Textes, der den niederen Voyeurismus des Lesers anspricht und ihm Einblick gewährt in das Dasein eines schwerkranken Alkoholikers. Das mag schockieren, das mag erheitern. Aber im Grunde hält der Leser nichts als ein Therapeutikum in den Händen, das dem Autor mehr nützt als dem Konsumenten. Bukowski gilt auch viele Jahre nach seinem Tod als enfant terrible der Literatur und seine Texte sind durchtränkt von Brutalität und Authentizität. Nur gehen sie kaum über das Bedürfnis des Gaffens hinaus, schaffen sie wenig mehr als faszinierten Ekel. Daher nur eine eingeschränkte Empfehlung von dieser Stelle.

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  • Rezension zu "Hollywood" von Charles Bukowski

    Hollywood
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. March 2011 um 19:26

    Inhalt: Bukowski hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Filme und Kino nichts abgewinnen kann und dies alles für ihn nur Zeitverschwendung ist. Doch dann flattert die Aussicht auf einen höheren Geldbetrag ein, den auch der Dirty Old Man nicht so einfach ignorieren kann. Also lässt er sich darauf ein und stürzt in ein Chaos, eine Groteske, die sich Hollywood nennt. Meinung: Irgendwann einmal schrieb Bukowski das Drehbuch zu dem Film „Barfly“, welcher mit Mickey Rourke, der damals noch nicht allzu scheiße aussah, und Faye Dunaway, die immer noch gut aussieht, verfilmt wurde. Vorliegendes Buch erzählt die Geschichte, wie es dazu kam, was währenddessen passierte, bis hin zur Premiere. Eigentlich ist der erzählerische Strang eine Aneinanderreihung von Absurditäten. Das fängt damit an, dass Bukowski direkt wieder auflegt als Schroeder anruft und ihn fragt ob er ein Drehbuch schreiben will, über das völlige wahnsinnige Verhalten von Schröders Mitbewohner bis hin zur Finanzierung, die sich ständig am Rande des Abgrunds befand, mehrmals darüber hinaus abstürzte und doch wieder aufgefangen wurde. Desweiteren bekommt man auch einiges an Insidersachen mit, z.B. das Penn die Hauptrolle für einen Dollar spielen wollte, aber nicht Schroeder als Regisseur mochte oder wie gesagt die ständigen Finanzprobleme von Produzenten und auch das absolut irrsinnige Verhalten diverser Akteure. Bukowski verdient Respekt, dass er nicht komplett durchgedreht ist und einfach alles hingeschmissen hat. Die Schreibe von ihm ist natürlich wieder genial. Er trifft wirklich alles auf den Punkt und kommt wie immer authentisch rüber. Ich habe das Buch bestimmt schon 15-20x gelesen und immer wieder muss ich grinsen oder den Kopf schütteln oder beides. Und ich kann immer nur wiederholen, dass Charles Bukowski einer der unterbewertesten Schriftsteller überhaupt ist. Und auch heute zwischen dem ganzen Belletristik-/Mystery-/ Thriller-/wasweißich Zeug immer eine sichere Bank und eine Perle ist, die es lohnt zu entdecken.

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  • Rezension zu "Hollywood" von Charles Bukowski

    Hollywood
    marcoprolo

    marcoprolo

    22. August 2009 um 04:00

    Hollywood ist ein intressanter und teilweise auch sehr komischer Roman über die Drehbuchentstehung des Filmes "Barfly" mit einem großartigen Mickey Rourke u.Faye Dunaway.Er gewährt denm Leser einen Einblick in die scheinbare "Glamour"- und "Glitzerwelt" Hollywoods,mit der er selbst eigentlich nichts anfangen kann.Mein erster Buk-Roman,der mir recht gut gefiel.

  • Rezension zu "Hollywood" von Charles Bukowski

    Hollywood
    Beagle

    Beagle

    12. June 2008 um 14:53

    In bekannter Bukowski Manie geschrieben, derb und frei Schnauze. Es erzählt die Geschichte von Hank Chinaski, der ein Drehbuch über sein Leben als Schriftsteller schreiben soll - und beschreibt die Probleme, die er damit heraufbeschwört: Erst bekommt er kein Geld, dann, als er es endlich hat, muss es angelegt werden, immer wieder wechseln die Produzenten, er gibt sich (was auch sonst) dem Alkohol hin. Urkomisch erzählt und doch in einer Tragik, die nur Bukowski beherrschte. Er beschreibt in jedem seiner Bücher das Leben eines Aussenseiters, hart und präziese.

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  • Rezension zu "Hollywood" von Charles Bukowski

    Hollywood
    kleini

    kleini

    10. December 2007 um 11:23

    ein bukowski ;) nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger