Keinem schlägt die Stunde

von Charles Bukowski 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Keinem schlägt die Stunde
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Inhaltsangabe zu "Keinem schlägt die Stunde"

Charles Bukowskis Erzählband »Keinem schlägt die Stunde« bildet die ganz Bandbreite der Kunst des Dirty Old Man ab – ein Schatz aus der Truhe des verstorbenen Schriftstellers, jetzt erstmals auf Deutsch.

Von frühen, bislang unveröffentlichten Erzählungen aus den vierziger Jahren bis zu den späten Stücken, die Charles Bukowski in den Achtzigern schrieb, führt der mit einem Seitenhieb auf Hemingway betitelte Band »Keinem schlägt die Stunde« durch Bukowskis ganze Entwicklung als Schriftsteller.

In seinen autobiographischen Geschichten verarbeitete Bukowski Wunden seiner Kindheit und Jugend: das problematische Verhältnis zu seinem Vater, seinen Außenseiter-Status als Deutsch-Amerikaner. Seine Erzählungen spielen vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Turbulenzen der USA der sechziger Jahre, Bukowski schrieb Science-Fiction und experimentierte mit dem Verschwimmen von Fakt und Fiktion und er illustrierte einige seiner Erzählungen selbst. Charles Bukowskis Erzählungen sind skandalös und frech, sie sind zynisch und lüstern.

»Keinem schlägt die Stunde« öffnet einen neuen Blick auf die Vielfalt des großen US-amerikanischen Schriftstellers Charles Bukowski – ein Geschenk für Fans des Dirty Old Man und ideal, um Bukowskis Werk kennenzulernen.

»In jeder Schaffensphase pochten seine Geschichten vor Leben.« Kirkus Review

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596950317
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.10.2017

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    michael_lehmann-papevor 10 Monaten
    Knurrig, sperrig, authentisch

    Knurrig, sperrig, authentisch

    Da wird man (wohl) verwechselt, sieht dem Tod ins Auge (und vorher noch dem „besten Stück“ des vermeintlichen Henkers) da draußen in der Einöde.

    Und kaum denkt man, man kommt davon, steht da diese Bestie mit den hochgereckten, knurrenden Lefzen vor einem.

    Was die meisten Menschen in eine Lähmung der Angst treiben würde, lässt jenen Henry stocktrocken reagieren. Ein Mann, der weiß, dass alle Lebenszeit nur geliehen ist und der nicht erst an diesem Ort erkennt, dass auf die Sinnfrage zumindest seines Lebens an sich keine „wunderbare“ Antwort zu finden sein wird,

    „Wieso bist du so scheißcool“?
    „Ich bin nicht cool. Ihr seid Spitze“.

    Lakonisch, herb, auf keinen Fall auf der Sonnenseite des Lebens. In Liebesdingen ebenso herb, Romantik ist nicht der Blick, den Bukowski seinen Figuren mit auf den Weg gibt. Weder in den Alltäglichkeiten der Tage noch in den emotionalen Verstrickungen.

    Eine Haltung, die sich Geschichte um Geschichte im Buch wiederfindet. Sei es ein „Fortsetzungsroman“ („Notizen eines Dirty old man“), sei es in der erwähnten, titelgebenden Geschichte, „Keinem schlägt die Stunde“. Was natürlich nicht stimmt, sondern jedem schlägt die Stunde. Jederzeit. Und Rettung ist immer nur momentan, nie durchgehend.

    Und auch wenn Bukowski beachtenswerte Romane geschrieben hat. Nach einigen Jahren des Anlaufs. Um den Autor näher kennenzulernen bietet sich dieser Band weitgehend wenig bekannter Geschichte aus den Jahren 1948 bis 1985 bestens an.

    Denn da Bukowski immer und immer wieder das eigene Erleben zugrunde legt, die eigenen Emotionen und Haltungen deutet und sich auch nicht scheut, konkrete Motive Jahre später aus anderer Sicht noch einmal aufzunehmen, bietet diese Sammlung an Kurzgeschichten auch einen über aus ergiebigen Pfad zum Menschen Bukowski. Was im Rahmend er hervorragend verfassten Einleitung von Beginn an vertieft im Raum steht.

    Und jene Zeit, die ihn geprägt hat. Innerlich.

    „Bukowski kam oft wehmütig auf die legendären Outlaws der 1930er Jahre zurück“.

    Auf Menschen, die Kerben im Gesicht trugen, die das Leben aus dem Vollen leben wollten, die dabei aber auch keine Rücksicht auf Verluste nahmen.

    Eine Haltung, die den einzelnen Geschichten auch da abzuspüren ist, wo solches Erleben gar nicht vordergründig im Raum steht und die tief blicken lässt auf jene Haltung zum Leben, die Erleben will und nicht nur in Ruhe gelassen das Leben möglichst schadenfrei hinter sich bringen möchte.

    Zeitlos gut.

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