Charles Chadwick Brief an Sally

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Inhaltsangabe zu „Brief an Sally“ von Charles Chadwick

Naomi Marshall, eine alte, einsame Frau, sitzt meist in ihrer Londoner Wohnung am Fenster. Der Blick auf Gärten und Nachbarn, der Besuch von Pflegern und Essen auf Rädern sind ihre einzige Verbindung zum Leben, bis sich eine neue Nachbarin vorstellt. Sally ist jung, lebensfroh und möchte mehr über Naomis Leben erfahren. Als sie wieder auszieht, vermisst Naomi sie schmerzlich. Und taucht in ihre Vergangenheit ein, ihre Zeit in Afrika, wo sie die glücklichsten Jahre ihres Lebens verbrachte. Ja, sie wird alles aufschreiben, für Sally …

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  • Rezension zu "Brief an Sally" von Charles Chadwick

    Brief an Sally

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 12:10

    Naomi sitzt einsam in ihrer Wohnung in London und wartet auf den Tod. Ihre junge Nachbarin besucht sie zuweilen und so kommt Naomi auf die Idee, ihr Leben zu reflektieren. Unaufgeregt, schonungslos und intelligent erzählt sie ihre Lebensgeschichte als Bibliothekarin und Anthropologin im 20. Jahrhundert. Dabei entsteht ein Bild von der britischen Gesellschaft und der Arbeit in den Kolonialstationen Afrikas. Liebevoll skizziert der Autor seine britischen und afrikanischen Figuren. Er zeigt ihr Scheitern, aber auch ihr Bemühen um politische und persönliche Veränderung. "Brief an Sally" ist ein wunderbares Buch, dass den Leser vom ersten Satz an nicht mehr loslässt.

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  • Rezension zu "Brief an Sally" von Charles Chadwick

    Brief an Sally

    Clari

    22. July 2010 um 16:56

    Meistens hängt sie ihren Gedanken nach. Doch dann lernt sie Sally kennen, die in die Nachbarwohnung einzieht. Diese ist so frisch, jung und fröhlich, und Naomi freut sich sehr über ihre neue Bekanntschaft! Auch Naomi war einstmals jung und hoffnungsfroh. Als Sally sich für ihr Leben zu interessieren beginnt, berichtet sie und kommt doch nicht weit, denn diese zieht schon bald wieder aus. So fängt Naomi an, alles für Sally aufzuschreiben, und sie weiß von einem reichen, bunten und abenteuerlichen Leben zu erzählen! Die Erinnerungen an das Leben von früher fallen mit Macht über sie her. Mit ihrem Mann Arthur hatte sie es nicht immer leicht, denn er war selbstsüchtig, harsch und streng. Erst nach seinem Tod erfuhr sie von seiner gebrochenen Jugend und Kindheit. Als sie sich kennen lernten, waren beide schon Mitte dreißig. Ein wenig waren sie die letzte Gelegenheit für einander! Arthur lebte und arbeitete für afrikanische Kommunalisierungsprogramme zur Zeit der englischen Kolonialherrschaft. Auch Naomi ist Anthropologin, aber sie ist ein ganz anderer Charakter als ihr Mann. Er ist bissig und ehrgeizig und kann Naomis Interessen nicht würdigen. Das weite Land, die Wüste und die Menschen haben es Naomi angetan. Sie interessiert sich für eine junge, schöne Afrikanerin, die von ihrem Mann verstoßen wurde, ihr Kind zurücklassen musste und eine angemessene Lebensaufgabe für sich sucht. Durch unglückliche Umstände kommt Arthur um, und Naomi muss ihr Leben neu ordnen. In lebendigen Worten und farbigen Bildern beschreibt Charles Chadwick das Leben seiner Protagonisten, denen das wahre Glück versagt bleibt. Die Ehe, die kinderlos geblieben ist, war eher mühsam. Begegnungen mit Afrikanern zeigen die Mentalität fremder Völker und Lebensgewohnheiten, mit denen man sich erst vertraut machen muss. Die schöne Leah, deren sich Naomi annimmt, erleidet ein sehr trauriges Schicksal. Wieder einmal wie in seinem Roman“ Eine zufällige Begegnung“ nimmt sich Charles Chadwick der unglücklichen und nicht so gesegneten Lebensschicksale an. Er hat eine glückliche Hand dabei, zerstörende Merkmale zu erkennen und Menschen zu beschreiben, denen das ungetrübte Glück versagt bleibt. Seine Figuren sind teilweise gebrochen und doch bemüht, aus wenigem viel zu machen. Dass Naomi ihre Erlebnisse in schriftlicher Form für Sally hinterlässt, zeigt den positiven und frohen Blick, der den Genügsamen und Heiteren unter den Menschen eigen ist! Uns Lesern bleibt die Neugierde für ein abenteuerliches Leben und die Zufälle des Schicksals.

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