Charles Chadwick Die Frau, die zu viel fühlte

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Inhaltsangabe zu „Die Frau, die zu viel fühlte“ von Charles Chadwick

John Bridgewell, politischer Journalist in London, ist über die Jahre zynisch und einsam geworden. Seine letzten lebenden Verwandten sind seine Schwestern Julie und Hester, die er kaum noch sieht. Julie hat er genau genommen vor zwanzig Jahren aus den Augen verloren. Doch als Hester sehr krank wird, macht er sich auf ihre Bitte hin auf die Suche nach der Schwester, die sie beide so sehr liebten, die voller Fröhlichkeit und Lebenslust war, aber stets in Geldnöten und Schwierigkeiten steckte, die strahlende, o ene, machmal auch nur naive Julie, die immer nur wollte, dass alle glücklich sind …

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Ein Meisterwerk! Humor und Tragik zugleich. Ich bin absolut begeistert!

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Ich, Eleanor Oliphant

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  • Unsere Schwester Julie

    Die Frau, die zu viel fühlte
    Biene759

    Biene759

    10. January 2015 um 14:00

    Inhalt: John Bridgewell, politischer Journalist in London, ist über die Jahre zynisch und einsam geworden. Seine letzten lebenden Verwandten sind seine Schwester Julie und Hester, die er kaum noch sieht. Julie hat er genaugenommen vor zwanzig Jahren aus den Augen verloren, mit Hester, einer pensionierten Bibliothekarin, die auf dem Land lebt, verbindet ihn nicht viel. Doch eines Tages eröffnet Hester ihm, dass sie sehr krank ist und deshalb eine dringende Bitte hat: Er soll herausfinden, was aus ihrer Schwester Julie geworden ist, die sie beide so sehr liebten, die immer einerseits ein Ausbund an Fröhlichkeit und Lebenslust war, andererseits stets in Geldnöten und Schwierigkeiten steckte und vor langer Zeit einfach von der Bildfläche verwunden ist.Zunächst versucht John, die Bitte zu ignorieren, doch sein Leben als kritischer Kommentator aktueller gesellschaftlicher Verhältnisse, als Zaungast der politischen Hautevolee erscheint ihm immer schaler, er taucht ab in die eigene Erinnerung, beschwört längst vergessene Erlebnisse in der Kindheit wieder herauf. Und ihm wird klar, dass er, auch wenn sein Leben dadurch aus den Fugen gerät, seine Schwester suchen muss; zu lange hat er zu viel beiseitegeschoben. Die wenigen Spuren, die Julie hinterlassen hat, führen John bis nach Kanada und wieder zurück nach Dorset ans Meer. Mit wem er auch spricht, alle erinnern sich mit einem Lächeln und mit Wehmut an Julie. Die strahlende Julie, die immer nur wollte, dass alle glücklich sind, die verzweifelte Julie, die einfach zu viel fühlte. Und die daran zerbrochen ist.Als John seine Schwester tatsächlich findet, lebt sie in ihrer eigenen Welt und erkennt ihre Geschwister nicht mehr. Aber obwohl es für sie offenbar keine Heilung gibt, scheint es doch, als könnten die drei - Julie, Hester und John - mit einem Mal endlich so etwas Ähnliches wie eine Familie sein. Meinung: "Our Sister Julie" lautet der Titel des Originals. Und das wäre auch der Richtige Titel für die deutsche Ausgabe, Unsere Schwester Julie. Durch den Titel "Die Frau, die zu viel fühlte" bin ich mit ganz falschen Erwartungen an das Buch gegangen. Und auch die Kurzbeschreibungen hier und auf amazon haben mich fehlgeleitet. Die Inhaltsangabe, die ihr in meiner Rezension lesen könnt, und die wirklich auf das Buch zutrifft, ist der Innenseite des Schutzumschlags entnommen. Der Schreibstil des Autors ist wohl wirklich etwas besonderes und passt zu diesem Buch. Aber ich bin einfach nicht damit warm geworden. Charles Chadwick schreibt aus der Sicht von John, sehr kühl und distanziert. Ich muss sagen, für mich war das Buch streckenweise sogar lieblos bis fast schon gefühlslos. Ich konnte weder zu John noch zu Julie - oder zu Hester oder irgendeinem anderen der Charaktere - eine Bindung herstellen. Jede Figur ist für mich gesichtslos geblieben und ich kann keiner Person irgendwelche Emotionen entgegenbringen. Vielleicht war das auch die Absicht des Autors, ich weiß es nicht. Zum Inhalt brauch ich an dieser Stelle nichts mehr zu sagen. Die Inhaltsbeschreibung im Schutzumschlag fasst das Buch sehr richtig zusammen.

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  • "Die Frau, die zu viel fühlte" von Charles Chadwick

    Die Frau, die zu viel fühlte
    HarIequin

    HarIequin

    09. November 2013 um 00:40

    „Julie, das war eine Liebe zum Leben, eine Sehnsucht nach Flucht.“Charles Chadwick erzählt sehr poetisch über die Freude von Familienglück, aber gleichzeitig auch von dessen Zerbrechlichkeit. Nach vielen Jahren nehmen sich die Geschwister Hester und John wieder Zeit, eine Woche gemeinsam zu verbringen. Sie erinnern sich an ihre Kindheit und vorallem an ihre gemeinsame Schwester Julie, die immer ein Ausbund an Fröhlichkeit war und alle immer glücklich machen wollte. Doch gleichzeitig steckte sie auch immer in Schwierigkeiten und Schulden, weswegen sie sich aus Scham von ihren Geschwistern abwendete. Der Kontakt brach komplett ab und nun möchte die an Krebs erkrankte Hester erfahren, was aus Julie geworden ist. John begibt sich auf die Suche nach ihr, die ihn schlussendlich nach Kanada führt. Doch die Julie, die er dort findet, ist nicht dieselbe die sie einmal war. Das Buch ist in 2 Teile gegliedert. Der erste nimmt ungefähr ¾ des Romans ein und behandelt die Kindheitserinnerungen, Vergangenheit und Suche. Außerdem lernt man Julie kennen, zumindest aus den Erzählungen von John, Hester und anderen Personen. Man bekommt als Leser immer mehr kleine Puzzleteile in die Hand, die sich nach einer Weile zur Familiengeschichte der Bridgewells zusammenfügen. Im zweiten Teil tritt Julie dann auch persönlich auf, wenn auch vollkommen anders, als man es sich anfangs vielleicht erwartet hatte. Charles Chadwicks' Erzählweise ist distanziert, was auch der Persönlichkeit seines erschaffenen Charakters John entspricht, der einen durch das Buch begleitet. Gleichzeitig schwingt ein melancholische Unterton mit, der sich durch den Roman zieht und es so auch zu etwas besonderem macht. Durch neue Wendungen bleibt es immer überraschend und spannend für den Leser.Für mich ist der Roman einer meiner Favoriten diesen Jahres und ich kann ihn nur jedem ans Herz legen, der Gefallen an schwermütigen Lektüren findet und nicht unbedingt ein klassisches Happy End braucht.

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