Charles Chadwick Eine zufällige Begegnung

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Inhaltsangabe zu „Eine zufällige Begegnung“ von Charles Chadwick

Zwei Außenseiter begegnen sich - die anrührende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft Was hat Schönheit mit Liebe zu tun? Für Elsie viel, denn sie ist so hässlich, dass die Leute erschrecken, wenn sie sie sehen. Auch Stan ist ein Außenseiter der Gesellschaft: Er saß wegen Mordes fünfzehn Jahre im Gefängnis. Wie die beiden sich zufällig begegnen und wie daraus eine ungewöhnliche Freundschaft erwächst, das erzählt der literarische Solitär Charles Chadwick so unsentimental, so zart und zugleich hart, wie es nur ein großer Menschenkenner vermag.

Auch wenn Chadwick seine Elsie als besonders hässlich darstellt, hat er mit ihr eine wunderschöne Persönlichkeit und Geschichte erschaffen

— HarIequin
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    Eine zufällige Begegnung
    Die-wein

    Die-wein

    18. January 2014 um 08:31

    Ich kann mich den positiven Rezensionen zu diesem Buch nicht so ganz anschließen. Zum Inhalt: Die hässliche Elsie und Stan, der wegen Mordes im Gefängnis saß, treffen sich zufällig während einer Busfahrt. Stan ist auf der Flucht vor seiner kriminellen Vergangenheit und bittet schließlich Elsie ihm zu helfen. Aus dieser anfänglichen Zweckgemeinschaft entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft. Meine Meinung: Mich störten u.a. die Begriffe über Elsies Aussehen wie z.B. Missgeburt oder hässliche Kuh. Außerdem emfand ich es etwas unglaubwürdig wie die Mutter und ihr Bruder mit ihr umgegangen sind und über sie dachten. Der Schreibstil und die Story konnten mich leider überhaupt nicht fesseln und ich wollte das Buch mehrmals abbrechen, habe es aber dann doch weitergelesen. Schade!

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    LEXI

    LEXI

    10. August 2012 um 20:41

    Das Aufeinandertreffen von Elsie und Stan in einem Bus kann man im wahrsten Sinne des Wortes als „eine zufällige Begegnung“ bezeichnen. Elsie, die aufgrund ihrer erschreckenden Hässlichkeit ein Dasein am Rande der Gesellschaft führt, erkennt in Außenseiter Stan, einem Mörder und ehemaligen Häftling, eine verwandte Seele. Was Charles Chadwick aus dieser Begegnung konstruiert, ist ein Roman, der realistisch und dennoch sehr einfühlsam das Leben dieser beiden vom Schicksal geschlagenen Menschen erzählt. Das Buch entwickelt eine Tiefe, die den Leser bis ins Innerste zu erschüttern vermag. Der Autor verzichtet zwar auf eine detaillierte Beschreibung des optischen Erscheinungsbildes seiner Protagonistin Elsie, geht aber verstärkt auf ihr Innenleben ein. Er bringt dem Leser die reiche Gefühlswelt dieser starken Persönlichkeit nahe, erzählt von Elsies Hoffnungen und Träumen, ihrem Sinn für Ästhetik und ihrer Leidenschaft für schöne Gartenanlagen. Er beschreibt die vorsichtige Annäherung, den Versuch einer Aussprache mit dem Vater, der in jungen Jahren die Familie verließ, und geht auch auf die Reaktionen der Mitmenschen auf Elsies Äußeres ein. Charles Chadwick verführt mit seinen Dialogen, offenbart letztendlich auch die inneren Konflikte der nahen Angehörigen, die zwischen Abwehr und Mitgefühl schwanken. Dieser Roman ist ein außergewöhnliches Porträt zweier Menschen, dessen Lektüre noch lange nachwirkt. Eine Geschichte, die berührt. Ich möchte dem interessierten Leser folgende Passage nicht vorenthalten, die mich besonders betroffen machte. Eine Aussage, die den innersten Schmerz Elsies ausdrückt und eine Fassungslosigkeit ob der Gedankenlosigkeit der Menschen um sie herum erzeugt: „Es war so ziemlich das Schlimmste, wenn Leute zum Beispiel freundlich zu ihr sein wollten und Interesse zeigten, eigentlich aber nur herausfinden wollten, wie schrecklich ihr Leben wirklich war. Keine der Fragen hatte je irgendeine Bedeutung. Und dann wurde sie plötzlich ignoriert. Niemand fragte sie, wie es war, sehr hässlich zu sein und dann plötzlich so viele Fragen gestellt zu bekommen.“

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    schokoloko29

    schokoloko29

    27. December 2011 um 19:39

    Die Protagonisten Elsie und Stan sind Außenseiter der Gesellschaft. Stan ist ein Ex- Knacki. Er wurde als Mörder verurteilt und die Resozialisierung in die Gesellschaft fällt ihm nicht leicht. Elsie wird häufig vom sozialen Umfeld gemieden, da sie kein ansprechenden Erscheinungsbild besitzt. Ihr Gesicht verzieht sich zu einer Fratze, besonders, wenn sie sich freut. Aus diesem Grund versucht sie emotionslos zu wirken, um die Menschen nicht zu vergraulen. Selbst ihre Mutter schämt sich ihrer und wünscht sich manchmal sie nicht geboren zu haben. Stan und Elsie treffen sich per Zufall im Bus. Elsie fühlt sich zu ihm hingezogen und schaut ganz gegen ihre Gewohnheit ihn genau an. Um Elsie vor dem Kopf zu stoßen, erzählt Stan, dass er einen Menschen umgebracht habe. Mit der Zeit treffen sie sich immer wieder. Stans Vergangenheit holt ihn ein. Es trachtet jemand nach seinem Leben. Elsie bietet ihm an mit ihr zusammen ein das Ferienhaus an der englischen Küste unterzutauchen. Beide lernen sich in dieser Zeit näher kennen und es entsteht eine tiefe Zuneigung zueinander. Eigene Meinung: Ich fand das Buch sehr gut!! Es war teilweise etwas langatmig geschrieben, da immer wieder auf die Häßlichkeit der Elsie und die damit verbundene Ablehnung des sozialen Umfeldes eingegangen wurde. Jedoch kann man durch diese Beschreibungen Elsie sehr gut und komplex vorstellen, Der Schriftsteller arbeitete auch sehr gut heraus, dass Elsie ein herzensguter Mensch ist. Auch Stan wurde sehr realistisch, mit seinen Stärken und Schwächen, dargestellt. Fazit: Das Buch lebt von seinen Protagonisten. Mit der Zeit wachsen sie dem Leser ans Herz und der Spannungsbogen in diesem Buch (ohne ins Detail zu gehen) wird immer mehr angezogen, so dass man am Ende das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. July 2010 um 20:18

    Eine außergewöhnliche und schöne Geschichte von zwei Außenseitern der Gesellschaft, der so häßlichen Elsie und Stan, der wegen Mordes gesessen hat, die durch Zufall aufeinander treffen, ein Stück des Weges gemeinsam gehen, sich dabei helfen, und für ihr weiteres Leben neue Impulse bekommen. Aber sie bleiben nicht zusammen, es ist keine wirkliche Liebesgeschichte. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die für die beiden eine Veränderung des weiteren Lebens bedeutet. Eine zarte und dennoch unsentimentale Geschichte des erst spät zur Schriftstellerei gelangten Charles Chatwick. Die Reife und seine Lebenserfahrung machen dieses Buch erst möglich, vor allem aber lesenswert. Für mich war es eine große Lesefreude.

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    HeikeG

    HeikeG

    24. January 2010 um 15:23

    Selber sein . Seine außerordentlich genaue Beobachtungsgabe und seinen trockenen, feinsinnigen (typisch englischen) Humor hat Charles Chadwick bereits in seinem opulenten, fast 1000 Seiten starken Werk „Ein unauffälliger Mann“ bewiesen. Mit 72 Jahren und einer Entstehungszeit von über 30 Jahren debütierte der Brite im Jahr 2007 und erntete mehr als nur einen Achtungserfolg. Nun liegt sein zweiter, wesentlich schmalerer Roman vor. . Beschrieb er in seinem Erstling eben jenen unauffälligen, auf den ersten Blick als „farblosen Langweiler“ erscheinenden Mann, so befasst er sich in seinem neuen Buch, einer Novelle, mit dem ganzen Gegenteil. Seine Protagonistin Elsie ist abgrundtief hässlich: "die dicht beieinanderstehenden, tief in den Höhlen liegenden und leicht schielenden Augen, die kaum vorhandenen Lippen, diese großen, vorstehenden Zähne, das große Kinn mit den zwei haarigen Warzen und die krausen, hellbraunen Haare". Aber gerade wegen ihrer Unansehnlichkeit sind Sauberkeit und Schönheit wichtige Bestandteile ihres Lebens. Sie ist Putzfrau und verbringt einen großen Teil ihrer Freizeit in blühenden Parks und Gärten. Ihr an die Seite stellt er gleichfalls einen Außenseiter: Stan, einen Mann mit krimineller Vergangenheit. Durch eine zufällige Begegnung lernen sich diese zwei Menschen kennen und langsam lieben. . Chadwick erkundet auf sensible und feinfühlige Art und Weise die Innenwelt seiner Protagonisten; Menschen, die nicht auf der Sonnenseite, einer nach äußerem Schein und Glanz fixierten Gesellschaft, stehen. "Jeder von uns trifft mal auf Menschen, oder sieht sie im Fernsehen, die sehr bedauernswert sind", so Chadwick, "und dann fragt man sich automatisch: Wie sieht ihr Leben wohl aus, wofür leben sie? Und ich fürchte, die meisten dieser Menschen sind sehr unglücklich. Hässlichkeit bedeutet Hoffnungslosigkeit. Hässliche Menschen werden nicht geliebt, so wie Elsie im Roman, die nicht heiraten, niemals Kinder haben wird." . Der Autor verhilft mit den Mitteln der Literatur einer Außenseiterin zum Glück: ohne Rührseligkeiten, aber mit Empathie und großer Überzeugungskraft. Intelligent und subtil vermag er den Blick auf die innere Schönheit zu lenken und die äußeren Makel seiner Protagonistin vergessen lassen. "Wie im echten Leben wollen wir für alle das Beste", meint Chadwick. "Entgegen aller Wahrscheinlichkeiten soll etwas Gutes dabei herauskommen. Instinktiv wünschen wir uns Erlösung, also wünschen wir auch Stan und Elsie alles Gute. Sie sollen füreinander da sein und sich aus der Kälte befreien, vom Gefühl der Ablehnung, des Versagens, der Wertlosigkeit, des Selbsthasses und vor allem der Einsamkeit." . Fazit: Unsentimental, lakonisch und anrührend zugleich ergreift Charles Chadwick Partei für die Außenseiter der Gesellschaft und lässt ihnen in seinem neuen Roman „Eine zufällige Begegnung“ ihr ganz persönliches kleines Glück zuteil.

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    bücherelfe

    bücherelfe

    24. November 2009 um 13:29

    Elsie, unsagbar hässlich, und Stan, strafentlassener Mörder, begegnen einander zufällig. Was sich zwischen diesen beiden Aussenseitern der Gesellschaft entwickelt, möchte ich hier gar nicht beschreiben; es würde in keinem Fall dem Buch gerecht. „Eine zufällige Begegnung“ ist eine leise Geschichte mit ungeheurem Tiefgang. Charles Chadwick hat mir mit Elsie und Stan zwei Menschen geschenkt, die mich weiter begleiten werden. Ich werde die beiden nie vergessen. Danke Mr. Chadwick, vielen Dank!

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    28. September 2009 um 15:21

    Eingereicht von Daniela M.: Es gibt wenige Bücher, die aus den Mainstream-Massen hervorstechen. "Eine zufällige Begegnung" ist eine solche Seltenheit. Genauso einzigartig wie dieses Buch, ist auch seine Protagonistin. Elsie fällt überall unweigerlich durch ihr äußeres Erscheinungsbild auf. Tatsächlich hat jeder dem sie begegnet sofort ein Bild ihres Charakters im Kopf; Äußerlichkeiten werden mit Persönlichkeit assoziiert. Und wenn wir ehrlich sind: Unsere Gesellschaft ist versessen auf Aussehen und Status, sodass eine über die Maßen hässliche Frau, denn so wird Elsie beschrieben, kaum eine Chance hat unbeschwert zu leben und akzeptiert zu werden. Nicht mal in ihrer Familie findet Elsie wirklichen Rückhalt und von einer bedingungslosen Liebe kann keine Rede sein. Ihre Wut und Enttäuschung schluckt sie stets herunter und zeigt keine Schwäche. Vielmehr geht sie in ihrem Beruf als Putzfrau und all den schönen Dingen des Lebens auf. Ja, Elsie ist äußerlich schönen Dingen nahezu verfallen un d genießt es, sich mit ihnen zu umgeben. Man fühlt, dass sie ihr eine Art Ausgleich bieten. Als Leser wird man jedoch bald feststellen: Elsie ist schön! Sie ist innerlich schön! Man fragt sich, warum ein so guter und verständnisvoller Mensch nur nach dem Aussehen beurteilt wird, überlegt, ob man nicht manchmal selbst zu streng mit seinen Mitmenschen ist. Denn Elsie tritt anderen Menschen mit viel Offenheit entgegen. Sie nimmt deren Probleme ernst und ist frei von Vorurteilen. Auf einer Busfahrt lernt Elsie einen recht eigentümlichen Mann kennen. Wie alle anderen auch, tritt er ihr zunächst abweisend entgegen. Er gesteht ihr, dass er jemandem ermordet hat und hofft, Elsie auf diese Weise loszuwerden. Sie jedoch geht mit dieser Information gelassen um. Aus der anfänglichen Abneigung entsteht nun doch eine gewisse Anziehung. Wer ist die Frau, die ein solches Geständnis derart locker aufnimmt? Und so nimmt die Geschichte zweier Außenseiter der Gesellschaft ihren Lauf. Charles Chadwick bricht eine Lanze für die Schönheit. Wer jetzt an Frisur, Falten oder Hüftspeck denkt, der sollte sich20besser fernhalten von diesem wundervollen Buch. Solche Belanglosigkeiten haben hier keinen Platz! Mit unglaublich viel Feingefühl und Sanftheit zeichnet der Autor das Bild einer ganz besonderen Frau. Und wie er es zeichnet: Ehrlich, hoffnungsvoll, zart und voller Liebe! Trotz des leicht melancholischen Anklangs der Geschichte, fühlt man sich wohl darin und findet in Elsie eine fabelhafte Begleitung. Chadwick stellt Menschen in den Vordergrund, von denen man sich für gewöhnlich fernhalten würde. Die Möglichkeit, deren Leben, Gedanken und Gefühle zu betrachten, macht dieses Buch so überraschend anders.

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  • Rezension zu "Eine zufällige Begegnung" von Charles Chadwick

    Eine zufällige Begegnung
    Daniliesing

    Daniliesing

    30. April 2009 um 18:06

    "Mut zur Hässlichkeit" Selten findet man ein Buch, das wirklich aus den Mainstream-Massen herausragt. "Eine zufällige Begegnung" ist ein solches Buch. Es ist so einzigartig wie seine Protagonistin. Elsie wird als unerträglich hässlich dargestellt, so hässlich, dass man ihren Anblick kaum erträgt. Diese Tatsache macht es nicht leicht, unbeschwert zu leben und akzeptiert zu werden. Andere Menschen treten ihr mit schier unabwendbaren Vorurteilen entgegen und schließen vom äußeren Erscheinungsbild auf ihren Charakter. Ist man ehrlich zu sich selbst, so muss man einsehen, dass unsere Gesellschaft nahezu versessen auf Aussehen und Status ist. Hat eine Frau wie Elsie dort eine wirkliche Chance glücklich zu sein? Selbst von ihrer Familie erfährt sie weder bedingungslose Liebe noch einen wirklichen Rückhalt. Elsie hat es schon lange aufgegeben, Schwächen, Trauer, Angst oder gar ihre Unzufriedenheit und Enttäuschung zu zeigen. Sie trägt eine unglaubliche Last mit sich herum, die von Tag zu Tag schwerer wiegt. Dafür blüht sie in ihrem Beruf als Putzfrau richtig auf. Sie liebt Sauberkeit und Reinheit, kann sich an schönen Dingen nicht satt sehen und umgibt sich deshalb gern mit ihnen. Nun mag man denken: Was für ein Kontrast! Doch halt! Wieso sollen Schönheit und Schönheit nicht aufeinander treffen? Eines Tages lernt Elsie im Bus einen Mann kennen. Er verhält sich ihr gegenüber so abweisend wie alle anderen auch. Um seine Ruhe zu haben, erzählt er Elsie davon, dass er jemandem ermordet hat. Elsie nimmt diese Information sehr gelassen auf. Und obwohl der Mann eigentlich möglichst viel Abstand zu Elsie wahren möchte, entsteht doch eine gewisse Anziehung zwischen den beiden. So treffen zwei Außenseiter der Gesellschaft aufeinander und es entwickelt sich ein Miteinandersein daraus. Charles Chadwick schreibt über wahre Schönheit - die innere nämlich! Es geht nicht um Diätenwahn oder darum irgendwelchen Trends hinterher zu rennen. Elsie ist ein ehrlicher, toleranter und verständnisvoller Mensch. Als Leser beginnt man sehr schnell sie zu mögen - sie richtig lieb zu gewinnen. Wieso wird sie meist nur nach ihrem Aussehen beurteilt? Sind wir wirklich so sehr von unserem ersten Eindruck gefesselt, dass eine Unterhaltung gar nicht erst zustande kommt? Im Unterschied zu ihren Mitmenschen tritt Elsie nämlich jedem mit Offenheit und Einfühlungsvermögen entgegen. Sie ist nicht geblendet von irgendwelchen Belanglosigkeiten. Die Ernsthaftigkeit, mit der sie andere bei Problemen unterstützt, zeigt wahre Größe und Schönheit. Dem Autor gelingt es mit zarten Strichen ein Bild zu zeichnen, das seinesgleichen sucht. Es ist das Bild einer einzigartigen Frau, das vor Sanftheit und Feingefühl strotzt. Chadwick porträtiert sie in ihrem Innersten. Wer hätte anfangs gedacht, dass Elsie ein so wunderschönes Motiv darstellt?

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