Charles Darwin

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Autor von Die Abstammung des Menschen, Die Entstehung der Arten und weiteren Büchern.

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Die Entstehung der Arten

Die Entstehung der Arten

 (9)
Erschienen am 05.04.2004
Die Entstehung der Arten

Die Entstehung der Arten

 (8)
Erschienen am 30.09.2018
Die Fahrt der Beagle

Die Fahrt der Beagle

 (5)
Erschienen am 01.12.2008
Die Entstehung der Arten

Die Entstehung der Arten

 (4)
Erschienen am 01.09.2017
Darwin für Kinder und Erwachsene

Darwin für Kinder und Erwachsene

 (2)
Erschienen am 10.10.2008
Die Fahrt der Beagle

Die Fahrt der Beagle

 (2)
Erschienen am 01.01.2019

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Rezension zu "Die Fahrt der Beagle" von Charles Darwin

Eine wissenschaftliche Reise
Sikalvor 8 Tagen

Die Evolutionstheorie Charles Darwins wird heute nur noch von einer kleinen Gruppe als unwissenschaftlich oder gar falsch angegriffen. Seit der Veröffentlichung der „Entstehung der Arten“  ist um diese Theorie ein heißer Kampf ausgebrochen, der uns heute nicht mehr daran zweifeln lässt, woher die Arten und damit auch der Mensch stammen.

 

„Die Fahrt der Beagle“ ist für das mit Sicherheit bedeutendste Buch Darwins als Grundlage zu sehen. Der Wissenschaftler, der mit 22 Jahren zu dieser Fahrt aufgebrochen ist, hat sich danach immer wieder auf Erkenntnisse aus dieser Reise gestützt und daraus seine bemerkenswerten Schlüsse gezogen.

 

Dieses, im wbg Theiss Verlag herausgegebene Werk stützt sich auf die Originalausgabe der zweiten Edition von 1845 und einer Übersetzung aus dem Englischen von Eike Schönfeld. Die Texte wurden (wo möglich) leicht gekürzt, um eine einfachere Lesbarkeit zu ermöglich und um weitere Texte aus der Zeit Darwins bereichert, die zu einem besseren Verständnis des Originaltextes beitragen.

 

Die Reisen Darwins erstreckten sich über 5 Jahre (geplant waren ursprünglich zwei Jahre) und führten den Wissenschaftler - von England ausgehend - über vier unterschiedliche Routen um die ganze Welt. Die Reisen erstreckten sich von 1831 bis ins Jahr 1836.

 

Charles Darwin durchquerte auf seinen Entdeckungsreisen dabei den Atlantik, den pazifischen Ozean, die Tasmanische See und den indischen Ozean, bevor er am Ende seiner Reisen wiederum über Südamerika nach England zurückreiste.

 

Welche Spuren diese Reise über Südamerika und die Inseln der Weltmeere – vor allem Galapagos – bei Darwin hinterlassen haben, ist uns allen heute bewusst. Welche Eindrücke diese Reise für Darwin selbst hinterlassen hat, können wir allenfalls erahnen. Welchen wissenschaftlichen Wert er uns durch seine Eindrücke und die dazu gehörigen Aufzeichnungen vermacht hat, sehen wir daran, wohin sich die Biologie - oder genauer die Evolutionsforschung – entwickelte.

 

Es stellt sich die Frage, ob es die Gentechnik in der heutigen Form gebe, wären dieser nicht die Abenteuer von Charles Darwin vorausgegangen.

 

Der Autor hatte aber nicht nur das Zeug seine wissenschaftlichen Forschungen niederzuschreiben und diese als Fakten zu notieren, vielmehr hat Darwin dieses Buch als einen spannenden Reisebricht gestaltet, der seine Leser an vielen Stellen nicht weniger zu fesseln vermag als ein moderner Abenteuerroman.

 

Vielleicht liegt es auch an dieser Art der Schilderungen, welche das Buch bis heute so faszinierend machen. Jules Verne hätte es nicht besser gekonnt, hätte er darüber einen fiktiven Roman geschrieben.

 

Dem Verlag ist es gelungen, das romanhafte dieses Buches noch besser in den Vordergrund zu rücken und durch die zusätzlich gewählten Texte noch anschaulicher zu gestallten. Des Weiteren sind Originalabbildungen Darwins durch Bilder (aus den unterschiedlichen Epochen bis heute) ergänzt und vermitteln dadurch umso mehr den Eindruck einer modernen Erzählung.

 

Ein wissenschaftlicher Roman, der durch die Kunst des Verlages und des Autors, die Reisen des Charles Darwin beinahe wie einen Film vor dem geistigen Auge des Lesers ablaufen lässt. Gerne vergebe ich für dieses wunderschön gestaltete Buch 5 Sterne.

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Rezension zu "Die Fahrt der Beagle" von Charles Darwin

Wissenschaftlicher Reisebericht
Igelmanu66vor 2 Monaten

»6. Dezember – Die Beagle verließ den Rio Plata, um niemals wieder seine trüben Wasser zu befahren. Wir nahmen Kurs auf Port Desire an der Küste Patagoniens. Bevor ich fortfahre, möchte ich hier einige Beobachtungen zusammenfassen, die ich auf See gemacht habe.
Mehrmals, wenn das Schiff einige Meilen vor der Mündung des Plata war, und auch andere Male vor der Küste Nordpatagoniens waren wir von Insekten umgeben. Eines Abends, als wir ungefähr zehn Meilen vor der Bucht von San Blas lagen, waren wir inmitten einer riesigen Menge Schmetterlinge, Scharen oder Schwärme unendlicher Myriaden, so weit das Auge reichte. Selbst mithilfe eines Teleskops vermochte man unmöglich einen von Schmetterlingen freien Raum zu sehen.«

 

Im Jahr 1831 ging der gerade 22jährige Charles Darwin, ein junger, talentierter Wissenschaftler, an Bord der HMS Beagle, um mit ihr 5 Jahre lang um die Welt zu reisen. Die Route führte rund um Südamerika, über Tahiti, Neuseeland und Australien und durch den Indischen Ozean. Während der gesamten Fahrt führte er Tagebuch, hielt akribisch seine Beobachtungen fest. Diese wurden später zur Quelle für sein großes Werk „Die Entstehung der Arten“ und er zu einem der bedeutendsten Naturwissenschaftler und berühmt für seine Beiträge zur Evolutionstheorie.

 

Wer jetzt dieses Buch aufschlägt und fortwährende Berichte über die beobachteten Tiere erwartet, wird womöglich enttäuscht sein. Diese Berichte gibt es natürlich, aber der Reisebericht ist noch wesentlich umfangreicher und erstreckt sich ebenso auf die bereisten Landschaften, die Geologie, das Klima und die angetroffenen Menschen. Ich fand diesen Mix sehr interessant und war bei jedem neuen Kapitel gespannt, was Darwin wohl zu berichten hatte.

 

Schön war dabei, das ständige Staunen und Bewundern aus dem Bericht herauszulesen. Deutlich sah ich den jungen Mann vor mir, der mit offenen Augen und staunend durch die Welt reist und überall neue Erfahrungen aufsaugt wie der sprichwörtliche Schwamm. Ein Pionier, der neue Dinge entdeckte und davon berichtete, der nicht alles verstand, was er sah, Fragen stellte und einige Schlussfolgerungen zog.

 

Zugleich ist der Bericht ein Dokument seiner Zeit, was man sich als Leser auch immer wieder vor Augen führen muss, wenn von „Wilden“ berichtet wird. Die Erforschung fremder „Rassen“ wurde teils mit ähnlicher Akribie betrieben wie die von Tierarten. In einem Kapitel stockte mir schon der Atem, als ich von Kindern las, die „zwangsadoptiert“ wurden und die man dann höchst interessiert beobachtete und dokumentierte, wie sie aßen, wie sie in Kleidung aussahen, wie sie sprachen usw. An anderer Stelle zeigte sich Darwin für seine Zeit recht fortschrittlich, wenn er beispielsweise über das Verschwinden / Aussterben bestimmter Arten nachdachte. Sein Schreibstil konnte mich nicht durchgehend begeistern, vielen Passagen merkte man doch an, dass ihr Autor kein Literat, sondern Naturwissenschaftler war.

 

Darwins Aufzeichnungen werden ergänzt durch einige Auszüge aus dem Reisebericht des Kapitäns oder aus seinem Werk „Die Entstehung der Arten“. Die ganze Aufmachung des Buchs ist prächtig, voll mit tollen Illustrationen, Zeichnungen und Abbildungen von Original-Karten oder -Handschriften. In der Mitte findet sich eine schöne, große Übersichtskarte, auf der alle Routen und Stationen eingezeichnet sind. Das Buch ist allerdings nicht geeignet, um es unterwegs zu lesen, Format und Gewicht erfordern ein gemütliches Lesen zuhause.

 

Fazit: Wissenschaftlicher Reisebericht, prächtig aufgemacht und zugleich ein Zeitdokument.

 

»Von den Szenen, die sich tief in mir eingeprägt haben, sind keine erhabener als die von Menschenhand unberührten Urwälder, seien es jene Brasiliens, wo die Mächte des Lebens vorherrschen, oder jene Feuerlands, wo Tod und Verfall obsiegen. Beide sind Tempel, angefüllt mit den mannigfaltigen Erzeugnissen des Gottes der Natur – niemand kann ungerührt in dieser Einsamkeit stehen und nicht spüren, dass im Menschen mehr ist als nur der bloße Atem seines Körpers.«

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Rezension zu "Der Ursprung der Arten" von Charles Darwin

Kein Teufelswerk, aber teuflisch gut
aus-erlesenvor 5 Monaten

Schulbücher und die Erinnerungen daran – da kann jeder ein Lied singen. Warum sie heute noch einmal in die Hand nehmen? Den Sinn hat man damals schon nicht verstanden. Aber es gibt Ausnahmen. Evolutionstheorie, Charles Darwin, den Ursprung der Arten – das war doch gar nicht so schlimm, damals im Bio-Unterricht. Damit konnte man etwas anfangen. Die Tiere kannte man, die Veränderungen in ihrem Wesen waren nachvollziehbar, nicht so trocken wie das stupide Auswendiglernen von lateinischen Begriffen. Doch warum sollte man sich noch einmal diesem Thema unterwerfen?
Zum Einen, weil man damals bestimmt nicht „Der Ursprung der Arten“ gelesen hat, sondern nur die Auszüge daraus in einem knallbunten Lehrbuch. Und vor allem an einer unbequemen Schulbank. Heute werden Lesesessel oder Couch bevorzugt. Oder man liest noch einmal nach wie das genau war mit den Finken fernab jedweder menschlicher Einflussnahme. Wie war das doch gleich mit der Evolution? Und der Anpassung? Ein grobes Muster hat man noch im Kopf, aber die Details …
Über einhundertachtzig Jahre ist es her, dass Charles Darwin von seiner Südseereise mit der „Beagle“ zurückkehrte. Ganz nebenbei, die erste Millionenfrage bei „Wer wird Millionär?“ handelte von diesem Schiff. Fast ein Vierteljahrhundert dauerte es bis Darwin endlich seine Erkenntnisse dieser epochalen Reise veröffentlichen konnte. Das war 1859. Und noch immer ist dieses Buch eines der wichtigsten und einflussreichsten Bücher überhaupt. 
Eike Schönfeld hat es noch einmal neu übersetzt, die Sprache ist nun flüssiger und erleichtert auch Nicht-Biologen einen ungehinderten Zugang zu Darwins Erkenntnissen oder nebenbei Fachliteratur zurate ziehen zu müssen. Der Geist des Buches hat nicht darunter gelitten, die Kompetenz Darwins ist nun einem breiteren Publikum zugänglich. 
Die hochwertige Gestaltung, Fadenheftung, Leineneinband mit Goldprägung im Schuber, zahlreichen Illustrationen etc. macht äußerlich schon was her. Doch der Inhalt – und danach sollte man Bücher bewerten – schlägt jeden Thriller um Längen. Es ist unbestritten, dass man dieses Buch nicht auf einmal Seite für Seite liest, um am Ende zu wissen wie die Geschichte ausgeht. Das wusste auch Darwin nicht. Denn die Evolution ist allen Unkenrufen niemals zu Ende. Aber in Kapiteln genossen, die durchaus längere Pausen dazwischen verzeihen, ist „Der Ursprung der Arten“ mindestens genauso spannend wie so mancher Krimi. 

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