Charles Darwin Mein Leben

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Inhaltsangabe zu „Mein Leben“ von Charles Darwin

Die Veröffentlichung von Darwins Entstehung der Arten war eine Revolution, die nicht nur die wissenschaftliche, sondern auch die gesamte geistige Welt in ihren Grundfesten erschütterte. Die Stellung des Menschen in der Schöpfung mußte danach neu definiert werden. Charles Darwins Autobiographie – 1876 geschrieben, "für meine Kinder und deren Kinder" – zeigt den großen Naturforscher nicht nur von seiner ganz privaten Seite, sondern gibt auch Einblicke in die Entwicklung seines wissenschaftlichen Denkens und die Entstehung seiner Theorien.

Erstmals im Taschenbuch: die vollständige Ausgabe der "Autobiographie" des großen Naturforschers

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    Mein Leben

    Stefan83

    08. October 2011 um 15:55

    Wohl keine wissenschaftliche Diskussion hat einen solchen Umbruch im abendländischen Denken bewirkt wie Darwins Beobachtungen und Theorien. Nach der Veröffentlichung der „Enstehung der Arten“ im Jahre 1859 konnte kein denkender Mensch mehr die Welt mit denselben Augen sehen wie vor dem Erscheinen des Buches. Diese Revolution erfasste nicht nur die Wissenschaft, sie erschütterte ein Gedankengebäude in den Grundfesten, das für jene Zeit als unerschütterlich gegolten hatte: Nach Darwin sind die Menschen nicht besondere eigene Produkte der Schöpfung, sondern ihre Entwicklung erfolgte nach denselben Prinzipien, die überall im lebenden Universum am Werk sind. Die viktorianische Hoffnung auf Fortschritt und Vervollkommnung wurde an der Wurzel bedroht, als Darwin nachwies, dass die Evolution zwar Veränderung und Anpassung mit sich bringt, aber nicht notwendig zum Fortschritt und niemals zur Vollkommenheit führt. Gleichzeitig schuf er die Basis für ganz neue Denkansätze in der Philosophie. Er stellte jene Philosophie in Frage, die auf mathematischen Prinzipien, physikalischen Gesetzen und Determinismus. Eine kosmische Teleologie bestritt er, setzte sich für Populations-Denken ein (als Alternative zu einem essentialistischen Denken) und zeigte, dass der wissenschaftliche Diskurs sich notwendig mit den Themen Wahrscheinlichkeit, Zufall und Einmaligkeit befassen müsste. Darwin führte vor, dass das Aufstellen von Hypothesen auf Grund von Beobachtung und Vergleich eine wichtige Komponente der wissenschaftlichen Arbeit ist; damit nahm er der experimentellen Methode ihre Monopolstellung. „Wer sich heute mit Darwins Theorien befasst, dem stehen staubtrockene Lektüren bevor, die allesamt äußerst informativ und erhellend, allerdings auch wenig unterhaltsam sind.“ So zumindest meine Annahme, bevor ich in den Besitz von Charles Darwins Autobiographie „Mein Leben“ kam und diese las. Vom Insel Verlag erstmals in vollständiger Ausgabe und als Taschenbuch veröffentlicht, erlaubt es dem geneigten Leser einen Blick auf die ganz private Seite des großen Naturforschers und gibt Einblicke in die Entwicklung seines wissenschaftlichen, aber auch theologischen Denkens. Darwin schrieb das Buch ursprünglich in pädagogischer Absicht, zur Belehrung und Bildung seiner Kinder und Enkelkinder. In gerade mal drei Monaten verfasst, zeichnet es den Weg vom jungen, eher faulen Schüler bis hin zum anerkannten, aber auch umstrittenen Naturforscher nach, der es, trotz jahrelanger, kräftezehrender Krankheit, dank seiner unglaublichen Willenskraft und Arbeitsdisziplin zu einer eindrucksvollen Vielzahl von Veröffentlichungen bringen konnte. Der eigentliche autobiographische Teil von „Mein Leben“ umfasst dabei ca. 158 Seiten und ist auch gleichzeitig der interessanteste Part des gesamten Buches. Darwin überrascht mit einer flüssig zu lesenden, sympathischen Schreibe, welche überraschend viel Wortwitz enthält und den in meiner Vorstellung so biederen Wissenschaftler in völlig neuem Licht erscheinen lässt. Rückblickend beschönigt er auch eigene Fehler und Irrtümer nicht, wobei er die Bescheidenheit nur so weit gehen lässt, als sie glaubwürdig bleibt. Viele Anekdoten seiner Kindheit und Jugend vervollständigen das Bild Darwins und nehmen auch heutigen Kritikern viele ihrer Argumente. Wieviele theologische Eiferer wissen denn schon, dass Charles Darwin um ein Haar fast selber Pfarrer geworden wäre? Sein Weg vom jungen Lausebengel zur späteren Koryphäe der Wissenschaft ist gekennzeichnet durch die Unterstützung vieler Freunde und Verwandter, welche ihn immer wieder seine Karriere förderten und in den schwierigen Phasen seines Lebens Rückhalt gaben. Unter ihnen waren so bekannte Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt, den Darwin sehr bewunderte. Aber auch seine „Gegner“ spart er nicht aus. Dem berühmt-berüchtigten Streit zwischen ihm und Samuel Butler wird gleich ein ganz eigenes Kapitel im Anhang eingeräumt. Dieser Anhang liest sich letztendlich ziemlich zäh, wenngleich man als Leser nochmals nähere Informationen zu Darwins' Familie, z.B. seinem Großvater Dr. Erasmus Darwin, vorfindet. Es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass dieser fast hundert Jahre zuvor die selben Denkansätze zeigte, um letztendlich aber doch eine völlig andere Theorie als sein Enkel zu vertreten. Da an dieser Stelle vieles aus wissenschaftlichen Abhandlungen anderer Autoren übernommen wurde, wird der Lesefluss durch viel Fachchinesisch erheblich verschlechtert. Zudem wiederholen sich einige Informationen, weshalb ein Lektor an dieser Stelle wohl hätte kürzend eingreifen müssen. Insgesamt ist „Mein Leben“ von Charles Darwin jedoch eine ungemein informative und lesenswerte Autobiographie, welche neue Facetten des bekannte Naturforschers aufzuzeigen vermag und daher auch jenen zu empfehlen ist, die seine anderen, fachbezogenen Werke bereits kennen. Darwins Theorien waren und sind die gewaltigste wissenschaftliche Revolution seit den Anfängen der Wissenschaft. Und Herausgeber Ernst Mayr hat völlig recht, wenn er im Anhang folgendes sagt: „Unsere Ehrerbietung gehört dem Mann, dem wir diese Revolution verdanken – Charles Darwin.“

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