Leserpreis 2018
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Apfelgruen

vor 1 Jahr

Herzlich willkommen zur nächsten Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Zu meiner großen Freude :-) lesen wir nun das vierte Jahr in Folge im Dezember einen Roman von Charles Dickens, dieses Mal "Oliver Twist". Auch wenn von manchen zu hören war, dass dies ein außerordentlich trauriger Roman sei, hoffe ich doch, auch die typische dickens'sche Herzenswärme darin zu finden. :-)

Jedenfalls freue ich mich sehr darauf, ihn mit euch zu lesen.

Die Leserunde beginnt am 1.12.!

Autor: Charles Dickens
Buch: Oliver Twist

Apfelgruen

vor 1 Jahr

Ich lese mit/Meine Ausgabe

Ich bin mit dieser Ausgabe aus dem dtv Verlag dabei: http://www.dtv.de/_cover_media/450b/9783423136167.jpg

Yolande

vor 1 Jahr

Ich lese mit/Meine Ausgabe

Ich werde mit der o. a. Ausgabe aus dem Fischer Klassik Verlag mitlesen :)

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Ambermoon

vor 12 Monaten

Fazit/Rezension

TanyBee schreibt:
Das freut mich :) Ich lese da auch ein bißchen mit, aber wahrscheinlich eher still ;)

Na so viel plaudern werde ich dort auch nicht, aber bin gespannt welche Themen ich schaffe. Meine bisherige Liste deckt aber so ziemlich alles ab, aber Anregungen kann man ja nie genug bekommen *g*

TanyBee

vor 12 Monaten

Fazit/Rezension
@Ambermoon

Ja, ich meinte, ich werde nicht an der Challenge teilnehmen, aber mir auch ein paar Anregungen holen.

DoreenGehrke

vor 12 Monaten

Kap. 31-36

Oliver verlebt eine schöne Zeit mit seinen neuen Freunden Dr. Losberne, Mrs. Maylie und Rosa. Dr. Losberne schafft es, die von der Dienerschaft herbeigerufenen Kriminalpolizisten des Scotland Yard zu überzeugen, der Junge Oliver sei nicht der Junge, der durch das Fenster eingebrochen war. Dabei kommt ihm das mysteriöse Gerücht, das über Nacht in der Nachbarschaft die Runde macht, nicht ganz ungelegen (und ich meine vom Doktor selbst verbreitet), man habe bereits zwei Erwachsene und einen Jungen festgenommen. Gänzlich hat Charles Dickens mit Dr. Losberne eine Heldenfigur erschaffen, die Oliver nicht nur seine Geschichte glaubt, sondern ihm auch dabei hilft, die zu beweisen. Leider ist Mr. Brownlow samt seiner Dienerschaft in die Westindies gereist. Aber vielleicht gibt es ein Wiedersehen. Auf dem Land macht sich Oliver ziemlich gut; er wird unterrichtet und erfährt viel Vertrauen von Mrs. Maylie, als sie ihm einen Brief an den Doktor anvertraut, als Rosa schwer erkrankt. Hier gibt es eine Parallele zu der Szene, als Oliver von Mr. Brownlow losgeschickt wird, Bücher für ihn zum Buchhändler zu bringen, aber dort nicht ankommt und auch nicht mehr zurück. Auch hier begegnet er jemandem, der ihm etwas Böses will, kann aber seinen Auftrag erfüllen und kommt heil wieder zu Mrs. Maylie und Rosa zurück. Tage später erinnert sich Oliver in einem Traum an die Begegnung und sieht Fagin und den Mann über ihn sprechen, und meint, beide auch vor seinem Fenster gesehen zu haben. Harry Maylie, der Sohn von Mrs. Maylie, glaubt ihm, und auch Giles und Dr. Losberne versuchen die Spur von den beiden aufzunehmen. Harry geht mit Oliver sogar zum Wirtshaus und fragt, ob man sich an den Mann erinnern kann. Aber ohne Erfolg, doch bleibt es spannend. Die kurze Zeit bei Mr. Brownlow war auch schon toll, aber jetzt ist Oliver bei Leuten, die sich seiner ganz sicher sind und nicht an ihm zweifeln, was Mr. Brownlow ja doch tat. Zudem sieht man in Oliver einen Jungen, auf dem man sich verlassen kann. Dieses Vertrauen empfindet Oliver als Ehre. Besonders als Harry ihn bittet, ihm Briefe zu schreiben, wie es Rosa und seiner Mutter, aber vor allem Rosa, so ergeht. Oliver scheint angekommen zu sein. Doreen.

DoreenGehrke

vor 12 Monaten

Kap. 37-41

Wie sich Menschen doch ändern können, wenn sie in eine Situation geraten, die sie zur Veränderung ihres Charakters verleiten. Mr. Bumble erfährt Erziehung und wird von seiner Frau in die ehelichen Schranken gewiesen, und Nancy offenbart ihre tief im Herzen versteckte Barmherzigkeit. Der eine oder andere Leser hat sich das doch irgendwie gewünscht. Zumindest für Nancy habe ich mir eine Wende in ihrem Charakter vorstellen können, und Charles Dickens hat mir den Gefallen auch getan. In den Kapiteln 37 bis 41 erfährt der Leser, dass Monks, der ja Oliver loswerden will, und das am liebsten als Krimineller und besser gestern als heute, Olivers Bruder sei. Jedenfalls erzählt das Nancy der Rosa, nachdem sie Monks und Fagin belauscht hatte und sich von Sikes wegschleichen konnte. Anders als für sich selbst sieht Nancy für Oliver die Chance, eine Kindheit und eine angemessene Erziehung zu erfahren, zumal der Junge ganz offenbar kein Kind der Straße ist und bekommen soll, was ihm zusteht. Rosa verspricht, zu helfen und kann Nancy überzeugen, mit ihr in Kontakt zu bleiben. Ganz unerwartet erscheint Mr. Brownlow wieder auf der Bildfläche, der von Oliver zufällig gesehen wurde und für Rosa genau der Mann ist, den sie jetzt als Unterstützer braucht. Das tränenreiche Wiedersehen zwischen Mr. Brownlow und Oliver, und natürlich Mrs. Bedwin, ist herzzerreißend, und ich empfand das bereits als ein kleines Happy End. Zusammen mit Dr. Losberne und Mrs. Maylies wird entschieden, alles Mögliche zu tun, damit Oliver sein rechtmäßiges Erbe erhält und die anderen hinter Gittern kommen. Dazu möchten sie Mr. Grimwig und Harry Maylies mit ins Boot holen. So viele Unterstützer, und Oliver weiß nichts von seinem Glück. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Doreen.

DoreenGehrke

vor 11 Monaten

Kap. 42-47

Noah Claypole und Charlotte kommen nach London. Sie sind auf der Flucht, weil sie Mr. Sowerberry 20 Pfund gestohlen haben. Ich finde es gut, dass Charles Dickens zum Ende der Geschichte hin wieder ein paar Figuren vom Anfang mit in die Handlung einbezieht; so schließt sich der Kreis. Beide Diebe treffen auf Fagin in seinem Wirtshaus und geraten dabei gerade an den rechten Mann, der sie in das Leben einer Diebesbande einführt. Vielleicht denkt Fagin, dass Noah Claypole irgendwann den Gannef ersetzen kann, weil dieser geschnappt wurde und in die Strafkolonie deportiert werden soll. Aber ich meine, dass Noah Claypole, der sich Mr. Bolter nennt, dafür einfach zu dusselig ist. Er wird vom Fagin mit der Aufgabe vertraut, Nancy zu beobachten, sie zu verfolgen, herauszufinden, mit wem sie sich trifft und wenn möglich auch mitzuhören, was gesprochen wird. Denn Fagin ist Nancys veränderter Charakter aufgefallen, und er hat Angst, dass sie ihn und die anderen verrät. Noah Claypole (Mr. Bolter) beobachtet, wie sich Nancy mit Rosa und Mr. Brownlow unterhält. Sie erzählt, wo Fagins Wirtshaus zu finden ist und beschreibt, wie Monks aussieht. An die Narbe am Hals kann sich Mr. Brownlow erinnern. Rosa versucht alles, damit Nancy nicht wieder zu Sikes zurückkehrt, aber Nancy hat sich ihrem Schicksal bereits ergeben, und ich meine, sie ist mit sich im Reinen. Wie sie so auf der Brücke mit den beiden gesprochen hat, war mir irgendwie klar, wie es in dieser Geschichte mit Nancy weitergeht. Noah Claypoles Informationen, die er dem Fagin und später Sikes vorträgt, führen zu Nancys Tod - Sikes erschlägt sie. Ein trauriges Ende für Nancy, aber Charles Dickens musste hier einfach realistisch bleiben. In dieser Zeit wäre bei einem Mädchen wie Nancy ein Happy End einfach unwahrscheinlich gewesen. Doreen.

Yolande

vor 11 Monaten

Fazit/Rezension

Mir hat es auch wieder großen Spaß gemacht. Der Schreibstil von Dickens gefällt mir wirklich sehr gut, besonders die beißende Ironie, mit der er die Misstände anprangert.
Das macht das Lesen etwas erträglicher :).

Hier meine Rezi:

https://www.lovelybooks.de/autor/Charles-Dickens/Oliver-Twist-53410608-w/rezension/1518054374/

Die Leserunde mit Euch fand ich auch wieder sehr schön und interessant, auch wenn ich am Schluss leider etwas hinterhinken musste. Ich freue mich auf den Januar und die "Gefährlichen Liebschaften" :D.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes und glückliches neues Jahr.

DoreenGehrke

vor 11 Monaten

Kap. 48-53

Die Kriminellen kriegen das, was sie verdienen und das Puzzle um Olivers Identität wird zusammengesetzt. Ich finde, Charles Dickens hat das ziemlich gut hinbekommen - den Spannungsbogen am Ende noch mal eine Steigung zu geben und dann den Aha-Effekt auszulösen. Mr. Brownlow hat sich zu Olivers Retter entpuppt; nicht nur wegen der strategischen Planung und Umsetzung, Monks zu überführen und ihm die Pistole vor die Brust zu setzen, sondern auch, wie er, immerhin als bereits betagter Mann, auf der Brücke steht und die Leute (Polizei und Mob) motiviert, Sikes` Versteck zu stürmen, indem er eine Belohnung verspricht. Außerdem nimmt sich Mr. Brownlow Oliver an und wird sein Vormund; zieht mit ihm aufs Land, damit Oliver in Rosas Nähe leben kann. Charles Dickens hat hier, durch die Verwandtschaft zwischen Oliver und Rosa, eine Verbindung geschaffen, die allerdings etwas unwahrscheinlich rein zufällig daherkommt. Aber hey, es ist eine Geschichte mit Happy End, nicht nur für Oliver. Charles Dickens hat auch an den Jungen Karl Bates gedacht, der sich übermütig auf Sikes stürzt, während die älteren der Bande nur wie angewurzelt rumstehen; und dann, eingesperrt in einer Kammer, gibt der Junge durch das Fenster der Polizei noch Hinweise. Das Kind macht eine Ausbildung und wird der beste Viehhändler von Northhamptonshire - hier Dickens Verweis auf Bildung und guter Umgebung, wenn etwas aus einem werden soll. Die Geschichte endet mit der gleichen Figur, wie sie begonnen hat - mit Agnes, Olivers Mutter. Eine weiße Marmortafel in der Dorfkirche ganz in der Nähe von Olivers Zuhause gedenkt ihrer; und so, wie sie als geheimnisvolle Gestalt während der ganzen Zeit herumgeisterte, wacht ihr Geist nun über Olivers neues Zuhause. So endet die Geschichte um Oliver Twist - wunderbar. Doreen.

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