Weihnachtsmärchen

von Charles Dickens 
4,0 Sterne bei22 Bewertungen
Weihnachtsmärchen
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Positiv (16):
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Jede Geschichte ist einzigartig und doch sind sie alle im klassischen Dickens - Stil...

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schöne geschichten und erzählungen zusammen in einem buch. jedoch schwer zugänglich und die weihnachtsstimmung blieb auch etwas auf der stre...

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783811815629
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:924 Seiten
Verlag:Moewig

Rezensionen und Bewertungen

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    Miamous avatar
    Miamouvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Jede Geschichte ist einzigartig und doch sind sie alle im klassischen Dickens - Stil...
    Ein Dickens - fünf Geschichten

    Ganz unverhofft kam ich in den Besitz von Dickens Weihnachtserzählungen und mit Begeisterung habe ich mich darauf gestürzt. Schnell habe ich aber gemerkt, dass man sich mit diesen Geschichten wirklich Zeit lassen muss, wenn man sie in seiner Tragweite verstehen will. Dieser Band von „Dickens Weihnachtserzählungen“ enthält „Ein Weihnachtslied in Prosa“, „Die Zauberglocken“, „Das Heimchen am Herd“, „Der Kampf des Lebens“ und „Der Verwünschte“. Tatsächlich muss jede Geschichte fast für sich gesehen werden, weswegen es mir fast schwer fällt eine allgemeine Bewertung über das gesamte Buch abzugeben. Ich habe mich daher entschlossen in dieser Rezension jede Geschichte einzeln anzuführen und sie zu „bearbeiten“.

    Die erste Geschichte ist „Ein Weihnachtslied in Prosa“. Die Geschichte des Ebeneezer Scrooge und seinen drei Geistern. Was soll ich dazu viel sagen. Ich denke, dass jeder sie in irgendeiner Art und Weise kennt und wenn nicht, dann sollte das schnellstens nachgeholt werden. Für mich gehört diese Geschichte schon so zu Weihnachten, wie es der Christbaum im Wohnzimmer tut und auch, wenn ich sie nicht jedes Jahr im Original lese, so schaue ich eine Verfilmung oder sie kommt mir auf andere Weise zum Bespiel als Kinderbuch etc. unter. Den Erfolg von Dickens Weihnachtsgeschichte schreibe ich vor allem aber dem Thema und der Botschaft zu, die nicht nur für die Weihnachtszeit einen besonderen Wert haben sollten, sondern die, wie es Scrooge am Ende selbst sagt, „das ganze Jahr bedacht“ werden sollen. Meine Lieblingspersonen in dieser Geschichte sind zum einen Scrooges Neffe (der für mich am Ende der Geschichte ganz klar den Geist der Weihnacht zeigt, indem er seinem Onkel von einem auf den anderen Augenblick seine Grantlerein vergibt und ihn ohne Wenn und Aber am Weihnachtsessen teilhaben lässt) und zum anderen Bob Cratchit, der trotz seinem unbarmherzigen Arbeitgeber Scrooge seine Liebenswürdigkeit behält und am Schluss dafür reich belohnt wird.

    Nachdem Ebeneezer Scrooge seine Verwandlung vom Saulus zum Paulus durchgemacht hat, kann man sich als Leser der zweiten Weihnachtsgeschichte widmen, die da heißt „Die Zauberglocken“ – im Englischen „The chimes, a goblin story of some bells that rang an old year out and a new year in." Wie immer trifft es der Originaltitel um weiten besser. Darin erzählt, wird die Geschichte von Toby Veck, einem Dienstmann, der nur das nötigste zum Überleben hat und der zu der Gewissheit gekommen ist, dass arme Menschen verderbt und schlecht sein müssen, wenn man bedenkt wie viele Verbrechen sie nach der Meinung der Reichen tagtäglich begehen. Als er dann aber im Traum auf einen Glockenturm steigt, tragen ihn die Glocken – Kobolde fort und zeigen ihm, dass auch die Armen Menschenrechte besitzen. In dieser Geschichte kann man sich als Leser auf die Dickens – typische Gesellschaftskritik gefasst machen und er macht das in diesem Falle nicht zu knapp. Besonders dann, wenn er die Reichen zu Wort kommen lässt, die sich scheinbar mit allen Mitteln für die Armen einsetzen und dann so wenig von ihnen zurückbekommen. Beim Lesen der Geschichte musste ich oft über die Doppelmoral dieser angeblichen Gutmenschen schmunzeln und gleichzeitig tat mir Toby so leid, weil er das alles glaubte. Doch gottseidank darf auch diese Geschichte ein glückliches Ende finden und das neue Jahr für Toby Veck soll ganz anders sein, als das alte geendet hat. Zugegebenerweise muss ich aber sagen, dass diese Geschichte dann doch für mich die ein oder andere Länge hatte und manches Mal war sie mir im Szenenwechsel zu sprunghaft, sodass ich dann einige Zeilen zurücklesen musste, um überhaupt zu verstehen, was denn nun Sache ist. Trotzdem lohnt es sich aber auf jeden Fall sich diese Geschichte zu Gemüte zu führen, gerade eben, weil sie so spitz ist, wenn man das Verhältnis zwischen arm und reich betrachtet.

    Auf die dritte Geschichte „Das Heimchen auf dem Herd“ habe ich mich besonders gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Diese Geschichte ist die idyllischste Geschichte in diesem Band und berichtet von einer weiteren Verwandlung eines griesgrämigen Spielwarenhändlers. Besonders beeindruckt hat mich hier die Idee mit dem Heimchen im Haus, dass durch sein Gezirpe Glück und Liebe in eben dieses Haus bringen soll, weswegen man sich über das Zirpen freuen soll (ich werde im Frühjahr und Sommer sicher gerne daran denken 😊). Die Geschichte beginnt nämlich eigentlich mit dem Ehepaar Peerybingle, welches eine Vorzeigehe führt. Als der Spielwarenhändler Tackelton sie zum Abendessen einlädt, weil er auf Brautschau ist und er seiner Zukünftigen zeigen will, wie eine gute Ehe auszusehen hat, ist auch dessen Gehilfe Caleb nicht weit, der mit Tackelton auf einem Grundstück lebt. Calebs Tochter Bertha ist blind und Caleb setzt alles daran, die Welt für seine Tochter in das schönste Licht zu rücken. Wenig überraschend wurde er damit zu meiner Lieblingsfigur in dieser Geschichte. Auch den griesgrämigen Tackelton beschreibt als den nettesten Menschen auf Gottes Erde. Berta bewundert Tackelton dafür und dieser lässt sich erweichen und wird zu einem sehr großzügigen Menschen. So eine richtige Geistergeschichte, wie die vorangegangen ist diese nicht, denn nur das Heimchen wirkt als die geisterhafte Gestalt, die speziell den Haushalt der Peerybingles in ein magisches Licht taucht. Tackelton ließ sein Heimchen am Herd nicht zu und hat es selbst gleich nach seinem Einzug in sein Haus vertrieben, was ihm natürlich auch seine Möglichkeit nach häuslichem Glück entzogen hat. Am Ende darf das Heimchen aber natürlich auch auf seinem Herd wieder Platz nehmen und hält die ein oder andere Überraschung für ihn bereit. „Das Heimchen am Herd“ ist eine sehr warmherzige Geschichte, die vielleicht kurzzeitig mal ein wenig abrutscht, weil sich eine Figur, namentlich Mrs. Peerybingle, zu einer Tat hinreißen lässt, die die Harmonie der Geschichte ein wenig stört. Aber schnell wird dem Leser auch vor Augen gebracht, dass sie damit gleichzeitig eine rührende Familienzusammenführung bewerkstelligt.

    Als ich den Untertitel zur nächsten Geschichte „Der Kampf des Lebens. Eine Liebesgeschichte“ las, war ich schon sehr gespannt. Zwei Schwestern verlieben sich in den selben Mann und jede ist gewillt zu Gunsten der anderen auf diesen Mann zu verzichten. Am Ende kriegt ihn eine der beiden, was natürlich das klassische Ende ist, aber ich habe mich gefragt, worauf sich „Eine Liebesgeschichte“ nun bezogen hat. War es die Liebe der beiden Schwestern zu dem einen Mann oder die der beiden Schwestern untereinander? Beide herzallerliebste Persönlichkeiten, wie man sie sich in einem Buch nur wünschen kann. Ich muss gestehen, dass diese Geschichte für mich am leichtesten zu lesen war (vielleicht weil es doch eher eine „Frauengeschichte“ war). Nicht nur die Schwestern waren für mich toll, sondern auch die Nebenfiguren, die diese Geschichte zu etwas sehr Besonderen machten. „Der Kampf des Lebens“ hat mich daher wirklich in nur jeder erdenklichen Form sehr positiv überrascht.

    Die letzte Geschichte „Der Verwünschte“, die im Original „The haunted Man“ heißt und auch hier wieder viel besser den Nagel auf den Kopf trifft, rundet diesen Band der Weihnachtserzählungen doch sehr gut ab. Als ich die ersten Seiten dieser Geschichte gelesen habe, musste ich unweigerlich Vergleiche mit Goethes „Faust“ ziehen, denn in „Der Verwünschte“ sitzt der Chemiker Redlaw in seinem Arbeitszimmer und sinnt darüber nach, was in seinem Leben alles schiefgelaufen ist und wann er vom Leben beleidigt wurde. Da schält sich plötzlich ein Geist aus den Schatten der Mauern und bietet Redlaw an alle schlechten Ereignisse in die Vergessenheit zu schicken unter der Bedingung, dass er diese Gabe auch an andere Menschen weitergeben muss. Redlaw nimmt diesen Deal an und muss fortan aufpassen welche Menschen er berührt, da diese dann ebenfalls alle schlechten Ereignisse in ihrem Leben vergessen. Sehr schnell muss er aber feststellen, dass alle diese Menschen sich in ihrem Wesen verwandeln und sehr teilnahmslos ihrer Umwelt gegenüber werden. Erst durch Milly, die Frau seines Bediensteten, wird er geläutert und kann seine „Gabe“ zurückgeben. Diese Geschichte greift sehr stark die Themen Verzeihen und Vergeben auf, einhergehend damit, dass man nur dann Dankbarkeit und Nächstenliebe erfahren kann. Personifiziert wird das Ganze durch den Charakter Milly, die alleine schon durch die Beschreibung ihres Äußeren als „rein“ dargestellt wird. Im Grunde hat Dickens auch hier wieder ganze Arbeit geleistet, auch wenn er dabei für mich wieder viel zu sprunghaft erzählt hat, sodass ich trotz der Kürze der Geschichte die Personen (die hier wirklich viele waren) oft nur sehr schwer zuordnen konnte. Auch die Handlungsorte wechselten sehr flott und so richtig ankommen konnte ich in der Geschichte nicht.

    Alles in Allem ziehe ich folgendes Fazit ab: Zum ersten finde ich, dass man diese Geschichten nicht nur zu Weihnachten lesen kann, da sie Botschaften enthalten, die für das ganze Jahr interessant sind. Zum zweiten muss ich vielen Kritiken recht geben, dass die Geschichten in dieser Form und wie sie in diesem Band übersetzt wurden nicht zum Vorlesen für Kinder geeignet sind (andererseits glaube ich auch nicht, dass Dickens diesen Anspruch für sich und diese Geschichten erhoben hat). Zum dritten würde ich diese Geschichten aber auf alle Fälle denen empfehlen, die Dickens gerne lesen. Sie sollten sich aber vor Augen halten, dass sie im Vergleich zu seinen Romanen Kurzgeschichten sind und er sich daher nicht soviel Zeit zum Erzählen gelassen hat, was mir besonders bei „Die Zauberglocken“ und bei „Der Verwünschte“ aufgefallen ist. Und zum vierten (und das möchte ich nicht unerwähnt lassen)– die 49 Illustrationen der Erstausgabe runden diesen Band und deren Geschichten wunderbar ab.

    Kommentare: 1
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    Celticvor 7 Jahren
    Rezension zu "Weihnachtsmärchen" von Charles Dickens

    Wiehnachtsgeschichten "für Erwachsene" relativ schwer zu lesen und zum vorlesen an Kinder nicht unbedingt geeignet, da Ausdrücke und Sprache relativ "veraltet" erscheinen. Was aber auch normal ist wenn man bedenkt wann die Geschichten geschrieben wurden.

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    Neles avatar
    Nelevor 9 Jahren
    Kurzmeinung: schöne geschichten und erzählungen zusammen in einem buch. jedoch schwer zugänglich und die weihnachtsstimmung blieb auch etwas auf der stre...
    Rezension zu "Weihnachtsmärchen" von Charles Dickens

    Die "Weihnachtsmärchen" und "Weihnachtserzählungen" von Charles Dickens sollten mich eigentlich ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzen. Das erste Buch fängt direkt mit der berühmtesten Erzählung Dickens' an, der Weihnachtsgeschichte. Da ich diese Geschichte schon kannte, kämpfte ich mich hindurch, schon bei der zweiten Geschichte "die Zauberglocken" gab ich auf. Leider kam das Weihnachtsgefühl - außer den bekannten weihnachtlichen Themen wie Liebe und Familie - nicht bei mir an. Auch die Sprache war etwas zu alt für mich... Andere Dickens Bücher habe ich mit Begeisterung gelesen, bei diesem tat ich mich sehr schwer. Trotzdem denke ich, dass es ein wunderbares Buch ist, da es verschiedene Geschichten und Erzählungen vereint. Für Kinder denke ich, ist es nicht geeignet, für Erwachsene Dickens' Fans denke ich schon.

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    Xyzets avatar
    Xyzet
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    Seacow13vor 3 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Schildkroetentangos avatar
    Schildkroetentangovor 4 Jahren
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    Peachesvor 6 Jahren
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    SharonBakervor 6 Jahren
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    Belannavor 7 Jahren

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